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Tuesday, January 20, 2015

ETHNOLOGY: Video-Channel der Kaukasiologie in Jena

Alawerdoba 2006 (Dokumentarfilm Mühlfried/Kvachadze)

Ein Film von Dato Kvachadze (Regisseur) und Florian Mühlfried (Autor). Georgisch mit deutschen Untertiteln (18 Min).





Deserteursmarkt Tbilisi, Oktober 1997 / Deserters' Bazar, October 1997 (Florian Mühlfried)

Foto- und Tonaufnahmen des größten Straßenmarktes der georgischen Hauptstadt Tbilissi, des sogenannten Deserteurs-Marktes bzw. Deserteurs-Basar, im Sommer 1997, von Florian Mühlfried / Photo and sound recordings from summer 1997 of the so-called deserters’-market (bazar) in the Georgian capital Tbilisi, taken by Florian Mühlfried.

Tuesday, July 01, 2014

VORTRAG: Die türkischen Bosniaken und Georgier als Verbindungslinie zwischen Balkan und Kaukasus. Von Dr. Christoph Giesel in Jena (slawistik.uni-jena.de)

Logo der FSU Jena (slawistik.uni-jena.de) (Dr. Christoph Giesel spricht zu uns im Rahmen unserer Ringvorlesung SAKRALITÄT UND MOBILITÄT IN SÜDOSTEUROPA UND IM KAUKASUS, und zwar bereits MORGEN (02. Juli, 18-20 Uhr) über die türkischen Bosniaken und Georgier.

Der Abend verspricht einen spannenden Vortrag mit anschließenden Diskussionen mit dem Referenten.
Ort der Veranstaltung: Accouchierhaus, Seminarraum 101, Jenergasse 8, Jena.
Ich hoffe auf ein gesundes Wiedersehen,
Ihr und Euer TDK

Die türkischen Bosniaken und Georgier als Verbindungslinie zwischen Balkan und Kaukasus – transnationale, historische, soziale und politische Aspekte im Vergleich

Christoph GIESEL

Nach der Eroberung weiter Teile des Balkans und des Kaukasus durch die Osmanen kam es dort langfristig zu Prozessen einer Islamisierung von christlichen Bevölkerungsteilen. Infolge des allmählichen osmanischen Verlustes dieser Gebiete setzten im 19. und 20. Jh. verschiedene Flucht- und Auswanderungsbewegungen unter zahlreichen Angehörigen dieser islamisierten Gruppen mit verschiedenen ethnischen Zugehörigkeiten in das verbliebene osmanische Kernland ein. Zu diesen Gruppen zählen unter anderem auch die Bosniaken aus Südosteuropa und die islamisierten Georgier aus dem Kaukasus, die insbesondere im nördlichen und westlichen Raum Anatoliens dauerhaft miteinander in Berührung kamen und oftmals zusammen (mit anderen ethnischen Gruppen) in gemeinsamen Siedlungen leben. Im Zuge der türkischen Unabhängigkeitsbewegung unter Mustafa Kemal Atatürk waren sie aufgrund ihrer islamischen Religionszugehörigkeit, ihrer pro-osmanischen Loyalität, ungefestigter bzw. hybrider Selbstverortungen und ihrem diffusen Verständnis vom Türkentum (welches mit dem Osmanentum häufig gleichgesetzt wurde) wichtige Adressaten der nationalideologischen, assimilatorischen Türkifizierungs- bzw. ethnischen Homogenisierungspolitik der Kemalisten. Die politischen, sozialen und rechtlichen Bedingungen in der Türkischen Republik führten im Laufe der Jahrzehnte bei beiden Gruppen zu einem Wechselspiel aus Verlust und Erhalt ethnospezifischer Merkmale und zur partiellen bis fast vollständigen türkischen Assimilierung von vielen Gruppenangehörigen. Das führte auch zu gegenseitigen partiellen Verschmelzungsprozessen bei den Nachfahren der bosniakischen und georgischen Auswanderer. Mit den ab den 1980er Jahren allmählich einsetzenden politisch-sozialen Liberalisierungsprozessen in der Türkei verbesserten sich auch schrittweise die Möglichkeiten einer offeneren öffentlichen ethnokulturellen Entfaltung und Organisation sowie einer wissenschaftlichen Erforschung dieser Gruppen. Das erwirkte eine stetige Zunahme von ethnic revival-Prozessen, die bis zum heutigen Zeitpunkt andauern.

Eigene, von 2007 bis 2012 durchgeführte Feldforschungen zu beiden Gruppen zeigten auf, dass es neben den Unterschieden (zumeist im ethnokulturellen und historisch-geographischem Bereich aber auch im Hinblick auf religiöse Attitüden) zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen Türkei-Bosniaken und Türkei-Georgiern gibt, wobei diese Gruppen andererseits jedoch auch jeweils gruppeninterne Ausdifferenzierungen aufweisen. Darauf Bezug nehmend, widmet sich die Präsentation einem strukturellen Vergleich zwischen diesen Gruppen unter politischen, historischen, religiösen, sozialen, sozialpsychologischen und transnationalen Gesichtspunkten. Diese Darlegungen werden durch Erfahrungsberichte aus den Feldforschungen und umfangreiche Bildmaterialien ergänzt. 


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SAKRALITÄT UND MOBILITÄT IN SÜDOSTEUROPA UND IM KAUKASUS

RINGVORLESUNG, SS 2014, Mittwochs, 18-20 Uhr 

PROGRAMM (pdf) >>>

Saturday, June 21, 2014

WISSENSCHAFT: Kaukasiologie-Nestor der Jenaer Uni in Georgien geehrt. Von Michael Groß (tlz.de)

(tlz.de) In einem neuen Buch wirdmet er sich den Verben einer der Kaukasus-Sprachfamilien.

Prof. Heinz Fähnrich / Foto: Michael Groß
Jena "Als "Berg der Sprachen" wurde der Kaukasus im Altertum bezeichnet. Grund dafür war, dass hier schon seit Menschen Gedenken eine große Zahl von ganz unterschiedlichen Sprachen gesprochen werden. Heute sind sechs Sprachfamilien in Kaukasien beheimatet, sagt der emeritierte Professor der Kaukasienwissenschaften, Heinz Fähnrich.

Er hat jetzt ein neues Buch vorgelegt, in dem er sich den Verben einer dieser Kaukasus-Sprachfamilien widmet - der Kartwelsprachen. Nach jahrzehntelanger Arbeit konnte diese Zusammenstellung abgeschlossen werden. Das Buch gilt in Georgien als fundamentales Werk auf diesem Gebiet. Dass die Arbeit mit Erfolg zu Ende geführt werden konnte, ist nach Ansicht von Fähnrich der tatkräftigen Unterstützung durch die Friedrich-Schiller-Universität Jena zu danken. Denn dort sei über Jahre hinweg die Stelle einer wissenschaftlichen Hilfskraft aus Georgien finanziert worden, die das Ganze verifiziert und vervollständigt habe.

Damit setzte die Kaukasiologie der Jenaer Uni die Publikationstätigkeit fort, die unter den Professoren Kevin Tuite, Elgudsha Dadunaschwili und Florian Mühlfried einen Aufschwung erfahren hat. Es ist innerhalb eines Jahres bereits der 4. Titel in Buchform nach "Die Königin des Waldes" mit Sagen und Mythen aus Georgien sowie den Monografien "Die georgische Sprache" und "Die ältesten georgischen Inschriften". Erschienen ist das neue Buch im Shaker Verlag Aachen (ISBN 978-3-8440-2406-7).

Der Auto Heinz Fähnrich gilt als Nestor der Kaukasiologie in Jena. Dass er auch hohes Ansehen in Georgien genießt, bewies die Verleihung des Ivane-Javakhishvili-Wissenschaftspreises der Georgischen Universität Tiflis im April dieses Jahres. Da Fähnrich aus gesundheitlichen Gründen nicht den Preis entgegennehmen konnte, tat dies der Uni-Rektor Klaus Dicke. Er sieht den Preis als Bestätigung dafür, dass es richtig war, das in Deutschland einmalig vertretene Fach der Kaukasusstudien weiterzuführen und den Lehrstuhl dieser Wissenschaft jetzt neu zu besetzen.

Michael Groß / 21.06.14 / OTZ

Friday, August 02, 2013

CALL: 2 PhD Positions, Caucasus Studies Program, FSU-Jena (69/2013) (uni-jena.de/kaukasiologie/cascade.pdf)


(uni-jena.de/kaukasiologie/cascade.pdf) The Caucasus Studies Program at the Friedrich-Schiller-University of Jena solicits applications for two three-year PhD positions to be funded by the European Commission (subject to the final agreement of the Commission). The project is due to start on the 1 of October or November 2013 and run for three years, which is also the period of funding for the two positions.

The PhD students will be expected to participate in the activities of the international research project entitled /CASCADE -- Exploring the Security-Democracy Nexus in the Caucasus /(coordinated by the Maison des Sciences de l`Homme in Paris; principle investigator in Jena: Florian Mühlfried). The research focus of the first PhD is female labour migration from Georgia to Greece (or a comparable topic); the second PhD student will investigate issues of regional development and land privatisation in the South Caucasus.

The candidates are expected to spend one year in the field, and other two years in residence at the Friedrich Schiller University in Jena, Germany. Their doctoral dissertations will be supervised by Florian Mühlfried and a second supervisor from a relevant discipline, preferably anthropology. Both PhD students should reside in Jena during their time in Germany, or spend at least three working days per week in Jena.

Activities which are part of the workload covered by the stipend include one year of fieldwork, writing, taking part in project meetings, disseminating activities, and the coordination of research activities. For the latter task they will be assisted by a student assistant. During their residence in Jena, the PhD students are also expected on occasion to teach a seminar in the Caucasus Studies Program and/or lead a student excursion to the Caucasus.

Fieldwork experience in the North or South Caucasus, an MA thesis on a Caucasus-related topic, and/or graduate training in sociocultural anthropology or a related discipline will enhance the chances of the applicant. The candidates should be fluent in English, Russian and/or another language prevalent in the Caucasus. Command of German language is preferable, but not a requirement.

The positions will be based on the "Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder" (TV-L, 1/2 position). Given equal qualification, applications from disabled persons will be considered preferentially. The travel expenses for fieldwork will also be covered.

Interested candidates should submit the following materials:

Cover letter with name, address and current position of the applicant, including a description of the candidate's MA topic, research interests, accomplishments, and plans.

A brief project outline (not more than three pages)

A recently published article on a relevant topic

Curriculum vitae

Names, positions, institutional affiliations and contact information for two references

Electronic submission of all materials as PDF files is strongly encouraged and should be sent to PD Dr. Mühlfried at this address:

PD Dr. Florian Mühlfried

florian.muehlfried@uni-jena.de

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Bereich Kaukasiologie
Philosophische Fakultät
Jenaergasse 8
D-07743 Jena

To receive the fullest consideration, applications should be received
no later than August 31, 2013.

Tuesday, January 08, 2013

LECTURE: Marketing reforms: the dimension of narratives in Georgia's anti-corruption reforms. Von Lili Di Puppo (uni-jena.de)

Wir laden ein zu einem Gastvortrag von Dr. (des.) Lili Di Puppo (National Research University - Higher School of Economics Moscow/Russia) zum Thema:

Marketing reforms: the dimension of narratives in Georgia's anti-corruption reforms.

The presentation will discuss the mechanisms of the "production of success" in Georgia's fight against corruption after the Rose Revolution of November 2003. First, it will examine how the government under Georgian President Mikheil Saakashvili has sought to establish a specific frame of interpretation to read its anti-corruption activities and has promoted a particular narrative of success. Anti-corruption reforms were prioritised that could achieve quick results and "showcase success" by becoming "success stories". Second, it will analyse the process of validation of this narrative by external actors by examining cases where Georgia's image of success is sustained or questioned. The World Bank's promotion of the narrative of Georgia as a "world's top reformer" provides an illustration of a successful validation of the country's image. In contrast, the cases of the adoption of a national anti-corruption strategy and the reform of the audit institution Chamber of Control reveal the limits of the validation of this image as the government is confronted with alternative discourses. Finally, the elections' period of 2012 will be examined as revealing at the same time the "stickiness" of the reformer narrative, but also its limits as the inherent contradictions in the Saakashvili government's representation of success are increasingly brought to light during this period.

Der Vortrag wird gehalten am Mittwoch, dem 09.01.2013, 16.00 Uhr im Seminarraum 101, Jenergasse 8 (Accouchierhaus).

näheres unter: uni-jena.de

Wednesday, December 19, 2012

WISSENSCHAFT: „Der neue Kaukasus beginnt an den Universitäten“. Von Tanja Eisenach (idw-online.de)

(idw-online.de) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Giorgi Khubua, georgischer Gastprofessor an der Universität Bamberg, hält die Entwicklung einer gemeinsamen kaukasischen Identität nach dem Vorbild Europas für den erfolgversprechendsten Weg zur dauerhaften Friedenssicherung. Den Beginn eines solchen Prozesses sieht er in wissenschaftlichen Kooperationen, wie sie beispielsweise die Universität Bamberg in Form eines Kaukasus-Kompetenzzentrums realisieren will.

Giorgi Khubua hat sein ganzes berufliches Leben an Universitäten verbracht und eine rein akademische Karriere eingeschlagen. Er studierte Jura in Tiflis und kam für Forschungsarbeiten zum ersten Mal mit 30 Jahren nach Deutschland. Seitdem lehrte und forschte er an Universitäten in Tiflis, Speyer, Heidelberg, Hannover, Jena und München. Von 2006 bis 2010 war Giorgi Khubua Rektor der Staatlichen Universität in Tiflis und damit vornehmlich mit administrativen Aufgaben betraut – „mit der Gefahr der wissenschaftlichen Dequalifikation“, wie er zugibt.

In der Zeit seines Rektorates gab es auch erste Kontakte zwischen ihm und der Bamberger Universitätsleitung. Als Rektor kämpfte er für die Freiheit der Wissenschaft: Die Universität Tiflis wahrte Distanz zur Politik, es gab kritische Veröffentlichungen der Professoren. „Die Universität darf keine Zweigstelle der Politik sein“, fordert der Wissenschaftler. Er ist sich bis heute nicht sicher, ob es diese Haltung war, die seine Karriere in Georgien beendete. „Vielleicht waren wir zu idealistisch. Nach den Wahlen und der Rosenrevolution 2003 haben wir gehofft, Georgien würde sich an demokratischen Standards nach europäischem Vorbild orientieren.“

2010 gab es verschiedene Vorwürfe gegen seine Person. Khubua versuchte zwar zunächst, seinen und vor allem den guten Ruf der Universität zu schützen, die sich auch zu Sowjetzeiten für Freiheit und Unabhängigkeit eingesetzt hatte. Die Professoren standen zu ihm. Trotzdem trat er unter politischem Druck gegen ihn und seine Familie im August 2010 als Rektor zurück, ein Jahr später wurde ihm auch sein Lehrstuhl entzogen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er bereits an der Universität in Jena, finanziert durch Stipendien der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, des DAAD und der Volkswagenstiftung. Seit August 2012 ist er Gastprofessor am Institut für Geographie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, wo er das Wintersemester 2012/13 lehrend und forschend verbringend wird.

„Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen und Straßen gelebt wird“

An seinem Glauben an die Wissenschaft konnten weder die Vorwürfe noch der politische Druck etwas ändern. Für Khubua ist eine wissenschaftliche Kooperation die Grundlage für politische Zusammenarbeit in der konfliktträchtigen Region Kaukasus, in der unterschiedlichste religiöse, ethnische und politische Interessen aufeinanderprallen und immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen führen. Seine politische Vision: die Entwicklung einer gemeinsamen kaukasischen Identität. „Im Moment steht die nationale Zugehörigkeit und Ethnozentrismus im Vordergrund.“ Die aktuellen Herausforderungen können die Nationalstaaten allein jedoch nicht lösen, dafür seien sie zu klein: Demokratie etablieren, Militärkonflikte vermeiden, Korruption bekämpfen, wirtschaftliche Stabilität schaffen. „Für die Politik ist es jedoch unpopulär und ein sehr unsympathischer Gedanke, eigene Souveränität aufzugeben, um eine regionale Institution zu gründen, die über den Nationalstaaten steht.

Der Wissenschaftler denkt dabei an eine Institution wie es die EU für Europa war. „Auch wenn das fast wie eine politische Utopie klingt.“ Für eine regionale Kooperation sei zuerst eine kritische Selbstreflexion der beteiligten Länder notwendig, und die könne am besten innerhalb der Wissenschaft beginnen. „Denn Wissenschaft ist mobiler, dynamischer und nicht der politischen Konjunktur unterworfen“, erklärt Khubua. „Der neue Kaukasus beginnt an den Universitäten. Schon der spanische Philosoph José Ortega y Gasset erklärte: Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen und Straßen gelebt wird.“ Wenn der Diskurs erst einmal gestartet sei, werde er in Bewegung bleiben, auf wissenschaftliche Kooperation werden Kooperationen in weiteren Feldern folgen.

Kaukasus-Kompetenzzentrum in Bamberg

Doch damit eine solche wissenschaftliche Kooperation gelingt, braucht es neutrale Dritte – eine deutsche Universität wie Bamberg beispielsweise. Die Universität plant deshalb, ihre Kooperationen im Kaukasus zu intensivieren. Im September 2012 war eine Bamberger Delegation in Kutaisi (Georgien), um weitere Vorbereitungen für deren Masterstudiengang European Studies zu treffen: Georgische Studierende werden nun voraussichtlich ab dem Wintersemester 2014/15 ein Auslandssemester in Bamberg absolvieren. „Wir haben ohnehin vorhandene Module für diesen Studiengang ausgewiesen und bekommen dafür Austauschstudierende und damit auch Austauschplätze“, erklärt der Vizepräsident für Lehre und Studierende, Prof. Dr. Sebastian Kempgen.

Auch mit Eriwan (Armenien) soll ein Austauschprogramm vor allem im Bereich Geschichte, Politik und Kultur aufgebaut werden. Prof. Dr.-Ing. Rainer Drewello, Direktor des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte an der Universität Bamberg, ist darüber hinaus gefragter Fachmann für Restaurationsvorhaben an Weltkulturerbestätten in Armenien. Das größte Projekt wird aber ein Kompetenzzentrum für die Region Kaukasus in Bamberg sein. „Im Augenblick diskutieren wir ganz unterschiedliche Kooperationsformen, zwischen einzelnen Instituten, wie z.B. Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft oder Germanistik bis hin zu einem gemeinsamen Area-Studies-Studiengang“, resümiert der Vizepräsident. Dabei wolle man die vornehmlich linguistischen Kompetenzen, die bereits an anderen Universitäten etabliert sind, nicht duplizieren, sondern eine interdisziplinäre Kombination aus Sprach-, Geschichts- und Kulturstudien anbieten, die mit geographischem, politischem, wirtschaftlichem und sozialwissenschaftlichem Verständnis für die Region angereichert wird.

Auch die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) soll mit ihren Möglichkeiten einbezogen werden. „Konkurrierende Projekte an anderen bayerischen Universitäten sind nicht in Sicht“, gibt Präsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert seine Einschätzung wieder. Ein Stellenwunsch sei beim bayerischen Wissenschaftsministerium hinterlegt, denn: „Ohne zusätzliche Ressourcen geht es im Augenblick nicht. Erst wenn die großen Studierendenjahrgänge die Universität verlassen haben, ergibt sich unter Umständen eine Möglichkeit, neue Bereiche auch mit eigenen Ressourcen zu stärken“, so der Präsident. Die Universität Bamberg bringe jedenfalls für das Vorhaben beste inhaltliche Voraussetzungen mit, da sie mit den Fächern Slavistik, Turkologie und Iranistik bereits die Nachbarregionen abdecke.

Das bestätigt auch Giorgi Khubua, und er ist sich sicher: „Dies alles kann helfen, eine kaukasische Identität zu schaffen“. Die wäre dann zwar künstlich konstruiert – das sei die europäische aber ebenfalls. „Ich fühle mich noch nicht als Kaukasier, sondern als Georgier. Aber der europäische Gedanke gibt mir Hoffnung für den Kaukasus.“

Kontakt:
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Tanja Eisenach, Pressereferentin
Kapuzinerstraße 16
96047 Bamberg
Tel. +49 (0) 951 / 863 1023
Ansprechpartner: Prof. Dr. Giorgi Khubua 
Tel.: 0176-32475521 

Wednesday, October 24, 2012

JENA: Kaukasus-Stammtisch in "Zur Wartburg"

http://assets1.qypecdn.net/uploads/photos/0011/7879/20070221wartburg_gallery2.jpgLiebe Freunde des Kaukasus, wir wollen eine alte Jenenser Tradition wieder aufleben lassen und den Kaukasus-Stammtisch zurück ins Leben rufen. Und zwar an jedem ersten Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr in der Wartburg. Der erste Kaukasus-Stammtisch findet demgemäß am 7. November statt. Bitte kommt zahlreich, und bitte sagt all den anderen Freunden des Kaukasus Bescheid.

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click on for larger map
Dear friends of the Caucasus, we want to have revived an old Jenenser tradition and call the Caucasus meeting back in life. On every first Wednesday of the month at 20:00 in the Wartburg Castle. Accordingly, the first Caucasus meeting takes place on November 7. Please come numerous, and please notice says all the other friends of the Caucasus.

Theo-Neubauer-Straße 12
07743 Jena‎
03641 / 441711

Monday, August 06, 2012

FORSCHUNG: Georgiens Weg nach Europa. Prof. Dr. Merab Turava forscht als Alexander von Humboldt-Stipendiat an der Universität Jena. (juraforum.de)


Im Rahmen seines Forschungsaufenthaltes nimmt Prof. Turava das georgische Strafrecht unter die Lupe: vor allem jene Bereiche, die auch für die EU von zentralem Interesse sind. „Das betrifft etwa Gesetze zur Ahndung bzw. Vorbeugung von organisierter Kriminalität, Menschenhandel, Geldwäsche, Korruption oder Terrorismus“, zählt der Gastwissenschaftler auf, der an seiner Heimatuniversität das Department für Strafrecht leitet. Diese Probleme seien nur in der internationalen Zusammenarbeit zu lösen, weshalb die EU mit ihren Nachbarstaaten entsprechende Kooperationsabkommen vereinbart hat. „Im Rahmen dieser europäischen Nachbarschaftspolitik orientiert sich Georgien an europäischen Rahmenvorschriften und setzt sie in das eigene Recht um“, erläutert der georgische Gast.

Das aber brauche Zeit und politischen Willen. Welche Defizite das georgische Recht derzeit noch aufweist, wie das Land weiter an europäische Standards herangeführt werden kann und welche Perspektiven sich für Georgien als Partner der EU insgesamt bieten, diesen Fragen geht der Forscher jetzt in Jena nach. Stadt und Universität sind ihm dabei nicht neu: Bereits 1990 – mitten in der Wende-Zeit – hat Merab Turava die Friedrich-Schiller-Universität das erste Mal besucht.

Gastgeber und jetziger Kooperationspartner ist sein hiesiger Fachkollege Prof. Dr. Heiner Alwart. Mit dem Inhaber des Jenaer Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht verbindet Prof. Turava bereits eine langjährige Kooperation: Die beiden arbeiten seit 2006 in einem von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt zusammen, das eine Verbesserung der georgischen Juristenausbildung zum Ziel hat. „Wir haben ein zeitgemäßes wissenschaftliches Lehrbuch in georgischer Sprache erstellt und ein modernes Curriculum für georgische Studierende entwickelt“, nennt Prof. Alwart zentrale Ergebnisse dieses Projekts.

Der juristische Nachwuchs in Georgien soll auch von der aktuellen Forschung profitieren. Neben seiner Forschungsarbeit möchte Prof. Turava ein Lehrkonzept entwickeln, das die Strukturen des europäischen Rechtssystems für georgische Studierende „übersetzt“. „Schließlich sind die heutigen Studierenden die Juristen von morgen, die als Anwälte oder Richter arbeiten und auf die georgische Gesellschaft und Politik Einfluss nehmen“, resümiert der Rechtswissenschaftler von der Universität in Tbilisi.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena unterhält intensive Kontakte nach Georgien. So verbindet sie mit der Staatlichen Universität Tbilisi, an der Prof. Turava mehrere Jahre tätig war, seit 1966 ein Freundschaftsvertrag, der 1994 in Form eines Partnerschaftsabkommens erneuert worden ist.

Kontakt:
Prof. Dr. Merab Turava, Prof. Dr. Heiner Alwart
Rechtswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Str. 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 942323, 03641 / 942300

Weitere Informationen: www.uni-jena.de

Quelle: idw-online.de

WISSENSCHAFT: Bewilligungen / Grants 2012 für Georgien und Armien (volkswagenstiftung.de) ien

Zwischen Europa und Orient / Between Europe and the Orient

Bewilligungen / Grants 2012

Transformations of Sacred Spaces, Pilgrimages and Conceptions of Hybridity in the Post-Soviet Caucasus

Bewilligung: 18.06.2012 Laufzeit: 3 Jahre

Die Landschaft des Kaukasus ist geprägt durch Orte, die als "heilig" bezeichnet oder betrachtet werden und die sich sowohl in den christlich als auch in den muslimisch geprägten Regionen des Kaukasus befinden. Das transdisziplinär ausgerichtete Projekt, das neben der Ethnologie auch Ansätze aus der Philologie, Kunstgeschichte, Soziologie und Geschichtswissenschaft integriert, untersucht die Orte in ihrer Funktion als soziale Knotenpunkte bei der Konstruktion und Bewahrung sozialer Netzwerke. Gearbeitet wird in fünf Teams, die ihre Forschungen im Nordwest-Kaukasus, in Nord-Ossetien und Dagestan sowie in Armenien und Georgien durchführen.

Universität Jena
Philosophische Fakultät
Fachbereich Kaukasiologie
Prof. Dr. Kevin Tuite

Universität Jena
Philosophische Fakultät
Abteilung für Kaukasiologie
PD Dr. Florian Mühlfried

National Academy of Sciences of Armenia, Yerevan
Institute of Archeology and Ethnography
Prof. Dr. Levon Abrahamian
ARMENIEN

Kuban State University, Krasnodar
Russian Federation
Center for Pontic and Caucasian Studies
Prof. Dr. Igor Kuznetsov
RUSSLAND

Ilia State University, Tbilisi
Prof. Dr. Paata Bukrashvili
GEORGIEN

Russian Academy of Sciences, Moscow
Institute of Oriental Studies
Dr. Vladimir Bobrovnikov
RUSSLAND

Kontakt:
Universität Jena
Philosophische Fakultät
Fachbereich Kaukasiologie
Prof. Dr. Kevin Tuite
Fürstengraben 27
07743 Jena
Tel.: 03641 94 48 85
Fax: 03641 94 48 85

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Themenworkshop "Natural Resources, Energy and the Environment"

27.09.2012 - 01.10.2012 in Tbilisi/Georgien

Universität Gießen
Zentrum für Internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU)
Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
Prof. Dr. Dr. Annette Otte
Senckenbergstraße 3
35390 Gießen
Tel.: 0641 99 37160
Fax: 0641 99 37169

Universität Gießen
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU)
Geschäftsführer
Dr. Matthias Höher
Senckenbergstraße 3
35390 Gießen
Tel.: 0641 99 12700
Fax: 0641 99 12719

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Demokratieförderung in den Staaten des Südkaukasus und Mittelasiens durch die EU

Bewilligung: 29.03.2012 Laufzeit:

In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern vor Ort untersucht das Projekt die EU-Demokratieförderung im Südkaukasus und Mittelasien. Gefragt wird einerseits, welche Instrumente der Demokratieförderung zum Einsatz kommen und wie die Entscheidungen für ihre Anwendung zu erklären sind, sowie andererseits, welche Wirkungen die Instrumente auf die Demokratie-Entwicklung in den jeweiligen Staaten haben. Insgesamt sind 8 Wissenschaftler aus den Untersuchungsländern in das Projekt einbezogen.

Technische Universität Darmstadt
Fachbereich 2: Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Institut für Politikwissenschaft
Prof. Dr. Michèle Knodt
Residenzschloss
64283 Darmstadt
Tel.: 06151 16 2442
Fax: 06151 16 4602
Homepage: http://www.politikwissenschaft.tu-darmstadt.de/index.php?id=pw_knodt

Technische Universität Darmstadt
Institut für Politikwissenschaft
Dr. Sigita Urdze
Residenzschloß
64283 Darmstadt
Tel.: 06151 165243
Fax: 06151 164602

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The Global Food Crisis - Impact on Wheat Markets and Trade in the Caucasus and Central Asia and the Role of Kazakhstan, Russia and Ukraine

Bewilligung: 23.03.2012 Laufzeit:

The project investigates wheat markets in the Caucasus and Central Asia and the major supplier countries of this region, namely Kazakhstan, Russia and Ukraine (KRU) against the background of the ongoing global food crisis. Long-term rising prices and increasing price volatility on the world markets for agricultural raw materials have considerably affected the countries in Central Asia and the Caucasus. However, up until today there is nearly no empirical evidence on how wheat markets in this region work and how prices are formed. The present research project aims to close this research gap. Three different but closely connected working groups will carry out empirical analyses on price transmission and price volatility, structure of the wheat supply chains, and wheat trade patterns and relationships. The project consortium consists of 9 research institutions, most of them located in Central Asia and the Caucasus. A group of 6 PhD students coming predominantly from the countries under study is involved in the international research team.

Leibniz-Institut für Agrarentwicklung
in Mittel- und Osteuropa (IAMO), Halle (Saale)
Abteilung Agrarmärkte, Agrarvermarktung und Weltagrarhandel
Prof. Dr. Thomas Glauben
Theodor-Lieser-Str. 2
06120 Halle (Saale)
Tel.: 0345 29 28 200
Fax: 0345 29 28 299
Homepage: iamo.de

Leibniz-Institut für Agrarentwicklung
in Mittel- und Osteuropa (IAMO), Halle (Saale)
Dr. Ramona Teuber
Theodor-Lieser-Str. 2
06120 Halle (Saale)
Tel.: 0049 345 2928 200
Fax: 0049 345 2928 299

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Early pleistocene environmental changes in Southern Caucasus - reconstruction of climate and vegetation development in Armenia and Georgia at the time of early human expansion into Eurasia (extension)

Bewilligung: 10.01.2012 Laufzeit: 2 Jahre

This project aims to understand the Early Pleistocene local environments in Southern Caucasus as prerequisites for the first appearance of humans in this area. It focuses on vegetation and climate reconstructions based on plant fossils in an area and for a time span (2 to 1 Ma) known to be inhabited by early humans. Furthermore, GIS analyses will provide a spatial interpretation of the data. By comparing short-term vegetation changes at different climatic events and in different regions, it will be possible to understand the mechanisms of climatic influence on the local vegetation, to "translate" the global climatic signal to the local setting, and to extrapolate it into phases without fossil record. Therefore, three regions are chosen for comparison and correlation; southern Armenian highland, southern Georgian highland, and western Georgian lowland. By connecting the obtained vegetation and climate data (based on plant fossils) with other available environmental information (based on mammals, insects, geology, geography) to a comprehensive landscape reconstruction, this project aims to identify temporal and spatial corridors of landscape appropriate for early human presence during the Early Pleistocene in Southern Caucasus.

Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum, Frankfurt a.M.
Dr. Angela A. Bruch

National Academy of Sciences of Armenia, Yerevan
Institute of Botany
Dr. Ivan Gabrielyan
ARMENIEN

Georgian National Museum, Tbilisi
Institute of Palaeobiology
Dr. Eliso Kvavadze
GEORGIEN

Kontakt:
Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum, Frankfurt a.M.
Dr. Angela A. Bruch
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt
Tel.: 069 97075 1604
Fax: 069 97075 1137

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Friday, July 13, 2012

VORTRAG: Gender und Migration in Hinblick auf die Region Nagorno Karabach

Am Dienstag, dem 17.07. um 16.00 Uhr wird Frau Dr. Nona Shahnazarian bei uns in Jena (Institut für Kaukasiologie in Jena) zu Gast sein. 
ORT: Campus, Jena, Carl-Zeiß-Straße 3, SR 309 

Frau Shahnazarian ist Anthropologin an der Kuban-Universität in Krasnodar (Russische Föderation) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Caucasian and Pontic Studies (CCPS) in Krasnodar.

Frau Shahnazarian wird zum Thema: Gender und Migration in Hinblick auf die Region Nagorno Karabach sprechen. 

Migrations and Gender Transformations in Post-Soviet Karabakh 

www.mtnforum.org


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On Tuesday, the 17.07., Mrs. Dr. Nona Shahnazarian will be with us in Jena to guest. Mrs Shahnazarian is anthropologist at the Kuban University Caucasian in Krasnodar (Russia) and researcher at the Center for and Pontic studies (CCPS) in Krasnodar. Mrs Shahnazarian will speak on the topic of gender and migration in terms of the region of Nagorno Karabakh.

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Nona Shahnazarian has been an Associate Researcher at Center for Pontic and Caucasian Studies (Krasnodar, Russia, from 1999 to present) and Lecturer, Kuban State University (from 2002 - 2005), Kuban Socio-Economic Institute in Krasnodar (from 2006 to present). She received her Candidate՛s Degree in Social Anthropology from the Institute of Ethnology and Anthropology, Russian Academy of Sciences, (17 May 2005) and has conducted fieldwork in Russia, USA, Armenia, Georgia, and Nagorno-Karabagh through grants from Memorial (Historical and Human Right organization, Moscow; 2003, 2004), the Soros Foundation (1999, 2004), and The John D. and Catherine T. MacArthur Foundation (2004), The Carnegie Fund (2006), Fulbright (2006-2007), Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS – 2008). Her recent articles on the Caucasus include,

“The Virtual Widows of Migrant Husbands in War-Torn Mountainous Karabagh,” in: Generations, Kinship and Care. Gendered Provisions of Social Security in Central Eastern Europe. Ed: H. Haukanes and F. Pine, Volume No.17. University of Bergen. Center for Women’s and Gender Research. 2005;
Kosmarski, A, Shahnazarian, N. “Krasnodar, Karabakh, Moscow: Reflections on a Post-Soviet Anthropologist at Home/ in the Field”. in Journal of the Society for Armenian Studies. Ed. P.Cowe. UCLA. 2007;
“Gender Scenarios of Ethnic Conflicts: Narratives of the Karabakh War”. Ab Imperio. Studies of New Imperial history and nationalism in the Post-Soviet space. 1/2007. Moscow;
Shahnazarian N. “Nomadic Identity: The Case of the Hemshil (Hemshin(li)).” in The Hemshins ed. H. Simonyan: Curzon-Routledge. London. Forthcoming in 2009. Published also in Russian Diaspora, 4, 2004, 85-104.
Shakhnazaryan, N. “Femina Sovietica: Survival in Caucasian Way”. Vestnik Evrazii, 4, ed. S. Panarin. Moscow, 2006.
La situation linguistique des Arméniens du Haut-Karabagh : l'emprunt lexical comme création intralinguistique // Revue du Monde Armenien Moderne et Contemporain, 6/2001, Paris, Societe des Etudes Armeniennes. P. 51-73.
Nona Shahnazarian, PhD in Social/Cultural Anthropology

Currently: Visiting grant scholar at Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences, Royal Academy of Arts and Science (NIAS).

Permanently:
Center for Caucasian and Pontic Studies (CCPS);
Kuban Socio-Economic Institute
Krasnodar, Russia,
Ph. +7 (861) 261 59 57

Monday, June 25, 2012

FILMREIHE: Two short films by the contemporary Azerbaijani film-maker Ilgar Safat

Mittwoch, 27.06., C-Zeiss-Str. 3, SR 225, 18.00 Uhr: Kaukasus Filmreihe: Two short films by the contemporary Azerbaijani film-maker Ilgar Safat: Peri-Gala (30 min) and Grandson of the Mountains (23 minutes). 


Both movies are visually impressive, and since Safat's images speak so eloquently, there is little need for dialogue (and in "Grandson of the Mountains", there is no spoken text at all). Ilgar Safat, who in his spare time is a singer-songwriter, explores the encounter of ordinary people with the spiritual realm, which in these short movies is represented as an inscrutable force, usually silent and invisible, but which can manifest itself unexpectedly, and draw individuals to their salvation -- or destruction.

VORTRAG: „Ivane Javakhishvilis langer Schatten. Zur Lage und Entwicklung der Historiographie in Georgien seit 1992.“ Von Dr. Oliver Reisner - in Jena

Am Mittwoch, dem 27.06. wird Dr. Oliver Reisner bei uns in Jena gastieren und einen Vortrag zum Thema „Ivane Javakhishvilis langer Schatten. Zur Lage und Entwicklung der Historiographie in Georgien seit 1992.“ halten. Oliver Reisner hat sich v. a. der neueren und neuesten Geschichte Georgiens gewidmet und zu den folgenden Themen gearbeitet: Nationalismus, Minderheitenrechte und Konfliktbearbeitung in Georgien, Historiographiegeschichte Kaukasiens, Geschichte der Regionalforschung. Er ist Autor der wichtigen Monographie „Die Schule der georgischen Nation“.


Oliver Reisner ist derzeit Mitglied der Delegation der Europäischen Kommission für Georgien.


Mittwoch, 27.06., 16.00Uhr, SR 206, Carl-Zeiss-Str. 3


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On Wednesday, the 27.06. is Dr. Oliver Reisner at us in Jena be held and one lecture on "Ivane Javakhishvilis of long shadow." Keep "to the situation and development of historiography in Georgia since 1992.". Oliver Reisner has notably dedicated to the newer and newest history of Georgia and worked on the following topics: nationalism, minorities and conflict resolution in Georgia, Caucasus historiography history, history of the regional research. He is author of the important book "The school of the Georgian nation".


Oliver Reisner is currently a member of the delegation of the European Commission for Georgia.


Wednesday, 27.06, 16.00Uhr, SR 206, Carl-Zeiss-str. 3

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Friday, June 15, 2012

VORTRAG: "New Moslims in Dagestan" Von Iwona Kaliszewska

Am Montag (18.06.) wird Frau Iwona Kaliszewska am Institut für Kaukasiologie in Jena zu Gast sein. Die junge polnische Ethnologin wird über die Ergebnisse ihrer Feldforschung zur jüngsten Entwicklung des Islam in Daghestan berichten.


Iwona Kaliszewska arbeitet derzeit an ihrer Dissertation und unterrichtet am Istitut für Ethnologie und Kulturanthropologie an der Universität Warschau. Sie ist Vorsitzende der Stiftung 'Kaukaz.net', schreibt für das 'New Eastern Europe journal' und hat an dem Buch 'Matryoshka in Hijab. Essays on Dagestan and Chechnya' (2010) mitgewirkt.


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Mrs. Iwona Kaliszewska in Jena guest will be on Monday (18.06). The young Polish Ethnologist will report on the results of their fieldwork to the recent development of Islam in Daghestan.


Iwona Kaliszewska is currently working on her dissertation and teaches at the Istitut for Ethnology and cultural anthropology at the University of Warsaw. She is Chair of the 'Kaukaz.net', writes Foundation for the ' new Eastern Europe journal' and has the book ' matryoshka in hijab. Essays on Dagestan and Chechnya' (2010) had with.


More: 
“Stateless” Places in the North Caucasus? Localized Forms of Sovereignty in Dagestan (pdf)

Tuesday, April 17, 2012

JENA: STARTING NEXT WEEK! 25 April, 18 Uhr: Caucasus Film Series! Carl-Zeiss 3, Nr 225




Source: www.uni-jena.de

Friday, March 30, 2012

VIDEO: Herstellung eines Besens


Videofilm. Thema: Einfache Technologien. Dorf Chantlisqure, Kvareli-Bezirk, Georgien. Video aufgenommen am 29.09.2011im Rahmen des Exkursionsmoduls Kaukasiologische Feldforschung des Studiengangs BA - Ergänzungsfach Kaukasiologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Modulleitung: Prof. Dr. Elguja Dadunashvili.

Sunday, March 11, 2012

VIDEO: Totenkult aus Svanetien - Lipaanal ist die Tradition, die gestorbenen Familienmitglieder nach Hause einzuladen. Von Elguja Dadunashvili (youtube.de)

 
Lipaanal ist die Tradition, die gestorbenen Familienmitglieder nach Hause einzuladen und sie für gewisse Zeit zu bewirten. Lipanaali beginnt am 18. Januar und dauert bis zum darauf folgenden Montag. Das Fest wird, mit geringen Unterschieden, in Ober- und Niederswanetien begangen.

Autor: Elguja Dadunashvili
Assistiert von Madona Chamgeliani

Der Film basiert auf Feldforschungsmaterialien, gesammelt in Georgien, in den Dörfern Latali im Bezirk Mestia und Udabno im Bezirk Sagaredsho in den Jahren 2007 - 08

Tuesday, January 10, 2012

KAUKASIOLOGIE: Eine Reise durch den Kaukasus - „Tag der Kaukasiologie" in Jena

Am 31. Januar 2012 wird das Jubiläum „50 Jahre Kaukasiologie“ an der Uni Jena gefeiert (Quelle: idw)


Foto: Sebastian Minkner, FSU
Eine Reise durch den Kaukasus gefällig? Das Gebirge, mythische Grenze zwischen Europa und Asien, beherbergt ein buntes Gemisch von Völkern und Sprachen. Wer einen Einblick in diese Vielfalt gewinnen möchte, ist herzlich eingeladen, den „Tag der Kaukasiologie“ an der Universität Jena am 31. Januar 2012 zu besuchen. An diesem Tag feiert das klassische „Orchideenfach“ sein 50-jähriges Bestehen in Jena. Die Kaukasus-Experten, deren Studiengang einmalig in Europa ist, laden die interessierte Öffentlichkeit deshalb zu einer Entdeckungsreise quer durch ihr Fach ein. 


Zu Beginn der Reise zeigen Studentinnen und Studenten Fotos, die den Alltag in einem muslimischen Dorf in Nord-Ostgeorgien widerspiegeln. Die Aufnahmen entstanden im Rahmen des Exkursionsmoduls „Kaukasiologische Feldforschung“ und werden im Foyer der Aula im Universitätshauptgebäude (Fürstengraben 1) gezeigt. 


Nächste Station ist ab 13.15 Uhr der Hörsaal der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (Bibliotheksplatz 2). Dort stellt Dr. Florian Mühlfried das von ihm und Sergey Sokolovskiy herausgegebene Buch „Exploring the Edge of Empire“ vor, das der sowjetischen Geschichte der Ethnologie und verwandter Wissenschaften im Kaukasus gewidmet ist. Im Anschluss wird der Film „Lipanali“ gezeigt. Dessen Autor, der Gastprofessor Prof. Dr. Elguja Dadunashvili, dokumentiert einen Totenritus, der in Swanetien verbreitet ist, einer Bergregion Georgiens. Die Swanen laden die Seelen verstorbener Familienmitglieder nach Hause ein, um sie für eine gewisse Zeit zu bewirten. 


Prof. Lascha Bakradze von der Ilia-Universität Tbilissi spricht ab 15.15 Uhr im großen Rosensaal (Fürstengraben 27) über „Interessenkoinzidenz: Deutschland und Georgien im Ersten Weltkrieg“. Im Anschluss ab 16.15 Uhr diskutieren Prof. Dr. Kevin Tuite (Uni Jena/Montreal), Dr. Uwe Halbach (Stiftung Wissenschaft und Politik), Prof. Giorgi Khubua (FSU), Prof. Lascha Bakradze Tbilissi), Prof. Raschid Alikajev (Naltschik) und die Botschafterin Georgiens in der Bundesrepublik Gabriela von Habsburg über die Frage „Berge, Blut und Öl – Was ist der Kaukasus?“. 


Um 18.00 Uhr laden die Kaukasus-Forscher zu einem Festprogramm in die Aula im Uni-Hauptgebäude ein. Der Inhaber des Lehrstuhls für Kaukasiologie, Prof. Dr. Kevin Tuite, beleuchtet in seinem Festvortrag Facetten des georgischen Liedes „Iavnana“. Schließlich wird Prof. Dr. Heinz Fähnrich, der Nestor der Jenaer Kaukasiologie, mit der Medaille des Goldenen Vlieses geehrt. Diese Auszeichnung überreicht die Botschafterin Georgiens, Gabriela von Habsburg. 


Die interessierte Öffentlichkeit ist am 31. Januar herzlich eingeladen, die Reise durch den Kaukasus mitzumachen. Natürlich sind Besucher auch an den einzelnen Stationen herzlich willkommen. 


Das Programm im Internet unter: Universität Jena  


Kontakt: Natia Reineck M.A. 
Bereich Kaukasusstudien der Friedrich-Schiller-Universität Jena 
Fürstengraben 27, 07743 Jena 
Tel.: 03641 / 944886 
E-Mail: natia.reineck@uni-jena.de 

Friday, January 07, 2011

VORTRAG: Siedlungspolitik "von unten" und "von oben" im Hochland von Georgien. Von Dr. Florian Mühlfried (orient-gesellschaft.at)

Dr. Florian Mühlfried, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Kaukasiologie, Universität Jena

Montag, 10.01.2011,
18:30 Uhr - 20:00 Uhr
Eintritt: € 4,-- / € 2,--


Von versteckten Schätzen in den Bergen und einem Staat, der kommt und geht - Siedlungspolitik "von unten" und "von oben" im Hochland von Georgien

pdf >>>

Der Vortrag findet wie üblich statt im Klubsaal der ÖOG/HP, 1010 Wien, Dominikanerbastei 6/6

Im Anschluss an den Vortrag darf ich Sie noch zu einem gemütlichen Beisammensein bei einem Glas georgischen Rotweines einladen!

Ich freue mich auf Ihr Kommen,
Ihre

Silvia de Carvalho

Österreichische Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall
Orient-Akademie
Leiterin des Informationszentrums für Zentralasien und Südkaukasien
A-1010 Wien
Dominikanerbastei 6/6
www.orient-gesellschaft.at