Showing posts with label Crimea. Show all posts
Showing posts with label Crimea. Show all posts

Wednesday, October 22, 2014

AUSSTELLUNG: Das Schwarze Meer. Von Florian Bachmeier, Ramin Mazur und n-ost - 31.10. – 14.11.2014 in Berlin (mdf-berlin.de)

Florian Bachmeier: Pope Mihail segnet mit Hilfe seines Diakons das Wasser des Kanals in Vylkovo ganz im Süden der Ukraine.
(mdf-berlin.de) Das Schwarze Meer ist ein geografischer Raum, der Kulturen und Menschen seit jeher trennt und gleichzeitig verbindet. Er liegt in einer Region, in der einige Länder wie Bulgarien und Rumänien bereits Mitgliedsstaaten der EU sind, andere noch darauf warten oder in denen die Menschen für diese Perspektive sogar auf die Barrikaden gehen, wie in der Ukraine. Unser Projekt ist als eine fotografische Bestandsaufnahme angelegt, die sich dem Schwarzen Meer mal als Protagonist, mal als im Hintergrund agierende, aber dennoch treibende Kraft widmet.

Die Ausstellung zeigt u. a. Bilder von Krimtataren und deren Ringen um eine kollektive Identität, Porträts von Altgläubigen und Livopanern in der Südukraine, die jeden Tag Identitätskonflikte austragen, sowie die Bewohnerinnen und Bewohner des Donaudeltas in Rumänien, die versuchen, ihre traditionellen Lebensweisen beizubehalten. Menschen und Szenen aus der abtrünnigen Republik Transnistrien werden ebenso zu sehen sein wie das Leben an den Stränden Bulgariens.

Fotografie von Florian Bachmeier &  Ramin Mazur

Bildergallerie: mdf-berlin.de 

n-ost, Netzwerk für Osteuropa-berichterstattung
31.10. – 14.11.2014

Vernissage 31.10.2014 19:00 Uhr

Finissage 14.11.2014 19:00 Uhr
Ausstellungsort
Bulgarisches Kulturinstitut
Leipziger Straße 114
10117 Berlin

Mo–Fr 11–18 h
Öffentliche Verkehrsmittel

U2 Mohrenstraße, Bus 200, M48


Eintritt frei
Veranstalter
n-ost, Netzwerk für Osteuropa-berichterstattung
Neuenburger Straße 17
10969 Berlin
T 030 259 32 83 19
www.n-ost.org

Wednesday, March 05, 2014

KRIM-KRISE: Georgischer Schriftsteller Lascha Bakradse im Interview mit Tatjana Montik: «Ein Imperialismus des 19. Jahrhunderts» (nzz.ch)

Georgien bekennt sich ohne Wenn und Aber zu den westlichen Werten der Aufklärung. Im Bild: Eine zerstörte Militarbasis in Gori (Aufnahme vom 16. September 2008). (Bild: Keystone / EPA / Zurab Kurtsikidze)

(nzz.ch) Für Georgier bietet die russische Usurpation der ukrainischen Krim in Bezug auf Machtanspruch und Vorgehen ein Déjà-vu. Tatjana Montik hat sich mit dem georgischen Schriftsteller Lascha Bakradse unterhalten.

Ihre Heimat Georgien möchte demnächst einen Assoziierungsvertrag mit der EU unterzeichnen. Was hat Georgien Europa zu bieten?

Wir könnten viele neue Farben nach Europa bringen, denn wir besitzen eine eigenständige alte Kultur, die am Schnittpunkt zwischen Europa und Asien liegt. Unsere Tänze, unser polyfoner Gesang und unser Alphabet, um nur ein paar Dinge zu erwähnen, sind einzigartig. Und wir sind eine Landbrücke zwischen Europa und Asien. Wirtschaftlich könnte Georgien für eine europäische unabhängige Energiepolitik von Bedeutung werden, denn man sieht in Europa langsam ein, dass die Energieabhängigkeit von Russland gefährlich ist.

Welche europäischen Wurzeln besitzt Georgien?

Zur Zeit der Argonauten war Westgeorgien, Kolchis genannt, ein Teil der damals im Westen bekannten Welt. Dazumal gab es noch keine Grenze zwischen Europa und Asien. Neben der geografischen Lage ist es heute entscheidend, zu welchen Werten sich ein Land bekennt. Und Georgien bekennt sich ohne Wenn und Aber zu den westlichen Werten der Aufklärung. Hinzu kommt der christliche Glaube, der eine der wichtigsten Komponenten unserer Identität darstellt. Die Georgier haben sich immer als Teil der Christenheit verstanden.

Viele Europäer wissen gar nicht, wo Georgien liegt. Wann ist das Land Europa verloren gegangen?

Spätestens dann, als die Russen sich hier breitgemacht haben. Im 18. Jahrhundert wollte Georgien über Russland Europa näherkommen. Die georgischen Könige hatten Georgien während der Mongolenzeit jahrhundertelang gegenüber den muslimischen Nachbarn als christliches Land verteidigt und suchten schliesslich Hilfe bei Russland. Doch Russland hat in der Folge alle Verträge mit Georgien gebrochen – etwa den Vertrag von Georgijewsk von 1783, gemäss dem Georgien sich der Oberhoheit und dem Schutz Russlands unterstellte, seine Krone jedoch behalten durfte. Später hat Russland Georgien annektiert. Wir wurden zwar nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 unabhängig, doch viele sehen uns noch immer als Teil Russlands. Man hat im Westen die Geschichte der russischen Grossmachtpolitik im Süden nicht ordentlich studiert. Und daher fällt es dem Durchschnittseuropäer schwer, zu verstehen, was derzeit in der Ukraine und auch in Georgen passiert.

Was unterscheidet Russland von Europa?

Russland hat die europäische Aufklärung und die europäischen demokratischen Revolutionen verpasst. Der Autoritarismus und der Klientelismus seiner Politik speisen sich nach wie vor aus asiatisch-mongolischer Tradition der Machtausübung. Gerade jetzt in der Ukraine sehen wir deutlich, wie es funktioniert: Wer nicht kuscht oder sich kaufen lässt, wird drakonisch bestraft. Das ist nicht die Politik des 21. Jahrhunderts, sondern des 19. Jahrhunderts – klassisches imperialistisches Denken.

Am Wochenende haben die Russen die Halbinsel Krim okkupiert nach einem Schema, das die Georgier von ihren Provinzen Abchasien und Südossetien kennen, die heute russische Protektorate sind. Zuerst stiftet man Unruhe und schürt «Gefahr» und lässt dann die russischstämmige Bevölkerung das Mutterland um Hilfe anrufen. Natürlich ist man dann schnell und gern da in der «Not».

Was über der Auseinandersetzung zwischen Ukrainer und Russen vergessen geht, ist, dass die Krimtataren die ursprüngliche Bevölkerung auf der Krim darstellen. Sie haben eine äusserst interessante Kultur und Geschichte, sind jedoch heute durch die russische Willkürherrschaft zu einer kleinen Minderheit geschrumpft. Die Krimtataren gehörten zu den Völkern, die Stalin während des Zweiten Weltkriegs wegen angeblicher Kollaboration mit den Deutschen als Ganze nach Zentralasien umgesiedelt hat. Innerhalb weniger Tage wurden über 180 000 Menschen unter fürchterlichen Bedingungen per Zug verfrachtet, rund ein Drittel kam beim Transport ums Leben. Erst nach dem Zerfall der UdSSR durften sie zurückkehren.

Als Opfer russischer Gewaltgeschichte gelten die Krimtataren heute als proukrainisch.

Sie sind eine proukrainische, aber auch eine proeuropäische Kraft. Der Modernisierungswille der russischen Tataren (nicht zuletzt in Bezug auf den Islam) folgte europäischen Vorbildern, dasselbe war in Georgien der Fall. Ismail Gaspirali war für sie als Aufklärer eine ebenso wichtige Figur wie für uns Ilja Tschawtschawadse.

Wie sehen Sie die Perspektiven Georgiens?

Für uns geht es heute nicht mehr darum, ob wir nach Asien oder nach Europa gehören. Wir wollen nach Europa – alle Umfragen sprechen eine deutliche Sprache. Allerdings müssen wir erkennen, wie effizient die russische Propaganda in Georgien arbeitet: Europa und der Westen werden verteufelt, wo immer es nur geht, und es gibt bei uns Leute, die auf diese Desinformation tatsächlich hereinfallen. Nach dem russischen moralischen Desaster auf der Krim wird diese Form der Aggression noch zunehmen. Wichtig ist, dass sich unsere Bevölkerung dagegen resistent zeigt.

Welche Möglichkeiten gibt es denn, den russischen Machtansprüchen wirksam entgegenzutreten?

Man sollte den Menschen die Wahrheit über Europa und den Westen noch eindringlicher und verständlicher erzählen. Europa unternimmt hier kaum etwas. Für viele Georgier ist es sehr schwer, ein Visum für europäische Länder zu bekommen. Wichtig ist auch Europas wirtschaftlicher Einfluss. Wir dürfen nicht das Gefühl bekommen, gegenüber Russland alleine gelassen werden.

Welche Rolle spielt denn die georgische orthodoxe Kirche?

Sie ist so etwas wie die fünfte Kolonne Russlands in Georgien. Der Idee der Einheit der orthodoxen Kirche verpflichtet, wirkt sie stark prorussisch, ob bewusst oder unbewusst.

Bald wird der russische Patriarch Kyrill nach Georgien reisen. Manche meinen, Georgien solle den Assoziierungsvertrag mit der EU unbedingt noch vor diesem Besuch unterzeichnen.

Ein Assoziierungsabkommen ist keine Garantie – man sollte davon nicht zu viel erwarten. Von europäischer Seite sollte noch deutlicher gesagt werden, dass uns dieser Vertrag die Türen öffnet. Es steht zu befürchten, dass die Russen auf uns einen ähnlichen Druck ausüben wie auf die Ukraine.

Nach dem Regierungswechsel im Herbst hat sich die neue georgische Führung wesentlich russlandfreundlicher gegeben. Hat das etwas genützt?

Ich glaube, unsere neue Regierung hat inzwischen eingesehen, dass die Politik der ausgestreckten Hand nicht viel Gutes bringt. Unser Premierminister Garibaschwili hat vor kurzem bei seiner Reise in die USA klare Worte gesprochen. Russland versteht die Politik der Sanftheit überhaupt nicht, weil es diese Sanftheit als Schwäche versteht. Zwanzig Prozent des georgischen Territoriums halten die Russen mittlerweile völkerrechtlich illegal besetzt. Jetzt ist die Krim an der Reihe. Wir selber haben im Georgien-Krieg geblutet, als wir versuchten, uns gegen diese Entwicklung zu stellen. Ich befürchte, dass es auch auf der Krim so weit kommen kann.

Interview: Tatjana Montik

Lascha Bakradse, geboren 1965 in Tiflis, ist Publizist, Historiker, Literaturwissenschafter, Journalist, Drehbuchautor und Schauspieler. Er studierte in Tiflis, Jena, Bern, Potsdam und Berlin. Derzeit unterrichtet Bakradse an den Universitäten von Tiflis und ist gleichzeitig Direktor des dortigen Giorgi-Leonidze-Literaturmuseums.

Saturday, June 06, 2009

REISE: Wie kommt man von der Krim über Abchasien nach Georgien? Ist das möglich?

Mein Freund, der Filmemacher und Regieassistent Sebastian kaiser plant eventuell im Sommer auf die Krim zu fahren und von dort nach Georgien weiterzureisen. Von Kertsch auf der Krim kann man mit der Fähre nach Russland übersetzen; von dort würde er sich irgendwie nach Sotschi durchschlagen. Die Frage ist jetzt, wie er von Sotschi nach Tblissi kommt? Kann da jemand mit Informationen weiterhelfen? Am liebsten würde er ja durch Abchasien fahren, also erst nach Suchumi und von dort dann irgendwie, wenn es geht mit dem Zug, nach Tblissi. Er möchte gern wissen, ob das möglich ist. Noch ein paar konkrete Fragen:

1) Kommt man als Deutscher nach Abchasien rein, wenn ja, mit welchem Visum? Wo bekomme ich dieses Visum, an der Grenze oder in der Botschaft (wenn ja, in welcher)?
2) Weißt jemand, ob es ein durchgehendes Transportmittel von Suchumi nach Tblissi gibt, Bus oder Zug?
3) Wenn man nicht durch Abchasien fahren kann, weißt Du, wie ich von Suchumi sonst nach Tiblissi komme? Gibt es zum Beispiel einen Zug, der von Sotschi über Wladikawkas nach Tblissi führt?


Es wäre wirklich toll, wenn jemand mir mit Infos weiterhelfen könnte!

Viele Grüße aus dem kalten Berlin
Sebastian Kaiser

Kontakt: skaberlin@web.de

Thursday, March 05, 2009

ARTICLE: Georgia: A New Bill on the Rehabilitation of the Meskhetians under Consideration (caucaz.com)

Article published in 24/07/2007 Issue

By Sophie TOURNON in Paris

Translated by Kathryn GAYLORD-MILES

Since June 14th, the Georgian press has focused on the topic of the Meskhetians, a population deported from Georgia in 1944 and never rehabilitated. The Georgian Parliament has begun the consideration of one of the most controversial questions, yet one that has sat on Parliament's back burner for the past fifteen years. The current haste is curious, given the misunderstanding and indifference long sustained by the question of rehabilitating one of the last peoples punished by being forbidden to repatriate, along with the Crimean Tatars.

full article >>>

Wednesday, February 25, 2009

ARCHITECTURE: Wedding Palace (Tbilisi, Georgia, 1985) Photo: Frederic Chaubin (pingmag.jp)

Architect: Victor Dzhorbinadze


Frederic Chaubin: Soviet SF Style

Frederic Chaubin, who was born in Cambodia of a French father and Spanish mother, is chief editor of the French magazine Citizen K, and also a photographer who has been attracted by strange architecture in the former Soviet Union. The photos he takes in countries like Lithuania, Ukraine, Russia, Belarus and Georgia, reveal an extraordinary, almost sci-fi world. Today, PingMag takes you to the world of Soviet style architecture with Frederic Chaubin himself.

Written by Chiemi

full interview with great photos >>>

Frédéric Chaubinicon 048 June 2007
iconeye.com >>>

ARCHITEKTUR: Die Ferienstadt "Artek" am Schwarzen Meer, "Aktau", eine Planstadt am Kaspischen Meer und Tbilisi in der Bauwelt (bauwelt.de)

Bauwelt 16/2000.
THEMA: Artek: Ferienstadt am Schwarzen Meer. Aktau: Planstadt am Kaspischen Meer. Bertelsmann Berlin 2000 Standardeinband ca. 48 S. Guter Zustand,

INHALT:
A. Winkelmann: Seit 1925 kommen die Jungen Pioniere zur Erholung nach Artek auf die Krimhalbinsel. Ein Ferienlager für 4000 Kinder.
M. Fröhlich: Ein Rundgang durch Artek (Anatoli T. Poljanski).
M.A. Amann: Funktionalistische Entwurfsideen von Iwan Leonidow. Bezüge zum Maison Dom-ino von Le Corbusier.
Schewtschenko: Aktau: Eine ideale Stadtgründung aus der Zeit der Sowjetunion.

bestellen >>>

Bauwelt 36/2000. Stadtbauwelt 147.
THEMA: Warum ausgerechnet Tiflis? Bertelsmann Berlin 2000 Standardeinband ca. 96 S. Guter Zustand

INHALT:
F. Zwoch: Fotoessay: Ortszeit Tiflis. Eine Reise in eine andere Zeit.
W. Lejawa: Wovon lebt ein Architekt in Tiflis?
D. Dartschiaschwili: Ein uralter Ehrenkodex als Grundlage der Stadtökonomie: Das Tifliser Abkommen.
N. Zinzabadse: Rettet das Alte Tbilissi.
W. Kotetischwili: Der Dichter verwebt Familienchronik und Stadtgeschichte.
G. Gwacharia: Tiflis im Film.
N. Getia: Das Hotel Iwerai und die Philharmonie.
A. Kordsaia-Samadaschwili: Meine Wohnorte in Tiflis.
L. Bakradse: Tifliser Kulturen: Heidnische Gebräuche, christliche Sitten, Duduki und Internet.

bestellen >>>

Thursday, October 16, 2008

OFF EUROPA: Sebastian Kaiser - Balaklava Odyssey

Sebastian Kaiser was the Project Director of the film about the realization of a Media Art And Performance Festival in Balaklava (Crimea). He published about that a documentary "BALAKLAVA ODYSSEY".

The media art and performance festival Balaklava-Odyssey took place for the first time in August 2006. Balaklava, the site of the event, is situated in Crimea (Ukraine) and has been a European cultural site for over 2500 years.

Artists from nine countries – Ukraine, Russia, Romania, Poland, Hungary, Switzerland, Austria, Germany and Great Britain - were invited to this pilot project. They staged art works in the areas of video, animation, multi-media, performance, experimental music and dance that dealt with the multitude of historical references in Balaklava.

This site, already mentioned by Homer in his Odyssey, is also the location of the myth of Tantalids and the famous play Iphigenia in Taurus (by Euripides, Goethe). On Khrushchev`s orders, in 1953, a submarine hangar was built inside the mountain of Taurus, that also served as a storage facility for nuclear weapons. Until 1995, Balaklava was hermetically sealed off.

Now, the aim of the Balaklava-Odyssey is to culturally revive this site. The festival took place in the submarine hangar that today is used as a museum. It is meant to be the base for future cooperation in Balaklava.

At the moment five short films that document the festival as well as a catalogue of the festival are developed in Sevastopol. These materials will be presented during presentational events in the "Tesla" (Berlin), at the Media Art Association (Medienkunstverein, Dortmund) and in the Riff in the New Theatre in Halle (Neues Theater Halle) in 2007.

If you are interested in the DVD please write an E-Mail to info@balaklava-odyssey.com


This Film was a a very interesting part of our festival ... yesterday we had showing this documentary in the ditorei Galerie in Leipzig ...