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Thursday, January 02, 2014

REISEN: Wo jeder Gast ein Geschenk ist. Von Heike Krusch (kleinezeitung.at)

(kleinezeitung.at) In Georgien und Armenien nimmt der Tourismus zusehends Fahrt auf. Eine Reise lohnt sich nicht nur wegen der Freundlichkeit.

 
Die Kirche Khor Virap in Armenien
Foto © Alex Ishchenko - Die Kirche Khor Virap in Armenien
In der einen Hand ein Schwert, in der anderen einen Weinkelch - so wacht die "Mutter Georgien" (eine monumentale Statue) unweit der Festung Narikala über das Zentrum der georgischen Hauptstadt Tbilissi und fasst damit zwei grundsätzliche Wesenszüge des georgischen Volkes zusammen. Georgier stehen wehrhaft für ihr Volk ein - und sie feiern gerne. Besonders stilvoll geht das in einem der Restaurants am Fuß der Festung, wo man die berühmte georgische Küche mit Blick auf die 2007 fertiggestellte Dreieinigkeitskathedrale, die dampfenden Schwefelbäder, den Platz der Republik mit modernen gläsernen Bauten und die Metechi-Kirche aus dem 13. Jahrhundert genießen kann. Serviert wird frei nach dem Motto "Vom Tellerwechsler zum Will- noch-Mehr". Auf unzähligen Tellern werden Käse, Gemüsevariationen, Obst, Huhn, Fisch und frisch gebackenes Brot gereicht - gewürzt mit frischen Kräutern und fruchtigen Soßen (Granatapfel, Mirabellen . . .) - ach ja, und keine georgische Tafel ohne Wein. Am liebsten natürlich aus den landeseigenen Weinanbaugebieten im ostgeorgischen Kachetien, wo der Rebensaft vermehrt wieder in Tongefäßen (Kvevri) ausgebaut wird, die in der Erde vergrabenen werden, was dem Wein einen ganz eigenen, leicht harzigen Geschmack verleiht. So verwundert es nicht, dass nicht nur die "Mutter Georgien" einen Weinkelch in Händen trägt, sondern auch die Nationalheilige Nino mit einem Kreuz aus Weinreben dargestellt wird. Sie soll in der alten Hauptstadt Mzcheta Wunder gewirkt haben, weshalb das Christentum bereits im Jahr 337 zur Staatsreligion erhoben worden ist.

Geschichten erzählt man sich gerne in Georgien. Was das Land, ebenso wie die große Bedeutung der christlichen Religion, mit dem Nachbarn Armenien gemein hat. Die armenisch-apostolische Kirche ist sogar die älteste Staatskirche der Welt, wovon nicht nur die beeindruckenden Klosterbauten wie das Weltkulturerbe Haghpat oder das Sewan-Kloster am malerisch auf 2000 Meter Seehöhe gelegenen Sewansee zeugen. Auch die Kreuzsteine, inoffizielle Wahrzeichen des Landes, künden vom tiefen Glauben (und auch der Kunstfertigkeit) der Bevölkerung. Deshalb muss es im Land der Steine natürlich ein Berg sein, um den sich besonders viele armenische Mythen ranken. Der Ararat (geografisch zwar in der Türkei) ist der heilige Berg der Armenier, auf dem Noahs Arche gestrandet sein soll. Nach dem Ararat ist übrigens auch eine der vielen großen Brandy-Fabriken in der Hauptstadt Jerewan benannt, von dem sich schon der Politiker Winston Churchill seine tägliche Ration genehmigte.

Während der Berg Ararat, so die Legende, sich nur den guten Menschen zeigt, sind die Armenier selbst großzügiger. Für sie gilt seit jeher jeder Gast als ein einzigartiges Geschenk.

Monday, August 19, 2013

REISE: Alles heißt hier Ararat. Von Gerhard H. Oberzill (nachrichten.at)

(nachrichten.at) In Armenien gibt es vieles, was Ararat heißt, doch der echte Ararat, der verschneite Fünftausender, liegt jenseits einer auch mentalen Grenze zur Türkei.
Alles heißt hier Ararat
Der den Armeniern heilige Berg Ararat von den Kaskaden oberhalb Erewans aus Bild: Oberzill

Welcome to Armenia“, begrüßt der Priester die zu „seinem“ Bergkloster Haghpat hinaufgepilgerten ausländischen Touristen. Und ja, selbstverständlich dürfe man ihn aufnehmen, warum denn nicht? Prompt stürzt sich die ganze Reisegruppe kamerabewaffnet auf den armen Gottesmann. Denn sie kommt eben „ausgehungert“ aus Georgien, wo zum Leidwesen der Fotografen die Geistlichkeit nicht auf Speicherkarten gebannt werden will. Aber Diener der Armenischen Apostolischen Kirche haben damit kein Problem.

Haghpat ist der erste große Klosterkomplex, der gewissermaßen auf dem Weg liegt, wenn man von Tbilisi einreist, der Hauptstadt des nördlichen Nachbarn Georgien. Zusammen mit dem nahen, ebenfalls mehr als tausendjährigen Kloster Sanahin wurde er zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Durch ihr Baumaterial, schwarzen Basalt aus Armeniens vulkanischer Vergangenheit, macht die Anlage einen ernsten, ja geradezu düsteren Eindruck. In Haghpat lernen die Besucher gleich zwei sakrale Besonderheiten des Landes kennen: den Gavit, eine nur in Armenien anzutreffende quadratische Eingangshalle, wo sich Pilger (ver)sammelten, bevor sie das eigentliche Gotteshaus betraten. Und Chatschkare – überlebensgroße Kreuzsteine. Meist wunderbar skulptierte Stelen als Sinnbilder für Kreuzigung (obwohl meist ohne Kruzifixus) und Erlösung, seltener zur Erinnerung an historische Ereignisse wie einen militärischen Sieg. 40.000 davon soll es im armenischen Kulturkreis geben.

Wer auf dem Landweg durch eher ärmliche Gegenden nach Erewan kommt, traut seinen Augen nicht: In der lebenssprühenden Hauptstadt wachsen Glaspaläste in den Himmel, stauen sich die neuesten SUVs, stöckeln miniberockte Damen klunkerbehängt durch elegante Einkaufsstraßen, sind Luxusrestaurants zum Bersten voll. Woher kommt all das Geld? Vielfach von Migranten, die in der Diaspora zu Wohlstand gekommen sind. Leben doch über die ganze Welt verstreut mehr als doppelt so viele Armenier wie „zu Hause“.

In Tsitsernakaberd („Schwalbenfestung“) auf einem zentrumsnahen Hügel erinnert das Genozid-Denkmal an den Völkermord von 1915 bis 1917, der nach türkischer Meinung keiner war und die bilateralen Beziehungen bis heute belastet. „Aghet“ heißt auf Armenisch die Katastrophe, bei der anderthalb Millionen Menschen umkamen. Am 24. April, dem Gedenktag, versinkt die Stätte in einem Blumenmeer. Stolz bewahrt das Museum eine Erstausgabe von Franz Werfels Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“, in dem der Altösterreicher die damaligen Ereignisse literarisch verarbeitete, was ihn zu einem Nationalheiligen werden ließ, der posthum die armenische Staatsbürgerschaft erhielt.

Das armenische Siedlungsgebiet erstreckte sich früher viel weiter. Doch nach dem Ersten Weltkrieg wurde entgegen anfänglichen Plänen Ostanatolien dem wiedergeborenen türkischen Staat zugesprochen. Für Armenien blieb bloß ein Gebiet übrig, dessen Fläche knapp jener von Nieder- plus Oberösterreich entspricht. Dabei ging auch der den Armeniern heilige Berg Ararat verloren, an dem laut Bibel (Genesis 8:4) Noah nach der Sintflut gelandet ist. Unerreichbar im Nachbarland

Dieses ihr nationales Symbol haben die Armenier ständig vor Augen, ohne es je erreichen zu können. Schwacher Trost: sie sehen den erloschenen Vulkan nicht wirklich jeden Tag. Er versteckt sich gerne, ziert sich, ist kapriziös wie eine Primadonna. Und lässt sich der verschneite Fünftausender samt seinem Kind, dem knapp 4000 Meter hohen Kleinen Ararat, blicken, weiß man nie, wie lange er einem diese Gunst gewährt.

Trotzig führte schon die Armenische Sowjetrepublik den Ararat in ihrem Wappen, was in Ankara auf wenig Begeisterung stieß. Aber diesbezügliche Proteste schmetterten die Kremlherren ab. Mit einer Antwort, die von Radio Erewan stammen könnte: Im Prinzip habe die Türkei recht. Aber sie zeige ja auch Halbmond und Stern in ihrer Flagge, ohne dass diese Himmelskörper auf ihrem Territorium lägen. Natürlich behielt das unabhängig gewordene Armenien den Gipfel im „Logo“ bei, setzte ihm nur anstelle von Hammer und Sichel die Arche Noah auf.

Überhaupt heißt in Armenien alles Mögliche Ararat. Südlich von Erewan zum Beispiel eine ganze Provinz samt darin befindlicher Stadt. Juice, Marmelade und Tee firmieren unter diesem Namen ebenso wie eine Bank und Hotels. Dazu Alkoholika: Da gibt es das hauptstädtische Weinkombinat Ararat und gegenüber eine Cognac-Fabrik, die aus rechtlichen Gründen nur mehr „Armenian Brandy“ verkaufen darf, das aber gleichfalls unter dem Label „Ararat“ tut. Zwischen beiden Firmen öffnet sich die vulkanische Hrazdan-Schlucht, überquert von der – wie der Volksmund sagt – „Säuferbrücke“.

Wer es sich einteilen kann, sollte unbedingt an einem Sonntag nach Etschmiadzin fahren, dem „Vatikan“ der Armenischen Apostolischen Kirche, und an der 11-Uhr-Messe teilnehmen. Auch wenn nicht Katholikos Karekin II. Nersissian, der Patriarch dieses altorientalischen Bekenntnisses, das Hochamt zelebriert, ist die Kathedrale gesteckt voll. Da nicht alle Menschen drinnen Platz finden, übertragen Lautsprecher die wundervollen Gesänge ins Freie. Karekin II. gilt als 132. Nachfolger von Gregor, dem Erleuchter, der (indirekt) das Christentum zur Staatsreligion erhob. Da dies der Legende nach bereits 301 geschah, betrachtet sich Armenien als ältestes christliches Land der Welt. Man begegnet dem Heiligen wieder in Khor Virap, wo er 13 Jahre lang in einem „tiefen Loch“ gefangen gehalten war. Diese unterirdische Location in Augenschein zu nehmen, kann nur schlanken Personen ohne Platzangst empfohlen werden. In erster Linie besuchen Touristen das Kloster, weil es einen prachtvollen Blick auf die beiden Ararats bietet. Vorausgesetzt, sie zeigen sich.

Wissenswertes über Armenien

Laut Legende wird im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion. Armenien sieht sich als ältestes christliches Land der Welt.

Kaukasusrepublik: Armenien zählt mit Georgien und Aserbaidschan zu den drei Kaukasusrepubliken. In der Antike ein Großreich zwischen Mittel-, Schwarzem und Kaspischem Meer, ist es heute zu einem Binnen- und Kleinstaat von knapp 30.000 Quadratkilometern geschrumpft. In ihm leben drei Millionen Menschen, mehr als doppelt so viele aber sind über alle Länder der Erde verstreut.

Garni war einige Jahrhunderte lang Sommerresidenz der armenischen Könige. Innerhalb des Festungsgeländes ließ Tiridates I. im 1. Jahrhundert einen hellenistischen Mithras-Tempel errichten. Er wurde bei einem Erdbeben 1679 zerstört und ab 1966 mit Originalmaterial rekonstruiert.

Erewan ist die Hauptstadt und mit mehr als einer Millionen Einwohnern größte Stadt Armeniens. In Erewan befindet sich die berühmte Aufbewahrungsstätte alter Handschriften und Miniaturen Armeniens und anderer Länder, Matenadaran, wo 13.000 einmalige armenische Handschriften auf Pergament und Papier, über 100.000 alte Archivalien aus verschiedenen Wissensbereichen aufbewahrt werden. Über Land und Leute

Ausgeprägtes Gebirgsland: 90 Prozent der Landesfläche liegen mehr als 1000 Meter über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt sogar 1800 Meter. Von Norden her erstrecken sich die mehr als 3000 Meter hohen Ausläufer des Kleinen Kaukasus. Die höchste Erhebung ist der erloschene Vulkan Aragaz (4090 Meter). Das Gebiet liegt in einem Faltengebirge – es entstand und verändert sich nach wie vor durch den Zusammenstoß der Eurasischen mit der Arabischen Platte – und ist dementsprechend stark erdbebengefährdet.

Sprache: Armenisch stellt einen eigenen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie dar. Sie wird weltweit von sieben Millionen Menschen gesprochen, in Armenien von 95 Prozent der Bevölkerung.

Der Völkermord an den Armeniern wurde Anfang des 20. Jahrhunderts begangen, als im Zusammenhang mit armenischen Unabhängigkeitsbestrebungen und dem Ersten Weltkrieg (1914–1918) eine große Zahl von Armeniern im Osmanischen Reich, aus dem die heutige Republik Türkei entstand, getötet wurde. Im engeren Sinn versteht man darunter die Morde in den Jahren von 1915 bis 1917.

Gruppenreisen nach Armenien, auch kombiniert mit Georgien, veranstaltet u.a. Kneissl Touristik:
www.kneissltouristik.at

Kommunistisches Erbe

Eine „Spezialität“, die Armenien freilich mit anderen postkommunistischen Staaten teilt, sticht in Alaverdi ins Auge: heruntergekommene Industriekomplexe.

Die dortige Ruine war einmal ein riesiges Kupferkombinat, das so viel Dreck in die Luft blies, dass es nach dem Zerfall der Sowjetunion geschlossen wurde, obwohl damit tausende Arbeitsplätze verloren gingen. Überhaupt ist die wirtschaftliche Lage in der Provinz immer noch reichlich trist, sodass Einwohner in die Hauptstadt Erewan übersiedeln oder gar ins Ausland abwandern.

Ein weiteres unseliges Erbe der kommunistischen Zeit zeigt sich am Sevansee, einem beliebten Ferienziel der Nomenklatura. Dem „armenischen Meer“, der blauen Perle des Landes, die mit 940 Quadratkilometern doppelt so groß war wie der Bodensee, wurde fortschrittsgläubig so viel Wasser für Landwirtschaft und Stromerzeugung entnommen, dass das biologische Gleichgewicht zu kippen drohte.

Der einzige Vorteil des ökologischen Größenwahns: Die beiden tausendjährigen Kirchen, die einst buchstäblich „isoliert“ lagen, sind nun nach dem Sinken des Seespiegels auch trockenen Fußes erreichbar.

Wednesday, March 25, 2009

FILM: “Ararat-14 views” premiere to take place on Apr. 14 (panarmenian.net)

PanARMENIAN.Net/ On Apr. 14 “Ararat-14 views”. Don Askarian’s film premier will be screened by European 3sat TV channel.

Mount Ararat is sacred to the Armenians. According to biblical tradition, this is where Noah’s ark landed following the Great Flood. Therefore, it remains a painful fact for the Christian Armenians that the mountain is located on Turkish territory, where it can only be seen from the distance. “Ararat-14 tesaran” does not address the question of borders, but deals with a gang of trigger-happy thieves involved in smuggling rare coins in the shadow of the great mountain. With unflinching passion, director Don Askarian has worked for five years on a film that is neither a tragedy, nor a documentary, nor an experimental film. The images shift from color to black and white, while animals – fish, snakes, birds, cats, dogs – infiltrate the screen to interact with the protagonists. The filmmaker studies Mount Ararat from fourteen different standpoints, thus creating a new reality. Flirting with magic, he escapes time and space, transposing a plot that turns into a wild odyssey or an escape. By and by, Don Askarian’s gaze becomes a vision, that of a powerful Armenian filmmaker, both hypnotic and amazingly rich.

Don Askarian was born in Armenia in 1949. He studied art history in Moscow and worked as an assistant-director and film critic before being arrested in 1975. He immigrated to Berlin in 1975, where he has lived and worked ever since. All of his films are anchored in the Armenian culture, and have been presented at many international festivals.

„Magischer Realismus“ – Filme von Don Askarian







ARARAT - 14 VIEWS by Don Askarian
Order DVD via donfilm@yahoo.com
www.don-askarian.am
Int.Film Fest.Rotterdam named him: "King of Cinema"

Don Askarian
Don Askarian was born in Stepanakert, Nagorno Karabakh. In 1967 he went to Moscow and studied history and art. He worked as an assistant-director and film critic for a year after his study.
In 1975-1977 Don Askarian was imprisoned. In 1978 he emigrated from USSR to West Berlin.
For the last 25 years he has lived and worked in Germany, The Netherlands and in Armenia, where he founded his own film companies.
He is a prize-winner at several international film festivals. In 1996 Don Askarian published his book "The Dangerous Light". Every year the interest to his really very unique films grow up. More and more film festivals come to honor Don Askarian with retrospectives. Serious TV-stations like ARD, WDR, ZDF, Channel 4, Arte, but also Belgian, Greek, Swiss, Slovakian, Armenian etc. TV Channels are constant co-producers and buyers of all his films. The films of Don Askarian were sold and broadcasted world wide about 80 times. Don Askarian, honored with a Harvard Film Archive retrospective, is considered the greatest Armenian filmmaker (but he is Russian-German- Dutch too). In 2004 he received Golden Camera Award for Life Achievement at Int. ART Film Festival, Slovakia. It turns out to be clearer what Hans-Werner Dannowski, the president of Interfilm, meant in 1992: "Time will pass until we recognize that Don Askarian is one of the most important filmmakers of our times. His movies will take up the time they need. Finally the films will have their success not with lies and assimilations but with truth." The retrospectives and special screenings around the world, on TV and important film festivals reflect it, mirror the growing interest in Don Askarian's films followed by a broad fascination by the audience.

Saturday, January 24, 2009

EXHIBITION: Jörg Herold - Der Dokumentararchäologe im Land der beschleunigten Folklore (EIGEN+ART, Berlin)

January 24 2009 - March 21 2009
TODAY: opening January 24 2009

5 - 9pm

I made two art-documentary travels through the South Caucasus with the german artist Jörg Herold in the last times. Now you can visiting a summary of this work in Berlin. Something could you see in the last year in Leipzig and Schwerin. It will be following a catalog or better an art documentary of this art travels. (Ralph Hälbig)



In his function as a "documentation - archaeologist" as Jörg Herold calls himself, he follows the mechanism of remembrance, securing, saving, investigation and research in his work progress. As a result of traveling into real and imagined memories emerge actions, films, installations, and drawings, which are holding the focus on cultural commemoration and historical cross-references.
On the basis of 30 motives, ethnographical as well as ethnological templates and historical documents like travel reports, Jörg Herold is questioning through a virtual created “ land of accelerated folklore" the strange and unknown with a critical view of today. The installations, which arise out of that background, combine the media painting, sculpture and movie. Thereby the Petersburger Style of hanging the canvas in the gallery will be broken open by stalactites and a couple mountain ranges. The archaic appearing massif is presented on wooden brackets and shows amongst others the Ararat, Holy Mountain of the Armenians the disembarkment point of Noah's Ark.

In the front part of the exhibition, where his work “Vitrinensturz" is presented, Jörg Herold comments on the skull aesthetic of Johann Friedrich Blumenbach
, a Professor in Göttingen/ Germany from the 19th century.
Based on his favorite skull of a Georgian woman
, Blumenbach assigned to the central-Europeans a preferred, high-class position.
In the centre of the first room the sculpture "Stalins Rache" is suspended from the ceiling that inherits the name of one of the most notorious dictators in our history. The pasty work on canvas "Fadenhalter" hangs at the wall behind the sculpture and refers to the scripts of "Heimweh" by Jung Stilling. This publication came along with numerous German emigrants in the 18th century and describes the second future of Christi in Solyma in the Caucasus
. In this comparison Jörg Herold refers to different forms of identity in a local and global context, aspect of violence and its consequence on nature and landscapes.
The centric mission in the work of a documentary archaeologist is to depict the possibilities of the memory for the future and to accentuate the conflict between aesthetic and ethic in presentation.
The film "Steinmeiers Erben" that is installed in the second room of the exhibition thematizes the recent journeys of Walter Steinmeier, the foreign minister of Germany, that give him an official view of the situation in European peripheral regions. Therefore the film builds a bridge to the installation "Des Nachbars Zaun" that is placed at the left wall at the first room and which represents the boundary shift into the east.
Jörg Herold aspires as a witness to history to dilute conserved time for a short moment by using media installations, painting, sculpture and film. Travelogues cut in fine filaments float out of the fence, besides a whole that dismantles the texture of the wall and even the sequence of the works on canvas is fractured by the roughness of the piled up mountains. Therefore the recorded gets in motion and the installation becomes a liquid concentrate of memories for the documentary archaeologist on his journey to the country of speeded folklore.

in german >>>


Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin

Gerd Harry Lybke
Geschäftsführung/Partner: Kerstin Wahala

Die naechste Ausstellung eroeffnet in Leipzig mit Ricarda Roggan am 17. Januar 2009. In Berlin eroeffnet Joerg Herold am 24. Januar 2009.

Auguststrasse 26
D - 10117 Berlin
Phone.: +49.30.280 6605.
Fax: +49.30.280 6616.
mail to:
berlin@eigen-art.com

Tuesday - Saturday 11am - 6pm


www.eigen-art.com

More photos and documentaries coming soon here in georgien.blogspot.com.


Sunday, July 27, 2008

REPORTAGE: Der mythische Berg

Der Ararat - Brennpunkt kultureller, ethnischer und religiöser Interessen

Entführung am Ararat! Wie mysteriös auch das glücklich ausgestandene Kidnapping dreier deutscher Bergsteiger durch kurdische Guerilla-Kämpfer gewesen sein mag, eines war deutlich genug: Sie schlugen nicht irgendwo, sondern am Ararat zu - und wollten damit ein Zeichen setzen. Dieser Berg ist ein kurdischer Berg! Freilich ist dieser Berg, je nach Blickwinkel, auch ein türkischer, ein armenischer oder - in einer ganz anderen Kategorie - ein biblischer Berg. Steile These: Wenn ein Berg für die Menschheit, auch für deren »nicht bergsteigenden Teil«, ein ganz besonderer ist, dann der Ararat, der im Brennpunkt kultureller, ethnischer, religiöser Interessen steht.

Der ganze Text >>>

Wednesday, July 09, 2008

NEWS: German mountaineers reported kidnapped on Mount Ararat

The governor of the eastern Turkish province of Agri says Kurdish rebels have kidnapped three German climbers on Mount Ararat. Mehmet Cetin said Kurdistan Workers' Party (PKK) rebels seized the climbers late on Tuesday in protest at the Berlin government's crackdown on PKK-affiliated bodies and supporters in Germany. The official said the climbers were part of a 13-member German team that was allowed to climb Mount Ararat believed by many to be the final resting place of the Biblical Noah's Ark. There's been no confirmation of the incident from the German embassy in Turkey. In the past, PKK rebels have abducted and released several foreign tourists and climbers in the country's southeast. The PKK has been fighting for autonomy in the region since 1984.

Source: Deutsche Welle



Ararat am 4. November 2007 von Narek

Sunday, April 20, 2008

PHOTOGRAPHY: Ararat. Armenian spring...

Foto: am 16. April 2008 von Vahancho

Sunday, January 27, 2008

REISETIPP: 10 gute Gründe nach Armenien zu reisen

Von Jackie Richard (www.bild.t-online.de)

Eine Hauptstadt ganz in Rosa, ein Denkmal für Charles Aznavour, Männer mit den spitzesten Schuhen der Welt und ein Berg, der fast vom ganzen Land aus gut zu sehen ist: In Armenien sind eben auch die Sehenswürdigkeiten was für fortgeschrittene Reisefreaks.

Das kleine Land im Kaukasus liegt eingekeilt zwischen der Türkei, Georgien, Aserbaidschan und dem Iran – und ist dabei nur so groß wie Brandenburg. Obwohl noch absoluter Reise-Geheimtipp, sind die Zuwachsraten im Tourismus zweistellig. Das hat mindestens zehn Gründe – und fast jeder ist schon eine eigene Reise wert:

Jerewan (1/2) Die Millionen-Metropole ist die einzige richtige Stadt im Land und viel lustiger als London oder Paris.

Nicht nur, weil man unerwarteter weise in zahllosen Edelboutiquen und kleinen Läden (vor allem Schuhe und Taschen!) fast genauso gut shoppen kann. Das Neuerworbene entspricht internationalen Standards und ist auf den breiten Boulevards unmittelbar einsatzfähig.

mehr >>>

Fotos: Ralph Hälbig

Wednesday, October 31, 2007

PAINTING: "Landscape" by GASPAR MELKONIAN


Oil on canvas 60x70cm

More you can find in the ARAME ART GALLERY JEREVAN

Sunday, October 14, 2007

ART:

Miniatur of Lilit Amirjanyan
Author of the illumination with Ararat


Uploaded on October 13, 2007 by Ralph Hälbig

We visited in Yerevan Mr. A.A. Abrahamyan. We made an interview with him about the changing of ideas of history stories in the caucasian area. In your flat he had showing us this miniatur which describing a myth from the armanian region ...

Lilit Amirjanyan
(10/05/59) was born in Artsakh (Karabakh). Graduate of Kh. Abovian Pedagogical Institute's Art Department. Ms. Amirjanyan is one of the leading experts on Armenian miniatures. She is a resident artist of world-famous Matenadaran, Armenia's Institute of Ancient Manuscripts. She has illustrated numerous books, participated in exhibitions of Armenian Christian Cultural Center "Momik" worldwide, and has had several one-man shows. Commissioned by the Diocese of the Armenian Church of America, Ms. Amirjanyan has illustrated the set of exquisite Christmas card featuring the subjects taken from the Bible. She has also decorated two Bibles and hand copied four full Texts. One of these Bibles is the property of Matenadaran, and the other is owned by a private collector.

Lilit Amirjanyan / Armenian Artist

Lilit Amirjanyan (10/05/59) was born in Artsakh (Karabakh). Graduate of Kh. Abovian Pedagogical Institute's Art Department.

Art Gallery

"How many roads do we have to paint red?" Armenita. Le Pomegranate, 1998. Exhibit at Narek.com Art Gallery. Artists. Gagik Adamyan · Lilit Amirjanyan ...

Monday, July 09, 2007

PHOTOGRAPHY:

Mt. Ararat.

Uploaded on July 1, 2007 by sevano_dc

Tuesday, April 24, 2007

Morgen früh 07:50 Uhr auf dem SR

Länder - Menschen - Abenteuer
Türkei - Die Wächter des Ararat (WH von SO)

Ein Film von Martin Thoma

Er ist der höchste Berg der Türkei: 5165 Meter. Und der einzige freistehende Fünftausender der Welt: der Ararat. Der Ort, an dem der Legende nach die Arche Noah gestrandet ist. Jahrzehntelang pilgerten Abenteurer zu seinem Gipfel in der Hoffnung, das biblische Wrack zu finden. Aber der Ararat liegt in Kurdengebiet, mitten in einer militärischen Sperrzone. Deshalb trauen sich heute kaum noch Touristen her. Darunter leiden vor allem die Ararat-Nomaden, die sich früher an Bergsteiger als Träger verdingten. Der Film erzählt aus der Perspektive des Nomadenjungen Erhan, der davon träumt, später einmal sein Geld als Fremdenführer zu verdienen.
Der Zwölfjährige gehört zum Stamm der Jelali. Seit Jahrhunderten ziehen die kurdischstämmigen Wanderhirten mit ihren Schafen über die Hänge des Ararat entlang den Grenzen zu Armenien und dem Iran. Die Türken nennen sie "Wächter des Ararat". Auf ihre Ortskenntnis und Bergerfahrung konnten sich Expeditions- und Reiseveranstalter stets verlassen. Bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges, als der Ararat zum Rückzugsgebiet für PKK-Guerilla-Kämpfer wurde, brachte der Bergtourismus den Jelali dringend benötigte Zusatzeinkünfte. Ihre Camps dienten als Basislager, sie errichteten Teestuben und verkauften Decken und Teppiche als Souvenirs. Im abgelegenen Ostanatolien hatten die archaisch lebenden Nomaden Kontakte mit Besuchern aus der ganzen Welt. Aber vor allem der Lohn, den die Männer als Bergführer bekamen, sicherte das Überleben ganzer Großfamilien.
Schon mit zehn, zwölf Jahren stiegen deshalb viele Jelali-Jungen zum ersten Mal auf den eisigen Gipfel. So früh wie möglich wollten sie sich als Helfer und Träger bewähren, später als verantwortlicher Führer. So auch Erhans Vater Mehmet, sein Onkel Halil und sein älterer Bruder Davut, der in Erhans Familie der Einzige ist, der Geld verdient. Ihm vor allem will der Zwölfjährige nacheifern. Denn auf der Spitze des Fünftausenders zu stehen, ist bei den Jelali noch heute die Mutprobe, die es zu bestehen gilt, um in die Welt der "richtigen" Männer aufgenommen zu werden. Und vielleicht werden eines Tages doch wieder Besucher aus dem Ausland kommen, um neben dem Bergsport auch Schatzsuche zu betreiben und im Gletschereis doch noch auf eine Planke der biblischen Arche zu stoßen.
Ein Team von Länder-Menschen-Abenteuer besuchte Erhans Familie auf ihrer Sommerweide und begleitet den Nomadenjungen, als er zusammen mit seinem älteren Bruder und seinem Onkel endlich das erste Mal zum Gipfel des Ararat aufbrechen darf.

Wednesday, April 11, 2007

Distant peaks Mt. Ararat

Mt Ararat (or Büyük Ağrı Dağı as it's locally known) is one of the many extinct volcanoes in this part of the Middle East. Towering above everything else in the area, it dominates the landscape for some distance around and is an impressive sight to the unsuspecting traveller. For an idea of scale, this was taken flying over Lake Van, over a hundred miles to the south-west.

Uploaded on April 9, 2007 by vexed&confused