Wednesday, April 30, 2014
INTERVIEW: Peter Voß fragt Jörg Baberowski: Peter Voß fragt Jörg Baberowski (3sat.de)
(3sat.de) "Die Ukraine (war) das Kernland des alten Imperiums. Der russische Gründungsmythos beginnt in Kiew", sagt der Historiker Jörg Baberowski. Was hat die Vergangenheit mit der aktuellen Krimkrise zu tun? Wie hat der Westen beim Konflikt in der Ukraine versagt?
Stalin und der Stalinismus ist ein ewiges Leit- und Leidthema der jüngeren russischen Geschichte, aber keineswegs nur dieser. Der Osteuropa-Experte Jörg Baberowski hat mit seiner 2012 erschienen Studie "Verbrannte Erde - Stalins Herrschaft der Gewalt" über die Bedeutung Stalins im stalinistischen Terrorsystem kontroverse Diskussionen ausgelöst. Darin hatte er den Stalinismus als Rückfall in eine archaische Gewaltherrschaft, und damit als Fremdkörper im sowjetischen Modernisierungsprojekt gedeutet. Baberowski erzählt die Geschichte der stalinistischen Gewaltexzesse und beschreibt Stalin als einen Psychopathen und passionierten Gewalttäter.
Die Gewaltherrschaft Stalins
Das bolschewistische Projekt, so die These des Buches, bot eine Rechtfertigung für den Massenmord, aber es schrieb ihn nicht vor. Stalin war Urheber und Regisseur des Terrors. Laut seiner Studie über die stalinistische Herrschaft ließen sich deutliche Parallelen zum Nationalismus erkennen, so zum Beispiel im Ausmaß der Gewalt. Baberowski erforschte in den russischen Archiven, wie grausam Stalin und seine Schergen waren. Bereits 1918 gab es in Russland Konzentrationslager. Nahe Moskau haben vier Leute in einem Jahr 20.000 Menschen erschossen. Die Bolschewisten konnten ihre schwache Machtposition nur durch einen gnadenlosen Krieg gegen die eigene Bevölkerung durchsetzen.
Auf der Leipziger Buchmesse wurde Baberowski in der Kategorie "Sachbuch/Essayistik" ausgezeichnet. Die Jury begründet ihre Bewertung mit der Verbindung von Baberowskis Quellennähe und seiner klugen Kritik tradierter Deutungen. Er widerstehe der Versuchung, die Gewalt zu rationalisieren.
Warum einen ungewollten Staat erhalten?
In der Krimkrise rät Baberowski zu einem Verständnis für Putin und die Mehrheit der Russen. Er wirft dem Westen Europas und der USA vor, das sowjetische Imperium und die Rolle der Ukraine nicht verstanden zu haben. Für die Russen sei die Ukraine der mythische Geburtsort ihres Landes. Die Ukraine sei kein einheitlicher Nationalstaat, und die Krim habe immer eine Sonderrolle gespielt. Gegenüber dem Deutschlandradio Kultur wirft er die provokante Frage auf: "Warum kann die Krim nicht haben, was für die Südtiroler selbstverständlich ist? Wieso soll für alle Zeit ausgeschlossen sein, dass sich der östliche vom westlichen Teil der Ukraine trennt? Solches Recht haben auch Tschechen und Slowaken für sich in Anspruch genommen, und es ist kein Krieg daraus geworden."
Im Konflikt um die Ukraine verweist Jörg Baberowski auf die Autonomie der Südtiroler oder die Trennung von Tschechen und Slowaken. Dies seien Modelle in Westeuropa, die gewaltfrei erprobt wurden. Der Geschichtsprofessor sieht darin eine potentielle Lösung. Auch ein mögliches Auseinanderbrechen der Ukraine hält Baberowski nicht für tragisch, sofern gewalttätige Konflikte verhindert würden. "Der Souverän ist das Volk, und wenn die Mehrheit der Wähler im Osten nicht mehr Teil der Ukraine sein will, dann ist es eben so. Warum sollte man denn einen Staat erhalten, dessen Bürger ihn gar nicht wollen?", äußert er gegenüber der Deutschen Welle.
Die russische Sicht der Dinge
Nicht nur die Krim, sondern auch die Gebiete im Osten der Ukraine sollen sich abspalten dürfen, meint Baberowski. Der Westen habe in der ukrainischen Krise versagt, weil er die Geschichte der Ukraine nicht begreife. "Jetzt tut der Westen so, als könne man die Ukraine in die Nato aufnehmen - das ist naiv", postuliert er im Interview des Deutschlandradios. Die Westukrainer hätten mit Hitler kollaboriert, während die Ostukrainer als Soldaten in der Roten Armee kämpften. Die Geschichtserinnerung sei deshalb im Westen und im Osten grundsätzlich unterschiedlich. Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion habe die Ukraine zu einer Nation werden müssen.
Die provokanten Thesen des Berliner Professors rufen viel Kritik hervor. Baberowski wird Blindheit gegenüber der Existenz einer selbständigen ukrainischen Geschichte vorgeworfen. Er vernachlässige, dass sich in der Ukraine nach über zwanzig Jahren staatlicher Unabhängigkeit eine demokratische Zivilgesellschaft gebildet habe, und übersehe die postsowjetische Generation, die sich nicht mehr in ethnischen, sondern in staatsbürgerlichen Kategorien definiere.
Sehen Sie am Montag, 28. April 2014, 23.10 Uhr ein Gespräch von Peter Voß mit Jörg Baberowski, in dem dieser den Historiker fragt: "Verstehen wir Russland?"
Vita
Jörg Baberowski ist Professor für Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität in Berlin. Der 1961 am Bodensee geborenen Historiker studierte Geschichte und Philosophie in Göttingen, erlernte selbstständig die russische Sprache und verfasste Studien über die politische Justiz im ausgehenden Zarenreiche und den Stalinismus im Kaukasus. 2012 erhielt er für sein Buch "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt" den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie "Sachbuch/Essayistik".
Thursday, February 24, 2011
ESSAY: Arbeit und Enthusiasmus. Der Kaukasus in der Geschichte des menschlichen Denkens. Non Dr. Frank Tremmel (einblickgeorgien.blogspot.com)
„Alles, was wir mit Wärme und Enthusiasmus ergreifen, ist eine Art der Liebe.“
Wilhelm von Humboldt
Am 23. September 2010 hielt der georgische Staatspräsident Micheil Saakaschwili vor der 65. UN Vollversammlung in New York eine bemerkenswerte Rede. Darin skizzierte er den Scheideweg, an dem sich die Kaukasusregion befindet. In nuce handelt es sich um eine Beschreibung des Standorts Georgiens in der Geschichte des menschlichen Denkens. Für Micheil Saakaschwili ist die gegenwärtige historische Situation Georgiens durch eine „Revolution der Herzen und der Denkweisen“ charakterisiert. Bevor diese Einschätzung näher interpretiert werden kann, muss an dieser Stelle zunächst eine grundsätzliche Frage beantwortet werden: Was ist eine Geschichte des Denkens bzw. was hätte sie zu leisten? Der französische Ökonom Jean Fourastié gab darauf Mitte der 1960er Jahre folgende Antwort:
„Sie wäre einfach eine Registrierung der von größeren und kleineren und mehr oder weniger dynamischen Menschengruppen anerkannten und als wahr empfundenen Vorstellungen. Zunächst wäre der Zusammenhang zwischen den einzelnen Ideen festzustellen; danach der Zusammenhang zwischen den Ideen und den konkreten Situationen jener Menschen, von denen sie akzeptiert wurden, zum Schluss, und das wäre vielleicht das Wichtigste, die Auswirkung dieser Ideen auf das Alltagsgeschehen der Menschen und ihre Evolution“ (Fourastié 1966, 277).
Es sind wenige, oftmals unbewusste Vorstellungen, nach denen die Menschen ihr Handeln ausrichten. „Ideen werden oft empfunden, erfühlt und von vielen in einem diffusen, noch ungeformten Zustand vorweggenommen“ und sie „ entstehen […] in dieser noch unbestimmten Form keineswegs in der Wissenschaft, sondern zunächst in einzelnen Stimmungen, Neigungen, im Geschmack, in der Mode“ (Megrelidze 1973, 326). Durch diese eigentümlichen sozialen Legierungen aus Herz und Verstand lassen sich die Persönlichkeiten und Zivilisationen historisch differenziert erschließen.
„In einer solchen Geschichte“, so Fourastié, „wird die Zeit zwischen 1830 und 1985 (vielleicht auch zwischen 1750 und 1985) im Abendland als ökonomische Phase erscheinen“ (ebd. 278). Es handelt sich um eine Epoche, in der der Mensch, gerade dadurch, dass er seine Gedankenwelt auf den ökonomischen und technischen Fortschritt richtet, die nichtökonomischen Werte entdeckt. Es handelt sich vor allem um eine gewaltige mentale Revolution, in der sich die Menschheit über das Medium der Arbeit den vegetativen Bedürfnissen des Menschen zuwendet. Darin liegt der tiefere Sinn des Kapitalismus: „Er setzt zum ersten Mal die Produzenten an die Spitze der Gesellschaft“ (Jouvenel 1971, 71). In den antiken und orientalischen Hochkulturen, selbst noch im europäischen Feudalismus, galt die Idee der Arbeit als etwas Minderwertiges. In der Epoche der Ökonomie verschwindet dagegen der überlieferte Unterschied zwischen arbeitenden und nichtarbeitenden Menschen. Das Telos dieser Entwicklung manifestiert sich stattdessen schließlich im „Gegensatz zwischen Arbeitszeit und Nicht-Arbeitszeit“ (ebd. 72). Die Gesamtaktivität der Menschheit läuft offenbar darauf hinaus, den Widerspruch von Arbeit und Kultur zur Explosion zu bringen.
Es gehört zu den Paradoxien in der Weltgeschichte der Denkweisen, dass gerade in den sogenannten sozialistischen Gesellschaften des Ostens, die sich als Diktaturen der Arbeiterklasse verstanden, der Wert der Arbeit seine extremste Devastation erlebte. Wenn Fourastié das ökonomische Zeitalter für die westeuropäische Welt 1985 zu einem relativen Ende kommen sieht, so wird in Russland die Ökonomie als Zivilisationsaufgabe zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt. Zwar gab es intellektuelle Debatten, die bereits vorher in diese Richtung wiesen, so nach der ersten Revolution von 1905 (Vechi 1909), nach dem Ende des Bürgerkriegs 1922 (Nikolai I. Bucharin, Nikolai D. Kondratjew, Isaak I. Rubin u.a.) und in der Tauwetterperiode ab 1956 (Evsej Liberman), aber die eigentümliche Dialektik von Gewalt und Arbeit, die die russische Geschichte kennzeichnet, wurde nicht durchbrochen. In Georgien dagegen hatten sich die Sozialdemokraten (Messame Dassi) unter Noe Schordania (1868-1953) bereits sehr früh gegen die ultralinke und asiatisch-despotische Außerkraftsetzung des „Wertgesetzes“ gewandt und waren davon ausgegangen, dass „wirtschaftlicher Fortschritt als wichtigste Bedingung für die Entwicklung der Gesellschaft“ (Guruli 1997, 45) zu betrachten wäre. Diese westeuropäische Grundorientierung kennzeichnet das kleine Land zwischen Asien, dem Vorderen Orient und Osteuropa bis heute. So wie bereits die georgischen Sozialdemokraten ein Modell für „ganz Osteuropa und den Orient“ (Kautsky 1920) schufen, so könnte eine mentale Revolution in Georgien tatsächlich von weitreichender Bedeutung sein.
In gewisser Hinsicht darf bezweifelt werden, ob mit der Perestroika eine Transformation der sozio-ökonomischen und kulturellen Praxis Russlands gelang. Die außerökonomische Gewalt, welche die redistributiven Ökonomien der asiatischen Imperien (Immanuel Wallerstein) seit jeher beherrschte, setzt sich offenbar immer wieder durch: Geopolitische Landnahme anstelle einer modernen Leistungsgesellschaft. Trotzdem zeichnete sich ab 1985 eine Trajektorie des Denkens ab, die nicht mehr zu unterbrechen ist und die sich in der georgischen Bewusstseinsrevolution fortsetzt. Dem georgischen Präsidenten ist daher beizupflichten, wenn er davon ausgeht, dass das georgische Laboratorium der politischen, ökonomischen und sozialen Reformen für die gesamte Kaukasusregion und darüber hinaus von entscheidender Bedeutung ist. Unter den Bedingungen einer „nachholenden Revolution“ (Habermas 1990) im exsowjetischen Raum wird die Ökonomie im Verbund mit Rechtsstaatlichkeit und Meritokratie zur zentralen Aufgabe. Die Zuwendung zu den elementaren Lebensbedürfnissen ist unter den Bedingungen einer Region, die wie keine zweite durch die ost-westlichen Weltgegensätzlichkeiten geprägt wurde, an sich schon eine kaum zu unterschätzende Neuerung. Effiziente Arbeit, Warenproduktion und moderne Verkehrsformen sind jedoch kein Selbstzweck, sondern Vehikel einer Transformation des Denkens. In der Ökonomie ist eine Logik des Zivilisationsprozesses angelegt, die allerdings kulturpolitisch zu entfalten wäre. Politik wird im 21. Jahrhundert vor allem eine Politik des Kulturellen, d.h. „eine Politik der Mentalitäten“ (Lepenies 1997, 38f.) sein.
Die Formierung der Völker und Nationen des Kaukasus als Region im Kontext einer solchen globalen Rationalität ist in der Tat eine anspruchsvolle kulturelle Aufgabe. Wie müssen nun die Bedingungen beschaffen sein, unter denen die Ökonomie tatsächlich eine zivilisatorische Aufgabe erfüllen kann? Wenn Präsident Saakaschwili in seiner Rede zu Recht darauf hinwies, dass Modernisierung ohne Freiheit keine nachhaltige Diversifikation und Entwicklung der Ökonomie ermöglicht, so wird damit eine Antwort zumindest angedeutet. Die konkreten Relationen von Kultur und Freiheit bleiben aber unbestimmt. Es stellt sich die Frage, ob Kultur überhaupt in konditionalen Bestimmungen aufgeht oder ob sie nicht vielmehr neben ihren funktionalen Aspekten ein spontanes Moment beinhaltet, das im zweckfreien Selbstausdruck der Individuen und Völker gipfelt. Kulturelle Phänomene sind nicht auf ihre technische und ökonomische Dimension reduzierbar. Sie sind zunächst Symbole, „einmalige, auf kein allgemeines Entwicklungsziel hinsteuernde, untereinander unvergleichliche und ausschließliche Ausdrucksgebilde von etwas Seelischem, der `Seele´ der jeweiligen Geschichtskörper, die sie in die Welt hineinsetzt.“ (Alfred Weber 1951, 90) Dieses Thema wurde in der deutschen Kultur- und Geschichtssoziologie intensiv diskutiert. Dabei ging es nicht lediglich um die „Wirtschaftsethik der Weltreligionen“ (Max Weber 1920, 1988), sondern um das „Kulturproblem im Zeitalter des Kapitalismus“ (Alfred Weber 1911/12, 2000). Sofern die Kultur als Voraussetzung des Zivilisationsprozesses betrachtet wird, ist es andererseits durchaus legitim, sie auf ihre Funktionalität hin zu überprüfen. Unter diesem Gesichtspunkt ist sie in der Pluralität ihrer konkreten Erscheinungsformen vor allem Tradition, deren Kompatibilität mit dem universalen Modernisierungsprozess zur Diskussion steht. Diese poietische (auf das Herstellen ausgerichtete) Sichtweise auf die Kultur zeichnet die Rede Micheil Saakaschwilis aus. In der Ansprache wird der Kultur zwar neben Bildung, Zivilgesellschaft und Energiewirtschaft eine zentrale Rolle für die regionale Formierung des Kaukasus eingeräumt – die Kultur taucht im Wesentlichen allerdings nur als historisches bzw. ethnologisches Phänomen auf. Micheil Saakaschwili ist vor allem liberaler Zivilisationsdenker. Das Mittel zur regionalen Integration ist die Ökonomie, zu deren Derivaten eben auch die Kultur gehört. Wirtschaft und Technik sind vermeintlich neutrale Medien, die weniger ethische und kommunikative Probleme aufzuwerfen scheinen. Das ist durchaus eine traditionsreiche Position, aber ist es ein ausreichendes Selbstverständnis in der globalen Ära?
Die „Rosenrevolution“ (2003) war, darin allen politischen Revolutionen verwandt, zunächst Teil der universellen Elitenzirkulation. Nachdem die alte Nomenklaturintelligentsia um den „weißen Fuchs“ auf dem „Friedhof der Aristokratien“ landete, hat die „Reserve-Elite“ (Vilfredo Pareto) die überfällige liberale Transformation eingeleitet und die georgischen Eitelkeiten vor den Richtstuhl der globalen Rationalität geschleppt. Die einmaligen Symbole wurden nun vergleichbar gemacht. Was bislang niemand vermochte, der jungen Garde um den neuen Präsidenten gelang es: Georgien unterwarf sich der internationalen Logik der ökonomischen Vernunft und bewegt sich seither in Richtung auf eine moderne Leistungsgesellschaft. Aber hat diese Revolution des Denkens tatsächlich auch die Herzen ergriffen wie es Micheil Saakaschwili in seiner Rede nahelegte? Der neue Liberalismus gehört zu den „Kältelehren des Verhaltens“ (Helmut Lethen 194). Er hält das menschliche Innenleben auf Distanz und ermöglicht so Leistungsfähigkeit. Diese „Geburt der Freiheit aus der Entfremdung“ (Arnold Gehlen 1983, 366ff.) könnte sich allerdings als Abortus der Bewusstseinsgeschichte erweisen, wenn es der Hebamme nicht gelingt, das Herz des Kindes zum Schlagen zu bringen. Was von den Massen als Wohlstandsmodell Unterstützung oder doch zumindest Duldung erfuhr, droht sich im „Pathos der Distanz“ (Nietzsche) zu erschöpfen. Kultur ist eben nicht lediglich Meritokratie, nicht nur zivilisatorische Differenzierung der individuellen Leistungsvermögen. Diese rationale oder instrumentelle Funktion gehört zur technologischen Peripherie der Kultur. Die imaginativen und kreativen Phänomene, die sich in den Symbolen ausdrücken, bleiben das Zentrum der Kultur, ihr Herz. „In dieser Hinsicht ist die Kultur eine kreative Reaktion auf Bedürfnisse, Emotionen und andere Probleme des Menschen, eine Reaktion, die diese anfängliche Motivation (mindestens teilweise) überwindet, um zu einer eigenwilligen Aktion, zu einer kreativen Tat zu werden, wobei sie einen Selbstwert erwirbt und den Menschen Selbsterfüllung stiftet, und zwar sowohl dem Schöpfer wie auch dem Rezipienten.“ (Bystřina 1992,260) Kultur ist in ihren konkreten historischen Ausprägungen immer ein Integral aus Schöpfung und Objektivation, aus Charisma und Rationalität. Sie ist Gnade und Leistung zugleich.
Die tiefste Quelle der Kultur ist der Enthusiasmus, diese „Übertragung des Göttlichen“ auf den Menschen. Der Liberalismus begann seinen Siegeszug als enthusiastische Sozialreligion, als expressiver Individualismus. Als dem Charismatiker dieser Bewegung, d.h. dem Citoyen, der Atem ausging, manifestierte er sich in der „Prosa der Welt“ als Wirtschaftsbürger, d.h. als Bourgeois. „Das Wort Enthusiasmus ist so alt wie die Menschheit“ (Fourastié 1964, 54), wohingegen „das Wort Arbeit erst vor einigen hundert Jahren entstanden ist“ (ebd. 53). Unter den georgischen Bedingungen wird der sich daran anschließende Gegensatz von Kultur und Zivilisation durch die bewusstseinsgeschichtliche Lage zwischen Ost und West noch verschärft. Die Sorge, in eine zwielichtige Zwischenzone der Denkgeschichte zu geraten, veranlasst die westlich orientierten Reformer zu immer heftigeren Angriffen auf das Erbe des Ostens. So mögen zwar sexualpolitische Kampagnen, wie sie gegen die Orthodoxie stattfanden, die hässliche Fratze des religiösen Obskurantismus zum Vorschein bringen, aber werden sie imstande sein, eigene Quellen der kulturellen Produktivität aufzuschließen? Gerade unter den Bedingungen einer semiperipheren, kolonialisierten Region ist der Enthusiasmus, neben den thymotischen Bedürfnissen, die stärkste Energie, um einer „Reflex-Modernisierung“ (Darcy Ribeiro 1983, 281f.) zu entgehen. Es bleibt dabei zu bedenken, dass die Kultur ein eigentümliches Geschöpf ist, das sich jedem allzu aufdringlichem Blick oder Zugriff entzieht. Jeder Versuch, sie zu instrumentalisieren, ist bislang gescheitert. Ihr Inhalt erschöpft sich weder in Religion noch in ökonomischer oder technologischer Rationalität. Wenn wir wissen wollen wie sie entsteht müssen wir die Künstler befragen, die uns auf das Numinose des schöpferischen Aktes verweisen werden.
Die „Revolution der Herzen und der Denkweisen“ kann keinen Erfolg haben, wenn sie die eigensinnige „Logik“ der Kultur nicht berücksichtigt. Diese“ Logik“ basiert auf dem Enthusiasmus, der auch der Arbeit neuen schöpferischen Sinn gibt. Georgiens Eingliederung in die Weltwirtschaft bedarf einer Kulturpolitik, die nicht lediglich adaptive, zivilisatorische Mechanismen installiert. Über der Förderung von Arbeitsdisziplin, Zeitökonomie und Selbstbeherrschung darf das Herz der Kultur nicht vergessen werden. „Mit anderen Worten: man kann nicht für einen Teil der menschlichen Tätigkeiten Enthusiasmus aufbringen, sondern nur für eine Synthese.“ (Fourastié 1964, 55). Die georgische Intelligenz hat bislang kaum Anstrengungen unternommen, eine solche Integration mental vorzubereiten. Die alte Intelligenzija flieht in die Tradition, die neuen Intellektuellen träumen vom Weltmarkt. Sie fallen damit weit hinter die Ansprüche und Leistungen eines Dimitri Uznadze, eines Konstantin Megrelidze oder eines Geronti Kikodse zurück. Das Fehlen einer modernen Kulturpolitik birgt zudem unabsehbare Gefahren auch für die wirtschaftliche Entwicklung Georgiens. Bislang basiert der ökonomische Erfolg der Reformen auf einer nicht unerheblichen Kreditaufnahme und den hohen Auslandsinvestitionen, für die ein attraktives Klima geschaffen wurde. Damit Georgien in der Geschichte des Denkens aber nicht in der ökonomischen Epoche verharrt, bedarf es eines „Cultural Freedom (Liberty) Act“ , um die Produktivkraft der menschlichen Identitätsbildung zu befördern. Kulturpolitik in diesem Sinne wäre nicht Resortpolitik, sondern Gesellschaftspolitik, die auch Korrekturen an offenkundigen Fehlentwicklungen der ökonomischen Entwicklung vorzunehmen hätte. Wenn sich der „Berg der Völker“ als Region im Sinne des berühmten Artikels 52 der Charta der Vereinten Nationen formieren soll, muss die regionale Kulturpolitik nicht nur den „Erfordernissen der globalen Rationalität“ genügen, sondern „ihre Wurzeln in die Tiefenschichten von Menschheit und Erde“ (Sombart 1965, 65) eintauchen. Es bleibt abzuwarten, ob die georgische Politik so viel Enthusiasmus aufzubieten vermag, um Georgien den anstehenden nächsten Schritt in der Geschichte des Denkens tun zu lassen. Nur so wäre auch die „Auswirkung dieser Ideen auf das Alltagsgeschehen“ gewährleistet, die – so Fourastié – ein entscheidender Faktor in der Evolution des Denkens ist.
Literatur:
Bell, Daniel: The Winding Passage. Sociological Essays and Journeys [1980], Transaction Publishers, New Brunswick (U.S.A.) and London (U.K.) 1991.
Bystřina, Ivan: Synthetische Theorie der Kulturevolution, in: Landsch, Marlene/Karnowski, Heiko/ Bystřina, Ivan (Hrsg.): Kulturevolution. Fallstudien und Synthesen, Peter Lang, Frankfurt am Main/Berlin/Bern/New York/Paris/Wien 1992.
Fourastié, Jean: Die große Metamorphose des 20. Jahrhunderts, Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien 1964.
Fourastié, Jean: Die 40.000 Stunden. Aufgaben und Chancen der menschlichen Evolution, Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien 1966.
Gehlen, Arnold: Über die Geburt der Freiheit aus der Entfremdung, in: Ebd.: Philosophische Anthropologie und Handlungslehre, Arnold Gehlen Gesamtausgabe, Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1983.
Guruli, Wachtang: Die westeuropäische Orientierung der georgischen Sozialdemokratie (1892-1904), in: GEORGICA. Zeitschrift für Kultur, Sprache und Geschichte Georgiens und Kaukasiens, Heft 20, Jahrgang 1997,Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1997.
Habermas, Jürgen: Die nachholende Revolution. Kleine politische Schriften VII, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990.
Harrison, Lawrence E./Huntington, Samuel P. (Hrsg.): Streit um Werte. Wie Kulturen den Fortschritt prägen, Europa Verlag, Hamburg 2002.
Jouvenel, Bertrand de: Jenseits der Leistungsgesellschaft. Elemente sozialer Planung und Vorausschau, Rombach, Freiburg 1968.
Kautsky, Karl: Aufgaben und Aussichten des Sozialismus in Georgien, Artikel 18.10.192o Tbilissi, Manuskript im Nachlass Kautsky, A 90.
Lepenies, Wolf: Benimm und Erkenntnis, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997.
Lethen, Helmut: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994
Megrelidze, Konstantin: Grundprobleme der Soziologie des Denkens [Основные проблемы социологии мышления ,1935], Mezniereba, Tbilissi 1973.
Ribeiro, Darcy: Der zivilisatorische Prozess [Anhang: Heinz Rudolf Sonntag: Gespräch mit Darcy Ribeiro], Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983.
Sombart, Nicolaus: Krise und Planung. Studien zur Entwicklungsgeschichte des menschlichen Selbstver-ständnisses in der globalen Ära, Europa Verlag, Wien/Frankfurt/Zürich 1965.
Weber, Alfred: Prinzipien der Kultursoziologie, Piper, München 1951.
Weber, Alfred: Kulturprobleme im Zeitalter des Kapitalismus [Vorlesung 1910/11], in: Ebd.: Schriften zur Kultur- und Geschichtssoziologie (1906-1958), Alfred Weber-Gesamtausgabe, Band 8, Metropolis Verlag, Marburg 2000.
Weber, Max: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie [1920], 3 Bände, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 91988.
Thursday, February 05, 2009
BOOK: G. I. Gurdjieff: Armenian Roots, Global Branches
Editor: Michael Pittman
Date Of Publication: Dec 2008
Cambridge Scholars Publishing
Isbn13: 978-1-4438-0019-8
Isbn: 1-4438-0019-8
This volume presents a selection of writings based on papers originally presented at the G.I. Gurdjieff: Caucasian Influence in Contemporary Life and Thought conferences or, as they came to be called, the Armenia-Gurdjieff Conferences, which were held in Yerevan, Armenia in the summers from 2004-2007. Gurdjieff was born in Gyumri, Armenia, to an Armenian mother and a Cappadocian-Greek father, and was raised in eastern Asia Minor and the Caucasus. According to his own accounting, he spent his early years traveling in Central Asia, Asia Minor, Egypt, India, and Tibet in search of undiscovered knowledge. Eventually, after 1921, his work led him to Europe where lived, wrote, and taught until his death in 1949. Though not having received great popular attention, he remains an important figure of the twentieth century and his influence continues to grow into the twenty-first century.
A growing body of secondary literature connected to the work of Gurdjieff has been produced in fields as disparate as psychology, philosophy, literature, health, ecology, and religion. The conferences and the book aim to provide a forum of exchange about the ideas, influence, and work of Gurdjieff, while making a contribution to the reintroduction of the work of Gurdjieff to Armenia, which had been cut off from his ideas and works during the Soviet period. The articles here reflect a range of work addressing key contributions and ideas of Gurdjieff, from more academic studies of All and Everything, or Beelzebub’s Tales to His Grandson, to a discussion of the application of Gurdjieff’s ideas and principles in the education of children, to a chapter on the music and of Gurdjieff and Thomas de Hartmann.
Michael Pittman is currently Assistant Professor of Humanities and Religious Studies at Albany College of Pharmacy and Health Sciences in Albany, New York. Michael spent a year as a Volunteer Faculty Fellow in Armenia with the Civic Education Project, which led to the organization of the Armenia-Gurdjieff conferences. He completed a dissertation on Gurdjieff entitled, G.I. Gurdjieff: Medieval Textualizations of Oral Storytelling and Modern Teachings on the Soul. Michael continues to travel to Turkey and Armenia for research and teaching.
“The Armenian Gurdjieff conferences mark the significant and almost mythical return of the teachings of the greatest modern sage to his homeland. With imaginative insight and scholarly finesse, the papers in this volume confront the greatest human problem, man’s inability to take hold of reality —what Gurdjieff called sleep—and the catastrophic conditions that rise up from that cause, war, cultural irrationalism, over-consumption, and intractable hegemonies. The topics are timely, the exposition is clear and lively, and the information is crucial and compelling.”
Jon Woodson, Department of English, Howard University
Author of To Make a New Race: Gurdjieff, Toomer, and the Harlem Renaissance
Thursday, January 29, 2009
REPORT: Travel Is Everything
In fact Ghost Train draws so generously from other sources that it sometimes reads like a book report: Georges Simenon, Wordsworth, V.S. Pritchett, V.S. Naipaul, Greene, Kurban Said, Leonard Woolf, and a score of others make their appearance alongside the Azerbaijanis and Cambodians, the Indians, the Russians, the Japanese. There are also several long conversations with living writers—Elif Shafak, whose beauty and brains give Theroux a case of the stuttering blushes, Orhan Pamuk, Haruki Murakami, the late Sir Arthur C. Clarke, Pico Iyer.
Theroux is a cataloger, a collector, as evidenced by his exhibition of other writers’ work and the stories of people he meets (on this trip he’s also hunting a few less abstract souvenirs, namely reverse-glass paintings and religious icons). Here one catches a glimpse of the traveling mythomaniac described in Ghost Train’s first paragraphs. Hoarding stuff—even stories—is startlingly easy to understand as a vain activity, fruitless and self-absorbed (“So I guess – what? – writing’s your hobby?”). As Jean Baudrillard, the astute observer of both Americans and postmodernity, put it: “What you collect is always yourself.”
Thursday, January 15, 2009
VORTRAG: Russland: Macht und Kultur. Von Prof. Michail Ryklin.
Direktorin des Instituts für Ostrecht der Universität zu Köln
Mitveranstalter: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), Institut für Ostrecht der Universität zu Köln
"Ich bin Philosoph und ich schreibe nicht nur für meine Landsleute und Russlandspezialisten, sondern für ein interessiertes Lesepublikum sowohl in meiner Heimat als auch in anderen Ländern" - sagte Michail Ryklin in seiner Dankesrede, als er im Mai 2007 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für sein Buch "Mit dem Recht des Stärkeren. Russische Kultur in Zeiten der «gelenkten» Demokratie" geehrt wurde. Sein Betätigungsfeld ist jedoch viel breiter: Er ist Philosoph, Übersetzer, Herausgeber, Forscher, Korrespondent und Publizist, gehört zu den renommiertesten Wissenschaftlern Russlands und setzt sich besonders für den philosophischen Dialog mit Westeuropa ein. Er übersetzte und gab heraus u.a. Texte von Gilles Deleuze, Jacques Derrida, Michel Foucault, Claude Lévi-Strauss und Theodor W. Adorno. 1997 edierte er die erste russische Ausgabe des "Moskauer Tagebuchs" von Walter Benjamin heraus. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Bücher über Michail Bachtin und Fjodor Dostojewskij.
In den 1990er Jahren hatte er Gastprofessuren in Amerika und England inne und arbeitete am Seminar Jacques Derridas an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er ist Mitglied der New Yorker Akademie der Wissenschaften und seit 1995 Korrespondent der europäischen Kulturzeitschrift "Lettre International". Zur Zeit ist Michail Ryklin Professor am Institut für Philosophie der Moskauer Akademie der Wissenschaften und Leiter des Fachbereichs "Philosophische Anthropologie". Er lebt in Moskau.u.A.w.g. 0221 470 55 75 oder aoo01@uni-koeln.de Eintritt: frei
Lew Kopelew Forum
Neumarkt 18a, 50667 Köln
www.kopelew-forum.de
Tel.: +49 221 257 67 67, Fax: +49 221 257 67 68Die engen Welten der russischen Weite
KOLLEKTIVER REALITÄTSVERLUST - Der Moskauer Philosoph Michail Ryklin über Putin, den Machtmenschen ohne Geschmack für Politik und das Phänomen postsowjetischer Psychosen im heutigen RusslandMichail Ryklin, westlichen Lesern vor allem durch seine in Lettre International erscheinende Kolumne Korrespondenz aus Moskau bekannt, ist einer der profiliertesten zeitgenössischen Denker Russlands. In seinen kulturpolitischen Essays setzt sich der Moskauer Philosoph und Schriftsteller mit den Phänomenen der russischen Gegenwart auseinander. Derzeit untersucht er im Rahmen des von der deutschen Bundeskulturstiftung initiierten und des im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe betriebenen Projekts „The Post-Communist Condition" die „sowjetische Erfahrung" seiner Landsleute. Das ganze Interview >>>
Wednesday, December 17, 2008
ZEITSCHRIFT: GEORGICA
Zeitschrift für Kultur, Sprache und Geschichte Georgiens und Kaukasiens
Herausgeber:
Steffi Chotiwari-Jünger, Berlin
Mariam Lortkipanidse, Tbilisi
Das erste Heft der „Georgica“ wurde vom Rektor der Alma mater Jenensis und dem Rektor der Staatlichen Universität Tbilisi 1978 ins Leben gerufen. Damit verbunden war die Hoffnung, dass die Zeitschrift der freundschaftlichen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zweier Universitäten in der kaukasiologischen Forschung einen guten Dienst leisten wird. In der Zwischenzeit publizieren Wissenschaftler der ganzen Welt auf den Seiten der Zeitschrift. Unermüdlich werden wissenschaftliche originale Texte gesammelt, begutachtet, übersetzt, bearbeitet, werden Kollegen um Rat gefragt, Geldmittel eingeworben und schließlich dem deutschsprachigen Leser nahegebracht.
Seit 1978 sind mit Heinz Fähnrich und Marika Lortkipanidse 28 Nummern der „Georgica“, mit Steffi Chotiwari-Jünger und Marika Lortkipanidse 2 Nummern erschienen. Die „Georgica“ ist seit 1978 die einzige noch heute periodisch erscheinende kartvelologische Zeitschrift außerhalb Georgiens.
Leser der Zeitschrift sind Wissenschaftler, Studenten und an Georgien interessierte Menschen verschiedener Herkunft und Berufe.
Die Bezugsweise ist einmal jährlich, ein Einzelheft kostet 24,00 Euro (D), im Jahresabonnement 20,00 Euro (D), Jahresabonnement für Studenten 10,00 Euro (D), jeweils zuzüglich Porto und Verpackung.
Bestellen und erwerben können Sie die „Georgica“ beim Shaker Verlag GmbH, Postfach 101818, 52018 Aachen oder unter www.shaker.de
Hier eine Auswahl der in der zuletzt erschienenen Nummer 30 der „Georgica“ publizierten Artikel :
Sprache:
Tamar Gamqrelidse vergleicht die Minderheitensituation und Sprachregelungen in Südtirol mit der in Georgien/Abchasien und schlägt eine Lösung der Konflikte durch Autonomie- und Sprachgruppen-regelungen vor, was vom produktiven Nachdenken georgischer Wissenschaftler zeugt.
Geschichte:
Leri Tawadse interessiert der griechische Hochstapler Pauli Tagaris-Palaelogi und besonders seine Machenschaften in Westgeorgien, die mit drei georgischen historischen Persönlichkeiten im Zusammenhang stehen, die an der Neige des XIV. Jahrhunderts um die Herrschaft kämpften.
Kunst:
Mira Unarokowas Artikel „Adygische (tscherkessische) Toreutik im Kontext der gesamtkaukasischen Goldschmiedekunst“ zeigt, wie das Majkoper Edelmetall alle künstlerischen Haupttechnologien in sich aufnahm, die vor fünf Jahrtausenden im euroasischen Kulturraum bekannt waren.
Literatur:
Elgudsha Chintibidse stellt in seinem Artikel „Das Sujet des Werks „Der Recke im Tigerfell“ von Schota Rustaweli in der englischen Literatur“ die Hypothese auf, dass Rustavelis Werk schon zwei Jahrhunderte vor dem bisher bekannten Datum in der englischen Literatur bekannt war.
Philosophie:
Balbina Bäbler wendet sich im Artikel „Apollonios Rhodios über Kolchis: Mythos, Dichtung und antike Wirklichkeit“ Apollonios Rhodios Argonautika zu und schlussfolgert, dass dieser keinen systematischen Gebrauch von dem, was bekannt war, machte und dass die hellenisierten Kolcher seiner Zeit für ihn und sein Publikum völlig uninteressant waren.
Daneben bietet die „Georgica“ Nr. 30 neue literarische Übersetzungen aus dem Georgischen an: 1. Goderdsi Tschochelis Erzählung: Der Wolf; 2. Ana Chachutaschwilis (Zkwiti) Erzählung: Großmutters Traum; 3. Dato Barbakadses Gedicht: Klassische Disharmonie.
Viel Spaß beim Lesen!!
Thursday, June 28, 2007
Der Französische Philosoph André Glucksmann über Tschetschenien ...
„Unser Verbrechen der Gleichgültigkeit“
Die Presse.com - 24/06/2007
INTERVIEW. Philosoph André Glucksmann über Tschetschenien und Ruanda, Waldheim und Wut als Lebensimpuls.
Saturday, May 12, 2007
by C. E. Bechhofer Roberts
A Journey Through Georgia
C. E. Bechhofer Roberts
Journalist Carl Eric Bechhofer Roberts, spoke Russian and travelled widely in Russia and the Caucasus. He was acquainted with Ouspensky as a fellow journalist, when he went to report on conditions there in 1919. Roberts describes a series of engaging meetings he had with “a curious individual named Georgiy Ivanovich Gourjiev” as well as an informed assessment of the volatile social and political situations he encountered throughout the Caucasus. His skeptical but admiring observations provide the first published account in English about Gurdjieff, who gave Roberts an insider’s tour of Tiflis. Excerpted from Robert’s In Denikin’s Russia and the Caucasus, (1921).
Friday, April 06, 2007
Von dem Blogger Henning
"Batumi, eine kleine Großstadt von 120.000 Einwohnern, liegt an den Stränden des Schwarzen Meeres unweit der türkischen Grenze. Die erste Siedlung wurde vermutlich bereits im Zeitalter der griechischen Kolonisation gegründet. Dem griechisch-römischen Einfluss verdankt die Stadt ihren schachbrettartigen Grundriss.
Typisch für die in der Nähe des Meeres gelegenen Straßenzüge sind die weiß gestrichenen Häuser. Die teilweise mondäne Architektur erinnert an das alte Seebad im Zarenreich.
Seit mehr als hundert Jahren ist Batumi Seehafen für den Erdölexport. Das Öl gelangt traditionell per Pipeline oder Bahn aus Baku und wird hier, vor der Verschiffung, raffineriert. Mit der Errichtung des Terminals Supsa und der Baku-Ceyhan-Pipeline verliert der Ölhafen Batumi aber langsam an Bedeutung."
Mehr und natürlich die Fotos: Batumi / ბათუმი (CauCasus-Pictures.Blogspot)
Tuesday, February 20, 2007
Heidi Tagliavini: Frieden stiften in ausweglosen Situationen
Botschafterin Heidi Tagliavini im Gespräch mit Norbert Bischofberger
In ausweglosen Situationen das Gespräch suchen und Frieden stiften, das ist der Job der Schweizer Topdiplomatin Heidi Tagliavini. Sie war Sonderbeauftragte des UNO-Generalsekretärs für Georgien und Leiterin der UNO-Beobachtermission in Tiflis. Im ersten Tschetschenien-Krieg hat sie in Grosny das Elend im Kaukasus hautnah miterlebt. Seit Kurzem ist sie stellvertretende politische Direktorin in der Politischen Direktion des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). In der «Sternstunde Philosophie» gibt Heidi Tagliavini am Beispiel des Kaukasus Einblick in die Chancen und Grenzen der Diplomatie.
Sunday, January 14, 2007
Bei sich daheim, auf dem Dach seines Hauses in der georgischen Hauptstadt Tiflis, hat Pako Sonnenkollektoren installiert. In seinem Bücherregal stehen Rücken an Rücken neben den Klassikern der georgischen Literatur die Werke von Herder, Humboldt und Heidegger. Ökologie und Philosophie - beides hat für ihn etwas mit dem Bewußtsein für Unabhängigkeit zu tun.
Wie wird die Stellung von Georgien in der zukünftigen Welt sein? Welche Gefahren bringt eine totale Globalisierung mit sich? Das sind Fragen, die den 26jährigen schon lange intensiv beschäftigen: mehr >>> www.sommerkurse-weimar.de
Sunday, April 09, 2006
Die Präsidentin des Goethe-Instituts, Jutta Limbach, verlieh die diesjährigen Goethe-Medaillen an die Dramaturgin und Übersetzerin Vera San Payo de Lemos (Portugal), an den Schriftsteller und Philosophen Giwi Margwelaschwili (Deutschland/Georgien) und an den Schriftsteller und Lyriker SAID (Deutschland/Iran). Mit der Goethe-Medaille, die als offizieller Orden der Bundesrepublik anerkannt ist, zeichnet das Goethe-Institut herausragende Persönlichkeiten für ihr besonderes Engagement im internationalen Kulturdialog aus.
Vera San Payo de Lemos wurde für ihre Vermittlung deutschsprachiger Literatur und für ihren Einsatz für das deutschsprachige Theater in Portugal geehrt. Durch ihre umfassenden literaturwissenschaftlichen Kenntnisse sowie ihr Gespür für die Vermittlung dramatischer Inhalte ist es ihr gelungen, der portugiesischen Öffentlichkeit und Fachwelt die zeitgenössische deutsche Dramatik näher zu bringen. Laudator João Barrento, Essayist, Übersetzer und Professor für Germanistik und Komparatistik, betonte Lemos’ „entscheidende Rolle als Vermittlerin von Autoren aus dem deutschsprachigen Raum“. Mit ihrer „bahnbrechenden Arbeit“ habe sie „den innovativen Rahmen für ein völlig anders geartetes Bewusstsein der Theaterpraxis in Portugal“ gesetzt.
Giwi Margwelaschwili (zweiter von links) wurde für sein Leben und sein literarisches Werk ausgezeichnet, das beispielhaft für Künstler steht, die sich im Exil für die verbindende Kraft der Literatur engagieren. Der Sohn georgischer Einwanderer, dessen Vater im Gulag umkam und der selbst ins Internierungslager Sachsenhausen verschleppt worden war, hat durch sein künstlerisches Schaffen aktiv zur Verständigung zwischen Georgien und Deutschland beigetragen. „Für Giwi Margwelaschwili, den das ‚Unglück der umgekehrten Emigration’ beugte, aber nicht brach, war die deutsche Sprache eine Zuflucht und die sich stapelnden Manuskripte eine stumme, weil unveröffentlichte Auflehnung gegen das beherrschende Thema“, so der Laudator Christian Bode, Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, über den Geehrten.
SAID, den Schriftsteller, Lyriker und ehemaligen PEN-Präsidenten, ehrt das Goethe-Institut gleichermaßen für seine Vermittlerrolle in den Beziehungen zwischen Deutschland und Iran wie für seinen unverwechselbaren und bereichernden Beitrag zur Formensprache in der deutschen Literatur. Als „Seiltänzer zwischen zwei Kulturen“ beschreibt ihn der Übersetzer, Lyriker und Leiter der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius in seiner Laudatio. „Das Leben des Exilanten besteht aus Sehnsüchten, zermürbenden Rückschlägen, irrationalen Hoffnungen. SAID hat in vielen seiner Bücher – durch das Prisma der eigenen Geschichte – sich unerschrocken den brennenden Problemen unserer Zeit gestellt“, so Sartorius. Als „Brückenbauer“ und „unbestechlicher Chronist“ lege er mit „großer Fabulierlust“, „grenzenloser Phantasie“ und viel „Sprachsensibilität den Finger auf die Schnittstellen, die Wunden, die Konflikte unserer Welt“.
Die Festrede zur Verleihung der Goethe-Medaille 2006 widmete die Theologin und ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Antje Vollmer, dem Thema „Goethe und das Theater“. Dabei erinnerte sie an die soziale und politische Dimension des Theaters: „In der gegenwärtigen Epoche der drohenden Kulturkämpfe, Zivilisationsbrüche und Religionskriege wäre es ein kultureller und politischer Irrsinn, ein solches Theater mit seiner Funktion für das Gemeinwesen nicht mehr zu verstehen oder gar seine Existenz zu riskieren.“ Das zeitgenössische Theater, das sich aktuell in einer schwierigen Situation befinde, könne von den drei mit der Goethe-Medaille ausgezeichneten Persönlichkeiten profitieren: „Unsere Preisträger können uns allemal helfen, wieder den Blick von außen auf unsere Theaterlandschaft und unsere Sprache zu werfen. Genau genommen ist das etwas, was sich gut von Goethe lernen lässt: Wage den Blick von außen auf dein Land und seine Tradition!“ Weitere Informationen zur Verleihung der Goethe-Medaille 2006 unter:
http://georgien.blogspot.com/2006/01/goethe-medaille-fr-giwi.html
Uwe Rieken/Institutsleiter
Goethe-Institut Tbilissi
Sandukeli 16
0108 Tbilisi/Georgien
Tel: +995 32 938945/920154/933178
direkt: +995 32 921943
Fax +995 32 934568
URL: http://www.goethe.de/tbilissi
Deutsche in Georgien: http://www.goethe.de/georgica
Wednesday, March 08, 2006
Merab Mamardashvili (მერაბ მამარდაშვილი in Georgian. 1930-1990) was a Georgian philosopher, Doctor of Sciences (1968), Professor (1972). He was born in Gori (Eastern Georgia). In 1955 he graduated from the Faculty of Philosophy of the Moscow State University. In 1955-1987 he was a Deputy Editor of the scientific journal "Voprosi Filosofii" ("Questions of Philosophy"), a Professor of the Moscow State University and a Senior Research Fellow of the Moscow Institute of Philosophy of the Russian Academy of Science. In 1987-1990 Mamardashvili was head of the Department of the Tsereteli Institute of Philosophy of the Georgian Academy of Sciences and Professor of the Tbilisi State University. In May 2001 a monument to him was unveiled in Tbilisi.
Bibliography
Forms and Contents of Thinking (1968)
The Problem of Objective Method in Psychology (1977)
Classic and Non-classic Ideals of Rationality (1984)
Phenomenology and its Role in Contemporary Philosophy (1988)
Conscious and the Philosophical Calling (1988)
Cartesian Thoughts (1999)
See also
List of Georgians
External links
A 1989 Interview from The Civic Arts Review journal of Ohio Wesleyan University] ]
About the monument
Monday, February 27, 2006
Free eBooks
With Every Order!An Outlaw Summary: 1996 Nobel Prize nominee, a famous Georgian writer Chabua Amiredjibi is a briliant representative of contemporary Georgian literature. His novel "An Outlaw", (original title: Data Tutashkhia) is translated and published into world's 29 languages. As a critic says: "Chabua Amiredjibi's work is a restless quest for the essence of the human existence...". The reader will enjoy both adventure and philosophical sides of this true masterpiece on the background of the beginning of 20th century Georgia.
Reader Review: Amazing story of Data Tutashia - The Outlaw - written by one of the best writers of the XXth Century. I am glad to see it made available in English. I myself read in Romanian a long time ago. I liked it so much I took the book with me when I immigrated to the US twelve years ago. I still read it once in a while, and it's still just as incredible. I highly recommend it.
[more ...]
Tuesday, January 24, 2006
Am 22.3.06 wird dem deutsch-georgischen Schriftsteller Giwi Margwelaschwili in Weimar die Goethe-Medaille überreicht werden!
Giwi Margwelaschwili: Georgischer Schriftsteller und Philosoph!
Giwi Margwelaschwili wurde 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. Seine Mutter starb früh. Sein Vater lehrte Philosophie und Orientalistik an der Kaiser-Wilhelm-Universität und war Mitarbeiter der georgischen Emigrantenzeitung „Kaukasus“. Giwi besuchte, bedingt durch die Bombardierung Berlins, das Fichte-, Moltke-, Ernst- Moritz Arndt- und Bismarckgymnasium.
Im Februar 1946 wurde Giwi zusammen mit seinem Vater vom sowjetischen Geheimdienst NKWD aus dem westlichen Sektor in die Ostzone entführt. Der Vater wurde in Russland oder Georgien erschossen. Giwi kam nach sechs Wochen Bunkerhaft in das sowjetische KZ „Sachsenhausen“. Im Herbst 1947 wurde er nach Georgien entlassen.
Giwi lernte in kurzer Zeit Russisch und Georgisch und studierte Germanistik. Von 1954 bis 1970 arbeitete am Pädagogischen Fremdspracheninstitut in Tbilissi als Deutsch- und Englischlehrer. In dieser Zeit entstanden seine ersten Romane. 1960 besuchte ihn Heinrich Böll und war beeindruckt vom ersten Band des „Kapitän Wakusch“. Er bot Giwi seine Hilfe an und bat um das Manuskript, doch Giwi wollte ihn nicht in Schwierigkeiten bringen und wagte diesen Schritt nicht.
1971 wurde Giwi Margwelaschwilis an das Philosophische Institut der Georgischen Akademie der Wissenschaften berufen. Es entstand ein umfangreiches philosophisches Werk mit Arbeiten vor allem zur deutschen Phänomenologie. Von 1970 bis 1980 war Giwi Margwelaschwili mit der Germanistin und Schriftstellerin Naira Gelaschwili verheiratet. 1975 wurde ihre Tochter Anna geboren.
Im November 1983 lernten sich Giwi und der Ostberliner Bürgerrechtler Ekkehard Maaß kennen. Ekkehard Maaß, der nun jedes Jahr den sonderbaren Schreiber auf seiner „Wartburg“ in Tbilissi besuchte, lud Giwi in die DDR und später in das vereinigte Deutschland ein und half ihm bei der Veröffentlichung der ersten Bände seines umfangreichen literarischen Werkes und bei der Rückkehr nach Berlin. Giwi Margwelaschwili war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und des DAAD. Er war Stadtschreiber in Saarbrücken und Rheinsberg und nahm an vielen internationalen literarischen Konferenzen und Kongressen teil. 1994 wurden ihm die deutsche Staatsbürgerschaft und ein Ehrenstipendium des Bundespräsidenten verliehen. Er ist Mitglied des PEN. Im Dezember 1995 erhielt er für sein Gesamtwerk den Brandenburgischen Literatur - Ehrenpreis.
Über ihn wurden drei Filme gedreht:
Holger Kulik, Aspekte, 1990; Petra Tschörtner, Herr Giwi und die rückläufige Emigration, Deutschland, 1997; Irene Langemann, Zwischen hier und dort, Deutschland, 1997;
Veröffentlichungen auf Georgisch oder Russisch:
Die Sujetzeit und die Zeit der Existenz,Tbilissi,1973; Das Existenziale und das Kategoriale in der Ontologie Martin Heideggers; Tbilissi, 1975; Das Problem der Finalität in den Ontologien Nikolai Hartmanns und Martin Heideggers, Tbilissi, 1982; Zuschauerräume, in „Gantiadi“, Nr. 5, Tbilissi, 1986; Philosophische Arbeiten (5 Bde.), Tbilissi, 1999-2001; Muzal, Tbilissi, 2001; Kapitän Wakusch, erster Band, Tbilissi, 2005;
Veröffentlichungen in deutscher Sprache:
Reportagen aus verschiedenen Bedeutungswelten, in: Ariadnefabrik, 3. Jahrgang, III Berlin, 1988; Das Erinnerungsweltschachturnier u. Ohne Impressionalien, in: Lettre international, Heft 6, Berlin,1989; Heldenleben, Heldentod, in: CONstruktiv, Heft 12, Berlin, 1991; Muzal - ein georgischer Roman, Inselverlag Fr.a.M.,1991; v Das böse Kapitel, Erstes Buch des Romanzyklus Die Große Korrektur, Rütten & Loening, Berlin,1991; Zuschauerräume, Autorenkollegium, Berlin,1991; Kapitän Wakusch, Erster Band: In Deuxiland, Autobiographischer Roman, Südverlag, Konstanz, 1991; Kapitän Wakusch, Zweiter Band: Sachsenhäuschen, Südverlag, Konstanz, 1992; Der ungeworfene Handschuh, Rütten & Loening, Berlin,1992; Die Verunsicherung als ontotextologisches Problem, in: Das verunsicherte Europa, Hilmar Hoffmann, Dieter Kramer (Hg.), Verlag Anton Hain, Frankfurt/M, 1992; Leben im Ontotext - Poesie - Poetik - Philosophie, federchenverlag, Neubrandenburg,1993; Gedichtwelten-Realwelten, Fußnote 28, Bamberg, 1994; Der Bildweltrahmenfrieden und der Bildweltrahmenkrieg, in: Mit dem Fremden leben?, Lew Kopelew (Hg.), Bundverlag, Köln 1994; Ein Stadtschreiber hinter Schloss und Riegel, Rheinsberger Bogen 1, Kurt Tucholsky Gedenkstätte Schloss Rheinsberg, 1995; Der Kontinent Europa als geo-noetischer Topos, in Suchbild Europa - künstlerische Konzepte der Moderne, J. Wertheimer (Hg.), Rodopi IFAVL 12, 1995; Verlautbarungen der Versweltverwaltung, in „Sinn und Form“, 47. Jahr, Viertes Heft, Berlin, 1995; Ein Puff in der Verswelt / Phaon, in: Die mir nicht verliehenen Preise häufen sich beträchtlich, zum 70. Geburtstag von Henryk Bereska, Corvinus Presse, 1996; Über ein befreiendes Erlesnis von einsamen Gedichtweltpersonen, in: Was über dich erzählt wird, Festschrift für Elke Erb, Corvinus Presse, 1998;










