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Monday, April 27, 2020

VIDEO: Klassenfahrt nach Tiflis (Georgien). Mit Tamuna Gurchiani, Stephan Wackwitz, Zaal Andronikashvili, Natia Mikeladze und Stefan Meister. via @bpb_de

Tiflis (georgisch თბილისი Tbilissi; bis 1936: ტფილისი Tpilissi) ist die Hauptstadt Georgiens. Es ist die bevölkerungsreichste und größte Stadt des Landes. Tiflis hat mehr als eine Million Einwohner, die Gesamtfläche beträgt 726 Quadratkilometer, das bebaute Gebiet rund 70 Quadratkilometer.

Wir haben 6 Kennerinnen und Kenner der georgischen Hauptstadt Tiflis (georgisch თბილისი; Tbilissi) eingeladen, uns ihre Lieblingsorte in der Millionenstadt vorzustellen. Kommt mit uns und lasst euch von ihnen in ihre Stadt virtuell "entführen". Mit der Kulturmanagerin Tamuna Gurchiani, dem Autor Stephan Wackwitz, dem Literaturwissenschaftler und Publizisten Dr. Zaal Andronikashvili, der langjährigen Leiterin der GIZ in Georgien, Katja Kammerer, der Übersetzerin Natia Mikeladse–Bachsoliani und dem Leiter der Heinrich Böll Stiftung in Tiflis, Stefan Meister.

Alle sechs Orte finden sich auf der interaktiven Karte: uploads.knightlab.com

Tuesday, May 15, 2018

BERLIN: bpb:Metro_ საქართველო ანიდან ჰოემდე. GEORGIEN, BUCHSTÄBLICH!

Berlin | 19. Mai 2018
Akademie der Künste am Pariser Platz
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Tagung zu Geschichte, Kultur und Gesellschaft Georgiens am 19. Mai 2018 in Berlin [bpb.de]

bpb:METRO: საქართველო ანიდან ჰოემდე. Hätten Sie den Titel unserer aktuellen bpb:Metro-Veranstaltung lesen können? Nein? Kein Wunder, es sind die Buchstaben einer Sprache, die von nur knapp 4 Millionen Menschen gesprochen wird: Georgisch. Übersetzt heißt es: Georgien, buchstäblich! Und unter diesem Titel möchten wir in der nächsten Ausgabe unserer seit 2013 bestehenden METRO-Reihe die 33 Buchstaben des georgischen Alphabets als Symbol für Vielfalt und Einzigartigkeit aufgreifen, um so auf die Geschichte und Gegenwart des Landes multiperspektivisch und interdisziplinär einzugehen.

Anlässlich des Deutsch-Georgischen Jahres 2017/2018 veranstalten wir eine Tagung, um Georgien als Land an der Schnittstelle von Europa und Asien aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Kaukasuslandes und der Umgang mit der Vergangenheit. Auch das Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie soll thematisiert werden ebenso wie die Vielfalt der georgischen Literatur, des Films und der Musik. Wir laden Sie herzlich ein, Georgien in Berlin mit allen Sinnen zu erleben! In Workshops gemeinsam traditionelle Tänze und Gesänge kennenzulernen, in Speed Datings mit Expertinnen und Experten einen persönlichen Zugang zum Land zu erhalten und von deren Fachwissen zu profitieren. Und die kulinarische Vielfalt der georgischen Küche zu entdecken. Am Abend tritt die Ethnojazz Band IRIAO auf, die Georgien dieses Jahr auf dem Eurovision Song Contest vertritt.

PROGRAMM

11.30 Einlass

12.00 Begrüßung Thomas Krüger
Grußwort bei der bpb:METRO-Veranstaltung "Georgien, buchstäblich" (Berlin, 19. Mai 2018) [bpb.de]
Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

12.15 – 13.15 "Mein Georgien". Lesung und Gespräch mit Nino Haratischwili
Die mehrfach ausgezeichnete georgische Schriftstellerin Nino Haratischwili, die heute in Hamburg lebt, erzählt in ihrem Epos "Das achte Leben (für Brilka)" eine Familiengeschichte, die auch die Geschichte es 20. Jahrhunderts und des Untergangs eines Imperiums – der Sowjetunion – ist. In diesem Spiegel-Bestseller wird über Frauen erzählt, über ein Matriarchat und gescheiterte Männer, aber auch über Liebe und Verrat, Mord und Intrigen. Vor allem ist es aber ein Roman über ihr Heimatland Georgien. Nino Haratischwili spricht mit Wiebke Porombka über ihren Roman, über die Auswanderung aus dem Heimatland und die Einwanderung in eine andere Sprache und über ihr Verhältnis zu beiden Welten.

13.15 – 14.30 Podium 1
Geschichte: Figurationen zwischen historischem Erbe und Gegenwart
Vor 100 Jahren, am 26. Mai 1918, wurde die Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Georgien ausgerufen. Bereits drei Jahre später endete diese kurze Epoche unter Führung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, als sowjetische Truppen das Land besetzten. Die sowjetische Periode dauerte bis 1991, als Georgien erneut unabhängig wurde. Welche Rolle spielen historische (Um)Brüche im Land heute? Wie wird das sowjetische Erbe reflektiert? Welche Bedeutung hat einer der größten Despoten der Weltgeschichte – Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili alias Josef Stalin, der aus dem zentralgeorgischen Städtchen Gori stammte, heute? Wie schreibt sich die Person Stalins in die georgische Geschichte ein? Wie hat das Land die Umwälzungen und Transformation der 1990er Jahre erlebt? Gespräch mit Lasha Bakradze (Literaturmuseum Tbilisi), Giorgi Maisuradze (Institut für Sozial- und Kulturforschung, Staatliche Ilia Universität) und Aka Morchiladze (Schriftsteller). Moderation: Zaal Andronikashvili (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin).

14.30 – 15.00 Kaffeepause

15.00 – 16.30 Podium 2
Gesellschaft: zwischen Emanzipation und Tradition
Was hält die Gesellschaft in Georgien zusammen? Wie ist das Verhältnis zwischen Tradition, Religion und global geprägter Gegenwart sowie das Verhältnis zwischen dem urbanen Zentrum Tbilisi und ländlich geprägten Peripherien? Welchen Stellenwert nimmt die Familie ein, die sich traditionell als Großfamilie versteht, und wie verhält sie sich zum westlichen Individualismus? Wie gestalteten sich die Wendejahre 1989/91 und der Übergang vom Kommunismus zum Kapitalismus in der georgischen Gesellschaft? Entwickeln sich soziale Ungleichheiten und neofeudalistische Wirtschafts- und Bildungseliten, wie es in vielen Ländern Europas zu beobachten ist? Und wie lässt sich die Position von Frauen, von Homo- und Transsexuellen in einem patriarchalisch geprägten Georgien heute beschreiben? Gespräch mit Ketevan Gurchiani (Institut für Philosophie, Staatliche Ilia Universität), Tamta Khalvashi (Anthropologin, Free University of Tbilisi) und Tamta Melashvili (Schriftstellerin). Moderation: Gesine Dornblüth.

16.30 – 17.00 Kaffeepause

17.00 – 18.30 Film und Gespräch
The Machine Which Makes Everything Disappear
Wie wächst man in Georgien auf? Welche Träume hat man als junger Mensch? Eine Filmemacherin macht sich auf die Suche, bereist Städte und Dörfer Georgiens und spricht mit Menschen über ihre Zukunft. Es entsteht ein Querschnitt der georgischen Gesellschaft, ein Flickenteppich aus persönlichen Geschichten über Träume und Scheitern, Armut und Reichtum, Krieg und Liebe. Im Anschluss an die Vorführung des preisgekrönten Films (Sundance Film Festival 2013) spricht Thomas Franke mit der Regisseurin Tinatin Gurchiani.



18.30 – 19.15 Workshops und Speed-Dating

Georgischer Tanz mit Tamta Goschadze (Tänzerin, Stuttgart)
Georgische Traditionstänze sind ein fester Bestandteil der georgischen Kulturgeschichte. Sie setzen sich aus unterschiedlichen Elementen zusammen: klassisches Ballett, Folklore und Stepptanz. Tänze Georgiens sind so vielfältig wie das kleine Land selbst und handeln von der Hauptstadt Tbilisi (Kintouri oder Dawluri), vom Leben in den Bergregionen wie Chewsureti (Parikaoba) oder dem höchsten Berg Kazbegi (Kazbeguri). Sie thematisieren Beziehungen zwischen Mann und Frau – wie der Hochzeitstanz Kartuli und der Tanz Adscharuli aus der Region vom Schwarzen Meer – oder erzählen von der ruhmreichen georgischen Königin Tamar (Samaia). Sie sind eingeladen, Geschichte und Tanz in einem Workshop kennenzulernen.

Georgischer polyphoner Gesang mit der Band IRIAO
Als "Meisterstück des kulturellen Erbes der Menschheit" preist die UNESCO den mündlich überlieferten polyphonen Gesang aus Georgien. Traditionelle georgische Musik wird immer polyphon gesungen. Wir laden unsere Gäste ein, zusammen mit den Musikern der Ethnojazz-Band IRIAO in die kollektive Harmonie des polyphonen Gesangs einzutauchen.

Speed-Dating mit Expert*innen zu Georgien
Das Format eines Speed Datings soll Ihnen im Laufe der Tagung ermöglichen, unmittelbare und persönliche Gespräche mit Expertinnen und Experten zum Thema deutsch-georgische Beziehungen zu führen.

Zaal Andronikashvili (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin)
Irine Beridze (Kulturwissenschaftlerin, Bloggerin https://read-ost.com, Berlin)
Tamuna Gurchiani (Europe House Georgia, Tbilisi)
Ralph Hälbig (Journalist, MDR, Blogger www.georgien.blogspot.de)
Ekkehard Maaß (Deutsch-Kaukasische Gesellschaft e.V.)

19.30 – 20.30 Supra: georgisch essen

20.30 – 21.30 Konzert IRIAO
IRIAO ist eine Ethnojazz-Band, die 2013 vom Komponisten David Malazonia gegründet wurde. Der Name IRIAO stammt aus einem Wortteil des berühmten georgischen Jodelstils "Krimanchuli". Der Bandmanager Malazonia gilt als einer der ersten georgischen Komponisten, die traditionelle polyphone Musik mit Jazz verbinden und neu interpretieren.



21.30 – 22.30 get together

Eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Akademie der Künste.

Auf einen Blick
bpb:Metro: GEORGIEN, BUCHSTÄBLICH!
www.bpb.de/267671
Datum: 19.05.2018 von 12 Uhr bis 22.30 Uhr (Einlass ab 11.30 Uhr)
Ort: Akademie der Künste am Pariser Platz, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Platzkapazitäten unter
anmeldung-berlin@bpb.de erforderlich
Sprachen: Deutsch mit simultaner Übersetzung ins Englische

Kontakt für inhaltliche Rückfragen: Kateryna Stetsevych
Fachbereich Veranstaltungen
Friedrichstr. 50 / Checkpoint Charlie
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 254504-455
E-Mail: kateryna.stetsevych@bpb.de

Friday, April 20, 2018

GEORGIEN BUCHSTÄBLICH! bpb:Metro_საქართველო ანიდან ჰოემდე. Tagung zu Geschichte, Kultur und Gesellschaft Georgiens am 19. Mai 2018 in Berlin. via @frag_die_bpb

(bpb.de) bpb:METRO: საქართველო ანიდან ჰოემდე. Hätten Sie den Titel unserer aktuellen bpb:Metro-Veranstaltung lesen können? Nein? Kein Wunder, es sind die Buchstaben einer Sprache, die von nur knapp 4 Millionen Menschen gesprochen wird: Georgisch. Übersetzt heißt es: Georgien, buchstäblich! Und unter diesem Titel möchten wir in der nächsten Ausgabe unserer seit 2013 bestehenden METRO-Reihe die 33 Buchstaben des georgischen Alphabets als Symbol für Vielfalt und Einzigartigkeit aufgreifen, um so auf die Geschichte und Gegenwart des Landes multiperspektivisch und interdisziplinär einzugehen.

Anlässlich des Deutsch-Georgischen Jahres 2017/2018 veranstalten wir eine Tagung, um Georgien als Land an der Schnittstelle von Europa und Asien aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Im Fokus stehen dabei die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Kaukasuslandes und der Umgang mit der Vergangenheit. Aber auch das Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie soll thematisiert werden ebenso wie die Vielfalt der georgischen Literatur, des Films und der Musik. Wir laden Sie herzlich ein, Georgien in Berlin mit allen Sinnen zu erleben! In Workshops gemeinsam traditionelle Tänze und Gesänge kennenzulernen, in Speed Datings mit Expertinnen und Experten einen persönlichen Zugang zum Land zu erhalten und von deren Fachwissen zu profitieren. Und die kulinarische Vielfalt der georgischen Küche zu entdecken. Am Abend tritt die Ethnojazz Band IRIAO auf, die Georgien dieses Jahr auf dem Eurovision Song Contest vertritt.

hier Anmelden

Termin: 19.05.2018, von 12:00 bis 22:30

Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Für: Allgemein interessiertes Publikum

Veranstalter: Bundeszentrale für politische Bildung

Anmeldung: > hier Anmelden
Eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Platzkapazitäten erforderlich.

Kontakt: Kateryna Stetsevych, kateryna.stetsevych@bpb.de

Bürgerservice der bpb:
Sie haben Fragen? Treten Sie mit unserem Bürgerservice in Kontakt:
Tel +49 (0)228 99515-0
Fax +49 (0)228 99515-113
E-Mail info@bpb.de
Twitter @frag_die_bpb

Pressekontakt: Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an die Pressestelle.

Wednesday, August 08, 2012

ANALYSE: Die Ukraine und Georgien. Ein Überblick über die Beziehungen in den letzten Jahren. Von Dr. Jenny Alwart (bpb.de)

Bundeszentrale für politische Bildung Logo(bpb.de) Die Beziehungen zwischen den Ukraine und Georgien werden
selten betrachtet, steht doch das Verhältnis der Ukraine zu den Nachbarn Russland und Polen im Vordergrund der Wahrnehmung. Die jüngsten Entwicklungen zeigen jedoch eingehende Bemühungen um konstruktive Beziehungen im postsowjetischen Raum der beiden Schwarzmeerstaaten.

Dr. Jenny Alwart

"Freundschaft" – "Druschba" – "Megobroba"

Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko (r.) und Georgiens Präsident Michail Saakaschwili (l.) bei einem Treffen in Kiew.
Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko (r.) und Georgiens Präsident Michail Saakaschwili (l.) bei einem Treffen in Kiew. (© AP)
"Die Georgier sind unsere Freunde“, sagte der ehemalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko in einer Rede kurz nach dem Augustkrieg 2008 zwischen Russland und Georgien. Er sprach in Tbilisi dem "befreundeten georgischen Volk“ seinen Gruß aus, betonte die Bedeutung der territorialen Integrität des Landes und versicherte den "teuren georgischen Freunden“ seine Solidarität. Auf georgischer Seite wird diese Sicht auf das Verhältnis beider Staaten geteilt – so ist Micheil Saakaschwili von der "jahrhundertealten Freundschaft des ukrainischen und georgischen Volkes“ überzeugt. Doch nicht nur rhetorisch sind die ukrainisch-georgischen Beziehungen in den letzten Jahren immer wieder als freundschaftlich charakterisiert worden. Sie sind auch tatsächlich durch zahlreiche Bemühungen um Kooperation und Austausch gekennzeichnet, die – in Abhängigkeit von den jeweiligen Präsidenten – unterschiedlich aktiv gestaltet werden.

Vom Entstehen demokratischer Initiativen zu einem neuen Stillstand

Eine entscheidende Grundlage für den politischen Austausch der letzten Jahre waren die Entwicklungen direkt nach der Erlangung der Unabhängigkeit der Ukraine und Georgiens im Jahr 1991. Nachdem im Juli 1992 diplomatische Beziehungen zwischen den Ländern aufgenommen worden waren, wurde am 13. April 1993 der "Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe zwischen der Ukraine und der Republik Georgien“ von den Präsidenten Leonid Kutschma und Eduard Schewardnadse unterzeichnet. Erst zehn Jahre später, mit der Rosen-Revolution in Georgien (2003) und der Orangen Revolution in der Ukraine (2004), konnten die Verbindungen aber entscheidend gestärkt und vorangebracht werden. Das Streben nach Demokratie und Rechtsstaatlichkeit verband die beiden Länder nun in besonderem Maße. Gemeinsame Ziele der Außenpolitik waren die Integration in EU und NATO und eine Weiterentwicklung regionaler Kooperationen.

Die Intensivierung politischer Beziehungen und das Bekenntnis zu demokratischer Entwicklung war von zahlreichen Treffen der Staatsoberhäupter begleitet. Bereits kurz nach der Orangen Revolution, sogar noch vor Juschtschenkos Vereidigung zum neuen Präsidenten, fand am 5. Januar 2005 ein Treffen zwischen ihm und Saakaschwili in den Karpaten statt. Hier wurde die "Karpaten-Deklaration“ unterzeichnet, die die Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass die "demokratische Welt“ beide Länder in ihrer weiteren Entwicklung unterstützen würde. "We are confident“, hieß es auf der Webseite von Präsident Saakaschwili, "that the Revolution[s] in Ukraine and Georgia represent the new wave of freedom in Europe, which will bring the ultimate victory of liberty and democracy throughout the European continent“.

Schon kurze Zeit später, am 25. März 2005, unterzeichneten Juschtschenko und Saakaschwili in Kiew die "Deklaration über die Entwicklung strategischer Zusammenarbeit zwischen Georgien und der Ukraine“. Hierin wurde bekräftigt, dass eine strategische Beziehung schon deshalb bestehe, weil beide Länder zu Europa und dem euro-atlantischen Raum gehörten, und es sei gemeinsames Ziel, Georgien und die Ukraine in die EU und die NATO zu bringen. Man müsse unter anderem bei der Demilitarisierung der Schwarzmeer-Region zusammenarbeiten und für eine Weiterentwicklung der GUAM (1997 gegründeter Zusammenschluss von Georgien, der Ukraine, Aserbaidschan und Moldova) sorgen. In Anknüpfung an die Karpaten-Deklaration wurde am 12. August 2005 die Bordschomi-Deklaration unterzeichnet. Sie enthält erneut das Bekenntnis zur Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft und die Überzeugung, dass Georgien und die Ukraine Mitglieder der "Europäischen Familie“ seien, die europäischen Werte und Geschichte teilten. In der Deklaration wurde die Schaffung einer "Community of Democratic Choice“ angekündigt, die eine Gemeinschaft von Demokratien "in diesem Teil Europas“ darstellen sollte. Weitere Präsidenten aus Ländern an Ostsee, Schwarzem und Kaspischem Meer (Baltic-Black-Caspian Sea region), die "unsere Vision von einem neuen Europa teilen“, wurden zur Teilnahme aufgerufen. Die "Declaration of the Countries of the Community of Democratic Choice“ wurde schließlich am 2. Dezember 2005 von den Präsidenten der Ukraine, Georgiens, Litauens, Lettlands, Estlands, Rumäniens, Moldovas, Sloweniens und Mazedoniens in Kiew unterschrieben, wobei auch Beobachter aus den USA, von der EU und OSZE anwesend waren. Mit dem Amtsantritt von Wiktor Janukowytsch im Februar 2010 änderten sich die politischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Georgien: Die Initiativen zur Stärkung von Demokratie kamen weitgehend zum Stillstand. Von georgischer Seite hatte schon längere Zeit eine gewisse Skepsis gegenüber Wiktor Janukowytsch bestanden, weil jener sich während des Augustkriegs 2008 – Russland folgend – für eine Anerkennung der Unabhängigkeit Süd-Ossetiens und Abchasiens ausgesprochen hatte. Er nahm diese Forderung allerdings zurück, nachdem er zum Präsidenten gewählt worden war, was von georgischer Seite begrüßt wurde.

Festzuhalten ist, dass Janukowytsch während seiner mittlerweile zweijährigen Amtszeit Tbilisi keinen offiziellen Besuch abgestattet hat. Anstelle von Präsidententreffen, wie sie in der Amtszeit Juschtschenkos stattgefunden hatten, finden Begegnungen nun auf Ebene der Minister statt. So war der georgische Außenminister Grigol Waschadse im Juni 2010 in Kiew, und im Juli 2011 besuchte der ukrainische Außenminister Kostjantyn Hryschtschenko Georgien. Die Stellvertretenden Ministerpräsidenten Serhij Tihipko und Giorgi Baramidse statteten einander mehrfach Besuche ab und nahmen an Sitzungen der Zwischenstaatlichen Wirtschaftskommission der Ukraine und Georgiens teil, woraus deutlich wird, dass die Interessen sich in jüngster Vergangenheit auf die Wirtschaft konzentrieren. Die Visumspflicht zwischen beiden Ländern bleibt weiterhin aufgehoben.

Georgischer "Wein der Freiheit“ in der Ukraine. Die Wirtschaftsbeziehungen

Am 5. Oktober 2010 wurde das Protokoll über Veränderungen in der "Übereinkunft zwischen der Regierung der Republik Georgien und der Regierung der Ukraine über den Freihandel“ vom 9. Januar 1995 ratifiziert. Dieses Protokoll war von den Regierungen Georgiens und der Ukraine am 17. Juni 2009 unterzeichnet worden und soll der Belebung der wirtschaftlichen Beziehungen dienen. Die Ukraine ist nach der Türkei und Aserbaidschan drittgrößter Handelspartner Georgiens. Die Ukraine exportiert Tabak, Sonnenblumenöl, Getreide, Milchprodukte, Stahlprodukte und elektronisches Zubehör nach Georgien. Der Export betrug im Jahr 2000 ca. 35 Mio. US-Dollar, im Jahr 2011 stieg er auf 706 Mio. US-Dollar (siehe Grafik 1). Im Jahr 2008 hatte er schon einmal fast 658 Mio. US-Dollar betragen, war dann aber eingebrochen. Der Import in die Ukraine aus Georgien besteht hauptsächlich aus Obst, Gemüse, Medikamenten, Wein, anderen alkoholischen Getränken, Mineralwasser, Erdöl und Produkten aus Stahllegierung. In den Jahren 2000 bis 2011 wuchs der Import von ca. 11 Mio. auf ca. 141 Mio. US-Dollar (siehe Grafik 1), mit Einbrüchen in den Jahren 2004 und 2009.

Der Transport von Gütern zwischen der Ukraine und Georgien wird hauptsächlich über das Schwarze Meer abgewickelt. Im Jahr 1998 wurde die Strecke Illitschiwsk/Odessa-Batumi, 1999 Illitschiwsk-Poti eröffnet. Diese Verbindungen werden von UkrFerry betrieben; laut Website des Unternehmens bestehen sie bereits seit Dezember 1996 im Rahmen von TRACECA (Transport Corridor Europe – Caucasus – Asia), auch "Neue Seidenstraße“ genannt. Besondere Bedeutung hatte der Schiffsverkehr direkt nach dem Augustkrieg, als der Landweg, der über Russland führt, nicht mehr genutzt werden konnte, weil der Grenzübergang Kasbegi/Oberer Lars geschlossen war.

Eine wichtige wirtschaftliche Unterstützung Georgiens durch die Ukraine war die Erhöhung des Imports von georgischem Wein und Bordschomi-Mineralwasser, nachdem Russland die Einfuhr beider Produkte Ende März 2006 wegen angeblicher Qualitätsmängel verboten hatte und damit ein zentraler Absatzmarkt für Georgien weggebrochen war. Die Ukraine wurde zu einem der Hauptabnehmer georgischen Weins. 2010 gingen 46 Prozent des georgischen Wein-Exports in die Ukraine. Wein aus Georgien wird seitdem in der Ukraine aktiv beworben. 2006 wurde beispielsweise eine Wirtschafts- und Handelsabteilung an der Botschaft Georgiens in der Ukraine eingerichtet, die unter anderem für die "Popularisierung“ georgischen Weins zuständig war. Während eines Treffens der GUAM in Kiew im selben Jahr wurde mit großen Werbeplakaten für den Konsum georgischen Weins geworben. Auf ihnen war ein Glas zu sehen, in das Rotwein eingegossen wird, und die Aufrufe lauteten: "Probier den Wein der Freiheit“ und "In ihm ist mehr Freiheit, als erlaubt ist!“ (siehe Abbildung 1). Die Werbeslogans spielten mit zwei Stereotypen: zum einen mit der Vorstellung von Georgien als dem Land der unbesiegbaren Freiheit und zum anderen mit dem Bild vom Volk des Weins und der Lebensfreude.

Relativ undurchsichtig ist das Thema Waffenhandel. Medienberichten zufolge war Georgien neben Kenia im Jahr 2008 – dem Jahr des Augustkriegs – der wichtigste Käufer ukrainischer Waffen. Nach dem Krieg machte Russland die Ukraine für Unregelmäßigkeiten im Waffenhandel mit Georgien verantwortlich, die bereits im Jahr 2007 erfolgt sein sollen. Daraufhin wurde vom Parlament am 2. September 2008 eine "Temporäre Untersuchungskommission zur Aufklärung der Umstände und Feststellung der Fakten zu den Lieferungen ukrainischer Kriegstechnik nach Georgien mit einer Verletzung der ukrainischen Gesetzgebung und von Normen des internationalen Rechts“ eingerichtet. Die Kommission stellte fest, dass die Waffenlieferungen von der Ukraine nach Georgien zwar gesetzmäßig und entsprechend den internationalen Abmachungen verlaufen seien. Allerdings sei die instabile Situation jener Zeit in Georgien nicht genügend berücksichtigt worden, und Waffenlieferungen im Vorfeld des Augustkriegs seien auf eine der Situation unangemessene Weise erfolgt. Die Ukraine habe damit nicht nur die Chance auf eine Vermittlerrolle vertan, sondern sei durch ihr unvorsichtiges Verhalten selbst beinahe in den Konflikt hineingezogen worden.

Nach dem Augustkrieg hieß es Moskau gegenüber, man habe den Waffenhandel eingestellt. So sagte Julija Tymoschenko im April 2009, die Ukraine würde keine Waffen mehr nach Georgien liefern. Die Frage der militärischen Zusammenarbeit wurde Anfang Februar 2012 erneut zum Thema, als der georgische Stellvertretende Ministerpräsident und Staatsminister für Fragen der europäischen und euroatlantischen Integration Georgi Baramidse der Zeitung Dserkalo tyschnja gegenüber äußerte, dass es – auch unter Janukowytsch – "kein Problem“ im Waffenhandel zwischen beiden Ländern gebe. Das staatliche Unternehmen Ukrspezeksport dementierte die Meldung umgehend – seit fast zwei Jahren seien keine Lieferungen von Kriegstechnik mehr nach Georgien erfolgt.

Kultur als Bühne für Freundschaftsbekundungen

Der kulturelle Austausch zwischen der Ukraine und Georgien wird, wenn er staatlich gefördert wird, von der politischen Elite dazu genutzt, um die Freundschaftlichkeit der Beziehungen zu betonen. So werden zum Beispiel Tage der ukrainischen Kultur in Georgien oder der georgischen Kultur in der Ukraine ausgerichtet. 2005 wurde sogar das "Jahr Georgiens in der Ukraine“ veranstaltet, das vom Stellvertretenden Ministerpräsidenten der Ukraine und vom Minister für Kultur, Denkmalschutz und Sport Georgiens koordiniert wurde. Im April–Mai 2010 fand im Nationalmuseum Georgiens in Tbilisi die Ausstellung "Art Voyage“ statt, in der ukrainische Kunst von den 1950er Jahren bis heute gezeigt wurde. Aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens der Kulturbeziehungen seit der Unabhängigkeit fanden im Mai–Juni 2011 georgische Filmtage in mehreren Städten der Ukraine statt, die von der georgischen Botschaft in der Ukraine unterstützt wurden. Zum zwanzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit Georgiens wurden in Kiew Ausstellungen gezeigt und Lesungen sowie Vorträge gehalten; die Veranstaltungen wurden unter dem Titel "Ukraine – Georgien: Zwei Herzen, eine Seele“ durchgeführt. Wichtige symbolische Momente waren die gemeinsamen Einweihungen von Denkmälern durch Juschtschenko und Saakaschwili. Dies betrifft unter anderem das Denkmal für den ukrainischen Dichter Taras Schewtschenko in Tbilisi im März 2007 (Abbildung 2), und das Denkmal für Schota Rustaweli im Juni 2007 in Kiew (Abbildungen 3 und 4). Gemeinsam legten Juschtschenko und Saakaschwili auch den Grundstein für das Freiheits-Denkmal in Tbilisi. Mit Unterstützung Juschtschenkos und Saakaschwilis wurde im März 2007 das „Institut für Ukrainistik“ an der Staatlichen Iwane Dschawachischwili-Universität in Tbilisi gegründet. An der Kiewer Nationalen Taras Schewtschenko-Universität wurde entsprechend ein Lehrstuhl für Kartwelologie geplant. Auf der größten Buchmesse in der Ukraine, dem jährlich stattfindenden „Verlagsforum“ in Lwiw, treten regelmäßig Schriftsteller aus Georgien auf. Literatur aus der Ukraine wiederum wurde auf der Ersten Schwarzmeer-Buchmesse ausgestellt, die vom 27. bis 30. Juni 2008 in Tbilisi stattfand. Sieht man einmal vom politisch unterstützten beziehungsweise dominierten Bereich der kulturellen Begegnung ab und stellt die Frage, wie die Bevölkerungen selbst das Verhältnis zwischen der Ukraine und Georgien einschätzen, kann das Abstimmungsverhalten beim Eurovision Song Contest als Indiz dienen. Die Ukraine nimmt an diesem 1956 gegründeten, jährlich stattfindenden Wettbewerb, dem größten für Popmusik weltweit mit mittlerweile 100 Mio. Fernsehzuschauern, seit 2003 teil, Georgien seit 2008. Im vergangenen Jahr stimmten die Bevölkerungen so positiv wie noch nie zuvor füreinander: Aus der Ukraine wurde für die georgische Band mit der zweithöchsten Punktzahl gestimmt, Georgien gab der Ukraine sogar die höchste Punktzahl.

Fazit

Die Ukraine galt für die politische Elite Georgiens insbesondere nach Rosen- und Oranger Revolution als „Leader der Region“ in den Annäherungsbestrebungen an die EU. Wenn man den Worten des georgischen Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Staatsministers für Fragen der europäischen und euroatlantischen Integration Georgi Baramidse glauben will, die er unlängst der ukrainischen Zeitung Dserkalo tyschnja gegenüber äußerte, bleibt dies auch weiterhin so. Georgien wiederum gilt in der Ukraine als Vorbild im postsowjetischen Raum für die erfolgreiche Bekämpfung von Korruption und erfolgreiche Umsetzung von Reformen. Die zahlreichen Bemühungen um Kooperation zwischen der Ukraine und Georgien sind von verbalen Bekräftigungen über die Freundschaft begleitet. Mitunter liegen rhetorische Geste und tatsächliche Kooperation jedoch recht weit auseinander. So sagte Saakaschwili im Oktober 2011: „Nie war das Verhältnis zwischen unseren Völkern besser als jetzt.“ Und Janukowytsch verlieh in einem Grußwort zum Unabhängigkeitstag Georgiens im Jahr 2010 seiner Überzeugung Ausdruck, dass sich die „traditionell warmen und freundschaftlichen ukrainisch-georgischen Beziehungen auch weiterhin vertiefen und zum Wohl der Völker der Ukraine und Georgiens entwickeln werden“. Tatsächlich aber finden Treffen derzeit nicht zwischen den Präsidenten, sondern auf der Ebene der Minister statt. Eine ähnlich enge Beziehung, wie jene zwischen Saakaschwili und Juschtschenko, die sogar noch eine symbolische familiäre Dimension bekam, als Juschtschenko Taufpate eines Saakaschwili-Sohnes wurde, besteht im Moment nicht. Die Freundschaftsbekundungen, die unabhängig von der Intensität der Beziehungen in den letzten Jahren gleichermaßen von Juschtschenko, Janukowytsch und Saakaschwili zu hören waren, sind als Rückgriff auf den sowjetischen Freundschafts-Topos und die Rede von den „Brudervölkern“ der Sowjetunion zu verstehen. Auch 20 Jahre nach der Erlangung der Unabhängigkeit und eingehenden Bemühungen, die sowjetische Vergangenheit abzulegen, funktioniert dieser Bezug weiterhin, um den Willen zur Zusammenarbeit in der Region zu bekräftigen.

Lesetipps

Kuzio, Taras: Strident, Ambiguous and Duplicitous. Ukraine and the 2008 Russia-Georgia War, in: Demokratizatsiya, 2009 (Vol. 17), No. 4, pp. 350–372.
Chronika 2000, Nr. 43/2001, Nr. 44/2001 und Nr. 47–48/2002 (Themenhefte Ukraine-Georgien. Erscheinungsort der Zeitschrift: Kiew).

Zur Person

Dr. Jenny Alwart ist Lehrbeauftragte am Global and European Studies Institute (GESI) und Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig. Zuletzt ist von ihr erschienen: Mit Taras Ševčenko Staat machen. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in der Ukraine vor und nach 1991. Böhlau-Verlag Köln, Weimar, Wien 2012 (Visuelle Geschichtskultur 8).

Tuesday, June 05, 2012

STUDIENREISE: Aserbaidschan gestern, heute und morgen (bpb.de)

(bpb.de) Aserbaidschan ist seit 2006 an der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) der Europäischen Kommission beteiligt, seit 2001 Mitglied des Europarates und im Oktober 2011 in den Weltsicherheitsrat gewählt worden. Leider findet – außer im Kontext des Eurovision Song Contest (ESC) – jedoch kaum eine (kritische) Berichterstattung über Aserbaidschan in Deutschland statt.

Aber auch nach dem ESC bleibt Aserbaidschan aus journalistischer und bildungspolitischer Perspektive spannend, das Land befindet sich in einer Phase des Auf- und Umbruchs: Während die Regierung das an Öl- und Gasvorkommen reiche Aserbaidschan als attraktiven Wirtschaftsraum und Reiseziel präsentieren möchte, drängen oppositionelle Gruppen auf einen demokratischen Wandel. Für beide Seiten schlug der ESC daher aus sehr unterschiedlichen Gründen eine Brücke nach Europa. Journalisten und Bürgerrechtler nutzten das Medieninteresse, um auf die Einschränkungen der Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Aserbaidschan hinzuweisen.

Nicht nur sie befürchten, dass sich die internationale Aufmerksamkeit nach dem Eurovision-Event wieder vom Land abwendet und die Situation Aserbaidschans und seine Rolle in den Beziehungen zu Nachbarländern und der Europäischen Union wieder nur noch in kleinen Fachkreisen diskutiert wird.

Dabei wächst Aserbaidschans außenpolitischer Einfluss. Das Land befindet sich, mit Grenzen zu Russland, Georgien, Iran und Armenien, in einem brisanten geopolitischen Umfeld. Dazu gehört auch die entscheidende Rolle Aserbaidschans im internationalen Poker um den Verlauf verschiedener Gaspipelineprojekte, wie Nabucco. Mit der Republik Bergkarabach, de facto selbständig aber völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörig, hat das Land zudem ein Gebiet mit seit über 20 Jahren ungeklärtem Status.

Die bpb-Studienreise "Aserbaidschan gestern, heute und morgen" greift alle diese Themen auf. Die Studienreisenden erkunden die Geschichte und die aktuelle Situation in Aserbaidschan und treffen sich mit Gesprächspartnern/innen aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Auf der Agenda stehen Auseinandersetzungen mit historischen, aktuellen und möglichen zukünftigen Kontroversen des Landes, in seiner ganzen Brisanz und Kontroversität.

Vorbereitungstreffen (obligatorisch): 19.10.2012

Termin
20.10.2012 bis 28.10.2012

Ort
Baku und Umgebung
Aserbaidschan

Für
Journalist/innen und Medienvertreter/innen sowie Multiplikator/innen der politischen Bildung, Meinungsführer/innen

Veranstalter
Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Anmeldung
Teilnahmegebühr: 990 Euro

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ehepartner/innen, Lebensgefährten/innen und Verwandte nicht gemeinsam für eine Studienreise berücksichtigen können, selbst wenn die Multiplikatoreneigenschaft auf beide zutrifft. Bewerbungen von Interessenten/innen, die aktiv im Berufsleben stehen, werden bei der Auswahl der Teilnehmenden grundsätzlich bevorzugt berücksichtigt. Die Auswahl der Teilnehmenden aus allen vorliegenden Bewerbungen behält sich die bpb vor. Bei der großen Zahl der Interessenten ist es uns leider nicht möglich, den Eingang jeder Anfrage eigens zu bestätigen. Die Reiseveranstaltungen sind als förderungswürdig im Sinne des § 7, Satz 1, Nr. 3 der "Verordnung über Sonderurlaub für Bundesbeamte und Richter im Bundesdienst" gemäß Richtlinien vom 01. August 1991 (GMBl. Nr. 25, S. 666) anerkannt. Für Landesbeamte/innen und Angestellte gelten die landesrechtlichen Regelungen über Sonder- bzw. Bildungsurlaub.

Die Einladung zur Teilnahme wird etwa ein Vierteljahr vor Beginn der Studienreise ausgesprochen.


Bitte beachten Sie auch die häufig gestellten Fragen zu den MOE-Studienreisen.

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Friday, June 18, 2010

REISEN IM SOZIALISMUS: Unerkannt durch Freundesland (welt.de)

Mit einem Trick durchstreiften wagemutige DDR-Bürger auf eigene Faust die Sowjetunion. Heute sind sie Manager, Professor oder Präsident

Wer "unerkannt durch Freundesland" reiste, den reizte nicht nur das Verbotene und Ungewisse, ihn trieb auch das Verlangen, dem Staat etwas Freiheit abzuringen; "sich etwas herausnehmen, was für einen nicht vorgesehen war", wie der 50-jährige Krüger heute sagt. Mit echter Reisefreiheit sei das nicht zu verwechseln, aber es sei eine Art "Lockerungsübung" gewesen. Nicht wenige, die das Abenteuer wagten, sind heute IT-Spezialisten, Verleger und Manager, aber auch Oberbürgermeister, Mathematikprofessor oder wie Thomas Krüger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.

Der ganze Artikel >>>

mehr:

artour MDR FERNSEHEN 03.06.2010 22:05 Uhr
"Transit" – Verbotenes Abenteuer Sowjetunion


"Transit - Illegal durch die Weiten der Sowjetunion"
Sieger des Globetrotter Reisebuchpreises 2010

Unerkannt durch Freundesland: www.unerkanntdurchfreundesland.de

AmazonShop: Books, Maps, Videos, Music & Gifts About The Caucasus

Sunday, March 08, 2009

BUCHMESSE LEIPZIG 2009: APuZ-Forum: Kaukasus - Krise ohne Ende (leipzig-liest.de)

13. März 2009, 14:30 - 15:00 Uhr

Die Autoren des kurz vor der Messe erscheinenden APuZ-Heftes zum Kaukasus diskutieren über die aktuelle Situation nach dem Krieg in Georgien und die Perspektiven der Region

Veranstalter Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Ort Sach- und Fachbuchforum, Halle 3, Stand H300

Obwohl der Georgienkrieg erst ein halbes Jahr zurückliegt und für kurze Zeit die gesamte Welt in Atem hielt, ist die Kaukasusregion heute kaum mehr in den Medien präsent. Eine Woche vor Erscheinen einer aktuellen Ausgabe der bpb-Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ) zum Thema "Kaukasus" diskutieren mehrere Kaukasus-Experten aus Deutschland und der Region über die aktuelle Lage und die Frage, wie die Zukunft dieser konfliktbelasteten Region aussehen könnte.

Teilnehmer
  • Tamuna Gurchani, Kuratorin beim Südkaukasischen Dokumentarfilmfestival über Frieden und Menschenrechte, Tbilissi/Georgien
  • Walter Kaufmann, bis 2008 Leiter des Regionalbüros Südkaukasus der Heinrich-Böll-Stiftung in Tbilissi/Georgien, Autor in der APuZ 13/2009 (Kaukasus)
  • Silvia Stöber, Tagesschau-Korrespondentin

    Moderation: Johannes Piepenbrink, Bundeszentrale für politische Bildung
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse, dem wichtigsten Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche, statt. Hier treffen sich Verlage, Autoreninnen und Autoren, Leserinnen und Leser sowie Journalisteninnen und Journalisten. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb präsentiert sich mit ihrem gesamten Sortiment, mit Klassikern wie den "Schwarzen Heften", mit Neuerscheinungen, aber auch mit multimedialen Produkten sowie zahlreichen Veranstaltungen.

Termin
13.03.2009

Ort
Leipziger Buchmesse, Messegelände Sach- und Fachbuchforum, Halle 3, Stand H300

Veranstalter
Bundeszentrale für politische Bildung

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