Sunday, February 19, 2006
( Azerbaijan, Georgia, Armenia)
& A SHORT BIBLIOGRAPHY OF SOME RECENT ARTICLES
ON OIL, GAS AND ECOLOGY
IN THE CAUCASUS AND CASPIAN LITTORAL
Saturday, February 18, 2006
"Liberty Theater" was opened on March 31, 2001. Avtandil Varsimashvili is the founder and artistic director of the theatre."Liberty Theatre" was based on a territory of a former power-saw bench of The Griboedov State Russian Theater.
Address of the theatre:
T: (995 32) 933115; 931624; 935811.
The former power-saw bench due to serious reconstruction activites has gained original shape (Architect -Paata Chavchanidze).
It has a shape of a sailing vessel, that itself represents a symbol of freedom. The theatre is based on a principle of enterprise. The theatre does not have the troop but technical staff that assist various creative groups to realize their ideas.
"Liberty Theatre" is ready to offer its stage to all performances and theatrical projects that express freedom of person or free theatrical experiments.
"Liberty Theatre" does not have the general source of funding. That is why the theater is grateful to all organizations or private individuals who supported it financially:
"Liberty Theatre" is proud of cooperation with leading TV company "Rustavi-2" that supported opularization of the theatre.
www.culturfonds.nl - aw@www.culturfonds.nl
Quelle: http://www.theatre.ge/03_eng.htm
THEATRE: Euripide, M e d e a, Director: Gocha Kapandze
Director: Gocha Kapandze
Designerin: Ani Ninua

Choreographer: Iliko Sukhishvili Junior
Leading Parts: Marine Kakhiani, Nana Pachuashvili, Dimitri Jaiani, Gocha Kapanadze, Darejan Kharshiladze, Marine Sagharadze, Ira Gudadze.
BfOT (Büro für Off-Theater) präsentierte KARTULI SULI / Georgisches Festival in Leipzig vom 9. bis 16. Oktober 2005
Programm-Zeitung: S.1 bis 13 >>> / S.14 bis 24 >>> (PDF-Dateien)
Friday, February 17, 2006
http://www.caucaz.com/home_de/
Karabach-Konflikt : keine Wunder in Rambouillet
Artikel erschienen am 16/02/2006
Von Anne-Marie MOURADIAN in Brüssel
Übersetzt von Myriam GOINARD
Bei ihrem Treffen im Schloss Rambouillet sind Robert Kotscharian und Ilham Alijew zu keiner Einigung in der Frage des eingefrorenen Konfliktes um Nagorno-Karabach gekommen. Sicherlich keine Überraschung für die Beobachter, die angesichts der extremen Komplexität dieser Frage und der fundamentalen Divergenzen zwischen den beiden Konfliktparteien die äußerst optimistischen Prognosen einiger westlicher Diplomaten mit großer Vorsicht betrachtet hatten. Der armenische und der aserbaidschanische Präsident haben sich darauf verständigt, die Gespräche weiterzuführen, ohne ein Datum dafür festzusetzen. [mehr >>>]
Ein Georgier vertritt in Tbilissi den tschetschenischen Separatistenführer Sadulajew
Artikel erschienen am 16/02/2006
Von Célia CHAUFFOUR in Tbilissi
Übersetzt von Fiona GUTSCH, Monika RADEK und Gebhard REUL
Nur 180 km Luftlinie trennen Tbilissi von Grosny, der Hauptstadt des benachbarten Tschetschenien, und man braucht weniger als 90 km, um von der georgischen Hauptstadt die tschetschenische Grenze zu erreichen. Eine geographische Nähe, die in einem absoluten Missverhältnis steht zum demonstrativen Desinteresse gegenüber dem Nachbarn, genauer gesagt zur besonderen Aufmerksamkeit der Regierung Saakaschwili, das Thema Tschetschenien um jeden Preis zu vermeiden. Man möchte sich auf keinen Fall den Zorn des großen russischen Bruders zuziehen, da der Kreml über zahlreiche Hebel verfügt, um Druck auf die junge georgische Demokratie auszuüben. In dieser südkaukasischen politischen Szenerie taucht das Thema Tschetschenien aber gelegentlich doch wieder auf. So hat sich die tschetschenische Diaspora in Georgien, obwohl sie unaufhörlich zusammenschmilzt, im Herbst 2005 mit einem Konsulat ausgestattet. Entgegen aller Gepflogenheiten ist es ein Georgier, der den separatistischen tschetschenischen Präsidenten Abdul Khalim Sadulajew vertritt. [mehr >>>]
Teheran blickt auch in Richtung Kaukasus und Zentralasien
Artikel erschienen am 04/02/2006
Von Célia CHAUFFOUR in Paris
Übersetzt von Monika RADEK und Nicolas LANDRU
Aus der Perspektive Europas ist sie unbedeutend. Von dem gefährlichen und in den Medien hochgespielten Nuklearstreit überdeckt, ja sogar unterschätzt, ist die iranische Politik im Kaukasus und in Zentralasien dennoch entscheidend. Und sei es nur, weil sie zwei der fünf Richtungen der vom Iran entwickelten Regionalpolitik darstellt – die drei weiteren betreffen den persischen Golf, den arabischen Nahen Osten und den indischen Subkontinent. Dabei kaschiert die Aufmerksamkeit, die die islamische Republik seinen kaukasischen und zentralasiatischen Nachbarn schenkt, wichtige ökonomische und sicherheitspolitische Anliegen. Es ist zum Beispiel heikel, die iranische Politik in Zentralasien anzusprechen, wenn man die Interessen Teherans in Bezug auf seine Beziehungen zu China nicht kennt. Genauso vergeblich wird man versuchen, die Kooperation Teheran-Eriwan zu begreifen, wenn man die iranischen Befürchtungen vor einer Achse Washington-Ankara-Baku in den Wind schlägt. Dazu Erläuterungen von Mohammad-Reza Djalili, Iran-Experte und Professor am Institut universitaire des hautes études internationales in Genf. [mehr >>>]
Ombudsmann im Kaukasus : ein Beruf mit hohem Risiko
Artikel erschienen am 06/02/2006
Von Renaud FRANCOIS in Paris
Übersetzt von Myriam GOINARD
Der Fall des georgischen Ombudsmanns und der noch beunruhigendere Fall der armenischen Ombudsfrau sind ein klarer Beweis dafür, dass dieses Amt in den Kaukasus-Staaten alles andere als ein Routinejob ist. Die politischen Kräfte an der Macht müssen auf dem Weg der Toleranz und der Demokratie noch eine weite Strecke zurücklegen. [mehr >>>]
20:40 17/02/2006 MOSKAU, 17. Februar (RIA Novosti). Russland hat vorgeschlagen, eine Sitzung der Gemischten Kontrollkommisison für die Beilegung des georgisch-ossetischen Konflikts in Moskau durchzuführen. Das teilte ... ..."Der Vorschlag soll in einer Sitzung des Koordinierungsrates Georgiens erörtert und dann offiziell beantwortet werden....
EILMELDUNG - Russland schlägt Moskau als Verhandlungsort zu Konflikt in Georgien vor
19:36 17/02/2006 MOSKAU, 17. Februar (RIA Novosti). Russland hat vorgeschlagen, eine Sitzung der Gemischten Kontrollkommission für die Beilegung des georgisch-ossetischen Konflikts in Moskau durchzuführen. Das teilte ...
Staatsduma fordert Sicherheit im Kaukasus
17:55 17/02/2006 MOSKAU, 17. Februar (RIA Novosti). Die Staatsduma wendet sich an die russische Staatsführung mit der Bitte, im Zusammenhang mit der Zuspitzung der Situation um Südossetien, die durch Handlungen der ... ...Wie die Autoren des Dokumentes hervorheben, gehen Versuche der Diskreditierung der russischen Friedenstruppen mit der Steigerung der militärischen Vorbereitungen in Georgien einher, darunter durch einen umfangreichen Erwerb von schwerer Kriegstechnik im Ausland....
Georgiens Staatsminister hält Wiener Sitzung der Kontrollkommission für gefährdet
17:02 17/02/2006 MOSKAU, 17. Februar (RIA Novosti). Der georgische Staatsminister für Beilegung von Konflikten, Georgi Chaindrawa, glaubt, die russische Seite weigere sich, an einer Sitzung der Gemeinsamen ...
Im Spiegel der Presse
15:19 17/02/2006 Antiterror-Komitee als Russlands neue Machtvertikale/ Gibt der Kreml die Friedenskräfte in Südossetien auf?/ Informationskriege um mögliche Nachfolger Putins/ Russlands WTO-Beitritt verzögert sich/ ... ...Wir sind uns dessen gut bewusst, dass Georgien in Eile ist, weil der Westen ihm nur ein Jahr für das Programm ,Russen, raus aus Georgien' gegeben hat....
Für russische Friedenskräfte gilt nunmehr georgische Visaregelung
15:07 17/02/2006 TIFLIS, 17. Februar (RIA Novosti). Für alle Bürger der Russischen Föderation, die sich auf dem georgischen Territorium befinden, darunter auch auf Angehörige der Friedenskräfte, die in Abchasien und ... ...Das wurde dem Botschafter Russlands in Georgien, Wladimir Tschchikwiaschwili, im georgischen Außenministerium erklärt....
EILMELDUNG - Russische Friedenskräfte in Südossetien verstärkten Dienst
14:50 17/02/2006 MOSKAU, 17. Februar (RIA Novosti). Die russischen Friedenskräfte in Südossetien haben ihren Dienst verstärkt. Das erklärte der stellvertretende Oberbefehlshaber der russischen Landstreitkräfte, Valeri ... ...Unter Bedingungen, da es fast täglich Provokationen seitens Georgien gibt, ist das notwendig", sagte er in seiner Stellungnahme zur Situation um die russischen Friedenskräfte....
Internationales Forum für Georgiens Sicherheit begann in Tiflis
14:11 17/02/2006 TIFLIS, 17. Februar (RIA Novosti). Ein internationales Forum für die Sicherheit Georgiens ist am Donnerstag in Tiflis eröffnet worden. Das Forum wurde vom Verteidigungsministerium und dem ... ...Auf dem Forum werden Fragen der Sicherheit Georgiens, Reformen im Sicherheitsbereich und der Prozess der Annäherung Georgiens mit der NATO besprochen....
Russischer Ex-Oligarch Beresowski verkauft sein Business an Georgier Patarkazischwili
20:45 /17.02.2006
TIFLIS, 17. Februar (RIA Novosti). Der nach London geflüchtete russische Ex-Oligarch Boris Beresowski will sein Business an den bekannten georgischen Geschäftsmann Badri Patarkazischwili verkaufen.
Patarkazischwilis Sprecher Guga Kwitaschwili bestätigte am Freitag in Tiflis, dass entsprechende Verhandlungen geführt werden. "Von konkreten Anteilen kann man erst sprechen, nachdem die entsprechenden Abschlüsse getätigt sind", sagte Kwitaschwili der Nachrichtenagentur Novosti-Grusia. Das sei nichts Ungewöhnliches. Das sei ein normales Geschäft.
Zuvor hatte der in London lebende Beresowski die Absicht bekundet, "sein Business an seinen Freund Badri Patarkazischwili zu verkaufen". "Es geht nicht nur um das Verlagshaus 'Kommersant', sondern um alle meine Aktiva", sagte Beresowski am Freitag in einem RIA-Novosti-Gespräch.
Zugleich weigerte sich der Oligarch, die Liste der zum Verkauf angebotenen Strukturen und ihren Wert zu nennen. Das sei ein kommerzielles Geheimnis. Der Deal werde abgewickelt, nachdem die Wirtschaftsprüfer ihre Arbeit gemacht hätten. Das könnte einige Monate, möglicherweise ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.
Beresowski und Patarkazischwili waren international zur Fahndung ausgeschrieben worden. Am 6. August 2002 leitete die Generalstaatsanwaltschaft von Russland ein Strafverfahren gegen Beresowski und zwei frühere Leiter der Firma LogoVAZ - Badri Patarkazischwili und Juli Dubow - ein. Am 15. Oktober 2002 wurde gegen die drei Anklage erhoben. Ihnen wird unter anderem schwerer Betrug zur Last gelegt.
Im Herbst 2003 wurde Beresowski politisches Asyl in Großbritannien gewährt. In dieser Zeit unternahm er mehrere Besuche in Georgien. Die georgischen Behörden gaben für seine Einreise immer grünes Licht, weil der "Geschäftsmann den Status eines politischen Emigranten genießt und unter dem Schutz der Genfer Konvention steht, der sich Georgien angeschlossen hat".
Zuletzt war Beresowski im Juni 2005 bei Patarkazischwili zu Gast und erholte sich in der Siedlung Ureki am Schwarzen Meer.
SATURDAY, FEBRUARY 11, 2006
Armenia and Azerbaijan seek solution
By Katrin Bennhold (International Herald Tribune)
President Jacques Chirac of France, who is acting as host at the talks, met separately with President Robert Kocharian of Armenia and his Azeri counterpart, Ilham Aliyev, on Friday morning, urging them to break years of deadlock over the contested region in southern Azerbaijan.
THURSDAY, FEBRUARY 9, 2006
Beslan siege negotiator assails attacker's trial
(The Associated Press)
MOSCOW: A prominent pediatrician involved in hostage negotiations surrounding two of Russia's worst terrorist attacks on Wednesday called the trial of the only surviving attacker from the Beslan school seizure a "political show," criticizing relatives and survivors.
MONDAY, FEBRUARY 6, 2006
A bitter conflict's end may be in sight
By Ian Bremmer (International Herald Tribune)
If Armenia and Azerbaijan can reach a compromise settlement over the enclave of Nagorno-Karabakh, that will be good news for the free flow of energy westward from the Caspian.
FRIDAY, FEBRUARY 3, 2006
Russian rights activist convicted for Chechnya articles
By Steven Lee Myers (The New York Times)
The criminal case against Stanislav Dmitriyevsky has been widely criticized as a precursor to a broader legal campaign against advocacy groups.
THURSDAY, FEBRUARY 2, 2006
Fulfilling vow, Merkel looks east
By Judy Dempsey (International Herald Tribune)
Chancellor Angela Merkel and her foreign policy chief, Christoph Heusgen, have reoriented Berlin's foreign policy, restoring Germany's pivotal role as Europe's largest country and one situated in the middle of Europe.
TUESDAY, JANUARY 31, 2006
Putin defends Russia's place in G-8
(The Associated Press)
Putin also called on Hamas to engage in peaceful dialogue.
SUNDAY, JANUARY 29, 2006
Gas restored to Georgia
By C.J. Chivers (The New York Times)
... natural gas pipeline carrying fuel over its border in the Caucasus, beginning to restore fuel to Georgia after a week of ...
FRIDAY, JANUARY 27, 2006
Cold and short of fuel, Georgia turns to Iran
By C.J. Chivers (The New York Times)
The government of Georgia said that it had entered a deal with Iran to purchase natural gas, potentially easing a heat and electricity shortage that has chilled Georgia's people and slowed its economy since last weekend.
It is in the eastern part of Georgia, in Kakheti region. This region is famous from agriculture, grapes (and therefore good wine) and hot climate. There is just one hotel in Sighnagi which was under reconstruction at the time of my arrival there. Nevertheless the nice old man and old lady invited me to stay at this hostel despite that there was no electricity and warm water at that time. I was thankful since it was getting dark. However I was lucky because it was a full moon time. I remember eating supper by the open balcony door and candles brought by the charming old man. Afterwards I was sitting with this nice couple at the bench before entrance to the hotel. We were talking and looking at the moon. They were recollecting good old times when the hotel was full of guests from different part of the Soviet Union. By Emilia Malys
[nice photos >>>] TrekEarth
Gastkünstler am GI Tbilissi!
Apartment und Werkstatt stellen wir kostenlos bildenden Künstlern, Autoren etc. zur Verfügung, die für einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen bis zu 2 Monaten in Tbilissi leben und ein künstlerisches Projekt realisieren möchten.
Wir erwarten, dass in dieser Zeit Kontakte zu georgischen Künstlern gesucht, Projekte realisiert werden wie z.B. Webtagebücher, Lesungen, Ausstellungen, Workshops! In begründeten Fällen kann ein Reisekostenzuschuss bis maximal 500 € vom Institut übernommen werden!
Bitte wenden Sie sich bei Interesse mit den üblichen Unterlagen und einer Beschreibung Ihrer Ziele für den Aufenthalt an:
Uwe Rieken/Institutsleiter
Goethe-Institut Tbilissi
Sandukeli 16 0108
Tbilisi/Georgien
Tel: +995 32 938945/920154/933178
direkt: +995 32 921943, Fax +995 32 934568
e-post: il@tbilissi.goethe.org
Das renovierte ehemalige deutsche Generalkonsulat an der Sandukeli Strasse bietet großzügige Räumlichkeiten, die auch für Seminare, Konferenzen anderer Institutionen genutzt werden können, wenn die Planung es erlaubt. Das Auditorium im zweiten Stock bietet Platz für 120 oder ca. 50 Personen bei Konferenzbestuhlung. Der Raum verfügt über eine professionelle Beschallung, Internetanschluss, Funkmikrophone, Projektionsmöglichkeit für Daten, Video, DVD sowie einen Kammerflügel für Konzerte.
Das vor dem Auditorium gelegene Foyer (Galerie) eignet sich bestens für Empfänge vor oder nach den Veranstaltungen. Im 3. Stock befinden sich zwei Seminarräume mit Platz für 30 und 16 Personen, die für kleinere Veranstaltungen genutzt bzw. für Arbeitsgruppen geeignet sind. Unser Café Goethe kann das "catering" für Kaffeepausen übernehmen und auch für einfaches Mittagessen sorgen! Das Café ist mit 50 Sitzplätzen ausgestattet und bietet zu moderaten Preisen Espressospezialitäten, Getränke und einfache Speisen an. Es liegen Zeitungen aus und drahtloses Surfen im Internet ist für Laptopbesitzer möglich. Vor dem Café befindet sich eine Freiterrasse mit ca. 40 Sitzplätzen. Von der Caféteria aus erreichen Sie unser Informationszentrum! Für besonderes anspruchsvolle Gäste kann das " catering " durch das European Bistro besorgt werden, das nur ca. 150 m vom Goethe-Institut entfernt liegt.
Verfügbarkeit, Preise und Bedingungen können erfragen Sie bitte bei:
Sophie Mdiwnischwili-Griese
Verwaltungsleiterin
Tel: +995 32 93 89 45
Fax: +995 32 93 45 68
Stellenangebote
Das Goethe-Institut Tbilissi sucht eine Lehrkraft auf Honorarbasis zur Erteilung von Unterricht „ Deutsch als Fremdsprache“ auf C2 Niveau des Europäischen Referenzrahmens!
Aufgaben:
Durchführung von Sprachunterricht in Kursen zur Vorbereitung auf das „Kleine Deutsche Sprachdiplom (KDS)“ und gegebenenfalls des „Großen Deutschen Sprachdiploms (GDS)“
Mitwirkung bei den Prüfungen des Goethe-Instituts
Voraussetzungen:
Sprachkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau Unterrichts- und Lehrerfahrung möglichst im Fremdsprachenunterricht, ersatzweise im Deutschuntericht an allgemeinbildenden Schulen im deutschsprachigen Raum
Teamfähigkeit, Offenheit und Partnerschaftlichkeit im Umgang mit Kursteilnehmern
Wir bieten Ihnen zur Vorbereitung selbstverständlich die Möglichkeit, in derzeit laufenden Klassen im Oberstufenbereich und höher zu hospitieren!
Bitte wenden Sie sich bei Interesse baldmöglichst an:
Goethe-Institut Tbilissi
Sprachabteilung
Frau Bärbel An
ls@tbilissi.goethe.org
Tel. +995 32 93 89 45 oder 92 01 54
"This race and this country and this life produced me, he said. I shall express myself as I am."
« Georgia: Part III - Shevardnadze Main Georgia - Part V - Georgia's Breakaway Regions »
December 03, 2003
Georgia Part IV - The Georgians
In one of the posts below I describe my old "Country of the Week" thing I used to do on my old blog. Go read it for an introduction to what I am doing here right now. Then scroll up - I am posting these in chronological order, which, unfortunately, means that you all will see them backwards. I also credit the authors who have written about Georgia and from whom I got this information. (I have never been to Georgia - so after all, what the hell do I know?)
1. So the first thing I posted was in regards to Georgia's long long history.
2. My second post was about the collapse of the Soviet Union.
3. The third post is about Shevardnadze - the return of Shevardnadze to rescue the former Soviet republic from civil war. (The reason I have unearthed these posts is because of the recent chaos in Georgia ... I had gone back to read through them myself and thought I would bring them over from my old blog to share.)
4. And the following post is a compilation of quotes, basically, from various books, about the Georgians themselves.
GEORGIANS
I marked a bunch of passages in a couple of books and articles as I was preparing for this morning, and then thought that I would compile them and list them out, index-style. It's an interesting thing, to scan over these "snippets", and see what you might pick up about the Georgians: who they are, what drives them. It may be a bit disjointed. However, taken as a whole, a picture begins to emerge.
From The Making of the Georgian Nation by Ronald Grigor Suny:
"Georgian society has its own networks and codes. It is a society dominated by men."
From Eastward to Tartary by Robert Kaplan:
"Corruption here was less a moral shortcoming than a survival mechanism by a people living in poverty and dominated for centuries by outsiders."
Quote from Lawrence Sheets, Reuters bureau chief who lived in Tbilisi throughout the civil war:
"Every night downtown, macho men with grenade launchers fired into the air at nothing in particular. The road between Batumi and Tbilisi was blocked for months at a time by battles that had no military or political purpose. Mini-rebellions broke out based on nothing really except male testosterone."
From Qu'est-ce qu'une nation? Scholarly Debate and the Realities of Eastern Europe in "The National Interest", Fall 1997, by Anatol Leven:
"The Georgians, with strong cultural traditions of individualism, machismo, and the cult of weapons, differ a great deal from the peaceable, gloomy, and obedient inhabitants of the cities of eastern and southern Ukraine. National character is not a concept much liked by contemporary political scientists, but it is necessary to explain why, all other things being equal, an ethnic dispute in Azerbaijan or Georgia would be much more likely to turn extreme and violent than would be one in Estonia or Ukraine."
" 'Georgians were passionate against the Soviets and passionate against each other,' said Professor Alexidze. 'Gamsakhurdia destroyed the Soviet spirit more than anyone, but in Georgia, a civil war was necessary because of the kind of people we are. The real cause of the war is our medievalness: our knights of the round table simply quarreled and fought each other.' "
From Among the Russians by Colin Thubron:
"I was in Georgia. The name defines a land whose inhabitants are ancient to it, a people of the black-eyed Armenoid kind, the self-styled offspring of biblical giants. For at least three thousand years they have held their mountain kingdom through disunion, invasion and prodigious bursts of independence, becoming Christian early in the fourth century and surviving conquest with a native glitter and resource ..."
From Eastward to Tartary by Robert Kaplan:
"Another Georgian intellectual described the Russians to me 'as Scythians, still unformed, unsettled, who in the 20th century rediscovered the art of laying waste whole tracts of territory.' Along with the hatred of communism that often spilled over into hatred of Russians went a dislike of Armenians, 'usurers who ruined Georgian families, who are now allied with Russia against Georgia and Azerbaijan.' 'The Armenians are always claiming that they are the best, that they are fighting with nothing, even while Russia supports them.' 'I don't like Armenians. The Azeris are nicer people.' 'The only good-looking Armenian is Cher.' Listening to Georgians talk about Armenians gave me the chilling sensation of what Old World anti-Semitism must have been like."
Again from Among the Russians by Colin Thubron:
"The high places of its pagan idols -- moon-god and fertility goddess -- were exorcised by Christian churches on the encircling hills and the foundation of its great cathedral is suffused with fables. Clenched in battlement walls, the building is typically Georgian ... It is strong, handsome. It belongs to a tradition grown from the far marches of the ancient Christian world, like the churches of Armenia. Its people show a peasant attachment to it and circumambulate its walls piously in the drenching sun, fondling its blond masonry and leaving flowers at its doors. For the Georgians the Church is the expression of the nation ... Everybody seems at home with God.
"The splendour and excellence of Georgia's ancient art are overwhelming ... The most glorious period of this work spans the eighth to the thirteenth centuries. The faces of the saints, dark, but radiant in the light, dwell immobile in extremely rich gold frames studded with precious stones. There are icons that open, like the altar of Vit Stoss. Their dimensions are immense, almost monumental. There is an icon here on which several generations of masters worked for three centuries ... Then there are the frescoes in the Georgian churches. Such marvels, and yet so little is known about them outside of Georgia. Virtually nothing. The best frescoes, unfortunately, were destroyed. They covered the interior of the largest church in Georgia -- Sven Tschoveli, built in 1010 in Georgia's former capital, Meht ... They were a marvel of the Middle Ages on a par with the stained glass at Chartres. They were painted over on the order of the czar's governor, who wanted the church whitewashed 'like our peasant women whitewash stones.' No restoration efforts can return these frescoes to the world. Their brilliance is extinguished forever."
Again, from Robert Kaplan's interview with the Professor:
"Professor Alexidze told me: 'Our society is rotten, the mafiosi are strong, and while the West worships laws, we worship power. We leapt from the darkness in the late 1980s. We did not have the kind of social and economic development as in Central Europe. So our dissidents were never enlightened.' "
Robert Kaplan interviews a group of intellectuals in Tbilisi (this is in the late 1990s). Here are some of the quotes:
Kikodze: "The Russians built up Tbilisi in the nineteenth century as the capital of Transcaucasia. On this street, where I have lived since 1958, there used to be Kurds, Armenians, Jews, Russians, and others. It was a golden age. We thought nationalism did not exist. Then it destroyed us. The Jews left for Israel; the Armenians, for Armenia; the Russians for Russia; and so on. And now we are losing the Russian language which is a disaster for us. English is still only for a rarefied elite, while the loss of Russian cuts the average Georgian off from the outside world. All our books of learning, our encyclopedias on art, literature, history, science, are in Russian. Young Georgians can no longer communicate with Armenians and Ossetians. There is a new illiteracy promoting ethnic separation."
Rondeli: "Georgians are a very old tribal entity, but we have no identity as a modern state. We are a quasi-state. All nations get what they deserve, so to see what kind of government Georgia will have in the future, it is merely a matter of dissecting our national character. We are nominally Christian, but really we are superstitious atheists. We know how to survive but not how to improve. Our church is pagan, politicized, part of the national resistance, and thus unable to move forward."
Again from Rondeli: "Remember, we had seventy-four years of political-cultural-economic emasculation under the Soviet Union; three generations of Georgians were destroyed. The West concentrates on the crimes of Hitler, but the Nazis ruled for only twelve years."
Saakashvili: "Sometimes very little is needed to survive. We don't need thirty thousand NATO troops or weeks of bombing -- just small, highly specialized security forces from the West to protect our president from assassination, to monitor our borders, to protect the new oil pipeline. If Washington pays attention and gives us advance warning and technical help, we may manage. Unemployment and other statistics are meaningless, because a huge black market helps Georgia survive ... because Georgians have always been corrupt and cynical, with mafias an old tradition, there is not a strong Communist opposition in parliament as in Russia."
From Eastward to Tartary by Robert Kaplan:
"NATO's air war against the Serbs in Kosovo coincided with my journey through the Caucasus. People here seemed to have two related reactions to it. They were much too impressed with the bold, naked display of Western power to be concerned over the Clinton administration's clumsy diplomacy and planning for the operation. But they also felt that the ten weeks of NATO bombing would never be replicated in the Caucasus, no matter what atrocities the Russians or anyone else perpetrated here."
Kaplan: I was wondering if you could tell me what Georgian history says about Georgia's future.
Kikodze: Such questions are best discussed over cheese and wine.
Kind of says it all, don't it?
Posted by sheila TrackBack
ABSTRACT________The present article reviews the fundamental achievements of ancient Georgian astronomy and the dynamics of the process by which the Georgian astronomical world view developed in the period from the 16th century BC to the 18thcentury AD. It is during this period that the Georgian astronomical worldview both formed and became fully developed. The author of the present article divides this extended period into three shorter periods: an archeological period, a transitional period, and a scientific period.
The characteristicsof these three periods are cited. The article also presents various facts and other information that illuminate the life and work of Georgian astronomers as well as the functioning of ancient Georgian astronomical and other scientific institutions. Several Georgian astronomical manuscripts are mentioned and described in brief, and a number of other questions are also discussed.
[TEXT >>>]
NOTE: The following draft paper was written by Irakli Simonia from Tbilisi in the Republic of Georgia. The original paper was in Russian and was translated into English by Robert McCutcheon (mccutcheon@stsci.edu ).
Dr. Simonia is currently revising the paper based on referee comments from the JAH2 and is posting the paper to HASTRO in hopes of receiving additional comments and suggestions for improvements. He is also interested simply in "making contact" with historians of astronomy outside of Georgia. He can be reached by e-mail at isimonia@post.net.ge.
(Note that Dr. Simonia's English is sufficient for normal correspondence.)
Tbilisi, capital of Georgia (a newly independent country in the Caucasus, formerly a southern republic of the USSR) is over 1500 years old. Its name is translated as 'hot springs': the legend goes that while hunting Vachtang Gorgasali, the King of Iberia (in the fifth century, eastern Georgia), killed a pheasant which fell into the hot Lake Lisi and was promptly cooked.
Today Tbilisi is a large city with over 1.2 million inhabitants--a quarter of the entire Georgian population. The city, on the shoulders of surrounding hills, stretches along Mtkvari River. Over the centuries its basic linear plan was enriched by the wings of residential quarters. The city's average altitude is 450m above sea level (the nearest, the Black Sea, is some 300km west of Tbilisi). The climate is generally mild continental--very much as in the rest of southeastern Europe. Winters rarely bring snow and below zero temperatures while summers sometimes go well above 30 degrees Celsius.
The history of the city is closely related to the Christian period. As an important trading point on the Great Silk Road as well as the Christian outpost in hostile surroundings of Mongols, Persians and Ottomans, Tbilisi constantly suffered from invasions and by the late eighteenth century had virtually been destroyed by Agha Mahmad, the Persian Khan. Years later, friendly Russian forces released Tbilisi from Islamic pressures and easily incorporated the weakened state of Georgia into an ever-growing Russian empire. Via Russia, came German colonists and Franco-Italian merchants and travellers who helped Tbilisi to acquire its mixed status of a mid-eastern town with a south-European, almost Mediterranean touch, still present in its historical area.
[the further article >>>]
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Delving deep into the Caucasus, Griffin transcends the headlines trumpeting Chechen insurgency to give the land and its conflicts dimension: evoking the weather, terrain, and geography alongside national traditions, religious affiliations, and personal legends as barriers to peaceful co-existence. In focusing his tale on Shamil while retracing his steps, Griffin compellingly demonstrates the way history repeats itself.
TABLE OF CONTENTS
Subjects:
HISTORY: Asian History
HISTORY: Military History
RELIGION: Islam
Saskia Peerdeman / Hada befasst sich momentan mit der konzeptuellen Arbeit zu einem Bildband über Georgien. Noch sind Finanzierung, Zeitplan und Umfang nicht gesichert, doch haben schon einige CCP Mitglieder ihr Interesse an der Realisierung von Wort und Bild bekundet. Saskia freut sich auch über Rückmeldungen Ihrerseits.
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Dies ist die Webseite des Caucasus Cooperation Project. Der grösste Teil der Seiten ist in englischer Sprache. Die Seite über das CCP Switzerland ist in deutscher Sprache.
News
2005-12-18: The fourth newsletter of 2005 is online.
2005-11-14: The newsletter (3/05) has been published right now.
2005-08-13: The second newsletter in 2005 is out now.
2005-08-13: We are looking for participants for the "Autumn Training Course 2005" in Switzerland. See the Application Form in the "Documentation" section for details.
2005-04-18: The latest Newsletter (April 2005) is available now (German only).
2005-04-11: A new release of the project documentation is online.
2005-03-16: A Links section has been added to the site. The Ochopintre News are finally online
LITERATUR
"Ein erfundenes Land – Georgien" Clemens Eich hat Georgien in den Jahren1996 und 1997 verschiedene Male für längere Zeit besucht. Aus seinen Tagebuch Aufzeichnungen ist ein Werk entstanden, das aus verschiedenen kurzen Texten und einer Reihe Fragmenten besteht. Mit messerscharfer Beobachtungsgabe zeichnet er ein eindrückliches Bild eines Landes voller Widersprüche und Absurditäten.
Hin und her gerissen zwischen Asien und Europa, zwischen historischer Grösse und wirtschaftlich-politischem Abgrund...
Doch dieses Buch ist kein Katastrophenbericht. Immer wieder bricht ein unerwarteter Humor durch, der zeigt, dass sich die Georgier nie unterkriegen lassen. Auch nicht von den widerlichsten wirtschaftlichen Umständen, nicht von Tagelangen Strom- und Gasunterbrüchen, und auch nicht, wenn die Vorstellung,
was Georgien sein könnte, nicht mit dem übereinstimmt, was ist.
„Wir müssen Optimisten sein“ (14jähriges Mädchen) Die Georgier laufen verkleidet herum, mit einer anderen Geschichte im Kopf, als ihre Kleider erzählen.
Man sagt nicht, dass man arm ist. Man sagt, man hat kein Geld. Klingt viel besser.
Die Aufzeichnungen aus Georgien sind nicht etwa ein simpler Reisebericht. Eich schaffte es, in einer unheimlich dichten Sprache die ganze Spannung, welche das postsowjetische Georgien in diesen Jahren prägte, auszudrücken. Dabei überschneidet sich diese Spannung mit Eichs eigener inneren Gespanntheit. So verweben sich in den Aufzeichnungen die Begegnung des Autors mit dem Land Georgien – und die Begegnung
des Autors mit sich selbst.
Der fremde Gast. Mit Hochherzigkeit empfangen, kann er seine eigene Fremdheit nicht abschütteln. Inmitten von Fremden und Fremdem wird er sich selbst fremd. Dieses Fremdsein hat ihn wohl bis in seine eigentliche Heimat begleitet. Am 22. Februar 1998 starb Clemens Eich 34jährig an den Folgen eines nie vollständig aufgeklärten Unfalls in Wien. Das Buchprojekt wurde deshalb nie abgeschlossen und liegt uns in dieser
fragmentarischen Form vor. Es ist ein Buch, welches Grenzen auslotet und überschreitet, sich über sie hinwegsetzt. Gerade deshalb erzählt es uns viel mehr über Georgien und die Georgier, als es vielleicht in einem
ausgefeilten Text möglich gewesen wäre.
Clemens Eich, Aufzeichnungen aus Georgien. Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag, 1999.
67 Jahre bevor Eichs Aufzeichnungen erschienen, brachte der Insel Verlag ein kleines Büchlein von Grigol Robakidze heraus. Es enthielt, wie sein Name schon sagt, drei Kaukasische Novellen.
Robakidze, in der ersten Zeit unter dem Kommunismus nach Deutschland geflohen, widmete sich in seinen Büchern immer wieder den mythischen und mystischen Wurzeln der „Kartveloba“, des Georgiertums, sowie deren Auseinandersetzung mit der Moderne. Sein Roman Die gemordete Seele – 1933 in Leipzig in deutscher Sprache erschienen – thematisiert das Aufeinanderprallen der archaischen Erdverbundenheit des georgischen Volkes mit dem rationalen, totalitären Sowjetsystem.
Um den selben Grundgedanken dreht sich auch die erste Novelle im hier besprochenen Buch. Die Ich-Figur, ein Dolmetscher, begleitet die Expedition eines sowjetischen Filmteamsin die abgeschiedenen Täler Chewsuriens.
Es soll ein Film gedreht werden über die Lebensweise der lokalen Bevölkerung. Doch während er sich selbst zu Beginn als Teil der modernen Welt versteht, die ein rätselhaftes Bergvolk erschliessen und erforschen will, beginnen sich schon kurz nach der Ankunft im Dorf die Grenzens zu verwischen.
Die Ich-Figur entdeckt ihre Verbundenheit mit den Chewsuriern. Er taucht ein in ihre urtümliche Welt der jahrtausendealten Riten, begegnet ihren und wird sich immer mehr seinen eigentlichen Wurzeln bewusst.
Nach und nach wird der Dolmetscher Teil der dörflichen Gesellschaft, während das Filmteam weiterhin ein Fremdkörper darstellt. Er aber entdeckt die geheimnisvollen Bande, welche ihn mit Mgelika, einen Blutsbruder, verbinden und lernt die seine platonische Liebe zu Msekhala kennen.
Ich sammelte Kraft in mir, um die Trennung von Msekhala und den Abschied von Mgelika ertragen zu können. Mgelika gab uns fast bis zur Grenze von Chewsurien das Geleit. Dann mussten wir Abschied nehmen. Wir stiegen von den Pferden. Mgelika nahm das Schwert mit dem Stempel des Wolfes ab und machte es mir zum Geschenk. Wir küssten einander. Auch meine Reisegefährten verabschiedeten sich freundschaftlich von ihm. Mgelika glühte.
Ich hatte das Gefühl, als risse sich etwas Untergründiges, das in mir lebte, von mir los. Ich wurde schwach, aber das mir geschenkte Schwert schien mir Kraft zu verleihen. [...] Ich schaute zurück, aber wir waren schon um die Biegung herum. Sollte ich umkehren und noch einen letzten Blick auf Mgelika werfen?
Aber das hätte mich am Boden festgenagelt, ich wusste es. Und wir ritten weiter. Noch einige Male ertönte Mgelikas Ruf, furchtbar jetzt, ein wilder Jammerschrei. Dann – als ob etwas gerissen und erstorben wäre, senkte sich Schweigen nieder, schweres, düsteres Schweigen.
Robakizdes Sprache ist üppig und eindringlich. Er malt oft mit intensiven und düsteren Farben und zieht den Leser selbst immer weiter hinein in die Auseinandersetzung zwischen dem Gestern, das im Heute fortlebt
und –leben soll und der Zukunft, welche nur scheinbar die Oberhand über die Vergangenheit nimmt. Auch wenn seine Romanfiguren oftmals an dieser Spannung zerbrechen, ist Robakidzes Botschaft doch klar: ohne die Vergangenheit kann es keine Zukunft geben. Das Morgen lebt von der Geschichte, welche den Menschen bis tief in seine Existenz hinein prägt.
Grigol Robakidze, Kaukasische Novellen. Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 1979.
Weit in die Vergangenheit reicht auch das dritte Buch, welches hier vorgestellt werden soll. Der Mann im Pantherfell von Schota Rustaweli ist wohl das im Ausland am bekannteste Buch eines georgischen Schriftstellers.
In Georgien gehört das Epos aus dem zwölften Jahrhundert zum Kurrikulum jeder Schule. Jeder Georgier kann mindestens die Anfangsstrophen auswendig. Es erzählt die Geschichte des Helden Tariel, den eine unbändige Liebe mit der schönen Nestan Dareschan verbindet, der aber wegen seinem Mord am Verlobten
Nestans am königlichen Hof in die Einöde flieht und dort ein tiergleiches Leben führt. Awtandil, in Tinatin verliebt, zieht aus, Tariel zu finden, denn dies ist die Bedingung Tinatins, damit sie in eine Heirat mit Awtandil
einwilligt. Awtandil und Tariel werden Brüder, und können so, kraft der Liebe, alle Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen, überwinden und schliesslich ihre Geliebten heiraten. Wie schon vorhin bei Robakidzes Erzählung erwähnt, spielt auch in diesem Buch die Freundschaft eine herausragende Rolle. Der Liebe gleichgesetzt, wenn nicht sogar überlegen, ist sie das Grundthema des ganzen Epos’.
Tariel trat ihm [Awtandil] entgegen. Sie waren alle beide würdig, der Sonne verglichen zu werden oder dem Monde, der vom wolkenlosen Himmel seine Strahlen herabgiesst auf das Land in der Tiefe. Vor diesem Anblick wurde auch ein Zypressenbaum zu nichts, ja, sie gemahnten an die sieben Planeten, was anderem könnte ich sie noch vergleichen?
Sie küssten einander und begegneten sich ohne Scheu, obwohl sie sich fremd waren. Die Rose entfaltete sich, zwischen den Lippen strahlten weiss die Zähne. Sie hielten sich umfasst, und Tränen stürzten aus ihren Augen. Ihr Antlitz, einst Hyazinth und gar Rubinen zu vergleichen, war blass wie Bernstein geworden.
Sie kamen wieder zu sich, der Ritter fasste Awtandil bei der Hand, und gemeinsam setzten sie sich nieder, stets noch zutiefst bewegt. Mit wunderbaren Worten half Asmat [Schwester Tariels] ihren Seelen, sich zu
fassen: „Richtet euch nicht zugrunde, lasst nicht die Sonne sich verfinstern durch eure eigene Düsternis.“
Tariels Rose war nur von Reif bedeckt und nicht erfroren. Er fragte Awtandil: „Mich drängt es nun, dein Geheimnis zu erfahren. Wer bist du, woher kommst du, wo liegt deine Heimat und wohin des Weges? Von mir ist nur zu sagen, dass mich der Tod vergessen hat, selbst er hat mich verlassen.“
Obwohl die ursprüngliche Form in Versen verfasst wurde, ist die hervorragend übersetzte und sorgfältig editierte deutsche Ausgabe in Prosa erschienen. Dies schmälert aber das Leseerlebnis in keiner Weise. Ruth
Neukomm, welche zahlreiche Werke aus dem Georgischen in Deutsche übersetzt hat, gelang es, den Puls der Geschichte wiederzugeben.
Zwischendrin zeugen 12 farbige und 14 schwarzweisse Bildtafeln von Mamuka Tawakaraschwili (1646) vom reichen kulturellen Leben das zu jener Zeit in Georgien herrschte. Nachdem Georgien unter dem König Davit Achmaschenebeli die grösste territoriale Ausdehnung erreichte, ermöglichte seine Enkelin, Königin Tamar, die Entwicklung der Künste und der Wissenschaft. Tamar prägte so das goldene Zeitalter Georgiens. Und noch heute ziert ihr Bildnis die 50 Lari Scheine. Schota Rustaweli war eine hohe Persönlichkeit am Hofe Tamars, die Legende überliefert sogar, dass er ihr Geheimschreiber gewesen sei. Er hat das Epos zu ihren Ehren verfasst. Der Prolog zeugt von dieser glühenden Verehrung für die Königin.
Doch lasst uns unter blutigen Tränen Tamar, die Königin, besingen, da ich erwählt, zu ihrem Preise auserlesene Worte zu finden! Als Tusche diente mir gagatschwarzer Augen See, als schilfschlanke Feder mein Leib.
Wer immer mir lauscht, wird eine zerrissene Lanze im Herzen fühlen. Schota Rustawelis Mann im Pantherfell reiht sich so in die Reihe der Meisterwerke des Mittelalters. Und noch heute macht uns dieses Buch lachen und weinen und den Atem anhalten.
Schota Rustaweli, Der Mann im Pantherfell. Zürich, Manesse Verlag, 1991.
Von Barbara Gimelli / Katanga
Impressum
Redaktion: Anna Gimelli / Gitana, Garausch, 7028 St. Peter, ccp@scout.ch
Layout: Christoph Seitz / Polo
Freie Mitarbeiter dieser Ausgabe: Philipp Murkowsky / Sika, Annina Schneider /
Quick, Barbara Gimelli / Katanga
Quelle: CaucasusCooperationProject (pdf)
Thursday, February 16, 2006
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