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Saturday, October 07, 2017

VIDEO: Ethnic minorities in Georgia - via @takosvanidze



National minorities who live in towns and villages across Georgia usually have a common problem - poor knowledge or lack of knowledge of the state language. This forces them to be in an ‘information vacuum’, where they are cut off from social and political life of Georgia and consequentially, have a weak interest in the elections.

Journalist: Tamar Svanidze
Camera Operator: Ramaz Giorgashvili
Film was made within the project of Internews Georgia

VIDEO: "The Last" Doc Film about life in Georgian mountain villages



Director: Aleksandr Rekhviashvili
DP: Paata Kereselidze
Editing: Saba Amirejibi

Thursday, September 07, 2017

DOK FILM FESTIVAL: Import/Export - Georgischer Film im Grenzverkehr - Länderfokus in Leipzig 2017 (dok-leipzig.de)

(dok-leipzig.de) DOK Leipzig 30. Oktober – 5. November 2017
60. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Filme aus Georgien liegen im Trend. Seit einigen Jahren bekommen sie die Aufmerksamkeit von internationalen Filmfestivals und zunehmend auch von Weltvertrieben. Im Landesinneren schwelt unterdessen noch ein Generationenkonflikt, denn aufstrebende Filmschaffende wenden sich vom kulturellen Raum der ehemaligen Sowjetunion ab und wollen sich an breiteren europäischen Diskursen beteiligen. Wie werden dieser Wandel und die Ablösung von der sowjetischen Vergangenheit im Dokumentarischen reflektiert?

Der Länderfokus Georgien bildet die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre ab und hinterfragt kritisch, ob sich die Machart der Filme ändert, wenn die ganze Welt auf diese zu blicken scheint.

The Dazzling Light of Sunset (2016); Regie: Salomé Jashi
Die Regisseurin Salomé Jashi entwirft in The Dazzling Light of Sunset ausgehend von einem lokalen TV-Sender ein Stimmungsbild einer georgischen Kleinstadt. Jashi reflektiert dabei etwas, das in vielen der ausgewählten Filme mitschwingt: die Auseinandersetzung mit dem Selbstbild der Georgier/innen, die als modern wahrgenommen werden wollen, und dem vermeintlichen Fremdbild, das einem Vorzeige-Image zuwiderlaufen könnte. Die skateboardfahrenden Jugendlichen in When the Earth Seems to Be Light verkörpern dagegen eine universelle Jugendkultur, sind dann aber doch ganz in ihrer Region verhaftet, wenn durch abrupte Gegenschnitte auf Staßentumulte das Dahindriften der jungen Leute irritieren. Es ist offenkundig, das sich nicht nur der Filmmarkt im kaukasischen Land gewandelt hat, das ganze Land befindet sich seit 1989 im Umbruch und sucht nach einem eigenen Platz zwischen Ost und West.


When the Earth Seems to Be Light (2015); Regie: Salome Machaidze, Tamuna Karumidze, David Meskhi
In den Filmen dieser sogenannten Neuen Georgischen Welle werden keine zeitgenössischen Tendenzen ausgelassen, anders als beim sowjetischen Dokumentarfilm, der viel mit suggestiver Musik und gedankenführendem Kommentartext arbeitete, um keine politisch ungewollte Interpretationen zuzulassen. Heute verwenden einige Filmschaffende beispielsweise Mittel der dokumentarischen Inszenierung und rücken in die Nähe des Spielfilms, etwa Nino Kirtadzes Don’t Breathe oder Rati Onelis Langfilm-Debüt City of the Sun. Rati Oneli fängt die schrumpfende ostgeorgische Stadt Tschiatura vor dem Hintergrund einer gewaltigen Naturkulisse ein. Wurden im umliegenden Gebirge einst Mengen an Mangan abgebaut, liegt das Bergwerk heute fast brach und hinterlässt eine geisterhaft wirkende Stadt. Bei Vakhtang Jajanidzes Exodus sind die Grenzen zwischen Dokumentarfilm und Fiktion kaum noch auszumachen.

Wenn Heinz Emigholz in 2+2=22 [The Alphabet] schließlich die deutsche Band Kreidler bei deren Albumaufnahmen in Tiflis begleitet und den Ort mit besonderem Blick auf die Architektur filmt, schafft er Bilder, die es so von der georgischen Hauptstadt noch nicht gegeben hat – ein wertvoller Blick von außen.

Begleitend zum Länderfokus gibt es eine Paneldiskussion, in dem das Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Sichtweisen auf den georgischen Film thematisiert wird: der sehnsüchtige Blick des westlichen Publikums auf Geschichten osteuropäischer Länder und die zweifelnde Selbstreflexion georgischer Filmemacher/innen.

Der Länderfokus Georgien wurde kuratiert von Zaza Rusadze, Filmemacher, Produzent und Mitglied der Auswahlkommission von DOK Leipzig. Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung.

Mit ihrer Filmreihe „Female Gazes from Georgia – Contemporary Documentaries“ fördert die Heinrich Böll Stiftung georgische Regisseurinnen und tourt durch vier weitere Städte.

In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung

Filme Länderfokus

2+2=22 [The Alphabet] | Heinz Emigholz | Germany | 2017 | 82 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

Altzaney | Nino Orjonikidze, Vano Arsenishvili | Georgia | 2009 | 31 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

City of the Sun (original title: Mzis qalaqi) | Rati Oneli | Georgia, USA, Qatar, Netherlands | 2017 | 100 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

Don’t Breathe (original title: La Faille) | Nino Kirtadze | France | 2014 | 86 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

Exodus (original title: Gamosvla) | Vakhtang Jajanidze | Georgia | 2015 | 15 min. | without dialogue/ subtitles | Documentary Film

Horizon | Dato Kiknavelidze | Georgia | 2017 | 5 min. | without dialogue/ subtitles | Animated Film

Li.Le | Natia Nikolashvili | Georgia | 2017 | 10 min. | without dialogue/ subtitles | Animated Film

Madonna (original title: Madona) | Nino Gogua | Georgia | 2014 | 58 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

Sunny Night (original title: Sonnige Nacht) | Soso Dumbadze, Lea Hartlaub | Georgia | 2017 | 85 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

Sovdagari | Tamta Gabrichidze | Georgia | 2016 | 22 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

The Dazzling Light of Sunset | (original title: Daisis miziduloba) | Salomé Jashi | Georgia, Germany | 2016 | 74 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

The Machine Which Makes Everything Disappear | (original title: Manqana, romelic kvelafers gaaqrobs) | Tinatin Gurchiani | Georgia, Germany | 2012 | 101 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

When the Earth Seems to Be Light | (original title: Roca dedamiwa msubuqia) | Salome Machaidze, Tamuna Karumidze, David Meskhi | Georgia, Germany | 2015 | 80 min. | OV with English subtitles | Documentary Film

Friday, March 03, 2017

DOKUMENTARFILM: In Georgien. Von Jürgen Böttcher alias Strawalde in Berlin

Im BABYLON BERLIN | DOK – DDR – Umsonst, 4 MÄRZ | 17:45 UHR

Dokumentarfilm IN GEORGIEN
Regie: Jürgen Böttcher
DE · 1987 · Laufzeit 105 Minuten

Rosa-Luxemburg-Str. 30
10178 BERLIN, Deutschland
4 Wochen, über 180 Filme aus 44 Jahren


EINTRITT FREI FÜR ALLE FILME!

Eine Ausstellung über den georgischen, naiven Maler Niko Pirosmani (1862-1918) weckte in Jürgen Böttcher den Wunsch, einen Film über dieses vorderasiatische Land zu drehen. Erst zwei Jahrzehnte später, in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre erhält der Regisseur das erste Mal die Genehmigung, im Ausland zu drehen. Ausgehend von der mittelalterlichen Hauptstadt und dem religiösen Zentrum Mzcheta fährt das Filmteam in das pulsierende Tiflis zu den Bildern von Niko Pirosmanaschwili. In Kachetien, der Heimat Pirosmanis, begegnen die Reisenden aserbaidschanischen Hirten bei der Schafschur, einem Bauern mit Eselskarre samt Weinpresse und immer wieder der georgischen Gastfreundschaft. So führt ihr Interesse an einem prächtigen Granatapfelbaum zu einem spontanen Picknick mit viel Wein und Gesang. Am Schwarzen Meer in Batumi (Adsharien), der Legende nach das Land des Goldenen Vlies und der Argonauten, zeigt Böttcher die Welt eines Vergnügungsparks. Die letzten Stationen führen in den hohen Kaukasus Swanetiens nach Mestia und Uschguli, deren Wehrtürme inzwischen zum Unesco-Welterbe gehören.

1988 erhielt "In Georgien" ganz im Zeichen der Glasnost-Politik eine Einladung des Forums der Berlinale.

Mehr hier: viennale.at