(in-tiflis.de) Zwischen dem 19. März und 8. April 2014 in München
Fünf Veranstaltungen widmen sich in diesem Frühjahr im Münchner Gasteig der gegenwärtigen Kultur und Gesellschaft Georgiens. Ein eindrucksvolles Porträt des aufstrebenden Landes setzt sich wie ein Mosaik zusammen aus der Darstellung des Lebensalltags von Menschen in der Hauptstadt Tiflis und aus dem jüngsten Schaffenswerk von Künstlern und Literaten.
Das südkaukasische Land Georgien war in den gut 20 Jahren seit dem Zerfall der Sowjetunion zunächst von Not, fehlender Infrastruktur, Alltagskriminalität und Korruption geprägt, befindet sich jedoch nun in einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs, demokratische Aufbruchsstimmung macht sich breit. Wie spiegelt sich dies im Leben einzelner Menschen wider?
In einer Fotoausstellung samt begleitender Buchpublikation porträtiert die Münchnerin Lisa Fuhr
34 Menschen in Tiflis und spürt somit die heutige gesellschaftliche Realität Georgiens auf. Begleitend dazu finden eine Lesung mit bekannten Autoren des Landes, ein Chorkonzert mit georgischer Musik in ihrer typischen Polyphonie, die Vorführung eines jungen, vielfach international prämierten Dokumentarfilmes und ein Vortrag zur neueren Geschichte des Landes statt:
FOTOAUSSTELLUNG „Tiflis – Leben in einer neuen Zeit"
19. März bis 8. April 2014. Gasteig München, Glashalle 1. OG – Eintritt frei
Lisa Fuhr, Fotografin, Projektinitiatorin und Veranstalterin, begegnete 34 Menschen in Tiflis, die verschiedenen Generationen, sozialen Milieus und ethnischen oder religiösen Gemeinschaften angehören. Manche sind noch von der sowjetischen Zeit geprägt, andere haben kaum mehr Erinnerung daran. Für manche haben sich die Lebensperspektiven zum Positiven verändert, andere mussten sich von ihren ursprünglichen Lebensentwürfen verabschieden und sich völlig neu positionieren. Die Menschen werden in ihrem unmittelbaren Umfeld gezeigt, ob zu Hause oder am Arbeitsplatz, und sind als Porträts in Form von Bild und Text ausgestellt.
PUBLIKATION "Tiflis - Leben in einer neuen Zeit: 34 Porträts" von Lisa Fuhr
icon verlag, München. Erscheinungsdatum: Mitte März 2014
Parallel zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die das Leben der 34 interviewten Personen ausführlich in Wort und Bild darstellt. Das Vorwort stammt von Dato Turaschwili, der sein eigenes literarisches Werk im Rahmen des weiteren Veranstaltungsprogramms in München vorstellen wird.
LESUNG „Postsowjetische Literatur aus Georgien“
20. März 2014, 20 Uhr. Gasteig München, Raum 0.131 – Eintritt frei
Zu Gast sind zwei renommierte, mehrfach prämierte georgische Gegenwartsautoren, die Umbruch und Transformation in ihrer Gesellschaft miterlebt haben und in ihrer Literatur auf unterschiedliche Art darstellen.
Beso Khvedelidze gilt als Meister der georgischen ‚short story‘. Seine Texte überraschen durch surreale Wendungen, die von der absurden Lebenswirklichkeit in Zeiten gesellschaftlichen Umbruchs inspiriert sind.
Dato Turaschwili schreibt Prosatexte, Theaterstücke, Reiseberichte und Drehbücher. Als sozial und politisch engagierter Autor verfasste er den Roman „Die Jeans-Generation“, der von spätsowjetischen Jugendlichen in ihrem Streben nach Freiheit handelt. Die deutsche Ausgabe erscheint im Herbst 2014 im Wagenbach Verlag.
Der Frankfurter Literatursalon EUTERPE lädt zu dieser Lesung ein. Sie wird moderiert von Manana Tandaschwili, Professorin für kaukasische Sprachwissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität. Es übersetzt Anastasia Kamarauli.
CHORKONZERT „Iberisi“
23. März 2014, 11 Uhr. Gasteig München, Black Box – Eintritt 12 Euro, erm. 8 Euro
Der einzigartige Klang Georgiens beruht auf sieben Polyphonien aus den verschiedenen Regionen des Landes und wurde über Jahrhunderte weitergegeben. Manche Lieder gelten als die ältesten überlieferten Melodien der Welt und wurden in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Der gemischte Chor Iberisi unter der Leitung von Davit Kintsurashvili ist im Münchner Raum angesiedelt und wird bei diesem besonderen Konzert Lieder mit christlich-orthodoxer wie auch weltlicher Tradition darbieten.
FILMVORFÜHRUNG „The Machine which Makes Everything Disappear“ von Tinatin Gurchiani
(Dokumentarfilm Georgien / Deutschland, 2012) 97 Minuten. Georgisch mit englischen Untertiteln.
3. April 2014, 20 Uhr. Gasteig München, Vortragssaal der Bibliothek – Eintritt 7 Euro, erm. 5 Euro
Wie leben, fühlen, träumen junge Menschen in Georgien? Die unter anderem auf dem Sundance Festival 2013 mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnete Filmemacherin Tinatin Gurchiani begab sich für ihr Debüt auf ein Experiment und lud mehrere 15- bis 23-Jährige zu einem Filmcasting ein. Aus den Begegnungen mit der Kamera entfalteten sich berührende Lebensgeschichten. Die Regisseurin wird bei der Filmvorführung anwesend sein.
VORTRAG von Lasha Bakradze „Sowjetgeorgien – ein Rückblick“
6. April 2014, 20 Uhr. Gasteig München, Vortragssaal der Bibliothek – Eintritt frei
Der Germanist und Historiker Lasha Bakradze, der heute in vielen Bereichen des Kulturlebens von Tiflis tätig ist, blickt in seinem Vortrag auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten hundert Jahre in seiner Heimat zurück: von der kurzzeitigen Unabhängigkeit des Landes am Ende des ersten Weltkrieges, über die Sowjetherrschaft und dem ambivalenten Verhältnis zum Nachbarn Russland nach der Unabhängigkeit 1990 bis hin zur Hoffnung der Menschen auf eine bessere Zukunft, die nun seit den Regierungswahlen 2012 im Land zu verspüren ist. Um zu verstehen, was es mit dem „Leben in einer neuen Zeit“ auf sich hat, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.
HINTERGRUND
Das Projekt „Tiflis – Leben in einer neuen Zeit“ entstammt der Privatinitiative von Lisa Fuhr. Die Münchner Fotografin und Autorin hielt sich im Laufe der letzten drei Jahre mehrmals in Tiflis auf und drang voller Neugier immer tiefer in Kultur und Gesellschaft des Landes ein. Die studierte Anglistin, die zuvor jahrelang für das Goethe-Institut tätig war und später als Übersetzerin für Film und Fernsehen arbeitete, erklärt selbst: „Schon immer habe ich mich dafür interessiert, in anderen Ländern hinter die Kulissen zu schauen, immer hat mich der Blick ins Leben einzelner Menschen mehr interessiert als die leichter zugänglichen Schönheiten eines Landes. Mit Georgien weckte nun zum ersten Mal eine Region der ehemaligen Sowjetunion mein Interesse. Der Faszination des Südkaukasus mit seiner bewegten Geschichte des Vielvölkerstaates konnte ich mich nicht entziehen.“
Das Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Münchner Stadtbibliothek, der Robert-Bosch-Stiftung sowie dem Georgischen Verein in Deutschland e.V.
Veranstaltungsort:
Gasteig Kulturzentrum München, Rosenheimer Straße 5, 81667 München, www.gasteig.de
Kontakt für weitere Informationen:
Lisa Fuhr
Telefon +49 (0)89 34 44 14
presse@in-tiflis.de
www.in-tiflis.de
Bildauswahl:
Pressebilder in hoher Auflösung und Bildmaterial zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter http://www.lisa-fuhr.de/pressematerial/
Bitte verwenden Sie als Bildinformation den jeweiligen Dateinamen.
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Sunday, February 09, 2014
KULTUR: Georgien zu Gast im Gasteig - Veranstaltungsreihe "Tiflis - Leben in einer neuen Zeit" (in-tiflis.de)
Monday, December 09, 2013
KULTUR: In Tbilisi. Living in a New Epoch. Kulturzentrum München 19. März bis 9. April 2014 (in-tiflis.de)
(in-tiflis.de) Georgien hat in den gut 20 Jahren seit dem Zerfall der Sowjetunion dramatische Wechselbäder erlebt: Anfang der 90er Jahre galt es als „gescheiterter Staat“, der lange Zeit seinen Bürgern weder eine zuverlässige Infrastruktur wie Strom und Wasser, noch existentielle Sicherheit bieten konnte. Die Menschen waren allgegenwärtiger Straßenkriminalität und Korruption im täglichen Leben und großer Hoffnungslosigkeit ausgeliefert.
Den Zeiten von großer Not, verschärft durch Kriege und Vertreibung, folgten aber auch Phasen von wirtschaftlichem Aufschwung. Der Kampf gegen Alltagskorruption und -kriminalität war erfolgreich und die Gesellschaft hat sich in Richtung Demokratie und Zivilgesellschaft entwickelt. Die 2012 gewählte neue Regierung hat die Menschen mit einer neuen Aufbruchsstimmung erfüllt.
Wie spiegelt sich dies alles im Leben einzelner Menschen?
Ausstellung
Foto-Ausstellung von Lisa Fuhr
Vernissage 18. März in Anwesenheit von Dato Turashvili
Interviews in Text und Bild mit 30 Personen in Tiflis aus verschiedenen sozialen Milieus, Altersgruppen, ethnischen und religiösen Gemeinschaften. Sie gehören verschiedenen Generationen an, so dass einige noch von der sowjetischen Zeit geprägt sind, andere daran kaum noch eine Erinnerung haben. Für manche haben sich die Lebensperspektiven radikal verändert, im Rückblick betrachtet oft zum Positiven. In anderen Fällen mussten sie von ihren urspünglichen Lebensentwürfen Abschied nehmen und sich völlig neu im Leben einrichten. Die Porträts zeigen die Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld, zu Hause oder am Arbeitsplatz.
Der durch sein Buch Die Jeans-Generation (erscheint 2014 im Wagenbach Verlag) bekannte Autor Dato Turashvili wird anwesend sein.
Eine Publikation zu der Ausstellung mit Texten und Fotos sowie einem Vorwort von Dato Turashvili ist in Vorbereitung. Eine Vorschau auf die Ausstellung mit Fotos sehen Sie hier in Bälde.
Lesung
Lesung mit Dato Turashvili
20. März 2014 im Gasteig Kulturzentrum, Raum 0.131
Moderation: Manana Tandaschwili
Manana Tandaschwili ist Professorin für kaukasische Linguistik am Institut für Empirische Sprachwissenschaften der Frankfurter Goethe-Unversität. Seit 2005 unterhält sie in Frankfurt den Literatursalon EUTERPE, eine Einrichtung von Georgisches Kulturforum e.V.
Sie ist Herausgeberin von zwei Anthologien mit moderner georgischer Literatur: Techno der Jaguare, Neue Erzählerinnen aus Georgien, Frankfurter Verlagsanstalt 2013, und Georgische Gegenwartsliteratur, Reichert Verlag 2010.
Dato Turashvili, Jahrgang 1966, studierte Literatur und Kunstgeschichte in Tiflis, Madrid und London. Er ist politisch engagiert und war einer der Anführer der Studentenproteste in Georgien von 1988/89. 2003 unterstützte er aktiv die Rosenrevolution, die zum Rücktritt Präsident Schewardnadses führte. Seit 1991 hat er zahlreiche Bücher, Drehbücher und Theaterstücke veröffentlicht. Sein erfolgreichster Roman, Die Jeans-Generation, erscheint 2014 im Wagenbach Verlag. Er schildert eine im Westen unbekannte Seite der Geschehnisse vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, als im Herbst 1983 sieben junge Leute ein Passagierflugzeug zu entführen versuchten, um in den Westen zu gelangen. (Zitiert aus gratzfeld.ch)
Film
Filmvorführung The Machine Which Makes Everything Disappear
von Tinatin Gurchiani (Georgien, Deutschland 2012)
3. April 2014 im Gasteig Kulturzentrum, Vortragssaal der Bibliothek Die Regisseurin ist anwesend
97 Minuten, Georgisch mit englischen Untertiteln Wie leben, fühlen, träumen junge Menschen in Georgien? Die Filmemacherin begibt sich auf ein Experiment und lädt 15-23-Jährige zu einem Filmcasting ein. Aus den Begegnungen mit der Kamera entfalten sich berührende Lebensgeschichten. (Text: DOK.fest München 2013) Tina Gurchiani hat in Potsdam/Babelsberg Film studiert. Mit diesem ihrem ersten Film hat sie einen fulminanten Start hingelegt: Preis für Beste Regie beim Sundance Festival 2013, Einladungen zu über 20 internationalen Festivals und vielfache Auszeichnungen.
Awards
Award for Best Georgian Film, Tbilisi IFF, Georgia, 2012; Directing Award in the World Cinema Documentary Competition, Sundance, USA, 2013; Award Best Documentary, Sofia IFF, Bulgaria, 2013; Best Documentary in the Int. Feature or Medium-Length Film Competition, It’s All True IDF, Brazil, 2013; Filmmakers Award, Hot Docs IDF, Toronto, Canada, 2013
Die Veranstaltung wird unterstützt aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung
Konzert
IBERISI Chor – Leitung Davit Kintsurashvili
Sonntagsmatinee am 23.03.2014 um 11 Uhr
im Gasteig in der Black Box
Der gemischte Chor arbeitet seit 2008 unter der Leitung von Davit Kintsurashvili, seine Mitglieder leben im Münchner Raum. Sie hören in diesem Konzert sowohl sakrale Lieder des Patriarchen Ilia II. der Christlich-Orthodoxen Kirche Georgiens als auch weltliche Lieder über die Ernte, das Feiern, die Liebe, die Freude ...
Der besondere Klang Georgiens beruht auf den sieben verschiedenen Polyphonien Georgiens, die in Regionen wie Svanetien, Tuschetien, Imeretien seit Jahrhunderten gepflegt und gesungen werden.
Manche Lieder stammen aus uralter, vorchristlicher Zeit, sie gelten somit als die ältesten überlieferten Lieder der Welt und sind in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Nach 70 Jahren Sowjetzeit, in der diese Musik ein Schattendasein führte, ist sie in den letzten zwei Jahrzehnten zu neuer Blüte erwacht. Mehr über die vielen Aspekte der georgischen Musik und was sie von der europäischen unterscheidet: http://georgia-insight.eu/georgien/musik.html Davit Kintsurashvili hat am Staatlichen Konservatorium in Tiflis Chordirigieren studiert und an der Hochschule für Musik und Theater in München im Fach Orchesterdirigieren das Diplom und die Meisterklasse bei Professor Bruno Weil abgeschlossen. Seit 2006 zahlreiche Meisterklassen, Konzert- und Opernaufführungen mit verschiedenen Orchestern. 5 Konzert | In Tiflis. Tbilisshi. თბილისში http://in-tiflis.de/category/konzert/
Alle Seiten als PDF
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In Tiflis. Tbilisshi. თბილისში – Living in a New Epoch
Exhibition – Reading – Film – Concert
Gasteig Kulturzentrum München
March 18 thru April 2014
Georgia has witnessed dramatic changes since the fall of the Soviet Union over twenty years ago. In the early 90’s it was regarded as a “failed state” unable to provide its citizens with either reliable infrastructure such as electricity and water, or at the minimum, a secure livelihood. Instead its people grappled every day with ever present street crime, corruption, and deep despair.
These times of severe deprivation exacerbated by war and displacement were followed by periods of economic growth. The fight against everyday corruption and crime won, Georgia set out on the road towards civil society. The 2012 elections brought a new government to power and have filled the Georgian people with hope for a new beginning.
How does this enormous transformation affect individual lives? This question is the catalyst for this penetrating look at everyday Georgian society.
more in english here [pdf] >>>
Den Zeiten von großer Not, verschärft durch Kriege und Vertreibung, folgten aber auch Phasen von wirtschaftlichem Aufschwung. Der Kampf gegen Alltagskorruption und -kriminalität war erfolgreich und die Gesellschaft hat sich in Richtung Demokratie und Zivilgesellschaft entwickelt. Die 2012 gewählte neue Regierung hat die Menschen mit einer neuen Aufbruchsstimmung erfüllt.
Wie spiegelt sich dies alles im Leben einzelner Menschen?
Ausstellung
Foto-Ausstellung von Lisa Fuhr
Vernissage 18. März in Anwesenheit von Dato Turashvili
Interviews in Text und Bild mit 30 Personen in Tiflis aus verschiedenen sozialen Milieus, Altersgruppen, ethnischen und religiösen Gemeinschaften. Sie gehören verschiedenen Generationen an, so dass einige noch von der sowjetischen Zeit geprägt sind, andere daran kaum noch eine Erinnerung haben. Für manche haben sich die Lebensperspektiven radikal verändert, im Rückblick betrachtet oft zum Positiven. In anderen Fällen mussten sie von ihren urspünglichen Lebensentwürfen Abschied nehmen und sich völlig neu im Leben einrichten. Die Porträts zeigen die Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld, zu Hause oder am Arbeitsplatz.
Der durch sein Buch Die Jeans-Generation (erscheint 2014 im Wagenbach Verlag) bekannte Autor Dato Turashvili wird anwesend sein.
Eine Publikation zu der Ausstellung mit Texten und Fotos sowie einem Vorwort von Dato Turashvili ist in Vorbereitung. Eine Vorschau auf die Ausstellung mit Fotos sehen Sie hier in Bälde.
Lesung
Lesung mit Dato Turashvili
20. März 2014 im Gasteig Kulturzentrum, Raum 0.131
Moderation: Manana Tandaschwili
Manana Tandaschwili ist Professorin für kaukasische Linguistik am Institut für Empirische Sprachwissenschaften der Frankfurter Goethe-Unversität. Seit 2005 unterhält sie in Frankfurt den Literatursalon EUTERPE, eine Einrichtung von Georgisches Kulturforum e.V.
Sie ist Herausgeberin von zwei Anthologien mit moderner georgischer Literatur: Techno der Jaguare, Neue Erzählerinnen aus Georgien, Frankfurter Verlagsanstalt 2013, und Georgische Gegenwartsliteratur, Reichert Verlag 2010.
Dato Turashvili, Jahrgang 1966, studierte Literatur und Kunstgeschichte in Tiflis, Madrid und London. Er ist politisch engagiert und war einer der Anführer der Studentenproteste in Georgien von 1988/89. 2003 unterstützte er aktiv die Rosenrevolution, die zum Rücktritt Präsident Schewardnadses führte. Seit 1991 hat er zahlreiche Bücher, Drehbücher und Theaterstücke veröffentlicht. Sein erfolgreichster Roman, Die Jeans-Generation, erscheint 2014 im Wagenbach Verlag. Er schildert eine im Westen unbekannte Seite der Geschehnisse vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion, als im Herbst 1983 sieben junge Leute ein Passagierflugzeug zu entführen versuchten, um in den Westen zu gelangen. (Zitiert aus gratzfeld.ch)
Film
Filmvorführung The Machine Which Makes Everything Disappear
von Tinatin Gurchiani (Georgien, Deutschland 2012)
3. April 2014 im Gasteig Kulturzentrum, Vortragssaal der Bibliothek Die Regisseurin ist anwesend
97 Minuten, Georgisch mit englischen Untertiteln Wie leben, fühlen, träumen junge Menschen in Georgien? Die Filmemacherin begibt sich auf ein Experiment und lädt 15-23-Jährige zu einem Filmcasting ein. Aus den Begegnungen mit der Kamera entfalten sich berührende Lebensgeschichten. (Text: DOK.fest München 2013) Tina Gurchiani hat in Potsdam/Babelsberg Film studiert. Mit diesem ihrem ersten Film hat sie einen fulminanten Start hingelegt: Preis für Beste Regie beim Sundance Festival 2013, Einladungen zu über 20 internationalen Festivals und vielfache Auszeichnungen.
Awards
Award for Best Georgian Film, Tbilisi IFF, Georgia, 2012; Directing Award in the World Cinema Documentary Competition, Sundance, USA, 2013; Award Best Documentary, Sofia IFF, Bulgaria, 2013; Best Documentary in the Int. Feature or Medium-Length Film Competition, It’s All True IDF, Brazil, 2013; Filmmakers Award, Hot Docs IDF, Toronto, Canada, 2013
Die Veranstaltung wird unterstützt aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung
Konzert
IBERISI Chor – Leitung Davit Kintsurashvili
Sonntagsmatinee am 23.03.2014 um 11 Uhr
im Gasteig in der Black Box
Der gemischte Chor arbeitet seit 2008 unter der Leitung von Davit Kintsurashvili, seine Mitglieder leben im Münchner Raum. Sie hören in diesem Konzert sowohl sakrale Lieder des Patriarchen Ilia II. der Christlich-Orthodoxen Kirche Georgiens als auch weltliche Lieder über die Ernte, das Feiern, die Liebe, die Freude ...
Der besondere Klang Georgiens beruht auf den sieben verschiedenen Polyphonien Georgiens, die in Regionen wie Svanetien, Tuschetien, Imeretien seit Jahrhunderten gepflegt und gesungen werden.
Manche Lieder stammen aus uralter, vorchristlicher Zeit, sie gelten somit als die ältesten überlieferten Lieder der Welt und sind in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Nach 70 Jahren Sowjetzeit, in der diese Musik ein Schattendasein führte, ist sie in den letzten zwei Jahrzehnten zu neuer Blüte erwacht. Mehr über die vielen Aspekte der georgischen Musik und was sie von der europäischen unterscheidet: http://georgia-insight.eu/georgien/musik.html Davit Kintsurashvili hat am Staatlichen Konservatorium in Tiflis Chordirigieren studiert und an der Hochschule für Musik und Theater in München im Fach Orchesterdirigieren das Diplom und die Meisterklasse bei Professor Bruno Weil abgeschlossen. Seit 2006 zahlreiche Meisterklassen, Konzert- und Opernaufführungen mit verschiedenen Orchestern. 5 Konzert | In Tiflis. Tbilisshi. თბილისში http://in-tiflis.de/category/konzert/
Alle Seiten als PDF
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In Tiflis. Tbilisshi. თბილისში – Living in a New Epoch
Exhibition – Reading – Film – Concert
Gasteig Kulturzentrum München
March 18 thru April 2014
Georgia has witnessed dramatic changes since the fall of the Soviet Union over twenty years ago. In the early 90’s it was regarded as a “failed state” unable to provide its citizens with either reliable infrastructure such as electricity and water, or at the minimum, a secure livelihood. Instead its people grappled every day with ever present street crime, corruption, and deep despair.
These times of severe deprivation exacerbated by war and displacement were followed by periods of economic growth. The fight against everyday corruption and crime won, Georgia set out on the road towards civil society. The 2012 elections brought a new government to power and have filled the Georgian people with hope for a new beginning.
How does this enormous transformation affect individual lives? This question is the catalyst for this penetrating look at everyday Georgian society.
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