Wednesday, October 22, 2014

BOOK: Sergei Parajanov on photographs and stories by Youri Mechitov - Fr, 24.10. in the Newsroom Caffé in Tbilisi

Newsroom Caffé in Tbilisi
Lado Asatiani 13, 0105 Tiflis
On October 24, at 7pm Newsroom Caffe is pleased to invite you at the presentation of the Biographical Album "Sergei Parajanov on photographs and stories by Youri Mechitov"

The Album was issued in three languages: English, French and Russian and is enriched with photos.

Also, photo exhibition "Marcello Mastroianni visiting Parajanov" will be held in frames of the presentation.

Don’t miss the opportunity to purchase the signed Album from the author.

 

KONZERTE: "Die Fixen Nixen“ auf besonderer Tour: Berliner Frauenchor geht auf Konzertreise nach Georgien zusammen mit Tutarchela aus Rustavi

Der Berliner Frauenchor "Die Fixen Nixen" startet am 17. Oktober zu einer ganz besonderen Tournee: Die Gruppe von mehr als 20 Sängerinnen reist zusammen mit Chorleiter Ralf Sochaczewsky nach Georgien. Bei Konzerten in Tiflis, der Hauptstadt des östlich des Schwarzen Meeres gelegenen Landes, und Rustavi präsentiert der von Berliner Filmschaffenden gegründete Chor ein Programm mit georgischen und deutschen Volksliedern. Das Besondere: "Die Fixen Nixen" treten bei den Konzerten gemeinsam mit dem bekannten georgischen Frauenchor "Tutarchela" (Mondlicht) auf. 


Konzerte:
am 23.10.14 um 18:00
Musikschule Nr.1
Rustavi


24.10.14 um 18:00
Goethe Institut Georgien
Sandukeli Str.16
0108 Tbilisi


Wir kommen am 18.10. um 00:25 in Tbilisi an und fahren dann direkt am 18. Vormittags weiter nach Kachetien.
Zurück nach Tbilisi kommen wir am 22.10. im Lauf des Nachmittags.
Am 23. sind wir ab ca 11:00 in Rustavi zum Proben und danach zum Konzert.
Am 24. sind wir ab ca 13:00 oder 14:00 im Goethe Institut zur Probe und danach Konzert.


Kontaktiert werden können wir in Georgien über 

Tamuna Buadze  mobil: +995 99 21 31 45
oder unser Hotel in Tbilisi:
Hotel Oriental
17 Makhata Turn
Tbilisi / Avlabari
995 32 277 64 99
 


Links:
"Die Fixen Nixen“ auf besonderer Tour: Berliner Frauenchor geht auf Konzertreise nach Georgien

ENGLISH: Berlin women’s choir on a concert tour to Georgia

Kontakt für Presseanfragen / Contact for press enquiries:
Eva Plackner
Mobil: 0170 / 212 63 45
Mail: ep@ep­‐kuenstlermanagement.de 

AUSSTELLUNG: Das Schwarze Meer. Von Florian Bachmeier, Ramin Mazur und n-ost - 31.10. – 14.11.2014 in Berlin (mdf-berlin.de)

Florian Bachmeier: Pope Mihail segnet mit Hilfe seines Diakons das Wasser des Kanals in Vylkovo ganz im Süden der Ukraine.
(mdf-berlin.de) Das Schwarze Meer ist ein geografischer Raum, der Kulturen und Menschen seit jeher trennt und gleichzeitig verbindet. Er liegt in einer Region, in der einige Länder wie Bulgarien und Rumänien bereits Mitgliedsstaaten der EU sind, andere noch darauf warten oder in denen die Menschen für diese Perspektive sogar auf die Barrikaden gehen, wie in der Ukraine. Unser Projekt ist als eine fotografische Bestandsaufnahme angelegt, die sich dem Schwarzen Meer mal als Protagonist, mal als im Hintergrund agierende, aber dennoch treibende Kraft widmet.

Die Ausstellung zeigt u. a. Bilder von Krimtataren und deren Ringen um eine kollektive Identität, Porträts von Altgläubigen und Livopanern in der Südukraine, die jeden Tag Identitätskonflikte austragen, sowie die Bewohnerinnen und Bewohner des Donaudeltas in Rumänien, die versuchen, ihre traditionellen Lebensweisen beizubehalten. Menschen und Szenen aus der abtrünnigen Republik Transnistrien werden ebenso zu sehen sein wie das Leben an den Stränden Bulgariens.

Fotografie von Florian BachmeierRamin Mazur

Bildergallerie: mdf-berlin.de 

n-ost, Netzwerk für Osteuropa-berichterstattung
31.10. – 14.11.2014

Vernissage 31.10.2014 19:00 Uhr

Finissage 14.11.2014 19:00 Uhr
Ausstellungsort
Bulgarisches Kulturinstitut
Leipziger Straße 114
10117 Berlin

Mo–Fr 11–18 h
Öffentliche Verkehrsmittel

U2 Mohrenstraße, Bus 200, M48


Eintritt frei
Veranstalter
n-ost, Netzwerk für Osteuropa-berichterstattung
Neuenburger Straße 17
10969 Berlin
T 030 259 32 83 19
www.n-ost.org

Saturday, October 18, 2014

HISTORY: The Photographs of Dmitri Ivanovich Ermakov - Tiflis 1846 - 1916 (rolfgross.dreamhosters.com)

(rolfgross.dreamhosters.com) Dmitri Ivanovich Ermakov (RussianДмитрий Иванович Ермаков) (1846 – 1916) was a Russian photographer known for his series of the Caucasian photographs.

Ermakov was born in Tiflis to the Italian architect Luigi Caravaggio and a Georgian mother of Austrian descent. She remarried a Russian named Ermakov whose surname her son Dmitry took. Trained as a military topographer, he took part in the Russo-Turkish War (1877–1878). He then ran a photographic business in Tiflis. He traveled extensively as far as Iran and took part in several archaeological expeditions in the Caucasus, leaving a series of unique photographs. Thousands of his negatives are now kept at the museums in Tbilisi, Georgia

A longer text and a few photographs exist on the website of the Georgian Museum of Photography
(September 2010)


Since publishing the first version if my photo collection Dr. Tamás Sajó, Budapest, has called my attention to his web-blog on Ermakov with numerous additional photos from various sources. A well written biography accompanies the pictures. Dr. Sajo also refers to a digital gallery at the New York Public Library with 11 Ermakov photographs from the estate of George Kennan. 

Finally a new search for Ermakov revealed the existance of over 200 images of varying quality at Commons.Wikemedia.com. A selection of the best of these is now included in the second half of this webside.
(November 2010)



Table of Contents

Wednesday, October 15, 2014

ART: Artwork of Georgian Andro Wekua exhibited in London (agenda.ge)

(agenda.ge) The bizarre and uncanny work of a Georgian artist, who grew up amidst ethnic conflict in Georgia’s breakaway Abkhazia in the 1990s, is on display at a leading London art gallery.

Switzerland-based Georgian artist Andro Wekua is hosting his 11th solo exhibition and showcasing his latest work, which ranges from paintings, collages, drawings, sculpture and film. His work represented imaginary worlds of mystery and intrigue.

The exhibition, 'SOME PHEASANTS IN SINGULARITY', opened yesterday in its London debut at the Sprüth Magers art gallery and will run at the gallery until November 15.

Among his work were paintings that combined portraiture, abstraction and figuration.

The Georgian-born artist has had a successful career and his work was respected all over the world. His work was often based on his childhood memories growing up in Sukhumi, now in Georgia’s breakaway Abkhazia.

He witnessed the ethnic conflict in Abkhazia in the 1990s. His father was a Georgian political activist and was killed by Abkhaz nationalists during the 1989 Sukhumi riots.

Andro Wekua's exhibition 'SOME PHEASANTS IN SINGULARITY', opened yesterday in its London debut at the Sprüth Magers art gallery. Photo by Stephen White.

Exhibition SOME PHEASANTS IN SINGULARITY by Andro Wekua.

Sunset. Installation by Andro Wekua.

Black Sea Surfer. Installation by Andro Wekua.


BUCH: Keloglu, Giray unter Mitarbeit von Prof. Dr. Narthela Varshanidze: Das Goldene Vlies und seine Volksmedizin - Heilpflanzen und Heilkunde in Georgien

Keloglu, Giray unter Mitarbeit von Prof. Dr. Narthela Varshanidze, Associated Professor of Biology
University of Rustaveli – Batumi/Georgien
Das Goldene Vlies und seine Volksmedizin. Heilpflanzen und Heilkunde in Georgien
Geest-Verlag 2013, ca.610 S., 19,80 Euro

Das Buch gibt mit einer Auswahl von 150 Heilpflanzen einen Überblick über die Georgische Volksmedizin. Keine zufällige Auswahl, vielmehr vor allem Heilpflanzen, die auch in Deutschland bekannt sind. Dem Leser bietet sich damit die Möglichkeit, sein Wissen über die Anwen­dungsmöglichkeiten von Heilpflanzen zu erweitern oder auch ganz neu zu schaffen. Erklärtes Ziel des Autors ist es, das Wissen der Volksmedizin über die Wirkung der Heilpflanzen in einfacher und zugleich verantwortlicher Weise zu vermitteln. Zugleich vermittelt er uns damit ein Bewusst-sein zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und ihren wichtigen Ressourcen auch vor unserer Haustür.

Giray Keloglu knüpft mit seinem Buch über die Volksmedizin in Georgien an eige­ne Traditionen an, wurde sein Großvater doch in Tiflis geboren, sein Vater in Aser­baid­schan. Er selbst erblickte in Kars, in der Türkei, das Licht der Welt, lebt aber bereits seit seinem ersten Lebensjahr in Deutschland, wo er auch Schule und Aus­bildung absolvierte. Sein gesellschaftliches und ökologisches Engagement (Mitglied bei den Grünen, aktives Engagement in den Bereichen Um­weltschutz, Integration, Soziales und Ju­gend) führte ihn näher an Fragen der Volks­medizin und Heilkunde, ließ ihn eine Heilpraktiker- und eine Phyto­therapie-Aus­bildung bei Arnd Groeneveld absol­vie­ren. 2009 begann er mit den Arbeiten an die­sem Buch, seit 2010 mit Unterstützung der University of Rustaveli – Batumi / Georgien, insbesondere mit Prof. Dr. Narthela Varshanidze.

Die vorgestellten Heilpflanzen

1 Ackerschachtelhalm
2 Ackerstiefmütterchen
3 Adjarisches Alpenveilchen
4 Adlerfarn
5 Amerikanische Gleditschie
6 Bergminze
7 Birke
8 Bischofskraut
9 Blauer Eukalyptus
10 Bocks-Hauhechel
11 Breitwegerich
12 Chinesischer Tee
13 Chrysantheme
14 Dreiblättriger Fieberklee
15 Dreiteiliger Zweizahn
16 Echte Feige
17 Echte Goldrute
18 Echte Kamille
19 Echte Nelkenwurz
20 Echte Walnuss
21 Echter Alant
22 Echter Baldrian
23 Echter Ehrenpreis
24 Echter Eibisch
25 Echter Hopfen
26 Echter Lorbeer
27 Echter Seidelbast
28 Echter Wurmfarn
29 Echtes Johanniskraut
30 Echtes Leinkraut
31 Echtes Tausendgüldenkraut
32 Fichte
33 Flatter-Binse
34 Flohknöterich
35 Frauenmantel
36 Gartenbohne
37 Gartenpetersilie
38 Gemeine Schafgarbe
39 Gemeine Wegwarte
40 Gemeiner Dost (Oregano)
41 Gemeiner Fenchel
42 Gemeiner Kürbis
43 Gemeiner Spargel
44 Gemeiner Stechapfel
45 Gewöhnliche Berberitze
46 Gewöhnliche Rosskastanie
47 Gewöhnlicher Beifuß
48 Gewöhnlicher Schneeball
49 Gewöhnliches Hirtentäschel
50 Gewöhnliches Seifenkraut
51 Gewürzsumach
52 Goethe-Pflanze
53 Granatapfel
54 Griechische Baumschlinge
55 Große Klette
56 Gundermann
57 Gurke
58 Hanf
59 Heidelbeere
60 Herbstzeitlose
61 Herzgespann (fünflappig)
62 Himbeere
63 Huflattich
64 Hundsrose
65 Immergrüne Magnolie
66 Japanische Wollmispel
67 Kahles Bruchkraut
68 Kalmus
69 Kartoffel
70 Kastanienbraunes Zypergras
71 Kaukasische Fetthenne (Mauerpfeffer)
72 Kaukasische Linde
73 Kaukasische Schneerose
74 Kaukasische Tollkirsche
75 Kaukasisches Maiglöckchen
76 Kaukasusapfel
77 Kaukasus-Tanne
78 Keulen-Bärlapp
79 Kiefer Sosnovkii
80 Kirschbaum
81 Kiwi
82 Klebriger Salbei
83 Kleinblütige Königskerze
84 Kleines Immergrün
85 Knoblauch
86 Knollensellerie
87 Kolchischer Efeu
88 Koriander
89 Kornelkirsche
90 Kratzbeere
91 Krauser Ampfer
92 Kriechquecke
93 Kümmel
94 Lakritze (Süßholz)
95 Lorbeerkirsche
96 Löwenzahn
97 Mais
98 Meerrettich
99 Orthosiphon (Echter Katzenbart)
100 Paprika (Spanischer Pfeffer)
101 Passionsblume
102 Preiselbeere
103 Primel (Schlüsselblume)
104 Quitte
105 Radieschen
106 Rhododendron
107 Ringelblume
108 Rosafarbene Catharante
109 Rossminze
110 Rostfarbiger Fingerhut
111 Rote Bete
112 Roter Fingerhut
113 Rotklee
114 Sal-Weide
115 Sanddorn
116 Saumfarn
117 Scharfer Mauerpfeffer
118 Scheinhanf
119 Schiefer Schillerporling
120 Schlangen-Knöterich
121 Schöllkraut
122 Schwarze-Erle
123 Schwarze Johannisbeere
124 Schwarzer Holunder
125 Schwarzer Nachtschatten
126 Schwarzes Bilsenkraut
127 Sommer Knotenblume
128 Spitzwegerich
129 Strohblume, Stark durftende
130 Sumpfhelmkraut
131 Tintenfisch-Aloe
132 Vogelbeere
133 Vogelknöterich
134 Walderdbeere
135 Waldmeister
136 Wald-Sanikel
137 Wald-Ziest
138 Wasserpfeffer
139 Weinrebe
140 Weißbeerige Mistel
141 Weißdorn
142 Weißdorn (fünfgriffiger)
143 Weißer Germer
144 Weißkohl
145 Wermut
146 Wilde Malve
147 Wilde Möhre
148 Woronow Schneeglöckchen
149 Zitrone
150 Zitronenmelisse (Melisse)
151 Zwergholunder (Attich)

AmazonShop: Books, Maps, Videos, Music & Gifts About The Caucasus

Tuesday, October 14, 2014

VIDEO: Mariam Kandelaki - Urban Stories

Saturday, October 11, 2014

AUSSTELLUNG: Begegnung mit Pirosmani - Eröffnung am 21.10.2014 in Tbilisi



Die Georgisch-Deutsche Gesellschaft lädt herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung Pirosmani und die zeigenössische Kunst im Rahmen des Projekts Begegnung mit Pirosmani. 

Eröffnung der Ausstellung:

I. Teil - 21.10.2014, 16.00 Uhr, Georgisches Nationalmuseum, D. Schewarnadse National Galerie, Schota Rustavelli-Allee 11

II. Teil - 21.10.2014, 18.00 Uhr, Georgisches Nationalmuseum, I. Grischaschwili Historisches Museum, Tbilisi, (Karwasla-Gebäude), Sionistraße 8

TEILNEHMER:

Maler: Michael Augustinski, Inga Batatunashvili, Maka Batiashvili, Dorit Bearach, Joachim Böttcher, Heidi Brambach, Sophio Cherkezishvili, Levan Chogoshvili, Georges Fricker, Dieter Goltzsche, Karen Graf, Bernd Hahn, Volker Henze, Dagmar Hintzmann, Robert Honegger, Kote Jincharadze, Karlo Kacharava, Petra Kasten, Iosseb Kumsiashvili, Achim Niemann, Papuna Papaskiri, Bodo Rott, Thomas Schmidt-Dankward, Peter Schöttle, Matthias Schroller, Murtaz Shvelidze, Kakhaber Tatishvili

Zeichnerin: Doris Leue

Bildhauer: Valerie Buchow, Klaus Duschat, Vladimer Imerlishvili, Gudrun Kühne, Johannes Leidenberger, Andreas Theurer

Keramik: Nino Kalandia, Gudrun Sailer

Video: Volker Henze

Collage: Mischa Pitskhelauri

Fotografen: Archil Kikodze, Lasha Meskhi, Thea Nili

Schriftsteller: Shalva Bakuradze, Bela Chekurishvili, Ela Gochiashvili, Norbert Hummelt

Galeristinnen: Kathleen Krenzlin, Sigrid Walther-Goltzsche

Literaturabend im Rahmen des Projekts Begegnung mit Pirosmani [facebook.com]

Begegnung mit Pirosmani [facebook.com]

Friday, October 10, 2014

GEORGIAN SINGER: Ohne Dich- Rammstein (Tutarchela Childrens Choir, COVER)

Tutarchela Childrens Choir singing "Ohne Dich" by Rammstein
Sololist: Mariam Baratashvili

KUNST: Zeichen und Wunder - Gruppenausstellung mit Künstlern aus der Schweiz und aus Georgien. Von Ewa Hess (blog.tagesanzeiger.ch)

(blog.tagesanzeiger.ch) Ein unsichtbarer Faden verbindet das ferne Georgien und die Schweiz. Vielleicht weil es zwei kleine Länder mit einigen sehr reichen Einwohnern sind. Und weil sie beide Kunst lieben. Die Eröffnung von «Echolot» im Ausstellungsraum Binz 39 war jedenfalls geprägt von prickelnder Nostalgie und kluger Gesellschaftsanalyse.

Was: Echolot, Gruppenausstellung mit Künstlern aus der Schweiz und aus Georgien
Wann: Donnerstag, 2. Oktober
Wo: Ausstellungsraum der Stiftung Binz 39, Sihlquai 133 in Zürich 

Die beiden Kuratorinnen von «Echolot»: Irene Grillo (Binz 39) und die georgische Nachwuchskuratorin Ana Gabelaia (rechts). Links: Gönnervereinsleiter Dr. med. Gianni Garzoli

Bice Curiger hat 1995 den georgischen Bazillus in Zürich ausgesetzt. Mit der Ausstellung «Zeichen und Wunder» im Kunsthaus feierte sie den grossen georgischen Naiven Niko Pirosmani im Kreise zeitgenössischer Westler. Auch wenn «Der Bund» damals heutige Grössen wie Robert Gober und Katharina Fritsch als minderwertig abkanzelte, Pirosmani vergass man hierzulande nie mehr. 

Von links: Thomas Haemmerli, Alena Boika: Sowjetische Mosaiken in Georgien; Frances Belser: «Love Letters to a Eurodream»; Monika Stalder: «76 Postcards»
Der frisch gewählte Leiter der Kunsthalle Zürich, Daniel Baumann, erforschte später erfolgreich den georgischen Modernismus, eine Blütezeit der Kunst in der kurzen Periode der georgischen Unabhängigkeit 1918–1921, kurz vor der Sowjetisierung des stolzen Landes. Und als Henry F. Levy, der Gründer der Binz 39 und grösster privater Künstlerförderer der Schweiz, 2011 begann, in Zusammenarbeit mit Georgien Austausch-Ateliers für Schweizer und Georgier anzubieten, wandelte sich die Verwandtschaft in einen Strom kontinuierlicher Beeinflussung und Befruchtung.


Künstler Mark Divo, Journalist, Filmer und Künstler Thomas Haemmerli, rechts: Ana Roldan vor ihrem Werk «Different Orders»


Eigentlich wollte man mit dem «Echolot» die Früchte dieses Austausches feiern. Doch als die Binz-39-Stipendiatin Ana Gabelaia ans Kuratieren der Ausstellung ging, nahm sie mit grosszügiger Geste noch einige weitere Georgien-Grenzgänger dazu. Nicht zuletzt Thomas Haemmerli, den Journalisten mit untrüglichem Gespür für Zeitphänomene, bekannt für seinen Kult-Dok-Film «Sieben Mulden und eine Leiche». Aber auch den grossen Koka Ramischwili, den in Genf lebenden georgischen Multimedia-Künstler.

Die Ausstellung geht mit einer Audio-Installation «Thermophon» von Monika Schori und Franziska Koch los. Noch bevor man die Treppe zum Ausstellungsraum hochsteigt, hört man schon den treibenden Rhythmus, der die industrielle Vergangenheit eines Quartiers von Tiflis evoziert. Lisa Biedlingmaier, eine in Zürich lebende Tochter deutsch-georgischer Aussiedler, hat Spracherwerbsituation als eine universelle Metapher der Völkerverständigung (oder eben Völker-Missverständigung) inszeniert.

Als wir die Ausstellung verlassen, steigt Henry F. Levy munteren Schrittes die von Monika Stalder mit Rauten verzierte Treppe hoch. Der 89-jährige Geschäftsmann ist als Kind von einer vermögenden jüdischen Familie aus Köln vor dem Krieg nach England gerettet worden. Seit er in der Schweiz lebt, hat der ehemalige Knopf- und Schuhfabrikant einen beträchtlichen Teil seines persönlichen Vermögens in Künstlerförderung investiert. Wer ihn gutgelaunt die steile Treppe hochsteigen sieht, sieht einen schönen Beweis für die Behauptung der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig, die Kunst würde einen ewig jung halten. 

Künstlerin Lisa Biedlingmayer mit Andreas Hagenbach (der zurzeit eine Ausstellung an einer Ausstellung im Kunstraum Baden teilnimmt), rechts: Stiftungsgründer Henry F. Levy folgt Stalders Rautenmustern die Treppe hoch.
Die von Levy gegründete und von seiner Frau Lucia Coray bis heute geführte Förderstiftung ist so etwas wie der schnelle Brüter der Schweizer Kunstszene. Ohne Kommissionsaufwand und Einmischung der öffentlichen Hand haben Binz-Betreiber mit einer so sicheren Hand ihre Stipendiaten ausgewählt, dass kaum eine Grösse des helvetischen Kunstwunders nicht ein ehemaliger Binzler ist. Ugo Rondinone, Olaf Breuning, Nic Hess, Urs Fischer, Zilla Leutenegger, auch unsere nächstjährige Vertreterin in Venedig, Pamela Rosenkranz, gehören dazu. Kein Wunder behalten Kuratoren und Sammler den unscheinbaren Ausstellungsraum am Sihlquai 133 fest im Auge.

An der aktuellen Ausstellung bildet Haemmerlis Projekt einen Mittelpunkt. Er hat sich gemeinsam mit Alena Boika auf die Suche nach den sowjetischen Mosaiken in Georgien gemacht und immenses Archivmaterial über diese dekorativ zerfallenden Zeitzeugen aus den 70er-Jahren zusammengebracht. Ein Buch und Film zum Thema sind in Vorbereitung. Pikantes Detail: Der Star der sowjetischen Mosaikszene in Georgien war der heute in Putins Russland gefeierte Kitsch-Bildhauer Zurab Tsereteli, bekannt für sein den Fluss Moskwa in Moskau verunstaltendes Mahnmal Peters des Grossen. 

Von links: Ana Roldan: «Different Orders»; Koka Ramishvili: ein Still aus dem Video «Drawing lesson»; Lisa Biedlingmaier: «Bitten, auffordern und sich bedanken»
Damit die Schmelztigel-Stimmung noch dichter wird, hat die Schweiz-Mexikanerin (und Haemmerlis Lebensgefährtin) Ana Roldan in ihrer Arbeit «Different Orders» dem Ganzen noch einen Schuss lateinamerikanische Würze hinzugefügt. Ausgehend von den Lehren des mexikanischen Modernisten Adolfo Best Maugard hat sie den fotografierten Exponaten aus einem archäologischen Museum in Georgien eine Hyperordnung aus Zeichen und Formen aufgesetzt.

Die Vernissage platzt aus allen Nähten. Polyglotter Vernissagentalk und ernsthafte Politdiskussionen wechseln sich ab. Die blauhaarige Gabelaia und Binz' Hauskuratorin Irene Grillo machen charmant die Honneurs. Die georgische Nachwuchskuratorin fliegt schon am nächsten Tag nach Tiflis zurück. Derweil bereitet sich Künstlerin Lisa Biedlingmaier auf ihre Teilnahme am Artisterium 7 vor, so etwas wie der georgischen Biennale, nur, dass sie jedes Jahr stattfindet. Einige sind gekommen, um Haemmerlis Mosaikenschatz zu bewundern: der zwischen Tschechien und Zürich pendelnde Künstler Mark Divo («Im Bett mit Mark Divo»), Michael Steiners Drehbuchautor Michael Sauter («Sennentuntschi», «Missen-Massaker»), Künstler und Cutter Daniel Cherbuin (hat Haemmerlis Film geschnitten). Für alle Interessierten: Haemmerli hält am 16. Oktober um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema. Nicht verpassen. 

Der Künstler Koka Ramischwili vor seiner Video-Installation, die kleinste Besucherin vor der Flimmerkunstkiste.
Koka Ramischwilis Video-Installation «Drawing Lesson», eine virtuose Verquickung von Zeichnung und Video, erfreut sich grosser Popularität, auch unter den allerjüngsten Besuchern: Wie gebannt sitzt ein kleines Mädchen vor der Flimmerkunstkiste. Das Geräusch des zeichnenden Bleistifts erzeugt eine geheimnisvolle Soundkulisse. Ramischwili ruft in Vernissagenbegeisterung die zeitgenössische Kunst zur Universalsprache unserer Zeit aus. Tückisch nach seinem Verhältnis zu den Mosaiken aus der Sowjetzeit gefragt, antwortet er mit entwaffnender Ehrlichkeit: Es stimme zwar, dass man in Georgien nicht so gerne an die Sowjetzeit erinnert werde. Doch die Mosaiken begleiteten mit ihrer suggestiven Ikonografie (Pioniere, Traktorfahrer, Arbeitshelden) die Kindheit eines so manchen Bewohners des Landes. Sie zu hassen, würde heissen, die eigene Kindheit zu verraten.

Das sind versöhnliche Töne! Vielleicht sollte man nächstens einen russisch-ukrainischen Austausch ins Zentrum einer Schau rücken. Denn dank der Kunst, da haben Ramischwili und Curiger recht, geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder, verhärtete Fronten fangen an zu bröckeln.

Tuesday, October 07, 2014

STADTENTWICKLUNG: Berlin bekommt einen "Tbilisser Platz". Von Nana Kirtzkhalia (en.trend.az)

(en.trend.az) Der Bürgermeister von Tbilisi David Narmania traf sich mit dem Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit am 1. Oktober. Narmania betonte Wowereits Verdienste für die Entwicklung von Berlin und hat den Wunsch geäußert, Berlins Erfahrung in der kommunalen Verwaltung zu berücksichtigen.

Nach der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU, ist gerade die Einführung europäischer Standards in der Stadtplanung, Entwicklung der Infrastruktur, des öffentlichen Verkehrs, des Abfallmanagement und der Energieeffizienz besonders wichtig.

"Tiflis Regierung strebt an die neuen Standards der kommunalen Infrastruktur einzuführen und beabsichtigt, die Erfahrungen der EU-Länder zu nutzen", sagte Narmania.

Die Bürgermeister haben vereinbart, dass die deutsche Seite Tbilisi in allen wichtigen Bereichen, die die Verbesserung der kommunalen Dienstleistungen beinhalten, zu unterstützen.

Deutschlands Erfahrung in der Stadtplanung soll berücksichtigt werden. Der Bürgermeister von Tbilisi überprüfte das deutsche Projekt - ein Zukunftskonzept der Stadt. Berlin ist von Interesse für die zukünftige Entwicklung von Tbilisi.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten auf dem Gebiet der Kultur wurde auch betont. Besonderes Augenmerk wurde auf den Schutz des kulturellen Erbes ausgezahlt.

KULTUR: Essad Bey City Rollers - Who Was Essad Bey?


The Essad Bey City Rollers are:
Yuriy Gurzhy
Daniel Kahn
Marina Frenk

feat. Mehmet Yilmaz

taken from "Who Was Essad Bey?", a GORKI THEATER / STUDIO Я Production, 28.9.2014
facebook.com/RadioEssadBey
gorki.de/studio-ya

REISETIPP: Viehtrieb Tuschetien 2014 und Reiseplanung für 2015 (kaukasus-reisen.de)


“The best short adventure journey between Europe and Asia”

“An experience of a lifetime !” Mike Bourgault

more: kaukasus-reisen.de/sheep drive tusheti

Schafabtrieb: Mit den georgischen Schäfern von den Bergen Tuschetiens im Großen Kaukasus hinunter in die Weinregion Kachetien. Abenteuer – und leichte Wandertour. Wanderzeit drei Tage, Transfers mit Geländewagen nach/von Tuschetien. Neben den Schafen laufen auch die Pferde, Kühe und Hunde der Hirten über die Berge in die Ebene. Den Herbst im georgischen Großen Kaukasus erleben

Reisetermine:
26.09. – 02.10.2015

Teilnehmerzahl: 3-10
Reisepreis: EUR 1180.00

Tuschetien liegt abgeschlossen von der Kette des Großen Kaukasus im Nordosten Georgiens und ist die Heimat der Tuschen. Zweimal im Jahr wechseln die tuschetischen Hirten die Weiden für ihre Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde. Im Frühjahr ziehen sie von den südlichen Steppen in Schiraki an der aserbaidschanischen Grenze quer durch Kachetien nach Norden und dann über den 2970 m hohen Abanopass in die tuschetischen Bergdörfer. Auf saftigen Wiesen in der rauen Höhenluft stellen sie die vorzüglichsten tuschetischen Käsesorten her, bewirtschaften ihre Herden und pflegen jahrhundertealte Traditionen.

Ende September nach der Kartoffelernte und bevor im Hochgebirge der erste Schnee fällt werden die provisorischen Hirtenlager wieder abgebaut, Pferde, Esel und Lastkraftwagen beladen und die Herden über Tagesetappen von 20 bis 30 km zurück nach Kachetien getrieben. Neben unseren regulären Touren nach Tuschetien in den Sommermonaten bieten wir diese Abenteuerreise nur zu einem Termin im Herbst an. Es erwarten die Teilnehmer grandiose Landschaften, tuschetische Gastfreundschaft, Einsamkeit und ein abenteuerlicher Zug mit den Herden zu Pferd oder zu Fuß über die Kette des großen Kaukasus. Tuschetien ist ein Eldorado für Naturfreunde, Reiter, Abenteurer, Angler, Fotografen, Journalisten und Künstler.

2010 hat der Autor Bjørn-Erik Sass an dieser Tour teilgenommen und für Die Zeit in der Rubrik Reisen darüber berichtet:

zeit.de/2010/Georgien

Reiseprogramm: kaukasus-reisen.de/viehtrieb-tuschetien