Wednesday, October 05, 2005

"Der Nachteil der Demokratie ist, daß sie denjenigen, die es ehrlich mit ihr meinen, die Hände bindet. Aber denen, die es nicht ehrlich meinen, ermöglicht sie fast alles", meint Vaclav Havel, der heute vor 69 Jahren geboren wurde." meint Vaclav Havel, der heute vor 69 Jahren geboren wurde.

Aus: www.perlentaucher.de
Espace Caucase

I found an interesting Blog about the Caucasus in French: Espace Caucase

"Adyghés, Arménie, Azerbaïdjan, Daghestan, Géorgie, Ingouchie, Kabardino-Balkarie, Karatchevo-Tcherkessie, Ossétie, Tchétchénie. Tout sur les activités développées autour du Caucase à Bruxelles, en Belgique et dans les pays voisins. Actualité littéraire. Espace d'échanges interculturels pour les Caucasiens et les accrocs au Caucase. MERCI DE ME FAIRE PART DE TOUS LES EVENEMENTS DONT VOUS AVEZ CONNAISSANCE !!!"
Droht Abspaltung armenischer Teilrepublik in Georgien?

Droht Georgien die Abspaltung einer weiteren abtrünnigen Republik? Die mehrheitlich armenische Bevölkerung im Bezirk Dshawacheti (1 ) in den vergangenen Wochen Ansprüche auf eine Autonomie angemeldet, ähnlich der Autonomen Republik Abchasien oder den abtrünnigen Teilrepubliken Südossetien oder Abchasien. [...] Die Zentralregierung in Tbilisi ist der Meinung, daß hinter der Bewegung Wirk Russland steht. Vorwürfe dieser Art hatte es bereits mehrfach gegeben. Die Mitglieder der Bewegung berichteten zudem darüber, daß sie Drohungen von georgischer Seite bekommen hätten.

Quelle: Achali Taoba / IBK - Georgien Nachrichten

Der ganze Text: Droht Abspaltung armenischer Teilrepublik in Georgien?
Siehe Auch: Russischer Militärstützpunkt in Achalakaki (Kaukasus/Georgien)

Monday, October 03, 2005

Staatliches Schota Rustaweli Theater in Tbilisi




Mehr Bilder: http://www.georgien.bilder-album.com/

Mehr über das Theater von Tbilisi finden Sie hier: Tiflis. Theater. Publikum
BfOT (Büro für Off-Theater) präsentiert KARTULI SULI
Georgisches Festival in Leipzig vom 9. bis 16. Oktober 2005

Programm-Zeitung: S.1 bis 13 >>> / S.14 bis 24 >>> (PDF-Dateien)

Kartenvorbestellung: info@bfot.de
1. Oktober 2005, Neue Zürcher Zeitung (NZZ)

Kasten: 24 Stunden Strom für jeden, der zahlt
Kasten: Ein Transit- und Bergland mit hohem Agrar- und Tourismuspotenzial

Wirtschaftspolitische Reformen mit revolutionärem Elan

"Die neue Führung in Georgien im Wettlauf gegen die Zeit und gegen alte Tricks
Nach der «Rosenrevolution» ist in Georgien zumindest wirtschaftspolitisch tatsächlich Revolutionäres geschehen. Die jungen Reformer scheinen ernsthaft zu versuchen, Korruptions-Netzwerke zu zerschlagen, die allgegenwärtige Bürokratie zu bändigen und ein liberales Wirtschaftsprogramm durchzusetzen. Doch es gibt bereits Anzeichen dafür, dass ihre Wähler ungeduldig werden. Es ist ein Spiel mit hohem Einsatz.


Trotz all diesen im Vergleich mit den Verhältnissen in der Region bemerkenswerten Errungenschaften wirkt die Stimmung im Land zurzeit allerdings alles andere als euphorisch. Während laut Umfragen der Georgian Opinion Research Business International Ende 2003 mehr als zwei Drittel der Bevölkerung der Ansicht waren, Georgien bewege sich in die richtige Richtung, war es im März 2005 nur noch ein knappes Drittel. Es gibt viele Stimmen, welche die jungen Reformer als technokratisch-entrückt und gefühlskalt oder gar dilettantisch-unerfahren kritisieren. Weit verbreitet ist die Klage, dass sich der individuelle Lebensstandard noch nicht entscheidend verbessert habe. Geschäftsleute loben die Reformen zwar im Grundsatz, kritisieren aber ungeduldig eine noch zu wenig weit gehende Umsetzung. [...]

Auch die neue politische Führung scheint sich zunehmend bewusst zu werden, dass ihr Reformprojekt einem Wettlauf gegen die Zeit gleichkommt. Sie reagiert darauf wenig geschickt mit populistischen Ablenkungsmanövern und zunehmend autoritären Massnahmen. Die Medienlandschaft in Georgien ist wieder deutlich eintöniger geworden - ob als Folge von Zensur oder Selbstzensur, ist umstritten. Laut Berichten von Menschenrechtsorganisationen wird in georgischen Gefängnissen immer noch gefoltert. [...]

Dabei geht es in Georgien um viel. Sollte es dem sympathischen kleinen Bergvolk gelingen, sich auf zivilisierte Art und Weise der Schattenseiten des sowjetischen Vermächtnisses zu entledigen und dank harter, seriöser Reformarbeit den wirtschaftlichen Aufschwung zu schaffen, wird dies Auswirkungen auf die ganze Region und nicht zuletzt auch auf Russland haben. Georgien könnte zum leuchtenden Modellfall werden. Doch erfolgreiche Reformen brauchen Mut und einen langen Atem. Nur wenn es der neuen Regierungsmannschaft gelingt, die angepackten, wichtigen Reformen zu verteidigen und der Versuchung des billigen Populismus zu widerstehen, kann das ambitiöse Werk gelingen. Der Weg von der Revolutions-Euphorie zu einem nachhaltigen, institutionalisierten Aufschwung ist für Georgien noch nicht gesichert."

Der ganze Text: Wirtschaftspolitische Reformen mit revolutionärem Elan (von Peter A. Fischer)
Einhundert Georgier haben sich zu den Anti-Soros zusammengeschlossen

(RIA-Nowosti) In Georgien haben die Gegner des amerikanischen Investmentbankers und Philanthropen Soros am Montag eine gesellschaftliche Organisation gegründet, die Anti-Soros. Das Ziel der Organisation besteht nach eigenen Angaben darin, Projekte aufzuspüren, die Soros finanziert. Diese Projekte „untergraben die georgischen nationalen Traditionen und gefährden im Grunde die Nation“, so die Gründer der neuen Organisation.

An die Spitze der Organisation werde sehr wahrscheinlich die Oppositionspolitikerin Maja Nikoleischwili treten, teilte ein Sprecher des Organisationskomitees telefonisch RIA Nowosti mit.

Der ganze Text: Soros-Gegner in Georgien vereinigen sich

SCIENCE: „Closed Society and Open Society: Conflict and Dialogue“ - Tagungsbericht zum Kaukasus (oei.fu-berlin.de)

Moskau, 24.–28.11.2003

von Florian Mühlfried
(promovierte am Institut für Ethnologie der Universität Hamburg über „‚Die wahre Akademie‘ – Bankette und die Konstruktion nationaler Identität in Georgien“.)

Der Konferenzbericht beschreibt die Merkwürdigkeiten, in denen sich die Kaukasiologie wiederfinden kann. Das ganze wurde von mehr oder weniger unbekannten Organisationen initiiert. Weder der Oraganisator „The International Research Institute of the Peoples of the Caucasus (IRIPC)“ noch die Finanzierung durch die „Open and Closed Society“ waren von dem Autor damals im Netz zu finden.

" „Offene“ und „geschlossene“ beziehungsweise „moderne“ und „traditionelle“ Gesellschaftsformen sollten auch während der Konferenz schwerpunktmäßig diskutiert werden. Im Vordergrund standen dabei die Fragen nach der Zukunft „traditioneller“ Gesellschaften im Kaukasus und nach der Bewahrung von kultureller Identität in einer globalisierten Welt." "

Organisiert wurde das Ganze von dem dem bekannten russischen Kaukasiologen Arutjunov.
Alexandr Dugin, einer der wichtigsten Vertreter der russischen Neuen Rechten, griff die Gefahr eines Verlustes von Identität in einer globalisierten Welt auf.

"Dazu unterschied er idealtypisch „offene“ von „geschlossenen“ Gesellschaften: In „offenen“ Gesellschaften gehe kulturelle Identität verloren, während in „geschlossenen“ Gesellschaften die wesentlichen Merkmale von Identität bewahrt blieben. Auf dieser Grundlage kam Dugin zu dem Schluss, dass das Konzept der „offenen“, also an zivilen und demokratischen Strukturen ausgerichteten Gesellschaft für die Kaukasusländer inadäquat sei. Der Kaukasus gehöre zu Eurasien, und eurasiatische Gesellschaften seien „anders“ als westliche. Russland als herausragende Macht in Eurasien komme dabei eine besondere zivilisatorische Aufgabe zu: „Russians should be present in the Caucasus. We have a mission. This is what the idea of Eurasia is about.“"

Am zweiten Konferenztag wurde die Globalisierung dann doch als etwas Unvermeidliches respektiert:

"dass Russland nolens volens in globale Prozesse eingebunden ist. Die folgenden Beiträge versuchten sich an einer Bestimmung von „kaukasischer Identität“: Cesnov stellte besonders die Gastfreundschaft in den Vordergrund, die als Grundlage für eine universale Ethik dienen könne. Gajdar beschrieb den Kaukasus als „center of a new technology of thinking“. In seinem Beitrag über das georgische Bankett (supra) versuchte Mühlfried zu verdeutlichen, dass Tradition keine feste Bezugsgröße darstellt, sondern fundamentalen Wandlungsprozessen unterliegt, die durch Kulturkontakte geprägt sind. Diese durchaus kritisch gemeinte Anmerkung verhallte im Leeren."

Der dritte Konferenztag verlief dann in ganz anderen Bahnen. Es ging um den Islam, den Teschetschenien-Konflikt, Sufismus, Rennaissance des Islam im Kaukasus, internationalen muslimischen Netzwerken bis zu „Wahabismus“ in Dagestan, Tschetschenien, Karatschai-Tscherkessien und Georgien (Pankisi). Dragadze [sic] (England) und Goziridse (Georgien) sprachen über rituelle Mahlzeiten in Georgien. Zudem konnten ausländische Referenten am vierten Tag ihre Vorstellungen äußern. Am Nachmittag des vierten Tages konnte man jedoch mit Befremden feststellen, wie das rechte Lage Russlands und die Nationalisten Tschetschenien sich merkwürdigerweise annähern.

" Am Nachmittag stand neben einigen Vorträgen ein holländischer Film auf dem Programm. Im Zentrum dieses Filmes standen der Krieg in Tschetschenien und der ehemalige Vize-Premier von Tschetschentien, Chos-Ahmed Nuchaev. Eingebettet in antiglobalistische Statements westlicher Vordenker wie Manuel Castells übte Nuchaev massive Kritik an der „offenen“, „globalen“ Gesellschaft, die Vereinzelung, Identitätsverlust, Verbrechen und Drogensucht zur Folge hat. Laut Nuchaev führt die globalisierte Welt
einen Krieg gegen „geschlossene“, also noch intakte „traditionelle“ Gesellschaften, um die ganze Welt den Gesetzen des Marktes untertan zu machen. Nuchaev und die von ihm gegründete „Closed Society“ haben sich der Verteidigung der „geschlossenen“ Gesellschaft besonders in Tschetschenien verschrieben. [...]
Am nächsten Tag wurde vom Präsidenten des Organisationskomitees, Arutjunov, ein Brief Nuchaevs (!)verlesen, in dem er seine Ideologie bekräftigte und einen Vorschlag zur Lösung des Tschetschenienkonfliktes präsentierte: Tschetschenien solle aufgeteilt werden in das Flachland, das dem russischen Gesetz unterliegt, und Berg-Tschetschenien („Nochtschi“), das von den Gesetzen der Scharia und der „traditionellen Stammesgesellschaft“ bestimmt wird. Im Anschluss an die Verlesung des Briefes kündigte Arutjunov die gemeinsame Verabschiedung einer Erklärung aller Konferenzteilnehmer an. Grundlage sei die scheinbar von allen geteilte Bevorzugung von „traditional decision making“. Wer gegen die Erklärung war, wurde aufgefordert, seinen Widerspruch öffentlich zum Ausdruck bringen – was niemand tat. In der anschließenden Diskussion wurde Nuchaevs Plan für Tschetschenien unterstützt und angeregt, sein Konzept als Modell für weitere Länder des Kaukasus und der Russischen Föderation zu betrachten (Gabelaschwili, Mamukaschwili). Lediglich ein Redner aus Dagestan stellte konkrete Fragen zu dem Lösungsvorschlag: Wer soll die Grenzen Berg-Tschetscheniens schützen? Wie sieht es aus mit der medizinischen Versorgung, mit Strom und Kommunikation? [...]
Werden die jungen Kämpfer sich der Autorität der Stammesältesten
beugen?


Schließlich legte Alexandr Dugin in einem längeren Redebeitrag erneut sein Konzept des „Eurasismus“ dar. Der „Eurasismus“ sei als postmoderne Idee zu begreifen, die die Vielgestaltigkeit von Gesellschaftsformen anerkenne. Positiv bezugnehmend auf den von Nuchaev vorgeschlagenen Tschetschenienplan sprach sich Dugin jedoch für eine Unabhängigkeit Tschetscheniens innerhalb des russischen Machtbereichs aus. Wesentlich am Plan Nuchaevs sei die Maxime: „No international control, but Russian influence“. [...] Offensichtlich findet zur Zeit eine Annäherung rechtsnationalistischer Zirkel aus Tschetschenien und Russland statt. [...] Alexandr Dugin seinerseits in der Gesellschaft Evrazija (Eurasien) zunehmend muslimische Gegner einer „offenen“ Gesellschaft. Das einende Band besteht in der antiwestlichen Ausrichtung. Unter dem Schlagwort
„Eurasien“ wird an einer breiten antiliberalen Front gearbeitet. [...] Dabei dienen rhetorische Rückgriffe auf die Konzepte Postmoderne und Antiglobalisierung als legitimierende Faktoren. An dieser Stelle wird sehr deutlich, dass in postozialistischen Gesellschaften der antiglobalistische Diskurs vorwiegend von rechtsextremen Kreisen vertreten wird. Hier besteht die Gefahr, dass westliche Wissenschaftlicher oder Intellektuelle unreflekiert und frohen Mutes in den Chor der Kritiker des freien Weltmarktes einstimmen – wie auf der Konferenz geschehen. Ebenfalls überdeutlich wird der Versuch der Instrumentalisierung von Wissenschaftlern für ideologische und politische Zwecke."


Der ganze Text:
„Closed Society and Open Society: Conflict and Dialogue“

Sunday, October 02, 2005

FEATURE FILMS FROM GEORGIA (CAUCASUS)


"Wedding" - 35 mm. 16 min. Written and directed by -M. Kobakhidze. Camera -N. Sukhishvili. A gently ironic film about a young pharmacist and his beautiful dream of marrying the girl he loves. But, alas, the wedding-bells do not ring for him.
"The Wine Jar" - 35 mm. 26 min. Written by- R. Gabriadze. Directed by -I. Kvirikadze. Camera -E. Akhvlediani A potter finds himself the prisoner of an enormous wine jar due to his miscalculation. The comic events and the local humor are easily recognized in Georgia, though the script is based on Pirandello's short story.
"Record" - 35 mm. 52 min. Written by -A. Chichinadze, G. Pataraia. Directed by -G. Pataraia. Camera -I. Onoprishvili A cheerful comedy about a young man trying to repeat his own record at throwing stones which he set while irate.
"Kuchkhi Bedineri" - 35 mm. 26 min. Written and directed by -G. Pataraia. Camera -I. Onoprishvili According to popular beliefs the tradition in many villages is to invite the luckiest man as the first comer on the New Year's day. The film tells about the comic situations in which a family finds itself after the tradition is broken by a lovely bloodhound Brolia.
"The Serenade" - 35 mm. Written by -R Gabriadze, K. Khotivari. Directed by -K. Khotivari. Camera -I. Kikabidze. One of the first short comedies made by the Georgian filmmakers. It is a skillful adaptation of a well-known story by M. Zoschenko about the ever thrilling feeling we call love.
"Lazare" - 35 mm. 1 hr. Written by -L. Malazonia. Directed by -R. Khotivari. Camera -I. Onoprishvili The film tells about the adventures and perils of an orphan country boy. The action takes place in Georgia at the end of the XIX century.
"The Hedgehog" - 35 mm. 26 min. Written by - Directed by -A. Ninua. Camera- P. Shnaider The feature TV-film about the beautiful period in young people's lives when the relationship between girls and boys cease to be purely childish and when new, inexperienced and romantic feelings arise.
"The Know-How" - 35 mm. 16 min. Written by -L. Chelidze. Directed by -D. Batiashvili. Camera -I. Kreps A young man tried to imitate a foreign skier, but his jump with homemade skis turned unsuccessful. Several broken ribs and bruises cannot mar the happy moment of keeping fear under control and being stronger in the end.
"The Hole" - 35 mm. 26 min. Written by -D. Ivanov-Chikovani. Directed by -G. Chiradze. Camera -D. Kurashvili A man digging a hole in his backyard attracts a lot of interest. Though he tries to explain, nobody wants to believe there is no secret or other reason behind this seemingly innocent activity.
"The Shepherds of Tusheti" - 35 mm. 16 min. Written by -V. Sulakauri, A. Chichinadze. D. Ivanov, I. Chkhaidze. Directed by -I. Chkhaidze. Camera -I. Onoprishvili This film tells about the shepherds from Tusheti, their hazardous lives and dignified work.
"A Light-Headed Man" - 35 mm. 1 hr. 10 min. Written by -V. Akhvlediani, D. Batiashvili. Directed by -D. Batiashvili. Camera -I. Kreps, T. Bishikaev The main character is a lonely young man, a drifter. Despite various mishaps he finds the courage and personal strength to challenge the fate and finds his peace of mind in the end.
"The Stain" - 35 mm. feature, 1 hr. Written and directed -A. Tsabadze. Camera -N. Namgaladze.The feature film is about ordinary young men; their everyday problems and somewhat empty lives. The film does not aim at polishing the severe and ruthless reality.
Three gags from the entertaining program

"Pa-seance" Written and directed by -M. Glonti. Camera -D. Chkhikvishvili Three gags on the football field during the match, on the boxing-ring and in the street with a robber and his victim.

Link: Georgian TV Film Company&studios

CHECHNYA: THE INTERNATIONAL COMMUNITY AND STRATEGIES FOR PEACE AND STABILITY

Edited by Lena Jonson and Murad Esenov
The Swedish Institute of International Affairs

© Lena Jonson & The Swedish Institute of International Affairs

Contents Preface
Lena Jonson Introduction



PART I: POSSIBLE RUSSIAN STRATEGIES FOR PEACE AND STABILITY IN CHECHNYA
Aleksandr Khalmukhamedov
How to return to normality in Chechnya
Emil Pain The second Chechen war: possible scenarios
Gail W. Lapidus Russia’s second Chechen war: ten assumptions in search of a policy
Kjell-Åke Nordquist Comments on Part I
Märta-Lisa Magnusson Comments on Part I

PART II: POSSIBLE STRATEGIES FOR STABILIZING THE NEIGHBOURHOOD
Vitaliy Naumkin
On stabilization in areas neighbouring on Chechnya
Larissa Khoperskaya The Northern Caucasus: factors of confrontation and prospects for stability
Enver Kisriev Dagestan: factors of conflict and stability
Anna Zelkina Comments on Part II
Gennady Chufrin Comments on Part II
Svante E. Cornell Comments on Part II

PART III: HOW CAN THE INTERNATIONAL COMMUNITY CONTRIBUTE TO PEACE AND STABILITY IN AND AROUND CHECHNYA?
S. Neil MacFarlane
What the international community can do to settle the conflict
Friedemann Müller Events in and around Chechnya and the international community
Odd Gunnar Skagestad How can the international community contribute to peace and stability in and around Chechnya? A pessimistic reply
Taylor Seybolt Comments on Part III
Basajew contra russischer Geheimdienst
von Andrea Strunk (n-ost)

"Shamil Basajew, Russlands meistgesuchter Terrorist und der Verantwortliche für das Massaker von Beslan vor genau einem Jahr, beschuldigt den russischen Geheimdienst, seinen Männern die ungehinderte Fahrt nach Beslan ermöglicht zu haben. Es habe damals Pläne gegeben, ihn in Nordossetien in einen Hinterhalt zu locken, daher seien die Kontrollen an den Grenzen verringert worden, erklärte Basajew auf seiner Internetseite. Allerdings hätte ein Doppelagent die Pläne der russischen Regierung verraten. Dies habe man dazu benutzt, den Angriff auf die Schule von Beslan zu starten."

Der ganze Text: Basajew contra russischer Geheimdienst (n-ost)
Siehe auch: Laurent Vinatier: "Schamil Bassajews Rückkehr in die Politik ist ein Scheinproblem" (CauCaz.com)
Georgia: Tensions Again On The Rise In South Ossetia
By Liz Fuller


The 20 September mortar attack on Tskhinvali, the capital of the unrecognized Republic of South Ossetia, has not only undermined the albeit remote possibility that the leadership of the breakaway republic might be persuaded to accept Georgian President Mikheil Saakashvili's peace proposal. International reactions to the attack, in which some 10 people were injured, suggest that the United States and the Council of Europe are not convinced by Georgian officials' attempts to offload the entire responsibility for the ongoing stalemate on to Russia, and hope to pressure Tbilisi to adopt a more conciliatory stance towards its two breakaway regions.

Full text in english: Georgia: Tensions Again On The Rise In South Ossetia (RFE/RL)

by Sönke Henning Tappe - Villages in Tusheti
Ein riesiges Problem Putins ist die Armut im gewalttätigen Kaukasus

Sept. 28 (Bloomberg) -- Vladimir und Tina Myzaev haben ihren Lada vor einem Jahrzehnt verkauft, um ihren vier Kindern zu helfen, die Hochschule zu besuchen, damit sie sich für Aufgaben in der wachsenden Wirtschaft Russlands wappnen können. Die Familie hat immer noch kein Auto mehr, und die jungen Leute haben sich den Legionen der Arbeitslosen im russischen Kaukasus angeschlossen.

"Das Leben ist zäh und hart, es gibt keine Arbeit, besonders für die jungen Leute. '', sagte Tina, 47 Jhre alt, in einem Interview diesen Monat in Vladikavkaz, der Hauptstadt der Republik von Nord-Ossetien. "Die jungen Leute beenden ihr Studium und sitzen Sie zu Hause.''
Die Arbeitslosigkeit in der Region reicht von 11,7 Prozent in Nord-Ossetien bis zu 46,7 Prozent in der nahegelegenen Republik Ingushetien, das liegt weit über der Arbeitlosenquote Russlands ( 6,5 Prozent) . Der Russische Präsident Vladimir Putin sagte, dass die Abeitslosigkeit ein reisiges Problem im Kaukasus ist.

Das Gebiet wird in die Gesetlosigkeit des angrenzenden Tschetschenien abrutschen, wenn es Putin nicht gelingt, Arbeitsplätze zu beschaffen, sagte Michael Heidekraut, ein politischer Analytiker von Aton brokerage in Moskau. Putin sagte 1999, dass er den Terrorismus in Tschetschenien beseitigen würde, die Hunderte von russischen Soldaten tötet.

"Die sehr arme Regierungsgewalt und die entstehende Armut bildet den fruchtbaren Boden für Extremisten,'' hat Heidekraut gesagt. [...] Mittlerweile hat die Gewalttätigkeit sich auch in Nord-Ossetien ausgebreitet, als die Schule Nr. 1 in Beslan gestürmt wurde, bei der durch die Geiselnahme von ungefähr 1.200 Geiseln eine Ende Krieges in Tschetschenien verlangt wurde. Die Schule wurde gestürmt. danach beruhigte sich keinesfalls die Konfliktregion.

Keine Arbeit
In der reggion gibt es gewaltige Schwierigkeiten beim Schaffen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, weil Investoren durch Explosionen und Überfällen abgeschreckt werden.
Eine deutsche Firma beendete die Verhandlungen für einen 30 Million Euro ($37. 4 Millionen) Vertrag in Nord-Ossetien drei Tage nach der Tragödie von Beslan, hat ´der regionale Finanzminister Boris Urtayev gesagt. Er lehnte es, die Firma zu nennen. Es war eine von zwei Verträgen, die nach dem Massaker von Beslan verloren verloren gegangen sind. Die Region ist zudem nicht allzu weit entfernt von Öl- und Erdgaseexporterouten des Kaspischen Meeres, einschließlich einer $3,6 Milliarde teuren Rohrleitung, die von BP Plc gebaut wird, der größten Ölfirma Europas.


Niedrigste Löhne
Der durchschnittliche monatliche Lohn in Nord-Ossetien beträgt 2.596 Rubel, das sind 50% des Durchschnittverdienstes von Russland. Die Löhne haben sich in der Region in den ersten vier Jahren der Präsidentschaft Putins zwar verdoppelt, doch die Verbraucherpreise haben um 84 % zugenommen. In Dagestan haben die Einwohner durchschnittlich 1.886 Rubel pro Monat im Jahre 2003 verdient, während die Einwohner Inguschetiens 1.392 Rubel pro Monat verdient haben. Die Statistik führt keine Lohnangaben für Tschetschenien. Ruslan Amilakhanov, 45, der in Vladikavkaz lebt, bevorzugt es, lieber Taxi zu fahren als in einer Fabrik für einen lausigen Lohn zu arbeiten.

Nordossetische Beamte wollen den Tourismus, wie in sowjetischen Zeiten, wiederbeleben. Sie haben Pläne, Skiorte zu bauen. Der Tourismus könnte 30 Prozent der Nord-Ossetischen Wirtschaft ausmachen. Doch wie soll man den Tourismus entwickeln, wenn Sie Bassajews Getreuen herum laufen,'' sagt man. "Investoren werden nur kommen, wenn es eine 100%Sicherheit gibt.''

Full Text in englisch: Putin's 'Huge Problem' Is Poverty in Violent Caucasus (Update2)

Todd Prinz an Tprince2@bloomberg.net
DAS GRIECHISCHE ZYPERN LEGT IHR VETO GEGEN EU-BEZIEHUNGEN ZUM KAUKASUS EIN

Das griechisches Zypern hat Veto bei den EU-Aserbaidschan-Verhandlungen hinsichtlich der Eu-Beitrittsverhandlungen "Europas Neue Nachbarschaft" eingereicht. Das griechische Zypern wehrt sich zudem vehement, sich mit dem türkischen Teil Zypern zusammen zu schließen. Zwar hat die europäische Nachbarschaftinitiative für die drei südlichen kaukasischen Staaten (Aserbaidschan, Armenien und Georgien) ein europäisches Konzept entworfen, doch die EU-Verhandlungen mit den drei kaukasischen Ländern mussten wegen des Vetos des griechischen Zyperns verschoben werden. Die armenischen Medien drückten dahingehend ihre Entäuschung aus.

GEORGIEN, ASERBAIDSCHAN UND ARMENIEN SIND NICHT GLÜCKLICH ÜBER DIESE ENTWICKLUNG
Auf einer gemeinschaftlichen Pressekonferenz mit dem armenischem Außenminister am 29. September haben die EU-Vertreter zum Südlichen Kaukasus die Informationen der Armenier und der Azeri Presse bestätigt, dass die Europaïsche Union Verhandlungen mit Armenien und Georgien wegen der griechischen Zyprioten verschoben hat.

"DAS GRIECHISCHE ZYPERN HAT DIE VERHÄLTNISSE ZUR EUROPÄISCHEN UNION VERSCHOBEN"
Dr. Sedat Laciner von ISRO hat gesagt, dass diese Entscheidung die EU-Kaukasus-Beziehungen erhältnisse untergraben würde. “Ein kleines Land beschädigt die Verhältnisse der EU im ganzem Gebiet. Die griechischen Zyprioten haben nicht nur die EU-Beziehungen zur Türkei sondern auch die zum Kaukasus-EU beeinträchtigt.

Full text in englisch: Greek Cyprus Vetoes EU-Caucasus Relations (the Journal of TurkishWeekly)

Saturday, October 01, 2005


by Sönke Henning Tappe - The Mountains Of Caucasus
ReliefWeb: Updates specific to Georgia

30 Sep 2005 UNA Georgia
Georgia: Sokhumi opposes change to peacekeeping format
29 Sep 2005 UNA Georgia
Georgia: Tbilisi in search for favorable peace process format for South Ossetia
28 Sep 2005 AFP
Georgia calls on Russia to resolve separatist conflicts
28 Sep 2005 UNA Georgia
Georgia: Alasania speaks of Abkhaz conflict settlement
BfOT (Büro für Off-Theater) präsentiert KARTULI SULI
Georgisches Festival in Leipzig vom 9. bis 16. Oktober 2005

Programm-Zeitung: S.1 bis 13 >>> / S.14 bis 24 >>> (PDF-Dateien)

Kartenvorbestellung: info@bfot.de

REPORTAGE: Unterwegs im Land des "Goldenen Vlies“

von Daniela Haußmann und Timo Vogt (n-ost)


"Die uralte, georgische Kulturlandschaft zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer ist ein Geheimtipp für kulturelle Entdeckungsreisen. Die kaukasischen Berge bilden die majestätische Kulisse einer atemberaubenden Landschaft, die seit tausenden von Jahren die Heimat unterschiedlichster Völker ist. Die „Georgische Heerstraße“ führt mitten über die Berge des Gebirges bis zur Hauptstadt Tiflis. Auch heute noch ist die legendäre Straße mit ihren Mythen eine Entdeckung für jeden Reisenden, der den Weg auf sich nimmt. Ein Reiseessay."

Der ganze Text bei www.n-ost.de: Unterwegs im Land des „Goldenen Vlies“

Ausgezeichnete Fotoreportagen von dem Fotografen Timo Voigt finden sie auf Agentur-Seite: www.randbild.de/reportagen/heerstrasse/
295 Million Dollar Baby…

Artikel Erschienen am 27/09/2005
Von Célia CHAUFFOUR in Paris für CauCaz.com

Georgien bekommt aus einem großangelegten Finanz-Programm der USA 295 Millionen US-Dollar. Natürlich sind die Ausgaben an Bedingungen geknüpft, wie mit dem Geld umgegangen werden soll. Andererseits hat natürlich auch Amerika das nicht ganz ohne Eigeninteressen in die Wege geleitet.

Der ganze Text: 295 Million Dollar Baby…

Full Text in english: 295 Million Dollar Baby…
Laurent Vinatier: "Schamil Bassajews Rückkehr in die Politik ist ein Scheinproblem"
(in English): Laurent Vinatier: “Shamil Basayev’s political comeback: a non-issue”

Artikel Erschienen am 08/09/2005
Von Célia CHAUFFOUR in Paris

Célia Chauffour beschäftigt sich mit der neuen Rolle des Kriegsherrn Schamil Bassajew Schamil Bassajew als Vizepremierminister. Sie fragt: Ist die Rückkehr Bassajews in die Politik ein Anzeichen der Radikalisierung des Konfliktes oder einer deutlicheren Aufspaltung des Widerstandes? Sie sprach mit Laurent Vinatier, Experte für die tschetschenische Frage und Doktorand am Institut für Politische Studien (IEP) in Paris.

Für Vinatier ist Bassajews Rückkehr in die Politik keine Überraschung, denn er verkörpert die Fortdauer des tschetschenischen Kampfes. Bassajew ist eine Figur des Widerstandes. Der tschetschenische Widerstand braucht zudem einen Kriegsherrn mit solch einer symbolischen Ausstrahlung. Tschetschenen bewundern und fürchten Bassajew zugleich. Bassajews politische Rolle ist jedoch nur scheinbar. Letztendlich wird sich der Konflikt noch mehr radikalisieren. Bassajew steht auch für eine gesamte nordkaukasische Front. Zudem wird die Präsenz im Land zu einem zentralen Thema. Die Diaspora spielt hingegen eine geringer werdende Rolle. Die Moskauer Unterstützung Bassajews schwindet. Entsprechende Gruppen in Moskau ziehen sich zurück. Die wichtigsten Geldgeber sind in der Türkei und im arabischen Raum. Doch auch dort gibt es für die tschetschenischen Quellen zunehmend Schwierigkeiten. Amerikaner frieren Gelder ein. Russland und die Türkei nähern sich mehr und mehr an. Zudem werden saudische und türkische NGOs kontrolliert. Dennoch gibt es viel Geld in Tschetschenien. Man bedient sich durch die Erpressung pro-russischer tschetschenischer Behörden.

Eine andere Frage ist, warum Moskau Bassajew nicht fassen kann, obwohl die Amerikaner ein Interview mit ihm ausstrahlen können. Hinsichtlich ewig kursierender Verschwörungstheorien weigert sich Vinatier dahingehend, dass Moskau Bassajew deshalb nicht zu fassen kriegt, weil sie ihn noch als Legitimation für Engagement in Tschetschenien braucht:

"Der Krieg ist ohne jeden Zweifel sehr profitabel für die Militärs, die in der Hierarchie schneller aufsteigen und die sich durch Korruption bereichern ... Man kann ebenfalls ohne Zweifel feststellen, dass der Kreml bis zu einem gewissen Grad die Instabilität der Region fördert, um Georgien weiter unter Druck zu setzen und um seinen internationalen Status in der ersten Reihe im Kampf gegen den Terrorismus beizubehalten.Im Kreml sagt man sich vielleicht, solange die USA nicht Bin Laden gefasst haben, solange wird man nichts gegen Schamil Bassajew unternehmen. Viele Spekulationen ..."

"Warum dies nicht eher mit einer enormen Inkompetenz der russischen Streitkräfte erklären oder sogar mit einer Rivalität zwischen den verschiedenen Kräften Tschetschenien, dem Innenministerium, dem Verteidigungsministerium, den Geheimdiensten GRU und FSB?"

Der ganze Text:
Laurent Vinatier: "Schamil Bassajews Rückkehr in die Politik ist ein Scheinproblem (CauCaz.com)

Siehe auch Dossier in der Frankfurter Rundschau: Tschetschenien - der vergessene Krieg

Full Text in english:
Laurent Vinatier: “Shamil Basayev’s political comeback: a non-issue” (CauCaz.com)

Weitere Artikel: über Tschetschenien >>>