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Thursday, January 03, 2013

VIDEO: Ein 5000 Jahre altes Goldbergwerk in Georgien (საყდრისი) (youtube.com)


Georgien: Goldrausch im Kaukasus
31.07.2008
Von Heiko Schwarzburger 

(tagesspiegel.de) Deutsche Forscher suchen in Georgien nach dem Goldenen Vlies – und finden ein 5000 Jahre altes Bergwerk.

Bild schließenEs war eine Sensation: Im Jahr 2004 entdeckte ein deutsch-georgisches Forscherteam bei Grabungen im Vorkaukasus ein 5000 Jahre altes Goldbergwerk. „Wir wussten, dass die Kupferverarbeitung in dieser Gegend bis ins fünfte Jahrtausend vor der Zeitenwende zurückreicht“, sagt Thomas Stöllner, Forscher am Bergbaumuseum in Bochum und zugleich Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Ruhr-Universität. „Aber dass wir eine so alte Goldmine finden würden, das hat uns alle überrascht.“

Vor wenigen Tagen sind die Wissenschaftler zu einer neuen Grabungskampagne aufgebrochen, um die unterirdischen Stollen und die oberirdischen Anlagen miteinander zu verbinden.

„Das ist ein wichtiger Schritt, um das Bergwerk als Ganzes zu präsentieren“, sagt Stöllner. Außerdem will er mit seinem Team ein Bergarbeiterdorf in der Nähe der Grube ans Licht holen. Die Siedlung ist ungefähr einen Kilometer von der Mine entfernt und rund 60 Hektar groß.

Im vergangenen Jahr hatten die Forscher im georgischen Sand ein Haus entdeckt, in dem sich große Mahlsteine befanden – offenbar Werkzeuge, mit denen die einstigen Bewohner des Kaukasus Gold aus dem Gestein herauslösten. Und in den Ruinen stießen sie auf große Mengen goldhaltigen Sand, die den Zweck der Siedlung eindeutig offenbarten. „Allerdings fanden wir in älteren Gräbern keine Beigaben aus Gold“, berichtet der Archäologe. „3000 vor Christus war das Edelmetall offenbar nur für herausragende Anlässe oder in anderen Regionen als Schmuck von Bedeutung.“ Schon seit 2003 sind die Wissenschaftler auf den Spuren des Sagen umwobenen Goldenen Vlieses unterwegs. In der griechischen Mythologie wird damit das Fell des goldenen Widders Chrysomeles bezeichnet, der fliegen und sprechen konnte. Als die Bewohner der Region Kolchis am unteren Rioni-Fluss im heutigen Georgien den Widder bei einem Tempelritual opferten, zogen sie ihm das goldene Fell ab. Das Vlies wurde später von den Argonauten geraubt. Ganz in der Nähe, in Sakdrissi, rund 50 Kilometer südwestlich der georgischen Hauptstadt Tiflis, fanden die Forscher um Stöllner das Goldbergwerk aus der Bronzezeit. Sie untersuchten organisches Material aus den Stollen auf bestimmte Isotope, deren Zerfallsgeschwindigkeit bekannt ist. Anhand des Mengenverhältnisses dieser Atomsorten datierten sie die Erzgrube auf 5000 Jahre. Somit dürfte sie das älteste Goldbergwerk im festen Gestein in der Alten Welt sein.

„Die alten Erzgänge sind leer“, sagt Stöllner. Er habe jedoch Spuren gefunden, die vermuten lassen, dass erst kürzlich Menschen dort waren, um das Edelmetall zu suchen. Gold ist derzeit auf dem Weltmarkt so teuer wie nie zuvor, es wird mit gut 900 US-Dollar je Feinunze gehandelt. „In Sakdrissi muss man aber sehr genau wissen, wo man suchen muss“, sagt Stöllner und schmunzelt. „Laien werden dort nichts finden.“

Den Bochumer Forscher zieht es aber nicht des Goldes wegen in den Kaukasus. Sein Interesse gilt der Archäometallurgie, die sich mit der Erforschung uralter Bergbaugebiete und Verarbeitungstechniken beschäftigt. Um etwa die Herkunft von Metallen zu bestimmen, untersucht Stöllner Schmuckstücke oder Waffen mit modernen Methoden der Ingenieurwissenschaften und der Werkstoffforschung.

Manchmal dauert es lange, bis sich der Erfolg einstellt. Der Weg nach Georgien führte die Wissenschaftler zunächst über den Nahen Osten. „Wir hatten jahrelang in Israel und in Jordanien nach Kupfervorkommen gesucht, die schon im vierten Jahrtausend vor Christus ausgebeutet wurden“, sagt Andreas Hauptmann vom Bergbaumuseum Bochum. „Für unsere Forschungen haben wir unter anderem den Jüdischen Nationalschatz analysiert – rund 400 wunderbare Metallobjekte.“ Dabei stießen sie auf Legierungen aus Kupfer, Antimon und Arsen, bei denen nicht klar war, woher die Metalle kamen. Aus den nächst gelegenen Bergwerken jedenfalls nicht. Die Überlegungen der Experten richteten sich bald auf den Kaukasus. Mitte der neunziger Jahre machte sich Hauptmann auf nach Tiflis.

Es begann ein Wettrennen gegen die Zeit. Denn infolge der rasanten Veränderungen nach dem Zerfall der Sowjetunion gelangten auch in Georgien weite Landstriche unter die Kontrolle großer Bergbaukonzerne, die verschiedene Erze in großflächigen Tagebauen abbauen. Spuren früheren Lebens drohten unwiederbringlich zerstört zu werden. Auch das alte Goldbergwerk in Sakdrissi befand sich auf dem Gelände einer Minengesellschaft und war von den Baggern bedroht. „Es ist uns gelungen, das Bergwerk unter Denkmalschutz zu stellen“, sagt Irina Gambaschidse vom Otar-Lordkipanidse-Institut, die die Grabungen von georgischer Seite aus leitet. Bei der Bergarbeitersiedlung aus dem vierten Jahrtausend vor Christus kämpfen die Wissenschaftler noch um diesen Status. „Es würde uns schon helfen, wenn wenigstens ein Teil der Anlage geschützt würde“, sagt sie.

Ergänzt werden die Arbeiten in Sakdrissi durch Studien zu frühbronzezeitlichen Siedlungen in der Region. Zudem untersuchen Mitarbeiter des georgischen Nationalmuseums die Land- und Viehwirtschaft des dritten Jahrtausends vor Christus in der Region, um ein umfassendes Bild der Lebensweise der Kaukasier in jener Zeit zu erhalten. Parallel dazu sammeln deutsche und georgische Wissenschaftler Erzproben und goldene Artefakte unmittelbar aus den Goldvorkommen sowie aus den Beständen der georgischen Museen. Auch deren Herkunft wird in Deutschland analysiert.

Dabei stehen die Wissenschaftler vor einigen Herausforderungen. Denn anders als bei Kupfer lässt sich die Herkunft des Goldes nur schwer ermitteln. Kupferkelche und kupferne Schüsseln bestehen meist aus metallischen Legierungen, dessen Kupferanteil aus einer einzigen Lagerstätte stammt. Je nachdem, wo sich diese befindet, weist die Kupferlegierung ganz bestimmte geochemische Eigenschaften auf. Dadurch lassen sich Rückschlüsse auf den Ursprungsort ziehen.

Bei Gold ist es komplizierter. Auch wenn das Edelmetall in Sakdrissi aus festem Gestein gelöst wurde, die größten Mengen wurden seinerzeit aus Flüssen gewaschen, die sich wiederum aus etlichen Zuläufen, wie Nebenflüssen, Bächen und Rinnsalen speisten. Auf diese Weise wurden die Edelmetalle aus teilweise entfernten Lagerstätten miteinander vermischt. „Dadurch verwischt der geochemische Fingerabdruck, und das erschwert die regionale Zuordnung des Goldes“, sagt Andreas Hauptmann.

Erst seit wenigen Jahren ist es möglich, die chemische Zusammensetzung von Gold genau zu erfassen und damit eine Herkunftsanalyse zu wagen. Dazu wollen Mineralogen von der Universität Frankfurt am Main noch weitere Elemente analysieren, die in winzigen Mengen an dem Gold haften. Mit den Ergebnissen, so hoffen Stöllner und seine Kollegen, können sie die dunklen Pfade des kaukasischen Goldes weiter erhellen. 

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Mehr Infos:

Monday, May 07, 2012

REPORTAGE: Die Goldfahnder. Auf der Suche nach dem goldenen Vlies. Film von Peter Prestel (phoenix.de)

(phoenix.de) Gold war schon in der Antike heiß begehrt. Es war und ist ein Machtfaktor, ein Statussymbol, und es hat auch in Tausenden von Jahren nichts an Nimbus und Wert eingebüßt. Schon die alten Griechen waren ganz versessen auf das Edelmetall, was die Geschichte vom Raub des Goldenen Vlieses beweist. Die deutschen Wissenschaftler Andreas Hauptmann und Thomas Stöllner sind Spezialisten im Aufspüren antiken Goldes. Um dem Ursprung vom Mythos Gold auf den Grund zu gehen, verfolgen sie zwei getrennte Spuren.

SENDER: ARTE - SENDETITEL: Die Goldfahnder - Auf der Suche nach dem Goldenen Vlies - UNTERTITEL:  (Erstausstrahlung ARTE: 15.05.2009) - Als Mineraloge und Lagerstättenkundler weiß Hauptmann, wo das edle Metall vorkommen kann. Sein Kollege Stöllner kennt als renommierter Bergbauarchäologe die Methoden, mit denen Menschen seit Jahrtausenden versuchen, an den begehrten Stoff zu gelangen.

An den südlichen Abhängen des Kaukasus vermuteten Historiker das alte Königreich Kolchis, aus dem das Goldene Vlies der Legende nach gestohlen wurde. Im heutigen Georgien sucht Thomas Stöllner deswegen nach möglichst alten Goldbergwerken. Weiter im Süden, an der türkischen Schwarzmeerküste, deuten geologische Verhältnisse ebenfalls auf Vorkommen des Edelmetalls. In den reißenden Gebirgsbächen des Kackar-Gebirges fahndet Andreas Hauptmann nach dem Gold der Antike.

Dem georgisch-deutschen Team um Thomas Stöllner gelingt in Transkaukasien eine erste spektakuläre Entdeckung: In einem Berg bei Sakdrissi stoßen sie auf uralte Stollen und Schächte: das erste Goldbergwerk der Menschheit, 5.000 Jahre alt. Tausend Jahre, bevor die Ägypter in der Nubischen Wüste begannen, dem glänzenden Metall nachzujagen, betrieben die Menschen hier systematisch Bergbau. Neben dem Bergwerk kann eine große Siedlung mit unzähligen Reibsteinen und Brennöfen freigelegt werden, Beweise für eine wahre Goldindustrie. Das heutige Georgien könnte tatsächlich die Heimat des legendären Goldenen Vlieses gewesen sein.

Auch aus der Türkei kommen Erfolgsmeldungen. Andreas Hauptmann gelingt es, aus den Bächen des Kackar-Gebirges Gold zu waschen. Die Methode ist weit weniger aufwendig als ein Bergwerk zu betreiben. Die Menschen der Antike verwendeten zum Goldwaschen Schaffelle, in denen sich die Goldkörnchen verfingen. Diese Goldfalle aus Wolle muss als Vorlage für das mythische Vlies gedient haben, das von Medea und Jason geraubt wurde.Die Wissenschaftler verfolgen die Spur des ersten Goldes weiter: Der geochemische Fingerabdruck der gefundenen Proben soll verraten, wohin die Schätze einst geliefert wurden. Bis nach Mesopotamien, in den heutigen Irak, lässt sich der Wege des Goldes aus dem Kaukasus verfolgen.Stöllner und Hauptmann haben den ersten industrialisierten Goldbergbau der Menschheit in Georgien und der Türkei ausgemacht. Es scheint sich zu bestätigen, dass hinter dem Mythos des Goldenen Vlieses und dem sagenhaften Land Kolchis mit seinem unglaublichen Goldreichtum mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt.

Sendetermine in phoenix.de:

Do, 03.05.12, 06.30 Uhr

Sa, 05.05.12, 16.30 Uhr

So, 06.05.12, 10.30 Uhr

Di, 08.05.12, 03.00 Uhr

Mi, 16.05.12, 06.30 Uhr

Sa, 26.05.12, 06.30 Uhr

Friday, November 26, 2010

VIDEO: Gold rush hits Georgia's Caucasus Mountains. (bbc.co.uk)

Help A new gold rush is taking place in Georgia's Caucasus Mountains.

For centuries, they have been known to have vast untapped reserves of gold, much of which is difficult to get at because of the complex rock patterns.

But now gold has become one of the country's most important exports a small team of experts has begun to pan for gold in streams.

Tom Esslemont reports from Georgia. video >>>

Thursday, November 25, 2010

AUSSTELLUNG: Das Pergamonmuseum zeigt Schätze aus dem Kaukasus (tagesspiegel.de)

Gold der Steppe im Pergamonmuseum

Wo Virchow grub: Das Pergamonmuseum zeigt Schätze aus dem Kaukasus - und macht für diese Ausstellung einen mutigen Schritt.

Rudolf Virchow kennt man in Berlin als Mediziner an der Charité und Namensgeber eines Krankenhauses. Weniger geläufig ist jedoch, dass er sich 1881 auf den beschwerlichen Weg von Berlin nach Tiflis machte, 4000 Kilometer mit der Eisenbahn und auf dem Pferd. Denn Virchow war nicht nur Arzt, sondern auch Anthropologe und Archäologe. Er folgte einem Ruf, den damals, Ende des 19. Jahrhunderts, viele deutsche Gelehrte und Hobbyforscher vernahmen: Auf nach Südrussland, in das Gebirge des Kaukasus und die Steppenlandschaft am Schwarzen Meer, wo man auf den Feldern der Bauern Grabbeigaben mit tausendjähriger Geschichte finden konnte.

Virchow stieß auf die früheisenzeitliche Koban-Kultur. Seine Funde, die er bei Ausgrabungen auf einem Friedhof machte, überließ er dem Königlichen Völkerkundemuseum, dem späteren Museum für Vor- und Frühgeschichte. Dank Virchow besaß es eine der größten Kaukasus-Sammlungen außerhalb Russlands.
Diese archäologischen Schätze, Diademe aus Gold, Spiegel aus Bronze, Perlengeschmeide und Schmuckschließen, zeigt nun das Pergamonmuseum in seiner Ausstellung „Das Silberne Pferd“. Im Vordergrund stehen nicht nur die kunstvoll gefertigten Zeugnisse der Skythen, Sarmaten und Goten vom 10. Jahrhundert v. Chr. bis ins 7. Jahrhundert n. Chr., sondern auch Virchow selbst, seine deutschen und polnischen Zeitgenossen. Bei den Landesnachbarn stieß die einst an Edelmetallen so reiche Region ebenfalls auf Interesse.

Das Pergamonmuseum macht für diese Ausstellung einen mutigen Schritt, wohlwissend, dass dieses Nischenthema über ein recht unbekanntes Kapitel europäischer Forschungsgeschichte nicht die Massen anzieht: Studenten der Ausstellungsarchitektur an der FH Düsseldorf haben die Schau entworfen und einen fiktiven Forscher ersonnen, der sich mit den Besuchern auf die Reise begibt. Die Erklärungstexte an den Wänden sind in Ichform geschrieben. Das liest sich flotter als mancher Sachtext. Das Publikum wird von einer mit lässiger Hand gezeichneten Kulissenherrschaft zur nächsten geführt, von einem Volk zum nächsten. Nur wenige Exponate stehen in den Vitrinen, sie erhalten konzentrierte Aufmerksamkeit.

Titelgebend ist eine silberne Phaleron, eine etwa handtellergroße Zaumzeugschnalle mit Pferdekopf. Sie war eine Schenkung des Barons Johannes von Diethardt, eines leidenschaftlichen Sammlers. In den Archiven der Berliner Museen wird er nur als „ungenannter Gönner“ geführt. Damals zog er die Anonymität vor. Jetzt wird er geehrt.

Pergamonmuseum, Museumsinsel, bis 13. März 2011; Mo–So 10–18 Uhr, Do 10–22 Uhr

Thursday, December 18, 2008

VIDEO: Das Gold der Kolcher (zdf.de)

Bilderserie: Suche nach dem Gold der Kolcher

Video: Die Spur des Goldes - die komplette Sendung als Abrufvideo

Mittwoch, 17.12.2008 22:45 - 23:15 Uhr

Länge: 30 min

Wissenschaftsmagazin, Deutschland, 2008

Abenteuer Wissen

Die Spur des Goldes

Archäologen auf der Suche nach dem Gold der Kolcher

Gold faszinierte die Menschen zu jeder Zeit, auf jedem Kontinent. Der Mythos Gold ist Sinnbild von Glanz, Ewigkeit und Macht. Und Gold weckt Begehrlichkeiten: Die alten Griechen waren auf der Suche nach dem "Goldenen Vlies", die Spanier raubten Kostbarkeiten der Azteken, und Abertausende Glücksritter der Neuzeit verfielen dem Goldrausch in Alaska. Berühmt sind auch die legendären Goldschätze der Kolchis, die schon vor den Ägyptern eine hoch spezialisierte Goldindustrie entwickelten.

weiter >>>

Wednesday, May 02, 2007

Nachrichten aus Georgien

Energieversorgung: Europa zeigt Interesse am Kaspischen Meer Die Zeit - Hamburg, Germany
Europa setzt zur Sicherung seiner Energieversorgung auf eine engere Zusammenarbeit mit Georgien. Minister Beschuaschwili bestätigte, beide Seiten hätten ...
EU will mehr Energie vom Kaspischen Meer - Für Reformen in Georgien Verivox - Heidelberg, Germany
Brüssel - Europa setzt zur Sicherung seiner Energieversorgung auf eine engere Zusammenarbeit mit Georgien. "Wir würden gern mehr Gas und Erdöl aus der ...
Katie Melua besingt den Sommer CNet.de - München, Bayern, Germany
Für fünf Konzerte kommt die in Georgien geborene Sängerin nach Deutschland:. Sie können alle Antworten auf diesen Artikel in einem RSS 2.0 Feed verfolgen. ...
Der neue Ost-West-Konflikt sueddeutsche.de - Bayern, Germany
Es ist wahrlich bezeichnend, durch die Aufzählung der in den letzten zwei Jahren in Europa und in Georgien entstandenen Konfliktzonen mit Russland , diesem ...
FTD: Georgien reizt Moskau im Raketenstreit Finanztreff - Schweinfurt, Germany
Georgien hat Interesse an einer Stationierung von Teilen des geplanten amerikanischen Raketenschutzschilds auf seinem Territorium signalisiert. ...
Georgien: Präsident Saakaschwili sieht in Grenzsicherung ... RIA Novosti - Moscow, Russia
"Keine der ethnischen Gruppen, die in Georgien leben, ist unser potentieller Feind. Aber all jene, die gegen unsere staatliche Einheitlichkeit auftreten und ...
Medeas Gold – Neue Funde aus Georgien Herner Feuilleton - Germany
Auf der Suche nach dem Goldenen Vlies segelt Jason mit den Argonauten bis in das Königreich Kolchos, das heutige Georgien. Medea, die Königstochter mit ...
Eine Illusion von Freiheit für 13 Euro Eurasische Magazin - Altomünster, Germany
Wie der INCB in seinem Jahresbericht 2006 schreibt, gebe es in Georgien geschätzte 275.000 Drogenkonsumenten. Dies sei gegenüber dem Jahr 2003 ein Anstieg ...
Georgien und USA veranstalten Manöver mit Zerstörer USS The ... RIA Novosti - Moscow, Russia
Der US-Raketenkreuzer wurde im Hafen von Batumi vom US-Botschafter in Georgien, John Tefft, und von Vertretern aus dem georgischen Verteidigungsministeriums ...
Hintergrund: Russische Truppen in den Ex-Sowjet-Republiken Schwäbische Zeitung - Baden-Württemberg, Germany
Georgien betrachtet den Abzug der russischen Soldaten als wichtigen Schritt zur Vollendung der nationalen Souveränität. Vor zwei Jahren einigten sich Moskau ...
Mit Symbolpolitik in einen neuen kalten Krieg? Telepolis - Germany
Dabei spielt Putin auf die Weigerung einiger osteuropäischer Staaten an, den Vertrag vor einem Rückzug russischer Truppen aus Georgien und Transnistrien zu ...
Lawine verschüttet Dorf in Georgien Georgien Nachrichten - Germany
Sommer in Deutschland, Winter in Georgien: Eine Schneelawine hat im Bezirk Kasbegi am Freitag erhebliche Schäden angerichtet. ...

Saturday, March 24, 2007

MEDEAs GOLD. Neue Funde aus Georgien
Von Nino Lordkipanidze

Eine Ausstellung der Antikensammlung, Staatliche Museen zu
Berlin, mit dem Georgischen Nationalmuseum Tbilisi, Georgien

Berlin, Altes Museum,15. März - 3. Juni 2007
Das Geheimnis der schönen Medea, einer der größten Zauberinnen der Antike, der Euripides eine dramatische Gestalt als Kindermörderin verliehen hat, lebt bis heute in der europäischen Kultur weiter. Woher kommt Medea, mit deren Hilfe die tapfersten Helden von Hellas auf ihrer weitesten Fahrt über das Meer mit der „hochberühmten Argo“ (Homer, Odyssee 12,70) das
Goldene Vlies gewinnen? Diesem Zug der Argonauten nach dem fernen Kolchis und ihrer Begegnung mit Medea, der Tochter des Königs der Kolcher, Aietes, einem Sohn des Sonnengottes Helios, ist eine der wichtigsten Episoden der griechischen Mythologie und damit der klassischen Literatur und Kunst gewidmet. Deswegen hat dieses Land schon früh das Interesse der antiken Geschichtsschreiber und Geographen geweckt, die eine Verbindung zwischen Mythos und Realität herzustellen suchten: So gibt es etwa immer noch eine Stadt namens Aia am Ufer des Flusses Phasis, und der Name des Königs Aietes, der über Kolchis
geherrscht haben soll, ist auch heute noch unter den Menschen dieser Region verbreitet. Die Zauberin Medea ist im streng wissenschaftlichen Sinn keine historisch verbürgte Person, doch der Reichtum von Kolchis, der auf den Bodenschätzen an Gold, Silber, Eisen und Kupfer beruht, lässt einen triftigen Grund für die Expedition der Argonauten vermuten (Strabo, Geographie I, 2, 39). So ist Kolchis mit dem Zusatz „goldreich” (Pseudo-Aristoteles, Peplos 49) in der antiken Literatur ausgezeichnet, wie sonst nur Mykene, Sardis und Babylon. Dass die Grenze zwischen Mythos und Realität bisweilen schwinden kann, beweisen die in der Ausstellung präsentierten Goldobjekte: Sie wurden an einem Ort im antiken Kolchis – dem Land der Medea und des goldenen Vlieses – gefunden, wo bis heute noch zahlreiche, von den Quellen im Kaukasus gespeiste Flüsse Goldsand mit sich tragen. Die einheimischen Bewohner halten dichtwollige
Schafsfelle ins Wasser, in denen sich der Goldsand fängt. Vermutlich war das Goldene Vlies des Königs Aietes solch ein Fell (Appian, Mithridatischer Krieg 103).

Die erste Erwähnung der altkolchischen Stämme „Kilchi“ und ihrer Territorien findet sich in einer Inschrift des Tiglath-Pileser, der im 12./11. Jahrhundert v. Chr. in Assyrien regierte. Etwas später erwähnen urartäische und assyrische Quellen des 8./7. Jahrhunderts v. Chr. das
Königreich der Kolcher – „Kulcha“. Andererseits zeugen die in Westgeorgien durchgeführten archäologischen Grabungen von einer einzigartigen und originellen Kultur der Bronzezeit, die bereits im zweiten Viertel des 2. Jahrtausends v. Chr. einsetzte. Für diese Kultur sind Holzblockbauarchitektur, spezifische Keramik, landwirtschaftliche Bronzegeräte und Waffen typisch. Sie ist unter dem Namen „Kolchiskultur“ bekannt und war hauptsächlich im heutigen Westgeorgien, d. h. im Gebiet zwischen dem Grossen und dem Kleinen Kaukasus, verbreitet. Das 8. Jahrhundert v. Chr. markiert die Blütezeit des kolchischen Königreiches, die mit seiner ersten Erwähnung in der griechischen Literatur zusammenfällt: Bei dem epischen Dichter Eumelos von Korinth erscheint „Kolchida“ als Bezeichnung für das kolchische Land. Die starken Veränderungen im sozioökonomischen und politischen Leben dieser Periode sind mit der hoch
entwickelten Eisenmetallurgie verbunden. Der frühe Beginn der Landwirtschaft und ihre große Rolle für die Region geht aus der Tatsache hervor, dass man hier einige der ältesten landwirtschaftlichen Geräte und Werkzeuge in großer Anzahl in den Gräbern gefunden hat. Die
archäologischen Funde zeugen auch von einer bereits intensiven Entwicklung des Weinbaus. Für die antike Epoche ist die Originalität und Schönheit der kolchischen Zivilisation am besten in der Tempelstadt Vani zu fassen, die vom 8. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. ein religiöses Zentrum
von Kolchis war.
Weitere Links:
Vani
From Wikipedia, the free encyclopedia

Vani is a town in
Imereti region of western Georgia, at the Sulori river (a tributary of the Rioni river), 41 km southwest from the regional capital Kutaisi. The town with the population of 4,600 (2002 est.) is an administrative center of the Vani raioni (district) comprising also 43 neighbouring villages (total area – 557 km²; population – 34,000, 2002 est.).
Systematic
archaeological studies (N.Khoshtaria, O.Lordkipanidze) carried out in the Vani environs since 1947 revealed the remnants of a rich city of the ancient power of Colchis. The name of this ancient settlement is still unknown but four distinct stages of uninterrupted occupation have been identified. The first phase is dated to the 8th-7th centuries B.C. In this period Vani is presumed to have been a major cultic centre. The second phase - end of the 7th and beginning of the 6th to the first half of the 4th century B.C. - is represented by cultural layers, remains of wooden structures, sacrificial altars cut in the rocky ground, and rich burials. It is assumed that on this stage Vani was the centre of a political-administrative unit of the kingdom of Colchis. The third phase covers the second half of the 4th - first half of the 3rd century B.C. It is represented largely by rich burials, remains of stone structures. To the fourth phase (the 3rd-mid-1st cent. B.C.) belong defensive walls, the so-called small gate, sanctuaries and cultic buildings (temples, altars sacrificial platforms), and the remains of a foundry for casting bronze statues. It is assumed that in the 3rd-1st centuries B.C. Vani was a templar city. According to the archaeological data, the city was destroyed in the mid-1st century B.C. Subsequently, Vani declined to a village and was officially granted a status of a town only in 1981.
In town Vani there is an interesting museum (founded in 1985), where some unique pieces of the ancient
Colchis are exhibited.

Fallon, Nevada, USA
Bibliography
Lordkipanidze O., "Vani, An Ancient City of Colchis." Greek, Roman and Byzantine Studies. 32(2): 151-195, 16 plates. Durham, USA, 1991.

External links
Otar Lordkipanidze Vani Archeological Museum
Vani, Georgia at the Archaeological Institute of America website
Colchis, the land of the Golden Fleece

Pair of golden bracelets from Vani (c 5th-4th centuries BC)

Statuette of Nike , Greek goddess of victory, from Vani

Gold horseman-shape earrings from Vani (4th century AD)
Retrieved from "
http://en.wikipedia.org/wiki/Vani"
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Thursday, March 15, 2007

PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG PRESSEMITTEILUNG NR.: 96

Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnete mit georgischem Premierminister Surab Nogaideli die Ausstellung "Medeas Gold" im Alten Museum
Mi, 14.03.2007

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat (gestern) gemeinsam mit dem georgischen Premierminister Surab Nogaideli die Ausstellung 'Medeas Gold. Neue Funde aus Georgien' in der Antikensammlung im Alten Museum in Berlin eröffnet.
Die Ausstellung zeigt wertvolle Grabbeigaben wie Goldschmuck und Goldmünzen sowie Keramiken und Bronzestatuen, die bei Ausgrabungen in Vani, Georgien gefunden wurden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte zur Ausstellungseröffnung: "Die eindrucksvollen Kunstwerke, die unter dem mythischen Titel 'Medeas Gold' gezeigt werden, geben einen tiefen Einblick, welche archäologischen Schätze Georgien birgt. Ich freue mich deshalb besonders, dass die einzigartigen Kunstgegenstände erstmals außerhalb Georgiens hier in Berlin zu sehen sind. Die Ausstellung steht darüber hinaus für die traditionellen und freundschaftlichen Bindungen zwischen Deutschland und Georgien. Die Grabungen, deren Funde wir hier bewundern dürfen, sind ein Beispiel für die fruchtbare Kooperation zwischen georgischen und deutschen Archäologen. Sie besteht seit den 60er Jahren und wird seitdem gepflegt. Diese Zusammenarbeit steht beispielhaft für den deutsch-georgischen Kulturaustausch. Es bleibt ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung, dass diese deutsch-georgische Kooperation weitergeführt und im Sinne der Völkerverständigung noch vertieft wird." "Medeas Gold" wurde gemeinsam von den Staatlichen Museen zu Berlin und dem Georgischen Nationalmuseum Tiflis vorbereitet. Archäologen entdeckten eine Tempelstadt aus dem siebenten bis ersten Jahrhundert vor Christi Geburt mit den wertvollen Schmuckstücken. Die Goldschmiede verarbeiteten das aus kaukasischen Quellflüssen gewonnene Edelmetall zu facettenreichen und edlen Schmuckstücken. Die Ausstellung ist vom 15. März bis zum 3. Juni 2007 in der Antikensammlung im Alten Museum in Berlin zu sehen.

Photomappe: [PDF] Pressefotos_Medeas Gold:PRESSEBILDLISTE.qxd

Nähere Informationen zur Ausstellung unter: www.smb.spk-berlin.de

Quelle: bundesregierung.de


Das Goldene Vlies und seine Schöpfer
Georgien zeigt seine neuen spektakulären Goldfunde erstmals im Ausland. Das Alte Museum in Berlin präsentiert die 2500 Jahre alten Kostbarkeiten. In dieser Zeti entstand auch der Mythos der Argonauten, die mit ihrem Schiff "Argo" das Goldene Vlies suchten.
Der ganze Artikel:
---> Die Welt
Quelle: Die Welt - Georgien Nachrichten

Vom Rand der Welt Tagesspiegel - vor 18 Stunden gefunden Von Michael Zajonz. Es waren die sagenhaften Länder und Reiche am vermuteten Ende der Welt, die schon die Fantasie antiker Dichter, Historiker oder ...
"Medeas Gold" erstmals in Deutschland zu sehenTagesspiegel - 14. März 2007 Goldschätze aus dem Land der sagenumwobenen Medea sind ab Donnerstag im Alten Museum in Berlin zu sehen. Zum ersten Mal leiht Georgien seine hochkarätigen ...
Sensationsfunde aus Georgien in Berlin: Im Alten Museum ist jetzt ... Märkische Allgemeine - vor 5 Stunden gefunden K önnte es sein, dass alles anders war? Umgekehrt nämlich. Könnte es sein, dass Jason der Barbar und Medea die Zivilisierte war? ...
Dem Drachen entrissen Berliner Zeitung - vor 17 Stunden gefunden Im Alten Museum sind Goldschätze aus Vani zu sehen. Sie zeigen Georgien als Teil des Westens. Wer hier nicht genau hinsieht, sieht gar nichts. ...
„Medeas Gold” erstmals in Berlin meinberlin.de - vor 22 Stunden gefunden Die Goldschätze aus dem Land der sagenumwobenen Medea sind ab dem 15. März im Alten Museum zu sehen. Zum ersten Mal zeigt das Georgianische Nationalmuseum ...

Wednesday, March 14, 2007

Eröffnung: 15. 03. 2007 - 03. 06. 2007
Medeas Gold. Neue Funde aus Georgien
Antikensammlung Berlin

Eine Ausstellung des Nationalmuseums in Tbilisi, Georgien Auf der Suche nach dem Goldenen Vlies segelt Jason mit den «Argonauten» bis in das Königreich Kolchis, das heutige Georgien. Medea, die Königstochter mit göttlichen Zauberkräften, führt ihn zu dem goldenen Widderfell, das ein fürchterlicher Drache bewacht. Das Liebespaar flieht auf der Argo. Den historischen Kern der Sage entdeckten Archäologen bei Vani im Westen Georgiens: In den reichen Gräbern einer Tempelstadt des 7. bis 1. Jahrhunderts v. Chr. lagen erstaunliche Mengen an exquisitem Goldschmuck. Das aus den Quellflüssen des Kaukasus gewonnene Edelmetall war von lokalen Goldschmieden in großer Vielfalt und perfekter Technik verarbeitet worden. Die Schmuckstücke aus den Grabungen der letzten Jahre haben das Land noch nie verlassen. Wir danken dem Georgischen Nationalmuseum Tiflis für die Möglichkeit, diese nationalen Kunstschätze in Berlin zeigen zu können. Sie werden dieses schöne Land am Schwarzen Meer mit seiner faszinierenden Kultur stärker in das europäische Bewusstsein rücken. Veranstalter: Antikensammlung Nationalmuseum Tiblisi, Georgien

Antikensammlung Berlin
Museumsinsel, Lustgarten 10178 Berlin-Mitte

Quelle: Medeas Gold. Neue Funde aus Georgien

"Medeas Gold" erstmals in Deutschland zu sehen Tagesspiegel - Seit 3 Stunden Ausstellung Goldschätze aus dem Land der sagenumwobenen Medea sind ab Donnerstag im Alten Museum in Berlin zu sehen. Zum ersten Mal leiht Georgien seine hochkarätigen Objekte für eine Schau im Ausland aus.