Photo on August 19, 2007 by Siegfried Woeber Now: We start to the South Caucasus ...
Politik, Kultur, Geschichte, Wirtschaft, Internet und andere Aspekte über den Süd-Kaukasus // Politic, Culture, History, Economy, Internet And Other Aspects About South-Caucasus // Posted By Ralph Hälbig
Photo on August 19, 2007 by Siegfried Woeber Now: We start to the South Caucasus ...
Uploaded on January 9, 2007 by Steve
Im Hintergrund des Privatlebens der verzweigten Großfamilie entfaltet sich nämlich das Bild einer ganzen historischen Epoche: das bedrückend enge Wohnen in den sowjetischen Kommunalkas, die "reiche Armut der Intelligenz", da - wie es heißt - "das einzige Kapital, das die Sowjetmacht umsonst verteilte" eine Hochschulausbildung für alle war; die Wirren des Krieges, die Deportation der Tschetschenen durch Stalin; die Hungerjahre der Nachkriegszeit, in denen Lina ihre Familie als mit allen Wassern gewaschene Schwarzhändlerin durchbringt; die antisemitische Kampagne gegen den so genannten Kosmopolitismus; die großen Hoffnungen der Perestrojkazeit, die in Baku mit dem Berg-Karabach-Konflikt und den schrecklichen Pogromen gegen Armenier bitter enttäuscht werden; die Ausreisewelle der Juden, die den einen Teil der Familie nach Deutschland, den anderen nach Israel verschlägt, wo die nicht mehr jungen Exilanten ein mühevoller Neuanfang erwartet.
Den gesamten Text durchzieht das Thema des vielfältigen multinationalen Zusammenlebens, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu Ende ging. In Wladikawkas gab es eine russisch-orthodoxe, eine armenische, eine katholische, eine lutherische Kirche sowie selbstverständlich eine Moschee und eine Synagoge. Und Baku mit seinem bunten Völkergemisch, seiner Intellektualität und Musikalität war eine mit ihrem kaukasisch-europäischem Flair ganz unvergleichliche Stadt, in der sich Traditionen, Küche und Lebensweise von Aserbaidschanern, Armeniern, Juden, Russen, Angehörigen verschiedener Bergvölker, Georgiern und Daghestanern gegenseitig bereicherten. Die gemeinsame Sprache ist Russisch, jedoch mit unterschiedlichem kaukasischen Akzent und einer ganz eigenen Sprachmelodie. Lina heiratet in erster Ehe Mark, dessen Mutter Französin, der Vater Armenier war, in der zweiten einen russischen Panzeroberst und in der dritten einen aserbaidschanischen Arzt.
Grundthema des Romans sind die Familienbande mit ihrem Segen und Fluch, ihrem Glück und Elend.
Paläontologie. - Als 2001 in der georgischen Ruinenstadt Dmanisi ein 1,8 Millionen Jahre alter menschlicher Schädel entdeckt wurde, warf dieser Fund viele Fragen auf. Jetzt haben dieselben Forscher am gleichen Ort erstmals auch Skelett-Knochen entdeckt, die Antworten und neue Fragen liefern.Jean-Michel erzählt von seiner Heimat, von seiner Familie, von seinem Glauben. Er achtet auf Sopos roten Lippen und ihre tiefen, dunklen Augen während sie dem georgisch-orthodoxen Popen übersetzt, was er sagt. Und er merkt, wie sich ihre Züge verändern, wie die weichen Linien sich verwandeln in enttäuschte, harte Falten. Da stehen sie nun, der Franzose und die Georgierin, mitten in Tbilisi auf den Treppenstufen einer alten Kirche aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und beantworten rein zufällig die Fragen eines interessierten Priesters; und mit jeder Antwort schwindet ein bisschen Hoffnung auf Liebe, auf Nähe, auf eine gemeinsame Zukunft. Jean-Michel Merveilleau ist Buddhist, seine zweite Frau hat ihn gerade verlassen, er hat drei Kinder aus zwei Ehen, er ist 44 Jahre alt. Da ist sie, die schlichte Wahrheit seiner Lebensumstände. Fakten, nach denen sie, Sopo, nie gefragt hat. Fakten, die mit ihrer Vorstellung von Liebe, Ehe und Kindern nicht zu vereinen sind. Sie möchte keinen Mann, der fast zwanzig Jahre älter ist als sie, der kein Christ ist, und auf dem Papier noch verheiratet. Ihre roten Lippen verlieren die verführerische Spannung, ihr Blick fängt seinen nicht mehr. Der Zauber ist vorbei, ganz plötzlich, von einem Moment zum nächsten. Sie ist nicht bereit, ihn aufrechtzuerhalten für eine ungewisse Zukunft zwischen Frankreich und Georgien. Ihr Wege trennen sich für immer – noch am gleichen Nachmittag.
Jean-Michel ist traurig und desillusioniert, doch er bereut nicht, dass er nach Georgien gefahren ist, 5000 Kilometer quer durch Europa. Für den Rückweg wird er sich Zeit nehmen, er wird sich die Länder ansehen, die er mit seinem Kleinlaster durchquert. So ist sein Plan, und mit diesem Plan fährt er Giorgi hinter her, einem Taxifahrer der ihm den Weg raus aus der Stadt Richtung Gori weist. Zunächst ist das wieder sein Ziel. Doch diesmal sucht er nicht die Liebe, diesmal will er Tourist sein, Stalin sehen, sich Zeit lassen. Jean-Michel besucht das Stalin-Museum, er versucht die russischen und georgischen Schriftzeichen zu entziffern, während ein Student mit einem Buch hinter ihm her trottet und ihn beobachtet. Erst fast am Ende der Ausstellung stellt sich heraus, dass es sich einen schüchternen Museumsführer handelt, der sich nicht aufdrängen will. Es ist dem Studenten fast peinlich, dass hier unhinterfragte stalinistische Propaganda ausgestellt ist. Stalins Geburtshaus, Stalin als junger Mann, Stalins Geschenke, Stalin mit anderen großen Führern, Stalins Totenmaske, Stalin - Sohn Goris, Sohn Georgiens.
Jean-Michel will weiter, er will Gori verlassen und mehr sehen. Er kennt nur einen Weg aus der Stadt, den Weg den er gekommen ist. Am Rathaus, bei dem riesigen Monument von Joseph Stalin muss er abbiegen. Er denkt nicht darüber nach, dass er hier nicht abbiegen darf. Er übersieht die Schilder, und dann weiß Jean-Michel für einen kurzen Moment lang nicht, wie ihm geschieht. Sein Kleinlaster hat einen Totalschaden, das gegnerische Fahrzeug ist völlig demoliert. Der Fahrer hat ein paar Kratzer. Stalin sieht auf ihn herab, während sich eine Menschentraube bildet und vier Polizeiwagen angefahren kommen. Nach kürzester Zeit ist sogar das Fernsehen vor Ort, und will ihn interviewen.
Jean-Michel bleibt ruhig, als man ihn abführen will. Er hat einen Unfall verursacht und einen Menschen verletzt - nach georgischem Recht ein Grund ihn zunächst in Gewahrsam zu nehmen. Der Franzose ruft die Botschaft an, bekommt einen Dolmetscher. Die französische Versicherung haftet nicht in Georgien. 4500 Euro soll er nun aus eigener Tasche bezahlen als Strafe und für den Schaden. Ins Gefängnis muss er vorläufig nicht, doch die Familie der gegnerischen Partei nimmt ihn bei sich auf. Die Gastfreundschaft ist groß, nur gehen darf er nicht.
In der Nacht, im Bett, als es still ist, als er merkt, dass er nicht nur Sopo sondern auch sein Auto verloren hat, kommt ihm die rettende Idee. Er tauscht seinen Wagen gegen die Freiheit. Hier in Georgien ist der Renault trotz des Totalschadens etwas wert, kann repariert und verkauft werden. Die Unfallgegner sind einverstanden. Tage vergehen, bis die nötigen Formalitäten geklärt sind. Jean-Michel hat an seinen Wagen an der Grenze nicht verzollt, schließlich wollte er ihn ja auch nicht verkaufen. Nun soll er aber in den Besitz eines Georgiers übergehen, was einem Verkauf gleich kommt. Der Wagen ist nicht fahrtauglich, also kann der Franzose ihn auch nicht erneut über die Grenze fahren. Eine Odyssee durch die georgische Behördenlandschaft beginnt. Immer braucht Jean-Michel einen Dolmetscher, nie lässt ihn seine "Gastfamilie" aus den Augen. Eine Woche nach dem Unfall ist es vollbracht. Jean-Michel hat kein Auto mehr, er darf nach Hause, seine Krankenkasse übernimmt den Flug. Eigentlich möchte er nicht nach Bordeaux zurück. Er weiß nun, dass er ein Reisender sein möchte, dass er sich die Welt ansehen will, mit allen Sinnen. Doch das Flugzeug wartet nicht auf ihn, seine Geld und seine Zeit sind nicht grenzenlos. Am gleichen Tag, an dem er in ein Flugzeug nach Frankreich steigt, trifft er eine Georgierin. Eine dunkelhaarige Sirene, die ihm tief in die Augen blickt und deren Hand er einen Moment länger hält, als es die Zeit für eine unverfängliche Verabschiedung erlaubt.
Mehr demnächst auf http://georgien.blogspot.com/
Teil 15: Die Geschichte des wunderbaren Monsier Merveilleau.
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Patricia Scherer
freie Journalistin
vom 15. Juli bis 30. September 2007
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Wien (APA-) - Die OMV, Mitteleuropas führender Öl- und Gaskonzern eröffnete heute in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, im Beisein von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein eine Repräsentanz der OMV Gas International. Ziel ist, künftige Aktivitäten der OMV vor Ort zu koordinieren. Darüber hinaus unterzeichnete Wirtschaftsminister Martin Bartenstein im Rahmen seines Besuchs in Aserbaidschan ein Memorandum of Understanding mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen, Mr. Natiq Aliyev. Mit diesem Memorandum of Understanding soll der Grundstein für den Bezug von Erdgas aus Aserbaidschan und für die Einbindung aserbaidschanischer Erdgasmengen in die Nabucco Pipeline gelegt werden.
Radio SOMA is a Russian language broadcasting. Because of this a part of the published material contains the Russian text. To read it set your browser encoding to Windows 1251 Bassanne hat laut Statistik 87 Einwohner. Es liegt südlich von Bordeaux in Frankreich. Etwas abseits der Zivilisation lebt Jean-Michel Merveilleau zwischen seinen Weinbergen. Der Weinbauer ist fast so wunderbar, wie sein Nachname. Sein Gesicht ist überzogen von tiefen Lachfalten, die die Arbeit an der frischen Luft gegerbt haben, und seine blauen Augen blitzen auf, wenn er sich freut und lächelt. Jean-Michel's Herz weint, weil seine Frau ihn zurück gelassen hat, hier auf dem Land. Seine beiden Kinder hat sie mitgenommen. Vielleicht ist sein Herz gerade deshalb so hungrig, oder vielleicht hat er auch nur Lust auf ein großes Abenteuer, das ihn weit weg führt von seinen Weinbergen und den immer gleichen Gesichtern. In der Region um Bordeaux befinden sich ein paar alte Gebäude, die von den jeweiligen Dorfgemeinschaften restauriert wurden. Unter anderem eine alte Mühle aus dem 13. Jahrhundert, direkt in Bassanne. Auch Jean-Michel hat sich an der Renovierung beteiligt. Die Neueröffnung der Mühle soll gebührend gefeiert werden, mit einer Prozession und einem Fest für zweihundert Personen.
Warum ausgerechnet ein georgischer Chor anlässlich der Einweihung singt, bleibt unerklärlich, doch, so trägt es sich zu. Und wie es das Schicksal oder der Zufall will, erblickt Jean-Michel eine georgische Göttin. Sopo oder auch Sophie. Sie schreitet eine Treppe hinab. Er sieht sie, sie sieht ihn, und plötzlich können sich ihre Blicke nicht mehr von einander trennen. Als er ihr einen Aperitif einschenkt, ist es längst um ihn geschehen. Er hängt an ihren Lippen, während sie von ihrem Land erzählt, von Georgien, seiner mystischen Vergangenheit, seinen bunten Farben, der unermesslichen Gastfreundschaft der Menschen und dem Reichtum an Wein und Weib und Gesang. Sopo leuchtet und strahlt, während sie erzählt, und Jean-Michel kann sein Glück kaum fassen. So, und ähnlich, beginnen viele traurige Liebesgeschichten. So, und ähnlich, lockt Georgien die Ahnungslosen an. Jean-Michel weiß in diesem Moment, da ihn die Sirene mit Erzählungen vom Paradies im Kaukasus betört nur eines, er muss sie wieder sehen. Beim Abschied hält er ihre Hand, länger als es die flüchtige Berührung einer herkömmlichen Verabschiedung erlaubt.
Schon am nächsten Tag findet ein weiteres Fest zur Einweihung eines anderen restaurierten Monuments statt. Jean-Michel kann es kaum erwarten Sopo wieder zu sehen. Er hofft, er geduldet sich, er trinkt, er wartet, doch Sopo ist längst nach Paris abgereist. Über andere Georgier erhascht er ihre Email-Adresse und macht sich sogleich ans Werk ihr zu schreiben. Eine Woche vergeht, und er erhält keine Antwort. Niedergeschlagen und traurig ist er, der Hoffnungsschimmer klein, als er doch endlich eine Antwort erhält. Eine Einladung nach Georgien und eine Adresse in Gori. Die sofortige Abreise scheint für Jean-Michel die einzige Möglichkeit seine Göttin noch einmal an der Hand zu halten. Er will kein Flugzeug nehmen, er will sofort und ohne Umschweife eine Abreisen, ohne ein Sicherheitsnetz, ohne die Möglichkeit seine Entscheidung zu überdenken. Also setzt er sich in seinen Kleinlastwagen und fährt durch Frankreich nach Italien, über Slowenien nach Kroatien, Serbien, Bulgarien. Er schläft im Auto. Nur eine Musikkassette hat er dabei, die er immer wieder hört. Manchmal erkennt er lediglich an der neuen Sprache im Radio, dass er ein Land verlassen hat um das nächste zu passieren. Er fährt, und schläft - fünftausend Kilometer lang – bis er von der Türkei aus die georgische Grenze passiert. Bisher hat Jean-Michel Europa nur ein einziges Mal verlassen - um Urlaub zu machen in Marokko. Doch er hat keine Angst vor dem Unbekannten. In diesem Moment, in dem er durch den Tunnel nach Sarpi zum georgischen Grenzpunkt fährt, ist er selig. Jetzt trennen ihn nur noch wenige Kilometer von Sopo.

Dem Grenzbeamten gefällt die Musik auf der Kassette, er möchte sie haben. Jean-Michel tauscht sie ein, gegen einen Eingangsstempel in seinem Pass. Als er Batumi erreicht um Geld zu wechseln, regnet es. Er ist ein französischer Weinbauer verloren in einer fremden Hafenstadt, allein, bei Regen. Doch das trübt seine Stimmung nicht. Er findet seinen Weg nach Gori. Er findet Sopos Haus, und ihre Familie. Nur Sopo findet er nicht. Jean-Michel findet nur Sopos Schwester, die ihm erklärt, das Sopo noch in Frankreich ist. In Paris.
Zwei Tage wartet Jean-Michel auf Sopo, bis sie endlich zurückkehrt in ihre Heimat, nach Gori. Die Überraschung ist groß, und auch die Freude. Auf beiden Seiten. Jean-Michel ist offen, er hängt an ihren roten Lippen, und Sophie scheut keine Mühen um ihm ihr Land zu zeigen. Berühren tun sie sich nur, wenn sie eine Straße überqueren müssen. Sophie fasst ihn dann am Arm, und zerrt ihn bestimmend und schnelles Schrittes über die Straße. In Sicherheit, auf der anderen Seite, lässt sie ihn sogleich los. Gemeinsam sehen sie sich die alten Städte Georgiens an, Museen und Denkmäler. Und vor allem Klöster und Kirchen - nicht nur weil Georgien davon so viele zu bieten hat -, Sopo ist tief gläubig. Die georgisch-orthodoxe Kirche beinhaltet für sie die einzige Wahrheit. Und genau das soll für Jean-Michel zum Verhängnis werden. Das Georgien, dass Sopo in Frankreich beschrieben hat, ist nicht das, was Jean-Michel nun kennenlernen wird. Und die Frau, in die er sich so Hals über Kopf verliebt hat, wird nie wieder dieselbe sein.
Das Ende einer Liebesgeschichte auf Georgisch, demnächst bei
Teil 14: Bombastic Plastic
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THE FOLLOWING STORIES APPEARED ON EURASIANET OVER THE PAST WEEK:
GEORGIA VENTS FRUSTRATION WITH UN, OSCE
Nina Akhmeteli
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav092007a.shtml
US-RUSSIAN TEAMS TOUR AZERBAIJANI MISSILE STATION
Rovshan Ismayilov
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091907a.shtml
GEORGIAN PRESIDENT GAINS A SHADOW RIVAL
Molly Corso
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091807a.shtml
AZERBAIJAN: JAILED JOURNALIST SEEKS PARDON
Mina Muradova
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091407a.shtml
GEORGIA'S ACTION PLAN SETS AMBITIOUS GROWTH TARGET
Paul Rimple
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091207.shtml
Die vorliegende Arbeit stellt ethnographisch gewonnene Informationen zur informellen Organisation von Gewalt und Recht in relevanten Teilräumen der georgischen Gesellschaft vor und interpretiert diese. Dabei wird als Annahme zugrunde gelegt, daß der soziale Umgang mit Gewalt als einer potentiellen Alltagsressource ein charakteristisches Organisationsmerkmal einer Gesellschaft ist; Gewalt steht in nahezu jeder Situation Menschen als Handlungsoption zur Verfügung und die zivilisatorische Leistung einer jeden Kultur besteht darin, diese Option systematisch zu begrenzen, zu kanalisieren und zu konzentrieren.
Weiter wird davon ausgegangen, daß diese sozialen Umgangsformen relevant sind für alle Teilbereiche der Gesellschaft, wobei die Relevanz besonders dort sichtbar wird, wo die offiziellen gewaltverregelnden Institutionen zusammenbrechen oder dramatisch an Funktionalität einbüßen. Diese Bedingungen waren in Georgien durch den weitreichenden Zusammenbruch staatlicher Infrastrukturen in der Zeit von 1990 bis 1995 gegeben. In diesem Zusammenhang sind auch die in der Arbeit verwendeten Begriffe informelle Institutionen und Schattenwelten zu verstehen: Gegenstand der Untersuchung sind organisierte Gesellschaftsbereiche jenseits bzw. im inoffiziellen Schattenbereich staatlicher Institutionen.
Gewalt wird eng umgrenzt als Zwang mit physischen Mitteln unter Inkaufnahme zerstörerischer Wirkung gefaßt. Zum einen wird damit dem emischen Gewaltbegriff (georgisch: dzaladoba, vgl. engl. violence, bzw. dzaldat°aneba aus dzal = Kraft, Gewalt im Sinne von force und dat°aneba = Zwang; siehe Anhang 1, Transkriptionen) Rechnung getragen, und zum anderen soll der Forschungsgegenstand von undeutlichen Begriffen wie struktureller Gewalt und psychischer Gewalt abgegrenzt werden.
Gewalt hat im hier vertretenen Verständnis immer eine körperliche Qualität, und es gilt, neben der Qualität der Gewalt selbst, die Situationen, Strukturen, semiotischen Systeme und materiellen Voraussetzungen zu untersuchen, die Gewaltanwendungen entweder plausibel machen, oder aber einhegen, kanalisieren, einbinden oder ausgrenzen. Gewalt wird dabei nicht von vornherein pejorativ verstanden, etwa im Sinne der schlechtesten Art von Problemlösungsstrategien in einer Gesellschaft. Gewalt hat immer einen schädigenden Aspekt, doch muß dieser Aspekt nicht schon ihre Wirkung ausschöpfen. So kann Gewalt sowohl Folge von als auch Auslöser für Innovation sein; sie kann sowohl eine stabilisierende als auch destabilisierende Wirkung auf Gruppen haben; sie kann von den Involvierten als positiv oder negativ gesehen werden.
Entgegen der in den Sozialwissenschaften verbreiteten deduktiven Methode der Analyse von Gewaltphänomenen, die Plausibilität vor allem aus einer Untersuchung der angeblichen Ursachen von Gewalt erzeugt, wird induktiv von der konkreten Gewaltsituation auf gesellschaftliche Zusammenhänge geschlossen. Methodisch bietet sich für diese Umkehrung der Perspektive im Idealfall die teilnehmende Beobachtung (also ein möglichst systematisiertes Erleben) in der Materialerhebung und die dichte Beschreibung (nach Geertz 1995) in der Darstellung von Gewaltsituationen an.
Recht wird in dieser Arbeit als ein Derivat des Umgangs einer Gesellschaft mit Gewaltchancen gesehen. Im abendländischen Verständnis ist der Begriff des Rechts eng an den des Gesetzes gekoppelt und hat einen ambivalenten Zug: Er bezeichnet sowohl eine normative Landkarte mit Informationswert für die Mitglieder einer Gesellschaft als auch ein zentrales Steuermittel in den Händen einer Regierung. Recht berührt demnach beide Bereiche – allgemein anerkannte Standards und erzwungene Regulierung. Der erste Bereich kann als Ordnung, der zweite als Herrschaft gefaßt werden.
Im vorliegenden Beitrag kommt vor allem der Aspekt der Ordnung zum Tragen, da sich die betrachteten Institutionen jenseits staatlicher Herrschaft definierten und über einen erheblichen Zeitraum der Feldforschung auch in Abwesenheit der einschlägigen staatlichen Instanzen (Institutionen, die Anspruch auf ein Gewaltmonopol durchsetzten und legitimes Recht verwalten) funktionierten.
Da die betrachteten Rechtskonzepte aber aus einer Lebenswirklichkeit von Menschen entwickelt werden, die ihrerseits stark von den Institutionen sowjetischer Staatlichkeit geprägt war, kann der Aspekt der Herrschaft nicht ganz vernachlässigt werden, wenn auch die Staatsgewalt in der überwiegenden Zahl der präsentierten Disputprozesse nicht direkt auf den Plan tritt.
Mersljakow, Fassier und der US-amerikanische Co-Vorsitzende der Minsker OSZE-Gruppe, Matthew Bryza, waren am Samstag in Jerewan eingetroffen. Am Sonntag besuchten sie Stepanakert, die Hauptstadt von Bergkarabach, und verhandelten mit dem Präsidenten der abtrünnigen Provinz, Bako Saakjan. Am Dienstag reisen die Co-Vorsitzenden nach Baku.
Nodar Duglaze möchte über seine Zeitung "Iberia" für die Georgier in Europa schreiben und publizieren.
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"Call for papers for the Caucasian Review of International Affairs. The Caucasian Review of International Affairs (CRIA) is a new name of the formerly Caucasian Journal of European Affairs the first issue of which was published in [winter - ed.] 2006. After a short break due to certain technical problems the Review is being published again in a new format and with a completely new web site [at the URL below].
The CRIA is a primarily English-language quarterly peer-reviewed academic journal published by the Centre for European Studies in Azerbaijan. The CRIA focuses on various international political, economic, security and legal issues and the current developments in the South Caucasus region.
The CRIA is currently an online publication. The hard copy version of the Review is planned to be published as from the year 2008. The next issue of the CRIA will be published in December 2007.
Deadline for the submission of articles is the 15th of November 2007.
See the manuscript guidelines at: http://cria-online.org/submit.php - na."
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VOLUME I - Winter 2006 (CRIA)
Coddling the Caucasus: Iran’s Strategic Relationship with Azerbaijan and Armenia By Geoffrey Gresh
Fearful of losing its economic regional and global dominance, Iran has sought to align itself diplomatically and economically with Armenia and Russia to counter Azerbaijan's new pro-western policies and rising economic power. This paper analyzes the international relations of the Southern Caucasus through a Neorealist paradigm to demonstrate how Iran's behavior and action in the area were a direct result of the anarchical system that ensued after the fall of the Soviet Union in the 1990s. The lack of a bipolar system in the Caucasus has pushed the region to the brink of another regional conflict that could potentially be more far-reaching and widespread than that of the previously contained Nagorno-Garabagh conflict between Azerbaijan and Armenia. Iran's foreign policy of the past decade demonstrates Iran's pragmatism in the Southern Caucasus that is not dictated by religious ideology, but rather by Iran's national interests, both economic and political, and national security concerns. The "New Great Game" of the post-Cold War era in the southern Caucasus will radically transform the region into one of great strategic and geopolitical importance.
Legal Aspects of the Nagorno-Garabagh Conflict By Mushfig Mammadov
The Nagorno-Garabagh conflict has been going on since 1988. The conflict between Armenia (although it denies its involvement in the conflict claiming that it is just "an interested party") and Azerbaijan is considered to be the most important conflict in the South Caucasus. Though the object of this conflict is Nagorno-Garabagh Autonomous Region (the region was called so as an administrative-territorial area during the Soviet time), seven other districts of Azerbaijan which have nothing common with this autonomous region are also occupied by the Armed Forces of Armenia. So, as a result of the conflict approximately 20% of the territory of the Republic of Azerbaijan is still under occupation and more than one million Azerbaijanis have become refugees and internally displaced persons. In May 1994 the parties concluded cease-fire agreement which is still in force today. The Republic of Azerbaijan states that Armenia should be recognized as an aggressor according to the Charter of the UN, but it is not the case yet. The Republic of Armenia claims that the Armenians of Nagorno-Garabagh are entitled to secede from Azerbaijan and build their own state on the base of the self-determination principle of international law. Now the Minsk Group of the OSCE is exercizing a mediation function between the parties to the conflict. No political agreement on the settlement of the conflict has been achieved yet.
The Galtung Triangle and Nagorno-Garabagh Conflict By Taleh Ziyadov
The Nagorno-Karabakh conflict is one of the longest - standing conflicts in the former Soviet Union. Despite numerous attempts by mediating parties and direct talks between the governments of the Republic of Armenia and the Republic of Azerbaijan, the conflict remains unresolved. In this paper, I will try to analyze the general causes of the conflict within the framework of Johan Galtung's conflict triangle. After giving a brief description of the Galtung conflict triangle and short asymmetry and symmetry analysis, I will examine the Nagorno-Karabakh conflict using the model's three axes - structural, cultural (social constructs) and behavioral (direct violence). The paper will investigate the nature and dynamics of the conflict in chronological order, starting from 1988 and ending with the signing of the cease-fire agreement in 1994. Hence, the purpose of this paper is limited to the three theoretical aspects of Johan Galtung's conflict triangle and does not include the conflict's detailed history and its post-ceasefire developments. This study aims to increase understanding of the cultural and structural causes of interethnic violence between Armenians and Azerbaijanis in 1988-1994.
Is Azerbaijan going to continue to get massive Inward Foreign Direct Investments? By Emil Majidov
Azerbaijan is one of the fastest growing economies in the world. The GDP annual surplus in 2003 was above 11%. The growth for the year 2004 is 10.2%. A record growth of circa 17% is expected in the year 2005. As per some forecasts (ADB 2005) growth in 2007 may be as much as 26%! It is highly probable that the country will be the global leader in economic growth in the coming next 2-3 years. GDP per capita is growing respectively although from a very low base. In 2004 it was USD 1042 per capita. Nominal wages grew by 26%. Almost all other major economic indicators point out a similar growth pattern.
Thieves of the Law and the Rule of Law in Georgia By Virginia Davis Nordin and Georgi Glonti
This article combines research on the Thieves of the Law in Georgia by a Georgian criminologist with the search for the real meeting of the Rule of Law in this former soviet country by an American lawyer. The first section of the paper cites some of the contradictory descriptions of the Thieves of the Law in the USSR and Georgia with a brief look at the functions of customary commercial law in emerging societies and concludes that the story of the Thieves of the Law is vital to understand the nature of Georgian society and the possibilities of establishing the Rule of Law in that Country. The next section illustrates the importance of and the continuing impact of the Thieves Law in national and international economic activities. A final conclusion stresses that defining law, crime and society is complex and that a knowledge of the particular stories of each is a necessary first step.
The Universities of Europe in the New Era By Dimitris Michalopoulos
The 1968 student crisis in France was the symptom of a rampant moral and intellectual disease; for the European universities were no longer adapted to meet the necessities of the societies that had invented them. In point of fact, the etymon of the term "university" is the mediaeval Latin word universitas, i.e. the erroneous translation of the Greek term encyclopaedia; and encyclopaedia means a general, advanced education capable of giving rise to the homo universalis. These homines universales were regarded as the natural leaders of traditional, hierarchically organized societies as were those before the French Enlightenment. Therefore, the very issue which the 1968 crisis raised was the one tackled as early as the 19th century mainly in France and Russia: Does a modern European society need universities or highly specialized schools? The time now seems ripe to opt for the second solution.
Ich habe eine Zeitlang für Disney gearbeitet - das ist lange her -, und mein Studium mit Führungen über das Bavaria Film Gelände in Geiselgasteig bei München finanziert. Das ist noch länger her. Trotzdem kann ich wohl behaupten, ich erkenne eine Kulisse, wenn ich eine sehe. Ich bin so eine Art Kulissenexpertin. Wenn man durch Disney World spaziert oder über das Bavaria Film Gelände an einem schönen Sonntag Nachmittag, dann rechnet man damit, dass sich hinter der bunten Fassade ein Baugerüst oder ein geheimnisvoller Apparat befindet, der Mickey Maus dazu bringt im richtigen Moment mit den Ohren zu wackeln. Wenn man georgischen Boden betritt, ist es nicht so, als hätte man sich eine Karte für den Freizeitpark erworben. Man bekommt zwar einen bunten Stempel in den Pass, in rot oder grün oder blau, aber man rechnet nicht damit, dass das was man hier sieht und antrifft reine Fassade ist.

An den Gigantismus gewöhnt man sich schnell. An diese riesenhafte neue Kirche namens "Dreifaltigkeit", die mitten in das Stadtbild gepflanzt wurde als gäbe es nicht schon genug Kirchen, Klöster und Kapellen in diesem Land. An den Nachbau der Reichstagskuppel inklusive des Besichtigungsrundgangs für Besucher auf dem neuen Präsidentenpalast. Äußert irritierend für uns Deutsche übrigens, weil man ständig erwartet gleich das strahlende Gesicht einer Frau Merkel zu sehen.

Ich habe ein gewisses Verständnis für den Wunsch des Mannes ein Haus zu bauen, einen Baum zu pflanzen und ein Kind zu zeugen. Sicherlich ehrenwerte Ziele, in einer Zeit in der die meisten Menschen die Orientierungslosigkeit zum Kult erhoben haben. Gerade für mächtige Männer ist es in diesen Zeiten besonders schwer. Eines Morgens wachen sie auf in ihrer Allmächtigkeit und stellen plötzlich fest, dass sie eben doch nicht mehr so allmächtig sind. Dann müssen sie wie die Lemminge dem letzten Aufschrei ihrer noch halbwegs potenten Macht folgen, um sich ein Denkmal setzen, welches ihre Macht überdauert. Das hat Ludwig II. von Bayern mit Herrenchiemsee getan, Helmut Kohl mit dem Bundeskanzleramt und natürlich muss das auch ein Mikhail Saakashvili tun. Ich hoffe, er hat bemerkt, dass weder Helmut noch Ludwig all zu viel Zeit in ihren steingewordenen Träumen verbracht haben. Vielleicht ist die Fertigstellung eines solchen Denkmals auch gleichzusetzen mit dem Ende einer Ära, dem Ende des unabhängigen Freistaates Bayern, der Ära Kohl, der Ära des georgisch-orthodoxen Patriarchats und sogar der Ära Saakashvili. Und ich will ihm ja nicht unrecht tun, dem lieben Mischa. Das mit dem Reichstagsimitat war ursprünglich die glorreiche Idee seines Vorgängers Schewardnadse. Es ist also bereits ein großer Mann an diesem Bauvorhaben gescheitert. Sollte Mikhail Saakashvili die Präsidentschaftswahl 2008 für sich gewinnen - und das ist mangels echter Alternativen wahrscheinlich - so wird er sich mit der Beendigung seines Präsidentenpalastes sputen müssen um die Aussicht aus seiner Reichstagskuppel noch ausgiebig genießen zu können, und zwar während er im Amt ist.
Und damit Mischa die Präsidentschaftswahl ja auch gewinnt, hat er sich nun überlegt ein paar kosmetische Eingriffe vorzunehmen, so eine Art Schönheitsoperation an Georgien. Aussen hui, Innen pfui. In der Tbilisser Altstadt und auf dem Rustaveli Prospekt ist ihm das ja auch schon ganz gut gelungen. Ein Trugbild für Volk und internationale Geldgeber. Das nenne ich große staatsmännische Leistung. Eine wahnsinnige Idee, die der Mischa da hat, um seinen Ruf aufzupolieren. Brot und Spiele fürs Volk und die amerikanischen Freunde. Die lieben Disney World ja bekanntlich auch ganz besonders. Und damit auch jeder Bescheid weiß, hat Mischa es schon ganz laut heraus posaunen lassen: er will einen Prototyp des hübschen georgischen Städtchens kreieren. So etwas niedliches, bezauberndes und knuffiges wie Rothenburg ob der Tauber, nur eben in den georgischen Bergen und in knallbunt. Ins tiefste Mittelfranken fahren ja auch fast nur Touristen, meist aus Japan oder den U.S.A. Und Schulklassen - schließlich steht hier sichtbare und fühlbare deutsche mittelalterliche Geschichte.
Ein paar Dinge haben Signachi und Rotenburg o.d.T. sogar gemein. Eine hervorragend erhaltene Stadtmauer zum Bespiel, ein herrliches Panorama, ein Weinanbaugebiet im Umland und ein paar wunderschöne alte Häuser, die sich nun über einen Anstrich in Rosé, Bleu oder gar Mint freuen dürfen. Mischa hat tief in die Tasche gegriffen um den Häusern diesen Anstrich in seinen Lieblingsfarben zu verpassen, und sie mit Blumenkästen zu dekorieren. Noch ist Signachi eine überdimensionale Baustelle. Ein ganzes Dorf in Aufruhr. Es wird gehämmert und gesägt, und irgendwie hat der Präsident es geschafft, die Menschen, die vorher in diesen Häusern lebten zu evakuieren, auf den Mond zu verbannen oder in den Keller zu sperren - zumindest zeitweilig -, denn bis auf einen riesige Ansammlung von Handwerkern scheint niemand mehr hier zu sein. Es ist ein bisschen wie in amerikanischen Filmen über tödliche Viren: viele Menschen mit eigenartigen Werkzeugen rennen fleißig wie die Ameisen hin und her, nur das diese hier keine orangefarbenen Ganzkörperanzüge mit Atemmaske tragen. Der Rest der Menschheit ist ausgestorben.

Mischa scheint überzeugt, dass sein großer Coup nicht auffliegt. Wahrscheinlich werden in Zukunft nur noch Japaner, Amerikaner und Israelis in Bussen nach Signachi kommen. Die dürfen dann exakt sechs Minuten und 37 Sekunden aussteigen um ein Foto zu machen, und schnell wieder ab in den Bus - schließlich will man den Kaukasus ja in drei Tagen besichtigen. Ein längerer Aufenthalt wäre auch fatal, denn die Farce könnte durchschaut werden. Mich wundert, dass man japanische Touristen nicht schon längst mit Bungee-Seilen ausgestattet hat, damit man sie wie einen Flummi zurück in den Bus schleudern kann, sollten sie sich mal zu lange an einem Ort aufhalten oder sogar mit dem Gedanken spielen sich selbständig zu bewegen. Wäre doch eine praktische Erfindung, die Touristen-Rückhol-Schleuder. Ich sollte ein Patent anmelden.
Zurück zu Mischa, der nicht nur sein eigenes Volk, sondern offensichtlich auch alle Besucher seines Landes für Vollidioten hält. Mischa scheint wirklich zu glauben, dass niemand auf die Idee kommen wird, mal ein Garagentor aufzumachen, oder gar eine Haustür. Dann würde der willkommene Besucher nämlich augenblicklich feststellen, dass hinter der schönen Fassade immer noch die Bruchbude steckt, die auch vor der bombastischen Großreinemach-Aktion dort war.
Die meisten Dorfbewohner können sich nämlich mangels Arbeit, sozialen Wohlfahrtssystemen oder gar Bausparverträgen überhaupt nicht leisten ihre Häuser zu renovieren. Und ehrlich gesagt, haben die meisten auch andere Sorgen. Zum Beispiel die Bildung ihrer Kinder. Ich kann für Mischa nur hoffen, dass sich niemand in die Nebenstrassen verirrt. Da sieht es nämlich aus, wie in den meisten anderen Dörfern Georgiens auch. Gelinde gesagt, ein wenig renovierungsbedürftig.
Gut, ich muss zugeben, Mischa ist nicht völlig bescheuert. Nein, er hat sich überlegt, dass die Menschen - wenn sie denn vom Mond zurückkehren dürfen nachdem die Großbaustelle beendet ist - die Kosten für die hübschen Fassaden ja zurückzahlen könnten. Sie hätten das Geld vielleicht lieber in eine neue Wasserleitung gesteckt, oder in den Weinanbau um ihre Existenz zu sichern, aber was soll's. Beim Zahlungsziel machen wie keine Kompromisse: in maximal drei Jahre sind die Tacken wieder auf dem Staatskonto. Und nachdem ich etwas nachgedacht habe, ist auch bei mir endlich der Groschen gefallen. Die Menschen können ihre Schulden unmöglich zurückzahlen, auch wenn der "Kredit" erst in zwanzig Jahren fällig wäre. Dann bräuchte die Fassade schon wieder einen neuen Anstrich, und das inzwischen erwachsene Enkelkind des mittellosen Hausbesitzers würde sich immer noch redlich abmühen für den alten Anstrich aufzukommen. Ein Gewinn im Lotto könnte sie retten, doch es ist wohl unwahrscheinlich, dass ein ganzes Dorf im Lotto gewinnen wird. Also, werden die armen Signacher bald ihre Häuser verkaufen, für niedrige Preise an ausländische Investoren. Auch eine Methode sein eigenes Land zu verhökern. Das nennt man dann freie Marktwirtschaft. Herzlichen Glückwunsch, Mischa. In Zukunft werden die Fastfood-Touristen für ihren Stempel ins georgische Bombastic Plastic Land sicherlich gerne ihre Kreditkarten zücken. Möge die Macht mit Dir sein.
Demnächst mehr auf http://georgien.blogspot.com/
Teil 15: Die Geschichte des wunderbaren Monsier Merveilleau.
Teil 13: Es gibt ein zurück, von Armenien nach Georgien. Oder: Common sense in Babel.
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Patricia Scherer
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Giwi mit dem georgischen Dichter Otar Magradze, Berlin, 2006
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Uploaded on August 27, 2007 by augustiner05
Im polnischen Grenzgebirge zur Ukraine sind am 14. September drei Mädchen aus Tschetschenien erfroren aufgefunden worden, die illegal ins Land gekommen waren. Marcin Wojciechowski kommentiert: "Seit dem EU-Beitritt ist Polen ein Paradies für Flüchtlinge geworden, die Schutz im sicheren und satten Europa suchen. Wir sind nicht so reich wie Franzosen oder Deutsche, aber dafür ist es einfacher, zu uns zu gelangen, weil wir eine einige hundert Kilometer lange Grenze zu ehemaligen Sowjetrepubliken haben... Im polnischen Außenministerium oder in den EU-Institutionen sagt es niemand offiziell, aber die Konsulate aller EU-Staaten haben die vertrauliche deutliche Anweisung, Bürgern mit russischen Pässen, die in Tschetschenien ausgestellt wurden, keine Visa zu erteilen... Wenn Flüchtlinge also nicht legal nach Polen einreisen dürfen, versuchen sie es auf andere Weise... Das scheinbar humane Migrationsrecht der EU ist in Wirklichkeit ungerecht. Gerade sind wieder einige, die ins Paradies wollten, Opfer dieses Gesetzes geworden." (15.09.2007)
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Uploaded on July 17, 2006 by Susan Astray
THE FOLLOWING STORIES APPEARED ON EURASIANET OVER THE PAST WEEK:
GORGIA'S ACTION PLAN SETS AMBITIOUS GROWTH TARGET
Paul Rimple
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091207.shtml
ARMENIA RELEASES EX-FOREIGN MINISTER FROM PRISON
Gayane Abrahamyan
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091007a.shtml
GEORGIAN-RUSSIAN MISSILE INCIDENT POSES CONFLICT-RESOLUTION CHALLENGE
FOR OSCE
Jean-Christophe Peuch
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav091007.shtml
AZERBAIJAN: BUILDING COLLAPSE EXPOSES "CHAOS" IN BAKU'S URBAN PLANNING
Rovshan Ismayilov
Photos by Sitara Ibrahimova
http://www.eurasianet.org/departments/insight/articles/eav090607.shtml

Unweit finden wir eine Stelle zum Baden. Das Wasser ist eiskalt, die Luft nicht viel wärmer. Ich springe tapfer ins Wasser, gefolgt von Schreien. Schreie, die die Kälte erträglich machen und Jubel der Freude über dieses Bad im klaren Nass. Die armenischen Familien, die sich an Picknick-Tischen in der Nähe ihrer Autos am Strand niedergelassen haben, drehen sich um. Eine kreischende, jubelnde Europäerin in einem unifarbenen Bikini ist ein ungewöhnlicher Anblick. Francois amüsiert sich köstlich über die Blicke, die auf mir haften. Fragende Gesichter, die sich nicht entscheiden können, ob sie mit mir lachen oder zur Rettung herbei eilen sollen. Inzwischen bin ich längst zu weit hinaus geschwommen, um von einem Armenier gerettet zu werden. Die meisten Menschen im Kaukasus sind schlechte Schwimmer. Deswegen stehen sie meist nur bis zur Hüfte im Wasser oder schwimmen parallel zum Strand. Irgendwie erinnert mich das an italienische Gigolos in Rimini. Man sollte vielleicht nicht nur im Kaukasus, sondern auch in Rimini das Seepferdchen einführen.
Auf dem Rückweg durch die grünen Hügel Armeniens friere ich. Die Heizung im Fußraum brennt an den Fußsohlen, ich habe alles angezogen, was ich dabei habe, und trotzdem ist mir kalt. Innen. Die Sonne scheint wieder, während wir die Serpentinen auf und ab fahren, doch ist es an diesem Nachmittag unerwartet Herbst geworden. Der Sommer, die Hitze, die schwüle, drückende Luft - schlagartig haben sie sich verzogen, bis zum nächsten Frühling.
Am Straßenrand verkaufen Menschen Maiskolben, gekocht auf einem Topf über einem offenen Feuer am Straßenrand. Das Angebot ist nicht sehr einfallsreich. Kilometerweit nur Maiskolben. Und auch der Kapitalismus hat noch längst nicht zugeschlagen: Sie kosten hier, hundert Meter weiter und auch am Ausgang des nächsten Dorfes das Gleiche. Es bestimmt weder die Nachfrage das Angebot noch das Angebot die Nachfrage. Was hier zählt, sind ein paar Dram, die für Brüder, Schwestern, Kinder, Enkel, Großeltern oder Tanten ein paar neue Schuhe oder Medizin bedeuten könnten. Armut macht genügsam, und manchmal auch einfach nur einfallslos. Fünfzig Kilometer weiter gibt es nur Wassermelonen, oder nur Äpfel und Pfirsiche, oder nur Weintrauben, oder nur Brot.
Plötzlich sehen wir blonde Schöpfe mitten auf der Straße, die flink den Weg in ein Dorf suchen. Eine ganze Gruppe - fünf, sechs Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters, die strohblond und blauäugig aus der allgemeinen armenischen Physiognomie herausbrechen. Francois dreht um. Wir sind neugierig, welche schwedische Stewardess hier eine Großfamilie gegründet hat oder ob die Holländer eine Art abtrünnige Kolonie etabliert haben. Wir fahren durch eine vernachlässigte Straße den Hügeln hinunter, vorbei an blauen Häusern und noch mehr blond-blauäugigen Kindern. Sie verstehen weder Deutsch, noch Englisch, und meine vereinzelten Brocken Niederländisch kommen auch nicht gut an. Doch Russisch sprechen sie. Auf der Hauptstraße des Dorfes treffen wir auf blonde Frauen mit Kopftüchern und Männer mit rauschenden roten Bärten. Francois spekuliert auf russische Mormonen. Robert, ein deutscher Ethnologe, der meine Wohnung in Georgien als Anlaufpunkt für seine Reisen durch den Kaukasus genutzt hat, klärt mich später auf: Die blonden Geschöpfe sind Altorthodoxe – eine Abspaltung der russisch-orthodoxen Kirche, die sich inzwischen in viele Untergruppen gliedert.
Die Altorthodoxen siedelten sich im Ausland oder in Randgebieten des russischen Imperiums an, weil sie vom zaristischen Reich im 18. Jahrhundert verfolgt wurden. Die Blonden freuen sich über unser Interesse und unser fasziniertes Staunen. Mitten im armenischen Nichts leben sie in ihrem Dorf, dass sie "Lermontovo" benannt haben, nach dem großen russischen Dichter und Lyriker. Hellblaue Häuser säumen die fünf Straßen von Lermontovo, die Giebel geschmückt durch das Zeichen der Altgläubigen. Blonde Mädchen mit Schleifen im Haar grinsen uns an. Als wir das Dorf verlassen, scheint mir die Begegnung schon nach zwei Minuten wie eine Fata Morgana.

Und dann ist sie da wieder - die Grenze. Eine Linie auf der Landkarte zwischen zwei Ländern, deren Völker sich seit Jahrhunderten mischen und die sich doch nicht so recht vertragen möchten. Die Georgier, zusammengesetzt aus Mengrelen, Imereten, Tuschen, Svanen, Lasen und Kisten, und die Armenier, die Griechen, Russen, Kurden und Aramäer auf ihrem Boden beherbergen. Zwei Völker, zusammengesetzt aus Völkern, die sich gegenseitig nur vorsichtig annähern, Lager bilden, Standesdünkel und Vorurteile pflegen, in einem kleinen Teil der Welt in dem über vierzig Sprachen gesprochen werden. Zwei Völker, die angeführt werden von einer politischen Elite, die sich der ethnischen Differenzen in Wahlkämpfen bedient um vermeintlich kurzfristige Triumphe zu sichern - in einer Region, in der es Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprache und Religion gelang über längere Perioden friedlich zusammenzuleben. Sogar in der Metro wird er geschürt, der Nationalismus. Und niemand protestiert. Da flimmern die Werbespots fürs Militär über die Bildschirme, während man auf der Rolltreppe fährt - den langen Weg in den Untergrund. Leni Riefenstahl hätte ihre wahre Freude an diesen Massenaufmärschen in Farbe gehabt, die georgische Flaggen hoch gestreckt gen Himmel, Weiß und Rot vor Blau: Eine Familie sitzt beim Abendessen. Über den Fernseher flimmern Kriegsbilder. Georgien im Krieg. Mit wem, oder warum, oder wer gar Angreifer und Verteidiger sind, wird nicht klar. Entsetzen macht sich auf den Gesichtern der Familienmitglieder breit, und Entschlossenheit. Das Telefon klingelt. Der Mann nimmt den Hörer ab, nickt und geht zum Schrank um seine Militäruniform zu holen. Stolz strahlt der Sohn den Vater beim Abschied an. Die Frau weint ihrem todesmutigen Mann keine Träne nach. Auf der Straße gehen seine Stiefel unter in diesem aufmarschierenden Meer von Stiefeln, Uniformen und Fahnen. Ich kann nicht begreifen, was ich hier sehe, in aller Öffentlichkeit auf der Rolltreppe der Rustaveli-Metrostation. Vielleicht liegt es daran, dass ich Deutsche bin und mir die Empfindlichkeit gegen derartige Bilder in die Wiege gelegt ist, doch es scheint niemanden zu kümmern, was hier gespielt wird. Manchmal glaube ich, ich bin im Wahnsinn angelangt. In der Surrealität des Kaukasus, abseits von Vernunft und normalen Menschenverstand - weit weg von common sense, wie der Engländer sagen würde.

Am Abend unserer Rückreise sitze ich in Japan, eigentlich in der europäischen Version von Japan. Ich esse California Roll mit Stäbchen in einem japanischen Restaurant europäischen Stils in Tbilisi und trinke französischen Weißwein. So dekadent dies ist, so unwirklich scheint es auch. Ich denke darüber nach, wie man es mit Leichtigkeit schafft Japan, Amerika und Frankreich an einen Tisch in Georgien zu kriegen ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Kulinarisch natürlich. Und wie es im gleichen Atemzug unmöglich scheint, Menschen zu einen, die sich über Jahrhunderte hinweg über ihren Turm zu Babel friedlich verständigt haben. Ich merke, dass sich mir das nie erschließen wird. ich weigere mich, das zu verstehen. Und ich hoffe, ich bin nicht allein.
Demnächst mehr auf http://georgien.blogspot.com/
Teil 14: Bombastic Plastic.
Teil 12: Armenien ist nicht Georgien. Oder: Der Wall gegen die Hoffnungslosigkeit.
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Patricia Scherer
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During her formative years Sonya achieved numerous awards and recognition for her singing such as being selected in the New York All-State Choir. She has performed in Select Ensembles as well as in Armenian choirs under the direction of Jean Almouhian, the maestro of the Arax Argentinian Armenian Choir.
At an early age Sonya was inspired by folk vocalists such as Joan Baez and as a result learned to play the guitar at the age of 15. She recorded her first album entitled “All in All” which is a compilation of original songs with guitar and keyboard in London in 1991. Sonya expresses her love for life, nature, and human relationship in her music. Her songs are courageous, honest, and earthy. She formed her first band “Raindance” in London 1993 where she increased her repertoire and worked with musicians from Portugal and Thailand.
In 1998 Sonya recorded her 2nd CD entitled “Seven” at Vapor Studios in NYC. At this time she worked with 5 other musicians Oshin Baroyan (producer and keyboardist), Steve Brien (Drums), Hallgrim Bratberg (Lead guitar), Rob Zion (Bass Guitar), and Jessica Hope (Backing Vocals). She regularly performed in the New York City circuit in such venues as CB’s Gallery, Mercury Lounge, The Bottom Line, and The Elbow Room. At this time she developed a good following and fan base and was also invited to play the Armenian American Music Festival in Long Island where for the first time she experimented with fusing her English band with authentic Middle Eastern instruments and collaborated with Michael Gostanian (Qanun), Haik Buchakjian (Oud), and Nshan Akgulian (Dumbek). She was also invited to participate in the PBS documentary the Armenian Americans along with celebrities such as Andre Agasse and Eric Boghosian.
Following her success with “Seven” Sonya then recorded her third album entitled “Confession” in 2000 and continued to play venues in NYC and received many positive reviews and write ups in publications such as New York Newsday, Good Times Magazine, Stubble, Instant Magazine, Spill Magazine and the Armenian Reporter. Her songs also aired on radio stations such as WDRE 92.7 and WHRU 88.7.
In April 2006 Sonya went to Armenia and record her 4th CD entitled “Janapar” which is composed of 12 original Armenian songs. Composer Narine Zarifyan wrote arrangements for her songs and Sonya collaborated with some of Armenia’s most talented musicians during her recording at Vem Studios in Yerevan (with sound engineer Arman Avestisyan).
The result spectacularly brings together her European roots and Armenian descent as Celtic-like haunting melodies together with the Armenian spirit merge into something truly beautiful. Her songs are about life, love, the village in which she volunteered in in Armenia in 2005, Armenia, and her return to her ancestral homeland. Sonya has since performed at the Golden Guitar Music Festival in July 2006 in Yerevan and has also given 3 solo concerts in Yerevan (1 in July 2006 and 2 in October 2006) in which she has performed both her Armenian and English songs. Her concerts have all sold out and as a result she has been invited to numerous television interviews and programs and has had many write-ups in journals like “Afisha”, Armenia Now, and Yerevan Weekly. Her music also gets regular airplay on Yerevan radio stations.
Since October 2006, Sonya has been invited to perform further concerts globally. Performances & Concerts since 1998 more on her myspapce
Although Sonya writes her own music and lyrics, on the Janapar album Sonya collaborated with musicians such as Artyom Manukyan (Armenian Navy Band), Ruben Haghvertyan, Armen Movsisyan, Hagop Jaghaspanyan (guitar), Levon Tevanyan (shvi), Armen Grigoryan (duduk), Nelly Manukyan (flute), Eduard Harutunyan (Percussion), Meri Vardanyan (Qanun), Linos Quartet and other talented musicians from Armenia. In earlier CD's she has worked with Norwegian guitarist Hallgrim Bratberg and Oshin Baroyan. She has also worked with New York based Armenian musicians Michael Gostanian (qanun), Haig Buchakjian (oud), and Nishan Akgulian (Dumbek).
Ushguli or Ushkuli is a community of villages located at the head of the Enguri gorge in Upper Svaneti, Georgia. Ushguli comprises the villages Zhibiani (some 2100 m above sea level), Chvibiani (Chubiani), Chazhashi (or Chajashi) and Muqmeri (Merqmer).
The Ushguli villages contain buildings that are part of the UNESCO Heritage site of Upper Svaneti.Altitude claims for Ushguli villages vary from 2086 to 2200 metre and it is sometimes referred to as the highest village in Europe.It is located at the feet of Shkhara one of the higher Caucasian summits. About 70 families (about 200 people) live in the area and there is a small school. For 6 months of the year snow covers the whole are and often the road to Mestia is closed. Typical Svanetian protective towers are found throughout the village. The Ushguli Chapel located on a hilltop near the village dates back to the 12th century.
Misha Mdinaradze was born on October 20, 1978 in Tbilisi, Georgia. He graduated from the Dental Department of the Grigol Robakidze Tbilisi State University. He has since served as Programs Director of radio stations “Fortuna” and “Fortuna +.” Mdinaradze has been the author and host of about ten radio programs. He also worked as Head of Musical Service of TV Company “Mze.”Ushba is one of the most notable peaks of the Caucasus Mountains. It is located in the Svaneti region of Georgia, just south of the border with the Kabardino-Balkaria region of Russia. Although it does not rank in the 10 highest peaks of the range, Ushba is known as the "Matterhorn of the Caucasus" for its picturesque, spire-shaped double summit. Due to its steep profile and unstable weather[citation needed], Ushba is considered by many climbers as the most difficult ascent in the Caucasus. A high number of climbing fatalities occur each year.[citation needed]
Ushba's south summit is slightly higher than its north summit, which has an elevation of 4,690 m (15,387 ft). The north summit was first climbed in 1888 by John Garford Cokklin and Ulrich Almer, while the south summit saw its first ascent in 1903 by a German-Swiss-Austrian expedition led by B. Rickmer-Rickmers.[1]
Ushba's north summit is more accessible than the south summit: the standard route, the Northeast Ridge, ascends from the Russian side of the range to a high plateau and thence to the summit. (Hence a summit ascent on this route technically involves crossing the border.)
Festival is held by Georgian Union of Art "Sesily"
Festival is Held under the patronage of the Georgian
On the festival are presented short, feature , documentary, animation, experimental, music videos.
Every year on the festival are exhibited the art works of Fine Arts Academy students and different compositions presented by the students of Tbilisi Conservatory.
The festival is opened by live music and on the first day of the festival are screened short films of different countries.
The main prize of the festival is the figure "Sesily” ( bronze covered with gold)

GIS is a modern computer technology that uses a geographic information system as an analytical framework for integrating different data into a common system.
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