Auf einem Video soll zu sehen sein, wie einer der Priester Todesdrohungen gegen Homosexuelle bei der Kundgebung am 17. Mai ausspricht. Bisher waren vier junge Leute wegen ihrer Beteiligung an den Ausschreitungen jeweils zu umgerechnet etwa 45 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Bei den Krawallen in der Hauptstadt Tbilissi waren etwa 30 Personen verletzt worden. Homosexualität ist in Georgien zwar nicht verboten, wird aber von weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt.
Friday, May 24, 2013
GEORGIEN: Ermittlungen gegen Priester nach Ausschreitungen gegen Homosexuelle (dpa - nzz.ch)
Auf einem Video soll zu sehen sein, wie einer der Priester Todesdrohungen gegen Homosexuelle bei der Kundgebung am 17. Mai ausspricht. Bisher waren vier junge Leute wegen ihrer Beteiligung an den Ausschreitungen jeweils zu umgerechnet etwa 45 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Bei den Krawallen in der Hauptstadt Tbilissi waren etwa 30 Personen verletzt worden. Homosexualität ist in Georgien zwar nicht verboten, wird aber von weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt.
Tuesday, May 21, 2013
PRESSEMITTEILUNG: Demonstration gegen homophobe Ausschreitungen und für den säkularen und toleranten Staat in Georgien
Am 17. Mai 2013 haben georgische Staatsbürger in der Hauptstadt Tbilissi anlässlich des "internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie (IDAHO)" gegen Intoleranz und Homophobie eine Schweigedemonstration veranstaltet. Mehrere tausend Gegendemonstranten, die von Priestern der georgisch-orthodoxen Kirche angeführt wurden, durchbrachen die Polizeiabsperrungen und griffen die LGTB-Aktivisten/innen an. Die Priester riefen außerdem zur Gewalt gegen Homosexuelle und MenschenrechtlerInnen auf und sprachen Morddrohungen aus. Nur mit großer Mühe und nach langem Zögern, gelang es der Polizei die LGTB-Aktivisten/innen vor der exzessiven Gewalt der Ultraorthodoxen zu schützen und mit Bussen in Sicherheit zu bringen. Die Ultraorthodoxen bewarfen die Busse daraufhin mit Steinen und versuchten weiterhin Gewalt gegen die LGBT-Aktivisten/innen auszuüben. Es gab viele Verletzte.
Die Regierung Iwanischwili ist, trotz der verbalen Verurteilung der Gewalt untätig geblieben. Die Folge dieser Untätigkeit ist eine Hexenjagd auf Homosexuelle in der Hauptstadt Tbilissi. Mehrere Aktivisten/innen berichten von anhaltenden Schikanen. Inakzeptabel und empörend waren Äußerungen einiger Vertreter der parlamentarischen Mehrheit, die LGTB-Aktivisten/innen hätten durch ihre Kundgebung die Gewalt provoziert. Heute geht es nicht nur um die Rechte einer Minderheit, sondern um die demokratische Grundordnung Georgiens. Wenn die georgisch-orthodoxe Kirche die Grundsätze der Verfassung nicht anerkennt, den georgischen Staatsbürgern ihr Recht auf freie Entfaltung abspricht, zur Gewalt aufruft, Gewalt ausübt und diese Gewalt außerdem noch unbestraft bleibt, dann ist die Regierung nicht in der Lage, die demokratische Grundordnung in Georgien zu schützen und aufrechtzuerhalten.
Wir fordern den georgischen Staat zum Schutz aller seiner Bürger und zur Einhaltung der Verfassung auf!
Wir fordern die juristische Verfolgung aller Gewalttäter, seien es Geistliche oder Privatpersonen!
Wir fordern die Deutsche Bundesregierung auf, die georgische Regierung zum Schutz der Freiheit und Demokratie in Georgien zu ermahnen!
Wir fordern deutsche Stiftungen auf, Finanzierung der georgisch-orthodoxen Kirche einzustellen!
Monday, September 24, 2012
FEATURE: Georgia Protests: One Demonstration, With Many Interpretations (rferl.org)
Wednesday, June 10, 2009
PR: Georgia: Violent attacks on peaceful demonstrators in Tbilisi (unhcr.org)
FIDH and HRIDC joint press-release
Paris-Tbilisi, April 24, 2009 – The International Federation for Human Rights (FIDH) and its member organisation Human Rights Center (HRIDC) express their concerns on the repeated acts of harassment and violence directed at peaceful demonstrators in the capital Tbilisi.
On April 9 2009, thousands of peaceful demonstrators from the opposition have started to gather in the capital Tbilisi, calling for the resignation of President Saakashvili. The protests are ongoing to this day.
According to information gathered by HRIDC, violent attacks on demonstrators have been occurring almost every day. Dozens of demonstrators have been attacked while on their way back home in the evening, by unknown assaillants often wearing masks and armed with batons (e.g. the popular singer Z. Manjavidze was attacked on his way back home from the protest on April 15). In most instances, the attackers rode luxury cars and used them to corner their victims and render their escape impossible (e.g. I. Khukhuneishvili, O. Chelidze, N. Archavadze and E. Baramidze had their way blocked by 3 jeeps on April 10). All attacks seem to follow the same pattern, to target specifically figures from the opposition and/or activists taking part in the protest. Testimonies point to the lack of reaction from the police, who in some cases stands accused of turning a blind eye to the attacks.
FIDH and HRIDC call upon the Georgian authorities: here >>>










