Tuesday, June 02, 2020

GEORGIAN FOOD: Recipes by Region Europe - Anatolia & Caucasus. via Clovegarden - an International Food Site

Welcome to Clovegarden, our ever-evolving non-commercial food site. We feature information about thousands of ingrediens used around the world, cooking methods, kitchen equipment and worldwide recipes. We hope you enjoy the site and find it useful, or at least entertaining. 

Our recipes reflect Euro/American practice of relatively few dishes served as separate courses. We expect most English language readers will adapt ethnic recipes to this style of service so we portion them appropriately.


Europe - Anatolia & Caucasus

   -   [Turkey, Armenia, Georgia, Azerbaijan]


Despite severe political and religious differences, the cuisines of Turkey and Armenia are nearly identical and interchangeable - except, during the Soviet period Armenians enthusiastically added pig (not acceptable in Muslim Turkey or Azerbaijan) and some Russian recipes to their menu. My Azerbaijani cookbook emphasizes the similarity of their cuisine to those of their neighbors, particularly Turkey, but does not admit existance of any such thing as Armenia. I have a recent Turkish cookbook that has a map showing their neighbors to the east as Georgia, Azerbaijan and Iraq - Armenia seems to have disappeared again. Armenia would like to erase Turkey, but just isn't big enough, even if you count Glendale, "The Western Capital of Armenia". Armenia and Azerbaijan have been at war since World War I. It appears Georgia is now three countries, Georgia, Abkhazia and South Ossetia. So sharp is this divide many Abkazians are turning to the old Abkhaz Pagan religion (which never quite died out) as a rejection of the "church of the opprssor". Ossetia, on the other hand, has never been successfully Christianized or Islamized, and has an unbroken Pagan tradition going back thousands of years. Armenia also has a growing Pagan (Hetan) community, which blames Christianity for Armenia's long decline from being a regional power.
    

Breakfast


    

Appetizers & Salads


    

Soups


    

Side Dishes


    

Main Dishes


    

Basics & Ingredients


  • Ajika - Hot Pepper Sauce - (Georgia) an essential condiment, sauce, spread, and ingredient.[v3]
  • Cilantro Sauce - (Georgia) amazingly delicious, for meats, vegetables, salads.[v2]
  • Khmeli Suneli - (Georgia) a dry herb/spice mix essential to regional cuisine.[v1]
  • Lamb Stock - (Turkey) a basic stock for Turkish, Armenian and Near Eastern dishes.
  • Sour Plum Extract - (Turkey) a souring agent used in soups, dolma, etc.[v0]
  • Tkemali - Sour Plum Sauce - (Georgia) an essential condiment and ingredient of many uses.[v2]

GEORGIANWINE: Langjährige Distribution von georgischen Weinen meist im deutschsprachigen Raum durch Paata Bolotashvili


Die Geschichte von Georgien-Wein begann unerwartet und dauert nun bereits mehr als zehn Jahre an – mit interessanten Aromen, Geschmacksrichtungen und Geschichten, welche die Weine selbst erzählen.
Georgien-Wein wurde geboren, als unser Freund, der in Berlin lebende Maler und Bildhauer Nika Bakhia den Entschluß faßte, Weine der ursprünglichen georgischen Tradition folgend im Kvevri herzustellen. Bereits im Jahr darauf kam sein Wein nach Deutschland und fand größten Zuspruch unter Weinkennern und -genießern. Es entstand große Nachfrage nach seinen Weinen und somit die Notwendigkeit des Imports und Vertriebs in Deutschland.
Seit 2008 wächst nun das Sortiment von Georgien-Wein stetig an. Mittlerweile bieten wir unserer wachsenden Kundschaft ca. 100 unterschiedlichste Weine von insgesamt fast 30 Herstellern an.
Die in Georgien meist verbreitete Rebsorten Rkatsiteli und Saperavi stellen auch den größten Teil des Sortiments von Georgien-Wein. Doch ist es unser besonderes Anliegen, gerade die Weine aus den alten, fast vergessenen Rebsorten in unser Sortiment aufzunehmen, die nun wieder zum Leben erweckt werden. So führen wir im Sortiment u.a. Chinuri, Tavkveri, Tsitska, Tsolikouri, Otskhanuri Sapere, Aleksandroulu, Mujucheturi, Dzelshavi usw..
Georgien-Wein legt besonderen Wert auf kleine und kleinste Winzer. Denn gerade in der Kleinproduktion kommt die Individualität und Eigenständigkeit des Weins am stärksten zum Ausdruck, was sich schließlich in seiner einzigartigen Qualität widerspiegelt. Die Beziehungen zu den Kleinwinzern, sie zu unterstützen und zu fördern verstehen wir als unschätzbaren Wert, auf welchem der Ruf des georgischen Weins fußt. Hier schließt sich der Kreis mit Georgien-Wein!
In der "Corona-Pause" haben wir die Zeit genutzt und neue Weine importiert. Nun bilden bei uns auch die Weine aus Imeretien eine relativ große Franktion.
Die Bestellung der Weine kann entweder über unser Online-Shop
oder direkt hier über mich erfolgen. In unserem Shop haben wir leider noch nicht alle unsere Weine reinstellen können.

In diesem Sinne,
gagvimarjos!

Friday, May 29, 2020

MUSIKVIDEO: Sänger des Anchiskhati Ensembles aus Georgien, Tbilisi (Komposition Russudan Meipariani). Von Monika Nuber


Kamera, Regie, Schnitt: Monika Nuber
Komposition: Russudan Meipariani (Stuttgart)
Inspiriert von der Lyrik Galaktion Tabidze und eigens komponiert für den Männerchor Anchiskhati aus Tiflis.
Aufgenommen und gefilmt im fausttonstudio in Scheer an der Donau, während eines Gastaufenthalts des Ensembles.

Monika Nuber (*1966) lebt und arbeitet als Künstlerin und Musikerin in Stuttgart. In ihren experimentellen Arbeiten bewegt sie sich zwischen Konzept und Zufall, Ordnung und Chaos, kleiner Form und großen Gesten. Gesang, Rhythmus, Klang und Ton spielen dabei eine große Rolle. Monika Nubers Zeichnungen und Animationsfilme werden international auf Filmfestivals und Ausstellungen gezeigt und erhielten zahlreiche Preise. 2016 war ihre Videoinstallation "Binäre Systeme und andere Lieder" in der "Galerie b" zu sehen.

Tuesday, May 26, 2020

VIDEO: Making #GeorgianWine in a Qvevri. By Terry Sullivan (Wine Trail Traveler)

This video is about Making Wine in a Qvevri in the country Georgia - in twitter: @winetrailtravel

VIDEO: "Qvevri" - Metrage by Levan Kitia

Saturday, May 23, 2020

VIDEO: Giorgi Zagareli, Nikoloz Rachveli - GIYA KANCHELI Miniature N1 - Leno Sessions 2020



Live stream on Leno Sessions (during COVID-19/Coronavirus quarantine)

Composed by Gyia Kancheli
Piano - Nikoloz Rachveli
Viola - Giorgi Zagareli

Follow Giorgi Zagareli:
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www.instagram.com/giorgi_zagareli

Follow Nikoloz Rachveli: 
www.facebook.com/nikolozrachveli
www.instagram.com/nikolozrachveli

Sound/Video by - Gvaji (George Gvarjaladze)
Lights - Silk Factory Studios (sfs.ge)
A&R - Giorgi Tsiskarishvili
www.lenorecords.com
www.facebook.com/lenorecords
www.facebook.com/LenoSessions

Monday, May 18, 2020

GEORGIAN ART: Avto Meskhi: Private Acquaintance / ავთო მესხი: პირადად ცნობილი - in ProjectArtBeat 2018 - curated by Natia Bukia.

Project ArtBeat in Tbilisi presented personal exhibition of Avto Meskhi. The exposition includes mixed media works: collages, paintings and drawings made during 1984-2015. Curated by Natia Bukia.

Avto Meskhi, due to his introvert personality and moreover his tragic life is a lesser-known painter in Georgia and abroad. Accordingly, Private Acquaintance, his solo exhibition held at the gallery exactly a year ago is a very important event for the Georgian art scene. The artist was born in Tbilisi, 1946 and lived and worked in Tbilisi and Rustavi. When Project ArtBeat discovered Meskhi he was 70 years old, he already had lost his home, where he lived with his mother and was spending last years ...

Sunday, May 03, 2020

VIDEO: Grenzenlos - Unterwegs mit Kaukasus-Reisen in Georgien, Armenien, Aserbaidschan. via @kaukasus-reisen

Ein Menschenleben später begeben sich 3 Freunde aus dem Kaukasus auf einer Reise. Ein Featurefilm der Reiseagentur Kaukasus-Reisen. Grenzenlos Reisen in Georgien, Armenien und Aserbaidschan - nach Corona.

Mit Bukhuti Papuashvili, Levon Ishkhano & Farik Aliev.
Musik & Musikanten: Ramizi Shubitidze & Rostomi Kirkitadze (GEO), Trio Aguas (ARM), Alafsar Rahimov & Shahriyar Imanov (AZE)

BUCHBESPRECHUNG: Über eine faszinierende Geschichte russisch-georgischer Beziehungen. Von Dieter Boden via @theeuropean

Buch: Philipp Ammon, Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924, Frankfurt/M 2020.


Früherer Deutscher Botschafter 

in Georgien, Dieter Boden
(theeuropean.deDies ist die faszinierende Geschichte russisch-georgischer Beziehungen zwischen 1801, dem Jahr der Annexion Georgiens durch das zaristische Rußland, bis nach dem ersten Weltkrieg. Es ist ein Thema, das bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion allenfalls für Fachleute der Geschichtswissenschaft von Interesse gewesen sein mag. Inzwischen hat der Kaukasus als ein regionaler Spannungsherd in unserer unmittelbaren Nachbarschaft neue Aktualität erhalten. Dieses Buch von Philipp Ammon ist insofern auch ein Beitrag zur politischen Zeitgeschichte.

Ammon behandelt einen entscheidenden Abschnitt in den Beziehungen zwischen den beiden Völkern und Nachbarn, die sich in ihrer Kultur, ihrer Mentalität und ihren Lebensgewohnheiten grundlegend unterscheiden. Es ist eine Geschichte, die geprägt ist von Gewalt, Verrat und Täuschungen, aber auch von friedlichem, oftmals sogar harmonischen Zusammenleben – mit einem Wort: ein Musterbeispiel aus dem Fach politischer Staatenbeziehungen, das uns auch heute noch manches lehren kann. Dies gilt sicherlich insbesondere hinsichtlich unseres heutigen Verhältnisses zu Rußland.

Mit viel Sachkunde schildert Ammon die Periode der bilateralen Beziehungen in dem sich insgesamt über 115 Jahre erstreckenden Zeitabschnitt, in dem Georgien Teil des Russischen Zarenreiches war. Der Band enthält eine Fülle an Anmerkungen sowie ausführliche Hinweise auf weiterführende Literatur zum Thema; ein wenig störend wirkt die umständliche Transskription der Personennamen ins Deutsche, die nicht selten das Lesen beeinträchtigt. Kurz behandelt Ammon auch die Periode von 1918 bis 1921, in der Georgien erstmals seine Unabhängigkeit errang, bevor diese im Februar 1921 durch den Einmarsch der Roten Armee wieder zunichte gemacht wurde – weitgehend unbemerkt durch das restliche Europa, das mit den Folgen des vorangegangenen Weltkrieges beschäftigt war. Die darauffolgende Periode, in der Georgien über 70 Jahre als Bundessstaat Teil der Sowjetunion war, wird von Ammon nur gestreift. Viel Aufmerksamkeit widmet er den Beziehungen zwischen den beiden orthodoxen Kirchen.

Die Annexiuon durch Rußland von 1801 brachte für Georgien zunächst das übliche Schicksal eines unterworfenen Landes: Ausplünderung, Zwangsassimilierung und Niederschlagung von immer wieder aufflammenden Aufständen. Als schlimmste Demütigung, so bemerkt Ammon zutreffenderweise, empfanden die Georgier die Unterstellung ihrer orthodoxen Kirche unter die des Moskauer Patriarchats im Jahre 1811. Jedoch setzt Ammon denjenigen, die die russische Herrschaft allein als eine Leidensgeschichte fortdauernder Unterdrückung sehen wollen, eine differenziernde Betrachtungsweise entgegen. Die Bilanz ist ambivalent: in der Zeit bis 1914 erlebte Georgien eine Friedenszeit ohne die Verwüstungen, die es in den Jahrhunderten vorher durch eine endlose Folge an Invasionen durch fremde Eroberer erlitten hatte. Unter „befreundeten Bajonetten“, wie der Dichter Lermontov dies bezeichnete, erholte sich das Land allmählich. Es fand Anschluß an die Moderne durch den Bau von Infrastrukturen, durch die beginnende Umstellung einer archaischen Agrarwirtschaft auf eine industrielle Erschließung seiner Ressourcen, durch den Aufbau von Telekommunikationen, bei der die deutsche Firma Siemens entscheidend mitwirkte.

Wiederbelebt wurden nun auch die zuvor jahrhundertelang unterbrochenen Verbindungen zu Europa, und Rußland spielte bei der Vermittlung eine entscheidende Rolle. Es waren russische Universitäten, die die neuen georgischen Eliten ausbildeten. Die georgischen Studenten kamen von dort als „Westler“ zurück, hatten Kant und Hegel gelesen und traten bald auch für nationale Selbstbestimmung ihres Landes ein.

Auch nach 115 Jahren gemeinsamer Staatlichkeit blieben jedoch die Unterschiede in Kultur, Lebensgefühl und Mentalität zwischen beiden Ländern bestehen. Daß die russische Epoche heute überwiegend als eine traumatische Erfahrung wahrgenommen wird, ist eine Folge der anschließenden 70 Jahre unter sowjetkommunistischer Herrschaft, die am 9.4.1989 mit einem besonders brutalen Akt abschloss: einem Massaker sowjetischer Truppen an der georgischen Zivilbevölkerung.

Es wäre wünschenswert, wenn diese vergangene Geschichte der russisch-georgischen Beziehungen durch ein Kapitel über die Sowjetzeit und die Gegenwart seit der neuen georgischen Unabhängigkeit von 1991 ergänzt würde. Das Buch von Ammon ist jedenfalls ein verdienstvoller Anstoß. Heute werden die russisch-georgischen Beziehungen durch die Auseinandersetzung um die von Georgien abgefallenen und von Rußland unterstützten Separatstaaten Abchasien und Südossetien bestimmt. Eine einvernehmliche Regelung dieses Konflikts ist nicht in Sicht. Seit 2008 sind die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern abgebrochen. Die Wirkungen dieses Konflikts strahlen vielfältig zu uns in den Westen Europas aus. Auch dies macht Ammons Buch deutlich: ohne eine Normalisierung der georgisch-russischen Beziehungen wird die Region des Südkaukasus nicht zur Stabilität finden.

Monday, April 27, 2020

VIDEO: Klassenfahrt nach Tiflis (Georgien). Mit Tamuna Gurchiani, Stephan Wackwitz, Zaal Andronikashvili, Natia Mikeladze und Stefan Meister. via @bpb_de

Tiflis (georgisch თბილისი Tbilissi; bis 1936: ტფილისი Tpilissi) ist die Hauptstadt Georgiens. Es ist die bevölkerungsreichste und größte Stadt des Landes. Tiflis hat mehr als eine Million Einwohner, die Gesamtfläche beträgt 726 Quadratkilometer, das bebaute Gebiet rund 70 Quadratkilometer.

Wir haben 6 Kennerinnen und Kenner der georgischen Hauptstadt Tiflis (georgisch თბილისი; Tbilissi) eingeladen, uns ihre Lieblingsorte in der Millionenstadt vorzustellen. Kommt mit uns und lasst euch von ihnen in ihre Stadt virtuell "entführen". Mit der Kulturmanagerin Tamuna Gurchiani, dem Autor Stephan Wackwitz, dem Literaturwissenschaftler und Publizisten Dr. Zaal Andronikashvili, der langjährigen Leiterin der GIZ in Georgien, Katja Kammerer, der Übersetzerin Natia Mikeladse–Bachsoliani und dem Leiter der Heinrich Böll Stiftung in Tiflis, Stefan Meister.

Alle sechs Orte finden sich auf der interaktiven Karte: uploads.knightlab.com

Monday, April 20, 2020

BÜCHERSCHAU von Urs Unkauf: Ammon, Philipp (2020): Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Klostermann-Verlag

Die Beziehungen zwischen Georgien und Russland sind heute überschattet. Einerseits kritisiert Georgien die Einmischung Russlands und dessen Aktivitäten in Abchasien und Südossetien. Andererseits sieht die russische Seite ihre traditionelle politische Einflusssphäre durch die Entscheidung Georgiens für den Weg in die euro-atlantische Integration gefährdet. Dass die Wurzeln dieser aktuellen Konflikte tiefer liegen, zeigt Philipp Ammon in seinem Buch. Ausgehend von der Frage „wie es zur Konfrontation zweier Völker kam, die keine tiefverwurzelte, gleichsam metaphysische Feindschaft“ (S. 9) trenne, stellt Ammon die georgische und russische Perspektiven gegeneinander. Dabei kommen politische, aber auch literarische Akteure zu Wort. Ammon beginnt mit der georgischen Geschichte. Er startet in der Antike und kommt dann im 18. Jahrhundert an. Konkret geht es um den 1783 geschlossenen Vertrag von Georgijewsk, in dem die georgischen Könige einem Bündnis mit dem Zaren beitraten. Dies hatte den Verlust der Souveränität über die außenpolitischen Kompetenzen zur Konsequenz. Es geht weiter mit der Annexion Georgiens durch das Zarenmanifest von 1801. Es folgen wechselseitige literarische Wahrnehmungen, die Entwicklung der georgischen Nationalbewegung und kirchliche Konflikte. Das letzte Kapitel nimmt den chronologischen Faden wieder auf. Es befasst sich mit der Zeit nach der Revolution von 1905 bis zur ersten georgischen Republik, die 1921 durch den Einmarsch der Roten Armee endete.

Die Beziehungen zwischen Georgien und Russland waren nach Ammon „ein Muster von Nähe und Fremdheit, von Verbundenheit und Abkehr, von russisch-imperialer Homogenisierung und georgischer Identitätsbehauptung“ (S. 212). Ammon legt die historischen Wurzeln dieses Spannungsgeflechtes frei. Ein lesenswertes Werk für alle, die Georgien besser verstehen wollen, und zugleich bereit sind, auch über Russland Neues zu lernen.

Urs Unkauf, Berlin Bücherschau WeltTrends • Das außenpolitische Journal • 161 • März 2020 • 28. Jahrgang • S. 66 Ammon, Philipp (2020): Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Klostermann-Verlag, 238 Seiten, 29,80 Euro.

welttrends.de

Thursday, April 09, 2020

KOLGA TBILISI PHOTO: Beautiful Minds - by Dutch Photographer Maurice Wolf (living in Tbilisi)

Beautiful Minds (kolga.ge)

These pictures are part of a 3-year journey together with journalist Robin Forestier-Walker. It initially started by coincidence with just a few pictures at a private home in Tbilisi where mentally impaired people were taking care of after harsh ordeals in mental institutions in the country of Georgia. After a publication of these pictures people approached me and asked me to pursue the matter. So I did.

Mental health in Georgia is a subject shrouded in taboo where parents and family members suffer as much as the children because of lack of awareness and education on the matter. We've visited institutions where basic needs and help, let alone therapy, are basically not present. We've been to places where people with hardly any means tried their best to give the weakest a little comfort and respect. Our aim is to raise awareness and put some facts on the table without pointing fingers.

Maurice Wolf

Maurice Wolf studied communication sciences in Nijmegen, Netherlands before becoming an assistant photographer in Amsterdam. He has freelanced for numerous international publications working out of Amsterdam, Berlin, and later traveling across the US and Australia before moving to Tbilisi in 2015. He is represented by Dutch photo agency Hollandse Hoogte and SOPA Images in Hong Kong. He has had numerous solo exhibitions and group exhibitions in Amsterdam, Berlin, London, Carson City, Nevada and Tbilisi. He is currently finishing the project "Beautiful Minds" together with journalist Robin Forestier-Walker on people with mental problems and mental delays in Georgia. Book and exhibitions in Georgia, Sweden, Germany and the Netherlands are scheduled for the end of 2020, beginning of 2021. At the moment he's finishing a book of 4 years in Georgia and Abkhazia. A project on IDP's in Georgia is still ongoing and presumably finished in 2021













Monday, March 30, 2020

NON-BENEFIT FOUNDATION: We. Help. Georgia. - in the Coronacrisis. By Rainer Kaufmann

Necessity is the mother of invention, we said to ourselves and did not accept the total closure of our restaurant in Tbilissi, which has been working since more than 20 years. For that would have meant dismissing almost two dozens of - mostly long-standing and loyal - employees into Georgian unemployment. Everyone who knows the country knows what that means. No one can say today whether after the crisis we would then have been able to build up a new workforce immediately.

That is why we established a non-profit foundation:

We.
Help.
Georgia.

The current starting point: Some social institutions such as the soup kitchen of the Protestant Lutheran Church in Georgia (ELKG) or the Michael-School for the Disabled, which is supported by the Solingen Association for the Promotion of Disability Aid in Georgia, had to shut down. This means that dozens of families or children in need are without a daily hot meal they have received so far.

We mainly asked our regular guests of our Tbilissi hotel and restaurant in Germany for support and within a few days we found a fine number of sponsors who would support us for the next three months with an amount of € 75 per month. There were also three noble individual donations from our partners. This means that we can now provide around 50 meals a day for three months and also deliver them in Tbilisi.

For this overwhelming result we would like to thank everyone in the name of those who benefit, those who have safe jobs now and those who continue to be provided with a good meal every day.

The commitment of our guests and partners is an important sign of mutual appreciation for all of us, which we will never forget. We have therefore decided to continue to run this foundation for the time after the restrictions caused by the Corona crisis, with the kind support of mister Martin Gramm, a long-time guest from Eppelheim/Germany. There he is a member of the city council as well as of the parish council of the Protestant parish.

Our companies - ERKA-Reisen GMbH, ERKA-Travel-Tbilissi and Hotel Kartli with Rainers European Restaurant - will provide this foundation with basic funding and develop a targeted program to care for needy families and children (keyword: street children), as soon as we are back in anormal working mode. We will, of course, inform the public about this program, as we will also report regularly on our three-month campaign.

If you want to support our social commitment now and in the future, we look forward to every single contribution. In Germany, the Protestant parish of Eppelheim, which has supported the ELKG in Tbilisi for years, has agreed to accept the donations for us and to issue a corresponding donation receipt if requested. Their bank account is:

IBAN: DE17 6725 0020 0001 5113 51, BIC: SOLADES1HDB (Sparkasse Heidelberg), keyword: Help for Georgia.

In Georgia we have the following bank details:

JSC TBC Bank, Tbilisi / Georgia, IBAN: GE75TB7454336180100004, recipient: Vekhmarebitsakartvelos

If you have any questions, please contact us at the following email address: rainer@georgian-aid.com With kind and grateful regards

Rainer Kaufmann Gabi Kaufmann Natia Kodiashvili Salome Gugunishvili
ERKA-Reisen GmbH - Hotel Kartli - Rainers European Restaurant - ERKA-Travel/Tbilissi

Sunday, March 29, 2020

GEMEINNÜTZIGE STIFTUNG: Wir. Helfen. Georgien. - in der Corona-Krise. Von Rainer Kaufmann - Update 02.04.2020

Not macht erfinderisch, haben wir uns gesagt und uns nicht mit der völligen Schließung unseres Restaurants in Tbilissi abgefunden. Denn das hätte bedeutet, knapp zwei Dutzend – meist langjährige und treue – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die georgische Arbeitslosigkeit zu entlassen. Was das heißt, weiß jeder, der sich im Land auskennt. Und ob wir dann nach der Krise wieder in der Lage gewesen wären, aus dem Stand heraus eine arbeitsfähige Belegschaft aufzubauen, kann heute niemand sagen.

Deshalb haben wir eine gemeinnützige Stiftung gegründet:

Wir.
Helfen.
Georgien.

Der aktuelle Ausgangspunkt: Einige soziale Einrichtungen wie die Suppenküche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien (ELKG) oder die Michaelsschule für Behinderte, die vom Solinger Verein zur Förderung der Behindertenhilfe in Georgien unterstützt wird, mussten ihren Betrieb einstellen. Damit sind Dutzende an bedürftigen Familien oder Kinder ohne eine tägliche, warme Mahlzeit, die sie bisher bekamen.

Wir haben vor allem unter unseren Stammgästen von Hotel und Restaurant in Deutschland um Unterstützung geworben und innerhalb weniger Tage eine stolze Zahl von Sponsoren gefunden, die uns für die nächsten drei Monate mit einem Betrag von monatlich € 75 unterstützen. Dazu kamen drei stolze Einzelspenden unserer Partner. Damit können wir jetzt für drei Monate rund 50 Essen am Tag bereit stellen und in Tbilissi auch ausliefern.

Für dieses überwältigende Ergebnis bedanken wir uns im Namen all derer, denen es zugute kommt, denen, die ihren Arbeitsplatz gesichert sehen, und denen, die weiter mit einem guten Essen am Tag versorgt werden.

Dieses Engagement unserer Gäste und Partner ist für uns alle ein wichtiges Zeichen gegenseitiger Wertschätzung, das wir nie vergessen werden. Wir haben uns deshalb entschlossen, auch für die Zeit nach den Einschränkungen durch die Corona-Krise diese Stiftung weiter zu führen, mit freundlicher Unterstützung von Martin Gramm, einem langjährigen Gast aus Eppelheim. Er ist dort Stadtrat und Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde.

Unsere Firmen – ERKA-Reisen GMbH, ERKA-Travel/Tbilissi und Hotel Kartli mit Rainers European Restaurant – werden, sobald sie sich wieder in einem normalen Arbeitsmodus befinden, diese Stiftung dann weiter mit einer Grundfinanzierung ausstatten und ein gezieltes Programm zur Versorgung bedürftiger Familien oder Kinder (Stichwort: Straßenkinder) erarbeiten. Über dieses Programm werden wir die Öffentlichkeit selbstverständlich informieren, wie wir auch über unsere Dreimonats-Aktion regelmäßig berichten werden.

Wenn Sie unser soziales Engagement jetzt aktuell und auch in Zukunft unterstützen wollen, freuen wir uns über jeden einzelnen Beitrag. In Deutschland hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim, die seit Jahren die ELKG in Tbilissi unterstützt, bereit erklärt, die Spenden für uns entgegenzunehmen und auf Wunsch eine entsprechende Spendenquittung auszustellen.

Die Konto-Verbindung:

IBAN: DE17 6725 0020 0001 5113 51, BIC: SOLADES1HDB (Sparkasse Heidelberg), Stichwort: Hilfe für Georgien.

In Georgien haben wir folgende Bankverbindung:

JSC TBC Bank, Tbilissi/Georgien, IBAN: GE75TB7454336180100004, Empfänger: Vekhmarebit sakartvelos

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter folgender Email-Adresse: rainer@georgian-aid.com

Mit freundlichem und dankbaren Grüßen

Rainer Kaufmann, Gabi Kaufmann, Natia Kodiashvili, Salome Gugunishvili, ERKA-Reisen GmbH – Hotel Kartli – Rainers European Restaurant – ERKA-Travel/Tbilissi

+++

Update 02.04.2020

Gestern hat das Team von Rainers Pizzeria in Tbilissi ein Wohltätigkeitsprojekt gestartet. Wir beliefern in einer eigens hierfür gegründeten Stiftung ab sofort bis zu 50 bedürftige Menschen täglich mit einem warmen Essen. Mit großzügiger Unterstützung unserer langjährigen Kunden von Hotel und Restaurant überwiegend aus Deutschland können wir diesen Service für die nächsten drei Monate garantieren. Demnächst gibt es mehr Informationen auf einer eigenen webseite www.georgian-aid.com. Auskünfte gibt es jederzeit auch unter der E-mail-Adresse: rainer@georgian-aid.com.









Saturday, March 28, 2020

GESCHICHTE: Georgien - Spielball im "Great Game" - über Georgiens Geschichte und das ambivalente Verhältnis zu Russland - von Philipp Ammon. Rezension von Claus-Dieter Stille. via @derfreitag


Buchbesprechung [freitag.de] Philipp Ammon hat es unternommen, ein tief lotendes Buch über Georgiens Geschichte und das ambivalente Verhältnis zu Russland geschrieben

Über Georgien hört man im Grunde nichts bzw. sehr selten etwas. Erst recht nicht heute, in Zeiten, wo der Corona-Virus "regiert". Ein kleiner, christlich geprägter Staat (sh. Wikipedia) mit gerade einmal 3.729.635 Einwohnern. Das Land erklärte sich am 26. Mai 1918 für unabhängig und erlangte nach dem Ende der UdSSR am 9. April 1991 wieder die Unabhängigkeit. Ich kannte das Land lange nur unter der vom Russischen herrührenden Bezeichnung Grusinien (Грузия (Grusija) früher gelegentlich auch Grusien oder Grusinien genannt; Quelle: Wikipedia).

Zuletzt war Georgien während der Olympischen Spiele in Peking stärker in den Fokus der Nachrichten gerückt. Micheil Saakaschwili, von 2004 bis 2013 Staatspräsident Georgiens, (an dessen geistiger Gesundheit so mancher zweifelte) ließ, während die Weltöffentlichkeit mit den Olympischen Spielen beschäftigt war, in der Nacht vom 7. auf den 8. August 2008 – also zeitgleich mit dem Beginn der Olympischen Spiele in Beijing - die Hauptstadt der "abtrünnigen Republik" Südossetien, Zchinwali, militärisch angreifen, um dieses - innerhalb der Grenzen der früheren sowjetischen Teilrepublik Georgien gelegene - Territorium (erstmals seit der Zerstörung der UdSSR) der Hoheit des unabhängigen georgischen Staates zu unterstellen. Russland, das sich als Schutzmacht Südossetiens verstand (und versteht), reagierte mit einem militärischen Gegenschlag und drang auf "kerngeorgisches" – wie es hieß - Territorium vor.

Über die Geschichte Georgiens dürften viele von uns – beschönigend ausgedrückt - keine größere Kenntnis besitzen. Das Verhältnis von Georgien und Russland ist ambivalent. Der Historiker Philipp Ammon charakterisiert es in seinem Buch „Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924“ als „tiefverwurzeltes, gleichsam metaphysisches Spannungsverhältnis“ . Gegen Ende seines hochinteressanten Buches lesen wir in den Schlussbetrachtungen:

„Im Verhältnis der beiden christlich-orthodoxen Länder unterschiedlich ausgeprägter Tradition spiegelt sich ein Muster von Nähe und Fremdheit, von Verbundenheit und Abkehr, von russisch-imperialer Homogenisierung und georgischer Identitätsbehauptung. Die Beziehung von Georgiern und Russen war von Anbeginn die ungleicher Partner. Seit dem späten Mittelalter sehen wir das kleine Georgien als beim nördlichen Reich Schutzsuchenden. Das Zarenreich war hingegen seit Peter d. Gr. an einer Ausgangsbasis für ein weiteres imperiales Ausgreifen nach Persien – späterhin mit Perspektive auf Indien – und den Dardanellen interessiert. Eine Harmonisierung derart unterschiedlicher Interessen fand zu keiner Zeit statt. Wie schon erstmals im Jahr 1483 König Alexander I. von Kachetien gegenüber dem Großfürsten – in der Selbstbezeichnung gegenüber Mindermächtigen sich erstmals „Zar“697 bezeichnenden – Ivan III. d. Gr. oder um 1720 Vaxt’ang VI. gegenüber Peter d. Gr. traten bei den Verhandlungen zu dem immer wieder zitierten Vertrag von Georgïevsk 1783 die Georgier als Bittsteller auf. Auf die von Georgiern bis heute als "Verrat" gedeutete verheerende Niederlage von K’rc’anisi (1795) gegen die Perser folgte die unter demütigenden Umständen vollzogene Annexion von 1801. Die Wegführung der Bagratiden nach Russland erscheint symbolhaft für den rücksichtslosen Umgang des Imperiums mit dem hilflosen kaukasischen Königreich. Anders als beim Anschluss der baltischen Provinzen unter Peter d. Gr., bei welchem sämtliche ständischen Rechte gewahrt und die deutsche Selbstverwaltung beibehalten wurde, oder bei der Inkorporation des durch einen Bagratidengeneral eroberten Finnland (1809) nahmen die Russen bei der Annexion Georgiens keine Rücksicht auf die lokalen Traditionen. Der Modus der Annexion – der dem Adel unter Bajonetten aufgezwungene Treueid in der Zionskirche 1802 – blieb im historischen Gedächtnis des Volkes, nicht nur des Adels haften. Zum ersten Bezugspunkt des verletzten Rechtsbewusstseins wurde so die Missachtung der im Vertrag von Georgïevsk getroffenen und in den Bittpunkten vom Zaren bestätigten Vereinbarung über die Beibehaltung des bagratidischen Königtums. Die Inkorporation Georgiens folgte demselben Muster wie die der benachbarten muslimischen Khanate.

697 v. Rimscha, S. 142.“

Nichtsdestotrotz, arbeitet der Autor heraus, gibt es in beiden Völkern Sympathien für das jeweils andere Volk. Ebenso freilich Antipathien.

Das wird auf Seite 212 des Buches verständlich:

"Fehlwahrnehmungen, machtgestütztes Vorgehen der Russen und Widerstand der Georgier führten zu Entfremdung. Doch die russische Dichtung löste sich nie von ihrem Traumland Georgien. Um eine einseitige Sicht der Dinge zu vermeiden, galt es, die unter russischer Herrschaft erzielten zivilisatorischen Fortschritte im Kaukasus zu berücksichtigen. Die russische Verwaltung beendete Jahrzehnte barbarischer Einfälle und islamischer Fremdherrschaft.705 Die drohende Vertilgung des georgischen Volkes wurde abgewendet. Schließlich brachte die russische Expansion in Transkaukausien eine "Sammlung der georgischen Erde" zuwege, die Verwirklichung des georgischen Traumes seit der Mongolenzeit.706 Georgien verdankte seine Konsolidierung als einheitlicher politischer Raum gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Machtentfaltung des petrinischen Imperiums. Durch wirtschaftlich-technische und administrative Integration schuf Russland überhaupt erst die Voraussetzungen für die Herausbildung georgischer Staatlichkeit. Die unter imperialer Ägide entstandenen Institutionen bildeten die Vorformen des georgischen Staates. Die Leistungen Russlands in Georgien wurden überwiegend anerkannt. Auch die Vereinigung Georgiens durch russische Annexionen wurde als politischer Gewinn erkannt. Erst unter dem Szepter des Zaren war das alte Georgien fast wiedervereint." 

Ebenfalls interessant:

"Zu den Besonderheiten der russisch-georgischen Geschichte gehört, dass die Loyalität gegenüber dem Zarenreich seitens nationalbewegter Georgier trotz aller erfahrenen Härten über lange Zeit nicht in Frage gestellt wurde. Im Jahre 1880 – vor dem Regierungsantritt Alexanders III. – schrieb der Journalist Sergi Mesxi in der Zeitschrift Droeba, dem Sprachrohr der Nationalbewegung: "Wir haben uns guten Willens Rußland anvertraut, dem wir grenzenlos ergeben sind." Er fügte jedoch warnend hinzu, der Schulinspektor Janovskïj "versündigt sich gegenüber Rußland, weil er versucht, ihm die Liebe und Ergebenheit des georgischen Volkes zu rauben"." Anscheinend hat sich Sprache, Kirche und Kultur Georgiens unter der Sowjetherrschaft sogar zeitweise günstiger entfalten können als unter der Herrschaft des Zaren: "Die unterschwellig gleichwohl stets herbeigesehnte nationale Unabhängigkeit fiel den Georgiern in den Revolutionsjahren 1917/18, genauer: im Gefolge von Brest-Litowsk, eher zufällig zu. Mit dem durch die deutsche Niederlage besiegelten Umschwung der Machtverhältnisse sah sich das unabhängige Georgien in einer teils bekannten, teils neuartigen Zwangslage: im Süden die Jungtürken, im Norden die Bolschewiken. Der Verlust der Unabhängigkeit war indes nicht das Werk Lenins, sondern jener georgischen Bolschewiken, die ihr Heimatland in das neue, vermeintlich völkerverbindende Sowjetreich heimholen wollten. Zur Ironie der russisch-georgischen Geschichte gehört die Tatsache, dass sich Sprache, Kirche und Kultur Georgiens unter der Sowjetherrschaft zeitweise ungestörter entfalten konnten als unter den Zaren. Zu Recht verweist Reisner darauf, dass sich die Dialektik von russischem Machtausbau und georgischer Selbstbehauptung in vollem Umfang sogar erst in Zeiten der Sowjetherrschaft entfaltete, als der Ausbau georgischer nationaler Institutionen – zu nennen sind hier nicht nur Schulen, Universitäten, Akademien, sondern auch die kommunistische Staatspartei Georgiens, der Staatsapparat und der Geheimdienst – voranschritt. Anders als Rosa Luxemburg erkannte Lenin der Nation durchaus eine fortschrittliche Funktion zu." 

Was man auch berücksichtigen sollte:

"Die Loyalität der Georgier gilt der Kirche, nicht ihrem Staat. Diese geringe Staatsbindung verleiht den Regierungswechseln seit dem Ende der Sowjetherrschaft revolutionären bis bürgerkriegsartigen Charakter, verbunden mit jeweils komplettem Austausch der Staatsdienerschaft. Politik gerät in Georgien in die Nähe einer permanenten stásis – ein Moment, das von den Georgiern selbst leider kaum reflektiert wird. Weit bequemer ist es, die schwache Staatlichkeit auswärtigen Mächten wie Russland anzulasten." 

Noch immer wird in Georgien Stalin hochverehrt; während auf der anderen Seite Antikommunismus existiert. Beides werde jedoch nicht als Widerspruch empfunden.

Am schwierigen Verhältnis zwischen Russland und Georgien – lesen wir aus dem Text von Ammon heraus dürften beide Staaten wechselseitig nicht frei von Schuld sein:

"In diesem Zusammenhang spielt aber auch das von Dostoevskïj und Vasilïj Rozanov722 beklagte Desinteresse der Russen an der Historie, nicht zuletzt an Geschichte und Selbstverständnis der imperial angeeigneten Völker, eine nicht zu unterschätzende Rolle. Umgekehrt leidet auch die georgische Historiographie nicht an übertriebener Selbstkritik. Beide Dispositionen sind einer vernünftigen Politik nicht förderlich. Selbst da, wo mit großem Aufwand Versuche einer Verständigung unternommen werden, zeichnet sich keine Wende zum Positiven ab." 

Georgien ist nicht zuletzt so etwas wie ein Spielball – meint Philipp Ammon – in einer Neuauflage des "Great Game" zwischen den USA und Russland im Nahen Osten. Nichts so ganz eues: Habe doch Georgien seinerzeit Peter dem Großen als Aufmarschgebiet gegen Persien gedient. Und in der Gegenwart werde das Land nun von den USA und Israel in eine vergleichbare Rolle als strategische Basis gegen Iran manövriert. Ob Georgien gut beraten war (freilich in der verständlichen Absicht sich von russischem Einfluss fernzuhalten) sich die USA als neue Schutzmacht quasi an den Hals zu schmeißen, nachdem es wohl nicht an entsprechenden Winken aus Washington gefehlt haben dürfte, darf m.E. stark bezweifelt werden.

Der Vorhang zu und alles Fragen offen, könnte man nach der Lektüre betreffs des Verhältnisses zwischen Russland und Georgien sagen. Denn von positiven Aussichten betreffs einer möglichen Verbesserung des Verhältnisses beider Länder kann das Buch freilich keine Kunde geben.

Um aber zu verstehen, um nachzuvollziehen warum die Situation so ist wie sie heute ist, war es sehr lehrreich, dieses Buch von Philipp Ammon zu lesen. Man kann es durchaus als veritables Geschichtsbuch mit einer Fülle von genau beschriebenen Hintergründen bezeichnen. Ammon hat für das Buch unglaublich tief gelotet und viel Wissenswertes an den Tag befördert. Eine unglaubliche Fleißarbeit, die nicht hoch genug geschätzt werden kann, leistete der Autor augenscheinlich, die jedoch nötig war, um möglichst alle erreichbaren Quellen (akribisch aufgeführt) zu studieren, um diese Arbeit zu leisten. Einfach so und sozusagen in einem Rutsch ist das Buch – mit den vielen Hinweisen und Quellenangaben – logischerweise nicht zu lesen. Aber es ist für diejenigen, welche sich für dieses ansonsten meines Wissens wenig beackerte Thema interessieren dann doch unverzichtbar. Das Buch dürfte darüber hinaus aber auch für einen breiteren Leserkreis von Interesse sein. Die Zeit zur Lektüre dieses Buches wird man sich dann gewiss gerne nehmen. Und in der Corona-Krise hat sicher manche/r womöglich auch die Muße sich dem Buch in Ruhe zu widmen.

Das Buch

Philipp Ammon: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation. Die Wurzeln des Konflikts vom 18. Jh. bis 1924
Neuauflage Neuauflage der ersten Ausgabe von 2015 mit einem Nachwort von Uwe Halbach
2020. 238 Seiten. Kt 29,80 €
Format 14 x 21,5 cm
ISBN 978-3-465-04407-9
Klostermann Rote Reihe 117

Saturday, March 07, 2020

WORLDMUSIC: LAKVAR - founded by Georgian composer and guitarist, Zura Dzagnidze, and the Hungarian-Bulgarian singer Hajnalka Péter

LAKVAR, is an exciting new World Music group, founded by Georgian composer and guitarist, Zura Dzagnidze, and the Hungarian-Bulgarian singer Hajnalka Péter. The band includes an array of talented and diverse musicians: the Hungarian Jazz bass player Péter Papesch, young Bulgarian-Turkish percussionist Tayfun Ates, German Jazz violin player Florian Vogel, Italian drummer Santino Scavelli. Lakvar´s sound brings together the band’s musical and cultural backgrounds, drawing on roots in Folk, Jazz, and world music, as well as other modern and traditional influences. Their music plays with darkness and light to create a unique and original sound. 



Hajnalka’s unique vocal character use different traditional styles to unlock gates to hidden emotion, emerging from the music like a mystical and ancient spell. Strong and soaring melodies combine with complex rhythms, moments of stillness and fragility, as well as free and fearless improvisation and virtuosity. Not limited by convention, LAKVAR take musical risks to break through the borders and boundaries of musical traditions and open up new paths between them. Impulsive, and surprising, the music is a reflection of how cultures connect and move forward.


LAKVAR BIO
Zura Dzagnidze - guitar
Hajnalka Péter - vocal, percussion
Péter Papesch - bass guitar
Tayfun Ates - percussion
Aleksejs Maslakovs
Florian Vogel - violin
Santino Scavelli - drums

Website: lakvar.com
Facebook: facebook.com/lakvarmusic
Instagram: instagram.com/lakvarmusic
Bandcamp: lakvar.bandcamp.com

Thursday, March 05, 2020

GASTKOMMENTAR: Georgiens Sehnsucht nach dem mächtigen Freund. Von Philipp Ammon (2017) via @NZZ

[nzz.chNeben Armenien ist Georgien das einzige christliche Land im Kaukasus und steht entsprechend isoliert da. Die Zeiten, da man sich Russland als Schutzmacht auserkor, sind vorbei. Doch was folgt danach?


Am 18. März 2014 hielt Präsident Putin im Georg-Saal des Kreml eine Rede an die russische Nation, in der er die Krim als «so heilig wie den Tempelberg» bezeichnete. Kurz darauf erklärte er, dass er in der Ukraine auch jenen Teil der Bevölkerung zu verteidigen gedenke, welcher sich der «weiten russischen Welt» zugehörig fühle. Unter dieser ist nicht allein die Landmasse der Russischen Föderation zu verstehen, sondern der gesamte Raum, den Russland je kulturell geprägt hat. Darin eingeschlossen sind auch jene Länder, in denen die UdSSR russische Minderheiten hinterlassen hat.

Während es in der Anglosphäre ein real existierendes Gefühl von Zusammengehörigkeit gibt, verleiht Putin mit der Idee der russischen Welt jenem imperialen Phantomschmerz Ausdruck, den er 2005 in die Worte fasste, der Zerfall der Sowjetunion stelle «die grösste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts» dar. Seine Präsidentschaft ist der Versuch, die seit 1991 erlittenen Verluste zu revidieren bzw. den weiteren Zerfall der russischen Landmacht zu beenden. Von Anbeginn richtete er sein Augenmerk auf den Kaukasus, zunächst auf Tschetschenien, dann auf Georgien, welches ihm im August 2008 durch das kurzschlüssige Handeln seines Präsidenten Saakaschwili einen glücklichen Vorwand zum russischen Teileinmarsch lieferte.

Russland und der Kaukasus
Den russischen Anspruch auf den Kaukasus verdeutlicht eine Episode, die sich kurz nach dem Untergang der Sowjetunion in einer Dahlemer Villa zutrug. Der letzte Oberkommandierende der Westgruppe der sowjetischen Streitkräfte Matwei Burlakow und der letzte in Bonn residierende sowjetische Botschafter Juli Kwizinski beklagten gegenüber dem Verleger Wolf-Jobst Siedler den Verlust des Kaukasus, insbesondere Georgiens. Dagegen äusserten sie ihr gänzliches Unverständnis darüber, wie klaglos die Deutschen 1990 ihre Ostgebiete preisgegeben hätten. Die 2014 verstorbene Sowjetdissidentin Walerija Nowodworskaja bezeugte vor ihrem Ableben, dass die «überwältigende Mehrheit» der russischen Menschenrechtler in der Ära des Jelzinschen Liberalismus den Verlust des Kaukasus nicht hinzunehmen bereit war. Bereits der russische Literaturkritiker Wissarion Belinski (1811–1848) prägte das Bonmot: «Der russische Demokrat endet bei der Nationalitätenfrage.»

Der bis heute bestehende russisch-georgische Konflikt wurzelt in historischen Tiefenschichten. Georgische Einflüsse auf die Slawia lassen sich bereits am glagolitischen Alphabet der Slawenapostel Kyrill und Method aus dem 9. Jahrhundert ablesen. Bereits in der «Belehrung» des Kiewer Grossfürsten Wladimir Monomach (1053–1125) ist vom ersehnten Garten «wyrij sad» – eine Verballhornung des kirchlichen Namens Iberien für Georgien – die Rede, aus dem «die himmlischen Vögel kommen». Ein Widerhall dieser altrussischen Paradies-Sehnsucht findet sich in John Steinbecks «Russischem Tagebuch» von 1948, als dieser Stalins atheistische Sowjetunion bereiste: «Wir begannen tatsächlich zu glauben, dass die meisten Russen hofften, wenn sie ein sehr redliches und tugendhaftes Leben führten, nicht in den Himmel, sondern nach Georgien zu gelangen, wenn sie sterben.»

Nach dem Fall Konstantinopels ersuchten georgische Könige erstmals 1483 das «weisse Russland des grossen Nordens» um Schutz, dem nach der geschichtstheologischen Überhöhung zum «Dritten Rom» die Rolle zufiel, das Böse der Welt in Schach zu halten und die Schutzherrschaft über die orthodoxe Christenheit wahrzunehmen. Seither beginnt für die Georgier «die Sonne im Norden aufzugehen», wie es der Dichter Mamuka Barataschwili im 18. Jahrhundert formulierte. Gänzlich entging den Georgiern die Säkularisierung Russlands seit Peter dem Grossen, als an die Stelle der Heiligen Rus die Grosse Rus trat, die sich nicht mehr von eschatologischem Sendungsbewusstsein und religiöser Affinität, sondern von der Staatsräson leiten liess. Dieses tragische Missverständnis liegt der bis heute währenden Entfremdung zugrunde.

Den Ausgangspunkt des Konflikts bildet der 1783 abgeschlossene Vertrag von Georgiewsk, in dem sich Ostgeorgien unter Erekle II. in der Hoffnung auf einen Schutzschirm gegen die muslimischen Anrainer dem russischen Protektorat unterstellte. In der Enttäuschung dieser Hoffnungen kam es zu einer bürokratischen Homogenisierung durch das russische Imperium. Die Beseitigung der kirchlichen Autokephalie Georgiens vollzog sich sodann im Rahmen der allgemeinen Aufhebung georgischer Selbständigkeit.

Von Beginn weg sahen sich die Georgier vom Verhalten Russlands überrascht. Wie im Mittelalter gegenüber Byzanz hatten sie eine Anlehnung oder eine elastische, «verstreute Herrschaft» wie unter den Persern erwartet. Ein erstes Trauma war für sie der «Verrat» von 1795, die ausbleibende russische militärische Hilfe gegen den Kadscharenkhan Agha Mohammed, der nach der Schlacht von Krzanissi Ostgeorgien völlig verwüstete.

Die Zurückhaltung der zugesicherten russischen Truppen wird in Georgien mit dem Warschauer Aufstand von 1944 parallelisiert. Dabei wird georgischerseits gern übersehen, dass die gescheiterte neuzeitliche Zusammenziehung der eigenen Kräfte das Land erst dem Wohlwollen auswärtiger Mächte auslieferte. Bis heute gelang es den Georgiern kaum je, Partikularinteressen dem nationalen Gesamtinteresse hintanzustellen. In der erwähnten Schlacht von Krzanissi leistete nur einer seiner zahlreichen Söhne König Erekle Heerfolge. Für diese georgische Attitüde prägte der englische Historiker W. E. D. Allen den Begriff der ästhetischen Verantwortungslosigkeit.

Das mit dem Untergang der Sowjetunion 1991 sich öffnende Fenster der Möglichkeiten wurde in Georgien anders als im Baltikum nicht besonnen genutzt. Das Land stürzte in einen Bürgerkrieg. Der geringe nationale Zusammenhalt offenbarte sich auf bestürzende Weise, als 1993 Georgier ihre aus Abchasien flüchtenden eigenen Landsleute ausraubten. Den Mangel an inneren Bindungskräften suchten die Georgier durch äussere Bündnisse wettzumachen. Was in der feudal-mittelalterlichen Welt funktionierte, musste in der Epoche der Flächenherrschaftsstaaten scheitern.

Wende nach Westen
Nach dem Zusammenbruch der staatlichen Institutionen im Gefolge der Auflösung der Sowjetunion und wegen der radikalen Privatisierungspolitik im Rahmen der Rosenrevolution von 2003 sahen sich viele Georgier gezwungen, ihr Heil im Ausland zu suchen. Wer zu Hause blieb, verdingte sich gern bei westlichen Firmen, NGO oder Think-Tanks. Der Stalin-Biograf Donald Rayfield wies darauf hin, dass die Georgier heute nicht nur in der Londoner Finanzwirtschaft aussergewöhnlich zahlreich vertreten seien, sondern dass sie auch in der Koalition der Willigen in Afghanistan das proportional grösste Kontingent stellten. Solches erinnert an den Status quo ante Georgiewsk, als georgische Truppen im 18. Jahrhundert das Gros der iranischen Garnisonen bis an den Hindukusch ausmachten.

In nüchterner Voraussicht warnte Rayfield ein Jahr vor dem russisch-georgischen Krieg die Georgier vor überspannten Hoffnungen auf auswärtige Schutzmächte. So wie sich einst das Vertrauen auf das grosse christliche Zarenreich als illusionär erwiesen habe, würde sich der Westen im Falle eines russischen Einfalls auf Uno-Resolutionen beschränken.

Im Versuch, das russische Publikum für eine georgische Wiedervereinigung mit dem abgespalteten Abchasien zu gewinnen, sprach der georgische Geschäftsmann Lewan Wasadse 2017 vor der Adelsversammlung in Moskau vom Warten als dem Nomos der Georgier: In gastlicher Erwartung eines göttlichen Gesandten lebten sie von Anbeginn geduldig auf dessen Empfang. Doch weder Russland noch der Westen erfüllten diesen georgischen Traum von der Wiederherstellung des goldenen Zeitalters. Und so gilt denn: Eine georgische Unabhängigkeit bedarf unabhängiger Georgier.

Der Historiker Philipp Ammon lebt in Berlin und Tbilissi. 2015 erschien im Kitab-Verlag «Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation: Die Wurzeln des russisch-georgischen Konflikts vom 18. Jahrhundert bis zum Ende der ersten georgischen Republik».

Rezension von Christian WipperfürthPhilipp Ammon: Georgien zwischen Eigenstaatlichkeit und russischer Okkupation.

Mehr von Philipp Ammon: independent.academia.edu/PhilippAmmon

Tuesday, March 03, 2020

BUCH: Memphis. Roman von Teona Dolenjashvili im Klakverlag

[klakverlag.de] Die georgische Autorin Teona Dolenjashvili erzählt in ihrem Debüt von einem Leben zwischen Heimat und Fremde, das einen unerwarteten Sinn erhält. Ausgezeichnet mit dem Preis Saba für den besten Roman des Jahres.

lieferbar ab 12. März 2020, Klappenbroschur, 204 S.
ISBN 978-3-948156-36-7
Klakverlag
Aus dem Georgischen von Katja Wolters 

Ana, aufgewachsen im Georgien der turbulenten neunziger Jahre, flieht vor den Schwierigkeiten ihres Landes und ihrer Einsamkeit. In der Schweiz heiratet sie den wohlhabenden Mark, der sie zu einer erfolgreichen, aber unglücklichen Künstlerin macht. Ihr gemeinsames Kind braucht ein Spenderherz, um überleben zu können. Auf der Suche kehrt sie in ihr Heimatland zurück, und gerät in die Fänge einer kriminellen Organisation, die mit Organen obdachloser Kinder handelt. 

Mit der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens konfrontiert, lüftet sich gleichzeitig das Geheimnis ihrer in der Kindheit spurlos verschwundenen Mutter…

"Wie man sieht, muss ich noch vieles erleben, um zu begreifen, dass die Welt nicht zwischen Ländern und Kontinenten aufgeteilt ist, sondern zwischen Himmel und Erde. Zwischen dem Himmel, der abstrakt und unerreichbar ist, und der Erde, die auf den ersten Blick fest zu sein scheint, dich aber stets mit der Angst erfüllt, den Boden unter den Füßen verlieren." 

Die georgische Autorin Teona Dolenjashvili erzählt in ihrem Debüt von einem Leben zwischen Heimat und Fremde, das einen unerwarteten Sinn erhält. Ausgezeichnet mit dem Preis Saba für den besten Roman des Jahres.



Teona Dolenjashvili wurde 1977 geboren und arbeitete mehrere Jahre beim Georgischen Fernsehen als Regisseurin und Autorin. 2004 veröffentlichte sie ihre ersten Werke. Ihr erstes Buch, eine Kurzgeschichtensammlung, wurde 2005 veröffentlicht und mit dem SABA-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet. Ihr erster Roman, Memphis, wurde 2009 veröffentlicht und ebenfalls mit dem SABA-Preis ausgezeichnet für den besten Roman. 2010 gewann sie den Preis des "Georgian National Movie Center" für das beste Drehbuch und wurde für den Prix Europe in der Kategorie bestes Hörspiel / Fiktion nominiert. Sie ist auch die Autorin des Films "The Real Beings" (Bakur Sulakauri, 2014); "Flucht" (SABA, 2013); und "Tierplanet" (Palitra L, 2011). Ihre Kurzgeschichten wurden ins Deutsche, Englische, Italienische, Spanische, Russische, Ukrainische, Litauische, Slowakische und Aserbaidschanische übersetzt und in verschiedenen Sammlungen veröffentlicht. Sie schreibt Kolumnen über Literatur für die Zeitschrift Focus und die Zeitung Twenty-Four Hours.

Meskhi vs. Meskhi. Fiction by Teona Dolenjashvili. Translated from Georgian by Philip Price [wordswithoutborders]