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Saturday, April 14, 2012

INTERVIEW: Emin Milli spricht im Interview über Menschenrechte und Baku 2012 (fr-online.de)

Das Gespräch führte Patrick Schirmer Sastre. 

(fr-online.de) Aserbaidschan - "Ich habe keine Angst"

Der aserbaidschanische Blogger Emin Milli spricht im Interview über Menschenrechte und Baku 2012. Derzeit studiert Milli in London, möchte aber im September in seine Heimat zurückkehren. 

        

Emin Milli will sagen können, was er denkt – auch in seiner Heimat Aserbaidschan.
      Mit einem satirischen Video über einen absurd teuren Eselkauf durch die Regierung fing alles an. Kurz nach der Veröffentlichung wurde der aserbaidschanische Blogger Emin Milli im Juli 2009 verhaftet und zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach internationalen Protesten – unter anderem setzte sich US-Präsident Barack Obama für ihn ein – kam er nach 17 Monaten frei. Zur Zeit lebt und studiert Emin Milli in London. Er ist ein bekannter und ausdauernder Kämpfer für die Menschenrechte in seinem Heimatland, das am 26. Mai den Eurovision Song Contest austrägt.
Herr Milli, haben Sie sich über den Sieg Aserbaidschans beim letzten Eurovision Song Contest gefreut?

Na ja, ich bin kein großer Fan von Eurovision. Aber ich habe erkannt, welche Möglichkeiten uns dieser Erfolg bringen wird, um international auf die Probleme in unserem Land hinzuweisen. In diesem Zusammenhang, ja, habe ich mich wirklich gefreut.

Welche Probleme sind das?

Erstens, dass Armenien die aserbaidschanische Region Bergkarabach besetzt hat. Es ist wichtig, dass die Frage um dieses Gebiet gelöst wird. Sie behindert die demokratischen Prozesse, da beide Regierungen den Konflikt als Ausrede nehmen, um Reformen zu verschleppen. Zweitens müssen diese demokratischen Reformen in Gang gebracht werden. Die politischen Gefangenen müssen freigelassen werden. Und wir brauchen eine freie Presse.

Kann eine Schlagerveranstaltung Plattform für politische Inhalte sein?

Die European Broadcasting Union, die den Eurovision Songcontest ausrichtet, behauptet, es wäre keine politische Veranstaltung. Diese Position kann man aus deren Warte verstehen. Aber wenn man die Situation in Aserbaidschan analysiert, wäre es naiv zu glauben, dass Musik nicht politisch ist. Jede Sport- oder Kulturerrungenschaft wird vom Regime als Erfolg vereinnahmt. Deshalb ist alles politisch, was dort passiert.

Aserbaidschan ist seit 2001 Mitglied im Europarat. Inwieweit sehen Sie Bemühungen Europas, die Menschenrechtssituation in Ihrem Land zu verbessern?

Leider hat die Mitgliedschaft im Europarat die Lage eher verschlechtert. Das liegt an der passiven Haltung des Europarats zur Situation in Aserbaidschan. Zugegeben, es ist ein kleines Land. Es gibt viele Konflikte auf dieser Welt, viele Länder mit größeren Problemen und schlimmeren Menschenrechtsverletzungen. Aber angesichts der Ereignisse in der arabischen Welt sollte Europa über sein Engagement für Aserbaidschan nachdenken. Insbesondere darüber, wie man demokratische Werte vermittelt.

Wie könnte das aussehen?

Wir brauchen ein unabhängiges Fernsehen. Das könnte ein Netzwerkfernsehen sein, bestehend aus verschiedenen europäischen Akteuren. Damit könnte man Hunderttausende Menschen erreichen. In Aserbaidschan empfängt man über Satellit einen iranischen Sender, der auf Aserbaidschanisch sendet. Die iranische Propaganda vermittelt so ihre Werte. Das können die demokratischen Kräfte in Aserbaidschan bislang nicht.

Sie leben in England. Wie informieren Sie sich über die Menschenrechtslage in Aserbaidschan?

Ich bin jemand, der denkt, spricht und schreibt. Durch soziale Medien wie Facebook oder Youtube bin ich gut vernetzt in Aserbaidschan. Ich informiere mich darüber, was in Aserbaidschan passiert, aber auch was in der Welt passiert und wie die Welt die Probleme in Aserbaidschan sieht. Und ebenso wie Aserbaidschan die Probleme der Welt sieht.

Hat die Haft Ihr politisches Bewusstsein gestärkt?

Eindeutig. Ich habe mich nie als politische Person gesehen, auch heute nicht. Ich bin ein Bürger und habe das Recht zu sagen, was ich denke. Das mache ich ohne Gewalt, im rechtlichen Rahmen und ich will, dass viele Menschen das Gleiche machen. Das ist zunächst nicht politisch. Aber wie in jedem autoritären System wird dort alles auf diese Weise interpretiert. Die Zeit im Gefängnis hat mir geholfen, die Absurdität dieses Systems zu verstehen.

Können Sie zurzeit nach Aserbaidschan reisen?

Im September, nach meinem Studium, werde ich in meine Heimat zurückkehren. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich verhaftet werde, wenn ich zurückgehe. Aber ich habe keine Angst.

Werden Sie sich den Song Contest anschauen?

Ja, weil ich glaube und erwarte, dass die Sänger in einer Live-Übertragung jene Botschaften verbreiten können, die nach Meinung der Aserbaidschaner öffentlich debattiert werden sollten.



+++

Zur Person
Emin Milli wird 1979 als Emin Abdullayev in Baku geboren. Er schließt 2001 sein Studium des Völkerrechts und der Internationalen Beziehungen in Baku ab. 2002 erlangt er einen Master-Abschluss an der Universität des Saarlands.

Von 2002 bis 2004 war er Direktor der Friedrich-Ebert-Stiftung in Baku.

In seinem Blog befasst er sich mit den Menschenrechten in Aserbaidschan (www.eminmilli.posterous.com). Milli publiziert auch Gastbeiträge für internationale Zeitungen wie den Guardian.

Zurzeit lebt Milli in London. Im September will er jedoch in sein Heimatland zurückkehren.

Sunday, April 17, 2011

BOOK: Agenda for Armenian Foreign Policy 2011 (acgrc.am)


Preface

This is the second book dedicated to Armenia’s foreign policy written by ACGRC experts. The first one – Agenda for Armenian Foreign Policy 2009-2010 – received substantial attention of Armenian and foreign experts, stimulating us to continue that work.

In the recent two years, the global political situation and the situation in the South Caucasus have changed significantly, and Armenia’s foreign policy should be adjusted accordingly. For instance, as Turkey refused ratification of the Armenian- Turkish protocols, Armenian government had to freeze the bilateral relations with Turkey. At the same time, some of our recommendations included in the previous book still remain feasible, so they have kept their place in this book too.

The complex global processes require from Armenian authorities and political elites careful attention to foreign policy, which must be methodical and consistent in its essence rather than spontaneous, and must also be able to propose initiatives.

Thus, the main goal of this publication is to review some of the issues in Armenia’s foreign policy and to outline its most essential problems, as well as to provide recommendations for the officials, who are responsible for the country’s foreign policy. The content of this brochure includes some of the issues that we consider important for contemporary Armenian foreign policy. We do not suggest that the mentioned topics cover all important issues of Armenia’s foreign policy.

This publication has been prepared by experts of the Analytical Centre on Globalisation and Regional Cooperation (ACGRC), who have significant experience of cooperation with international organisations, foreign experts and diplomats, as well as of participation in a number of international events organised in Armenia and abroad. Our experts tried to underline the most important issues of Armenia’s foreign policy and to present their views of the problems that our country is facing.

This book is published with support of the Friedrich-Ebert-Stiftung, and we express our kind gratefulness to the representatives of the foundation in Yerevan and the South Caucasus.


Stepan Grigoryan,

Chairman of the board of the Analytical Centre on Globalisation and Regional Cooperation


www.acgrc.am

full book (pdf) >>>

Wednesday, January 06, 2010

REPRESSION: Meinungsfreiheit in Aserbeidschan - Blühende Korruption. Von Bernhard Clasen (taz.de)

Kritische Journalisten haben im Lande des diktatorischen Aliew-Clans ein schweres Dasein – davon zeugt der Fall Ejnulla Fatullajew. Freunde fürchten, dass Fatullajew in Haft nicht sicher ist.

Ejnulla Fatullajew, Herausgeber der regierungskritischen Zeitung Reales Aserbaidschan ... Mehrere Regierungen und Menschenrechtsorganisationen haben sich in der Vergangenheit für den Journalisten und politischen Gefangenen eingesetzt. In Kürze steht nun eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg zu dem Fall an. Beobachter gehen davon aus, dass das Gericht Aserbaidschan auffordern wird, den Journalisten freizulassen. Dies scheinen auch die Sicherheitsbehörden so zu sehen. Für die Menschenrechtlerin Saida Godschamanly ist es eindeutig, dass dem Journalisten das Heroin untergeschoben wurde, um so mit einem neuen Prozess dessen erwartete Freilassung verhindern zu können.

Aserbaidschan ist fest in der Hand der Familie Aliew. Heydar Aliew und sein Sohn Ilcham Aliew, der nach dem Tod des Vaters Präsident des Landes wurde, haben es geschafft, zwischen den widerstrebenden Interessen von Mächten wie dem Iran, Russland, den USA zu lavieren und so weitgehende Unabhängigkeit zu bewahren – in vielerlei Hinsicht.

Eine hatte der ehemalige Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, bei seinem Aserbaidschan-Besuch im Juli erfahren müssen, als sein aserbaidschanischer Dolmetscher Emin Milli, der zwei Jahre lang das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Baku geleitet hatte, Stunden vor Nookes Ankunft verhaftet und Wochen später unter einer fingierten Anklage zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden war.

Bei so viel Personenkult sprechen böse Zungen schon von "Heydarstan".

Unterdessen fürchten Menschenrechtler um das Leben des inhaftierten Journalisten Ejnulla Fatullajew. Im August 2009 war Nowrusali Mamedow, Chefredakteur der Zeitung Tolyscho sado, unter merkwürdigen Umständen in der Haft umgekommen. Ein ähnliches Schicksal, so der aserbaidschanische Menschenrechtler Avas Hasanov, könnte auch Ejnulla Fatullajew drohen.

Der ganze Text >>>

Sunday, January 03, 2010

FILM: Keinen Schritt zurück? " Warum Stalin immer noch in Wolgograd steckt.(trialog-online.org)

Am 10.01.2010, 18.00 Uhr gibt es den Dokumentarfilm "Keinen Schritt zurück? Warum Stalin immer noch in Wolgograd steckt" im Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin zu sehen.

Der Film ist im Rahmen des Projekts "Mythos Stalingrad - Modernes Wolgograd. Erinnerung im Objektiv" entstanden (Regie: Simon Wordtmann). Er beschäftigt sich mit deutsch-russischer
Erinnerungskultur und der Frage, ob und wie sich diese verändern wird, wenn die Erlebnisgeneration den nachfolgenden Generationen nicht mehr aus erster Hand von ihren Erinnerungen an die Kriegszeit erzählen kann.


Der Eintritt ist frei. Getränke gibt es zu fairen Preisen an der Kino-Bar. Wir freuen uns auf viele interessierte Besucher und eine spannende Diskussion!

Anna Brixa und Irina Rubina,
Projektleiterinnen "Mythos Stalingrad - Modernes Wolgograd. Erinnerung im Objektiv"

Trailer >>>

Mehr Infos zum Projekt >>>

Zu den Projektergebnissen >>>

Wer Wolgograd sagt, muss auch Stalingrad sagen. An kaum einem anderen Ort der Welt ist der Zweite Weltkrieg wohl heute noch derart präsent wie in dieser russischen Stadt an der Wolga, die erst 1961 ihren neuen Namen bekam. Bekannt bleibt sie dennoch als Stalingrad, wo der
Befehl "Keinen Schritt zurück!" zur bitteren Angriffstaktik russischer Kriegsführung wurde. Als viele Jahre danach - im Mai 2009 - Tausende zu den jährlichen Siegesfeierlichkeiten am Fuße der Mutter Heimat zusammen strömen, zeigt sich, wie sehr Stalin auch heute noch in Wolgograd steckt.


Dieser Film nimmt Sie mit an den Ort, wo einst die Schlacht um Stalingrad zu einem der grausamsten Höhepunkte des Zweiten Weltkriegs wurde. Er fragt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch alte Menschen, die diese Zeit noch selbst miterlebt haben, wie es um die
Zukunft der Erinnerung steht - und was ihnen dieser 9. Mai, der "Tag des Sieges über das faschistische Deutschland", bedeutet. Im deutsch-russischen Dialog zeigt sich außerdem, wie sehr Wahrnehmung und Denkweisen über Vergangenes durch Kultur und Gesellschaft geprägt
sind.


Regie: Simon Wordtmann
Kamera: Ragna Vogel und Simon Wordtmann
Musik: Evgeny Beleninov, Andrej Lakisov, Simon Wordtmann
Untertitel: Irina Rubina, Anna Brixa und Simon Wordtmann
Länge: ca. 55 Minuten
Russland/Deutschland 2009


Das Projekt wurde gefördert von der Friedrich-Ebert Stiftung Moskau, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, dem Goethe-Institut München und dem Verein Jugend International.

Tuesday, May 05, 2009

ANALYSE: Länderanalyse Südkaukasus: Krise und Kriegsgefahr? (fes.de)

Hans-Peter Merz schickte mir diesen Link einer Analyse der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Lage im Kaukasus: Matthias Jobelius. Länderanalyse Südkaukasus: Krise und Kriegsgefahr? Nach dem Fünf-Tage-Krieg verlangten die Opposition und Teile der Zivilgesellschaft ...

Tuesday, April 29, 2008

BUCH: Die EU, Russland und Eurasien. Die Rückkehr der Geopolitik.

Lew Kopelew Forum Köln

Mittwoch, 30. April 2008, 19.00 Uhr: Politische Diskussion und
Buchvorstellung:

Die EU, Russland und Eurasien. Die Rückkehr der Geopolitik
Berliner Wissenschaftsverlag 2008

Die Buchvorstellung soll dazu anregen, eine Diskussion zu führen über die europäisch-russischen sowie die EU- Beziehungen zu den Ländern Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens. Sämtliche zentralen Akteure der Großregion - die EU, Russland und die Mitglieder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) - befinden sich in einem labilen Zustand mit offener Perspektive. Frühere Grundpositionen müssen angesichts einschneidender Veränderungen im eurasischen Raum neu justiert werden.

Auf dem Podium referieren Herausgeber und Autoren:

Dr. Winfried Schneider-Deters, eh. Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kiew

Prof. Dr. Peter W. Schulze, langjähriger Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Moskau

Dr. Heinz Timmermann, freier Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin, Köln

Moderation und Kommentar: Dr. Rolf Mützenich, Köln, MdB und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

UKB: 5,- EUR / 2,5 EUR LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger

Lew Kopelew Forum e.V.
Neumarkt 18a, 50667 Köln, Neumarkt Passage
Tel.: 00492212576767, Fax: 00492212576768
www.kopelew-forum.de

Wednesday, September 05, 2007

POLITIK:

Einladung zum Gespräch
mit georgischen Außenminister Bezhuashvili

"New Challenges for Georgia´s Security Policy" heißt das Expertengespräch, das kommenden Freitag, den 7. September, von 10.30 bis 12.30 Uhr in der Berliner Friedrich Ebert Stiftung stattfindet.
Eingeladen sind Vertreter der Stiftung Wissenschaft und Politik, des Auswärtigen Amtes, der Universität Tübingen u.a.
Der georgische Außenminister Bezhuashvili wird mit einem Vortrag zu den aktuellen Herausforderungen der Sicherheitspolitik Georgiens eröffnen.

Interessiert sich jemand aus dem n-ost Kreis für diese Veranstaltung?

Bitte bei Matthias in der Geschäftsstelle melden: 030/32788486
n-ost@n-ost.de

Tuesday, May 22, 2007

POLITIK:

Der Südkaukasus als Nachbar. Problemlagen, Entwicklungslinien und Kooperationspotentiale

Von Sebastian Mayer
Bremen, März 2007


Inhaltsverzeichnis
Vorwort ............................................................................................................................. 5
Die außenpolitischen Ziele der Staaten des Südkaukasus ....................... 6
Die außenpolitischen Ziele Georgiens ........................................................................... 6
Die außenpolitischen Ziele Armeniens .......................................................................... 8
Die außenpolitischen Ziele Aserbaidschans ................................................................. 11

Zentrale Problemlagen und externe Großmächte im Südkaukasus ... 14
Die Bedeutung Regionaler Kooperation ...................................................................... 14
Russland und der südliche Kaukasus .......................................................................... 16
USA und NATO im südlichen Kaukasus ..................................................................... 18

Ausgewählte Themenfelder und Handlungsstrategien ........................... 22
Demokratieförderung und Hilfsprogramme der EU im Südkaukasus ................... 22
Georgien als Partner der Europäischen Nachbarschaftspolitik .............................. 25
Bildung als Schlüssel für Entwicklung und regionale Kooperation? ....................... 26

Empfehlungen für die europäische Außenpolitik ....................................... 29

Anhang .......................................................................................................................... 31
Abkürzungsverzeichnis ................................................................................................. 31
Das Programm der Tagung .......................................................................................... 32
Teilnehmerliste .............................................................................................................. 34


Die vorliegende Publikation wurde angeregt durch und basiert in Teilen auf einer Expertenkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin zum Thema „Ziele und Instrumente deutscher und europäischer Außenpolitik gegenüber den Ländern im Südlichen Kaukasus“, die vom 22.–23. November 2006 stattfand. Als Referenten sprachen unter anderem die georgischen Minister für Äußeres sowie für Bildung und Wissenschaft und der ehemalige Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiter der UN-Friedensmission in Georgien, Dieter Boden. Das Konferenzprogramm sowie eine Liste aller Teilnehmer fi nden sich im Anhang. Die Leitung und Moderation erfolgte durch Günther Fichtner, Projektkoordinator der Friedrich-Ebert-Stiftung im Südkaukasus. Zu danken ist allen Teilnehmern für ihre Vorträge und oft sehr substantiellen Wortbeiträge. Diese Publikation greift teilweise, insbesondere in den Abschnitten im dritten Teil „Ausgewählte Themenfelder und Handlungsstrategien“ auf zentrale Thesen und Aussagen der Vortragenden zurück. Die jeweiligen Abschnitte sind folglich durch Nennung der Referenten kenntlich gemacht. Aus Gründen der Lesefreundlichkeit wurde in diesen Abschnitten jedoch überwiegend in direkter Rede formuliert.

Ziel der Veröffentlichung ist es, einige Kernaspekte der schnelllebigen Entwicklung im Südkaukasus selbst und der Debatte um Lösungsstrategien insbesondere zu den latenten Gewaltkonfl ikten herauszuarbeiten und daraus eine Reihe von Empfehlungen zu destillieren. Der Bogen wurde dabei weit gespannt, von Außenpolitik, geopolitischen Gesichtspunkten, der Europäischen Nachbarschaftspolitik sowohl auf konzeptioneller als auch auf praktischer Ebene bis hin zu humanitärer Hilfe und Demokratieförderung. Die Vielzahl von praktisch zum oder im Südkaukasus Tätigen unter den Teilnehmern war letztlich ein Garant für die hohe Qualität der Konferenz.

Der ganze text: http://library.fes.de/pdf-files/id/04431.pdf

Tuesday, January 30, 2007


TBILISI OFFICE
The Friedrich-Ebert-Stiftung
is a political non-profit making, public interest organization based in Germany with its headquarters in Bonn and offices around the world.

It is committed to the principles and basic values of social democracy in its educational and policy-orientated work and provides platforms for debate on political as well as socio - economic issues.

The Tbilisi Office of the Friedrich-Ebert-Stiftung (Friedrich Ebert Foundation) was established in October, 1994. It's aim is to contribute to the development of the civil society and society oriented market economy in Georgia and to promote better political understanding in Georgian - German relations and to support a continuing dialogue between the two countries on economic, social and legal affairs, and on Europian domestic policy.

Foundation’s work in the Georgia focuses on

* the funding and organization of seminars and study visits, workshops, and round-table discussions in both countries;
* the analysis of current external and domestic issues in German and Georgian politics and provison of information and advisory services;
* the commissioning and distribution of papers and publications;
Promotion of the legislative activites by means of alternative bill;
* the provision of doctoral and post-doctoral fellowship programmes for research in Germany.
Our partners include Georgian and German academics and experts, Georgian Parliament, state structures, NGOs, politicians and organizations orientated towards democratic values. By maintaining practical links with these groups in our project work and by offering a wide range of information, the Tbilisi Office aims to foster an increasing exchange between both countries.

Activities 2007

* Georgia and New Neighbourhood Policy of the EU: Action Plan Monitoring Project (in Georgian and English) January - February, TbilisiPartner: Foundation “Open Sociaty – Georgia”, “Courd Aid”

* Project: Georgian-Ukrainan Cooperation on EU Related Issues April November, Tbilisi, Kiev Partner: Committee on European Integration of the Parliament of Georgia, EU Affairs Committee of the Verkhovna Rada of Ukraine

* Project: Georgian-Moldavian Cooperation on EU Related Issues April November, Tbilisi, KishinevPartner: Committee on European Integration of the Parliaments of Georgia and Moldavia

* Georgian-Ossetian Newspaper - "Obshaya Gazeta" January-December, Tbilisi, Tskhinvali Partner: Journalists from Tbilisi and Tskhinvali/Info Peace

* Georgian-Abkhazian Newspaper - "Abkhazskii Meridian" January-December, Tbilisi Partner: IDP Journalists from Abkhazia

* Civil Georgia - Internet-magazineJanuary-March, Tbilisi Partner: United Nations Association of Georgia

* Round Tables Meetings Georgian-Abkhazian-Ossetian Dialogue March-November , Tbilisi, Sokhumi, Tskhinvali Partner: Local NGOs

* Project: Development Priorities in Svanetia January – December, Mestia Region, Tbilisi Partner: Mountain-Tourism Center in Upper Svaneti

* Web-Site: “Trekking in Svanetia” January – December 2006, Mestia Region, Tbilisi FES-Initiative Group

* Youth Conference: Development Priorities of South Caucasus April – October, Tbilisi, Baku, Erevan Partner: Caucasian University

* Preparation of the Georgian Trade Union Web-Site January – June 2006, TbilisiPartner: Georgian Trade Union, GTUC

Publications 2007

* Georgia and New Neighbourhood Policy of the EU: Action Plan Monitoring Project (in Georgian and English) January - February, TbilisiPartner: Foundation “Open Sociaty – Georgia”, “Courd Aid”

* Project: Civil Georgia - Internet-magazine (in Georgian, English and Russian) January-March, Tbilisi Partner: United Nations Association of Georgia

* Georgian-Ossetian Newspaper - "Obshaya Gazeta" (in Russian)January-December, Tbilisi, Tskhinvali Partner: Journalists from Tbilisi and Tskhinvali/Info Peace

* Georgian-Abkhazian Newspaper - "Abkhazsky Meridian" (in Russian) January-December, Tbilisi Partner: IDP Journalists from Abkhazia

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Friedrich-Ebert-Stiftung Cooperation Office for South Caucasus

Friedrich-Ebert-Stiftung Representative Office in Georgia
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App. 7, Bldg. 4, 1st Lane of Chavchavadze Ave. 0719 Tbilisi.
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Staff:
Guenther Fichtner - Head of Co-ordination Office for the South Caucasus
Ia Tikanadze - Country Director Georgia
Ketevan Gvaramia - Secretary, Referent
Irina Seperteladze - Assistant, Referent
Elene Gamtsemlidze - Accountant, Referent
Tariel Tsiklauri - Technical Employee

Related Links

International Politics and Society the quarterly Journal of the Friedrich Ebert Foundation for Global Trends, International Relations and Country Analyses with articles in German and English language.
The Center for Strategic Research and Development of Georgia CSRDG - The Center for Strategic Research and Development of Georgia is an independent, non-political, non-profit, non-governmental organization, established in July 1995.
Georgian Foundation for Strategic and International Studies GFSIS is an independent, non-profit organization dedicated to helping improve public policy decision-making in Georgia through research and analysis, training of policymakers and policy analysts, and public education about the strategic issues, both domestic and international, facing Georgia in the 21st century.
Civil Georgia - Internet Magazine An online magazine and information service, based on the principles of independent mass media and views and expertise of the non-governmental sector. The publication has its own network of correspondents and belongs to a non-governmental organization “United Nations Association of Georgia”. Friedrich Ebert Foundation (FES) supports first phase of “Civil Georgia” project.
The South-Caucasus Institute of Regional Security (SCIRS) The SCIRS puts special attention on the security, spiritual and material well being of the inhabitants of the South Caucasus. Thereby it also promotes the continuous, sustainable development of the region as a whole, the creation of a feeling of regional identification and the responsibility for its future. Furthermore it designates itself to issues related to international stability and global security.
Imeretian Regional Youth Association “ASA”

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Tuesday, January 10, 2006

WISSENSCHAFT:

Georgien - Gefahren für die Staatlichkeit
Von Henrik Bischof

Friedrich-Ebert-Stiftung
Abteilung Außenpolitikforschung

Studie zur Außenpolitik
Nr. 68
Bonn, Oktober 1995


Abdruck oder vergleichbare Verwendung von Arbeiten der Friedrich-Ebert-Stiftung ist (auch in Auszügen) nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung der FES gestattet.
Friedrich-Ebert-Stiftung
Forschungsinstitut
Abt. Außenpolitikforschung

53170 Bonn
ISSN 0938-9571
ISBN 3-86077-417-4


Inhalt
Georgien - Gefahren für die Staatlichkeit 1
Vorgeschichte 1
Der Weg zur Unabhängigkeit 3
Innenpolitische Kräfteverhältnisse
Sezessionskriege
Adsharien
Südossetien
Abchasien
Wirtschaftslage
VI. Rußland als Hegemonialmacht

Bischof, Henrik: Georgien : Gefahren für die Staatlichkeit / Henrik Bischof. - Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Außenpolitikforschung, 1995. - 37 S. - (Studie zur Außenpolitikforschung ; 68)
ISBN 3-86077-417-4


Schlagworte: Politische Situation Georgien political situation Georgia

Abstract

Georgia's Statehood Endangered
This study describes the struggle for independence and the election victory of Georgia's national opposition led by Gamsahurdia in 1990, the part played by Moscow and Georgia's paramilitary militias in overthrowing President Gamsahurdia in 1991/92 as well as the return of Edward Shevardnadze to Georgia and his seizure of power.
This is followed by a report on the civil war in West Georgia and Moscow's contribution towards stabilizing Shevardnadze's power in return for Georgia's CIS membership and the establishment of Russian military bases in Georgia.
Further chapters deal with the wars of secession in South Ossetia and Abkhasia endangering Georgia's statehood.
The part devoted to the solution of the conflict describes in detail the role played by Moscow as well as the UN and OSCE observer groups.
Two more chapters are devoted to Georgia's economic situation up until the introduction of a new national currency and Russia's part as a hegemonial power in Transcaucasia.