Monday, October 19, 2020

MOVIE: Invasion. By Dito Tsinsadze

With Merab Ninidze, Burghart Klaußner, Heike Trinker

Please do not read anything about the film beforehand, otherwise the tension will be lost. It is best to switch on completely impartially. The film is highly recommended. Great piece by Dito Tsinsadze from 2013. In German with English subtitles. Please read reviews only afterwards!




Mehr Links zur deutschsprachigen Presse:
"Invasion" im Kino: Gesetz des Vergessens [sueddeutsche.de]
Dito Tsintsadze und sein Film "Invasion" [tagblatt.de]
Burghart Klaußner in einem raffiniert-beklemmenden Kammerspiel [epd-film.de]

PORTRÄT: Fridon Nizharadze – Maler der Traumata Swanetiens und der Welt (Ushguli, Georgien). Von Stefan Applis

Georgien zwischen verschiedenen Mächten -
Gemälde von Fridon Nizharadse.
Sowjetrecht und traditionelles swanisches Rechtsbewusstsein
.
Photo: Stefan Applis

[stefan-applis-geographien.com] Das Haus ist das letzte am Hang. Darüber nur die Kapelle mit der Ikone des Heiligen Georg. Etwas weiter das Kloster. Es ist wenig, was sie sagen über ihn in Ushguli. Nichts gebe es, das er nicht gelesen habe. Er sei der klügste Mensch in Ushguli. So klug! Und sie heben die Hand und winken weit in die Ferne, um zu zeigen, dass nicht sie dies beurteilen könnten. Ihr habt nur Kartoffeln im Kopf! Das soll er vielen schon entgegengeworfen haben. Was Arbeit aber sei, das könne er nicht wissen. Denn, was er tue, sei doch nicht Arbeit. Ein kurzes Erschrecken. Denn nichts Schlechtes sagen sie in Ushguli über den anderen. Wer könne schon wissen, wohin das führe. Die Menschen seien eben verschieden. 

Georgian Perspectives | Fridon Nizharadze – Painter of the traumas of Svaneti and the world


Photo: Stefan Applis
Der jüngere Bruder als Mauer, als Übersetzer zwischen der Welt des älteren und der der anderen. Teimuraz der Bodenständige, der Agronom, letzter Verwalter der Kartoffeln, Kühe und Schweine in Ushguli und der Eigensinnigkeit seiner Bewohner. Fridon, der ältere, der schon als Kind mit allem, was er zu greifen bekam, gezeichnet habe – mit Steinen auf Holz, mit verkohlten Aststücken auf Schnee, oft wild und wütend und weltabgewandt. Später dann, ruhig und andächtig, mit Farben und Pinseln zur Rettung der geschändeten Malereien an den Innenwänden der Kapellen.

Ich gehe und komme am nächsten Morgen zurück. Ob er seine Bilder zeigen und erklären möge? Selbstverständlich, drei Lari, meint er, treten Sie ein. 






Seine Bilder seien dualistisch und antirealistisch, meint er. Nichts habe er gelernt in Tbilisi, wo sie ihn zu sozialistischem Realismus hatten zwingen wollen. Van Gogh war schizophren!, ruft er aus. Er sei auch schizophren, das habe man diagnostiziert, 1973, als sie ihn festhielten in der Psychiatrie. 



Viele Liter Blut habe man ihm abgenommen in diesem Monat, immer wieder. Seine Temperatur sei so hoch gewesen, dass man ihn nachts aus dem Bett habe holen müssen, um ihn kalt abzustrahlen. Achtunddreißigmal sei das geschehen, zu allen Tageszeiten seien die Pfleger plötzlich da gewesen und hätten ihn in das Kachelfeld gestellt, bis er zusammenbrach. 

Er ist schwer zu fassen, noch weniger zu begreifen, spricht mit hoher Geschwindigkeit, lässt keine Zeit zu reagieren auf das, was er dem Zuhörer entgegen wirft: Er fragt, erklärt, wirft Satz um Satz, voll mit Bezügen auf Politik, Literatur, Mythos hervor: Kennen Sie Schewardnaze? Wissen Sie, was Dostojewski geschrieben hat? Kennen sie Medea? Er ergreift den Schnitzstock, der Chaplin darstellt, stellt den Stock, der Einstein heißt, zur Seite und zeigt auf die Bilder – nie eines mit der Spitze berührend, jedes Element erklärend. Von großer Höhe nimmt er alles herunter auf wackeligen Stiegen balancierend. Man darf ihm nicht helfen.

Er springt von einem Bild zum nächsten und zurück, konfrontiert den Zuhörer, betrachtet, wechselt, fragt permanent und sagt aus.

Die Bilder sind zerstörerisch. Die Welt ist aus den Fugen. Die Welt ist ohne Sinn, eine verrückte Welt, die der Zerstörung entgegenstrebt. Dem Wahnsinn gibt er dann doch eine Deutung in klaren Symbolen und Zusammenhängen. Er ist Laokoon in der Psychiatrie, umschlungen von der Python der Staatsmacht. Er ist gefangen in Handschellen, als das junge Georgien zerstört wird vom Sowjetimperium – den Baum, dem das frische Blatt entwachsen ist, haben die Bolschewiki entwurzelt.

Eine verrückte Welt versucht er mit seinen Bildern zu fassen. Verrückt vor dem Wahnsinn der großen Zerstörungen: Immer wieder Stalin und Hitler, immer wieder Kommunismus und Nationalsozialismus als gleiche Varianten derselben Unmenschlichkeiten.

Die dualistischen Bilder haben hohe Preise, da sie zwei Bilder in einem seien, erklärt er, kosten einmal 37 Milliarden Schweizer Franken, einmal 27 Millionen Schweizer Franken. Die Zerstörung der Welt durch Stalin und Hitler kostet 50 Millionen Dollar, weil 50 Millionen Menschen starben.

Der Weg des Homo Sapiens ist ein Weg aus Knochen. Er endet in einer Rakete, die einen Atompilz entfesselt, der die Welt zerstört. An deren Ende steht das Kreuz. Der georgische Erzengel trägt eine swanische Kappe und umfasst die Welt, auf der Stalin und Hitler wüten.

Und doch: Georgien wird überleben, da seine Bewohner fähig seien zu einem Leben in Harmonie mit der Natur, getragen von alles überdauernden Traditionen.



Was hat ihn in die Psychiatrie gebracht? Die Anderssein oder die Systemkritik? Am nächsten Morgen Begegnung mit dem Bruder, der über die Härten des Lebens in der Sowjetzeit spricht, davon, dass der Bruder nach dem Studium in Tbilisi wegen seiner Kritik am Kommunismus in die Psychiatrie gebracht worden war. Andere seien ins Gefängnis gesteckt worden, manche ermordet, wieder andere über alledem wahnsinnig geworden. 



Die Blutentnahme zur Schwächung, das Abstrahlen mit kaltem Wasser zum Brechen des Widerstandes. Beides zur Bekräftigung eines über allem stehenden Systems.

Was ist das für ein Mensch, den man hier findet, hoch über Ushguli, im letzten Haus am Hang? Ein Maler ohne eine einzige Ausstellung in seinem Leben, umgeben von stetiger äußerer Stille in andauernder innerer Unruhe. Was für eine Fremdheit im Vergleich zu den anderen, die sich doch auch recht fremd sind. Und: Wie froh muss einer sein, letztlich Freiheit in der Abgeschiedenheit genießen zu dürfen. 

Es sind die Erfahrungen der Unsicherheit, Abspaltungskriege, Bürgerkriege, Banditentum, die Bedrohung des äußeren Lebens, vor dem alles Nachfolgende gut erscheinen muss.


More about the author Stefan Applis:
stefan-applis-geographien.com
spacesandpractices.com
twitter.com/doinggeography
photostudio.de/i/stefan-applis
researchgate.net/profile/Stefan_Applis

Sunday, October 18, 2020

FULL MOVIE: God of Happiness. By Dito Tsintsadze (deutsch mit english subtitel)



The film tells the story of a former film director Georgi (Lasha Bakradze) originally from Georgia who plays minor parts in crowd-scenes. He also earns money on the side as a pimp of Ngudu (Elie James Blezes) – his black friend whose clients are wealthy older women with tastes for BDSM. The two unsuccessful men are always short of money and live in a dingy apartment in an industrial area on the outskirts of Stuttgart. Ngudu uses magic to communicate with his mother, who lives in an African village. They have so little money that Georgi is even forced to sell Ngudu's beloved God of Happiness statue.

Georgi's 15-year-old daughter Tina (Tina Meliava) who lives in Canada with her mother is coming to visit him for the first time in 10 years. He has always pretended to her that he was a successful actor.

Now Georgi must stage a fake life of a rich movie star for Tina. Ngudu's contacts with rich women help him find a villa and an expensive car for Georgi. Georgi convinces his acquaintance, the wooden-legged coke-snorting vaudeville actress Mia (Nadeshda Brennicke) to play his German wife. Tina arrives, she is quiet, observant and claims to not speak any German. She also has secrets of her own. Later their plan becomes in danger when Mia's jealous ex-boyfriend Rocco (Ufuk Bozkurt) arrives and stirs up trouble. But Tina is not easily deceived and the more Giorgi tries to hold on to his lies, the more the situation threatens to spiral out of control.

Director: Dito Tsintsadze

Lasha Bakradze as Giorgi
Elie James Blezes as Ngudu
Nadeshda Brennicke as Mia
Tina Meliava as Tina
Ufuk Bozkurt as Rocco

Produced by: Olivier Damian

God of Happiness - Eine Filmkritik von Thorsten Hanisch [kino-zeit.de]

Saturday, October 17, 2020

BLUECROWMEDIA: Tbilisi Architecture Map [bluecrowmedia.com]

[bluecrowmedia.com] Our Tbilisi Architecture Map highlights the incredibly diverse 20th century architecture of the Georgian capital. From Neo-Classical to Art Nouveau through the Soviet era and its demise, this map features examples of the most original architecture we have ever documented.

The map, In English and Georgian, was researched and written by a group led by Ana Chorgolashvili, with the support of the Tbilisi Architecture Biennial. Original photography is by Stefano Perego.

Our 27th architecture map, the two-sided map opens to 420 x 594mm or 16.5 x 23.4 inches and folds to 148 x 210mm or 5.8 x 8.3 inches. The map includes an introduction and details for fifty buildings (from the 1890s to the 1990s) in English and Georgian. 
£8.00







More:
instagram.com/bluecrowmaps
twitter.com/bluecrowmedia


Friday, October 16, 2020

INTERVIEW: Historiker Philipp Ammon zu Bergkarabach-Konflikt: "Ohne Großmächte kein Frieden". Von André Ballin via derStandard.at

[derstandard.deDer Streit um die Kaukasusregion ist nicht neu. Philipp Ammon spricht über Hintergründe und Geschichte eines in Europa weitgehend unbekannten Konflikts

INTERVIEW André Ballin 15. Oktober 2020

Philipp Ammon
Der am Wochenende geschlossene Waffenstillstand hat die Kriegshandlungen im Kaukasus bislang nicht stoppen können. Immer noch kämpfen Eriwan und Baku verbissen um jeden Meter in der umstrittenen Region, die mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, völkerrechtlich aber zu Aserbaidschan gehört. Warum das so ist und warum die Region bei der Lösung des Problems in Richtung Schweiz schauen sollte, erklärt der Kaukasus-Experte Philipp Ammon.

STANDARD: Tschetschenien-Krieg, Abchasien-Krieg, Südossetien-Konflikt, Bergkarabach-Krise: Das Wort Kaukasus löst oft Kriegsassoziationen aus. Ist der Kaukasus historisch tatsächlich eine besonders umkämpfte Region?

Philipp Ammon: Durch den Kaukasus laufen seit jeher viele Handelsrouten. Neben der bekannten Seidenstraße ist der Kaukasus auch im Nord-Süd-Verkehr ein Knotenpunkt. Die strategisch wichtige Lage weckte einst das Interesse gleich dreier Machtzentren, die dort um die Vorherrschaft stritten: im Südosten die Perser, im Südwesten zunächst das Römische, dann das Byzantinische und später das Osmanische Reich und im Norden dann auch das Russische Reich. So mussten sich die Bewohner stets nach außen militärisch schützen. Dadurch ist eine wehrhafte Mentalität entstanden.

STANDARD: Warum liegt das von Armeniern bewohnte Bergkarabach überhaupt in Aserbaidschan?

Ammon: Bis zum Vertrag von Turkmantschai 1828 gab es das ethnisch sehr durchmischte Khanat Karabach. Später nahm der Anteil der Armenier deutlich zu, weil sie vor Verfolgungen im Perserreich und dem Osmanischen Reich nach Russland flüchteten. Diese Homogenisierung setzte sich zu Sowjetzeiten fort.

STANDARD: Trotzdem wurde die Region Aserbaidschan zugeschlagen. Warum?

Ammon: Damit sollte der Kaukasus insgesamt fester an die Sowjetunion gebunden werden. Das Matrjoschka-Prinzip, in der jede Republik noch einmal in autonome Gebiete unterteilt wurde, sollte nationale Sezessionsbewegungen erschweren. Diese bewusste Verknäuelung diente dem Prinzip "Teile und herrsche".

STANDARD: Wo liegen die Ursachen des Bergkarabach-Konflikts?

Ammon: Erste Massaker zwischen Armeniern und Aserbaidschanern gab es schon zu Zarenzeiten. Sie waren religiös, aber auch sozial bedingt, weil Armenier aufgrund ihres Bildungsdrangs schneller aufstiegen als ihre Nachbarn. Das weckte Neid.

Aber Ursache des aktuellen Konflikts ist eben die sowjetische administrative Verschachtelung, die Ende der 1980er-Jahre in vielen Republiken zu ethnischen Konflikten führte. Die Armenier baten in Moskau um die Übergabe Bergkarabachs, was in Aserbaidschan natürlich nicht gut ankam. Es folgten die Pogrome in Sumgait 1988 und in Baku 1990 an der armenischen Minderheit. Auf der Gegenseite verübten Armenier 1992 in Chodschali ein Massaker an Aserbaidschanern. Seither sehen sich beide Völker als Todfeinde. Ohne Willen der Großmächte ist kein Frieden möglich.

STANDARD: Welche Rolle spielen Moskau, Ankara und Teheran?

Ammon: Die Türkei unterstützt Aserbaidschan seit Jahren unter der Losung "Ein Volk, zwei Staaten". Jetzt ist die Hilfe offener denn je, wohl auch, um von eigenen inneren Problemen abzulenken und die sinkende Popularität von Tayyip Erdoğan zu festigen. So liefert Ankara die Bayraktar-Drohnen, wohl einige Militärberater und lässt syrische Kämpfer in das Konfliktgebiet passieren.

Russland wiederum versteht sich als traditionelle Schutzmacht Armeniens, wird aber nicht automatisch militärisch auf Eriwans Seite eingreifen. Moskau will vor allem den Südkaukasus als Einflusssphäre nicht verlieren. Dazu setzt der Kreml auf gute Beziehungen zu Eriwan und Baku. Zum Konflikt beigetragen hat Russland durch den eifrigen Waffenverkauf in die Region – an Aserbaidschan zum Weltmarktpreis, an Armenien zum Selbstkostenpreis. Der Iran hat historisch enge Bindungen zu Aserbaidschan, hilft aber im Konflikt eher Armenien, weil Teheran bei einem Erstarken Aserbaidschans Abspaltungsbestrebungen der aserbaidschanischen Minderheit im eigenen Land fürchtet.

STANDARD: Ist noch jemand involviert?

Ammon: Die USA und Israel wollen in den Iran hineinhorchen und haben daher in Aserbaidschan Interessen. Auch darum hat Israel die Harop-Drohnen an Baku geliefert. Die Drohnen sind die technologische Basis für den aserbaidschanischen Vorstoß in Bergkarabach, denn die Kampfkraft der aserbaidschanischen Armee schätze ich schwächer als die der armenischen ein, weil die Staatsbindung der Aserbaidschaner geringer ist und ihre Motivation zu kämpfen auch.

STANDARD: Gibt es denn eine Lösung für den Konflikt?

Ammon: Das beste Modell für den gesamten Kaukasus, nicht nur für Bergkarabach, wäre wohl eine Kantonslösung à la Schweiz, wonach jedes Sprachgebiet sich möglichst weit selbst verwaltet und der Kaukasus insgesamt eine Föderation bildet. Das erfordert aber viel guten Willen und Druck von außen, denn untereinander sind Armenier und Aserbaidschaner derzeit nicht kompromissfähig. Derzeit ist so etwas sehr unwahrscheinlich, auch weil Russland und die Türkei keine langfristige Strategie haben, sondern eher situationsgebunden reagieren. (André Ballin, 15.10.2020)

ARTICLE: Fridon Nizharadze - Painter of the Traumas of Svaneti & the World. By Stefan Applis via Georgia Today



Online Version: Fridon Nizharadze - Painter of the Traumas of Svaneti & the World - with more photos [georgiatoday] 






Wednesday, October 14, 2020

EXHIBITION: Marjanishvili Quarter. Correlations of Architecture, Politics, and Identities. Exhbitions I Lectures I Architecture Tours. 2nd Tbilisi Architecture Biennial. (17.10. 2020 – 8.11. 2020)

The project MARJANISHVILI QUARTER was specificallyconceptualized for the 2nd Tbilisi Architecture Biennial and focuses on the area that today, as well as historically, is recognised as the centre of the left bank of Tbilisi. Its origins go back to the 19th century, when the German settlement was founded northwest of Tbilisi. The exhibition shows historical, critical, ironic and poetic aspects of this place through different contexts and media. Among other things, the project contains materials of the alteration project of the Marjanishvili district in the 1980s and 1990s. Marjanishvili district is still developing. The residents and the urban space are going through changes. Different realities and habits reveal themselves; a mood of departure emerges. In temporal as well as spatial representations it is shown what constitutes the coexistence of the people of this district – what do we have in common? 

MARJANISHVILI QUARTER: CORRELATIONS OF ARCHITECTURE, POLITICS, AND IDENTITIES Exhibition / 2nd Tbilisi Architecture Biennale / Tbilisi (17.10. 2020 – 8.11. 2020)

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Das Projekt MARJANISHVILI QUARTER wurde für die 2. Architekturbiennale in Tiflis konzipiert und bezieht sich auf das Viertel, das als Zentrum des linken Ufers von Tiflis gilt. Die Entstehung dieses Viertels geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als eine deutsche Siedlung nordwestlich vom damaligen Tiflis gegründet wurde. Die Ausstellung zeigt historische, kritische, ironische und poetische Aspekte dieses Ortes anhand von verschiedenen Kontexten und Medien – unter anderem die Pläne zum Umbau des Marjanishvili-Viertels aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Das Marjanishvili-Viertel ist immer noch im Wandel. Die Bewohner und der urbane Raum durchlaufen Veränderungen. Es offenbaren sich unterschiedliche Realitäten und Gewohnheiten, eine Stimmung des Aufbruchs entsteht. In zeitlichen wie auch in räumlichen Darstellungen wird aufgezeigt, was das Zusammenleben der Menschen dieses Stadtteils ausmacht. Was verbindet uns?

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პროექტი „მარჯანიშვილის უბანი“ შეიქმნა თბილისის არქიტექტურის მე-2 ბიენალესთვის და წარმოაჩენს ტერიტორიას, რომელიც თბილისის მარცხენა ბირთვის შემადგენელი ნაწილია. ის დაარსდა მე-19 საუკუნეში, როდესაც თბილისის ჩრდილო-დასავლეთით გერმანელების კოლონია შეიქმნა. გამოფენა წარმოადგენს ამ ადგილის ისტორიულ, კრიტიკულ, ირონიულ და პოეტურ ასპექტებს სხვადასხვა კონტექსტსა და მედიაში, მათ შორის, 1980-იან და 1990-იან წლებში ამ უბნის რეკონსტრუქციის არქიტექტურულ არქივს. მარჯანიშვილის უბანი სახეცვლილებას განიცდის. გარდაიქმნება საზოგადოების, ეკონომიკისა და ურბანული სივრცის ორგანიზება – შესაბამისად, იცვლება ჩვეული რეალობებიც. ამ კონტექსტში, ბიენალეს მესიჯი „რა გვაქვს საერთო?“ ფიქსირდება დროით და სივრცით წარმოდგენებში, რაც გარკვეულწილად ამ ტერიტორიაზე ადამიანების თანაცხოვრებასა და თანაარსებობას გულისხმობს – რა გვაკავშირებს ერთმანეთთან? რა გვაქვს საერთო?

Link [pdf] Project Marjanishvili Quarter

 








Venue 1 AA Architecture Ambience 2 Marjanishvili St 3802 Tbilisi Georgia

Venue 2 TBC Concept 7 Marjanishvili St 3802 Tbilisi Georgia

Curator: Irina Kurtishvili
Editor: Heike Maria Johenning
Graphic Design: Irakli Kiziria
Editing: Thea Tvalavadze (Georgian) Nathan Michael Hudson (English)
In Collaboration with W2KSHOP COLLECTIVE, Dimitri Eristavi, Lado Shonia, Tilman Haseloff, Liza Bokeria and Contemporary Art Space Maudi Nina Akhvlediani, Curator of TBC Concept and TBC Art Collection and Ketevan Korzakhia, Director, TBC Art Gallery
Exhibition Production: Zura Tsofurashvili
Archives: AA Architecture Ambience

LOCATIONS & EXHIBITION HOURS

AA Architecture Ambience
2 Marjanishvili st | 0102 Tbilisi | Georgia Open during the Biennial
Tuesday – Sunday 3pm – 7pm
AA is free and open to all people.

Please reach out to us in advance with any requests.
Contact irina@irinakurtishvili.com
Mob. + 995 (5) 55 21 44 83

TBC Concept
7 Marjanishvili str | 0102 Tbilisi | Georgia Open during the Biennial
Monday – Saturday 11am – 8pm Sunday 11am – 5pm

Acknowledgements
Irina Kurtishvili thanks all institutions, people and partners who contributed to realize this project

Printing: SpreeDruck, Berlin

TAB Tbilisi Architecture Biennial
Directors and Founders Project Management
Tinatin Gurgenidze, Natia Kalandarishvili, Otar Nemsadze, Gigi Shukakidze, Tamara Janashia
4 Shanidze st | 0179 Tbilisi | Georgia www.biennial.ge

Friday, September 11, 2020

FESTIVAL: International Documentary Film Festival - CinéDOCTbilisi 2020 - 30. August - 30. September

Welcome to CinéDOC-Tbilisi 2020 - Hybrid Edition


How can film festivals survive? How can we adapt to the new reality of 2020? How can we redefine film festivals without crowded cinemas, without vibrant Q&A sessions with international guests, without the dialogue between filmmakers and the audience or with- out masterclasses and networking events where large groups of creative people enjoyed each other’s presence?

This year is different for all of us. The impact of the COVID-19 pandemic was extremely high on cultural public events, such as festivals, most of them getting cancelled or post-poned.

Since January until mid-March 2020, we had worked intensively for the preparation of the eight edition of CinéDOC-Tbilisi (initially scheduled for 23 – 27 April 2020). By mid-March all films were selected, all jury members and international guests invited; almost all venues and cinemas reserved, and all festival events planned. Everything was almost ready...

However, our plans where changed suddenly, disrupting our final preparation activities. We had to react very quickly. For public health and safety reasons, we postponed the festival. It was not easy... not easy for our team, not easy for the filmmakers who were eager to travel to Georgia or for the Georgian filmmakers who had worked many years on their documentaries and were looking forward to their national premiere... but safety came first.

Nevertheless, we have soon started thinking of online solutions and alternative ways of continuing our work. We have adapted to an unprecedented situation and we have found a solution: our festival will take place in a hybrid format this year. Some of the selected films will be screened in open-air settings: for example, in the CAVEA drive-in cinema close to the Lisi Lake or in the inner yard of the Caucasian House, in Tbilisi. These creenings allow for social distancing and safety. If you miss any of these screenings, you still have the chance to watch wonderful documentaries online (directly on our website via the platform DAFilms) or on the Georgian Public Broadcaster (in August 2020).

Our regional coordinators had to adapt to the new situation too: some of them organized online film screenings, others outdoor screenings. Luckily many of our regional coordinators were so innovative that they have screened on walls of buildings or in open-air wrestling arenas. Mini festivals in the regions of Georgia will also take place this year, in spite of the pandemic: in Dusheti, Gori, Sagarejo Chkhorotsku and Marneuli. Screening: 24.04 | 21:00| Cavea

“We do emotions” is the slogan of our festival! And we really hope that all the wonderful documentaries of this year’s festival selection will be the source of strong emotions in each one of you! We want to reach you with all films... be it in a beautiful open-air setting during a warm September evening or, at home, with family and friends.

Creative documentaries should be more and more accessible, despite everything and this is what we try to do in this different year.

Enjoy CinéDOC-Tbilisi 2020!

Festival Platforms

CinéDOC-Tbilisi 2020 will be held in an innovative format. This year the festival includes several platforms and allows the audience to watch the latest creative documentaries in their preferred environment.

CinéDOC Cinema Hall on the Georgian Public Broadcaster
This year the festival collaborates with the Georgian Public Broadcaster, the First Chan- nel. Within this collaboration, audiences will have the opportunity to feel like a guest of our festival in their cozy home environment. The First Channel invites us all to the CinéDOC Cinema Hall from 12 August until 28 August, every Wednesday and Friday at 23:30 o'clock.

Cavea Drive-in Cinema
Drive-in cinemas were considered a popular gathering destination for the American youth in the 20th century. Today, the new reality reminded us of a forgotten format. Therefore, our viewers will have the chance to watch festival films at the Cavea Drive- in Cinema, every Tuesday, Thursday and Sunday (from 30 August until 27 September). The cost of the ticket per car admission to the drive-in cinema will be 15 GEL. Cavea cinema tickets will be available online at kinoafisha.ge, to buy tickets visit our website or kinoafisha.ge, select the film and purchase the ticket.

Caucasian House
Open-air screenings of a selection of CinéDOC-Tbilisi's festival films will also take place in the inner yard of the Caucasian House (Galaktioni Tabidze Street 20, Tbilisi). The Cau- casian House aims at establishing peaceful relations and cultural integration in the Cau- casus. Film screenings at Caucasian House are free of charge.

DAFilms & cinedoc-tbilisi.com
The online portal DAFilms.com is a platform for international online distribution of doc- umentaries and experimental films. The films will be accessible through our website - cinedoc-tbilisi.com from 23 to 30 September 2020. The number of viewers are limited, so hurry up to watch the films online as long as they are available. Online films are free of charge, you only have to hurry up to watch the films during those dates.

BIAFF - Batumi International Art House Film Festival
This year the Batumi International Art House Film Festival will take place from 15 to 22 September, and will dedicate some festival slots to our festival films! Four films from our festival program will be screened within the framework of our collaboration with BIAFF. The screenings at the festival are free of charge.

VIDEO: Georgian gastronomy - Imereti | ქართული გასტრონომია - იმერეთი



The USAID/Georgia Economic Security Program, in partnership with The Gastronomic Association of Georgia, started a new project “Discover Georgian Gastronomy”. Within the project mini-movie series will be produced on Georgian Regional Gastronomy & Destinations. The main idea of the project is to shine a spotlight on 6 different regions of Georgia with its unique gastronomic traditions - it’s all about exploration and discovery of the hidden gastronomy gems of the country.

The video series is meant to become vehicles to paint the country of Georgia as a beautiful and accessible destination on the frontier of food and dining in the webspace and different online platforms and to promote its rich gastronomic heritage. A destination is highlighted through Georgian famous influencer Chefs discovering a region’s full culinary ecosystem from terroir, produce and cuisine to artisanal producers, bazaars, local experts, home cooks, and colorful Georgian feast traditions.

Project authors/ Screenplay: Gastronomic Association of Georgia
Creative/ Art directions/ Food styling: Gastronaut

Monday, August 24, 2020

VIDEO: Georgian gastronomy - Kakheti | ქართული გასტრონომია - კახეთი



The USAID/Georgia Economic Security Program, in partnership with The Gastronomic Association of Georgia, started a new project “Discover Georgian Gastronomy”. Within the project mini-movie series will be produced on Georgian Regional Gastronomy & Destinations. The main idea of the project is to shine a spotlight on 6 different regions of Georgia with its unique gastronomic traditions - it’s all about exploration and discovery of the hidden gastronomy gems of the country.

The video series is meant to become vehicles to paint the country of Georgia as a beautiful and accessible destination on the frontier of food and dining in the webspace and different online platforms and to promote its rich gastronomic heritage. A destination is highlighted through Georgian famous influencer Chefs discovering a region’s full culinary ecosystem from terroir, produce and cuisine to artisanal producers, bazaars, local experts, home cooks, and colorful Georgian feast traditions.

Project authors/ Screenplay: Gastronomic Association of Georgia
Creative/ Art directions/ Food styling: Gastronaut

VIDEO: Georgian gastronomy - Svaneti | ქართული გასტრონომია - სვანეთი



The USAID/Georgia Economic Security Program, in partnership with The Gastronomic Association of Georgia, started a new project “Discover Georgian Gastronomy”. Within the project mini-movie series will be produced on Georgian Regional Gastronomy & Destinations. The main idea of the project is to shine a spotlight on 6 different regions of Georgia with its unique gastronomic traditions - it’s all about exploration and discovery of the hidden gastronomy gems of the country.

The video series is meant to become vehicles to paint the country of Georgia as a beautiful and accessible destination on the frontier of food and dining in the webspace and different online platforms and to promote its rich gastronomic heritage. A destination is highlighted through Georgian famous influencer Chefs discovering a region’s full culinary ecosystem from terroir, produce and cuisine to artisanal producers, bazaars, local experts, home cooks, and colorful Georgian feast traditions.

Project authors/ Screenplay: Gastronomic Association of Georgia
Creative/ Art directions/ Food styling: Gastronaut

VIDEO: Georgian gastronomy - Meskheti | ქართული გასტრონომია - მესხეთი



The USAID/Georgia Economic Security Program, in partnership with The Gastronomic Association of Georgia, started a new project “Discover Georgian Gastronomy”. Within the project mini-movie series will be produced on Georgian Regional Gastronomy & Destinations. The main idea of the project is to shine a spotlight on 6 different regions of Georgia with its unique gastronomic traditions - it’s all about exploration and discovery of the hidden gastronomy gems of the country.

The video series is meant to become vehicles to paint the country of Georgia as a beautiful and accessible destination on the frontier of food and dining in the webspace and different online platforms and to promote its rich gastronomic heritage. A destination is highlighted through Georgian famous influencer Chefs discovering a region’s full culinary ecosystem from terroir, produce and cuisine to artisanal producers, bazaars, local experts, home cooks, and colorful Georgian feast traditions.

Project authors/ Screenplay: Gastronomic Association of Georgia
Creative/ Art directions/ Food styling: Gastronaut

The USAID/Georgia Economic Security Program, in partnership with The Gastronomic Association of Georgia, started a new project “Discover Georgian Gastronomy”. Within the project mini-movie series will be produced on Georgian Regional Gastronomy & Destinations. The main idea of the project is to shine a spotlight on 6 different regions of Georgia with its unique gastronomic traditions - it’s all about exploration and discovery of the hidden gastronomy gems of the country.

The video series is meant to become vehicles to paint the country of Georgia as a beautiful and accessible destination on the frontier of food and dining in the webspace and different online platforms and to promote its rich gastronomic heritage. A destination is highlighted through Georgian famous influencer Chefs discovering a region’s full culinary ecosystem from terroir, produce and cuisine to artisanal producers, bazaars, local experts, home cooks, and colorful Georgian feast traditions.

Saturday, August 15, 2020

BOOK: The Gold of Sakdrisi: Man's first gold mining enterprise (Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum) (Georgisch) Gebundene Ausgabe. Von Thomas Stöllner & Irina Gambashidze


This bilingual volume deals with the investigation and significance of the more than 5,000-year-old gold mine in Kachagiani Hill near Sakdrisi, Georgian Republic, which was explored in 2004-13 and destroyed in 2014. It contains a foreword by the General Director of the Georgian National Museum, sixteen scientific contributions, a find catalogue, and a bibliography. The papers deal with the twelve years of the Georgian-German Sakdrisi-Expedition, the Caucasus as ore mountains, the geology of the ore-deposits at Sakdrisi, the mine and its excavation, the structural and archaeological evidence from the mine, an experimental approach to the mining of hard-rock deposits, the mining tools from Sakdrisi, the accommodation of miners on Dzedzvebi Plateau, the Kura-Araxes settlement in area II/III, the Kura-Araxes graves and a spectacular monument nearby, gold mining as a ritual activity in area II/III, the amount of mined gold and the mining methods, the chalcolithic ancestors from a settlement on the southern plateau, the features of the late 2nd and early 1st millennium B.C. as well as the futile campaign for the conservation of the gold mine.

Salz, Kupfer, Gold: Früher Bergbau im Kaukasus (vorher Gold in Georgien)


Wednesday, August 12, 2020

REISEBUCH: 40 Tage Aserbaidschan – Unterwegs zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer. Von Constanze John

»Jeder sagt etwas anderes über Aserbaidschan. Und kaum einer war dort. (...) Für mich ist die Reise beschlossene Sache. Ich werde alles mit eigenen Augen sehen.«

Nach ihren Reisen durch Armenien und Georgien ist nun Aserbaidschan, gelegen zwischen Kaspischem Meer und Kaukasus, das Ziel von Constanze John. Es ist ihre eigentlich erste Reise durch den Orient. Eigentlich, da sie bereits als Kind durch das Vorlesen ihrer Mu&er durch den Orient gereist ist und sie bis heute Geschichten liebt. Constanze John möchte einen persönlichen Blick auf das Land werfen und vollendet mit 40 Tage Aserbaidschan – Unterwegs zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer ihre Südkaukasus-Trilogie. 

In Aserbaidschan leben über 10 Millionen Einwohner auf einer Gesamtfläche von 86.600 Quadratkilometern. Von der Hauptstadt Baku aus startet die Autorin in die einzelnen Regionen des Landes: "Endlich kommt die Silhouette der Zwei-Millionen-Stadt Baku in unser Blickfeld. Kaum vorzustellen, dass dies noch vor zweihundert Jahren eine Stadt in der Wüste gewesen sein soll." Ihre Reise führt sie von der dortigen Glitzerwelt zu mystischen Welterbestätten und beeindruckenden Nationalparks. Sie erlebt einen Schmelztiegel von Nationen und Kulturen, eine Mischung aus Orient und Sowjetvergangenheit.

Die Autorin erlebt eine große Gastfreundschaft und beschenkt den Leser mit tiefen Einblicken in ein Land zwischen Orient und Okzident. 40 Tage Aserbaidschan – Unterwegs zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer gibt erstmals Innenansichten nicht nur von der Geschichte und Kultur, sondern auch von Spiritualität und Alltag des Landes wieder.

Constanze John, 1959 in Leipzig geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Pädagogik und absolvierte ein Fernstudium am Literaturinstitut in Leipzig. Sie schreibt als Autorin für Theater, Oper und Hörfunk. Für ihr Schreiben wurde sie mit dem renommierten Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis ausgezeichnet. Im DuMont Reiseverlag sind bisher 40 Tage Armenien (2015) und 40 Tage Georgien (2018) erschienen.

Constanze John: 40 Tage Aserbaidschan – Unterwegs zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer
386 Seiten, Format 13,5 x 21,0 cm
Preis: € 16,95 (D) / 18,50 (A) / 23,90 (CH)
ISBN: 978-3-7701-8299-2
Erscheinungstermin: 08. September 2020

Natalie Pilz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
DuMont Reiseverlag
n.pilz@mairdumont.com
Tel.: 0711 4502-4242
www.dumontreise.de

BOOK: Ethnography and Folklore of the Georgia-Chechnya Border. Images, Customs, Myths & Folk Tales of the Peripheries. By Shorena Kurtsikidze & Vakhtang Chikovani

The aim of this book is to acquaint a wide audience with the traditional culture of the Christian and Muslim highlanders who live on the border of Europe and Asia in the central part of the Caucasus Main Mountain Range. Under one cover, the publication features unique materials on visual anthropology, ethnography, mythology, and folklore of the region. The book portrays the mysterious subgroup of Georgian highlanders, the Khevsur, who are considered to be the champions of Georgian patriotism and at the same time, according to one popular theory, are believed to be direct descendants of the last Crusaders. Featuring 158 black and white original photographs and accompanying explanatory texts, the publication gives a detailed description of the exotic religious institutions and examples of material culture of this group of highlanders, illustrating the closeness of their lifestyle to the ways of the Frankish crusaders. The emphasis is on the spheres of folk culture that bear clear traces of centuries of confrontations between two ethnic groups: Christian Georgian highlanders and their neighbors, Muslim Vainakh or Chechen and Ingush. The authors attempt to show how the traditional mode of life of the highlanders affects the contemporary ethnic and political situation in the region. The publication includes original translations of Georgian folk tales and myths. The latter are narratives representing mythologized chronicles of “holy wars” of old times once carried out on the border of Europe and Asia by the ancestors of the Khevsurs. Shorena Kurtsikidze and Vakhtang Chikovani are cultural anthropologists and natives of Georgia. They have been teaching the Georgian language, culture, and folklore courses at the University of California, Berkeley. Both authors are affiliates of the Institute of Slavic, East European and Eurasian Studies at the same university and regularly give talks and public lectures about Georgia and the Caucasus.

Link: amazon.de

Thursday, August 06, 2020

NEW ALBUM: 1227 m. above the sea - by Stumari

The nation of Georgia is not often associated with progressive music (SINATLIS TSELITSADI being a rare exception). But in STUMARI progressive folk music fans can find a band that delivers traditional Georgian folk themes revitalized by progressive, classical and chamber influences. The band was formed in 2002 and has a pair of studio recordings to their credit. The band is characterized by both acoustic regional instrumentation and electronic sounds, as well as enchanting vocals woven within bucolic, lengthy instrumental passages.

Friday, July 10, 2020

GEORGIAN WINE: Georgischer Wein. Natürlich aus der Amphore. Von Ulrich Amling. via @tagesspiegel

[tagesspiegel.de] Seit 8000 Jahren werden im Südkaukasus Trauben gekeltert. Die Methode gilt als Weltkulturerbe – und ist Vorbild für die angesagte Naturwein-Bewegung 




Es gibt kein Land auf der Welt, in dem Identität und Weinkultur sich enger umschlingen als Georgien. Die heilige Nino, ein Mädchen aus Kappadokien, brachte im vierten Jahrhundert das Christentum im Zeichen des Weinrebenkreuzes dorthin. Je nach mythologischer Sichtweise war es ihr von der Jungfrau Maria in die Hand gedrückt worden oder Nino schuf es selbst aus zwei Weinreben, verbunden mit dem eigenen Haar. Wein als Basis des Glaubens – diese Botschaft verstanden die Georgier, die, wie archäologische Funde bestätigen, seit 8000 Jahren Wein keltern.

Paradiesische Gärten

Der Dokumentarfilm "Our Blood is Wine", der 2018 auf der Berlinale lief (aktuell auf Amazon Prime Video), begibt sich auf die Spuren der traditionellen Weinbereitung und ihrer Renaissance. Darin wird auch diese Begebenheit erzählt: Fremde kommen erstmals nach Georgien und sind fasziniert von den paradiesischen Weingärten. Sie wollen wissen, wie diese Pracht gedüngt wird. Der Winzer gießt ein und schweigt, selbst auf Nachfrage. Als die Fremden ein drittes Mal fragen, antwortet der Mann: "Es gibt um mein Dorf herum nicht einen Weinberg, der nicht mit dem Blut, den Tränen und den Gebeten meiner Vorfahren getränkt ist."

2000 Liter pro Amphore

Den Georgiern gelang es, ihre Weinkultur durch Zeiten der Fremdherrschaft zu retten, sie trotzten osmanischer und russischer Übernahmeversuchen – vielleicht auch deshalb, weil die Weinbereitung eine Arbeit im Untergrund war. Der Ausbau erfolgt in vergrabenen Tonamphoren, den sogenannten Qvevri.

Sie werden noch heute Ring für Ring per Hand getöpfert und eine Woche lang gebrannt. Qvevri können bis zu 2000 Liter fassen. Da sie ins Erdreich eingelassen werden, verläuft die Gärung bei natürlicher Temperatursteuerung langsam. Die Form der Amphore sorgt für eine feine Zirkulation der Maische – ein Phänomen, das biodynamisch arbeitende Winzer mit pflegeleichten, einfach zu produzierenden Betoneiern erreichen.


Winzer Giorgi Natenadze entdeckte in Bäumen uralte Wildweinreben. Er vermehrt die Stöcke und bepflanzt verlassene Terrassen neu. 


Die georgische Methode der Weinbereitung ist seit 2012 Weltkulturerbe, sie wurde zum Vorbild für die Naturwein-Bewegung, weil sie von jeher haltbare Weine ohne chemische Zusätze hervorbringt. Die Nachfrage nach Tonamphoren übersteigt längst die Produktionskapazitäten der fünf verbliebenen Meister dieses Fachs. Dabei machen Qvevri-Weine gerade mal zwei Prozent aller in Georgien erzeugten Flaschen aus, für die Identität des Landes aber stehen sie hundertprozentig.

400 Jahre alte Rebenbäume

Zoltan Kovacs-Gokieli
So wie die Weine von Giorgi Natenadze, der in Bäumen uralte Reben entdeckte, die die Zerstörung der Weinberge unweit der Grenze zur Türkei überdauert hatten. Bis zu 400 Jahre sind diese Rebenbäume alt, Giorgi sammelt Wildwein von ihnen, vermehrt die Stöcke und bepflanzt verlassene Terrassen neu. 525 einheimische Rebsorten gibt es in Georgien, ein Schatz, der nach der Massenproduktion zur Sowjetzeit erst langsam wieder ins Bewusstsein dringt. Der meiste Wein wird in der Region Kachetien östlich von Tiflis angebaut. Hier fallen die Qvevri-Weine kräftig aus, weil Schalen, Kerne und oft auch Stängel für lange Zeit mit dem Saft vergären. Dabei werden viel Farbe, Aromen aber auch Gerbstoffe extrahiert. Die Weißweine funkeln wie Bernstein, weil auch sie mit ihrer Maische vergären – Urbild der „Orange Wines“, die heute von Naturweinwinzern in vielen Ländern erzeugt werden. Würziger Meskhuri, zarter Rosé 

Wie vielfältig die Welt der Qvevri-Weine ist, kann man bei einer Probe mit Zoltan Kovacs-Gokieli erleben. Der Musiker ist mit einer Georgierin verheiratet und nebenher zum wichtigsten Importeur der raren georgischen Naturweine geworden. Kovacs-Gokieli bringt den würzigen Meskhuri von Giorgi Natenadze zu Berliner Endkunden und in die Spitzengastronomie, aber auch den zarten Rosé, den die Winzerin Keto Ninidze aus der Rebsorte Ojaleshi keltert. Sie benutzt dabei lediglich einen Hauch Maische. Der Wein hat nicht mehr als elf Prozent Alkohol, es gibt nur 150 Flaschen (23,50 Euro).


Aus der Rebsorte Ojaleshi keltert die georgische Winzerin Keto Ninidze zarten Rosé. © Khatia-Juda Psuturi  / PROMO


Dass georgische Weine bei aller Amphorenharmonie auch vibrierende Säure haben können, beweist die Cuvée aus den weißen Rebsorten Tsitska und Tsolikouri der Kellerei Gotsa aus Westgeorgien (21,90 Euro). Für diese Weine muss es nicht erst Herbst werden.

- Shop und Infos unter naturwein-georgien.de. Die Weine werden u.a. in den Restaurants Cordo, Cookies Cream und Bandol sur Mer ausgeschenkt. Der Blaue Fuchs hat die größte Auswahl auf seiner Karte.

- Mehr über Georgische Küche und die besten Restaurants in Berlin lesen Sie hier.(Tagesspiegel Plus-Angebot)

VIDEO: Susanne Kihm und Nika Lomtadze über "Das erste Gewand" von Guram Dotschanaschwili



Aus dem Georgischen von Susanne Kihm und Nikolos Lomtadse. Ein Fremder kommt in Domenicos Dorf und weckt in dem jungen Mann den Wunsch, die Welt kennenzulernen. Zuerst kommt er nach Feinstadt, ein Ort der guten Sitten; doch ist wirklich "alles in Oo-ordnung", wie der Nachtwächter ruft? Als Domenico seine große Liebe auf tragische Weise verliert, will er fort, nach Kamora. Dort regieren Willkür und Verbrechen - bis eine Gruppe Hirten aufbegehrt. Sie errichten Canudos, eine Stadt der Freiheit. Doch der Kampf gegen Kamora steht ihnen bevor. Das meistgelesene Buch in Georgien und - zur Zeit sowjetischer Herrschaft geschrieben - eine Parabel über das menschliche Dasein in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Tyrannei.

Youtube-Kanal: Goethe-Institut Georgien

Mehr dazu hier bei Perlentaucher: Guram Dotschanaschwili: Das Erste Gewand.

Saturday, June 27, 2020

VIDEO: Die Übersetzerin Natia Mikeladse-Bachsoliani über das Buch "Abzählen" von Tamta Melashvili


Die 'Hobbyübersetzerin' Natia Mikeladze mit ganz aufschlussreichen Einblicken über das "Übersetzergeschäft". Derzeit ist sie im Goethe-Zentrum in Armenien (Jerewan) beschäftigt.

Youtube-Kanal: Goethe-Institut Georgien


Tamta Melaschwili:Abzählen
Roman - Aus dem Georgischen von Natia Mikeladse-Bachsoliani
Ein aufsehenerregendes Debut: drei Tage in der Konfliktzone.


Der Aufbruch ist literarisch – und weiblich [literaturkritik]
Zur Gegenwartsliteratur georgischer Schriftstellerinnen
Von Rosa EidelpesRSS-Newsfeed neuer Artikel von Rosa Eidelpes

Saturday, June 20, 2020

VIDEO: Sybilla Heinze über "Sinka Adamiani" von Ana Kordzaia-Samadashvili


Youtube-Kanal: Goethe-Institut Georgien

Weitere Links:

Anna Kordsaia-Samadaschwilis Roman spielt in Georgien und vermittelt einen Eindruck davon, wie das Leben in der Hauptstadt Tiflis Ende des vergangenen Jahrhunderts aussah und wie deren Bewohner so ticken. Von Lisa-Maria Röhling [radiobremen.de] 

* Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2020Rezensentin Nicole Henneberg lässt sich gern verzaubern von Anna Kordsaia-Samadaschwilis Schelmenroman um ein wie aus dem Nichts in einem Haus in Tiflis auftauchenden Mädchen, das von seinen Bewohnern unter die Fittiche genommen wird. Die eigentliche Heldin der Geschichte aber ist die Stadt selbst, erkennt Henneberg, Tiflis mit seiner Geschichte und Geschichten, Geheimnissen, Gaunern, Aufschneidern und eleganten Frauen. Die anekdotenreiche, traurige, melancholische, immer liebevolle Erzählung zwischen Ernst und Spott hat es Henneberg sichtlich angetan. [perlentaucher.de]

* Sinka Mensch. Ein Akkordeon rettet die Welt in einem Tiblissier Innenhof [neues-deutschland.de]

Wednesday, June 10, 2020

POESIE AUS GEORGIEN: Besik Kharanauli "Das Große Trinken" / ბესიკ ხარანაული "დიდი სმა"

Gespräch von Mariamo Dschanelidse mit dem georgischen Schriftsteller Besik Charanauli über sein neues Buch "Das Große Trinken"

Georgisch mit deutschen Untertiteln

Autoren: Mariam Dschanelidse, Nika Pataraia, Hiro Ugulawa
Ort der Aufnahme: das Dorf Lischo (Georgien)


Mehr hier:
facebook.com/besik.kharanauli
facebook.com/besikkharanauliofficial

Tuesday, June 02, 2020

GEORGIAN FOOD: Recipes by Region Europe - Anatolia & Caucasus. via Clovegarden - an International Food Site

Welcome to Clovegarden, our ever-evolving non-commercial food site. We feature information about thousands of ingrediens used around the world, cooking methods, kitchen equipment and worldwide recipes. We hope you enjoy the site and find it useful, or at least entertaining. 

Our recipes reflect Euro/American practice of relatively few dishes served as separate courses. We expect most English language readers will adapt ethnic recipes to this style of service so we portion them appropriately.


Europe - Anatolia & Caucasus

   -   [Turkey, Armenia, Georgia, Azerbaijan]


Despite severe political and religious differences, the cuisines of Turkey and Armenia are nearly identical and interchangeable - except, during the Soviet period Armenians enthusiastically added pig (not acceptable in Muslim Turkey or Azerbaijan) and some Russian recipes to their menu. My Azerbaijani cookbook emphasizes the similarity of their cuisine to those of their neighbors, particularly Turkey, but does not admit existance of any such thing as Armenia. I have a recent Turkish cookbook that has a map showing their neighbors to the east as Georgia, Azerbaijan and Iraq - Armenia seems to have disappeared again. Armenia would like to erase Turkey, but just isn't big enough, even if you count Glendale, "The Western Capital of Armenia". Armenia and Azerbaijan have been at war since World War I. It appears Georgia is now three countries, Georgia, Abkhazia and South Ossetia. So sharp is this divide many Abkazians are turning to the old Abkhaz Pagan religion (which never quite died out) as a rejection of the "church of the opprssor". Ossetia, on the other hand, has never been successfully Christianized or Islamized, and has an unbroken Pagan tradition going back thousands of years. Armenia also has a growing Pagan (Hetan) community, which blames Christianity for Armenia's long decline from being a regional power.
    

Breakfast


    

Appetizers & Salads


    

Soups


    

Side Dishes


    

Main Dishes


    

Basics & Ingredients


  • Ajika - Hot Pepper Sauce - (Georgia) an essential condiment, sauce, spread, and ingredient.[v3]
  • Cilantro Sauce - (Georgia) amazingly delicious, for meats, vegetables, salads.[v2]
  • Khmeli Suneli - (Georgia) a dry herb/spice mix essential to regional cuisine.[v1]
  • Lamb Stock - (Turkey) a basic stock for Turkish, Armenian and Near Eastern dishes.
  • Sour Plum Extract - (Turkey) a souring agent used in soups, dolma, etc.[v0]
  • Tkemali - Sour Plum Sauce - (Georgia) an essential condiment and ingredient of many uses.[v2]