(ruhr-uni-bochum.de) [FOR ENGLISH VERSION, PLEASE SEE BELOW]
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Sie herzlichst zu unserer internationalen Konferenz „The Displacement, Extinction and Genocide of the Pontic Greeks. 1916-1923.“ einladen.
Die Konferenz findet am 25. und 26. Februar 2016 im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Anbei finden Sie sowohl die Konferenzankündigung als auch das Tagungsprogramm.
In den vergangenen Jahren erhielt der Völkermord an den Armeniern zunehmend mehr Aufmerksamkeit, sowohl in der Forschung als auch in der breiten Öffentlichkeit. Folgt man allerdings den neusten internationalen Forschungsarbeiten, so muss der jungtürkische Genozid an den Armeniern vielmehr als nur ein Kapitel einer allumfassenderen anti-muslimischen/anti-türkischen Kampagne der Jungtürken und Kemalisten verstanden werden. So waren neben den Armeniern insbesondere griechische Bevölkerungsgruppen in Kleinasien von den Maßnahmen wie Deportation und Gewalttaten betroffen, die im Interesse spezifisch jungtürkischer und kemalistischer Visionen des osmanischen Raums zwischen 1913 und 1923 durch den osmanischen Staat begangen wurden. In diesem Zusammenhang erreichte die anti-griechische Kampagne ihren gewaltvollen Höhepunkt in dem Genozid an der griechischen Bevölkerung in der Pontos-Region an der Schwarzmeerküste. Obgleich die Vernichtung der Pontos-Griechen vor allem im US-amerikanischen Raum eine zunehmend prominentere Stellung in der historiographischen Landschaft eingenommen hat, stellt die Erforschung dieser Geschehnisse im europäischen Raum doch noch weitestgehend ein Desiderat der historischen Forschung dar.
Es ist daher das Ziel der anstehenden Konferenz sowohl dafür ein Bewusstsein zu schaffen, was der pontos-griechischen Bevölkerung unter der jungtürkischen und kemalistischen Herrschaft widerfahren ist, als auch die internationale und interdisziplinäre wissenschaftliche Zusammenarbeit innerhalb dieses Forschungsfeldes zu fördern. Darüber hinaus beabsichtigt die Konferenz, das Expertenwissen von Wissenschaftlern, die zu den Bereichen Spätes Osmanisches Reich, Jungtürkismus, Kemalismus, griechisch-türkische Beziehungen und der griechischen Diaspora geforscht haben, zusammenzubringen.
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Alle Beiträge werden simultan übersetzt.
Gäste sind herzlich willkommen, wir würden Sie aber bitten sich bei pontic@rub.de anzumelden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.ruhr-uni-bochum.de/pontic
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese Konferenzankündigung an alle Kolleginnen und Kollegen weiterleiten würden, für die dieses Thema von Interesse ist.
Mit freundlichen Grüßen
Institut für Diaspora und Genozidforschung
Ruhr-Universität Bochum
Historisches Institut
Postanschrift: Universitätsstr. 150, D-44801 Bochum
Besucher: Gebäude NA, Etage 6 Nord
E-Mail: pontic@rub.de / idg@rub.de
IDG: www.ruhr-uni-bochum.de/idg
+++
Dear Sir or Madam,
we are pleased to invite you to our international conference „The Displacement, Extinction and Genocide of the Pontic Greeks. 1916-1923.“
The conference will take place on February 25 & 26, 2016, at the Senatssaal, Humboldt University in Berlin.
Over the last years, the genocide committed against the Armenians has received more and more scientific and popular attention. However, as recent international research has emphasized, the Armenian genocide by the Young-Turkish government has to be understood as only one chapter of an overall campaign of the Young-Turkish and Kemalist government against the non-Muslim (and later non-Turkish) communities. Besides the Armenians, particularly Greek communities in Asia Minor were affected most in terms of forced migration and atrocities, committed in the interests of specific Young-Turkish and Kemalist visions of the Ottoman space between 1913 and 1923. In this regard, the governmental campaign reached its violent climax in the genocide of the Greek communities in the Pontic area at the shores of the Black Sea. Albeit the killing of the Pontic Greek has become increasingly prominent in Anglo-American historical research, it still continues to be a desideratum within the European field of research.
The aim of the upcoming conference is thus both to raise awareness about what happened to the Pontic-Greek community during the Young-Turkish and Kemalist regimen and to promote the international and interdisciplinary collaboration within this field of research. As the displacement and extinction of the Pontic-Greek community has to be contextualized as part of the complex socio-political relations between Muslim/Turkish hegemony and non-Muslim/non-Turkish communities, the conference intends to bring together the expert knowledge of international scholars working within the fields of the late Ottoman, Young-Turkish and Kemalist period, Greco-Turkish relations and the Greek diaspora.
The conference will be held in German and English with simultaneous interpretation.
Guests are very welcome. Please register with pontic@rub.de. There is no registration fee.
For further information, please visit: www.ruhr-uni-bochum.de/pontic
We would be very pleased if you could forward this invitation to all persons interested in the subject.
With kind regards
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Sunday, February 21, 2016
EINLADUNG: Internationale Konferenz Berlin "The Displacement, Extinction and Genocide of the Pontic Greeks. 1916-1923" (ruhr-uni-bochum.de)
Labels:
Armenia,
Bochum,
Conference,
Genozid,
greeks,
History,
University
Sunday, December 21, 2014
PETITION: Das älteste Goldbergwerk der Welt in Georgien in Sakdrisi ist von der Zerstörung bedroht (bergbaumuseum.de)
(bergbaumuseum.de) Gemeinsam mit georgischen Archäologen erforscht das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) seit 2004 das Goldbergwerk von Sakdrissi. Es liegt ca. 50 Kilometer südwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis, in einem Hügel mit dem Namen Katschagiani (in dem Gebiet Sakdrissi). Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass dieses Bergwerk gut 5.000 Jahre alt ist. Somit ist es das älteste untertägige Goldbergwerk der Welt. Dieses herausragende kulturhistorische Denkmal soll einem Tagebau zur Goldgewinnung zum Opfer fallen.
Hinweis
Einige der folgenden Links führen auf Georgische Internetseiten. Hier kann es zu verlängerten Ladezeiten kommen. Übersetzungen der Georgischen Seiten erhalten Sie z.B. in Google Chrome mittels Rechtsklick auf den Text und dann die Option "Übersetzen in Deutsch" wählen.
Was bisher geschah
Aufgrund der herausragenden Bedeutung verlieh die Georgische Regierung im Jahre 2006 den Status eines nationalen Kulturdenkmals. Im Juli 2013 wurde dieser umfassende Schutz dann von Seiten des Ministeriums für Kultur und Denkmalpflege sowie dem Präsidenten Georgiens aufgehoben und in den geringeren Status eines „normalen“ archäologischen Denkmals abgestuft. Im Oktober 2013 wurde durch den damaligen Ministerpräsidenten schließlich auch dieser Status aberkannt. Der Lizenzinhaber „Bergbaugesellschaft RMG Gold Ltd“ (RMG) erhielt seine seit 1994 bestehenden Rechte, Goldvorkommen in Georgien abbauen zu dürfen, zurück. RMG hat nun mit dem Betrieb eines Tagebaus im Bereich Sakdrissi begonnen.
Der Stand der Dinge
Deutsche und georgische Forscher, aber auch Zivilpersonen richteten daraufhin zahlreiche schriftliche Apelle an die georgische Regierung.
Zur Petition
Es finden regelmäßige Demonstrationen und Kundgebungen in der Hauptstadt Tiflis und in Sakdrissi statt. Aktivisten haben vor Ort Stellung bezogen und campieren in einiger Entfernung zu dem begonnenen Tagebau. Da weder Zugang noch Aufenthalt im näheren Umfeld des Gebiets um den Hügel geduldet werden, haben sie eine Plattform errichtet, von der aus sie die Arbeiten der RMG „überwachen“. Dabei stehen die Aktivisten unter reger medialer Begleitung. Versorgt und unterstützt werden sie zudem von der örtlichen Bevölkerung.
Hintergrund
Der Ursprung dieser ganzen Entwicklung liegt in dem Entzug des Kulturdenkmal Status begründet. Es wurde von Seiten der Regierung eine Kommission eingerichtet, welche die wissenschaftlichen Aussagen unserer 10-jährigen, international anerkannten Forschung, nicht berücksichtigt hat. Seitens der Bergbaufirma wurde „festgestellt“, dass es sich nicht um Goldbergbau handele. Auch erkannten sie vor Ort keinen alten Bergbau, sondern lediglich moderne Prospektionsstollen (aus dem Jahr 1987).
Diese modernen Stollen waren es, die es uns bereits im Jahre 2004 ermöglichten, in einer Tiefe von knapp 20 Metern unter der Erdoberfläche auf die Spuren „alten“ Bergbaus zu stoßen, den sogenannten „Alten Mann“. Wie alt dieser tatsächlich war, ergaben mehrere 14C Analysen von Holzkohleresten, die aus ungestörten Schichten der engen Abbaue entnommen wurden. Sie datierten bereits in die erste Hälfte des 3. Jahrtausends vor Christus. Zahlreiche weitere Untersuchungen bestätigen und ergänzen diesen Sachverhalt. Dazu wurden von uns in den vergangenen 10 Jahren regelmäßig Berichte abgeliefert und diverse Artikel publiziert. Diese wurden seinerzeit hoch gelobt. Plötzlich werden sie bei Entscheidungsprozessen nicht mehr berücksichtigt. Darüber sind das DBM und die georgischen Kollegen sehr enttäuscht und empört.
Zum Forschungsprojekt
Wie geht es weiter?
Auf nationalen und internationalen Druck hin, ist eine neue Kommission mit Sachverständigen aus verschiedenen Ländern einberufen worden. Herr Prof. Dr. Albrecht Jockenhövel (Leiter der Abteilung Ur- und Frühgeschichte des historischen Seminars an der Universität Münster i.R.) ist Mitglied dieser neuen Kommission, die zu Sakdrissi einberufen wurde. Ziel ist es, alle Aktivitäten, die Zerstörung des Bergwerks betreffend, zunächst zu stoppen, die wissenschaftlichen Ergebnisse anzuerkennen und in den Entscheidungsprozess um den Erhalt des Bergwerks von Sakdrissi einzubeziehen. Es muss eine faire Diskussion geführt werden.
Bericht der wissenschaftlichen Kommission
Offener Brief von Prof. Dr. Thomas Stöllner vom 07. Mai 2014
Derweil gehen die Aktivitäten und Proteste vor Ort (in der Hauptstadt Tiflis und Sakdrissi) weiter. Täglich berichten die großen georgischen Zeitungen (z.B. ttimes.ge) und TV Sender in ihren Hauptnachrichten über das älteste Goldbergwerk der Welt, die Firma RMG Gold und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum mit seinen n Partnern.
Interview: Prof. Dr. Thomas Stöllner im Interview mit BBC News, Tiflis, Mittwoch, 28. Mai 2014: Das Dilemma um Georgiens Goldbergwerk
Weiterführende Links
Zur Facebook Gruppe
www.ai-ia.info
+++
(bergbaumuseum.de) Salz, Kupfer, Gold: Früher Bergbau im Kaukasus (vorher Gold in Georgien)
Der Kaukasus war eines der bedeutendsten „Erzgebirge“ der Alten Welt, speziell des Alten Orients. Als Land des „Goldenen Vlies“ umfasst den Westteil Georgiens, die Kolchis, ein Synonym für den Goldreichtum in der Antike.
Als erster „Metallurge“ wurde Prometheus, der Gigant, von den Göttern an die Felsen des Kaukasus geschmiedet und bis heute ist der Archäologe überwältigt vom Metallreichtum der prähistorischen Fundkomplexe in dieser Region. Zu den Besonderheiten der Region gehören neben den reichen polymetallischen Lagerstätten vor allem auch der Goldreichtum der Antike. Aber schon am Beginn der Frühbronzezeit besaß das Edelmetall große ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung.
Die Entdeckung
des Goldbergwerks von Sakdrissi (ca. 50 km südwestlich von Tiflis) führt
genau an diese Fragen heran. Im Jahr 2004 konnte während eines
Geländeaufenthaltes Holzkohle geborgen werden. Ihre Lage innerhalb der
dort angetroffenen Schichtenfolge (Stratigrafie) datiert den Abbau in
das frühe 3. Jahrtausend v. Chr. Weitere angefertigte Analysen
bestätigen das Alter um 3000 v. Chr., eine Probe verweist sogar in die
zweite Hälfte des 4. Jahrtausends – die Zeit der sogenannten
Kura-Araxes-Kultur. Damit zählt Sakdrissi zu den ältesten bekannten
Goldbergwerken der Menschheit.
In mehreren weiteren Grabungskampagnen (2005, 2007-2011) konnte nun dieses Goldbergwerk weiter untersucht werden. Eingeschlossen waren auch umfangreiche Surveyarbeiten im Umfeld des Goldbergwerkes, galt es doch die Frage nach einer zugehörigen Siedlungslandschaft näher zu untersuchen. Im Jahr 2007 entdeckten wir in Balitschi-Dzedzwebi eine der größten frühbronzezeitlichen Siedlungen im Kaukasus; Funde von Werkarealen belegen die Verarbeitung von Goldsand und weitere metallurgische Tätigkeiten. Die Forschungen wurden seit 2004 großzügig durch die Volkswagenstifung unterstützt, und werden nun in einer zweiten Projektphase bis 2011 gefördert.
Schwerpunkte des Projektes werden so neben den archäologischen und geowissenschaftlichen Geländearbeiten vor allem auch geochemische Laboruntersuchungen zur Herkunft des kaukasischen Goldes sein: Wir wollen herausfinden, welche ökonomische Bedeutung die Lagerstätte von Sakdrissi im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. gehabt hat.In dem Projekt arbeiten deutsche und georgische Archäologen, Geowissenschaftler und Botaniker zusammen: Mit eingebunden ist ein Wissenschaftleraustausch, der vor allem georgische Nachwuchswissenschaftler nach Deutschland führt. An der Ruhr-Universität werden diese Kollegen einen Master-Abschluss in prähistorischer Archäologie (Rohstoff- und Wirtschaftsarchäologie) und Archäometrie anstreben. Frau Dr. Gambaschidze wird eine Habilitationsschrift über die älteren südkaukasischen Metallzeiten verfassen.
Mehr Informationen & Fotos: bergbaumuseum.de
| Katschagiani Hügel, in dem das 5000 Jahre alte Goldbergwek liegt (2007) |
Einige der folgenden Links führen auf Georgische Internetseiten. Hier kann es zu verlängerten Ladezeiten kommen. Übersetzungen der Georgischen Seiten erhalten Sie z.B. in Google Chrome mittels Rechtsklick auf den Text und dann die Option "Übersetzen in Deutsch" wählen.
Was bisher geschah
Aufgrund der herausragenden Bedeutung verlieh die Georgische Regierung im Jahre 2006 den Status eines nationalen Kulturdenkmals. Im Juli 2013 wurde dieser umfassende Schutz dann von Seiten des Ministeriums für Kultur und Denkmalpflege sowie dem Präsidenten Georgiens aufgehoben und in den geringeren Status eines „normalen“ archäologischen Denkmals abgestuft. Im Oktober 2013 wurde durch den damaligen Ministerpräsidenten schließlich auch dieser Status aberkannt. Der Lizenzinhaber „Bergbaugesellschaft RMG Gold Ltd“ (RMG) erhielt seine seit 1994 bestehenden Rechte, Goldvorkommen in Georgien abbauen zu dürfen, zurück. RMG hat nun mit dem Betrieb eines Tagebaus im Bereich Sakdrissi begonnen.
Der Stand der Dinge
Deutsche und georgische Forscher, aber auch Zivilpersonen richteten daraufhin zahlreiche schriftliche Apelle an die georgische Regierung.
Zur Petition
Es finden regelmäßige Demonstrationen und Kundgebungen in der Hauptstadt Tiflis und in Sakdrissi statt. Aktivisten haben vor Ort Stellung bezogen und campieren in einiger Entfernung zu dem begonnenen Tagebau. Da weder Zugang noch Aufenthalt im näheren Umfeld des Gebiets um den Hügel geduldet werden, haben sie eine Plattform errichtet, von der aus sie die Arbeiten der RMG „überwachen“. Dabei stehen die Aktivisten unter reger medialer Begleitung. Versorgt und unterstützt werden sie zudem von der örtlichen Bevölkerung.
Hintergrund
Der Ursprung dieser ganzen Entwicklung liegt in dem Entzug des Kulturdenkmal Status begründet. Es wurde von Seiten der Regierung eine Kommission eingerichtet, welche die wissenschaftlichen Aussagen unserer 10-jährigen, international anerkannten Forschung, nicht berücksichtigt hat. Seitens der Bergbaufirma wurde „festgestellt“, dass es sich nicht um Goldbergbau handele. Auch erkannten sie vor Ort keinen alten Bergbau, sondern lediglich moderne Prospektionsstollen (aus dem Jahr 1987).
Diese modernen Stollen waren es, die es uns bereits im Jahre 2004 ermöglichten, in einer Tiefe von knapp 20 Metern unter der Erdoberfläche auf die Spuren „alten“ Bergbaus zu stoßen, den sogenannten „Alten Mann“. Wie alt dieser tatsächlich war, ergaben mehrere 14C Analysen von Holzkohleresten, die aus ungestörten Schichten der engen Abbaue entnommen wurden. Sie datierten bereits in die erste Hälfte des 3. Jahrtausends vor Christus. Zahlreiche weitere Untersuchungen bestätigen und ergänzen diesen Sachverhalt. Dazu wurden von uns in den vergangenen 10 Jahren regelmäßig Berichte abgeliefert und diverse Artikel publiziert. Diese wurden seinerzeit hoch gelobt. Plötzlich werden sie bei Entscheidungsprozessen nicht mehr berücksichtigt. Darüber sind das DBM und die georgischen Kollegen sehr enttäuscht und empört.
Zum Forschungsprojekt
Wie geht es weiter?
Auf nationalen und internationalen Druck hin, ist eine neue Kommission mit Sachverständigen aus verschiedenen Ländern einberufen worden. Herr Prof. Dr. Albrecht Jockenhövel (Leiter der Abteilung Ur- und Frühgeschichte des historischen Seminars an der Universität Münster i.R.) ist Mitglied dieser neuen Kommission, die zu Sakdrissi einberufen wurde. Ziel ist es, alle Aktivitäten, die Zerstörung des Bergwerks betreffend, zunächst zu stoppen, die wissenschaftlichen Ergebnisse anzuerkennen und in den Entscheidungsprozess um den Erhalt des Bergwerks von Sakdrissi einzubeziehen. Es muss eine faire Diskussion geführt werden.
Bericht der wissenschaftlichen Kommission
Offener Brief von Prof. Dr. Thomas Stöllner vom 07. Mai 2014
Derweil gehen die Aktivitäten und Proteste vor Ort (in der Hauptstadt Tiflis und Sakdrissi) weiter. Täglich berichten die großen georgischen Zeitungen (z.B. ttimes.ge) und TV Sender in ihren Hauptnachrichten über das älteste Goldbergwerk der Welt, die Firma RMG Gold und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum mit seinen n Partnern.
| Schweres Gerät wird nach Sakdrissi gebracht und der Abbau vorbereitet. |
Interview: Prof. Dr. Thomas Stöllner im Interview mit BBC News, Tiflis, Mittwoch, 28. Mai 2014: Das Dilemma um Georgiens Goldbergwerk
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(bergbaumuseum.de) Salz, Kupfer, Gold: Früher Bergbau im Kaukasus (vorher Gold in Georgien)
Der Kaukasus war eines der bedeutendsten „Erzgebirge“ der Alten Welt, speziell des Alten Orients. Als Land des „Goldenen Vlies“ umfasst den Westteil Georgiens, die Kolchis, ein Synonym für den Goldreichtum in der Antike.
Als erster „Metallurge“ wurde Prometheus, der Gigant, von den Göttern an die Felsen des Kaukasus geschmiedet und bis heute ist der Archäologe überwältigt vom Metallreichtum der prähistorischen Fundkomplexe in dieser Region. Zu den Besonderheiten der Region gehören neben den reichen polymetallischen Lagerstätten vor allem auch der Goldreichtum der Antike. Aber schon am Beginn der Frühbronzezeit besaß das Edelmetall große ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung.
In mehreren weiteren Grabungskampagnen (2005, 2007-2011) konnte nun dieses Goldbergwerk weiter untersucht werden. Eingeschlossen waren auch umfangreiche Surveyarbeiten im Umfeld des Goldbergwerkes, galt es doch die Frage nach einer zugehörigen Siedlungslandschaft näher zu untersuchen. Im Jahr 2007 entdeckten wir in Balitschi-Dzedzwebi eine der größten frühbronzezeitlichen Siedlungen im Kaukasus; Funde von Werkarealen belegen die Verarbeitung von Goldsand und weitere metallurgische Tätigkeiten. Die Forschungen wurden seit 2004 großzügig durch die Volkswagenstifung unterstützt, und werden nun in einer zweiten Projektphase bis 2011 gefördert.
Schwerpunkte des Projektes werden so neben den archäologischen und geowissenschaftlichen Geländearbeiten vor allem auch geochemische Laboruntersuchungen zur Herkunft des kaukasischen Goldes sein: Wir wollen herausfinden, welche ökonomische Bedeutung die Lagerstätte von Sakdrissi im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. gehabt hat.In dem Projekt arbeiten deutsche und georgische Archäologen, Geowissenschaftler und Botaniker zusammen: Mit eingebunden ist ein Wissenschaftleraustausch, der vor allem georgische Nachwuchswissenschaftler nach Deutschland führt. An der Ruhr-Universität werden diese Kollegen einen Master-Abschluss in prähistorischer Archäologie (Rohstoff- und Wirtschaftsarchäologie) und Archäometrie anstreben. Frau Dr. Gambaschidze wird eine Habilitationsschrift über die älteren südkaukasischen Metallzeiten verfassen.
Mehr Informationen & Fotos: bergbaumuseum.de
Thursday, January 09, 2014
A LETTER FROM GEORGIA: Sakdrisi "gold mine" & Romanian gold mine protest (examiner.com)
(examiner.com) We appeal to you on behalf of The Unity of Archeologists of Georgia, regarding the sensitive issue of the so-called “Sakdrisi Oldest Gold Mine” in Bolnisi Municipality, Georgia...
Recently, the problem regarding this archeological object has become the subject of wide discussions of the certain circles of the society, not only in Georgia but also abroad.
Georgian-German archeological team, headed by Mr. Stollner and Mrs. Ghambashidze think that the object represents the ancient goldmine and, hence, it shall be granted the status of monument. However, there are quite strong scientific opinions, stating that the existence of the gold mine in Sakdrisi 5,400 years ago is not proved.
Furthermore, this summer the Ministry of Culture and Monument Protection of Georgia founded an ad hoc professional commission, which has studied the problem and formulated the conclusion that the German-Georgian archeologists has provided no reliable and scientific proofs on the existence of the prehistoric goldmine, dated back to 4th-3rd millennia B.C. Moreover, there is no doubt that in 2006 the status of cultural heritage was assigned to the so-called “Sakdrisi-Kachagiani oldest gold mine” by falsification and full negligence of the Georgian laws.
Instead of appealing the decision of the Ministry of Culture in the Court of Justice, Mr. Stollner and Mrs. Ghambashidze launched a dirty PR campaign, which obliges us, The Unity of Archeologists of Georgia to provide you with all necessary documents in order to have a full picture of the up mentioned case.
The matter of our concern is that we would like you to understand the situation more clearly:
· - If the truth is not proved, the mining company, which paid US $150 million for the license, will withdraw from Georgia;
· - This will cause firing of about 3000 direct workers and in addition unemployment of 1000 men now completing logistic works for the company;
· - Cancelling of 85% of the Bolnisi regional budget;
· - Cancelling of about US$ 30 million annually paid by the company to the state budget as different taxes;
· - Huge ecological disaster as far as liquidation of the company will cause spills of heavy metal bearing water to the Mashavera Rivar, now purified by the company;
· - Huge damage to the image of Georgia as a country creating good environment for investors.
Contact: Giorgi Gagishvili, Director, LTD ''UNITY OF ARCHAEOLOGISTS''
Georgia,Tbilisi (via Paolo Biagi's e-mail pavelius@unive.it) for relevant documents
Links:
Älteste Goldmine wird nach dubiosem Gutachten einer modernen Minengesellschaft preisgegeben [archaeologik.blogspot.de]
Georgia's Lost City of Gold
The Gold Mine of Sakdrissi: Results and analyses and a calculation of the prehistoric gold exploitation
THE So Called Ancient Gold Mine of Sakdrisi-Kachagiani – Myth or Reality?
Russian Owned Madneuli Plans New Investments In Georgia [gab-ibn.com]
Gold Race in Sakadrisi Layer [gardabaniherald.blogspot.de]
Video: Romanian Gold Mine protest
Gold in Georgia [gnmsciencecafe.wordpress.com]
Position to Sakdrisi Gold Mining Complex (Deutscher Verband für Archäologie)
Bronze Age gold in Southern Georgia [archeosciences.revues.org]
THE So Called Ancient Gold Mine of Sakdrisi-Kachagiani – Myth or Reality? [georgiatoday.ge]
Culture Heritage Which We Neglect – Ancient Mine in Sakdrisi [humanrights.ge]
Goldbergbau in Südostgeorgien – Neue Forschungen zum frühbronzezeitlichen Bergbau in Georgien [pdf]
Recently, the problem regarding this archeological object has become the subject of wide discussions of the certain circles of the society, not only in Georgia but also abroad.
Georgian-German archeological team, headed by Mr. Stollner and Mrs. Ghambashidze think that the object represents the ancient goldmine and, hence, it shall be granted the status of monument. However, there are quite strong scientific opinions, stating that the existence of the gold mine in Sakdrisi 5,400 years ago is not proved.
Furthermore, this summer the Ministry of Culture and Monument Protection of Georgia founded an ad hoc professional commission, which has studied the problem and formulated the conclusion that the German-Georgian archeologists has provided no reliable and scientific proofs on the existence of the prehistoric goldmine, dated back to 4th-3rd millennia B.C. Moreover, there is no doubt that in 2006 the status of cultural heritage was assigned to the so-called “Sakdrisi-Kachagiani oldest gold mine” by falsification and full negligence of the Georgian laws.
Instead of appealing the decision of the Ministry of Culture in the Court of Justice, Mr. Stollner and Mrs. Ghambashidze launched a dirty PR campaign, which obliges us, The Unity of Archeologists of Georgia to provide you with all necessary documents in order to have a full picture of the up mentioned case.
The matter of our concern is that we would like you to understand the situation more clearly:
· - If the truth is not proved, the mining company, which paid US $150 million for the license, will withdraw from Georgia;
· - This will cause firing of about 3000 direct workers and in addition unemployment of 1000 men now completing logistic works for the company;
· - Cancelling of 85% of the Bolnisi regional budget;
· - Cancelling of about US$ 30 million annually paid by the company to the state budget as different taxes;
· - Huge ecological disaster as far as liquidation of the company will cause spills of heavy metal bearing water to the Mashavera Rivar, now purified by the company;
· - Huge damage to the image of Georgia as a country creating good environment for investors.
Contact: Giorgi Gagishvili, Director, LTD ''UNITY OF ARCHAEOLOGISTS''
Georgia,Tbilisi (via Paolo Biagi's e-mail pavelius@unive.it) for relevant documents
Links:
Älteste Goldmine wird nach dubiosem Gutachten einer modernen Minengesellschaft preisgegeben [archaeologik.blogspot.de]
Georgia's Lost City of Gold
The Gold Mine of Sakdrissi: Results and analyses and a calculation of the prehistoric gold exploitation
THE So Called Ancient Gold Mine of Sakdrisi-Kachagiani – Myth or Reality?
Russian Owned Madneuli Plans New Investments In Georgia [gab-ibn.com]
Gold Race in Sakadrisi Layer [gardabaniherald.blogspot.de]
Video: Romanian Gold Mine protest
Gold in Georgia [gnmsciencecafe.wordpress.com]
Position to Sakdrisi Gold Mining Complex (Deutscher Verband für Archäologie)
Bronze Age gold in Southern Georgia [archeosciences.revues.org]
THE So Called Ancient Gold Mine of Sakdrisi-Kachagiani – Myth or Reality? [georgiatoday.ge]
Culture Heritage Which We Neglect – Ancient Mine in Sakdrisi [humanrights.ge]
Goldbergbau in Südostgeorgien – Neue Forschungen zum frühbronzezeitlichen Bergbau in Georgien [pdf]
Monday, September 23, 2013
DOK-FILM: Armin T. Wegner-Lyriker, Reiseschriftsteller, "Gerechter der Völker". Ein unbeugsamer Geist.
Dokumentarfilmvorführung und Diskussionsabend in Bochum
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Freundeskreis der Bücherei Querenburg e.V., die Armin T. Wegner Gesellschaft e.V. und der Armenisch-Akademische Verein 1860 e.V. laden Sie zu einer Dokumentarfilmvorführung "Armin T. Wegner. Der Fotograf des Genozids" ein.
Aus diesem Anlass wird der Filmregisseur, Drehbuchbuchautor und Produzent TIGRAN KHZMALYAN aus Jerevan nach Bochum kommen und nach der Vorführung für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.
Mittwoch, 25. September 2013, 19:00 Uhr,
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Einleitung: Ulrich Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Der deutsche expressionistische Dichter, Schriftsteller und Sanitätsoffizier Armin T. Wegner wurde 1915/16 Zeuge des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich. Trotz des von den türkischen Behörden verhängten Fotografie-Verbots gelang es ihm Aufnahmen zu machen, die das Verbrechen dokumentieren. In seinen Schriften hat Armin T. Wegner die Vernichtung des armenischen Volkes mehrfach geschildert.
Der Film wurde englisch, französisch, spanisch, polnisch, türkisch, persisch und russisch synchronisiert und 2012 bzw. 2013 in den USA, Niederlande, Frankreich, Spanien, Iran und in vielen anderen Ländern vorgeführt.
Die deutsche Fassung dieses Dokumentarfilms wurde durch die "Assembly of Armenians of Europe", Sektion Deutschland, synchronisiert und Ende April 2012 zum ersten Mal in Köln und in Frankfurt am Main gezeigt.
Eintritt frei
Für weitere organisatorische Fragen:
Dr. Elmar Linnemann eelinnemann@t-online.de
Ulrich Klan 0202-4936507
Azat Ordukhanyan Tel: 0175-9631556
Die Veranstaltung in Bochum wird von "Assembly of Armenians of Europe", Sektion Deutschland, unterstützt.
Mit freundlichen Grüßen
Freundeskreis der Bücherei Querenburg e.V.
Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Armenisch-Akademischer Verein 1860 e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Freundeskreis der Bücherei Querenburg e.V., die Armin T. Wegner Gesellschaft e.V. und der Armenisch-Akademische Verein 1860 e.V. laden Sie zu einer Dokumentarfilmvorführung "Armin T. Wegner. Der Fotograf des Genozids" ein.
Aus diesem Anlass wird der Filmregisseur, Drehbuchbuchautor und Produzent TIGRAN KHZMALYAN aus Jerevan nach Bochum kommen und nach der Vorführung für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.
Mittwoch, 25. September 2013, 19:00 Uhr,
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Einleitung: Ulrich Klan, Vorsitzender der Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Der deutsche expressionistische Dichter, Schriftsteller und Sanitätsoffizier Armin T. Wegner wurde 1915/16 Zeuge des Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich. Trotz des von den türkischen Behörden verhängten Fotografie-Verbots gelang es ihm Aufnahmen zu machen, die das Verbrechen dokumentieren. In seinen Schriften hat Armin T. Wegner die Vernichtung des armenischen Volkes mehrfach geschildert.
Der Film wurde englisch, französisch, spanisch, polnisch, türkisch, persisch und russisch synchronisiert und 2012 bzw. 2013 in den USA, Niederlande, Frankreich, Spanien, Iran und in vielen anderen Ländern vorgeführt.
Die deutsche Fassung dieses Dokumentarfilms wurde durch die "Assembly of Armenians of Europe", Sektion Deutschland, synchronisiert und Ende April 2012 zum ersten Mal in Köln und in Frankfurt am Main gezeigt.
Eintritt frei
Für weitere organisatorische Fragen:
Dr. Elmar Linnemann eelinnemann@t-online.de
Ulrich Klan 0202-4936507
Azat Ordukhanyan Tel: 0175-9631556
Die Veranstaltung in Bochum wird von "Assembly of Armenians of Europe", Sektion Deutschland, unterstützt.
Mit freundlichen Grüßen
Freundeskreis der Bücherei Querenburg e.V.
Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
Armenisch-Akademischer Verein 1860 e.V.
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