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Thursday, April 24, 2014

KUNST: Taus Makhacheva: „A Walk, A Dance, A Ritual“ - in der GfZK Leipzig (gfzk-leipzig.de)

(gfzk-leipzig.de) Kunstpreis "Europas Zukunft" 2014
kuratiert von Ilina Koralova
12. April – 29. Juni 2014, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig


Taus Makhacheva, Gamsutl, HD video, 16.01 min, colour, sound, Dagestan, 2012


Die Ausstellung "A Walk, A Dance, A Ritual" zeigt zum ersten Mal in Deutschland eine umfangreiche Auswahl von Arbeiten Taus Makhachevas, der Preisträgerin des Kunstpreises "Europas Zukunft" 2014.

Taus Makhacheva stammt aus der russischen Republik Dagestan im Kaukasus. Ihr Interesse für die komplexe Beziehung zwischen Geschichte, Gegenwart und Erinnerungspolitik hängt mit der Geschichte des Landes zusammen und bildet den Ausgangspunkt der meisten ihrer in der GfZK präsentierten Werke. Mittels ihres bevorzugten Mediums Video, aber auch in Fotografien, Installationen und Objekten, untersucht und reflektiert sie Motive und Begriffe der Kunstgeschichte, der Anthropologie und Kulturwissenschaften. Die Aufmerksamkeit der Künstlerin richtet sich immer wieder auf Traditionen, wie sie vor der Sowjetisierung der multi-ethnischen Regionen des Kaukasus existierten. Sie beschäftigt sich mit den Fragen: Was ist von dieser Vergangenheit übrig geblieben? In welcher Weise werden die Überbleibsel dieser Zeit und ihrer Traditionen in den heutigen Alltag integriert? – wo sie den Zweck erfüllen sollen, zur Konsolidierung der postsowjetischen Gesellschaft Dagestans beizutragen.

Die Perspektive der Künstlerin ist keineswegs eine nostalgische, vielmehr erfasst sie den Prozess des Verschmelzens, der Aneignung und Einverleibung und der Interaktion zwischen dem Altvertrauten und dem Fremden. In diesem Sinne setzt Makhacheva mit ihrer Arbeit der offiziellen ideologischen Behauptung einer authentischen kulturellen Identität etwas entgegen. Sie nimmt die „wiedererfundenen“ Traditionen, etwa die inzwischen durch und durch kommerzialisierten und überaus üppigen Hochzeitsfeiern (in „A Space of Celebration“, 2009) oder das neue Initiationsritual illegaler Autorennen (in „The Fast and The Furious“, 2011) gleichsam unter die Lupe.

Der Titel der Ausstellung „A Walk, A Dance, A Ritual“ verweist auf die Handlungen und Motive, die in Makhachevas Werk immer wieder eine Rolle spielen. In der Neubelebung vergessener Rituale und Gesten erkundet der Mensch mit seinem Körper – in vielen Fällen agiert die Künstlerin selbst in ihren Videos – sein unmittelbares (soziales) Umfeld in dem Bestreben, seine Umgebung zu erfassen, eine Verbindung zu ihr herzustellen und von ihr akzeptiert zu werden. So lotet Makhachevas künstlerische Praxis eine soziale Erfahrung aus, wie man sie nicht nur in den Gesellschaften des Kaukasus machen kann: den scheinbar unauflöslichen Widerspruch, zu einer bestimmten Gesellschaft oder Gemeinschaft zu gehören und sie gleichzeitig wie ein Außenstehender zu beobachten.

Taus Makhacheva wurde 1983 in Moskau geboren. 2012 erhielt sie den "Innovation Prize", den russischen Staatspreis für zeitgenössische Kunst, in der Kategorie "New Generation", (mit dem Projekt "The Fast and The Furious"), 2011 wurde sie für den Kandinsky-Preis, Kategorie "Media Project of the Year", nominiert. Ihren Bachelor der bildenden Künste hat sie am Goldsmiths College, London, gemacht und ihren Master of Arts am Royal College of Art, London.

Ausstellungen (Auswahl): Story Demands to be Continued (2013, Ausstellungshalle der Künstlervereinigung der Republik Dagestan, Makhachkala), Love me, Love me not (2013, 55. Biennale von Venedig, Collateral Event), Re: emerge – Towards a New Cultural Cartography (2013, 11 Sharjah Biennial), Liverpool Biennial 2012: City States – Makhachkala, Topography of Masculinity (LJMU Copperas Hill Building), Rewriting Worlds (2011, The Fourth Moscow Biennale of Contemporary Art, Main Project, ArtPlay Сentre), Greater Caucasus (2011, PERMM Museum of Contemporary Art, Perm); Affirmative Action (Mimesis) (2011, Laura Bulian Gallery, Mailand), Practice for Everyday Life (2011, Calvert 22, London), History of Russian Video Art, Volume 3 (2010, Moscow Museum of Modern Art)

Der Kunstpreis >Europas Zukunft< wurde 2003 von Matthias Brühl und Dietmar Schulz in Zusammenarbeit mit der GfZK aus dem Wunsch heraus ins Leben gerufen, europäische Künstler und Künstlerinnen für ihre Arbeit auszuzeichnen. Der mit 5000 Euro dotierte Preis ist inzwischen eine wichtige Auszeichnung im Bereich der gegenwärtigen Kunst. Er ist nicht an ein konkretes künstlerisches Projekt gebunden und beinhaltet nicht den Ankauf eines Werkes, sondern ist als eine Ermutigung für Künstlerinnen und Künstler gedacht, ihren Weg fortzusetzen. Dank seiner Stifter ist der Preis zu einem Beispiel für die langfristige Verbindung zwischen Kunst und privatem Engagement geworden.

"Heute gibt es viele Konzepte darüber, was Europa ist oder sein sollte. Deutschland könnte im besten Fall eine wichtige Mittlerrolle spielen und ein friedliches Miteinander fördern. Es ist wichtig, den Austausch zu unterstützen, und in der Kunst sehen wir ein geeignetes Mittel, um sich miteinander zu beschäftigen, ohne sich gleich politisch oder wirtschaftlich zu binden." Matthias Brühl, Dietmar Schulz, Preisstifter

Mit der freundlichen Unterstützung von peri foundation.


E n d e a v o u r HD video / 9.00 min., colour, sound / Tsada mountain village, Dagestan, 2010 from Taus Makhacheva on Vimeo.


more: vimeo.com/tausmakhacheva

more links:
Her Dagestan Taus Makhacheva Profiles BY Stephanie Baile [artasiapacific.com]
Taus Makhacheva Hall of the Artists’ Union, Makhachkala, Russia [frieze.com] 

At the Crossroads: Conversation with Taus Makhacheva

Saturday, April 09, 2011

EXHIBITION: >IMAGO< (dr.-klaus-schaffner-preis) kuratiert von Nino Palavandishvili (gfzk.de)




A number of Georgian artists have left their country to build a career abroad. Many of them will never return to Georgia. Others have remained in their native country, struggling for acceptance and recognition. Very little support is given by the state or private individuals, unlike the situation in Western countries where this is still common practice. The exhibition addresses the question of how local and global contexts are reflected in the works of artists from various generations. The title “IMAGO” alludes to the picture each side has of the other world, of Georgia and Georgians, of ourselves or “the West”. First and foremost, the latter appears to carry the hope of more favourable possibilities. This image is mainly projected by the media. The exhibition examines the influence of mass media and new forms of communication, on images of identity. It also looks at the mediator role of Georgian artists, who often moderate between the differing images - between authenticity and clichés.

Mit freundlicher Unterstützung:
IFA (Instituts für Auslandsbeziehungen)
GeoAIR Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

+++

Museum of contemporar by art leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig
Telefon: +49 341.140 81-0
E-Mail: office@gfzk.de
Website: http://www.gfzk.de/

Tuesday, March 29, 2011

AUSSTELLUNG: IMAGO - Curated by Nini Palavandishvili (gfzk.de)

click on the flyer for a larger version!

Nini Palavandishvili ist die erste Preisträgerin des dr.-klaus-schaffnerpreises. Er wendet sich an junge KuratorInnen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. (Congratulations!!!)

Vom 09-APR -2011 bis 13-JUN-2011, GfZK-2
Eröffnung am 08-APR -2011 um 19:00 h
Kuratiert von Nini Palavandishvili

From 09-APR -2011 to 13-JUN-2011, GfZK-2
Opening on 08-APR -2011 at 7 p.m.
Curated by Nini Palavandishvili

KünstlerInnen / Artists: Group Bouillon, What’s (Vajiko Chachkhiani), Thea Djordjadze, David Meskhi, Salome Machaidze, Koka Ramishvili

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Eine Reihe von georgischen KünstlerInnen haben ihr Land verlassen und Karriere im Ausland gemacht. Viele werden nicht nach Georgien zurückkehren. Andere blieben in ihrem Geburtsland und kämpfen um Anerkennung und Aufmerksamkeit. Staatliche oder auch private Unterstützung, wie sie in westlichen Ländern nach wie vor üblich ist, gibt es kaum. In der Ausstellung wird danach gefragt, wie sich lokale und globale Kontexte in den Arbeiten von KünstlerInnen aus unterschiedlichen Generationen widerspiegeln. Der Titel „IMAGO” spielt auf Bilder an, die man sich vom jeweils Anderen macht, von Georgien und den GeorgierInnen, von sich selbst bzw. vom „Westen“. Dieser dient in erster Linie als Hoffnungsträger für bessere Möglichkeiten. Diese Vorstellungen sind auch wesentlich medialer Natur. Die Ausstellung geht dem Einfluss von Massenmedien und neuen Kommunikationsformen auf Identitätskonzepte nach. Ferner untersucht sie die MediatorInnen-Rolle georgischer KünstlerInnen, die häufig zwischen den unterschiedlichen Projektionen – zwischen Authentizität und Klischees – vermitteln.

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A number of Georgian artists have left their country to build a career abroad. Many of them will never return to Georgia. Others have remained in their native country, struggling for acceptance and recognition. Very little support is given by the state or private individuals, unlike the situation in Western countries where this is still common practice. The exhibition addresses the question of how local and global contexts are reflected in the works of artists from various generations. The title “IMAGO” alludes to the picture each side has of the other world, of Georgia and Georgians, of ourselves or “the West”. First and foremost, the latter appears to carry the hope of more favourable possibilities. This image is mainly projected by the media. The exhibition examines the influence of mass media and new forms of communication, on images of identity. It also looks at the mediator role of Georgian artists, who often moderate between the differing images - between authenticity and clichés.

Mit freundlicher Unterstützung:
IFA (Instituts für Auslandsbeziehungen)
GeoAIR

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Museum of contemporar by art leipzig
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig
Telefon: +49 341.140 81-0
E-Mail:
office@gfzk.de www.gfzk.de

Tuesday, February 24, 2009

ART: Stipendium für KuratorInnen aus Georgien (gfzk-online.de)

Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und die Kulturstiftung Freistaates Sachsen vergeben jährlich ein Stipendium an junge KuratorInnen aus postsozialistischen Ländern. Nachfolgend findest man Informationen und im Anhang die Ausschreibung.
Für 2009/2010 wird das Stipendium in Georgien ausgeschrieben. Ich bitte darum, diese Information zu verbreiten. Wer kann e-mails zu Kulturschaffenden, Institutionen usw. sowie Tips zu lokalen Internetseiten geben, wo die Ausschreibung angekündigt werden könnte?

Das Stipendium wurde 2002 von der GfZK und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ins Leben gerufen. Es richtet sich an junge KuratorInnen aus postsozialistischen Ländern, die ein Jahr lang in der GfZK kuratorisch arbeiten. Jedes Jahr wird das Stipendium in einem anderen Land ausgeschrieben und ein junger Kurator/eine junge Kuratorin nach Leipzig eingeladen. Das Stipendium dient dem Austausch verschiedener Erfahrungen und kultureller Prägungen. Die in diesem Zusammenhang geknüpften Kontakte und daraus resultierenden, oft langjährigen Kooperationen flossen und fließen unmittelbar in das Programm der GfZK. Stipendiatinnen in der GfZK Leipzig waren Ilina Koralova (Sofia, Bulgarien) - 2002/2003, Lena Prents (Minsk, Weißrussland) - 2003/2004, Oana Tanase (Bukarest, Rumänien) - 2004/2005, Andreja Hribernik (Gortina, Slowenien) – 2006/2007, Edina Nagy (Budapest, Ungarn) - 2007/2008 und Joanna Sokolowska (Warschau, Polen) - 2008/2009.

Ausschreibung 2009/2010 PDF


STIPENDIUM FÜR KURATOR/INNEN AUS OSTEUROPA


Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK) und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen schreiben ein Stipendium für ein einjähriges Volontariat in der GfZK für junge KuratorInnen aus Georgien mit Deutschkenntnissen aus. Der Stipendiat/ die Stipendiatin erhält 1000 Euro monatlich, die Galerie übernimmt die Unterbringung während der Zeit des Volontariats. Beginn ist der 1. September 2009.


Das Stipendium ist eng an das Programm der GfZK gebunden, dessen thematische Schwerpunkte im Jahr 2009/2010 den gesellschaftlichen Auftrag von Kunst und ihrer Institutionen hinterfragen werden. Dabei wird besonderer Wert auf die Entwicklung verschiedener Vermittlungsstrategien gelegt. Das Jahr in der GfZK bietet die Möglichkeit, sich aktiv an der Ausführung des Ausstellungsprogramms zu beteiligen und dazu einen eigenen Beitrag zu leisten. Letzterer kann sich auf einer inhaltlichen Fragestellung anhand des Themenschwerpunktes beziehen.


Wir bitten alle BewerberInnen, einen ausführlichen Lebenslauf, Motivationsbrief und eine Beschreibung des eigenen Interessensfeldes (nicht länger als eine A4 DIN Seite), bis zum 15. April 2009 an die Adresse der GfZK zu schicken, Kennwort: „STIPENDIUM FÜR KURATOR/INNEN AUS OSTEUROPA". Es gilt das Datum des Poststempels.


Für alle Fragen steht Ihnen Joanna Sokolowska (sokolowska@gfzk.de) zur Verfügung.


Weitere Informationen finden Sie hier >>>