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Wednesday, August 08, 2012

RADIO: Journal-Panorama - Berg Karabach: Angst vor einem neuen Krieg Gestaltung: Mirko Schwanitz und Ani Matevosyan (oe1.orf.at)

Kleiner Kaukasus

(oe1.orf.at) Dienstag 07. August 2012

Bako Saakyan - so heißt der Mann, der Mitte Juli erneut zum Präsidenten von Berg-Karabach gewählt worden ist. In einer Wahl, die von keinem Staat der Welt anerkannt wurde, weil auch die Republik Berg-Karabach selbst international nicht anerkannt ist. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zu Aserbaidschan, doch in einem blutigen Konflikt 1992-1994 hat Armenien die mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region erobert und hält sie seitdem besetzt.

Die Bewohner der armenischen Enklave blicken mit Sorge in die Zukunft. Die wirtschaftliche Lage ist schwierig, die politische prekär: Seit dem blutigen Konflikt mit zehntausenden Toten warten mehr als eine Million Flüchtlinge - Armenier wie Aseris - auf die Rückkehr in ihre Heimatgebiete. Doch Armenien hält trotz Verurteilung durch die UNO nach wie vor eine breite „Pufferzone“ besetzt - insgesamt 20 Prozent des aserbaidschanischen Territoriums.

Sowohl Armenien als auch Aserbaidschan haben in letzter Zeit massiv aufgerüstet. Die Kriegsrhetorik wird immer lauter. Während die Verhandlungen der Minsker Gruppe auf der Stelle treten, befürchten internationale Beobachter einen Ausbruch eines neuen bewaffneten Konflikts.


Nver Hambarzumyan: "Wir mussten ihre Städte damals zerstören, damit wir leben können." Ein ehemaliger Soldat über den Konflikt zwischen Nagorny Karabach und Aserbaidschan. Externer Player
 

Monday, May 17, 2010

FERNSEHEN: Armenien. Frauenpower in Männerdomäne. Von Thomas Eichberg (mdr.de)

Während die Männer außer Landes nach Arbeit suchen, bleiben die armenischen Frauen zurück. Dennoch sind sie im öffentlichen Leben kaum an entscheidenden Stellen zu finden, trotz ihrer oft guten Ausbildung. Jede fünfte Frau hat inzwischen einen Hochschulabschluss. Eine junge Generation von Frauen will nun Männerdomänen durchbrechen.

Eine Demonstration in den Straßen der armenischen Hauptstadt Jerewan. Die Frauen fordern die Freilassung von politischen Häftlingen und die Einhaltung der Menschenrechte. Dass sich gerade Frauen stark machen für öffentliche Interessen, ist neu in Armenien. Hier herrscht eigentlich noch immer das Bild von der Frau als Seele des Hauses. Eine dieser rebellischen Aktivistinnen ist Ani Matevosyan. Die Studentin ist gerade 20 Jahre alt und müsste sich nach traditioneller Vorstellung jetzt eigentlich einen Mann zum Heiraten suchen. Stattdessen arbeitet sie für NGOs und Vereine, knüpft Netzwerke mit anderen Frauen.

mit:
Ani Matevosyan, Studentin und Aktivistin
Shushan Harutyunyan, Kuratorin
Miqayel Grigoryan, Landschaftsgärtner
Sona Bunatjan, Studentin

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