Sunday, September 14, 2014
REPORTAGE: Ans vergessene Erinnern - Patrick Chauvel (info.arte.tv)
Im Jahr 1994 antwortet der damalige russische Präsident Boris Jelzin mit einer Militär-Offensive auf die Revolte der Tschetschenen und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit von der Russischen Föderation. Anhand seiner Fotos von damals erzählt Chauvel über diesen Krieg, seine Begegnungen mit den harten tschetschenischen Kämpfern, den jungen unerfahrenen russischen Soldaten, den Menschen in Grosny und auch mit seiner Kollegin, der Kriegsfotografin Heidi Bradner...
Die Schlacht um Grosny
Im Jahr 1994 antwortet der damalige russische Präsident Boris Jelzin mit einer Militär-Offensive auf die Revolte der Tschetschenen und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit von der Russischen Föderation. Der Widerstand der tschetschenischen Kämpfer aber überrascht die russischen Soldaten, es gelingt ihnen nicht, den Aufstand schnell niederzuschlagen. Der Kriegsfotograf Patrick Chauvel ist in Grosny, als der Konflikt ausbricht und wird Zeuge der ungeheuren Grausamkeit mit der die Gegner sich gegenseitig massakrieren. Anhand seiner Fotos von damals erzählt Chauvel über diesen Krieg, seine Begegnungen mit den harten tschetschenischen Kämpfern, den jungen unerfahrenen russischen Soldaten, den Menschen in Grosny und auch mit seiner Kollegin, der Kriegsfotografin Heidi Bradner…
Von Patrick Chauvel, Louis-Pascal Couvelaire und Ophélie Lerouge – ARTE GEIE / Actarus Films – Frankreich 2014
patrick-chauvel.com
Thursday, June 28, 2007
Video About Chechnya: “Crying Sun”
Comment to the post from Julia Vishnevetskayas Article
Russia: Schools in Chechnya by Julia Vishnevetskaya
Sunday, June 3rd, 2007 @ 20:52 UTC
posted by Veronica Khokhlova
VIDEO: You can see what Chechen school in the mountain villagelooks like in this film:
http://video.google.com/videoplay?docid=7461310615958353648&q=crying+sun
Crying Sun: The Impact of War in the Mountains of Chechnya (English Full)
Memorial / WITNESS co-production 2007 26 Min. 5 Sek. - 15.05.2007
www.witness.org
“Crying Sun” (Memorial/WITNESS co-production 2007) tells the story of people from the Chechen mountainous village of Zumsoy and their struggle to preserve cultural identity and traditions in the context of military raids and enforced disappearances by the federal army, attacks by guerilla fighters, and subsequent displacement. By helping to articulate the voices of Zumsoy villagers in the public and policy spheres, the video calls on local and federal authorities to end impunity for human rights violations and to restore policies for the return of mountain villagers to their ancestral homes. In the international advocacy fora, the video will help bring visibility to calls for justice in Chechnya.
Uploaded on August 27, 2006 by Michal Przedlacki
Grozny, Chechnya: A Russian special forces member surveys the wasteland that is now central Grozny. In this spot stood a hotel, government buildings and residential apartments. Russians forces destroyed the area, called Freedom Square, and later bulldozed it to avoid Chechen fighters taking up positions in the rubble of a second Stalingrad.
Saturday, September 17, 2005
Ein Blick auf Tschetschenien und den Kaukasus - die Fotografin Heidi Bradner
Gebete in den Bergen- by Heidi Bradner
Was sie auszeichnet - vielleicht noch mehr als der Preis es würdigen kann - ist, dass sie eine Persönlichkeit ist, die vor allem bei sich selbst ist und mit einem langen Atem ihre Arbeit vorantreibt. Bradner fotografierte für namhafte Magazin: New York Magazin, Granta, GEO, Time, Newsweek, Stern u.a. doch ihre Bilder, dass macht sie so außergewöhnlich, sind keine journalistischen Bild-Reportagen - wie man bei uns in Deutschland es auch nur noch in den wenigsten Fällen antrifft. Da gibt es ein Regime von Bildredaktionen, an der nur noch solche, wie die Grand Dame unserer historischen Fotografie, eine Barrbara Klemm, vorbei kommt.
Bradners Fotos haben eine Handschrift - frieren entweder einen brutalen Moment ein, oder sie schaffen diesen Hauch von Wärme und Zwischenmenschlichkeit- um mal dieses beinahe vergessene Wort hier an passender Stelle einzusetzen. Das alles gelingt ihr durch einen ausgesprochen ästhetischen Zugang in Situationen, wo sie nicht nur Mut hat, sondern auch einen sicheren Umgang pflegt. Sie traut sich mehr und kann mehr, als viele ihrer Kollegen. Sie traut sich mit Gefühlen zu arbeiten - sie traut sich Engagement vorzubringen.
Geboren ist Heide Bradner in Alaska. Das Leben im Eis und in Kälte und die Sehnsucht nach dem Sonnenstrahl wird wohl ihre Seele geformt haben. Ich glaube, sie hat ein warmes Herz. Und so konnte sie nach Sibirien und in den hohen Norden gehen und eisige Reportagen bei Nomaden und Eskimos fotografieren. Sie lebte im Kaukasus und besuchte immer wieder Asien. Sie wohnte die ganze Zeit der unvorstellbaren Härte beider Tschetschenien-Kriege bei. Jetzt erhält sie mit einem Preis in Süd-Frankreich auch eine Aufmerksamkeit, die dem Nord-Kaukasus schon längst gebührend zukommen müßte.
Ich stellte mir oft die Frage, wie sie über all die Jahre immer wieder solche Bilder in westliche Redaktionen und Dunkelkammern brachte; wie mühsam oft das Gewicht solcher Bilder war, Bilder die eine Materialität haben, die schwer sein können wie Titan, hart wie Granit und kalt wie Eis. Selbst wenn man diese Fotos im Internet sieht, stockt einem der Atem! Bradner und ihre Bilder geben einem unsichtbaren und vergessenen Krieg ein Antlitz - ein Gesicht des Alptraumes und Grauens. Wer wagt schon, sich dieser Ohnmacht auszusetzen. Dabei zeigte sie mindestens "beide Seiten" des "Konfliktes": junge Russen, die in den Krieg mussten, Tschetschenen, die kaum mehr etwas ertrugen. Und Heidi Bradner befand sich Jahre auf diesem Schlachtfeld! Dafür wurde sie in den letzten Tagen geehrt - auch im Fernsehen.
Heidi Bradner ist nicht nur ein Gefühlsmensch. Heidi Bradner denkt auch nach - zum Beispiel über die Rolle des Kaukasus für die russische Seele und Identität. Sie nähert sich einer anderen Kultur immer auch ästhetisch und intellektuell; sie weiß, dass sie andere Wurzeln hat, woanders herkommt. Das macht sie sensibel und "neugierig". Sie hütet sich vor Vorurteilen. Historisch war der Kaukasus immer eine Region, die Schriftsteller und Künstler zu ihren großen Werken inspirierte. Puschkin, Lermontow und Tolstoi schrieben inmitten der kargen Berge über den kaukasischen Menschenschlag, über den Stolz, über den Edelmut, über ihre Kraft und über ihre Schönheit. Wenn Bradner fotografierte, schaute sie immer noch durch dieses historische Prisma. Und eben das ist ihre intellektuelle Stärke, die sie von anderen unterscheidet. Als sie in Tschetschenien war, sah sie vor allem, dass man so darüber nicht mehr berichten kann. Sie schrieb nicht, aber sie fotografierte ein historisches Werk für unser "Jahrhundert" - dass eben gänzlich anti-romantisch ist!
(von Ralph Hälbig)
Homepage: Heidi Bradner photojournalist (mit Bildergallerien)
Links:
* Bildergalerie: Tschetschenien
* Bilder von Alaska >>>
* Fotografien aus dem Kaukasus von Heidi Bradner (institut for war and peace reporting)
* Bilder aus Aserbaidschan und Georgien
* Interview by Solveig Gardner Servian with Heidi Bradner
* Projekt: Land of The Second Sun: Arctic Nomads of Siberia's Yamal Peninsula
* Feature: Chechnya
Heidi Bradner was born and raised in Alaska. As a student, she started freelance photographing and writing for the Juneau Empire, the Anchorage Daily News, and other Alaska publications while completing her history and journalism degrees at the University of Alaska Anchorage.After graduating, she began to photograph in Eastern Europe and the Soviet Union and started her professional photographic career based in Moscow from 1991-1997.She has been documenting the Caucasus and particularly Chechnya for many years. She is currently working on a project about indigineous peoples in Russia.
mailto: heidi@heidibradner.com
Web: www.heidibradner.com










