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Saturday, March 28, 2020

GESCHICHTE: Georgien - Spielball im "Great Game" - über Georgiens Geschichte und das ambivalente Verhältnis zu Russland - von Philipp Ammon. Rezension von Claus-Dieter Stille. via @derfreitag


Buchbesprechung [freitag.de] Philipp Ammon hat es unternommen, ein tief lotendes Buch über Georgiens Geschichte und das ambivalente Verhältnis zu Russland geschrieben

Über Georgien hört man im Grunde nichts bzw. sehr selten etwas. Erst recht nicht heute, in Zeiten, wo der Corona-Virus "regiert". Ein kleiner, christlich geprägter Staat (sh. Wikipedia) mit gerade einmal 3.729.635 Einwohnern. Das Land erklärte sich am 26. Mai 1918 für unabhängig und erlangte nach dem Ende der UdSSR am 9. April 1991 wieder die Unabhängigkeit. Ich kannte das Land lange nur unter der vom Russischen herrührenden Bezeichnung Grusinien (Грузия (Grusija) früher gelegentlich auch Grusien oder Grusinien genannt; Quelle: Wikipedia).

Zuletzt war Georgien während der Olympischen Spiele in Peking stärker in den Fokus der Nachrichten gerückt. Micheil Saakaschwili, von 2004 bis 2013 Staatspräsident Georgiens, (an dessen geistiger Gesundheit so mancher zweifelte) ließ, während die Weltöffentlichkeit mit den Olympischen Spielen beschäftigt war, in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 – also zeitgleich mit dem Beginn der Olympischen Spiele in Beijing - die Hauptstadt der "abtrünnigen Republik" Südossetien, Zchinwali, militärisch angreifen, um dieses - innerhalb der Grenzen der früheren sowjetischen Teilrepublik Georgien gelegene - Territorium (erstmals seit der Zerstörung der UdSSR) der Hoheit des unabhängigen georgischen Staates zu unterstellen. Russland, das sich als Schutzmacht Südossetiens verstand (und versteht), reagierte mit einem militärischen Gegenschlag und drang auf "kerngeorgisches" – wie es hieß - Territorium vor.

Über die Geschichte Georgiens dürften viele von uns – beschönigend ausgedrückt - keine größere Kenntnis besitzen. Das Verhältnis von Georgien und Russland ist ambivalent. Der Historiker Philipp Ammon charakterisiert es in seinem Buch „Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924“ als „tiefverwurzeltes, gleichsam metaphysisches Spannungsverhältnis“ . Gegen Ende seines hochinteressanten Buches lesen wir in den Schlussbetrachtungen:

„Im Verhältnis der beiden christlich-orthodoxen Länder unterschiedlich ausgeprägter Tradition spiegelt sich ein Muster von Nähe und Fremdheit, von Verbundenheit und Abkehr, von russisch-imperialer Homogenisierung und georgischer Identitätsbehauptung. Die Beziehung von Georgiern und Russen war von Anbeginn die ungleicher Partner. Seit dem späten Mittelalter sehen wir das kleine Georgien als beim nördlichen Reich Schutzsuchenden. Das Zarenreich war hingegen seit Peter d. Gr. an einer Ausgangsbasis für ein weiteres imperiales Ausgreifen nach Persien – späterhin mit Perspektive auf Indien – und den Dardanellen interessiert. Eine Harmonisierung derart unterschiedlicher Interessen fand zu keiner Zeit statt. Wie schon erstmals im Jahr 1483 König Alexander I. von Kachetien gegenüber dem Großfürsten – in der Selbstbezeichnung gegenüber Mindermächtigen sich erstmals „Zar“697 bezeichnenden – Ivan III. d. Gr. oder um 1720 Vaxt’ang VI. gegenüber Peter d. Gr. traten bei den Verhandlungen zu dem immer wieder zitierten Vertrag von Georgïevsk 1783 die Georgier als Bittsteller auf. Auf die von Georgiern bis heute als "Verrat" gedeutete verheerende Niederlage von K’rc’anisi (1795) gegen die Perser folgte die unter demütigenden Umständen vollzogene Annexion von 1801. Die Wegführung der Bagratiden nach Russland erscheint symbolhaft für den rücksichtslosen Umgang des Imperiums mit dem hilflosen kaukasischen Königreich. Anders als beim Anschluss der baltischen Provinzen unter Peter d. Gr., bei welchem sämtliche ständischen Rechte gewahrt und die deutsche Selbstverwaltung beibehalten wurde, oder bei der Inkorporation des durch einen Bagratidengeneral eroberten Finnland (1809) nahmen die Russen bei der Annexion Georgiens keine Rücksicht auf die lokalen Traditionen. Der Modus der Annexion – der dem Adel unter Bajonetten aufgezwungene Treueid in der Zionskirche 1802 – blieb im historischen Gedächtnis des Volkes, nicht nur des Adels haften. Zum ersten Bezugspunkt des verletzten Rechtsbewusstseins wurde so die Missachtung der im Vertrag von Georgïevsk getroffenen und in den Bittpunkten vom Zaren bestätigten Vereinbarung über die Beibehaltung des bagratidischen Königtums. Die Inkorporation Georgiens folgte demselben Muster wie die der benachbarten muslimischen Khanate.

697 v. Rimscha, S. 142.“

Nichtsdestotrotz, arbeitet der Autor heraus, gibt es in beiden Völkern Sympathien für das jeweils andere Volk. Ebenso freilich Antipathien.

Das wird auf Seite 212 des Buches verständlich:

"Fehlwahrnehmungen, machtgestütztes Vorgehen der Russen und Widerstand der Georgier führten zu Entfremdung. Doch die russische Dichtung löste sich nie von ihrem Traumland Georgien. Um eine einseitige Sicht der Dinge zu vermeiden, galt es, die unter russischer Herrschaft erzielten zivilisatorischen Fortschritte im Kaukasus zu berücksichtigen. Die russische Verwaltung beendete Jahrzehnte barbarischer Einfälle und islamischer Fremdherrschaft.705 Die drohende Vertilgung des georgischen Volkes wurde abgewendet. Schließlich brachte die russische Expansion in Transkaukausien eine "Sammlung der georgischen Erde" zuwege, die Verwirklichung des georgischen Traumes seit der Mongolenzeit.706 Georgien verdankte seine Konsolidierung als einheitlicher politischer Raum gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Machtentfaltung des petrinischen Imperiums. Durch wirtschaftlich-technische und administrative Integration schuf Russland überhaupt erst die Voraussetzungen für die Herausbildung georgischer Staatlichkeit. Die unter imperialer Ägide entstandenen Institutionen bildeten die Vorformen des georgischen Staates. Die Leistungen Russlands in Georgien wurden überwiegend anerkannt. Auch die Vereinigung Georgiens durch russische Annexionen wurde als politischer Gewinn erkannt. Erst unter dem Szepter des Zaren war das alte Georgien fast wiedervereint." 

Ebenfalls interessant:

"Zu den Besonderheiten der russisch-georgischen Geschichte gehört, dass die Loyalität gegenüber dem Zarenreich seitens nationalbewegter Georgier trotz aller erfahrenen Härten über lange Zeit nicht in Frage gestellt wurde. Im Jahre 1880 – vor dem Regierungsantritt Alexanders III. – schrieb der Journalist Sergi Mesxi in der Zeitschrift Droeba, dem Sprachrohr der Nationalbewegung: "Wir haben uns guten Willens Rußland anvertraut, dem wir grenzenlos ergeben sind." Er fügte jedoch warnend hinzu, der Schulinspektor Janovskïj "versündigt sich gegenüber Rußland, weil er versucht, ihm die Liebe und Ergebenheit des georgischen Volkes zu rauben"." Anscheinend hat sich Sprache, Kirche und Kultur Georgiens unter der Sowjetherrschaft sogar zeitweise günstiger entfalten können als unter der Herrschaft des Zaren: "Die unterschwellig gleichwohl stets herbeigesehnte nationale Unabhängigkeit fiel den Georgiern in den Revolutionsjahren 1917/18, genauer: im Gefolge von Brest-Litowsk, eher zufällig zu. Mit dem durch die deutsche Niederlage besiegelten Umschwung der Machtverhältnisse sah sich das unabhängige Georgien in einer teils bekannten, teils neuartigen Zwangslage: im Süden die Jungtürken, im Norden die Bolschewiken. Der Verlust der Unabhängigkeit war indes nicht das Werk Lenins, sondern jener georgischen Bolschewiken, die ihr Heimatland in das neue, vermeintlich völkerverbindende Sowjetreich heimholen wollten. Zur Ironie der russisch-georgischen Geschichte gehört die Tatsache, dass sich Sprache, Kirche und Kultur Georgiens unter der Sowjetherrschaft zeitweise ungestörter entfalten konnten als unter den Zaren. Zu Recht verweist Reisner darauf, dass sich die Dialektik von russischem Machtausbau und georgischer Selbstbehauptung in vollem Umfang sogar erst in Zeiten der Sowjetherrschaft entfaltete, als der Ausbau georgischer nationaler Institutionen – zu nennen sind hier nicht nur Schulen, Universitäten, Akademien, sondern auch die kommunistische Staatspartei Georgiens, der Staatsapparat und der Geheimdienst – voranschritt. Anders als Rosa Luxemburg erkannte Lenin der Nation durchaus eine fortschrittliche Funktion zu." 

Was man auch berücksichtigen sollte:

"Die Loyalität der Georgier gilt der Kirche, nicht ihrem Staat. Diese geringe Staatsbindung verleiht den Regierungswechseln seit dem Ende der Sowjetherrschaft revolutionären bis bürgerkriegsartigen Charakter, verbunden mit jeweils komplettem Austausch der Staatsdienerschaft. Politik gerät in Georgien in die Nähe einer permanenten stásis – ein Moment, das von den Georgiern selbst leider kaum reflektiert wird. Weit bequemer ist es, die schwache Staatlichkeit auswärtigen Mächten wie Russland anzulasten." 

Noch immer wird in Georgien Stalin hochverehrt; während auf der anderen Seite Antikommunismus existiert. Beides werde jedoch nicht als Widerspruch empfunden.

Am schwierigen Verhältnis zwischen Russland und Georgien – lesen wir aus dem Text von Ammon heraus dürften beide Staaten wechselseitig nicht frei von Schuld sein:

"In diesem Zusammenhang spielt aber auch das von Dostoevskïj und Vasilïj Rozanov722 beklagte Desinteresse der Russen an der Historie, nicht zuletzt an Geschichte und Selbstverständnis der imperial angeeigneten Völker, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Umgekehrt leidet auch die georgische Historiographie nicht an übertriebener Selbstkritik. Beide Dispositionen sind einer vernünftigen Politik nicht förderlich. Selbst da, wo mit großem Aufwand Versuche einer Verständigung unternommen werden, zeichnet sich keine Wende zum Positiven ab." 

Georgien ist nicht zuletzt so etwas wie ein Spielball – meint Philipp Ammon – in einer Neuauflage des "Great Game" zwischen den USA und Russland im Nahen Osten. Nichts so ganz eues: Habe doch Georgien seinerzeit Peter dem Großen als Aufmarschgebiet gegen Persien gedient. Und in der Gegenwart werde das Land nun von den USA und Israel in eine vergleichbare Rolle als strategische Basis gegen Iran manövriert. Ob Georgien gut beraten war (freilich in der verständlichen Absicht sich von russischem Einfluss fernzuhalten) sich die USA als neue Schutzmacht quasi an den Hals zu schmeißen, nachdem es wohl nicht an entsprechenden Winken aus Washington gefehlt haben dürfte, darf m.E. stark bezweifelt werden.

Der Vorhang zu und alles Fragen offen, könnte man nach der Lektüre betreffs des Verhältnisses zwischen Russland und Georgien sagen. Denn von positiven Aussichten betreffs einer möglichen Verbesserung des Verhältnisses beider Länder kann das Buch freilich keine Kunde geben.

Um aber zu verstehen, um nachzuvollziehen warum die Situation so ist wie sie heute ist, war es sehr lehrreich, dieses Buch von Philipp Ammon zu lesen. Man kann es durchaus als veritables Geschichtsbuch mit einer Fülle von genau beschriebenen Hintergründen bezeichnen. Ammon hat für das Buch unglaublich tief gelotet und viel Wissenswertes an den Tag befördert. Eine unglaubliche Fleißarbeit, die nicht hoch genug geschätzt werden kann, leistete der Autor augenscheinlich, die jedoch nötig war, um möglichst alle erreichbaren Quellen (akribisch aufgeführt) zu studieren, um diese Arbeit zu leisten. Einfach so und sozusagen in einem Rutsch ist das Buch – mit den vielen Hinweisen und Quellenangaben – logischerweise nicht zu lesen. Aber es ist für diejenigen, welche sich für dieses ansonsten meines Wissens wenig beackerte Thema interessieren dann doch unverzichtbar. Das Buch dürfte darüber hinaus aber auch für einen breiteren Leserkreis von Interesse sein. Die Zeit zur Lektüre dieses Buches wird man sich dann gewiss gerne nehmen. Und in der Corona-Krise hat sicher manche/r womöglich auch die Muße sich dem Buch in Ruhe zu widmen.

Das Buch

Philipp Ammon: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924
Neuauflage Neuauflage der ersten Ausgabe von 2015 mit einem Nachwort von Uwe Halbach
2020. 238 Seiten. Kt 29,80 €
Format 14 x 21,5 cm
ISBN 978-3-465-04407-9
Klostermann Rote Reihe 117

Monday, August 27, 2012

KULTUR: Tanz & Balz - Der Neid der Russen auf die Männer im Kaukasus. Von Volker Pabst (nzz.ch)

(nzz.ch) Volker Pabst, Maikop (Republik Adygeja) ⋅ Das Sozialleben ist im Nordkaukasus durch eine Vielzahl gesellschaftlicher Tabus und Gebote bestimmt, die bis heute weitestgehend befolgt werden. Insbesondere das Geschlechterleben ist streng reglementiert. Öffentlicher Körperkontakt zwischen Mann und Frau ist strikt untersagt.

Der kaukasische Paartanz, die Lesginka, spielt mit diesem Verbot. Dabei tanzt der junge Mann mit Sprüngen und Pirouetten auf seine Partnerin zu, die in letzter Sekunde in anmutigen Schritten der Bedrohung entschwebt. Je näher sich die Tänzer kommen, desto besser – bloss Berührung darf nicht sein. Geschieht das Missgeschick dennoch, so will es der Brauch, dass der Mann den Begleitern der Frau zur Entschädigung eine Runde spendiert. Früher, so heisst es, habe die Ehre nur durch eine sofortige Eheschliessung der beiden Tänzer gerettet werden können.

Auch heute noch ist die Familienehre bei Hochzeitsvorbereitungen von grosser Bedeutung. Die Verhandlungen sind so aufwendig, dass mancher Verehrer die Angebetete lieber entführt und erst dann Emissäre zur Brautfamilie entsendet, die unter diesen Umständen oftmals eher bereit ist, einer Ehe zuzustimmen. Die Furcht, die junge Frau könnte dem Abenteuer nicht unbefleckt entkommen und Schande über die ganze Familie bringen, spielt dabei keine unbedeutende Rolle.

Doch auch nach korrekter Eheschliessung bleibt alles Geschlechtliche suspekt. Für die Brauteltern repräsentiert der Schwiegersohn zeitlebens die Unschicklichkeit, durch welche die Tochter von der Jungfrau zur Frau wurde. Ein anständiger Mann geht daher aus Respekt den Eltern seiner Braut aus dem Weg, vor der Hochzeit und danach. Nicht selten bekommen sich die beiden Parteien ein Leben lang nicht zu Gesicht.

Die meisten Russen haben wenig Sinn für die Sitten und Gebräuche ihrer nichtrussischen Landsleute. Besonders Menschen aus dem Kaukasus werden im russischen Kernland oft offen diskriminiert. «Doch zumindest um etwas beneiden uns die Russen im Geheimen», hört man manchen Mann im Kaukasus lachen. «Wir führen ein Leben ohne Schwiegermütter!»

Wednesday, November 11, 2009

BLOG: Justyna Mielnikiewicz – Polish EVE Photographer (fiftycrows.wordpress.com)

Justyna Mielnikiewicz was born in Poland and now lives in Tbilisi, Georgia. Her journalism focuses on issues of politics and war in the South Caucasus by looking at the daily lives of the people and their environment. She also photographs the lives of the Russian Army and the Georgian Army in the process of training, fighting and dying. The depth, contrast and grain of Justyna’s black and white images in the Caucasus andCaspian captures an antiquated sense of life not unaware of the modern era. Justyna is a co-founder and member of Eve Photographers and Sputnick Photos.

Friday, October 09, 2009

EDUCATION: LEARN GEORGIAN AND RUSSIAN (georgiancourses.com)

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Sunday, March 08, 2009

BOOK: Surviving a Kidnapping in Chechnya (frontlineclub.com)

In 1997, Camilla Carr and Jonathan James were kidnapped and held for fourteen months in Chechnya. Speaking neither Russian nor Chechen, armed with good intentions and a car full of toys, the two Britons had volunteered to help traumatised children in Grozny. They were soon kidnapped, and this book - The Sky is Always There: Surviving a Kidnapping in Chechnya - is a ghastly tale of casual violence and the kidnappers' contempt for their hostages.

Many who travelled to Chechnya at this time got into trouble. A tough and resourceful Russian woman journalist I knew also worked with children in Grozny. Galya thought she knew what she was doing, but the Chechen man she most trusted betrayed her and she was taken captive. After her release, she fostered half a dozen Chechen children in her tiny flat in Moscow. She did not return to Chechnya.

Around the same time the authors and Galya were seized, I was held under armed guard while attempting to track down
President Dzhokhar Dudayev in hiding. Luckily, one bearded fighter recognised me from an afternoon when we had sheltered from shellfire together. The atmosphere lightened, and we were sent on our way to Dudayev. Afterwards, I too stopped working in Chechnya.

So how did the woefully unprepared Jon and Camilla think they would get away with it? Unable to talk to their captors, the couple were reduced to making sense of their situation in their own terms. They deployed healing visualisations, yogic breathing exercises and a strategy of appeasement. They even gave the gunmen massages. One captor raped Camilla many times over a prolonged period, with Jon listening in the next room. Eventually, she made it clear that the experience was terrible. The rapist claimed to be surprised, as he ostensibly thought that western women enjoyed rape. Camilla wondered whether she should have registered her objection sooner. The couple did not ask to be kidnapped, abused and raped, but the lesson is that people should think about the risk of going into an environment already known for the likelihood of kidnapping.

This is a car crash of a book, a how-not-to essay in on working in a war zone. Much of the time, one wants to shake the authors and ask them what they thought they were doing. Jon's dreadlocks, their massages and Camilla's clumsy confusion of eating and toilet utensils which so appalled their captors leave the impression that the authors didn't do their homework. Apparently, they were arrogant enough to think they didn't have to.

Reviewer: Richard Pendry is a lecturer in broadcast journalism at the University of Kent. He reported from all over the former Soviet Union, including Chechnya, for Frontline News in the 1990s. The Sky is Always There: Surviving a Kidnapping in Chechnya by Camilla Carr and Jonathan James is published by Canterbury Press and costs £14.99


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Saturday, August 23, 2008

ARTIKEL: Zum Essen bei guten Freunden. (welt.de)

1000 Georgier und 35000 Russen leben in Berlin. Im georgischen Restaurant Genazvale treffen sie aufeinander - aber verstehen sich nicht
Von Anemi Wick

Berlin - "Ich will nicht sterben", hatte ihr zwölfjähriger Neffe in Tiflis am Telefon gesagt. Nicht weit entfernt fielen die russischen Bomben. Nana Wittwer wollte hinfliegen, am liebsten sofort. Seit neun Jahren lebt sie in Berlin. Sie ist eine der 1026 georgischen Staatsbürger, die hier gemeldet sind. Die 33-jährige arbeitet im georgischen Restaurant Genazvale in Charlottenburg.

Der ganze Text >>>

Wednesday, August 20, 2008

VIDEO: Russian army is taking villages outside the conflict zone.

Russians have occupied the village of Perevi, Sachkhere district. Over 50 Russian soldiers and three tanks were stationed in the village this morning. Reportedly, they urge the population to get out of their houses and flee the village. The village of Perevi borders with Java region of South Ossetia.
Convoy of Russian militaries tried to enter Sachkhere district yesterday but Georgian police prevented them from occupying the village. After the resistance of the police, Russians returned to the territory with more tanks and more soldiers and stationed around the village of Gomi.



From: infobediani

Tuesday, August 19, 2008

RUSSIA: How the West Fueled Putin’s Sense of Impunity. (theotherrussia.org)


By GARRY KASPAROV
August 15, 2008; Page A13

Writing for the Wall Street Journal, Russian opposition leader Garry Kasparov comments on the war between Russia and Georgia, blaming the West for letting Russia slip into authoritarianism.
“Russia’s invasion,” he writes, “was the direct result of nearly a decade of Western helplessness and delusion.”

Russia’s invasion of Georgia reminded me of a conversation I had three years ago in Moscow with a high-ranking European Union official. Russia was much freer then, but President Vladimir Putin’s onslaught against democratic rights was already underway.
“What would it take,” I asked, “for Europe to stop treating Putin like a democrat? If all opposition parties are banned? Or what if they started shooting people in the street?” The official shrugged and replied that even in such cases, there would be little the EU could do. He added: “Staying engaged will always be the best hope for the people of both Europe and Russia.”
The citizens of Georgia would likely disagree. Russia’s invasion was the direct result of nearly a decade of Western helplessness and delusion. Inexperienced and cautious in the international arena at the start of his reign in 2000, Mr. Putin soon learned he could get away with anything without repercussions from the EU or America.


INTERVIEW: ... with a Russian politolog, invited by the Hudson Institute, professor Andrei Piontkovski.

Ia Merkviladze, New-York, Washington, USA.

Mr Andrei, "sovereign" Kokoiti has strangely disappeared ...
Kokoiti is a famous provoker, he organised the bombing of Georgian villages. Saakashvili was provoked, mislead in the deadfall exactly so, as it was done while the outbreak of the war in Chechnia. Kokoiti has absolutely lost confidence from Ossetians, as he fled from Tskinvali as soon as military activities started, leaving civilian population, women, children. Provoker did his own job and now another person is going to take his place is Tskinvali.

How do you think, will this person have Russian or Ossetian origin?
The matter is, that Kokoiti was the only person, who had Ossetian family name in the whole administration, as the Prime-minister, as well as other officials were Russians.

Finally, everybody saw that there has never been discussion over the independence of the South Ossetia ...
Ossetian formal forces and officials were sent there not only by Russian officials, but by criminal forces from Moscow as well. This was clear and obvious. If we refer Apkhazia, we must realise, that its administration leads a partially independent government there, though it totally depends on Russia. In Kokoiti's case, all of them have always been marionetes and that's why they disappeared so quickly.

Is it possible to get the same scene, as it was in Chechnia?
The outbreak of Georgian-Russian war was the result of the same provokation, as it took place in case of Chechnia. Basaev was intentionally kept in Dagestan, to give Moscow the reason of war.

How do you think, from the economic point, why was it under Russia's interests to commence war exactly now?
Russian economy depends on the oil. The prices are rather high at the moment and accordingly, it's possible to start a war. It was a psycological moment too, as Russia constantly used to declare about its regaining power over the post Soviet states and this is much more significant for Russian politicians, than economy.

How do you appraise the results of this war?
Bush's declaration on Monday was very, even surprisingly strict. The president of France visted Moscow on Tuesday, however the agreement, which Mr Saakashvili had to sign, was formulated in accordance with the Russian interests. Kondolisa Rice made a temperate announcement on Tuesday. I mean, that the West is not ready to oppose and attack Russia. Sarkozi's conduct on Sunday once again approves Europe's position regarding this matter.

What does it mean "the Europe is not ready", when will it be?
The Europe depends on the Russian gas, oil. Germany and France are substantial cooperators of Russian policy. Same as Italy, which took pro-Russian, pro-Putinian side. Berluskoni and Putin havea close private, as well as business relationship. I work in Washington and know that Moscow's influence here is not strong. More issues depend on the elections as well. If Mccain is elected as a president, he is going to lead a very rough policy against Russia, however, even in this case, his position is going to be balanced by France and UK. Georgia, of course has a support. On Monday, when there was a very imminent and real danger of Russian invasion into Tbilisi, only President Bush's declaration managed to stop them. On the other hand, Georgia lost the chance of getting back Apkhazia and South Osetia . I mean, that the West is not just going to let Russians destroy Tbilisi and invade the whole Georgia.

Let's assume, that Russian runs out of energetic resources ...
For the Western world, Georgia is not the main issue. Europe is not a significant player, so let's talk about Russia. Why does Putin behave so? Well, there is a war in Iraq and Avghanistan, there are internal conflicts in the government os USA, that's why Putin behaves in such a way. I remember American declarations while Chekoslovakian invasion, the same strict attitude appeared from the USA, when the danger of Tbilisi's destruction appeared. Bush clearly declared for Medvedev, that it would be too much. There are Russian groups in Moscow, who are going to do everything to destroy Georgia completely, that's why, Bush's factor played a great role in preventing such an escalation. However, nobody is going to assist Georgia in returning Apkhazia and South Ossetia.

Criminals in Kremli have their bank accounts in the western banks. If they would attack Tbilisi, all of the accounts would be annulated.

Does the whole Kreml have bank accounts in the Western Banks?
All of them, everybody knows about it. Who are politicians in Russia? Criminals. Everybody knows, that the Swiss firm "Gunvor" exports the whole Russian oil, which is, in fact governed by Putin.

Bush made his strict announcement on Monday, evening only after Saakashvili had already made a declaration about the future destruction of Georgia.
Yes, only after Bush received information about Tbilisi's bombing, he made such a comment.

The leaders of Azerbaijan and Armenia didn't visit Georgia ...
This is a great dieappointment for Georgians, especially the fact, that Aliev didn't arrive, but he is a careful Politician and confrontation with Moscow is not under his interests. However, there is the Baku-Tbilisi-Jeihan pipeline on the Georgian territory, which was as well bombed by Russians.

We can not in fact refer to the United Nations?
NO, you can't. Russia is going to veto it. This is a totally useless institution. The Security Council is not able to decide anything. They can just take such kinds of resolutions, as has already been signed by Mr Saakashvili, in which nothing is said about the territorial integrity of Georgia.

There was a discussion over the "sovereignty" in Moscow ...
They define "sovereignty" so, as they like. Nobody is going to refer Bank accounts because of Ossetia, but Tbilisi is another case. Sarkozi took an entirely different position.

Before this war, Georgia was more or less involved in the ongoing processes in this regions. What is going to Happen now?
Putin had planned to resignate Saakashvili. Russians are going to declare your President, as a war criminal and stop a dialogue with "criminal" and "guilty" person.

What would you do if you were in Saakashvili's situation?
I wouldn't really like to be on his place now. American factor still exists, Bush has stopped Russia from bombing Tbilisi. You have to care about deepening relationship with USA and support Mccain's candidate. I predict, that he is going to win. His paraphrase of Kennedy's famous phrase "I am Berlinnel" was a positive sign to you. This is the person, who was arrested and tortured in Vietnam by Russian KGB agents, that's why, his attitude toward Russia is absolutely clear.

But the 90% of Americans don't even know where Georgia is ...
This 90% doesn't lead the policy, the President does. That's why, if Mccain wins, his policy towards Russia is going to be more tense.

How do you think, will Maccein administration assist Georgia to solve the problem of territorial integrity?
Was our problem solved from Chechnia? Russia cheats while talking about territorial integrity in Chechnia, as it is even more independent now, than it used to be while Maskhadov. This is a very difficult issue, that's why, I can's exactly say anything. If Russia had given a bit more time to Saakashvili, Georgia would have made a great progress. Tbilisi has changed greatly, Achara resourts would have become world known ones. You have been doing everything in a right way, more or less Georgian economy was in order. Abkhazians would have started to think about living in such a rich and beautiful, well developed country. Only highly developed Georgia will be able to return territories.

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contact: georgiawar@gmail.com

Friday, August 15, 2008

VIDEO: Larry King Live Gorbachev on Russian - Georgian conflict (CNN)

'Signs of cold war present'
Larry King talks to Fmr. Soviet Pres. Gorbachev about the Russia-Georgia conflict and the effect on US-Russia relations.



From: MiaRossa