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Wednesday, February 15, 2017

DOKUMENTATION: Aghet - Ein Völkermord an den Armeniern. Ein Film von Eric Friedler



Der Dokumentarfilm "Aghet" (armenisch: "die Katastrophe") von Eric Friedler erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des 1. Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern, bei dem bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanisch-Türkischen Reich starben.

AGHET – Ein Völkermord, der 90-minütige Dokumentarfilm (armenisch: “die Katastrophe”), erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkriegs: dem Genozid an den Armeniern.

Zwischen 1915 und 1918 wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich (heute Türkei) ermordet. Dieser Völkermord, der sich am 24. April 2012 zum 97. Mal gejährt hat, wurde von Raphael Lemkin, dem Schöpfer der 1948 von der UN verabschiedeten Anti-Genozid-Konvention, als der erste systematisch ausgeführte Völkermord des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er wird allerdings bis heute von den Verantwortlichen und ihren Nachkommen geleugnet und von der Welt weitgehend verdrängt. Wie konfliktgeladen das Thema des armenischen Völkermords noch immer in der Türkei ist – und für diejenigen, die es kritisch in die Öffentlichkeit tragen, oft sogar lebensgefährlich – zeigen die Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den Nobelpreisträger Orhan Pamuk.


Seit Jahren beschäftigt sich Autor und Regisseur Eric Friedler (“Das Schweigen der Quandts”, 2007) mit den politischen Motiven, die noch heute stark genug sind, um die historische Tatsache des Armenier-Genozids zu verschweigen und zu unterdrücken. Er sprach mit internationalen Regierungschefs und der intellektuellen Elite der Türkei, befragte Historiker, Zeitzeugen und Wissenschaftler in der Türkei, Deutschland, USA, Frankreich, Syrien und Armenien, aber auch Vertreter der weltweiten armenischen Diaspora wie den Boxer Arthur Abraham, den französischen Minister Patrick Devedjan oder den ehemaligen armenischen Außenminister Rafi Hovannisian.

mehr dazu: aghet1915.wordpress.com

weitere links:   
Aghet - Ein Völkermord - Diskussion 1 [phoenix.de] 
Aghet - Ein Völkermord - Diskussion 2 [phoenix.de]
Aghet - ein Völkermord [3sat] 
Fernsehfilm "Aghet – ein Völkermord": "Das ganze Land war ein Schlachthaus". Von Michael Thumann [zeit.de]
»Aghet war der erste Völkermord in der Geschichte des 20. Jahrhunderts« [http://sz-magazin.sueddeutsche.de]

GESCHICHTE: Theater Konstanz Podiumsdiskussion (2014): 1915 - Der Völkermord an den Armeniern


13.04.2014 | STADTTHEATER
»1915: DER VÖLKERMORD AN DEN ARMENIERN« - EINE GESCHICHTSLÜCKE

PODIUMSDISKUSSION IM RAHMENPROGRAMM ZU »DAS MÄRCHEN VOM LETZTEN GEDANKEN«

Das Erscheinen des Buches "1915: Ermeni Soykırımı" (1915: Der Völkermord an den Armeniern) 2012 löste einen Skandal in der Türkei aus. Der türkische Journalist Hasan Cemal benutzt nicht nur das Wort "Völkermord", sondern setzt sich auch mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinander: Sein Großvater Cemal Pascha war Hauptverantwortlicher der gezielten Massentötungen und -deportationen von Armeniern im Osmanischen Reich. Wie schwierig und politisch hoch aktuell die Aufarbeitung des Völkermords ist, haben die Proteste und die Demonstration rund um die Premiere von Edgar Hilsenraths "Das Märchen vom letzten Gedanken" gezeigt. Aufgrund des großen Diskussionsbedarfs, lädt das Theater Konstanz am Sonntag, 13. April 2014, 18 Uhr, zu einer Filmdokumentation und anschließend, um 20 Uhr, zur Podiumsdiskussion ins Stadttheater ein.

Der 90-minütige Film von Eric Friedler aus dem Jahr 2010 beleuchtet die Hintergründe der schwierigen Aufarbeitung und zeichnet den Verlauf des Völkermords auf der Grundlage zahlreicher historischer Quellen nach. Anschließend diskutieren die Wissenschaftlerin Seyhan Bayraktar, der Rechtsanwalt Erdal Dogan, Patrak Estukyan (Redaktion der armenisch-türkischen Wochenzeitung Agos), Dr. Raffi Kantian (Deutsch-Armenische Gesellschaft) und Dr. Ali Söylemezoglu den aktuellen politischen Diskurs in der Türkei, Armenien und Deutschland und die Möglichkeiten einer Aufarbeitung. Moderieren wird Wolfgang Koydl, der ehemalige Türkei-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Sonntag, 13. April 2014 - Stadttheater

Eine nächste Podiumsdiskussion wird es - am Donnerstag, 16. Februar, Beginn 19 Uhr, Landratsamt Konstanz (Benediktinerplatz 1). Eintritt ist frei - geben! mehr dazu hier: Armenien-Ausstellung: Landratsamt Konstanz bleibt unter Druck [suedkurier.de]