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Thursday, October 31, 2013

RADIO: Margwelaschwili ist neuer Präsident Georgiens (srf.ch)


(srf.ch) Mit Georgi Margwelaschwili wählt Georgien einen Vertrauten von Premier Bidsina Iwanischwili zum Präsidenten. Dieser erhält dadurch praktisch uneingeschränkte Macht.

Mit Sekt und Autokorsos feiern die Anhänger der georgischen Regierung den Sieg ihres Kandidaten bei der Präsidentenwahl. Auch das Lager des scheidenden Amtsinhabers Michail Saakaschwili gratuliert.


Der frühere Bildungsminister Georgi Margwelaschwili hat die Präsidentenwahl mit dem absoluten Mehr gewonnen, wie die Wahlkommission in Tiflis bekannt gibt. Der Vertraute von Regierungschef Bidsina Iwanischwili leitet nun den ersten demokratischen Wechsel an der Staatsspitze ein.

Uneingeschränkte Macht für Iwanischwili

Die Abstimmung galt als wichtiger Test für Iwanischwili. Der Milliardär hatte die Parlamentswahl mit seinem Sechs-Parteien-Bündnis "Georgischer Traum" vor über einem Jahr gewonnen. Es zwang die Vereinigte Nationalbewegung Saakaschwilis in die Opposition. Mit der Wahl seines Vertrauten zum Präsidenten bekommt er der Regierungschef nun praktisch uneingeschränkte Macht.
Der neue Präsident wird künftig nur eine repräsentative Rolle spielen. Den nach der Wahl tritt eine Verfassungsänderung in Kraft, die die wichtigsten Machtbefugnisse auf das Amt des Regierungschefs überträgt. Experten warnen vor einem neuen Machtmonopol. 

Ein zuverlässiger Politiker 

Laut SRF-Korrespondent Peter Gysling haben die Georgier mit Margwelaschwili keine Person mit grosser Ausstrahlung ins Präsidentenamt gewählt.
«Das Volk hat heute vor allem sein Vertrauen ausgesprochen gegenüber dem politischen Wechsel im Land.» Viele Georgier hätten genug von allzu charismatischen Persönlichkeiten, erklärt Gysling weiter. Die Georgier wollten keine Führerfiguren, sondern zuverlässige Sachwalter und Politiker.


Saturday, October 26, 2013

PODCAST: Hoffen auf den «Georgischen Traum». Von Peter Gysling (srf.ch)

(srf.ch) Ende einer Ära in Georgien: Präsident Micheil Saakaschwili muss abtreten. Der gefallene Held macht den Weg frei für die aufstrebende politische Kraft, das Bündnis «Georgischer Traum».

Erstmals steht Georgien vor einem demokratischen Wandel an der Staatsspitze. Rund 3,5 Millionen Wahlberechtigte wählen am Sonntag den Nachfolger des amtierenden Präsidenten Micheil Saakaschwili. Der 45-Jährige darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten.

Einst als gefeierter Held mit der Rosenrevolution 2003 an die Macht gekommen, hatte der westlich geprägte Saakaschwili Hoffnungen auf einen demokratischen Wandel genährt. Diese Zeiten sind vorbei: «Saakaschwili wird von vielen verachtet, da er immer autoritärer geworden ist», sagt SRF-Korrespondent Peter Gysling.

Sinkender Stern

Die ersten Kratzer erhielt Saakaschwilis Image bereits 2008. Die EU machte ihn damals für den verlorenen blutigen Südkaukasus-Krieg gegen Russland verantwortlich. Sein politischer Niedergang nahm vor einem Jahr seinen Lauf. Bei den Parlamentswahlen verlor er überraschend gegen den schwerreichen Herausforderer Bidsina Iwanischwili und dessen Allianz «Georgischer Traum».

Das Bündnis dürfte auch bei diesen Wahlen siegreich sein. Es tritt mit dem bisherigen Bildungsminister Georgi Margwelaschwili an – einem engen Vertrauten von Iwanischwilis.

Aufbruchstimmung vor einem Jahr

Die politische Neuausrichtung fing bereits vor einem Jahr an: «Seither hat der Präsident eigentlich nur noch eine symbolische Funktion. Die Entscheidungen werden nun vom Parlament gefällt», sagt Gysling.

«Die Stimmung ist seitdem spürbar besser geworden», betont der Korrespondent. Ihm pflichtet der Schweizer Botschafter Günther Bächler bei: «Man spürte im ganzen Land ein Aufatmen. Der Druck betreffend Menschenrechte und Gefängnisse der früheren Regierung war gross. Dieser fiel von einem Tag auf den andern weg.»

Daneben haben sich auch die Beziehungen zu Russland verbessert. Mittlerweile gibt es wieder direkte Flugverbindungen zwischen Tiflis und Moskau. Auch Wein und Mineralwasser dürfen die Georgier wieder zu ihrem grossen Nachbarn exportieren.

Logistik nicht vorhanden

Dennoch: Auf seiner Reise durch Georgien ist Korrespondent Gysling auf grosse Armut gestossen. «In Tiflis sind viele Häuser verlottert und baufällig.» Strassen seien kaputt – Heizungen auch. Von den Landstrichen nicht zu reden, diese seien «gottverlassen», so Gysling.

Ein Grund sind die Handelsrouten. «Der Eisenbahnverkehr funktioniert praktisch nicht», so Gysling. Angedachte Projekte seien blockiert. «Viele Georgier leben weiterhin von der Selbstversorgung oder vom Tauschhandel.»

Egal in welcher Richtung das Land sich entwickelt, der grosse Mann hinter dem «Georgischen Traum» – Iwanischwili – wird voraussichtlich nicht mehr dabei sein. Der 57-Jährige will sich noch vor Jahresende zurückziehen, da er seine Aufgabe in der Politik erfüllt sieht. Wie die Wähler auf seine kürzliche Ankündigung reagieren, wird sich am Sonntag zeigen.

Sendung zu diesem Artikel


Tagesgespräch
SRF-Korrespondent Peter Gysling zur Präsidentenwahl in Georgien

Mittwoch, 23. Oktober 2013, 13:00 Uhr
Er war einer der Wortführer der Rosenrevolution in Georgien. Doch nach zwei Amtszeiten muss Präsident Michail Saakaschwili als Staatschef abtreten, das Volk wählt am Wochenende einen neuen. Was daran interessant ist, erklärt Peter Gysling. Er ist Gast von Susanne Brunner.

Aus Echo der Zeit von gestern, 18:00 Uhr

«Wir sollten uns in Georgien nicht nach Führer-Figuren sehnen»

«Wir sollten uns in Georgien nicht nach Führer-Figuren sehnen»
Das Parteienbündnis «Georgischer Traum» hat vor einem Jahr die Parlamentswahlen gewonnen und die Regierungsgeschäfte übernommen - und dürfte siegreich aus der Präsidentenwahl am Sonntag hervorgehen. Hat sich im vergangenen Jahr für die Menschen im Land etwas verändert? Eine Reportage.



Monday, August 12, 2013

PODCAST: Russland: Durchsuchung bei Menschenrechtlern in Sotschi. Von Peter Gysling (srf.ch)


Aus Echo der Zeit vom 26.07.2013, 18:00 Uhr

(srf.ch) In Sotschi wird im ganz grossen Stil gebaut. Es fliessen Milliarden für die Olympischen Winterspiele 2014. Doch davon sehen viele Fremdarbeiter wenig. Sie werden gezielt ausgebeutet. Die Menschenrechtsorganisation Memorial hat Beschwerde wegen schwerer Arbeitsrechtsverletzungen eingereicht.

Wednesday, January 02, 2013

FERNSEHEN. Nun auf 3sat - die Dokumentationsreihe zur Seidenstrasse vom SRF mit Georgien und Aserbaidschan (3sat.de)

Bidsina Ivanishvili, Präsident von Georgien, mit Peter Gysling © SRF-RetoVetterliSeidenstraße, Teil 2 (Georgien)
2. Januar 2013, 20.55 Uhr
Wiederholung:
6. Januar 2013, 16.30 Uhr
Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling
Von trinkfreudigen Bauern, felsenfesten Glaubensbrüdern, vergessenen Flüchtlingen und menschenfreundlichen Milliardären.

Auf Marco Polos Spuren reist der Kaukasus- und Zentralasienexperte Peter Gysling von Venedig bis nach Xi’an in China und vermittelt so auf ganz persönliche Weise den Charme und den Mythos des Reisens auf den historischen Handelswegen.

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein großes Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an.

Die zweite Etappe der siebenteiligen Reihe "Seidenstraße" führt durch Georgien - von Batumi über Tiflis nach Lagodekhi. Batumi, die Ferienmetropole am Schwarzen Meer, wird rigoros ausgebaut. Die neuen Casinos und Fünfsterne-Hotels wirken wie ein potemkinsches Dorf. In der wilden Bergwelt der Region Adscharien entdeckt Peter Gysling ein ganz anderes Georgien. Die Menschen dort leben von einer bescheidenen Landwirtschaft und wirken besonders engagiert und selbstbewusst. Im monumentalen Felskloster Vardzia betet Vater Lazare für Gott, für sein Land und für sein Volk. Der steilen Felswand wurden vor 800 Jahren Tunnel und Terrassen für bis zu 50.000 Menschen abgetrotzt, die Höhlenräume sind auf sieben Stockwerken labyrinthartig miteinander verbunden. Der 56-jährige Bidsina Iwanischwili hat in Russland mit Computern, Telefongeräten und einer Kreditbank ein Vermögen verdient.

Seit seiner Rückkehr nach Georgien versteht sich Iwanischwili als Menschenfreund. Er hat zahlreiche Staatsaufgaben finanziert und seinen Heimatbezirk Satschkere mit Geldsegen beglückt. Der öffentlichkeitsscheue Milliardär führt Peter Gysling durch seinen Tifliser Glaspalast, der eine schöne Kulisse für einen James-Bond-Film geben würde. Mit seinem Parteienbündnis hat Iwanischwili jüngst die Parlamentswahlen gewonnen. Sein Ziel: Hunderttausende von Arbeitsplätzen schaffen und Georgien von der Armut befreien.

Morgen:
3. Januar 2013, 20.15 Uhr
Wiederholung:
7. Januar 2013, 17.25 Uhr

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein großes Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an

Die dritte Etappe der siebenteiligen Reihe "Seidenstraße" führt durch Aserbaidschan, von Sheki über Naftalan nach Baku. Aserbaidschan ist berühmt für seine Teppichtradition. Die Zeiten der kleinen Familienbetriebe sind allerdings vorbei. Peter Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik in Sheki, einst die größte Seidenproduktionsstätte der Sowjetunion. Heute arbeiten dort rund 900 Weberinnen, fertigen in Handarbeit Baumwoll- und Seidenteppiche nach traditionellen Vorlagen und bewahren so das kulturelle Erbe. In der Stadt Naftalan tritt Schweröl ohne komplizierte Förderung an die Erdoberfläche. Das Kur-Baden im schwarzen Gold ist seit Sowjetzeiten ein Hit: Es hilft angeblich gegen Rheuma, Arthritis und Schuppenflechte. Peter Gysling gewinnt einen heiteren Einblick in die skurrile Welt der Ölwannen und Bademeister. Die Faszination des aserbaidschanischen Ölbooms erlebt er auch auf Neft Dashlari mitten im Kaspischen Meer: Es ist die größte Offshore-Plattform der Welt. Die Fotografin Rena Effendi nennt man "das soziale Gewissen Aserbaidschans". Sie dokumentiert in Bildern das Schicksal all jener, die trotz des Ölreichtums in Armut leben. Freie Wahlen und freie Medien gibt es nicht in Aserbaidschan. Als junger Mensch müsse man seine Wahl treffen, die schwerwiegende Konsequenzen haben könne: Zugunsten des autokratischen Präsidenten Rakhat Aliyev - oder zugunsten einer ersehnten freien Demokratie. Peter Gysling trifft eine unerschrockene Gruppe aus der Blogger-Szene in Baku.

Friday, November 23, 2012

DOK-SERIE: Auf der Seidenstrasse in Aserbaidschan. Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling. (sendungen.sf.tv)

(sf.tv/seidenstrasse) Die Seidenstrasse ist ein Netz von Strassen, die das Mittelmeer mit Ostasien verbindet. Auf ihr brachten einst Karawanen Seide, Schiesspulver und Papier von China nach Europa. Wo sich einst Karawanen durch den Staub schleppten, entstehen heute Schnellstrassen und Eisenbahnlinien. Folgen Sie unseren Reportern von Venedig nach Xi’an. In unserem Webdok und im Fernsehen, ab 9. November 2012, jeweils freitags, 21 Uhr, auf SF1.

DOK - Seidenstrasse vom 23.11.2012



Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein grosses Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstrasse, von Venedig nach Xi‘an. 

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

Folge 3: Von traumhaften Teppichen, heilenden Ölbädern, riesigem Rohstoff-Reichtum, vergessenen Vertriebenen und hinreissenden Liebesgeschichte

Freitag, 23. November 2012, 21.00 Uhr auf SF1

+++ 

Traumhafte Teppiche  

Aserbaidschan ist berühmt für seine Teppichtradition. Die Zeiten der kleinen Familienbetriebe sind allerdings vorbei. Peter Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik Sheki, einst die grösste Seidenproduktion der Sowjetunion. Heute arbeiten hier rund 900 Weberinnen, fertigen in Handarbeit Baumwoll- und Seidenteppiche nach traditionellen Vorlagen und bewahren so das kulturelle Erbe.

Heilendes Ölbad

In der Stadt Naftalan tritt das Schweröl ohne komplizierte Förderung an die Erdoberfläche. Das Kurbaden im schwarzen Gold ist seit Sowjetzeiten ein Hit: es hilft angeblich gegen Rheuma, Arthritis und Schuppenflechte. Das TV-Team gewinnt einen heiteren Einblick in die skurrile Welt der Ölwannen, in der ein Bademeister seinen Gast aufwändig vom Öl freischabt.

Schwarzes Gold 

Neft Daslari, der Ölfelsen mitten im Kaspischen Meer, ist die grösste offshore Plattform der Welt.  Hier erleben wir die Faszination des aserbaidschanischen Ölbooms. Nur wenige erhalten vom halbstaatlichen Ölkonzern eine Drehgenehmigung, dem Team von „SRF Seidenstrasse“ ist es gelungen. SOCAR übernimmt in der Schweiz die ESSO-Tankstellen und entwickelt sich zu einem der Hauptlieferanten für Gas und Öl für Europa.
 

Vergessene Vertriebene

Die Fotografin Rena Effendi nennt man „das soziale Gewissen Aserbaidschans“. Sie dokumentiert in Bildern das Schicksal all jener, die trotz des Ölreichtums Armut leiden. Rena Effendi zeigt dem Fernsehteam ein Betonfabrik, in der Vertriebene aus Berg-Karabach leben. Sie warten seit Jahren darauf, von der Regierung menschenwürdiges Dach überm Kopf zu erhalten. 

Mutige Blogger 

Freie Wahlen, freie Medien gibt es nicht in Aserbaidschan. Als junger Mensch müsse man seine Wahl treffen, die schwerwiegende Konsequenzen haben kann: Zugunsten des autokratischen Präsidenten Aliyev -  oder zugunsten einer ersehnten freien Demokratie. Peter Gysling trifft eine unerschrockene Gruppe aus der Blogger-Szene in Baku.
  

Hinreißende Liebesgeschichte
 
„Ali und Nino“ ist das aserbaidschanische Nationalepos, ein tragischer Liebesroman zwischen einer Christin und einem Muslim, an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien. Das TV-Team portraitiert ein modernes junges interreligiöses Paar: wir lernen Natalja und Tural kennen, ihren Alltag und die kulturellen Hürden, die das Liebespaar im eurasischen Knotenpunkt Baku auch heute noch überwinden muss. Im Hintergrund und an verschiedenen Schauplätzen schwingt das Nationalepos immer mit. 


Wiederholungen:
Samstag, 24. November 2012, 05.45 Uhr auf SF1
Sonntag, 25. November 2012, 14.05 Uhr auf SF1
Donnerstag, 03. Januar 2013, 20.15 Uhr auf 3sat
Sonntag, 06. Januar 2013, 17.15 Uhr auf 3sat
 

Friday, November 16, 2012

DOK-SERIE: Auf der Seidenstrasse in Georgien. Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling. - über Georgien und Aserbaidschan (sendungen.sf.tv)

(sf.tv/seidenstrasse) Die Seidenstrasse ist ein Netz von Strassen, die das Mittelmeer mit Ostasien verbindet. Auf ihr brachten einst Karawanen Seide, Schiesspulver und Papier von China nach Europa. Wo sich einst Karawanen durch den Staub schleppten, entstehen heute Schnellstrassen und Eisenbahnlinien. Folgen Sie unseren Reportern von Venedig nach Xi’an. In unserem Webdok und im Fernsehen, ab 9. November 2012, jeweils freitags, 21 Uhr, auf SF1.

DOK - Seidenstrasse vom 16.11.2012

Link: Interaktive WEB-Dokumentation

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein grosses Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstrasse, von Venedig nach Xi‘an. Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

Im Stadtpark von TiflisFolge 2: Von trinkfreudigen Bauern, felsenfesten Glaubensbrüdern, vergessenen Flüchtlingen und menschenfreundlichen Milliardären

Freitag, 16. November 2012, 21.00 Uhr auf SF1

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Boomendes Batumi 

Impression BatumiDie Ferienmetropole am Schwarzen Meer wird rigoros ausgebaut. Die neuen Casinos und Fünfsternhotels wirken wie ein potemkinsches Dorf, eine Kulisse, welche die wirkliche Situation der Stadt und des Landes kaschiert. Eter Turadse, engagierte Chefredaktorin der kritischen Zeitung Batumelebi, die gegen den staatlichen Pressestrom schwimmt, führt Peter Gysling durch protzige Baustellen, gegen die Bürgerproteste nichts auszurichten vermögen, und zeigt ihm die zerfallenden Hinterhöfe der Hafenstadt.  

Hochprozentige Reise
 
Peter Gysling mit Bauern auf dem GoderdzipassIn der wilden Bergwelt der Region Adscharien trifft Peter Gysling auf ein ganz anderes Georgien. Die Menschen, die von einer bescheidenen Landwirtschaft leben, wirken besonders engagiert und selbstbewusst.
 
Auf der abenteuerlichen Fahrt über den Goderdzipass begegnet das TV-Team dem umtriebigen Polizeiermittler Jumber Balkvadze, der nebenbei noch ein Gästehaus betreibt, und den feucht-fröhlichen Bauern, die Peter Gysling im hochgelegenen Krämerladen in die hochprozentigen Trinksitten einführen. 

Felsenfeste Glaubensbrüder

Das Felskloster Wardzia Das monumentale Felskloster Wardzia hat Nachwuchs bekommen, das georgisch-orthodoxe Christentum erlebt ein Revival der Blut-und-Boden-Tradition. Vater Lazare betet für Gott, für sein Land und für sein Volk. Der steilen Felswand wurden vor 800 Jahren Tunnel und Terrassen für bis zu 50'000 Menschen abgetrotzt, die Höhlenräume sind bis heute auf sieben Stockwerken labyrinthartig verbunden. Die göttliche Ruhe wird jedoch gestört: Georgien möchte seine marode Wirtschaft durch den Tourismus ankurbeln, Zufahrtswege werden ausgebaut, gefährliche Stellen abgesichert. 

Flüchtlinge in Gori

Mzia Gagloeva JojischviliBei Gori trifft Peter Gysling auf Mzia Gagloeva Jojischvili. Die 69-jährige Südossetin hat mit ihrem Mann, einem ethnischen Georgier, in Südossetien einen Hof betrieben. Bei Kriegsausbruch und ethnischen Säuberungen vor vier Jahren ist ihr die Flucht ins georgische Zentralland gelungen, von ihrem zurück gebliebenen Mann aber fehlt jede Spur. Die Rentnerin ist froh, dass ihr das IKRK hier ein Dach zum Überleben zur Verfügung stellt. Ihr Schicksal ist typisch für die vielen ungelösten Minoritätenprobleme im Kaukasus. 

Humorvoller Historiker

Peter Gysling und Lasha Bakradze In Tiflis besucht Peter Gysling seinen Freund Lasha Bakradze, Leiter des georgischen Literaturmuseums. Er ist ein humorvoller Historiker und vor allem auch ein äusserst geistreicher Mensch. Lasha zeigt ihm erstaunliche Dokumente, die wertvollen Aufschluss über das Leben und den kulturellen und religiösen Austausch auf der Seidenstrasse geben. Lasha erzählt in ironischem Klartext, warum die Georgier ein gespaltenes Verhältnis zu Russland haben und sich lieber nach Westen orientieren.

Georgisches Märchen

Bidsina Iwanischwilis Residenz in TiflisDer 56-jährige Bidsina Iwanischwili hat in Russland sehr erfolgreich mit Computern, Telefongeräten und einer Kreditbank geschäftet. Seit der Rückkehr nach Georgien versteht sich Iwanischwili als Menschenfreund, und hat - anfänglich noch heimlich - mit zig Millionen zahlreiche Staatsaufgaben finanziert und seinen Heimatbezirk Satschkere mit seinem Geldsegen beglückt. Der öffentlichkeitsscheue, milliardenschwere Mäzen führt Peter Gysling ganz selbstverständlich durch seinen Tifliser Glaspalast, der an James Bond-Filme erinnert. Mit seinem Parteienbündnis hat Iwanischwili jüngst die Parlamentswahlen gewonnen. Sein Ziel: Hunderttausende von Arbeitsplätzen schaffen und Georgien von der Armut befreien. 


Wiederholungen:
Samstag, 17. November 2012, 05.45 Uhr auf SF1
Sonntag, 18. November 2012, 14.05 Uhr auf SF1
Mittwoch, 02. Januar 2013, 21.00 Uhr auf 3sat
Sonntag, 06. Januar 2013, 16.30 Uhr auf 3sat
 
Mehr: sendungen.sf.tv/seidenstrasse

Friday, November 09, 2012

DOK-SERIE: Seidenstrasse. Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling. - über Georgien und Aserbaidschan (sendungen.sf.tv)

(sf.tv/seidenstrasse) Die Seidenstrasse ist ein Netz von Strassen, die das Mittelmeer mit Ostasien verbindet. Auf ihr brachten einst Karawanen Seide, Schiesspulver und Papier von China nach Europa. Wo sich einst Karawanen durch den Staub schleppten, entstehen heute Schnellstrassen und Eisenbahnlinien. Folgen Sie unseren Reportern von Venedig nach Xi’an. In unserem Webdok und im Fernsehen, ab 9. November 2012, jeweils freitags, 21 Uhr, auf SF1.

DOK - Seidenstrasse vom 09.11.2012

Link: Interaktive WEB-Dokumentation

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein grosses Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstrasse, von Venedig nach Xi‘an. Die erste Etappe führt von Venedig in Italien bis nach Trabzon in der Türkei. 

Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling

Eine Gondel vor der Rialtobrücke in VenedigFolge 1: Von geschichtsbewussten Kostümkünstlern, geschäftstüchtigen Chinesen, modernen und traditionellen Türken
Freitag, 9. November 2012, 21.00 Uhr auf SF1

Wiederholungen:
Samstag, 10. November 2012, 05.45 Uhr auf SF1
Sonntag, 11. November 2012, 14.05 Uhr auf SF1
Mittwoch, 02. Januar 2013, 20.15 Uhr auf 3sat
Sonntag, 06. Januar 2013, 15.45 Uhr auf 3sat

Mehr: sendungen.sf.tv/seidenstrasse

Friday, October 26, 2012

DOK-SERIE: Trailer "DOK - Seidenstrasse" ab 9.11.2012 auf SF 1 (videoportal.sf.tv)

(videoportal.sf.tv) In sieben Folgen macht Peter Gysling das Publikum bekannt mit den vielfältigen Kulturen und grossartigen Landschaften entlang der legendären nördlichen Route. Das Abenteuer führt die profilierten Kaukasus- und Zentralasien-Kennerinnen und -Kenner sowie alle Interessierten von Venedig nach Xi'an in China.

+++ Mit einem ausgesprochen tollem Team war ich unterwegs in Georgien. Es hat mir sehr viel Spass gemacht mit Helen Stehli Pfister, Chirtoph Müller, Peter Gysling, Reto Vetterl, Pascal Nufer, Laurent Stoop, Maja Kobaidze, Dinara Diana Maglakelidze, Jago Arabuli  zusammenzuarbeiten. Vor allem auf den zweiten Teil der Reportage über Georgien bin ich sehr gespannt, und dann auch auf den dritten Teil über Aserbaidschan, wo Alina Abdullayeva die Kontakte hergestellt hat ... Im Südkaukasus sind zu sehen u.a.: Vater Lazare im Höhlenkloster Wardzia, Bidsina Iwanischwili in Tbilisi, Eter Turadze in Batumi, Lasha Bakradze in Tbilisi, Rena Effendi in Baku und viele andere mehr . Dank auch durch die Unterstützung von kaukasus-reisen.de (Ralph Hälbig, 26.10.2012) +++

 

DOK - Seidenstrasse vom 19.10.2012


Ab 9.11. 2012 um 21.00 Uhr auf SF 1 

Friday, October 05, 2012

SCHWEIZER FERNSEHEN (SF): Milliardär an der Macht in Georgien. Peter Gysling bei Bidsina Iwanishvili (videoportal.sf.tv)

(videoportal.sf.tv) In Georgien kommt es zu einem Machtwechsel. Der neue starke Mann heisst Bidsina Iwanischwili. Der Geschäftsmann und Milliardär war bis anhin als Mäzen bekannt, der Schulen baute und in Georgiens Infrastruktur investierte. Iwanischwili hat «10vor10» vor den Wahlen durch seinen Prunkbau geführt.

Peter Gysling, Moskaukorrespondent des SF, besuchte ihn zusammen mit seinem Team (Reto Vetterli, Laurent Stoop, Maja Kobaidze und Ralph Hälbig) auf seiner Drehreise - entlang der Seidenstraße - in seiner Residenz in Tbilisi. Iwanishwili hatte damals gerade seine Partei "Georgischer Traum" gegründet und offen verkündet, dass er in die Opposition geht. Nun hat er die Parlamentswahlen überraschend gewonnen.

PODCAST (20 min): Peter Gysling zu den Wahlen in Georgien

10vor10 vom 02.10.2012