Showing posts with label Security. Show all posts
Showing posts with label Security. Show all posts

Sunday, November 10, 2013

ARMENIEN: Aufgerieben zwischen Putin und Ashton. Von Markus Bernath aus Eriwan (derstandard.at)

(derstandard.at) Armenien bezahlt als erster Staat für den neuen Ost-West-Konflikt: Brüssel manövrierte die Kaukasusrepublik in eine Position, in der sie zwischen der EU und Sicherheit durch Russland wählen musste.
 
Zum Greifen nah, aber doch unerreichbar: Ähnlich wie der Ararat ist auch die EU für Armenien dahin.
foto: markus bernath
Im Entwurf steht jetzt eine Lücke. Drei Wochen vor dem Gipfeltreffen in Vilnius weiß die EU nicht, was sie mit Armenien anfangen soll. "Ich verstehe sie nicht", sagt Arsen Ghasarjan, der Großunternehmer, über die Leute in der EU-Kommission. "Ganz Europa braucht den russischen Markt. Ich auch. Welchen Sinn macht es, Russland anzugreifen? Man kann nicht über verstärkte Integration reden und die Worte des Kalten Kriegs benutzen."
Arsen Ghasarjan ist sauer auf Brüssel, und Brüssel ist verstört über die Armenier und das diplomatische Debakel. Vier Jahre haben die Kommission und die EU-Außenpolitikbeauftragte Catherine Ashton mit der kleinen Kaukasusrepublik über ein Assoziierungsabkommen und den Beitritt zu einer Freihandelszone verhandelt. Im Sommer war alles unter Dach und Fach. Dann kam Wladimir Putin. Der russische Präsident lud Armenien in die neue Zollunion von Ex-Sowjetstaaten ein. Armeniens Präsident sagte Ja. Er hatte keine Wahl. Brüssel hätte es wissen müssen.

Der fatale Punkt

"Wir haben unseren EU-Partnern immer gesagt, dass es Armeniens Anliegen ist, seine Beziehungen mit der EU zu entwickeln, jedoch niemals auf Kosten seiner strategischen Partnerschaft mit Russland", sagt Samuel Farmanjan, der die armenische Delegation in der gemeinsamen Kommission des EU-Parlaments leitet. "Wenn wir an den Punkt kommen, an dem wir eine Wahl treffen müssen, hat Armenien keine andere Option, als seine Sicherheit zu wählen."
Die russische Zollunion ist unvereinbar mit einem Beitritt zu einer Freihandelszone der EU, so hat die Außenpolitikbeauftragte Ashton schon während der Verhandlungen gewarnt. Für Brüssel ist Armenien nur ein kleiner Markt von drei Millionen Menschen, eingeklemmt zwischen der Türkei und Aserbaidschan, zwei feindseligen Nachbarn, die ihre Grenzen geschlossen halten. Der politische Schaden aber scheint nun enorm. Es geht um Brüssel gegen Moskau, um großzügige Ideen gegen harte Machtpolitik. Die EU hat die "Ostpartnerschaft", 1000 Seiten lange Assoziationsabkommen, mit denen Armenien, Georgien, Moldau oder die Ukraine näher an die Union gebracht werden sollen. Russland aber hat das Gas und die Soldaten.
In Gyumri, Armeniens zweitgrößter Stadt, liegt die 102. Basis der russischen Armee, das größte Kontingent im Südkaukasus. Für die Armenier sind die russischen Soldaten ein psychologischer Puffer zum Nachbarn Türkei und eine Art Versicherung für den Fall, dass Aserbaidschan einen Krieg beginnt; Moskau - so die Hoffnung - wird wohl bei einem Konflikt um die Enklave Berg-Karabach einschreiten. Nichts, was die Europäer tun würden. Der Kaukasuskrieg 2008 war den Armeniern eine Lehre. Als Russland in Georgien einmarschierte, sah die EU erst zu und schrieb dann einen Friedensplan auf, an den sich Moskau bis heute nicht hält.
"Wenn Armenien in den zurückliegenden Jahren nur irgendeine Sicherheitsgarantie von der EU oder den USA erhalten hätte, wäre die Lage jetzt vielleicht anders", sagt eine Armenierin, die aus der Diaspora im Westen stammt und nun in Eriwan arbeitet. "Seien wir ehrlich: Die EU hat sich nie um die Karabach-Frage gekümmert", sagt Naira Sohrabjan, die Vorsitzende des Ausschusses für EU-Integration im armenischen Parlament.
Sohrabjan, eine führende Politikerin der unternehmerorientierten früheren Regierungspartei Wohlhabendes Armenien, ist frustriert. "Ich habe den Eindruck, dass einige in Brüssel nicht richtig kalkuliert haben." Armenien hätte nie in eine Position gedrängt werden sollen, in der es sich zwischen Europa und Russland entscheiden muss.
Farmanjan, ein aufsteigender Politiker der regierenden Republikanischen Partei, sieht ein anderes Versäumnis der EU. Diese hätte Druck auf Ankara machen müssen, damit die 2009 geschlossenen Normalisierungsabkommen mit Armenien auch ratifiziert und umgesetzt würden: "Hätte die Türkei die Grenzen geöffnet, hätte dies die gesamte Geopolitik und den Integrationsprozess in der Region geändert." Aus Solidarität mit Aserbaidschan hatte die Türkei während des Karabachkriegs vor 20 Jahren die Grenze nach Armenien geschlossen.
Die Stimmung in Eriwan ist dieser Tage gedrückt. "Es schmerzt mich, dass unsere Kooperation mit der EU geschwächt ist", sagt Naira Sohrabjan: "Unser Platz ist in der europäischen Familie." Putins Zollunion aber, der derzeit neben Russland nur Weißrussland und Kasachstan angehören, bedeutet für viele Politiker und NGO-Vertreter in Eriwan Stagnation, kein Modell für die weitere Demokratisierung Armeniens.
Einige behaupten tapfer das Gegenteil. "Unsere Produkte werden billiger" , glaubt Hermine Naghdaljan, Vizepräsidentin des armenischen Parlaments. Die Hälfte der armenischen Wirtschaft hänge ja von Russland ab. Das Bild ist differenzierter: Über ein Drittel der Exporte gehen in die EU, ein Fünftel nach Russland.
Arsen Ghasarjan, Chef des größten Frachtunternehmens in Armenien und Präsident eines Industriellenverbands, kritisiert die Frontstellung der EU gegen die Zollunion. "Weshalb zieht man Mauern hoch zwischen diesen beiden Zonen? Wirtschaftlich macht es keinen Sinn. Politisch vielleicht für einige Leute in Brüssel." Was für Armenien gelte, sei ebenso richtig für die viel größere Ukraine, sagt Ghasarjan: Die Abhängigkeit vom russischen Markt sei eine Tatsache. "Wenn die Ukraine allein der EU-Freihandelszone angehört, kann man sich leicht ausrechnen, dass in einem Jahr die Hälfte ihrer Wirtschaft zusammengebrochen ist. In der EU-Kommission wird dann dafür niemand die Verantwortung übernehmen."

Kampf um die Ukraine

Der "Kampf um die Ukraine", so heißt es in Eriwan, ist das eigentliche Thema des neuen Ost-West-Konflikts. Armenien hat nur als Erster dafür bezahlt. Wie es nun weitergehen soll? "Die Tür zur EU ist zu, aber sie ist nicht verriegelt", glaubt Samuel Farmanjan. Er sieht Spielraum für ein abgespecktes Abkommen zwischen der EU und Armenien beim Gipfel in Vilnius Ende des Monats. Ähnlich vage Hoffnungen verbreitet auch die Brüsseler Kommission. (Markus Bernath aus Eriwan, DER STANDARD, 6.11.2013)

Wednesday, October 03, 2012

RESEARCH: International Conference 11-13 October 2012, Istanbul (ascn.ch)

(ascn.ch) Registration 

The call for abstracts has expired. If you are interested in attending the conference as a guest, please register here.

Security, Democracy and Development in the Southern Caucasus and the Black Sea Region

The Academic Swiss Caucasus Net (ASCN), in cooperation with Kadir Has University, is pleased to organize an international conference on Security, Democracy and Development in the Southern Caucasus and the Black Sea Region to take place in Istanbul on 11-13 October 2012.

The conference offers a forum for the presentation and discussion of ongoing research projects. It will consist of thematic panels, roundtables and keynote speeches bringing together researchers and policy makers. 

Programme

fileicon Programme (pdf)

Brochure

fileicon Brochure.pdf (pdf)


Conference Papers

Please click here to access the conference papers.
Content: The conference overall will address the interaction of security, democracy and development in the Southern Caucasus and the wider Black Sea region. Specific topics and debates will be explored within and between these broad themes. Research papers will include contributions from a variety of social science disciplines as well as interdisciplinary work. Panels and roundtables will analyse evolving state level, regional and broader international processes, present new scholarship and allow the exchange of ideas from a wide variety of national, theoretical and intellectual perspectives.

Venue and Timeline: The conference will take place on the premises of Kadir Has University. The selected participants will be informed about the programme and the specific conference panels, as well as organisational details, in due time.

Timeline

Application deadline: 25 April 2012
Selection of abstracts: end of May 2012
Submission of papers: 24 September 2012
Papers online on conference website: 1 October 2012
Conference: 11-13 October 2012


Further Questions:
info@ascn.ch

Scientific Committee: Roy Allison (Oxford University), Pavel Baev (Peace Research Institute Oslo), Nicolas Hayoz (University of Fribourg), Ghia Nodia (Ilia State University), Dimitrios Triantaphyllou (Kadir Has University)

  

Friday, August 31, 2012

KOMMENTAR: Georgisch-russischer Grenzzwischenfall? Von Rainer Kaufmann (kaukasische-post.com)

(kaukasische-post.com) Die Medien der Welt sind sich offensichtlich einig: Es gibt wieder einmal neue Spannungen an der georgisch-russischen Grenze. Sogar die “EU zeigt sich über die jüngsten Kämpfe an der georgisch-russischen Grenze besorgt”, wie ein Sprecher EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton am Donnerstag in Brüssel erklärte. Der österreichische Standard, sonst eigentlich ein besonnener Beobachter der Vorgänge im Kaukasus, übernimmt mit dieser Formulierung einen Agenturtext. Und BBC titelt online: “Georgian army operation on Russian border leaves 14 dead”. Und alle Agenturen bringen diese neuen Spannungen flugs in den direkten Zusammenhang mit dem georgisch-russischen Krieg um Südossetien im Jahr 2008.

Nach allem, was man zur Stunde aus seriösen georgischen Quellen weiß, ist wohl folgendes passiert: Ein Dutzend schwer bewaffnete Freischärler aus Dagestan, wo es regelmäßig zu Zusammenstößen zwischen der russischen Ordnungsmacht und muslimischen Fundamentalisten unterschiedlichster Gattung kommt, haben sich über die Grenze nach Georgien durchgeschlagen, aus welchem Grund auch immer. Dort haben sie ein paar junge Georgier als Geiseln genommen. Über die Motivation dieser Geiselnahme ist noch nichts bekannt. Nach erfolglosen Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln wurden diese von der georgischen Polizei befreit. Bei dieser Operation starben elf Geiselnehmer und drei Georgier, zwei Angehörige einer Spezialeinheit des georgischen Innenministeriums und ein Militärarzt. Die Aktion, so die Information der georgischen Regierung von heute, ist mittlerweile abgeschlossen, die toten Geiselnehmer seien ihrer religiösen Tradition folgend bereits bestattet worden.

Eine reine Polizeiaktion, wie sie von jedem Staat der Welt in seinem Territorium durchgeführt werden muss, will er seine Bürgerinnen und Bürger vor Kriminellen schützen. Eine Aktion, die sicher auch notwendig war, damit Russland den Aufenthalt von islamistischen Aktivisten aus Dagestan in Georgien nicht etwa für eigene propagandistische Ziele einsetzen kann. Über die Schweizer Botschaft, die zwischen Georgien und Russland vermittelt, da beide Länder keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, sei Russland über alle georgischen Schritte informiert gewesen, heißt es in Georgien.

Ein Vorfall demnach, der eigentlich keine größere, weltweite Aufmerksamkeit verdient, zumindest keine, die in Zusammenhang mit der politischen Großwetterlage zu stellen wäre. Georgien hatte Ende der 90-er Jahre große Probleme mit nordkaukasischen Aufständischen, die sich auf seinem Territorium eingerichtet hatten, damals auch mit Geiselnahmen und vielen anderen unangenehmen Nebenerscheinungen. Einer Wiederholung dieser Geschichte wurde schnell ein Riegel vorgeschoben. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Daraus, von welcher Seite auch immer, irgendein politisches Propagandasüppchen zu kochen, ist ein durchsichtiges Manöver, das Beobachter klar benennen sollten. Diesen Vorgang aber in den Zusammenhang mit den Ereignissen um Südossetien und Abchasien zu stellen, ist nicht nur oberflächlich, es hat mit einer seriösen, analytischen Berichterstattung aus dem Kaukasus nichts zu tun.

Warum bei aller Sorge der EU die EUMM-Beobachter nicht unverzüglich in das georgisch-dagestanische Grenzgebiet geschickt wurden, bleibt überdies ein Brüsseler Geheimnis. Das EUMM-Mandat gilt nämlich ausdrücklich für das gesamte georgische Staatsgebiet.

Sunday, March 11, 2012

STUDY: Challenges to the South Caucasus regional security aftermath of Russian–Georgian conflict: Hegemonic stability or new partnership? By Kornely K. Kakachia (sciencedirect.com)


  • Department of Political Science, Faculty of Social and Political Studies, Ivane Javakhishvili Tbilisi State University, Tbilisi, Georgia

Abstract

Since the collapse of the Soviet Union, the Caspian Sea and South Caucasus has become the focus of considerable international attention, primary because it is one of the oldest and potentially richest oil and gas producing areas in the world. The August 2008 Russian invasion of the Georgia and the unilateral recognition of the independence of Abkhazia and South Ossetia fundamentally changed the situation in the region. The war has created a new strategic situation.
And the question is now how to handle this delicate situation in a strategically and geopolitically important region. So by controlling Georgia (in case Russia reaches abovementioned aims), Russia actually will be able to cut off Central Asia and Caspian resources. It means Russia would be able to isolate and cut off Azerbaijan and Central Asian countries and it will significantly strengthen its energy monopoly over Europe with all results coming out from that fact. So it’s about major shift in the energy policy and major shift in geopolitics based on this energy policy and Russian energy monopoly. The August war in Georgia demonstrated some risks associated with the functioning of the transit energy corridor in the southern Caucasus. It also demonstrated the need for broader security guarantees for a region that is vital to European and global energy security. Paper deals with economic damage inflicted by the Russo-Georgian war in South Caucasus and its implications for regional security.
more:

Wednesday, January 12, 2011

RESEARCH: Azerbaijan, Armenia, and America. By Stephen Blank (nationalreview.com)

In the absence of a viable negotiation process, the rise in Azeri standing and capability forces us to consider a troubling possibility: Those in Baku who espouse a military solution, and those in Yerevan who fear a dwindling advantage and thus advocate preventive strikes, could gain the upper hand. Renewed military action would be a humanitarian disaster. Despite Azerbaijan’s high military budget, most analysts still maintain that its military capabilities are not a match for Armenia’s, and that unless Azerbaijan launched only a limited war (the limits of which Armenia might not respect), it would probably lose after the initial shock of its offensive. Moreover, it is likely that Moscow would then intervene, as it did in 1992–93, when it shipped $1 billion of weapons to Armenia to prevent an Azeri victory. This would in turn put Turkey in a bind: Russo-Turkish relations today are very good (they were not in 1993), but Turkey is also allied with Azerbaijan. If Turkey failed to intervene on Azerbaijan’s behalf, it would lose whatever claim to respect it has in the Caucasus, something that it is hard to envisage Ankara accepting quietly.

full article >>>

Sunday, September 05, 2010

CONFERENCE: "European Security and the Caucasus" - October 17-21, 2010 in Florence, Italy (fondazione-delbianco.org)

The main focus of the conference will be directed, on one hand,toward the Caucasian security and the role of Europe in this, on theother, toward the place of the Caucasus in the process of creation ofEuropean security architecture, and the threats originating from thisregion. At the same time, attention will be paid both tointraregional processes and problems (conflicts, poverty,deficiencies of governance, democratisation, interethnic relations,etc.), and to external geopolitical and geostrategic factors, suchas: strategic agendas of neighbouring countries and other regionalactors, world economic crisis, emergence of religious radicalism,etc.

Following sessions will take place at the conference:
¢ Internal and external threats to security in the Caucasus:,
¢ New architecture of European security and the Caucasus,
¢ Conflicts in the Caucasus and the prospects for their resolution,
¢ Religion, culture and ethnicity in contemporary globalised world,Europe and the Caucasus,
¢ Democratic transformation in the Caucasus and the European 'softpower',
¢ Images and perceptions of the countries and the peoples of theCaucasus in European societies and political elites,
¢ Legacy of the past: history of the Caucasus and its impact on thecurrent situation and the future of the region,


Paper proposals of no longer than 250 words should be send toorganizersby 25th of August, 2010, along with the following information:


author's full name (and that of co-author's, when relevant), city andcountry, organizational affiliation, e-mail, and, paper title. Pleasealso indicate, in which section you would like to participate, andwhether you will need any equipment.


The abstracts should be sent tothe following addresses: leilakhubashvili@gmail.com


Working languages of the Conference are: English, Russian, and Georgian.
The duration of paper presentations should be limited to 10-15minutes., The organising committee is not supposed to cover anyaccommodation or travel expenses, but will provide necessaryassistance with finding suitable accommodation.

Tuesday, April 20, 2010

SCIENCE: Final communiqué of the Working meeting of the civil activists and historians of the South Caucasian countries.

(Tsakhkadzor, Armenia, 11 – 14 November, 2007)

We, participants of the Working meeting, Armenian, Azerbaijani, Georgian civil activists and historians, emphasize that it is important and beneficial for the peoples of the South Caucasus:

• To organize meetings of civil activists and historians of the South Caucasian countries on regular basis.
• To have immediate contacts between professionals, as it would facilitate better mutual understanding, exchange news and important information about global and regional developments, and the developments in the South Caucasian countries.
• To organize more meetings of the similar format that helps to create an atmosphere of tolerance, respect, and mutual understanding between civil activists and historians of the South Caucasus.
• To develop cooperation in the areas where our countries have close or matching interests; the positive examples from the history of our peoples’ cooperation and coexistence should be the starting point.

After having the debates and discussions we, participants of the working meeting, state that:

• There is a need to create an online information network for the cooperation of Armenian, Azerbaijani, and Georgian civil activists and historians;
• We are interested in publishing joint articles and essays in scientific journals and non-affiliated magazines, as proposed by some of the participants of the working meeting;
• The Tbilisi initiative of the Council of Europe, providing for a joint project on Caucasus History, is a positive example of cooperation of historians from the South Caucasian countries;
• This format is one of the directions for continued efforts of our countries’ citizens aimed to the development of civil society, finding historical factors that keep us together, democratization, and European integration of the South Caucasian countries;
• We are interested in a more in-depth study of the European experience in dealing with historical problems, on the examples of the French-German and Czech-German reconciliation, which will facilitate the process of universal reconciliation and creation of an atmosphere of peace and neighborly relationships in the South Caucasus;
• One of the results of our working meeting has been the creation of an initiative group for establishment of a South Caucasian Association of History teachers and lecturers.

The participants of the working meeting express their deep gratitude to those who initiated and organized our conference, with a special acknowledgement for Caritas France, whose support made our contacts and meetings possible.

13 November, 2007

Internet: www.acgrc.am

CONFERENCE: “European Union and South Caucasus – A Security Partnership?”

On 27 November 2008, this year’s largest conference was organized in the Great Hall of the Congress Hotel in Yerevan, with the topic: “European Union and South Caucasus – A Security Partnership?”.

The conference was organized by the Analytical Centre for Globalization and Regional Cooperation (ACGRC, Armenia) and German Council on Foreign Relations (DGAP). The conference was supported by the Black Sea Trust for Regional Cooperation, German Marshall Fund of the United States, Konrad-Adenauer-Stiftung and Robert-Bosch Stiftung.

Welconme speeches and reports were given by Deputy Minister of Foreign Affairs of Armenia Arman Kirakossian, German Ambassador to Armenia Andrea Wiktorin, head of European Commission delegation in Armenia Raul de Luzenberger, representative of the Konrad-Adenauer-Stiftung Liana Marukyan and director of ACGRC Dr. Stepan Grigoryan.

Reports on issues of interest for Armenian society were delivered by Dr. Arif Yunusov (Institute for Peace and Democracy, Azerbaijan), Dr. Seyed Rasol Mousavi (Institute of Political and International Research of the Ministry of Foreign Affairs of Islamic Republic of Iran), Armen Rustamyan (member of the standing committee on foreign affairs of the national Assembly of Armenia), Aleksander Rusetsky (director of the South Caucasus Institute for Regional Security, Georgia), Diba Nigar Goksel (senior analyst, European Stability Initiative, Editor, Turkish Policy Quarterly), Özgül Erdemli Mutlu (ARI Movement, Turkey), Vyacheslav Igrunov (director of the International Institute for Humanitarian and Political Studies, Russia), Gevorg Ter-Gabrielyan (Country Director, Eurasia Partnership Foundation, Armenia) and Ivlian Khaindrava (director of the South Caucasus studies programme, Georgia).

The number of participants reached 300, instead of initially planned 150. Among the participants were ambassadors of Bulgaria, Germany, Iran, Italy, Lithuania, Poland, Romania; heads of UN, EU, OSCE and Council of Europe missions in Armenia; head of the Friedrich-Ebert-Stiftung office; representatives of the Ministry of Foreign Affairs of Armenia; diplomats representing British, German and Greek Embassies; Armenian political scientists, historians, sociologists, university professors; heads of political parties and NGOs; students; and journalists of the leading Armenian media.

Reports about the conference were broadcasted by a number of TV companies: Public Television of Armenia, Kentron, Yerevan TV, Shant, TV5, YerkirMedia, etc. Daily newspaper Aravot published a detailed report about the conference on November 28 and November 29. Reports were also published in other newspapers and by information agencies Noyan Tapan, Arminfo, PanArmenian, Armtown, etc.

Wednesday, November 18, 2009

TRAVEL: Armenia: a safe country for foreigners? (ditord.com)

“Armenia is a very safe country, Yerevan is a safe place” I usually tell foreign friends and colleagues visiting Armenia and leave them free to explore it as much as they like, they are all grown ups, after all.

full article >>>

Saturday, October 17, 2009

REFERAT: Naturschutz in Armenien. Von Adrian Phalsberger

1. Einführung
2. Begriffe, Konzepte & Kategorien des Naturschutz
3. Akteure & Strategien – international, national & regional
4. Umweltprofil Armeniens
• Nationalparks, Naturreservate & Geschützte Landschaften
• Biodiversität & Ökosysteme
• Umweltprobleme & Naturrisiken
5. Ausblick: Vision 2010 …
Literatur & Links


mher hier (pdf) >>>

Tuesday, March 03, 2009

REPORT: The Karabakh Trap: Dangers and Dilemmas of the Nagorny Karabakh Conflict (humansecuritygateway.info)

Source : Conciliation Resources
Date Added: 2-Mar-2009
Publication Date : 1-Jan-2009


Abstract: The conflict between Armenians and Azeris over Nagorny Karabakh (NK) continues to pose serious dangers to the future of the South Caucasus but is still low on the international agenda. There is a misconception that it is ’frozen’, yet the conflict is gradually thawing and there is a danger that fighting could resume. Although a peace agreement is in everyone’s long-term interests, the parties involved are driven by short-term motives and are more comfortable with the status quo. They are caught in a ’Karabakh trap‘, where societies have been encouraged to have unrealistic expectations of what can be achieved and where compromise is fraught with risk. This analytical paper is being published following extensive discussions of a draft version in Baku, Yerevan and Stepanakert with officials, experts and non-governmental activists. (An earlier draft paper was published on two websites without permission). It argues for more strategic and long-term thinking in debates on how to move the peace process forward. It also examines:

* the current state of the negotiation process mediated by the Minsk Group co-chairs; the ‘Madrid document’ under discussion; and the constraints on international actors
* the ceasefire regime along the ‘line of contact’ and its weaknesses
* the evolving situation in the region
* the changing ‘military balance’ and the significance of new military spending
* five ‘bad scenarios’ in which the situation around NK could potentially deteriorate.

pdf >>>

STATEMENT: Turkey-Russia Ties: A Strategic Game? (kashmirwatch.com)

Kashmir Watch, March 2, By Dr. Abdul Ruff Colachal

As his first ever trip to Russia since becoming Turkish President, Abdullah Gul paid a four-day visit to the Russian Federation from February 12 to 15 and met the Russian leaders discussing various diplomatic and economic matters. Russian Prime Minister Vladimir Putin emphasized after his talks with the visiting Turkish President that Turkey is “a priority in our Russian foreign policy” and Russia and Turkey are set to forge strategic ties as foreign policy priority.. On February 14, Abdullah Gul held talks with Russian President Dmitry Medvedev and adopted a joint declaration after the talks to promote ties and enhance bilateral friendship and partnership. In the declaration, announcing their commitment to deepening mutual friendship and multi-dimensional cooperation, the two Presidents urged action to take effective measures to settle frozen conflicts that could destabilize the situation in the South Caucasus.

full text >>>

Thursday, February 19, 2009

BÜCHER: Der unfertige Rand Europas. Von Markus Bernath. (derstandard.at)

Der Kaukasus ist seit dem Krieg in Georgien wieder einmal en vogue. Reporter, Historiker und Politologen gehen dem Freiheitsvirus nach.

Natürlich sind sie verrückt. Man beginnt keinen Krieg gegen einen übermächtigen Gegner, ganz allein gegen die 52. Armee, ohne ein gerüttelt Maß an Unvernunft. Alexander Lomaia, der Sicherheitsberater des georgischen Präsidenten, sagt es selbst. „Alle denken, wir sind verrückt, weil wir uns gegen Russland, dieses große, mächtige Land auflehnen", erklärt er Jonathan Littell, dem amerikanisch-französischen Bestsellerautor, im bombardierten Gori. Aber dann gleitet alles schnell in Unsinn ab. Dann spricht Lomaia von den Opfern, die Georgien mit diesem Krieg im Sommer 2008 auf sich genommen habe, um die Welt wachzurütteln und ihr die wahre Natur der Russen zu zeigen. Dabei ist er ein durchaus ernsthafter Mensch.

Wir selbst saßen ein paar Tage, bevor dieses Gespräch geführt wurde, in einem großen Mercedes - Pridon, eine georgische Fotoreporterin und ich -, der Weg nach Gori war noch nicht frei, weil die russische Kommandantur es so entschieden hatte. Wir besuchten stattdessen ein Flüchtlingslager in der Nähe des Flughafens von Tiflis. Auf dem Rückweg spielte Pridon - Radiotechniker, Filmemacher, Webseitendesigner und an manchen Tagen Chauffeur - einen italienischen Schlager aus den 50er-Jahren, den er irgendwo gefunden hat: „Tu vuò fa l'americano" - „Du willst den Amerikaner spielen".

Das klingt wie eine Quittung für die Hinwendung der Georgier zu den USA. Pridon nahm -„americano, americano" - im langen Schwung die Kurven am Mtkwari-Fluss entlang, dann die breite Barataschwili-Straße hinauf und um den neuen „Freiheitsplatz" herum auf den Rustaweli-Boulevard, die Vorzeigestraße der Stadt.

Sie hätten hier sein können, die Russen, mit ihren Panzern den Asphalt zerfurchen, der extra für den Besuch von George W. Bush drei Jahre zuvor gegossen worden war. Der Waffenstillstand, den Frankreichs Präsident ausgehandelt hat, mag die Russen davon abgehalten haben, vielleicht sind sie auch nur weit weniger verrückt als die Georgier. „Du willst Amerikaner spielen", plärren die Lautsprecher, Whiskey und Soda trinken, Camel rauchen vom Taschengeld der Mamma - „ma si nato in Italy!", singen sie aus vollem Hals nach, „aber du bist in Italien geboren".

Tiflis ist gewissermaßen eine Erfindung, der ganze Kaukasus ein Fantasiegebilde. Reisende aus dem Westen oder Osten Europas, die in den vergangenen Jahrhunderten hier hergekommen waren, haben sich in die Tasche gelogen. Und die heute 15 Millionen Menschen, die zwischen dem kleinen und dem großen Kaukasusgebirge leben, haben sich immer etwas vorgemacht, erst recht, seit sie nach dem Ende der Sowjetunion in drei unabhängig gewordenen Staaten leben - Georgien, Armenien, Aserbaidschan. „Pischite prawilno", mit dieser Aufforderung auf Russisch beginnt Jonathan Littells kleines Georgisches Reisetagebuch aus den Augusttagen nach dem Krieg zwischen Russland und Georgien. „Schreiben Sie wahrheitsgemäß, schreiben Sie, was wirklich passiert ist." Doch wie soll man das tun in einer Gegend, wo die nationalen und die staatlichen Identitäten nicht feststehen und täglich das Gefühlte die Ratio überrennt?

Der jüngste Kaukasuskrieg, der fünf Tage dauerte, von Donnerstagnacht bis Dienstagmittag, hat der Propaganda zum Trotz, die aus Tiflis und Moskau auf die Öffentlichkeit eintrommelte, einen seltenen Moment der Wahrheit beschert. Für einen Augenblick ist der Vorhang weg, die Rhetorik des Westens über die Anbindung des „Südkaukasus" entblößt, liegen die Machtverhältnisse offen. Russland dominiert, der Westen ist blamiert. Er hat nie verstanden, was an diesem Rand Europas vor sich geht.

Dem Phänomen des Kaukasus kann man sich dabei auf zwei Wegen nähern: Man kann berichten oder analysieren, die Arbeit des Reporters und Chronisten verrichten oder Theoriegebäude aufbauen und zu verstehen versuchen, wohin die politische Entwicklung des Kaukasus geht, der heute nie anders denn als „strategisch" für die Interessen der EU und der USA bezeichnet wird.Jonathan Littell, der Historiker Charles King oder auch Wendell Steavenson, die vergangenen Dezember im New Yorker ein zehnseitiges Porträt über Georgiens Präsidenten Michail Saakaschwili veröffentlichte („Marching through Georgia, December 15, 2008"), gehören zur ersten Gruppe der „Reporter".

Alle drei haben in den vergangenen Jahren immer wieder den Kaukasus bereist. Littell verbrachte einige Zeit in Tschetschenien, wo er die Vertretung von Action contre la Faim leitete, als die Machthaber noch NGOs tolerierten; ein Angriff auf einen Konvoi mit humanitären Helfern, bei dem er leicht verletzt wurde, beendete zunächst seine Zeit im Kaukasus und ließ ihn die Recherchen für den 2006 erschienenen Roman Die Wohlgesinnten aufnehmen. Der Georgetown-Professor Charles King, wie Littell Jahrgang 1967, bewies bereits mit zwei historischen Abhandlungen (The Moldovans: Romania, Russia and the Politics of Culture", Hoover Institution Press 2000; „The Black Sea: A History", Oxford University Press 2004) ein erzählerisches Talent, das an deutschsprachigen Universitäten üblicherweise selten zu finden ist.
Mit The Ghost of Freedom. A History of the Caucasus, einem Durchmarsch von Shah Abbas (1587- 1629), dem persischen Herrscher, der den Großteil der georgischen Königreiche und muslimischen Khanate kontrollierte, bis Michail Saakaschwilis Wahl zum georgischen Präsidenten vor fünf Jahren, dem Abschluss der „Rosenrevolution", ist ihm ein Standardwerk gelungen.Wendell Steavenson schließlich, die in den 90er-Jahren als freie Journalistin in Tiflis lebte, zeichnet das Porträt eines georgischen Staatschefs, der sich während und nach der Kriegstage geradezu manisch durch die Nachrichtensender der Welt talkt („‚Sein Mund ist wie ein Maschinengewehr‘, sagte mir einer seiner Berater.") und an die USA klammert, auch wenn Washington ihm nicht zu Hilfe kam.

Steavenson schließt ihre Geschichte mit einer Enormität, einer Äußerung Saakaschwilis, die er sich keinesfalls gegenüber seinen Landsleuten erlaubt hätte und die bisher unbeachtet geblieben ist. „Saakaschwili dachte nicht wirklich, dass er der Verlierer des Kriegs in diesem Sommer war", schreibt sie und zitiert dann aus dem Gespräch mit dem Präsidenten: „Wenn wir gedacht hätten, dass Sieg nur bedeutet hätte, Zchinwali einzunehmen (die südossetische Provinzhauptstadt, Anm.) - das hat mir sowieso nicht viel bedeutet. Wozu weitere 100 georgische Städte bekommen, die man verwalten muss? Na was schon? Das sind zwei georgische Distrikte. (Abchasien und Südossetien, Anm.) Das ist kein Rückschlag. Wir stehen in einem Kampf, und das ist eine Kampfposition."

Die Russen müsse man loswerden, sagt Saakaschwili, das ist der eigentliche Punkt. Es geht wieder einmal um die Freiheit - die stilisierte und die wirkliche, um deren willen die Kaukasier auch die Verrücktheit eines Kriegs unternehmen. Und keinesfalls um eine westliche, bürgerliche Freiheit, die in gesetzliche Regelwerke eingebettet ist. Dieser „Geist der Freiheit", der den Kaukasus seit Jahrhunderten heimsucht, ist das zentrale Erklärstück, das Charles King für die Geschichte dieser Weltgegend präsentiert. Er hat den Kaukasus vor allem in den letzten 20 Jahren zu einem „Inbegriff der Sinnlosigkeit" gemacht, wo - wie King erinnert - politisch Verantwortliche ohne Skrupel Zivilisten bombardieren lassen und Terroristen Schulkinder als Geiseln nehmen.

Die Freiheit im Kaukasus ist eine Schimäre und zugleich ein realer Wert, der mit Füßen getreten wird. Es gab eine Zeit, als junge Russen aus Petersburg oder Moskau in den Kaukasus flüchteten, hoffnungslos romantisiert durch Puschkins Gedichte, die sie gelesen hatten, und auf der Suche nach Grenzenlosigkeit. Junge Deutsche, Polen, Franzosen, Amerikaner haben sie mittlerweile abgelöst. Das Irrationale, die Litanei der Gegensätze im Kaukasus besticht immer noch: Wildheit und Gravität, West gegen Ost, Europa und Asien in einem, Muslime und Christen, Zivilisation und Barbarentum, Putins Russland gegen die neuen unabhängigen Staaten.

Die Sache der Freiheit war allerdings schon immer eine wohlfeile Erklärung für die politisch Herrschenden im Kaukasus. Die Georgier nehmen ihrem Präsidenten die Behauptung vom unabwendbaren Krieg in Südossetien nicht ab. Das Fanal der „Rosenrevolution" ist erloschen, das Versprechen einer demokratischen Wende im Südkaukasus, angeführt von den Georgiern, bei den Nachbarvölkern, den Aserbaidschanern und Armeniern, endgültig durchgefallen. Littell berichtet in seinem „Georgischen Reisetagebuch", einer ausgearbeiteten Fassung einer Reportage, über diesen Sommer der Dummheit. In einem verlassenen georgischen Dorf in Südossetien notiert er: „Auf den Höfen, wo ausgehungerte Hühner und Kühe herumirren, biegen sich die Obstbäume unter der Last ihrer Früchte - ich beiße hinein, voller Bitterkeit über so viele vernichtete, sinnlos zugrundegerichtete Leben."

Der französischen Tageszeitung
Le Monde, die den Schriftsteller zu der Reise nach Georgien einlud, muss man wohl dankbar für die Wahl sein. Anders als Bernard Henri Lévy, der Modephilosoph mit dem offenen Hemd, den Le Monde sonst gern für eine lange Reportage in Krisengebiete schickt, kommt Littell ohne Pathos und Moral aus. Er beobachtet, schreibt, kann am Ende keine alles regelnde Erklärung finden. Allenfalls in dieser handwerklichen Fertigkeit lässt sich der Autor der „Wohlgesinnten" wiedererkennen. Es gibt keinen fiktiven Obersturmbannführer Dr. Max Aue, der die Schauplätze des Terrors inspiziert, nur zwei Seiten, zwei Kriegsparteien, deren konkrete Verantwortlichkeit offenbleibt.

Dass die kleine Schar der Kaukasus-Politikwissenschafter derzeit alt aussieht, weil sie nicht mit der Verrücktheit der Georgier rechnete, tut ihrer Arbeit keinen Abbruch. Knapp 15 Jahre lang, seit dem Ende der ersten Kriege im Südkaukasus um Berg-Karabach, Abchasien und Südossetien, haben sie ausgefeilte Modelle zur Konfliktlösung vorgelegt, die EU für ihr zögerliches Engagement kritisiert - die drei Länder des Südkaukasus wurden erst 2004 Teil der „Nachbarschaftspolitik" - und auf die wachsende Rivalität in der Region zwischen Russland und den USA hingewiesen. Nur einen Artillerieangriff der Georgier auf Zchinwali, der die geostrategische Karte umkehrt, haben sie nicht einkalkuliert.

Zwei größere wissenschaftliche Publikationen sind in Österreich zum Thema erschienen - die eine, Security Identity and the Southern Caucasus, ist das Ergebnis eines zwei Jahre dauernden Stu_dienprojekts von Politologen aus Aserbaidschan, Georgien, Italien und Österreich; der andere, vom Internationalen Institut für liberale Politik herausgegebene Sammelband, Die Sezessionskonflikte in Georgien, ist nach dem Augustkrieg noch rasch aktualisiert worden. Seine Aussage wird den Russen nicht gefallen: Die EU, Modell einer neuartigen kollektiven Sicherheitsregierung, wird nach dem Krieg stärker denn je im Kaukasus Verantwortung übernehmen. (DER STANDARD, Album, 14./15.2. 2009, Markus Bernath)

* Jonathan Littell, „Georgisches Reisetagebuch" € 5,- / 60 Seiten. Berlin-Verlag, Berlin 2008
* Charles King, „The Ghost of Freedom. A History of the Caucasus". € 26,00 / 290 Seiten. Oxford University Press, Oxford, New York 2008
* Erich Reiter (Hg.), „Die Sezessionskonflikte in Georgien", € 39.90 / 330 Seiten, Böhlau-Verlag, Wien Köln 2008
* Michael Geistlinger, Francesca Longo et alii, „Security Identity and the Southern Caucasus. The Role of the EU, the US and Russia", _€ 38,80 / 260 Seiten. neuer wissenschaftlicher verlag (nwv), Wien 2008

mehr zu Georgien in derstandard.at >>>


AmazonShop: Books, Maps, Videos, Music & Gifts About The Caucasus

Saturday, February 07, 2009

ARTICLE: Controlling the Caspian – Russia’s New Military Alliance

FULL ARTICLE HERE The news of seven post-soviet nations creating a military rapid reaction force should come as no surprise, for it was only a matter of time before a military alliance of some former soviet republics was created. Russia, Armenia, Belarus, Kazakhstan, Kyrgyzstan Tajikistan, and Uzbekistan are putting together a force whose central command will be in Moscow. The force will be able to dispatch a rapid reactionary force to any region in the post-soviet space.

This is actually very important because this news came out the same time that Kyrgyzstan announced that it will close a U.S. base on its territory. Most likely there was a struggle for influence between Moscow and Washington, and analysts may only guess why Kyrgyzstan chose Russia, but the fact remains that the US is not going to take this loss lightly. Trying to guess future reactions of these two powers would be a waste of time for there’s not enough information to do so. However, it is necessary to analyze why this step by these seven nations is important and what are further implications of this Rapid Reactionary Force (RRF).

full article >>>

Wednesday, December 31, 2008

ARTIKEL: Mit Sicherheit gefährlich

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat erklärt, den Zugriff seines Landes auf Energievorkommen notfalls mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Wie bedrohlich ist die neue Sicherheitsdoktrin Russlands?
Von Elke Windisch, Moskau 27.12.2008 0:00 Uhr

Russlands neue Sicherheitsdoktrin hat es in sich. Erstmals droht Moskau mit dem Einsatz militärischer Mittel, um sich den Zugriff auf Energievorkommen und die Kontrolle über die Transportwege zu sichern. Nicht einmal einen atomaren Konflikt wollten die Autoren bei ihrer Auseinandersetzung mit den größten Herausforderungen und Bedrohungen bis zum Jahre 2020 grundsätzlich ausschließen.

Zieht ein neuer Herrscher in den Kreml ein, gibt er meist eine neue Sicherheitsdoktrin in Auftrag. So auch Dmitri Medwedew. Ausgerechnet er, von dem sich der Westen eine liberale Außenpolitik erhoffte, überholt nun Amtsvorgänger Wladimir Putin von rechts.

Der ganze Text >>>

Sunday, December 28, 2008

REPORT: Georgien: Einsatz für deutsche EU-Beobachter verschärft sich

Berlin (AFP) — Die deutschen EU-Beobachter in Georgien werden künftig auch in der spannungsreichen Pufferzone vor der abtrünnigen Provinz Südossetien im Einsatz sein. Der Chef der EU-Beobachtermission (EUMM), der deutsche Diplomat Hansjörg Haber, kündigte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP an, die nationalen Kontingente ab Februar auf verschiedene Standorte neu verteilen und stärker durchmischen zu wollen. Haber zog eine positive Bilanz der ersten drei Monate der Mission, kritisierte aber den mangelnden Willen der russischen Seite zur Zusammenarbeit.

Der ganze Text >>>

Tuesday, September 02, 2008

STUDY: The Globalization Security Dilemma. How Globalization will Renew Great Power Competition.

By Enrique Portaluppi
September 02, 2008

Part V. How U.S. Preponderant Intervention Strategy affects the Globalization Security Dilemma

Washington is currently engaging its rivals in multiple "Regional Security Complexes" as Washington extends its strategy of Preponderant Intervention to meet the new challenges. 36 Washington is presently negotiating with the states of Eastern Europe and the Caucasus for the installation of a ballistic missile defense shield. 37 Washington claims that the shield is intended to defend Europe against Tehran´s newly developed Shahab 3 missile that boasts a range of 2000 km. This may be true to some extent now that Tehran has recently test fired its new missile with relative success. 38 Moscow, on the other hand is thinking otherwise as Putin has accused the U.S. of trying to "attain global dominance." 39 Moscow has stated that the proposed missile defense shield poses a strategic threat to Russian sovereignty and has warned Washington to stop negotiations with the states that border Russia to include, Poland, Czechoslovakia, Lithuania, Ukraine and Georgia. These states were chosen to host the missile shield purposefully partly due to their strategic position as they encircle Russia. Another reason would be to make certain that they do not realign themselves with Russia as they were once part of the Soviet Empire during the Cold War; however, all have recently petitioned to be a part of the new NATO, a fact that has Moscow fuming. 40

In the Central Asian "Regional Security Complex", Washington is expanding its strategy into the former Soviet republics of Uzbekistan, Kyrgyzstan and Tajikistan. Washington claims that the development of logistical and military installations in this region is a vital resource against the War on Terror. Moscow, Beijing and Tehran see these installations in a different light as they may in the future serve a number of U.S. strategic purposes, such as staging points for future U.S. regional conflicts. They also create barriers to entry into the region, effectively shutting out Russia and China´s hopes of ever spreading their influence into the region. 41

In the Asian "Regional Security Complex"; Washington is forging new security alliances that are intended to counterbalance China´s growing economic and military influence in the region. The newly signed India – U.S. nuclear deal provides New Delhi with technology and nuclear fuel needed to upgrade its civilian program. This deal essentially reverses the nuclear ban imposed on New Delhi due to their testing of nuclear weapons. Washington knowingly or unknowingly, is practicing Off Shore Balancing and developing a strategic partner in India intended to form a balance of power in the region as a means of curbing China´s rising power. 42 Reportedly worth $100 million, Russia and France were also interested in aligning themselves with New Delhi, but Washington saw to it that Moscow and Paris were effectively cut out of the bargain. 43

In the Middle East "Regional Security Complex"; Washington has gained an advantageous position stemming from the Iraq War as containment of Iran is further solidified. Having Saudi Arabia, Afghanistan and Iraq as allies, along with newly formed alliances in Central Asia and the Caucasus, the U.S. should be able to effectively cut Tehran off from the rest of the Middle East and prevent them from expanding their sphere of influence to its neighbors. 44

In the diplomatic world of international relations, adversaries almost assuredly accuse each other of instigating international security dilemmas, thus causing measures and countermeasures to be executed by opposing sides. In the case of the missile defense shield, the U.S. claims that the shield is to protect European allies endangered by rogue state ballistic missiles, while Moscow and Beijing claim that the missile defense shield is a direct threat to their security, as U.S. missiles can now target their respective nuclear forces. Moscow´s countermove is to amplify pressure on the Eastern European states by increasing the number of troops already stationed along their borders, while concurrently threatening to limit the amount of oil exportation to the adversaries. It has also prompted Moscow to consider the resumption of a strategic bomber base in Cuba, a move that directly threatens the continental U.S. along with the entire Western Hemisphere. Washington responds by backing the Ukrainian and Georgian application to integrate into the NATO alliance, a move that Moscow intensely opposes. 45 These sorts of reciprocal measures have the rest of Europe concerned as the threat of a new arms race taking place upon the European continent becomes more imminent. 46 Measures and countermeasures that occur within close proximity to each other often intensify the security dilemma as the spatial threat is measured in accordance to the threats range. 47 This seems to be especially true in the territories that encompass Russia, China and Iran as U.S. strategy has been to contain these three emerging great powers from further expanding their influence into the adjoining regions. As the Globalization Security Dilemma intensifies, Washington feels it must utilize Preponderant Intervention to curtail and counter these threats.

Full text >>>

Saturday, August 30, 2008

NACHRICHTEN: Zwischen Diplomatie und Militärpolitik

Zwischen Diplomatie und Militärpolitik Telepolis
China lässt Russland in Sachen Georgien im Regen stehen Europolitan - vor 3 Stunden gefunden
China geht auf Distanz zu der Anerkennung der georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien durch Russland.
Wirtschaft fürchtet Handelskrise mit Russland Handelsblatt
Putin wittert McCain-Verschwörung sueddeutsche.de - vor 10 Stunden gefunden
Premier Putin zog eine Verbindung zwischen der schwelenden Georgien-Krise und dem Rennen ums Weiße Haus.
Steinmeier sieht Kaukasuskrise als schlimmste seit Kaltem Krieg PR-Inside.com (Pressemitteilung)
Größerer Zusammenhang Junge Welt - vor 3 Stunden gefunden
Der Georgien-Konflikt kann für sich allein nicht verstanden werden. Er ist ein Ereignis in einem größeren Konfliktzusammenhang.
Investition in den Frieden sueddeutsche.de - vor 6 Stunden gefunden
Wenn der Krieg Träume zerstört: Georgiens Wirtschaft hatte sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt.
Timoschenko verspricht Merkel Unterstützung bei Regelung des ... RIA Novosti - vor 12 Stunden gefunden
Zugleich betonten Timoschenko und Merkel, dass die Souveränität und territoriale Integrität Georgiens erhalten bleiben müssen.
Warum Russland auf Europa angewiesen ist Spiegel Online - vor 6 Stunden gefunden
Von Corinna Kreiler Es ist eine perfide Drohung: Angeblich will Russland seine Öllieferungen drosseln, falls die EU wegen der Georgien-Krise Sanktionen
Berlin: Keine Anzeichen für Drosselung russischer Öllieferungen Frankfurter Allgemeine Zeitung
Georgien-Konflikt vertieft Spaltung in der Ukraine derStandard.at - vor 4 Stunden gefunden
Der Krieg in Georgien hat die Spannungen im Land massiv verschärft, die Zeitung Ukrainsskaja Prawda spricht gar von einem "Kalten Krieg im Inneren" .
Energiemacht Russland Was uns ein neuer Kalter Krieg kostet WirtschaftsWoche
Pressestimmen: "Ratlosigkeit in Brüssel" derStandard.at - 28. Aug. 2008
Moskau: Tiflis zieht Truppen nahe Südossetien zusammen AFP - 28. Aug. 2008
Skopje (AFP) — Die russische Armee hat Georgien vorgeworfen, in der Nähe der abtrünnigen Provinz Südossetien Truppen zusammenzuziehen. .
SCHWARZES MEER Russland wirft dem Westen Kanonenboot-Show vor Spiegel Online
Russland/Nato: Stellungsspiel vor Georgien FOCUS Online
Erhöhte Spannungen im Schwarzen Meer NZZ Online
Georgien und Russland brechen diplomatische Beziehungen ab Spiegel Online - vor 6 Stunden gefunden
Plünderungen, Brandschatzungen, Gewalt - der Präsident Südossetiens hat bestätigt, dass Georgier in der abtrünnigen Provinz Opfer von Übergriffen geworden
Viel Theaterdonner um Georgien Deutsche Welle - vor 11 Stunden gefunden
Auch wenn jetzt viele empört das Völkerrecht zitieren, und das sogar zu Recht ...
Georgien bricht mit Russland FR-online.de - vor 46 Minuten gefunden
Georgien will nach Angaben aus dem Außenministerium die diplomatischen Beziehungen zu Russland abbrechen. Das verlautete am Freitag in Tiflis.
Südossetien bestätigt Gewalt an georgischer Bevölkerung Südostschweiz
Russische Truppen bauen neue Stellungen in Georgien Georgien Nachrichten - vor 9 Stunden gefunden
Nach Berichten georgischer Medien sind am Freitag Hubschrauber der russischen Streitkräfte in die georgische Hafenstadt Poti geflogen.
Stimmen zur Krise zwischen Westen und Russland Kleine Zeitung - vor 13 Stunden gefunden"
Einer Umfrage zufolge glauben 74 Prozent der Russen, dass Georgien nichts weiter ist als eine Schachfigur für Washington.
Europa muss die Erpressung zurückweisen Tagesspiegel - vor 2 Stunden gefunden
Bei der Haltung der EU gegenüber Georgien geht es nicht um Solidarität mit Saakaschwili.
Urmas Paet: Georgien gehört in die Nato Financial Times Deutschland
EU und NATO einig: Russland muss in Georgien einlenken Europolitan - vor 13 Stunden gefunden
Auch die Nato stellte sich in der vergangenen Woche eindeutig auf die Seite Georgiens.
konfliktreiche Abkoppelung von Russland NZZ Online
Moskau warnt Nato vor weiterer Eskalation RIA Novosti
Kaukasus – Drehbuch eines Krieges Russland will sich Südossetien ... RP ONLINE
Russland will Südossetien «absorbieren» Netzeitung
Das Ende der NATO ZEIT ONLINE
Saakaschwili ruft EU zu hartem Kurs gegenüber Russland auf AFP - vor 13 Stunden gefunden
Unterdessen forderten die Präsidenten Estlands, Lettlands und Polens eine Ausweitung der europäischen Hilfe für Georgien.
Georgien: Bei Sanktionen weniger Öl aus Russland OCUS Online - vor 15 Stunden gefunden
Im Falle von EU-Sanktionen wegen des Georgien-Konflikts wird Russland möglicherweise die Öl-Lieferungen in den Westen drosseln.
Saakaschwili ruft europäische Staaten zur Unterstützung auf Deutschlandradio
Saakaschwili hat „den Verhandlungsprozess endgültig untergraben“ Berliner Umschau
Saakaschwili wirft Russland Annexion vor Netzeitung
Georgien bricht Kontakt zu Russland ab sueddeutsche.de
Diplomatische Sendepause Deutsche Welle
Kaukasus-Krise Georgien bricht Beziehungen mit Russland ab ZEIT ONLINE - vor 4 Stunden gefunden
An diesem Samstag werden auch die letzten Diplomaten aus Russland abgezogen, sagte der stellvertretende georgische Außenminister Grigol Waschadse ...
Georgien stoppt Gespräche mit Moskau Financial Times Deutschland - vor 4 Stunden gefunden
Georgien bricht wegen des Konflikts um Abchasien und Südossetien die diplomatischen Beziehungen zu Russland ab.
Schlagabtausch im Sicherheitsrat zu Georgien NZZ Online
Georgien-Konflikt Stern
Georgien: Fronten im UN-Sicherheitsrat verhärten sich FOCUS Online
Georgien schliesst seine Botschaft in Moskau NZZ Online
Putin gibt USA Mitschuld am Krieg in Georgien Tages-Anzeiger Online
Putin attackiert Bush Krieg als Wahlkampfhilfe? n-tv
EU stellt Russland die Rute ins Fenster Die Presse - vor 4 Stunden gefunden
Wegen der gegenseitigen Abhängigkeit schließt die Mehrheit der Mitgliedstaaten sofortige schmerzhafte Schritte wegen der Georgien-Krise aus.
SPD-Außenpolitiker über Kaukasuskrieg "Was wir brauchen, sind ... taz
Kaukasus-Konflikt Russland eint die Nato Frankfurter Allgemeine Zeitung
US-Schiff legt in Georgien an Basler Zeitung - vor 22 Stunden gefunden
Russland hat im Streit mit dem Westen wegen des Kriegs in Georgien erneut Stärke demonstriert. Inzwischen ist ein US-Schiff im Hafen von Batumi eingelaufen.
EU rückt von Sanktionen gegen Russland ab derStandard.at

Russland: Russland bittet um „wirklich objektive Bewertung“ der EU FOCUS Online - vor 1 Stunde gefunden
Er betonte dabei, dass Russland Georgien nicht annektieren wollte. Hätte Russland Georgien annektieren wollen, hätte Russland den Konflikt begonnen.
„Die Russen tasten die Pipelines in Georgien nicht an“ Frankfurter Allgemeine Zeitung - vor 12 Stunden gefunden
Die geplante Pipeline führt durch das Kriegsgebiet Georgien. Schmälert das nicht die Realisierungschancen? Die Nabucco-Pipeline führt nicht durch Georgien.
Energiepolitik: „Nabucco treibt den Gaspreis nach oben“ Die Presse