Georgien und die faszinierende Kaukasusregion gehört mit seiner Tier- und Pflanzenwelt zu den reichsten und gleichzeitig bedrohtesten Naturschätzen der Erde.
Die “Kaukasus-Ökoregion” ist ein biologischer Schmelztiegel. Hier gibt es Pflanzen- und Tierarten aus Europa, Asien und Afrika sowie ganz spezielle kaukasische Besonderheiten, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind. Gegenwärtig stehen zehn Prozent der Kaukasus-Ökoregion unter Naturschutz, doch ist unser Naturerbe nach wie vor gefährdet, und es muss in Zukunft noch viel getan werden. Wir müssen Schutzgebiete erweitern und neue ausweisen,
Habitat-Korridore schaffen und grenzüberschreitende Ansätze im Schutzgebietsmanagement weiterentwickeln.
In Georgien liegt die Zuständigkeit für den Schutz und Erhalt der Natur bei der Agency of Protected Areas. Abgesehen von den Aufgaben des Naturschutzes, der Wissenschaft, Forschung und Umweltbildung kümmern wir uns um die Interessen der einheimischen Bevölkerung in den jeweiligen Gebieten und sind bestrebt,
den dortigen Lebensstandard zu verbessern. Dabei ist eine nachhaltige Tourismusentwicklung zu einem Schlüsselthema geworden, da dies die Möglichkeit bietet, zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen und gleichzeitig verantwortlich mit der Natur umzugehen.
Neben der Wertschätzung des Naturerbes aus nationaler Sicht ist es unabdingbar, dass wir unseren Beitrag zu einem funktionierenden Netzwerk von Schutzgebieten leisten und uns um die Kaukasus-Ökoregion in ihrer Gesamtheit kümmern. In diesem Zusammenhang möchte ich dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der KfW für ihr aktives Engagement danken, das sie seit über einem Jahrzehnt in unserer Region
zeigen. Ein Großteil der Fortschritte, die wir in der Vernetzung und Entwicklung von Schutzgebieten gemacht haben, ist als Ergebnis dieser langjährigen Zusammenarbeit zu sehen.
Schlussendlich ist auch die vorliegende Publikation auf der Basis des Engagements und des eingespielten Teamworks von begeisterten Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen entstanden. Ihnen allen gebührt unser Dank. Die Erstellung dieser Broschüre ist Teil eines grenzübergreifenden Förderprogramms für Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Auf diese Weise war es möglich, einzelne Themen und Sichtweisen regional zusammenzuführen und einen gemeinsamen Ansatz zur Vermarktung eines naturorientierten Tourismus im Südlichen Kaukasus zu entwickeln.
Diese Broschüre spiegelt inhaltlich die Ergebnisse von Diskussions- und Abstimmungsprozessen mit regionalen und lokalen Vertretern der Naturschutz- und Tourismusorganisationen, Schutzgebietsverwaltungen und von Reiseveranstaltern wider. Die Informationen, die sie zusammengestellt haben, zeigen die Besonderheiten der Schutzgebiete auf und geben Hinweise zum Naturerleben für Gäste, die bereit sind, das sensible Gleichgewicht der Ökosysteme in unseren Schutzgebieten zu respektieren. Wir sind uns bewusst, dass die Umsetzung eines nachhaltigen Tourismus ein kontinuierlicher Prozess ist, der noch viele Aufgaben für uns bereithält, und wir sind entschlossen auf diesem Weg weiterzugehen. Letztendlich wird ein nachhaltiger Tourismus, verbunden mit dem
Gedanken unser wertvolles Naturerbe zu schützen, sowohl für das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung als auch für den Schutz der biologischen Vielfalt ausschlaggebend sein.
Die vorliegende Broschüre soll Begeisterung für die Naturwunder Georgiens und der KaukasusÖkoregion wecken und Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig es ist, diesen Schatz zu bewahren.
Rati Japaridze,
Vorsitzender der georgischen Agency of Protected Areas
Broschüre: Legenden der Natur - REC Caucasus [rec-caucasus.org]
Mehr:
legendsofnature.org/deutsch/georgien
facebook.com/Rec Caucasus
South Caucasus Regional Exchange Platform on Biodiversity and Ecosystem Services [rbesp.rec-caucasus.org]
Showing posts with label Naturschutz. Show all posts
Showing posts with label Naturschutz. Show all posts
Wednesday, August 02, 2017
NATIONALPARKS: Legenden der Natur. Schutzgebiete im Südlichen Kaukasus. (2013)
Labels:
BMZ,
KfW,
Nationalpark,
Nature,
Naturschutz,
NGO,
Oecology,
Rati Japaridze,
Rec Caucasus,
South Caucasus
Wednesday, June 10, 2009
NATURSCHUTZ: NABU verstärkt Engagement im Kaukasus - Repräsentanz eröffnet (nabu.de)
Tschimpke: Bergwaldschutz und umsichtigen Ökotourismus fördern
Majkop/Adygea - Der NABU verstärkt sein Engagement zum Schutz der biologischen Vielfalt im Kaukasus. Aus diesem Anlass hat der Verband am Dienstag eine Repräsentanz/Projektbüro Kaukasus in der Hauptstadt der Republik Adygea /Russische Föderation in Majkop eröffnet. Der NABU betreut im Kaukasus bereits mehrere Projekte unter anderem zum Schutz der gefährdeten Bergwisente, der Nordmanntannen und zur Umweltbildung.
Die biologische Vielfalt in dieser besonders artenreichen Region ist sowohl durch die zunehmende Wilderei im Weltnaturerbegebiet „Westkaukasus“ sowie durch die Erschließung der Region für die Olympischen Spiele 2014 in Sotchi gefährdet, die mit einer erhöhten Lärmbelästigung, Verbauung und Umweltverschmutzung verbunden ist.
„Vor diesem Hintergrund muss rasch eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bergwälder erarbeitet und die Bedeutung einer umsichtigen Erschließung durch den Ökotourismus aufgezeigt werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Eröffnung der NABU-Repräsentanz.
Der Ökotourismus und dessen Verknüpfung mit Waldwirtschaft und Naturschutz als Maßnahme für die nachhaltige Nutzung in der kaukasischen Gebirgsregion und für den Schutz der biologischen Vielfalt ist auch das Thema eines mehrtägigen internationalen Symposiums in Majkop mit Vertretern der UNESCO, des NABU sowie Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft der Republik Adygea, der Russischen Föderation und Deutschland.
Die Gebirgsregion des Westkaukasus gehört zu den weltweit bedeutenden Naturreichtümern und ist ein wichtiger Bestandteil der genetischen und ökologischen Vielfalt im Kaukasus. In der Region sind rund 4.000 Pflanzenarten und rund 380 Wirbeltierarten nachgewiesen, von denen eine Mehrzahl nur im Westkaukasus vorkommt oder aber in der Roten Liste der Russischen Föderation geführt wird. Das seit 1999 von der UNESCO anerkannte Weltnaturerbegebiet „Westkaukasus“ feiert in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen. Mit einer Fläche von 3000 Quadratkilometern ist es ein wichtiger Rückzugsraum für den Kaukasischen Bergwisent und den Kaukasus-Leopard. Zudem existieren noch größtenteils geschlossene Wälder mit Traubeneichen, Orientalischen Buchen und Nordmanntannen.
Für Rückfragen:
Anna Sanner
Assistenz Projektbüro Internationales
0174-2151070.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Bonn - Veröffentlicht von pressrelations
Majkop/Adygea - Der NABU verstärkt sein Engagement zum Schutz der biologischen Vielfalt im Kaukasus. Aus diesem Anlass hat der Verband am Dienstag eine Repräsentanz/Projektbüro Kaukasus in der Hauptstadt der Republik Adygea /Russische Föderation in Majkop eröffnet. Der NABU betreut im Kaukasus bereits mehrere Projekte unter anderem zum Schutz der gefährdeten Bergwisente, der Nordmanntannen und zur Umweltbildung.
Die biologische Vielfalt in dieser besonders artenreichen Region ist sowohl durch die zunehmende Wilderei im Weltnaturerbegebiet „Westkaukasus“ sowie durch die Erschließung der Region für die Olympischen Spiele 2014 in Sotchi gefährdet, die mit einer erhöhten Lärmbelästigung, Verbauung und Umweltverschmutzung verbunden ist.
„Vor diesem Hintergrund muss rasch eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bergwälder erarbeitet und die Bedeutung einer umsichtigen Erschließung durch den Ökotourismus aufgezeigt werden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Eröffnung der NABU-Repräsentanz.
Der Ökotourismus und dessen Verknüpfung mit Waldwirtschaft und Naturschutz als Maßnahme für die nachhaltige Nutzung in der kaukasischen Gebirgsregion und für den Schutz der biologischen Vielfalt ist auch das Thema eines mehrtägigen internationalen Symposiums in Majkop mit Vertretern der UNESCO, des NABU sowie Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft der Republik Adygea, der Russischen Föderation und Deutschland.
Die Gebirgsregion des Westkaukasus gehört zu den weltweit bedeutenden Naturreichtümern und ist ein wichtiger Bestandteil der genetischen und ökologischen Vielfalt im Kaukasus. In der Region sind rund 4.000 Pflanzenarten und rund 380 Wirbeltierarten nachgewiesen, von denen eine Mehrzahl nur im Westkaukasus vorkommt oder aber in der Roten Liste der Russischen Föderation geführt wird. Das seit 1999 von der UNESCO anerkannte Weltnaturerbegebiet „Westkaukasus“ feiert in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen. Mit einer Fläche von 3000 Quadratkilometern ist es ein wichtiger Rückzugsraum für den Kaukasischen Bergwisent und den Kaukasus-Leopard. Zudem existieren noch größtenteils geschlossene Wälder mit Traubeneichen, Orientalischen Buchen und Nordmanntannen.
Für Rückfragen:
Anna Sanner
Assistenz Projektbüro Internationales
0174-2151070.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Bonn - Veröffentlicht von pressrelations
Labels:
Caucasus,
NABU,
Nature,
Naturschutz,
Olympic Games,
Sotchi
Subscribe to:
Posts (Atom)











