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Tuesday, January 20, 2015

ETHNOLOGY: Video-Channel der Kaukasiologie in Jena

Alawerdoba 2006 (Dokumentarfilm Mühlfried/Kvachadze)

Ein Film von Dato Kvachadze (Regisseur) und Florian Mühlfried (Autor). Georgisch mit deutschen Untertiteln (18 Min).





Deserteursmarkt Tbilisi, Oktober 1997 / Deserters' Bazar, October 1997 (Florian Mühlfried)

Foto- und Tonaufnahmen des größten Straßenmarktes der georgischen Hauptstadt Tbilissi, des sogenannten Deserteurs-Marktes bzw. Deserteurs-Basar, im Sommer 1997, von Florian Mühlfried / Photo and sound recordings from summer 1997 of the so-called deserters’-market (bazar) in the Georgian capital Tbilisi, taken by Florian Mühlfried.

Saturday, June 21, 2014

WISSENSCHAFT: Kaukasiologie-Nestor der Jenaer Uni in Georgien geehrt. Von Michael Groß (tlz.de)

(tlz.de) In einem neuen Buch wirdmet er sich den Verben einer der Kaukasus-Sprachfamilien.

Prof. Heinz Fähnrich / Foto: Michael Groß
Jena "Als "Berg der Sprachen" wurde der Kaukasus im Altertum bezeichnet. Grund dafür war, dass hier schon seit Menschen Gedenken eine große Zahl von ganz unterschiedlichen Sprachen gesprochen werden. Heute sind sechs Sprachfamilien in Kaukasien beheimatet, sagt der emeritierte Professor der Kaukasienwissenschaften, Heinz Fähnrich.

Er hat jetzt ein neues Buch vorgelegt, in dem er sich den Verben einer dieser Kaukasus-Sprachfamilien widmet - der Kartwelsprachen. Nach jahrzehntelanger Arbeit konnte diese Zusammenstellung abgeschlossen werden. Das Buch gilt in Georgien als fundamentales Werk auf diesem Gebiet. Dass die Arbeit mit Erfolg zu Ende geführt werden konnte, ist nach Ansicht von Fähnrich der tatkräftigen Unterstützung durch die Friedrich-Schiller-Universität Jena zu danken. Denn dort sei über Jahre hinweg die Stelle einer wissenschaftlichen Hilfskraft aus Georgien finanziert worden, die das Ganze verifiziert und vervollständigt habe.

Damit setzte die Kaukasiologie der Jenaer Uni die Publikationstätigkeit fort, die unter den Professoren Kevin Tuite, Elgudsha Dadunaschwili und Florian Mühlfried einen Aufschwung erfahren hat. Es ist innerhalb eines Jahres bereits der 4. Titel in Buchform nach "Die Königin des Waldes" mit Sagen und Mythen aus Georgien sowie den Monografien "Die georgische Sprache" und "Die ältesten georgischen Inschriften". Erschienen ist das neue Buch im Shaker Verlag Aachen (ISBN 978-3-8440-2406-7).

Der Auto Heinz Fähnrich gilt als Nestor der Kaukasiologie in Jena. Dass er auch hohes Ansehen in Georgien genießt, bewies die Verleihung des Ivane-Javakhishvili-Wissenschaftspreises der Georgischen Universität Tiflis im April dieses Jahres. Da Fähnrich aus gesundheitlichen Gründen nicht den Preis entgegennehmen konnte, tat dies der Uni-Rektor Klaus Dicke. Er sieht den Preis als Bestätigung dafür, dass es richtig war, das in Deutschland einmalig vertretene Fach der Kaukasusstudien weiterzuführen und den Lehrstuhl dieser Wissenschaft jetzt neu zu besetzen.

Michael Groß / 21.06.14 / OTZ

Monday, December 16, 2013

VIDEO: Am Hof der Götter - Jachsari-Fest im Dorf Schuapcho 2010 (Duscheti). Von Prof. Dr. Elguja Dadunashvili (youtube.com)


(youtube.com) Dieser ethnologische Film stellt einen paganen Kult des Heiligen Jachsari dar. Das Fest wird in Pschavi, einer Bergregion im Nordosten Georgiens gefeiert. Der Film basiert auf Feldforschungsmaterialien, gesammelt beim Jachsari-Fest im Dorf Schuapcho (Duscheti), Georgien im Jahre 2010 von Prof. Dr. Elguja Dadunashvili.

Wednesday, December 04, 2013

FORSCHUNG: Kaukasiologie bleibt der Friedrich-Schiller-Uni in Jena erhalten (thueringer-allgemeine.de)

(thueringer-allgemeine.de) "Guten Tag." - "Gamardschoba!" Freudige Blicke empfangen den Besucher, der wie verabredet ins Kaukasiologieseminar platzt. "Gamar"...?" - "..."dschoba", ergänzt Florian Mühlfried. So begrüßt man sich wohl in Georgien? Das klingt leicht und ist doch weitaus schwieriger, als man denkt. 

Bei Dr. Florian Mühlfried befassen sich (v.l.) Annika Jooß, Janin Pisarek und Pauline Lörzer auch mit georgischen Ikonenbildern. Die Betreuungsrelation in der Kaukasiologie erscheint geradezu märchenhaft.
Bei Dr. Florian Mühlfried befassen sich (v.l.) Annika Jooß, Janin Pisarek und Pauline Lörzer auch mit georgischen Ikonenbildern. Die Betreuungsrelation in der Kaukasiologie erscheint geradezu märchenhaft.

Jena. Die Kaukasiologie an der ehrwürdigen Friedrich-Schiller-Universität zu Jena gilt als das Exotenfach schlechthin. Nirgendwo sonst auf der Welt, außer in Russland und der Kaukasusregion selbst, kann man in dieser Disziplin einen akademischen Masterabschluss erwerben.

"Mehr Nische geht nicht", gesteht Dozent Mühlfried. Forschungszentren finde man noch im schwedischen Malmö und in Montréal, Kanada, wo auch der einzige Jenaer Lehrstuhlinhaber Kevin Tuite zu Hause ist. Aber als Studiengang nirgends. 15 Jenaer Kommilitonen haben sich zurzeit im Haupt- oder Nebenfach eingeschrieben. Im Hochschuljargon nennt man so etwas eine "Orchidee".

Tim Zimmermann und Annika Jooß sitzen über fotokopierte Texte gebeugt. Es sind Reiseberichte der französischen Edelsteinhändler Jean-Baptiste Tavernier und Jean Chardin aus dem 17. Jahrhundert. Sie pendelten als Abenteurer und Kaufleute zwischen dem Osmanischen und Persischen Reich und berichten von exotischen Bräuchen der Kaukasusleute. "Die essen rohes Knochenmark", zitiert Annika Jooß, "und handeln mit Sklaven." Beides, versichert Mühlfried sofort, sei dort heute nicht mehr üblich. Vielmehr legten die Georgier den größten Wert auf ihre lange Geschichte und alte Tradition.

Dem Stirnrunzeln des Unwissenden, der da höchstens die an­tike Argonautensage und Ovids "Metamorphosen" im Sinn hat, begegnet Mühlfried mit ethnologischer Aufgeklärtheit: "Erst vor ein paar Monaten haben Archäologen in Georgien das älteste Goldbergwerk der Welt entdeckt, seit dem fünften Jahrhundert ist ein eigenes Alphabet nachweisbar, und aus dem 12. Jahrhundert kennt man Niederschriften höfischer Dichtung." Da reimten die Minnesänger in Mitteleuropa ihre edelmütigen, erotischen Verse auch nicht früher. Zudem waren die Georgier als drittes Volk überhaupt christianisiert und prägten eine eigene Orthodoxie aus. Mühlfried fügt hinzu: "Sie pochen darauf, dass ihr Land die Wiege des Weinbaus ist, und sie sagen, sie sind die ältesten Europäer."

Eine Herzlichkeit, die verzaubert

Mählich entsteht ein Bild von einer märchenhaft exotischen Welt. Na dann sagt doch mal ein paar Sätze auf Georgisch! Nur um mal den Klang der Sprache zu hören. - "Und das nach acht Wochen?" fragt Tim Zimmermann, entrüstet ob dieser Zumutung. Er hat doch gerade mit dem ersten von vier obligatorischen Georgisch-Sprachkursen begonnen. Noch im 19. Jahrhundert, nimmt ihn Mühlfried in Schutz, habe man das hierzulande für eine unlernbare Sprache gehalten.

Annika Jooß ist da schon etwas weiter. Sie studiert Gesellschaftstheorie und betreibt Kaukasiologie zusätzlich "zur individuellen Bereicherung". Flugs klärt sie auf, sie habe ein halbes Jahr als Praktikantin im Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Tbilissi gearbeitet. "Eigentlich sollten das nur ein paar Wochen sein, aber ich hab mich verliebt in das Land und die Kultur." Ihr Blick gewinnt einen seltsamen Glanz, als sie von der unverstellten Herzlichkeit der Menschen dort schwärmt: "Ein Gast ist ein Geschenk von Gott, und so wird man dort aufgenommen."

Man glaubt ihr sofort die Faszination für diese Landstriche, wo europäische und asiatische Einflüsse sich mischen und Christentum und Islam einander recht friedlich begegnen. Tim Zimmermann indes hat seine erste Reise an die Grenzen unseres Kontinents noch vor sich. Im Hauptfach Politologe, spricht er von einer Brückenregion zwischen Supermächten und regionalen Großmächten. Er wolle sich im Studium auf Sicherheitspolitik spezialisieren. Klar: An Georgien haben wir Europäer ein handfestes Interesse - nicht nur, wenn es um sichere Pipeline-Trassen für aserbaidschanisches Erdgas und -öl vom Kaspischen Meer geht. 

Eines von 15 weltweit aktiven, eigenständigen Alphabeten schreiben die Menschen in der Kaukasusregion. Hier auf dem Frontispiz eines Prachtbands über georgische Goldschmiedekunst. Foto: Peter Michaelis
Foto: Peter Michaelis
Florian Mühlfried ist tagespolitisch auf dem laufenden. Gerade erst vorige Woche wurde Giorgi Margwelaschwili demokratisch ins Präsidentenamt gewählt, und ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union scheint in greifbarer Nähe. Nicht zuletzt profitiert die Jenaer Kaukasiologie von der Öffnungspolitik. Mühlfried hat just von der EU-Kommission die Finanzierungszusage für ein Forschungsvorhaben erhalten, um das ihn viele seiner kultur- und geisteswissenschaftlichen Kollegen beneiden: In einem multinationalen Verbundprojekt über "Demokratisierung und Sicherheit" befasst er sich mit dem Thema Migration.

Früher arbeiteten georgische Männer vor allem in Russland auf dem Bau, um Geld heimzuschicken, erzählt er. Heute verdingten sich viele Frauen als Haushaltshilfen und Pflegekräfte in Griechenland oder Italien. Diese Verhältnisse näher zu untersuchen, erlaube gewiss auch Aussagen über die Verfasstheit der EU, meint der 43-jährige Ethnologe. Weil Brüssel seiner Abteilung dafür 350.000 Euro spendiert, kann er jetzt zwei Doktorandenstellen ausschreiben.

In einem zweiten aktuellen Projekt, das die VW-Stiftung in Hannover finanziert, befasst sich Mühlfried mit sakralen Orten im Nordkaukasus. "Klassische Feldforschung vor Ort", erläutert er. "Da kann ich zum Teil Studenten mit einbeziehen." So wächst die kleine Kaukasiologie in Jena sichtlich. Ohnehin steht sie als "Orchidee" nicht mehr in der Gefahr, unter den Rasenmäher ministerieller Spardiktate zu geraten. Noch vor wenigen Jahren überlegte man in der Hochschulverwaltung, sie genauso wie die Indonesistik glatt wegzusparen.

Damals rückte der Ruhestand für Professor Heinz Fähnrich, den Grandseigneur seines Faches, in bedrohliche Nähe. Heute hingegen, da sein Nachfolger Kevin Tuite (59) die Doppelbelastung und den transatlantischen Pendelverkehr zwischen Jena und Montréal nicht mehr tragen will, bricht keine Krise aus. "Wir werden eine Neubesetzung vorantreiben", verspricht Professor Klaus Dicke, Rektor der Jenaer Uni, unmissverständlich.

Der Bund soll sich mehr engagieren

Bei dem Politikwissenschaftler haben Mühlfried & Co. wohl einen Stein im Brett. "Die Kaukasiologie ist nicht bedroht", sagte Dicke, obzwar ihn arge Finanznöte plagen, der TLZ. "Sie ist für uns erstens traditionell unverzichtbar, zweitens aus Gründen des nationalen Interesses und drittens aus wissenschaftlichen Gründen." Der umtriebige Hochschulpolitiker setzt noch eins drauf und fordert: "Ich bin für eine Bundesfinanzierung solcher kleinen Fächer."

Längst haben die Jenaer Kaukasiologen sich vernetzt und sind im Dialog mit der Slawistik, Archäologie und Volkskunde, der Politikwissenschaft und In­terkulturellen Wirtschaftskommunikation sowie künftig auch der Religionswissenschaft. Die Wirtschaftswissenschaftler bieten sogar einen dualen BWL-Master-Abschluss im Verbund mit der Universität Tbilissi an.

Mit der Hochschule in Tbilissi sind die Jenaer Kaukasiologen seit Menschengedenken verbandelt, zudem mit denen in Naltschik und Krasnodar. "Nalt-?" Mühlfried lächelt. "Die Hauptstadt Kabardino-Balkariens", erklärt er geduldig. "Nordwestlicher Kaukasus." In zwei Wochen gebe es an der Alma Mater eine Festveranstaltung, wenn der dortige Rektor Jena besucht.

Liegt das nicht in Russland? - Die Frage stößt ins Zentrum einer diffizilen Gemengelage, denn tatsächlich befassen die Jenaer sich nicht mit Georgien allein. Mühlfried holt tief Luft. Gegenstand seines Faches sei ein Gebiet mit drei völlig autochthonen Sprachfamilien, die im Südkaukasus - also auch in Ge­orgien - sowie im Nordwesten und -osten des schroffen Gebirgszuges verbreitet sind. Verwandt sind sie mit nichts und niemandem, erklärt er. Keine Turksprachen und keine indoeuropäischen. Allein der Süden kenne unter dem Oberbegriff Kartwelsprachen das Georgische, Lasische, Swanische und Mingrelische. Und im Norden wirds noch komplizierter. Allein die russische Teilrepublik Dagestan weise die höchste Sprachendichte nach Papua-Neuguinea auf.

Davon dröhnt fast der Schädel. Wie er bloß daran geraten sei? Da beginnen Florian Mühlfrieds Augen zu strahlen, und er erzählt, wie er damals als Ethnologie-Student an der Uni Hamburg zufällig in einen Georgisch-Kurs geriet, dann prompt einen Sprachkurs in Tbilissi aufsattelte, kreuz und quer durchs Land reiste und inzwischen unzählige gute Freunde und sogar einen Patensohn in Georgien habe.

Aber das mit der Sprache könne seine Kollegin Natia Reineck besser erklären. Die bimst das auch den Studenten ein. Logisch: Die zierliche junge Frau im Nachbarzimmer ist Muttersprachlerin. Aus Mzcheta gebürtig, hat sie in Tbilissi Deutsch studiert und wollte eigentlich ihre Kenntnisse in Jena nur für ein Jahr vertiefen. Daraus sind jetzt schon 15 geworden.

Georgisch sei eine agglutinierende Sprache, so dass Wörter durch Silben-Anhängsel zusätzliche Bedeutung erhalten. Richtig: Annika Jooß hatte gewarnt, dass man Vokabeln mitunter mit einem ganzen Satz übersetzen müsse. ",Dagizer zum Beispiel", sagt Natia Reineck, "heißt: ,Ich schreibe etwas für dich." - Wie soll ein Mensch das nur lernen? Das ist doch zum Verzweifeln! - "Nicht bei mir", verspricht sie, und wieder leuchtet ein Augenpaar. Schließlich gebe es auch die Fähnrichsche Kurzgrammatik. Darin sei alles erklärt.

Auf dem Flur treffen wir Wolf Zippel. Noch so eine Biografie: Deutsch als Fremdsprache studiert, drei Jahre als Lehrer in Tbilissi, mit einer Georgierin verehelicht und jetzt Doktorand in Jena. Noch einer mit Glanz in den Augen. Es muss gewiss ein geheimnisvoller Zauber im Spiel sein. "Gamardschoba!" Was das eigentlich wörtlich bedeute? Da grinst er und erklärt behutsam, das sei weniger martialisch gemeint, als es klinge. "Der Sieg sei mit dir!" - "Danke. Dagizer."

Friday, August 02, 2013

CALL: 2 PhD Positions, Caucasus Studies Program, FSU-Jena (69/2013) (uni-jena.de/kaukasiologie/cascade.pdf)


(uni-jena.de/kaukasiologie/cascade.pdf) The Caucasus Studies Program at the Friedrich-Schiller-University of Jena solicits applications for two three-year PhD positions to be funded by the European Commission (subject to the final agreement of the Commission). The project is due to start on the 1 of October or November 2013 and run for three years, which is also the period of funding for the two positions.

The PhD students will be expected to participate in the activities of the international research project entitled /CASCADE -- Exploring the Security-Democracy Nexus in the Caucasus /(coordinated by the Maison des Sciences de l`Homme in Paris; principle investigator in Jena: Florian Mühlfried). The research focus of the first PhD is female labour migration from Georgia to Greece (or a comparable topic); the second PhD student will investigate issues of regional development and land privatisation in the South Caucasus.

The candidates are expected to spend one year in the field, and other two years in residence at the Friedrich Schiller University in Jena, Germany. Their doctoral dissertations will be supervised by Florian Mühlfried and a second supervisor from a relevant discipline, preferably anthropology. Both PhD students should reside in Jena during their time in Germany, or spend at least three working days per week in Jena.

Activities which are part of the workload covered by the stipend include one year of fieldwork, writing, taking part in project meetings, disseminating activities, and the coordination of research activities. For the latter task they will be assisted by a student assistant. During their residence in Jena, the PhD students are also expected on occasion to teach a seminar in the Caucasus Studies Program and/or lead a student excursion to the Caucasus.

Fieldwork experience in the North or South Caucasus, an MA thesis on a Caucasus-related topic, and/or graduate training in sociocultural anthropology or a related discipline will enhance the chances of the applicant. The candidates should be fluent in English, Russian and/or another language prevalent in the Caucasus. Command of German language is preferable, but not a requirement.

The positions will be based on the "Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder" (TV-L, 1/2 position). Given equal qualification, applications from disabled persons will be considered preferentially. The travel expenses for fieldwork will also be covered.

Interested candidates should submit the following materials:

Cover letter with name, address and current position of the applicant, including a description of the candidate's MA topic, research interests, accomplishments, and plans.

A brief project outline (not more than three pages)

A recently published article on a relevant topic

Curriculum vitae

Names, positions, institutional affiliations and contact information for two references

Electronic submission of all materials as PDF files is strongly encouraged and should be sent to PD Dr. Mühlfried at this address:

PD Dr. Florian Mühlfried

florian.muehlfried@uni-jena.de

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Bereich Kaukasiologie
Philosophische Fakultät
Jenaergasse 8
D-07743 Jena

To receive the fullest consideration, applications should be received
no later than August 31, 2013.

Saturday, May 11, 2013

FORSCHUNG: Der nüchterne Blick auf den mythischen Kaukasus (thueringen-reporter.de)

(thueringen-reporter.de) Mitarbeiter der Uni Jena präsentiert neues Buch über Kaukasus-Forschung in der Sowjetunion  

Der Blick auf den Kaukasus ist stark von Mythen und Vorurteilen verstellt. So geistert das Bild von den Inguschen als den noblen Wilden ebenso durch die Medien wie die Vorstellung vom unbändigen Freiheitswillen der Tschetschenen. Im Kontrast dazu wird das Bild von den „zivilisierten“ Kaukasiern auf die Georgier und Armenier projiziert.
 
Ein unverstellter Blick auf den Kaukasus sei die Ausnahme, konstatiert Dr. Florian Mühlfried. Der Ethnologe und Kaukasiologe von der Universität Jena hat gemeinsam mit seinem Moskauer Fachkollegen Sergey Sokolovskiy das Buch "Exploring the Edge of Empire: Soviet Era Anthropology in the Caucasus and Central Asia" herausgegeben. Versammelt sind in dem Werk Beiträge einer Konferenz des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung in Halle/Saale, auf der 2009 sowjetische Forschungstraditionen zum Kaukasus und Zentralasien in den Blick genommen worden waren. "Unser Anliegen war es, einen Dialog der Kaukasusforscher anzustoßen", sagt Mühlfried. Seien doch die Vertreter der Kaukasiologie recht weit über den Globus verstreut, was den wissenschaftlichen Austausch schwierig mache.
 
Im Fokus des neuen Buches steht die Erforschung des Kaukasus und Zentralasiens in der Zeit der Sowjetunion. Die Großmacht habe sich bemüht, ein nationales Bewusstsein bei den Völkern Zentralasiens zu wecken, sagt Florian Mühlfried. "Im Kaukasus ging es Moskau vornehmlich darum, den Willen nach Unabhängigkeit zu brechen", so der Jenaer Kaukasiologe. Dabei sei es nicht zimperlich zugegangen: Diktator Josef Stalin, obwohl selbst Georgier, habe große Teile der intellektuellen und künstlerischen Elite des Landes eliminiert.
 
Die sowjetischen Kaukasus-Forscher nahmen zunächst die tiefgreifenden Umwälzungen in den Regionen in den Blick. So wurde die Kollektivierung erforscht, die starke Veränderung der Lebenswelten dokumentiert. Dazu kamen die traditionellen Themen der Ethnografen: Welche Trachten und Kostüme trugen die Einheimischen? Welche Traditionen wurden gepflegt? Mühlfried konstatiert einen starken Vergangenheitsbezug der sowjetischen Kaukasus-Forschung. In Zentralasien habe es etwas anders ausgesehen. Dort rückten der Prozess der Verstädterung und die Versuche, die Nomaden sesshaft zu machen, in den Blickpunkt der Forscher.
 
In den letzten Jahren ist das Interesse am Kaukasus auch bei uns größer geworden, sagt Dr. Mühlfried: "Die politischen Konflikte der jüngeren Vergangenheit haben den Blick wieder stark auf die Region gelenkt." Bemerkenswert sei das neue Interesse am ehemaligen "sowjetischen Orient" auch deshalb, weil es viel über unsere Wahrnehmung der Welt verrate.
Das Buch „Exploring the Edge of Empire: Soviet Era Anthropology in the Caucasus and Central Asia“ wird am Dienstag (31. Januar) beim Tag der Kaukasiologie (www.uni-jena.de/kaukasiologie50) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena der Öffentlichkeit präsentiert. Termin ist 13.15 Uhr im Hörsaal der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (Bibliotheksweg 2). Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.
 
Bibliographische Angaben:
Florian Mühlfried, Sergey Sokolovskiy (Hg.): "Exploring the Edge of Empire. Soviet Era Anthropology in the Caucasus and Central Asia", LIT Verlag, Berlin 2012, 344 Seiten, Preis: 29,90 Euro, ISBN 978-3-643-90177-4
 
Kontakt:
Dr. Florian Mühlfried
Bereich Kaukasusstudien der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 27, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944887
E-Mail: Florian.Muehlfried@uni-jena.de

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VORTRAG: Florian Mühlfried - Staatsbürgerschaft u. andere politische Daseinsformen im Hochland von Georgien, Berlin 16.5.2013



Liebe Expertinnen und Experten,

hiermit möchte ich auf folgenden Gastvortrag am Lehrstuhl für die Geschichte Aserbaidschans der Humboldt-Universität zu Berlin hinweisen:

"Staatsbürgerschaft und andere politische Daseinsformen im Hochland von Georgien"


Zeit: 16. Mai 2013 18-20 Uhr

Ort: HU Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften,
Friedrichstraße
191-193a, Raum 5008 (5.OG)

Dr. Florian Mühlfried ist Privatdozent am Institut für Kaukasusstudien der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zuvor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle/Saale mit den Forschungsgebieten Georgien und Brasilien.

Mit besten Grüßen, Johannes Gottert

--

Johannes Gottert
Studentische Hilfskraft
Lehrstuhl Geschichte Aserbaidschans
Institut für Geschichtswissenschaften
Philosophische Fakultät I
Humboldt-Universität zu Berlin
Sitz: Friedrichstraße 191-193, 5. OG., Raum 5101
Tel.: 030 2093 70577
Fax.: 030 2091 70655
Postanschrift:
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Wednesday, October 24, 2012

JENA: Kaukasus-Stammtisch in "Zur Wartburg"

http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0011/7879/20070221wartburg_gallery2.jpgLiebe Freunde des Kaukasus, wir wollen eine alte Jenenser Tradition wieder aufleben lassen und den Kaukasus-Stammtisch zurück ins Leben rufen. Und zwar an jedem ersten Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr in der Wartburg. Der erste Kaukasus-Stammtisch findet demgemäß am 7. November statt. Bitte kommt zahlreich, und bitte sagt all den anderen Freunden des Kaukasus Bescheid.

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click on for larger map
Dear friends of the Caucasus, we want to have revived an old Jenenser tradition and call the Caucasus meeting back in life. On every first Wednesday of the month at 20:00 in the Wartburg Castle. Accordingly, the first Caucasus meeting takes place on November 7. Please come numerous, and please notice says all the other friends of the Caucasus.

Theo-Neubauer-Straße 12
07743 Jena‎
03641 / 441711

Monday, August 20, 2012

CALL: Post-doctoral Researcher, Caucasus Studies Program, FSU-Jena (uni-jena.de)

Es gibt eine Stellenausschreibung, und zwar für einen Postdoc: // Here is a job advertisement for a postdoc position - bitte teilen // please share:

Post-doctoral researcher, Caucasus Studies Program, FSU-Jena

The Caucasus Studies Program at the Friedrich-Schiller-University of Jena solicits applications for a three-year postdoctoral position to be funded by the Volkswagen-Foundation (subject to the final agreement of the grant organization). The postdoctoral fellow will be expected to participate in the activities of the research project entitled Transformations of Sacred Spaces, Pilgrimages and Conceptions of Hybridity in the Post‐Soviet Caucasus (chief investigators Kevin Tuite and Florian Mühlfried), including several months of fieldwork, writing, and taking part in annual workshops. On occasion, he or she might also be asked to teach a seminar in the Caucasus Studies Program. (Details to be decided in consultation with the Caucasus Studies staff; the seminars may be conducted in German or English). The postdoctoral fellow will also have the opportunity to carry out individual research, writing and other scholarly activity, with the agreement of the chief project investigators. Recent or nearly-finished PhDs with fieldwork experience in the North or South Caucasus, a doctoral dissertation on a Caucasus-related topic, and graduate training in sociocultural anthropology or a related discipline, are encouraged to apply. The candidate should be fluent in Russian and/or another language prevalent in the Caucasus. The funding allocated for the postdoctoral fellowship is 2100€ per month for a total of three years, beginning in January 2013, plus additional financial means for fieldwork.

Interested candidates should submit the following materials:
* Cover letter with name, address and current position of the applicant including a description of the candidate’s dissertation topic, research interests, accomplishments, and plans.
* A recently published article on a relevant topic
* Curriculum vitae
* Names, positions, institutional affiliations and contact information for two references

Electronic submission of all materials as PDF files is strongly encouraged but materials may also be sent by mail to:

PD Dr. Florian Mühlfried
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 27
D-07743 Jena

Email submissions should be sent to PD Dr. Mühlfried at this address: florian.muehlfried@uni-jena.de. To receive the fullest consideration, applications should be received no later than October 15, 2012.

Monday, August 06, 2012

BOOK: Exploring the Edge of Empire: Soviet Era Anthropology in the Caucasus and Central Asia (Halle Studies in the Anthropology of Eurasia). Edited by Florian Mühlfried and Sergey Sokolovskiy

This collection explores theoretical and empirical developments in the anthropology of the Caucasus and Central Asia, originating in or shaped by the Soviet era. Special attention is paid to the creation of local and national schools as well as to the role of institutional and biographical dis/continuities. Within the academic field of anthropology in the Soviet republics, Russia-based research institutes and regional branches of the former Soviet Academy of Sciences played a special role. Explorations of this role and of the impact of ideology are pertinent to the controversial question as to whether the Soviet Union was essentially a colonial enterprise. The authors include leading anthropologists from the Caucasus and Central Asia, as well as regional specialists from the Russian Federation and western countries. Florian Mühlfried is an anthropologist working for the Caucasus Studies Program at the Friedrich Schiller University of Jena, Germany. Sergey Sokolovskiy is a Senior Researcher at the Institute of Ethnology and Anthropology of the Russian Academy of Sciences and editor-in-chief of the journal Etnograficheskoe obozrenie.

Taschenbuch: 337 Seiten
Verlag: Lit Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2012)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 3643901771
ISBN-13: 978-3643901774


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Friday, July 13, 2012

VORTRAG: Gender und Migration in Hinblick auf die Region Nagorno Karabach

Am Dienstag, dem 17.07. um 16.00 Uhr wird Frau Dr. Nona Shahnazarian bei uns in Jena (Institut für Kaukasiologie in Jena) zu Gast sein. 
ORT: Campus, Jena, Carl-Zeiß-Straße 3, SR 309 

Frau Shahnazarian ist Anthropologin an der Kuban-Universität in Krasnodar (Russische Föderation) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Caucasian and Pontic Studies (CCPS) in Krasnodar.

Frau Shahnazarian wird zum Thema: Gender und Migration in Hinblick auf die Region Nagorno Karabach sprechen. 

Migrations and Gender Transformations in Post-Soviet Karabakh 

www.mtnforum.org


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On Tuesday, the 17.07., Mrs. Dr. Nona Shahnazarian will be with us in Jena to guest. Mrs Shahnazarian is anthropologist at the Kuban University Caucasian in Krasnodar (Russia) and researcher at the Center for and Pontic studies (CCPS) in Krasnodar. Mrs Shahnazarian will speak on the topic of gender and migration in terms of the region of Nagorno Karabakh.

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Nona Shahnazarian has been an Associate Researcher at Center for Pontic and Caucasian Studies (Krasnodar, Russia, from 1999 to present) and Lecturer, Kuban State University (from 2002 - 2005), Kuban Socio-Economic Institute in Krasnodar (from 2006 to present). She received her Candidate՛s Degree in Social Anthropology from the Institute of Ethnology and Anthropology, Russian Academy of Sciences, (17 May 2005) and has conducted fieldwork in Russia, USA, Armenia, Georgia, and Nagorno-Karabagh through grants from Memorial (Historical and Human Right organization, Moscow; 2003, 2004), the Soros Foundation (1999, 2004), and The John D. and Catherine T. MacArthur Foundation (2004), The Carnegie Fund (2006), Fulbright (2006-2007), Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS – 2008). Her recent articles on the Caucasus include,

“The Virtual Widows of Migrant Husbands in War-Torn Mountainous Karabagh,” in: Generations, Kinship and Care. Gendered Provisions of Social Security in Central Eastern Europe. Ed: H. Haukanes and F. Pine, Volume No.17. University of Bergen. Center for Women’s and Gender Research. 2005;
Kosmarski, A, Shahnazarian, N. “Krasnodar, Karabakh, Moscow: Reflections on a Post-Soviet Anthropologist at Home/ in the Field”. in Journal of the Society for Armenian Studies. Ed. P.Cowe. UCLA. 2007;
“Gender Scenarios of Ethnic Conflicts: Narratives of the Karabakh War”. Ab Imperio. Studies of New Imperial history and nationalism in the Post-Soviet space. 1/2007. Moscow;
Shahnazarian N. “Nomadic Identity: The Case of the Hemshil (Hemshin(li)).” in The Hemshins ed. H. Simonyan: Curzon-Routledge. London. Forthcoming in 2009. Published also in Russian Diaspora, 4, 2004, 85-104.
Shakhnazaryan, N. “Femina Sovietica: Survival in Caucasian Way”. Vestnik Evrazii, 4, ed. S. Panarin. Moscow, 2006.
La situation linguistique des Arméniens du Haut-Karabagh : l'emprunt lexical comme création intralinguistique // Revue du Monde Armenien Moderne et Contemporain, 6/2001, Paris, Societe des Etudes Armeniennes. P. 51-73.
Nona Shahnazarian, PhD in Social/Cultural Anthropology

Currently: Visiting grant scholar at Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences, Royal Academy of Arts and Science (NIAS).

Permanently:
Center for Caucasian and Pontic Studies (CCPS);
Kuban Socio-Economic Institute
Krasnodar, Russia,
Ph. +7 (861) 261 59 57