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Saturday, December 14, 2019

VIDEO: "Stranger" Givi Margvelashvili. By Ketevan Sadgobelashvili [in georgian]

First Channel and Studio Epoch present you Victims of two dictatorships - Nazism and Communism. A double immigrant who lives in books and changes characters' destinies.

German-speaking Georgian writer and philosopher Givi Margvelashvili - in the film "Alien" by Ketevan Sadgobelashvili.

Wednesday, February 12, 2014

LESUNG: Begegnung mit dem deutsch-georgischen Schriftsteller und Philosophen Giwi Margwelaschwili am 13. Februar um 19:00 Uhr im Schriftstellerhaus in Tbilissi

Giwi Margwelaschwili
© Cordula Giese
Der Giwi-Margwelaschwili-Preis 2014 geht an Lascha Bakradse 

Preisverleihung
14.02.2014, 19:00 Uhr
Georgisches Schriftstellerhaus, Machabelistr. 13
Deutsch und Georgisch
Eintritt frei


Am Vorabend der Verleihung des Giwi-Margwelaschwili-Preises findet am 13. Februar um 19:00 Uhr im Schriftstellerhaus in Tbilissi (Machabeli Str. 13, Sololaki) eine Begegnung mit dem deutsch-georgischen Schriftsteller und Philosophen Giwi Margwelaschwili statt. Die Veranstaltung wird von Alexander Kartosia moderiert. Giwi Margwelaschwili liest auf Deutsch.

Giwi Margwelaschwili schuf in Georgien, weitgehend isoliert von seinem Geburtsland und von den internationalen kulturellen Diskursen, ein einmaliges und eigenwilliges philosophisch-literarisches Werk, das eine unverwechselbar originelle Position im Feld zwischen literarischer Postmoderne und philosophischer Phänomenologie behauptet. Die Verleihung des deutsch-georgischen Kulturpreises an ihn und die folgende Benennung dieser Auszeichnung nach Margwelaschwili ehrt am Beispiel eines exemplarischen Lebens und Werks die unbeirrte Hervorbringungskraft der deutsch-georgischen Kulturbeziehungen durch alle Totalitarismen und Gewaltexzesse des letzten Jahrhunderts hindurch. Nach 1989 ging Giwi Margwelaschwili zurück nach Berlin, seit 2011 lebt er wieder in Tbilissi. Die Stiftung eines deutsch-georgischen Kulturpreises ist eine gemeinsame Initiative des Regionalbüros des Deutschen Volkshochschulverbands (DVV International) und des Goethe-Institut Georgiens für Georgierinnen und Georgier, die sich um die kulturellen Beziehungen zu Deutschland besonders verdient gemacht haben.

Facebook-Veranstaltungsankündigung (Schriftstellerhaus)

Wednesday, December 18, 2013

ESSAYFILM: "Zuschauerräume" (Spectator Spaces). Ein Film über Giwi Margwelaschwili von Marika Lapauri-Burk und Niko Tarielaschwili (youtube.com)


 
(youtube.com) Veröffentlicht am 17.12.2013

Ein Film von
Marika Lapauri-Burk und Niko Tarielaschwili
Idee, Konzept: Marika Lapauri-Burk
Szenenbild, Foto: Gia Lapauri
Musik: Dato Malazonia
Redaktion: Marika Lapauri-Burk, Dr. Frank Tremmel
Kamera: Niko Tarielaschwili
Toningenieur: Iwane Gvaradze
Schnitt: Niko Tarielaschwili, Marika Lapauri-Burk
Produzenten: Marika Lapauri-Burk, Niko Tarielaschwili

Darsteller:
König, Gottfried, Graf Rehlen, Zweiter Offizier: Giwi Margwelaschwili
von Ramesin: Data Lapauri
Erpich: Giorgi Djibladze
Herzog: Lado Kalandadze
Herzogin: Lile Pilpani
Dornrose: Nini Lapauri

The essay film Spectator Spaces

from Marika Lapauri and Niko Tarielashvili shows the attempt to resolve the involvement of the people in stories and history. It lets the audience, participate in a trans-historical experiment. With the help of archival footage and staged movie sequences the two directors arrange the legendary German-Georgian writer's and philosopher's Givi Margvelashvili, author of the play of the same name and also the conceptual main protagonist of the film, kaleidoscopic insight into the possibilities and limits of an utopia. The focus of the actual events are the places of doom, such as theater, parliaments, conference rooms, of which history has its origin, and the attempt to wipe out the topography of the dramatic and narrative entanglements. The outcropping while at the same time perplexities of this historical and anti-historical actions affect not only disillusioning, but also open a reflexive access to a sense of space, which rises in the futility of the story about the historical period.

Deutschland/Georgien 2013, 50 Min. HD 1920/1080P 25fps sound stereo mix

Text: von Jana Papenbroock 

+++

Der Essayfilm von Lapauri und Tarielaschwili ist das Ergebnis ihrer vier Jahre währenden Beschäftigung mit Giwi Margwelaschwili und seinem Stück, die die Regisseure an die unterschiedlichsten Orte geführt hat. Orte, an denen das Vergangene und das Gegenwärtige wie übereinander projiziert erscheinen: Archive, Ruinen, verlassene Bibliotheken, Kinos, Rudimente von Räumen, in denen die Gespenster der Geschichte wirken. Der Film über Margwelaschwilis Stück ist ein Projekt über Geschichte und Geschichtsschreibung, über deren performative und narrative Voraussetzungen. Er ist ein offenes Werk, das sich mit den Mitteln der Multiperspektivität und mit diversen Film- und Videomaterialien auf die Suche nach den räumlichen und zeitlichen Kontinuen begibt, die Geschichte konstituieren und von denen Margwelaschwili erzählt. Es geht um die Sichtbarmachung eines blinden Flecks, der Stelle, an der wir selbst stehen, bereits im Bilde und in der Geschichte sind, aber uns stets unserer Verantwortung freisprechen. Es ist die unsichtbare Stelle des Zuschauers und die Unsichtbarkeit seiner Macht, die sich durch sein unbewusstes Begehren herstellt.

Immerzu sitzen wir im Theater- oder Kinosaal der Welt und schauen ihrem Spektakel und oftmals scheußlichen Treiben zu, ohne Stellung zu beziehen. Stets verschieben wir die Verantwortung auf die Anderen, das System, die Bedingungen. Margwelaschwili kehrt den Spiegel um und richtet das Licht auf die Sitzreihen, damit wir uns erblicken können, uns ein wenig unbequem zumute wird und wir über unsere Situation nachdenken können. "Zuschauerräume" wagt ein Gedankenexperiment: Wenn alle Topographien der Macht, Manipulation und Beherrschung, alle Räume also, die Geschichte produzieren, abgeschafft wären, müssten wir dann nicht in Frieden leben? In einem unbeobachteten Paradies, in dem wir vereint mit der Natur, einander wohlgesonnen und absichtslos existieren könnten. Die Umsetzung des Experiments bedarf  jedoch der Gewalt und der  Zerstörung von Kultur und Geschichte. Dass das nicht gut gehen kann, ahnen wir ziemlich schnell, wenn wir uns die unzählbaren Zerstörungen des vorigen Jahrtausends ins Gedächtnis zurückrufen. Das Stück klärt uns auf über die Gefahren des Terrors im Namen der transhistorischen Utopie. Es zeigt zugleich aber auch fortwährend die gewaltsame Borniertheit der bisherigen Geschichte. Margwelaschwili öffnet so den Raum der gedanklichen Kontextualisierung, in dem wir uns unserer Verantwortung als Akteure bewusst werden und in dem allein unsere Verstrickungen sich auflösen lassen.

Immer wieder sehen wir im Film eine weiße Leinwand, sehen wir Margwelaschwili lesen, Zuschauer schauen, Episoden aus den Archivmaterialien und Inszenierungen auf der Leinwand im Bild flimmern, die uns für den Raum sensibilisieren, von dem aus wir selbst projizieren, und der uns wiederum als Zuschauer produziert. Warum wollen wir unbedingt immer wieder das Eine, eine packende, gewalttätige Geschichte, sehen und können wir auch Anderes sehen wollen lernen? Der Film selbst ist eine materielle Antwort auf die Frage, in dem er die Möglichkeit eines glücklichen Todes überholter Signifikanten der Macht vorführt, einen Film wagt, der ohne Drama, ohne Mord und Totschlag, der Stimme eines Schriftstellers zuhört, der ganz einfach etwas zu sagen hat. Mit äußerster Behutsamkeit rekonstruiert der Film wie eine experimentelle, audio-visuelle Retrospektive die Zusammenhänge einer Allianz aus Erzähler, Geschichte und Zuschauer und sinniert über die multiplen Inkarnationen dieser Allianz und ihrer Verzahnung mit der brutalen Geschichte des 20. Jahrhunderts, an dessen Ende sich eben diese Konzepte aufzulösen begannen.


Lapauris und Tarielaschwilis selbstreflexiver Film ist eine Hommage und Kritik ihres eigenen Mediums zugleich. Die vielschichtige, musikalische Filmkomposition löst alle deterministischen Genregrenzen auf und verbindet wie in einem videographischen Stream-of-Consciousness, Geschichte im Singular mit den Geschichten im Plural, während wir immer im Zuschauersaal mit dem verschmitzten, intellektuellen Zentrum der ganzen Sache, Giwi Margwelaschwili selbst, bleiben, der uns heiter und optimistisch weiter von der Vergeblichkeit aller königlichen Bemühungen vorliest. „Zuschauerräume" ist als Anstoß zu verstehen, in der Zeit und dem Raum, die uns zur Hand liegen, zu handeln und zu denken, und Geschichte nicht als statische Abhandlung oder Chronologie von Ereignissen zu reproduzieren. 


Lapauri und Tarielaschwilis Begegnungen mit den Gespenstern der Geschichte ergeben kein abschließbares Bild. Sie regen uns dazu an, uns selbst mit ins Bild zu setzen, wenn wir über Geschichte nachdenken.
 

Friday, May 31, 2013

AUSZEICHNUNG: Giwi Margwelaschwili erntet den Italo Svevo Preis 2013 (boersenblatt.net)

"Ein weiser Anarchist" - Ausgezeichnet für das Lebenswerk: Giwi Margwelaschwili

Giwi Margwelaschwili © Alexander Janetz
(boersenblatt.net) Giwi Margwelaschwilis „ästhetischer Eigensinn“ gab den Ausschlag: Mit der Auszeichnung wollen die Juroren das "literarisches Lebenswerk" des deutsch-georgischen Autors "ehren und fördern, dessen Rang sich bereits abzeichnet, dem es jedoch vorerst am breiten Zuspruch der Zeit mangelt.“

Der Italo Svevo Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird durch mäzenatisches Engagement ermöglicht. Preisträger der vergangenen Jahre waren Volker Harry Altwasser, Annette Pehnt und Marie-Luise Scherer.

Giwi Margwelaschwili
Deutsch war die erste Sprache des 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten geborenen Giwi Margwelaschwili. 1946 wurde er, zusammen mit seinem Vater, vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert und dann nach Georgien verschleppt. Dort brachte er sich als Deutschlehrer durch. Und er schrieb, ungeachtet der sprachlichen und intellektuellen Isolation, deutsche Prosa, ein überbordendes Werk, das fremd wie ein Findling in der literarischen Landschaft aufragt, quer zu Moden und Zeitströmungen. Erst 1987 konnte Giwi Margwelaschwili nach Deutschland ausreisen. Heute lebt er in Tiflis und Berlin.


„Giwi Margwelaschwili ist ein weiser Anarchist, ein närrischer Philosoph, einer, der Grenzen erkennt, aber nicht anerkennt“, notierte Katja Lange-Müller. Giwi Margwelaschwilis Werke erscheinen u. a. im vom Großbrand im LK-Lager schwer betroffenen Berliner Verbrecher Verlag. Zuletzt veröffentlichte er dort die „Fluchtästhetische Novelle” (2012).

Die Preisverleihung findet am 5. Juni im Literaturhaus Hamburg statt
 
Insa Wilke hält die Laudatio
Aus Krankheitsgründen kann der Autor leider nicht anwesend sein!

Friday, April 26, 2013

LITERATUR: "Ein weiser Anarchist" - Giwi Margwelaschwili erhält Italo Svevo Preis (buchmarkt.de)

Auszeichnungen - Giwi Margwelaschwili(buchmarkt.de) Der elfte Preisträger des Italo Svevo Preises heißt Giwi Margwelaschwili. Deutsch war die erste Sprache des 1927 in Berlin als Sohn georgischer Emigranten geborenen Autors, dessen Werke hauptsächlich im Verbrecher-Verlag erscheinen.

Margwelaschwili wurde 1946, zusammen mit seinem Vater, vom sowjetischen Geheimdienst NKWD entführt. Der Vater wurde ermordet, Giwi Margwelaschwili in Sachsenhausen interniert und dann nach Georgien verschleppt. Dort brachte er sich als Deutschlehrer durch. Und er schrieb, ungeachtet der sprachlichen und intellektuellen Isolation, deutsche Prosa, ein überbordendes Werk, das fremd wie ein Findling in der literarischen Landschaft aufragt, quer zu Moden und Zeitströmungen. „Giwi Margwelaschwili ist ein weiser Anarchist, ein närrischer Philosoph, einer, der Grenzen erkennt, aber nicht anerkennt“, notierte Katja Lange-Müller


Die Preisverleihung findet am 5. Juni 2013 im Literaturhaus Hamburg statt, die Laudatio hält Insa Wilke.

Später Ruhm: Italo Svevo Preis für Giwi Margwelaschwili (morgenpost.de)
 
Mehr zum Preis: nordcapital.com

Weitere Links:
boersenblatt.net 
buecher.at

Monday, November 17, 2008

LITERATUR: Verdienstkreuz für Giwi Margwelschawili

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Giwi Margwelschawili wird heute, 15.30, von Herrn Staatssekretär André Schmitz in seinem Dienstzimmer 4 C 3, Brunnenstraße 188, das Verdienstkreuz am Bande überreicht.

Am 27.11.2008 ist Buchpremiere und Lesung mit Giwi Margwelaschwili aus "Vom Tod eines alten Lesers", Verbrecher Verlag, Buchhandlung Buch & Service im Auswärtigen Amt, Werderscher Markt 1, 10117 BerlinBeginn 19.00 Uhr

Ein alter Mann wird tot aufgefunden, sein Kopf liegt auf dem Buch, in dem er eben noch ein Gedicht gelesen hatte. Der Geist des alten Mannes jedoch lebt in dem Gedicht weiter, darauf hoffend, die Leserinnen und Leser auf die verborgenen Schönheiten des lyrischen Textes aufmerksam machen zu können. In einer anderen Erzählung sieht sich die Buch- und Versweltverwaltung genötigt, einen alten Diktator, dem es in seinem Geschichtsbucheintrag zu eng geworden ist, mit der Selbstlektüre seiner Werke zu beschäftigen – bis er um Gnade bittet! Kann sie außerdem den Reiter vom Bodensee davor retten, nach der Überwindung der Gefahr doch noch sterben zu müssen? In den sechs Erzählungen Margwelaschwilis wird die Welt der Texte, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt und kräftig durchgeschüttelt. Und das sehr zur Unterhaltung seiner Leserinnen und Leser!
Eine Veranstaltung im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen.

Sie sind herzlich eingeladen, Giwi zu gratulieren, wenn nicht heute, dann auf der Lesung.

Am 18. 11. 2008 gibt eine Lesung von Apti Bisultanov und mir in der Lettrétage, Methfesselstraße 23-25,10965 Berlin (U-B Platz der Luftbrücke), Beginn 20 Uhr

Ekkehard Maaß
Deutsch-Kaukasische Gesellschaft e. V.
Schönfließer Straße 21, 10439 Berlin
Tel 030 4457006 / mobil 0171 1773543
Spendenkonto HypoVereinsbank
BLZ 10020890 / Kto 5619661