Tuesday, July 13, 2010

REZENSION: Helga Kurzchalia - Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus. Von Anetta Kahane. (aviva-berlin.de)

Der Roman, erschienen im Juni 2010, ist geschrieben als poetischer Briefwechsel zwischen Lamara, einer Georgierin, und ihrer Familie in Ost-Berlin. Lamaras Sohn Dito, ein leidenschaftlicher Wissenschaftler, ist wegen seiner Liebe zu Clara in die DDR gezogen.

Liebe und das Ende der Illusionen
Lamara lebt in Tblissi - sie beschäftigt sich dort mit dem Reichtum alter Schriften, und sie ist der Mittelpunkt einer großen Familie. Der Roman beginnt an einem geschäftigen Tag im Herbst des Jahres 1984 mitten in Tblissi, als Lamara gerade 60 Jahre alt geworden ist, und er endet am selben Ort, doch vierzehn Jahre später. Die Zeit dazwischen ist voller Umbrüche in der Familie, in Europa und auf der Welt. In Lamaras Briefen werden die Dramen dieser Jahre lebendig, denn in ihrem Alltag bleibt nichts abstrakt. Alles, was geschieht, hinterlässt eine Spur in ihrem Leben, die sie auf wundervolle Weise mitzuteilen weiß. Am anderen Ende des Briefwechsels sitzen "die Berliner", deren Leben so ganz anders verläuft als das der georgischen Familie.
Aus Lamaras Perspektive sind sie praktisch schon der Westen, ihr Leben ist vergleichsweise komfortabel und das DDR-Regime weit weniger chaotisch, korrupt und gewalttätig als das in der Sowjetunion. Lamara lässt keinen Zweifel daran, was sie vom sowjetischen Herrschaftssystem hält. In Tblissi sind alle Illusionen über den Sozialismus und seine Ideale längst vergangen und verbraucht. Zwar glaubt sie auch keinen Moment daran, dass die DDR darin mehr zu bieten hätte, doch bewundert und genießt sie die weit besseren Bedingungen in Berlin.

Der Roman handelt in der Tat vom Untergang des Kommunismus. Selten ist der treffender geschildert worden. Die LeserInnen spüren seine quälende Agonie in den ersten beschriebenen Jahre und folgen in den darauffolgenden dem Strudel der Ereignisse. Dabei geht es um die "„große"“ Politik in ihren "kleinen" Wirkungen auf Lamaras Familie in Tblissi und Berlin. Die Geschichte reißt sie mit sich - allerdings auf ganz verschiedene Art. In Georgien führt der Zusammenbruch der Sowjetunion zu Mord, Krieg und Zerstörung. Die langersehnte Unabhängigkeit von den Russen ist begleitet von Verfall, Armut und noch mehr Mangel. Die gesamte Infrastruktur bricht zusammen, Russland rächt sich für den Eigensinn der Georgier. Ganz anders ist die Lage in Berlin. Die friedliche Revolution spült die DDR davon, Enttäuschung und Aufbruch, Wehmut und Hoffnung formen die Akkorde jener Zeit, die jedoch zu keinem Zeitpunkt so außer Kontrolle geraten wie in Georgien. Im Vergleich zu den dramatischen und blutigen Tönen dort klingen die Briefe aus dem sich wandelnden Deutschland wie eine sanfte Melodie.

Alles hat seinen Preis, das wird klar. Ohne den Sturz der Sowjetunion hätte es die Deutsche Vereinigung auf so friedvolle Weise nicht gegeben. Doch der Untergang dort brachte Tod und Verzweiflung, und der hier ein Fortbestehen von Illusionen. So wie sich in Deutschland die Illusion vom Sozialismus, vom "guten" System gehalten hat und wohl auch noch hält, so stark ist auch das Märchen von der friedlichen Revolution. Dafür musste Lamara bezahlen, irgendwo im fernen Georgien, für das sich nur wenige RomantikerInnen zu interessieren scheinen. Lamara hatte bis zuletzt Sehnsucht nach dem Ort ohne Untergang, nach ihrem Sohn, der Familie und einem Leben voller lebendiger Verrücktheiten.

Die Sprache in Helga Kurzchalias Roman ist klar, spannungsvoll, poetisch, die Geschichten voller Ironie, subtilem Humor und ebenso voller dramatischer Härte. Die Erzählweise ist Dialog und manchmal ein Selbstgespräch. Es ist eine Familiengeschichte zwischen Welten und Kulturen, ein politischer Roman und das Psychogramm einer Epoche, das auch jene Seiten der Geschichte sichtbar macht, die wir hier in der Selbstbespiegelung der historischen Ereignisse aus unserer Sicht, fast immer übersehen. Lamaras Familie treibt es in die Ferne. Sie selbst aber vergeht und lässt uns mit der Frage zurück, was wohl ohne alle Illusionen noch auf uns zukommen mag.

AVIVA-Tipp: "Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus" zeigt uns auf warmherzige und dennoch fordernde Weise, wie überlebenswichtig es ist, genau hinzuschauen, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt und dass man auch für eine ungewisse Zukunft auf der Hut sein muss. Ohne Illusion -– mit Liebe, so wie Lamara selbst.

Helga Kurzchalia
Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus
Lichting Verlag, erschienen 2010
ISBN 3-929905-23-X
14 Euro

Saturday, July 10, 2010

VIDEO: A New Start for U.S.-Georgia Relations? (carnegieendowment.org)



Following the 2008 war, the United States has struggled to redefine its relationship with Georgia. While the Bush administration deemed Georgia a “beacon of democracy” and identified it as a key ally, the new administration has changed the rhetoric, stripping Georgia of its special status even as policy has remained largely the same.

Carnegie hosted Columbia’s Alex Cooley and Lincoln Mitchell, authors of the recent report After the August War: A New Strategy for U.S. Engagement with Georgia, to discuss their ideas for the path forward. Carnegie’s Thomas de Waal moderated
.


Source: carnegieendowment.org

Friday, July 09, 2010

CULTURE: Frozen Moments: Architecture Speaks Back. Research & Leisure - A project by Joanna Warsza

Tbilisi/Georgia, Gagarin street
22-25 July


Art, architecture, talks, concerts, field trips, and more
Artists, academics, architects, curators, economists, and residents of Tbilisi in a context-responsive summer art project in the time between the former Ministry of Highways of the Soviet Republic of Georgia and the future headquarters of Bank of Georgia: Vahram Aghasyan, Ayreen Anastas, Ei Arakawa/Mari Mukai/Gela Patashuri/Sergei Tcherepnin, Ruben Arevshatyan, Bettina Atala, Daniel Baumann, Alena Boika, Rene Gabri, Bouillon Group, Daniel Birkenmayer, George Chakhava, Josef Dabernig, Kote Jincharadze, Didier Fiuza Faustino & Mathieu Herbelin / Mésarchitecture, Yona Friedman, William Hollister, Zurab Jalaghania, Nana Kipiani, Eva Khachatryan, Agnieszka Kurant, Nikoloz Lutidze, Nini Palavandishvili, Lali Pertenava, Richard Reynolds, Georg Schöllhammer, Slavs and Tatars, Sophia Tabatadze, Nienke Terpsma & Rob Hamelijnck / Fucking Good Art, Wato Tsereteli, Urban Research Lab: Gio Sumbadze, Ani Chorgolashivili & Rezo Glonti, Greg Lindquist, Tamuna Karumidze, Neli Zedgenidze & Koka Ramishvili; Urban Reactor, Jan Verwoert & Melinda Braathen, Vladimir Volnovik, Aleksandra Wasilkowska, Martin Zet

A project by Joanna Warsza

The Caucasus speaks with frozen moments. With the fall of the Communist regime, trains stopped mid-route, the cable car over one of the canyons of Tbilisi was abandoned halfway, and the housing estates of the never realized future in Mush found temporary settlers. The heritage of Soviet architecture in the region has revealed its anticipatory potential of multiple secondary uses, creative economies, and the sustainable and self-organizing policies parallelly present in the cultural discourse nowadays. The Former Ministry of Highways of the Soviet Republic of Georgia, erected in 1975 by architects George Chakhava (1923–2007) and Zurab Jalaghania is one of the most stunning buildings in the world. An example of a realized utopia (a utopie réalisable), it has been productive of an augmented reality, blending the image of the future under Communism with organic, palimpsestic architecture and the concepts of a continuous, non-master-planned environment. This three-day residency of Caucasian and international artists, architects, curators, academics, and of the Tbilisi public will offer rich and fascinating sessions of research and leisure around the multiple variations of this heterotopic place. The program includes talks, workshops, art and architecture, concerts, field trips, and roof parties. The point of departure refers to the poetics of frozen images, with its inherent potential of past and future meanings — whether the legacy of modernism, a moving and walking city, plug-in concepts, ‘back-to-the-future’ policies, and much more. For three days in July this fantastic building will become a diagram for various horizontal contributions, where one spontaneous act may radically change the project. This will also be the only public opening of the building before its renovation as the future headquarters of the Bank of Georgia. Come join us in Tbilisi!


The team of initiators:
Vahram Aghasyan, Daniel Birkenmayer, Witek Hebanowski, Eva Khachatryan, Nini Palavandishvili and Joanna Warsza
On-site talks curator: Eva Khachatryan
Design: Kasia Korczak
Producers and coordinators: Witek Hebanowski, Julia Missala, Gela Patashuri and Lali Pertenava
Produced by Other Space Foundation and the Laura Palmer Foundation Warsaw, in collaboration with GeoAIR Georgia & AICA Armenia, Institute for Real-Estate Economy and Project Management, Biberach, Germany
Sponsored by The Ministry of Culture of the Republic of Poland the City of Warsaw, in collaboration with the City of Tbilisi, Transkaukazja, with the support of the Culture Programme of the European Union and the City of Tbilisi
Main Partner: Bank of Georgia

PHOTOGRAPHY: Young Photographer in the Caucasus Award - 2010 Winner - Karen Mirzoyan (magnumfoundation.org)

The Magnum Foundation established the Young Photographer in the Caucasus Award in 2009. The Award, with a $5000 first prize, recognizes outstanding documentary photography on a matter of social importance by a young photographer living in the Caucasus region.

The Award program is open to all photographers born after June 1, 1975, living in Georgia, Armenia, Azerbaijan, the Republics of the North Caucasus in the Russian Federation (Daghestan, Chechnya, Ingushetia, North-Ossetia, Kabardino-Balkaria, Karatshaevo-Tsherkessia, and Adigey Republic) and the Russian Federation regions of Stavropol Krai and Krasnodar. Existing United Nations standards on nationality and borders will be utilized for purposes of determining eligibility. Photographers affiliated with the Magnum Foundation or Magnum Photos and their immediate families are not eligible to participate.

The Magnum Foundation is pleased to announce the winner of the 2010 Young Photographer in the Caucasus Award. Karen Mirzoyan will receive $5,000 for his documentary photography project, Unrecognized, and will be presented with a statue by a Magnum Photographer at an awards ceremony held in Tbilisi, Georgia. Unrecognized will be projected at the Rencontres Internationales de la Photographie in Arles, France, and at an R.I.P. Arles-Tbilisi event in Tbilisi, Georgia. No honorable mentions were selected for 2010.

This work focuses on Nagorno-Karabagh, a breakaway state in the Caucasus, hoping to join the list of republics that achieved recognition such as Kosovo, Abkhazia and South Ossetia. The Nagorno-Karabakh war refers to the armed conflict that took place from February 1988 to May 1994, in the small ethnic enclave of Nagorno-Karabakh in southwestern Azerbaijan, between the predominantly ethnic Armenians of Nagorno-Karabakh backed by the Republic of Armenia against the Republic of Azerbaijan. The Armenia-Azerbaijan conflict, a clash between the principles of territorial integrity and self-determination, is the longest inter-ethnic dispute in the former Soviet Union. Ethnic Armenians, the majority in the Nagorno-Karabakh region of Azerbaijan, have a different culture, religion, and language than Azeris. They seek to join Armenia or to become independent. Azerbaijan seeks to preserve its national integrity. The dispute has produced violence, mutual expulsion of rival nationals, charges and countercharges.

Karen Mirzoyan was born in Tbilisi, Georgia in 1981 and moved to Armenia in 1992. Mirzoyan is the winner of the 2009 OSI Production Grant for his work on the increased rate of suicide among young people in Armenia. In 2010, he was selected to be a Magnum Foundation Emergency Fund photographer as well as a scholarship recipient for the 2010 New York University/Magnum Foundation Photography and Human Rights Program. His work has appeared in The Times (London, UK), FOTO 8 (London UK), Telegraph (online), GEO (Italy), National Geographic (Turkey), National Geographic Traveler (Armenia), CNN.com, and CBS news, amongst others. Mirzoyan is currently working on a larger project on suicide victims throughout various countries such as Lebanon, Armenia, and Turkey. This year he also started a project about underground culture in Iran.

Mirzoyan currently lives in Yerevan, Armenia.


The Magnum Foundation's latest annual report can be obtained from the organization or from the Office of the Attorney General by writing the Charities Bureau, 120 Broadway, New York, NY 10271

Thursday, July 08, 2010

ARTICLE: The Caucasus Cauldron. By George Friedman (stratfor.com)

source: stratfor.com

U.S. Secretary of State Hillary Clinton visited some interesting spots over the July 4 weekend. Her itinerary included Poland and Ukraine, both intriguing choices in light of the recent Obama-Medvedev talks in Washington. But she also traveled to a region that has not been on the American radar screen much in the last two years — namely, the Caucasus — visiting Georgia, Azerbaijan and Armenia.
The stop in Poland coincided with the signing of a new agreement on ballistic missile defense and was designed to sustain U.S.-Polish relations in the face of
the German-Russian discussions we have discussed. The stop in Ukraine was meant simply to show the flag in a country rapidly moving into the Russian orbit. In both cases, the trip was about the Russians. Regardless of how warm the atmospherics are between the United States and Russia, the fact is that the Russians are continuing to rebuild their regional influence and are taking advantage of European disequilibrium to build new relationships there, too. The United States, still focused on Iraq and Afghanistan, has limited surplus capacity to apply to resisting the Russians. No amount of atmospherics can hide that fact, certainly not from the Poles or the Ukrainians. Therefore, if not a substantial contribution, the secretary of state’s visit was a symbolic one. But when there is little of substance, symbols matter.
That the Poland and Ukraine stops so obviously were about the Russians makes the stops in Georgia, Azerbaijan and Armenia all the more interesting. Clinton’s statements during the Caucasian leg of her visit were positive, as one would expect. She expressed her support for Georgia without committing the United States to any arms shipments for Georgia to resist the Russians, who currently are stationed inside Georgia’s northern secessionist regions. In Azerbaijan and Armenia, she called on both countries to settle the issue of
Nagorno-Karabakh, a disputed region within western Azerbaijan proper. Armenia took control of the region by force following the Soviet collapse. For Azerbaijan, the return of Nagorno-Karabakh under a U.N. resolution is fundamental to its national security and political strategy. For Armenia, retreat is not politically possible.
This means Clinton’s call for negotiations and her offer of U.S. help are not particularly significant, especially since the call was for Washington to help under the guise of international, not bilateral, negotiations. This is particularly true after Clinton seemed to indicate that
the collapse in Turkish-Armenian talks was Turkey’s responsibility and that it was up to Turkey to make the next move. Given that her visit to the region seems on the surface to have achieved little — and indeed, little seems to have been intended — it is worth taking time to understand why she went there in the first place, and the region’s strategic significance.

The Strategic Significance of the Caucasus
The Caucasus is the point where Russia, Iran and Turkey meet. For most of the 19th century, the three powers dueled for dominance of the region. This dispute froze during the Soviet period but is certainly in motion again. With none of these primary powers directly controlling the region, there are secondary competitions involving Armenia, Azerbaijan and Georgia, both among these secondary powers and between the secondary powers and the major powers. And given that the region involves the Russians, Iranians and Turks, it is inevitable that the global power would have an interest as well — hence, Hillary Clinton’s visit.
Of all the regions of the world, this one is among the most potentially explosive. It is the most likely to draw in major powers and the most likely to involve the United States. It is quiet now — but like the Balkans in 1990, quiet does not necessarily reassure any of the players. Therefore, seven players are involved in a very small space. Think of it as a cauldron framed by Russia, Iran and Turkey, occasionally stirred by Washington, for whom each of the other three major powers poses special challenges of varying degrees.
The Caucasus region dominates a land bridge between the Black and Caspian seas. The bridge connects Turkey and Iran to the south with Russia in the north. The region is divided between two mountain ranges, the Greater Caucasus to the north and the Lesser Caucasus in the south; and two plains divided from one another, one in Western Georgia on the Black Sea and another, larger plain in the east in Azerbaijan along the Kura River. A narrow river valley cuts through Georgia, connecting the two plains.
The Greater Caucasus Mountains serve as the southern frontier of Russia. To the north of these mountains, running east to west, lies the Russian agricultural heartland, flat and without any natural barriers. Thus, ever since the beginning of the 19th century, Russia has fought for a significant portion of the Caucasus to block any ambitions by the Turkish or Persian empires. The Caucasus mountains are so difficult to traverse by major military forces that as long as Russia maintains a hold somewhere in the Caucasus, its southern frontier is secure. During the latter part of the 19th century and for most of the Soviet period (except a brief time at the beginning of the era), the Soviet position in the Caucasus ran along the frontier with Turkey and Persia (later Iran). Armenia, Azerbaijan and Georgia were incorporated into the Soviet Union, giving the Soviets a deep penetration of the Caucasus and, along with this, security.
After the fall of the Soviet Union, the three Caucasian republics broke free of Moscow, pushing Russia’s frontier north by between about 160 to 320 kilometers (100-200 miles). The Russians still maintained a position in the Caucasus, but their position was not secure. The northern portion of the Caucasus consisted of Chechnya, Ingushetia, Dagestan and others, all of which had
significant Islamist insurgencies under way. If the Russians abandoned the northeastern Caucasus, their position was breached. But if they stood, they faced an interminable fight.
Georgia borders most of the Russian frontier. In the chaos of the fall of the Soviet Union, various Georgian regions attempted to secede from Georgia with Russian encouragement. From the Georgian point of view, Russia represented a threat. But from the Russian point of view, Georgia represented a double threat. First, the Russians suspected the Georgians of supporting Chechen rebels in the 1990s — a charge the Georgians deny. The more important threat was that the United States selected Georgia as its main ally in the region. The choice made sense if the United States was conducting an encirclement strategy of Russia, which Washington was doing in the 1990s (though it became somewhat distracted from this strategy after 2001). In response to what it saw as U.S. pressure around its periphery,
the Russians countered in Georgia in 2008 to demonstrate U.S. impotence in the region.
The Russians also maintained a close relationship with Armenia, where they continue to station more than 3,000 troops. The Armenians are deeply hostile to the Turks over demands that Turkey admit to massacres of large number of Armenians in 1915-16. The Armenians and Turks were recently involved in negotiations over the normalization of relations, but these talks collapsed — in our view, because of
Russian interference. The issue was further complicated when a U.S. congressional committee passed a resolution in March condemning Turkey for committing genocide, infuriating the Turks.
One of the countercharges against Armenia is that it has conducted its own massacres of Azerbaijanis. Around the time of the Soviet breakup, it conducted a war against Azerbaijan, replete with the ethnic cleansing of hundreds of thousands of Azerbaijanis in a region known as Nagorno-Karabakh in western Azerbaijan, leaving Azerbaijan with a massive refugee problem. While the U.N. Security Council condemned the invasion, the conflict has been frozen, to use the jargon of diplomats.


The Importance of Azerbaijan
For its part, Azerbaijan cannot afford to fight a war against Russian troops in Armenia while it also shares a northern border with Russia. Azerbaijan also faces a significant Iranian problem. There are more Azerbaijanis living in Iran than in Azerbaijan; Iran’s supreme leader, Ayatollah Ali Khamenei, is a prominent Azerbaijani-Iranian. The Soviets occupied all of Azerbaijan during World War II but were forced to retreat under British and American pressure after the war, leaving most of Azerbaijan inside Iran. The remainder became a Soviet republic and then an independent state.
The Azerbaijanis are deeply concerned about the Iranians. Azerbaijan is profoundly different from Iran. It is Muslim but heavily secular. It maintains close and formal relations with Israel. It has supported the war in Afghanistan and made logistical facilities available to the United States. The Azerbaijanis claim that Iran is sending clerics north to build Shiite schools that threaten the regime. Obviously, Iran also operates an intelligence network there.
Adding to the complexity, Azerbaijan has long been a major producer of oil and has recently become an exporter of natural gas near the capital of Baku, exporting it to Turkey via a pipeline passing through Georgia. From the Turkish point of view, this provides
alternative sources of energy to Russia and Iran, something that obviously pleases the United States. It is also an obvious reason why Russia sees Azerbaijan as undermining its position as the region’s dominant energy exporter.
The Russians have an interest, demonstrated in 2008, to move southward into Georgia. Obviously, if they were able to do this — preferably by a change in government and policy in Tbilisi — they would link up with their position in Armenia, becoming a force both on the Turkish border and facing Azerbaijan.
The Russians would like to be able to integrate Azerbaijan’s exports into its broader energy policy, which would concentrate power in Russian hands and increase Russian influence on Russia’s periphery. This was made clear by Russia’s recent offer to buy all of Azerbaijan’s natural gas at European-level prices. The Turks would obviously oppose this for the same reason the Russians would want it. Hence, the Turks must support Georgia.
Iran, which should be viewed as an Azerbaijani country as well as a Persian one, has two reasons to want to dominate Azerbaijan. First, it would give Tehran access to Baku oil, and second, it would give Tehran strategic bargaining power with the Russians, something it does not currently have. In addition, talk of present unrest in Iran notwithstanding, Iran’s single most vulnerable point in the long term is the potential for Azerbaijanis living in Iran to want to unite with an independent Azerbaijani state. This is not in the offing, but if any critical vulnerability exists in the Iranian polity, this is it.
Consider this from the American side. When we look at the map, we notice that Azerbaijan borders both Russia and Iran. That strategic position alone makes it a major asset to the United States. Add to it oil in Baku and investment by U.S. companies, and Azerbaijan becomes even more attractive. Add to this that its oil exports support Turkey and weaken Russian influence, and its value goes up again. Finally, add to it that Turkey infuriated Azerbaijan by negotiating with Armenia without tying the issue of Nagorno-Karabakh to any Turkish-Armenian settlement. Altogether, the United States has the opportunity to forge a beneficial relationship with Azerbaijan that would put U.S. hands on one of Turkey’s sources of oil. At a time when the Turks recognize a declining dependence on the United States, anything that could increase that dependence helps Washington. Moreover, Azerbaijan is a platform from which Washington could make the Iranians uncomfortable, or from which to conduct negotiations with Iran.
An American strategy should include Georgia, but Georgia is always going to be weaker than Russia, and unless the United States is prepared to commit major forces there, the Russians can act, overtly and covertly, at their discretion. A Georgian strategy requires a strong rear base, which Azerbaijan provides, not only strategically but also as a source of capital for Georgia. Georgian-Azerbaijani relations are good, and in the long run so is Turkey’s relation with these two countries.
For Azerbaijan, the burning issue is Nagorno-Karabakh. This is not a burning issue for the United States, but the creation of a stable platform in the region is. Armenia, by far the weakest country economically, is allied with the Russians, and it has Russian troops on its territory. Given that the United States has no interest in who governs Nagorno-Karabakh and there is a U.N. resolution on the table favoring Azerbaijan that serves as cover, it is difficult to understand why the United States is effectively neutral. If the United States is committed to Georgia, which is official policy, then it follows that satisfying Azerbaijan and bringing it into a close relationship to the United States would be beneficial to Washington’s ability to manage relations with Russia, Iran and Turkey.
U.S. Defense Secretary Robert Gates visited Azerbaijan a month ago and Clinton visited this weekend. As complex as the politics of this region are to outsiders, they are clearly increasing in importance to the United States. We could put it this way: Bosnia and Kosovo were obscure concepts to the world until they blew up. Nagorno-Karabakh, South Ossetia and Abkhazia are equally obscure now. They will not remain obscure unless strategic measures are taken. It is not clear to us that Clinton was simply making a courtesy call or had strategy on her mind. But the logic of the American position is that it should think strategically about the Caucasus, and in doing so, logic and regional dynamics point to a strong relationship with Azerbaijan.

ARTICLE: Abkhazia on Three Wheels. By Alexander Cooley and Lincoln Mitchell. © 2010 World Policy Institute

Alexander Cooley is associate professor of political science at Barnard College and Columbia University’s Harriman Institute.
Lincoln Mitchell is an associate at the Harriman Institute and the author of Uncertain Democracy: U.S. Foreign


Policy and Georgia’s Rose Revolution (University of Pennsylvania, 2008). They are the authors of "After the August War: A New Strategy for U.S. Engagement with Georgia" (Harriman Institute, May 2010).


full text (pdf) >>>

Tuesday, July 06, 2010

VIDEO: Kaminer goes Kaukasus (youtube.com)

Der Kaukasus: endlose Weiten, mächtige Berge. Irgendwo mitten drin liegt der kleine Ort Mineralowodski Vody. Hier lebt die Schwiegermutter vom Schriftsteller Wladimir Kaminer. Eine kulturell höchst informative Reise in eine höchst seltsame Welt.

Am 29. August auf arte-TV ...




Friday, July 02, 2010

ARTIKEL: Georgiens schwieriger Umgang mit Stalin (nzz.ch)

Junge Historiker bemühen sich um eine Neubewertung des in seiner Heimat noch immer verehrten Diktators

In Georgien, der Heimat des sowjetischen Diktators Josef Stalin, ist dessen offene Verehrung nicht anrüchig. Junge Historiker wollen Stalins Wirken in der Region aufarbeiten und die verschiedenen vorherrschenden Geschichtsbilder zurechtrücken.

Markus Ackeret, Tbilissi


Am 9. März 1956 endete der Protest georgischer Jugendlicher gegen die Entstalinisierungspolitik in einem Blutbad. Eine Aufarbeitung des Ereignisses hat es bis heute nicht gegeben. Dies und das Ereignis selbst erscheinen symptomatisch für den Umgang mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin und seiner Zeit. Georgien ist die Heimat Stalins. Vor kurzem erst wurde die grosse Statue auf dem Hauptplatz seiner Geburtsstadt Gori geschleift; sie soll in das verklärende Museum gleich nebenan gebracht werden. Nicht wenige Georgier – jüngere und ältere – bedauern das und wünschten sich einen Mann seines Kalibers an die Spitze des Landes.

Unterschiedliche Zugänge
Von Stalin-Nostalgie sind Giorgi Kldiaschwili und David Dschischkariani weit entfernt. Die beiden jungen Historiker haben mit Gleichgesinnten eine Nichtregierungsorganisation gegründet, die sich die historische Aufarbeitung der Sowjetzeit in Georgien zur Aufgabe macht. Gerade weil Stalins Bild in der Öffentlichkeit nach wie vor erstaunlich positiv ist und jahrzehntelang keine Forschung zum sowjetischen Georgien möglich und erwünscht war, wollen die Historiker in erster Linie Zeitzeugnisse veröffentlichen und in den Kontext stellen, ohne aber allzu viele Wertungen vorzunehmen. Die goldene Mitte gelte es anzustreben, sagen sie.

Sie stehen mit ihrem Ansinnen tatsächlich in der Mitte – zwischen der Verklärung der Vergangenheit, die die einen betreiben und für die das Stalin-Museum in Gori steht, und einem Geschichtsbild, das die Sowjetzeit in Bausch und Bogen verdammt, wie es die Regierung von Präsident Saakaschwili pflegt. «Nicht alles war schlecht in der Sowjetunion», meint Kldiaschwili und bedauert, dass die historische Aufarbeitung keine staatliche Priorität geniesse. Dabei ermögliche nicht nur eine klare wirtschaftliche und politische Perspektive den Weg nach Europa, sondern auch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, so ist Kldiaschwilis Mitstreiter Lewan Awalischwili überzeugt. Die beiden leiten das Institute for Development of Freedom of Information in Tbilissi und arbeiten an geschichtswissenschaftlichen Dissertationen.

Georgiens Opfer und Täter
Wie sich die Regierung die Aufarbeitung der Sowjetzeit vorstellt, hat sie im Okkupationsmuseum in Tbilissi vorgemacht. Die modern gestaltete Ausstellung füllt einen grossen Saal mit Galerie im georgischen Nationalmuseum, das derzeit allerdings grundlegend renoviert wird und deshalb nur in Ausnahmefällen zugänglich ist. Schon im Treppenhaus grüsst eine riesige Foto, die Saakaschwili mit seinem früheren ukrainischen Amtskollegen Wiktor Juschtschenko und einer Schülerschar zeigt. Später wird eine Museumsführerin sagen, der Totalitarismus habe mit der Rosenrevolution 2003 geendet, die Saakaschwili an die Macht brachte. Georgiens Okkupationsmuseum ist der gleichnamigen Institution in der lettischen Hauptstadt Riga nachempfunden, kleiner allerdings und ohne selbst Forschung zu betreiben.

Es erzählt zunächst von der kurzen Blüte der georgischen Unabhängigkeitsbewegung 1918, nach der Oktoberrevolution im Russischen Imperium (zu dem Georgien seit Anfang des 19. Jahrhunderts gehört hatte), und der Eingliederung in die entstehende Sowjetunion bereits 1921 als Teil der kurzlebigen Südkaukasischen Föderation; danach vom Widerstand gegen die Sowjetherrschaft und den wellenartig über die Republik hereingebrochenen Phasen des Terrors – in den zwanziger Jahren, um die Gegenwehr zu brechen, in den dreissiger Jahren während des gesamtsowjetischen Grossen Terrors, in der Endphase der Herrschaft Stalins.

An den Fakten gibt es nicht viel zu rütteln. Fragwürdiger ist der Subtext, die Interpretation, die vorgibt, das sowjetische Übel sei vollkommen von aussen über Georgien hereingebrochen. Dass die Georgier nicht nur Opfer, sondern selbst auch Täter im Grossen Terror waren, wird unter den Tisch gewischt, ebenso fehlt etwa die angemessene Darstellung der gezielten Gewalt gegen Minderheiten. Darin spiegelt sich viel gegenwärtige Politik. Russland wird auch jetzt gerne für alles Übel verantwortlich gemacht, und mit Minderheitenfragen tut sich der mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstandene georgische Nationalstaat, wie die Konflikte in Abchasien und Südossetien besonders drastisch zeigen, sehr schwer.

Das Konzept der Historiker ist ein anderes. Sie wollen die Dokumente und die Schauplätze der Geschichte selbst sprechen lassen. Ohne die Archivbestände, sagt David Dschischkariani, könne man die Geschichte des Stalinismus nicht erforschen. Fast wäre es nie so weit gekommen, weil grundlegende Archivmaterialien kurz vor der Vernichtung standen. Als das Gebäude im Zentrum Tbilissis, in dem unter anderem das Archiv des Zentralkomitees der georgischen Kommunistischen Partei untergebracht war, an Investoren verkauft wurde, gelang es nur durch Zufall, die Bestände zu retten. Sie befanden sich in schlechtem Zustand, und Räume für sie waren zunächst auch keine vorhanden. Giorgi Kldiaschwili, der damals für das staatliche Telegrafenamt arbeitete, konnte dieses dafür gewinnen, in einem Gebäude am Stadtrand ein Stockwerk abzutreten. Die Archivabteilung des Innenministeriums übernahm die Kosten für die Renovierung der Räumlichkeiten. Auch Omar Tuschuraschwili, dem Zuständigen im Innenministerium, ist der Stolz über das gerettete Archiv anzusehen.

Topografie des Terrors
In der Tat ist es eine wahre Fundgrube für Historiker des Stalinismus. Hier finden sich Originaldokumente über Stalins frühe Jahre – etwa seine schon leicht brüchige Polizeiakte aus seiner Zeit als Revolutionär in Baku oder die Memoiren seiner Mutter –, aber auch Deportationslisten für zahlreiche Völker auf dem Boden Georgiens (unter anderem auch für Deutsche) und Materialien über Massenerschiessungen. Im Unterschied zu vergleichbaren Beständen in Moskau sind hier alle Akten ohne Ausnahme frei zugänglich und ermöglichen so einen Blick in die Abläufe und auf die Ereignisse in der sowjetischen Peripherie. Gute Verzeichnisse fehlen aber, so dass es mitunter tage- oder wochenlang dauern kann, um ein bestimmtes Aktenstück aufzutreiben. Die angestrebte Digitalisierung würde nicht nur die Originaldokumente schonen, sondern auch diesbezüglich für Erleichterung sorgen.

Dschischkariani arbeitet derzeit zusammen mit dem deutschen Historiker Marc Junge von der Ruhr-Universität Bochum an einem von der Volkswagen-Stiftung geförderten Projekt über die Massenrepressionen in Georgien während des Grossen Terrors 1937/38. Ein weiteres, grösseres und für eine breitere Öffentlichkeit gedachtes Vorhaben beschäftigt sich mit der Konzipierung einer «Topografie des Terrors» in Tbilissi. Recherchen im Archiv des Zentralkomitees, jenem des sowjetischen Geheimdienstes und in weiteren Bibliotheken und Beständen werden ebenso die Grundlage dafür sein wie Gespräche mit Zeitzeugen. Die Historikergruppe um Kldiaschwili und Dschischkariani ist für die Umsetzung verantwortlich, das Südkaukasus-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung und das Institut für internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes finanzieren sie. Auch die Schweizer Botschaft beteiligt sich an einem Teilprojekt – jenem über die Aufarbeitung der Jugendproteste gegen die Entstalinisierung im März 1956. Die Gesellschaft Memorial, die sich in Russland als erste und am umfassendsten mit der Aufarbeitung der sowjetischen Vergangenheit beschäftigt hat, ist Kooperationspartner.

Historischer Stadtspaziergang
Die Idee ist gut erprobt, und sie passt bestens in die gegenwärtigen Forschungstendenzen, die dem historischen Raum und Ort des Geschehens die lange vernachlässigte Bedeutung für die historische Erzählung geben. Zunächst für einen Bezirk Tbilissis, später für die ganze Stadt und weitere Orte des Landes soll ein historischer Stadtspaziergang entwickelt werden, der die Schauplätze des Stalinismus für Touristen und Einheimische erlebbar macht. Das Konzept wird das Bewusstsein für die brutale Herrschaft des Diktators auch in dessen Heimat zu schärfen verstehen. Mehr als eine patriotische Geschichtsdarstellung kann die Konfrontation mit einem Ort zum Nachdenken über Kontinuitäten und Brüche der Geschichte anregen. Das Haus von Stalins Schergen Lawrenti Berija zum Beispiel, dem Statthalter in Georgien und späteren sowjetischen Geheimdienstchef, dient heute dem Menschenrechtsbeauftragten der Regierung als Amtssitz.

Thursday, July 01, 2010

VIDEO: Sonderbare Energievermehrung – Strom aus dem Nichts? (wahrheiten.org)

Ein Erfinder aus Georgien, Tariel Kapanadze, demonstriert in einem – im wahrsten Sinne des Wortes – primitiven Feldversuch, wie er mit einfachen Mitteln, einigen elektronischen Komponenten und einem Wissen, was auf den Erkenntnissen von Nikola Tesla basiert, Strom wie aus dem Nichts erzeugen kann.

Ob es Freie Energie tatsächlich gibt und ob sie real nutzbar ist, erklärt ein Bastler, der Kapanadzes Prinzip analysiert und selbst einen solchen Generator nachgebaut hat, im Interview.

Selbstlufendes 500 Watt bis 5KW Free Energy Gerät vorgestellt


Bilder zu Tariel Kapanadze

Kapanadze from Wko on Vimeo.

A Georgia Republic inventor, Tariel Kapanadze, claims to have invented a 5 kilowatt free energy generator. In a demonstration video, the device appears to produce copious amounts of energy from no visible source.

The components apparently include a radiator buried in the ground, a wire to a water pipe, a Tesla coil/joule thief, a spark gap, transformer, capacitors, 5 ferrite cores from old TV HV transformers, and some other unidentified components.

In the videos below under the keyword "Kapanadze", several different iterations or varieties are shown. Two appear to be solid state of different sizes, one in a black box. Another is a rotating system.

On July 22, 2009, a video was posted showing a 100 kW unit being third party tested.

more here: Kapanadze Free Energy Generator



VIDEO: Aserbaidschan: Der Preis des Öls (mediathek.daserste.de)

Die Fotografin Rena Effendi aus Aserbaidschan wurde in dem ARD-Magazin "ttt - titel thesen temperamente" vorgestellt. In der Mediathek der ARD können Sie sich das Porträt noch einmal ansehen:

Video: mediathek.daserste.de

Seit sechs Jahren dokumentiert die aserbaidschanische Fotografin Rena Effendi das Leben entlang der Pipeline Baku-Tiflis-Ceylan. Auf der einen Seite Luxus-Einkaufszentren in Baku, auf der anderen Seite die Slums der Menschen, die infolge der ölgetriebenen Immobilienblase ihre Häuser verloren haben. Sex-Arbeiterinnen, die auf Petro-Dollars hoffen und Fischer, die wegen der Öltanker keine Fische mehr fangen. Eine Geschichte von Umweltzerstörung und sozialen Abgründen - jenseits der PR-Broschüren von BP, dem Betreiber der Pipeline.

Wednesday, June 30, 2010

FILM: Documentary on Enforced Disappearances of Ossetian People in Georgia

“A Raid in the Name of Georgia” – a Documentary film about Ethnic Ossetian Citizens Persecuted by Georgian Law Enforcement Officials

On June 30 at 1:00 p.m. the Human Rights Centre will present a new documentary film “A Raid in the Name of Georgia.” The presentation will be held in the Cinema House (address: Kakabadzeebi street №2). This new documentary film demonstrates persecution of ethnic Ossetian citizens of Georgia by the government.

In October 2006 George Khetaguri was arrested and sent to prison for three years for the purchase 1 pill of Subtext. In exchange of freedom, Georgian law enforcement officials offered him to become their agent in Tskinvali. Khetaguri did not accept their proposal. He was put in prison and his family and relatives had no information about his whereabouts for 3 years.
The film also tells the story of Khatuna Charaeva from Akhalgori district who was arrested in Tbilisi while she was selling some walnuts. Charaeva was convicted for transporting of faked 30 000 US Dollars. The case files were declared as confidential. In the end, as a result of plea-agreement signed by Charaeva and the prosecutor’s office in Georgia, Georgian side handed her over to Tskinvali de facto government in exchange of some ethnic Ossetian hostages.
The journalistic investigation was supported by the European Union, Eurasia Partnership Foundation, Norwegian Helsinki Committee and National Endowment for Democracy.

Contact person: Giorgi Janelidze
Tel.: 376950; 384648
e-mail:
hridc@hridc.org
web-site:
www.hridc.tv; www.humanrights.ge

Tuesday, June 29, 2010

WIRTSCHAFT: Georgien und Armenien: Unternehmerreise nach Tiflis und Eriwan (leipzig.ihk.de)

Reise wird vom BMWi unterstützt

Die Unternehmerreise führt in die Hauptstädte der beiden Kaukasusrepubliken, die nach einem schwierigen letzten Jahr bereits in den ersten Monaten 2010 wieder deutliches Wachstum vorweisen können.
Insbersondere in den Bereichen Agrarwirtschaft, Lebensmittel- und Leichtindustrie, Infrastruktur/Straßenbau, Energie, Telekommunikation und Kommunalwirtschaft werden im laufenden Jahr spürbare Investitionen geplant.
Während der Reise finden Wirtschaftsforen, Kontaktbörsen mit lokalen Unternehmen, individuelle Unternehmensgespräche und Rundtischgespräche in den Ministerien statt. Die Teilnahme steht Unternehmen aus allen Branchen offen.
Interessierte Unternehmer finden ausführliche Informationen sowie einen Flyer samt Anmeldeformular auf Deutsch und Russisch hier.
Anmeldeschluss ist der 3. September 2010.

FOTOGRAFIE: Rena Effendis Ausstellung in Deutschland (rfvirus.blogspot.com)

Die Vorbereitungen zur Ausstellung mit Rena Effendi nehmen langsam Gestalt an. Was für mich mit einer einfachen Bücherwerbung des Schweizer Benteli Verlages im „Du“ Magazin begann, ist nunmehr ein reales Projekt in der „Neuen Sächsischen Galerie“ Chemnitz geworden.
Als Zeitraum für die Ausstellung haben wir den März 2011 bis Mai 2011 gewählt. Ich habe versucht, dass Rahmenprogramm so interessant wie möglich zu gestalten. Angefragt habe ich einen Mitarbeiter der Heinrich Böll Stiftung, der uns etwas zum Thema Kaukasus vortragen wird. Als Nächstes werde ich den Dokumentarfilm „ The Oil Crash“ vorstellen, welcher meiner Meinung nach einen außergewöhnlich guten Überblick über das Geschäft mit dem Öl liefert. In diesen Film werden auch einige Einblicke in Rena Effendis Heimat, Baku in Aserbaidschan, geliefert.


Zur Eröffnung direkt, habe ich mir die Lesung eines Gedichtes überlegt. Die Zeitschrift „Wespennest“ stellt uns dieses aus ihrer Ausgabe 139 (Öl) zur Verfügung. Der Verfasser des Gedichtes ist Alexej Parschtschikow. Die Zeitschrift „Das Magazin“ wird uns aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Artikel zur Ausstellung unterstützen. Das ARD wird in seiner Sendung „ttt“ am Sonntag, den 27.06. ein Porträt über Rena Effendi ausstrahlen und dabei ebenfalls diese Ausstellung erwähnen. Der Schweizer Benteli Verlag hat uns sein Buch „Pipe Dreams“ zur Verfügung gestellt, welches wir als Ausstellungskatalog anbieten werden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir inzwischen erreicht haben. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass Rena auch tatsächlich zur Eröffnung kommen kann.

Das YouTube Video ist ein Interview mit Rena Effendi zu ihrer Ausstellung in der Londoner "Host Gallery"




Ausstellung in der Neuen Sächsischen Galerie (Chemnitz) von März bis Mai 2011

Link: http://www.neue-saechsische-galerie.de

Source: rfvirus.blogspot.com

AUSSTELLUNG: Malerei des Georgischen Künstlers Giorgi Dundua am 2. Juli (dundua.de)



Eröffnung am Freitag, den 2.7. 2010 in Hamburg
Ausstellungsort: Weinladen "GeoVino - Weine und Spezialitäten aus Georgien"
www.geovino.de
Webseite von Gio unter www.dundua.de

MAGAZIN: Armenisch-Deutschen Korrespondenz (deutscharmenischegesellschaft.de)

ADK 148, die aktuelle Ausgabe der Armenisch-Deutschen Korrespondenz, Organ der Deutsch-Armenischen Gesellschaft (DAG), ist erschienen!

Einzelexemplare können gegen Rechnung erworben werden (7,- € zzgl. Porto (Inland) / 9,- € zzgl. Porto (Ausland)). Interessenten möchten sich bitte direkt an die Schriftleitung der ADK, Dr. Raffi Kantian , wenden.

Wer an einem ADK-Abonnement interessiert ist, lädt das Aboformular von der Webseite der DAG herunter bzw. kontaktiert die Schriftführerin der DAG, Dr. Susanne Dibbelt .

Für Nichtmitglieder beträgt das Jahresabonnement (4 Hefte) bei Einzelpersonen 25,- EUR, bei Institutionen 30,- EUR.

Inhalt
Liebe Leser 1

Armenien & Kaukasus
Konfliktgebiet Berg-Karabach 2
Auf dem Vormarsch 4
Karabach hat gewählt - zum fünften Mal 5
Unparteiisch? 6
Suspendiert 6
Die Menschenrechte in Armenien 7
Armenien als Reiseziel 9

Armenien & Deutschland
Aghet – ein Völkermord 13
Genozid an den Armeniern 15
Hakkı Keskin & Aghet 15
„Amnesie ist keine Grundlage für Frieden und Versöhnung“ 16
Günter Grass zum türkischen Tabu 18

Türkei & Orient
Die geostrategischen Ambitionen der Türkei, Teil 1 19
Wenn Mutige zum Erinnern anhalten 23
Wenn das Schweigen sich Schicht um Schicht lüftet, Teil 2 26
Kilikien 1909; Teil 1 31

Aus Religion & Kirche
Religiöse Führer: Den Frieden sondieren 36
Kirche in Halle geweiht 37

Kunst & Wissenschaft
Anahit Toptchian: Und seine Seele empörte sich 38
Arshile Gorkys Identität überprüfend 40
Richard Kloian † 43
Kristina Altunjan im Porträt 44
Vergessen! Vergessen? 46
Die armenischen Flüchtlinge in Armenien: Dsjunaschogh, Teil 1 49
„Kaukasische Rochade“ 51
Die bildliche Darstellung des missionarischen Erfolges
im späten Osmanischen Reich 52
Jaroslav Daškevyč † 55
Achtamar 56

Veranstaltungen
Zum 95. Mal – der 24. April 57
Dreifaches Gedenken in Hamburg 58
Gedenkveranstaltung im Französischen Dom 59
Zwischen Leugnung und Wirkung 60
Tagung in Arzach 61
Armin T. Wegner-Ausstellung in Solingen 62

Bücher, Zeitschriften & CDs
Im Fadenkreuz von Chanson und Jazz 64
Grigor der Erleuchter und die Christianisierung Armeniens 65

In Kürze 67

REPORTAGE: Türkei - Das Versteck (faz.net)

Fünfundneunzig Jahre nach dem Völkermord reisen zwei armenische Familien in die Türkei zurück. Der einen fällt das Wiedersehen leicht, ihnen wurde damals geholfen. Der anderen nicht, für sie bleiben alle Türken Feinde.

Von Karen Krüger

23. Juni 2010

Sie wollte immer ihre Heimat sehen. Und oft wollte sie es auch nicht. Dann schlug die Sehnsucht in Wut und Traurigkeit um. Dann weinten sie und ihre Familie um die Ermordeten und das Verlorene. Shoushan Faradschjan-Tschiftdschjan ist sechzig Jahre alt. Sie wurde dort geboren, wo sie auch wohnt, im Libanon. Vor wenigen Augenblicken aber hat sie den Ort, den sie Heimat nennt, zum ersten Mal betreten. Shoushan Faradschjan-Tschiftdsch- jan ist nach Kozan gereist, einer kleinen Stadt im Südwesten der Türkei, die früher einmal Sis hieß.
Am Himmel steht die Dämmerung, der Tag neigt sich dem Ende zu. Shoushan Faradschjan-Tschiftdsch- jan blickt um sich, betrachtet still die vor ihr liegenden Häuser. Sie geht ein paar Schritte die Straße entlang: eine gepflegte weißhaarige Dame. Sie atmet tief ein, so als wolle sie den Duft der Luft kosten und nie mehr vergessen. Sie lächelt. Obwohl sie die Sehnsucht und den Schmerz von drei Generationen in sich trägt, hat sie in diesem Augenblick die Augen einer jungen Frau.


Der ganze Text >>>


Zum Thema
Der schwierige Dialog zwischen Armeniern und Türken über den armenischen Genozid
Eine herausragende ARD-Dokumentation erinnert an den Genozid an den Armeniern
Völkermord im Lehrplan: Die armen Schüler
Genozid in Armenien: Die Herrschaft der Toten

Thursday, June 24, 2010

UNIVERSITÄT: Armenologische Woche in Halle vom 28. – 30. Juni

Armenologische Woche in der Villa Kähne (Mühlweg 15)

vom 28. – 30. Juni

mit dem Dozenten der Partneruniversität

Dr. Artak Movsisyan
(Staatliche Universität Jerewan)

EINLADUNG

Montag, den 28.06.2010, Seminarraum I

12.00 – 14.00 Uhr
The oldest state in Armenian Highland – Aratta: The first Indo-European state-unit (XXVIII-XXVII centuries BC)

18.00 – 20.00 Uhr
Dokumentarfilm „Nemrut: The great Sanctuary of the Sun-King“

Dienstag, den 29.06.2010, Seminarraum II

14.00 – 16.00 Uhr
The writing culture of Pre-Christian Armenia
(PPP mit Abschnitten aus dem Dokumentarfilm
“Von der Felsenschrift bis zum Alphabet”)

Mittwoch, den 30.06.2010, Seminarraum I

16.00 – 18.00 Uhr
On the Issue of the Origin of the Armenians

19.00 – 21.00
Dokumentarfilm „ Tigran der Große“
(in der Armenischen Kirchengemeinde in der Alfred-Reinhardt-Str. 8,
06132 Halle/Ammendorf )

Veranstaltet vom Seminar Christlicher Orient, vom Seminar für Orientalische Archäologie und Kunstgeschichte und vom MESROP Zentrum für Armenische Studien

FERNSEHEN: Universum - Der wilde Kaukasus - 24.06.2010 21:05 Uhr (orf.at)

Zwischen Europa und Asien, eingezwängt zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer, ragen gewaltige Berggipfel über 5000 Meter hoch in den Himmel. Der Kaukasus ist eine Welt der landschaftlichen Vielfalt und voller Gegensätze: Hier treffen Sandwüsten auf eisige Gletscher und blubbernde Schlammvulkane auf dichte Wälder. Im Kaukasus sind Sandstürme und Lawinen nichts Ungewöhnliches. Bären und Luchse sind auf den Berghängen und in den dichten Wäldern ebenso zu finden, wie die seltenen Wisente und Saiga-Antilopen. Während der Langohrigel als echter Wüstenbewohner über Sanddünen streift, bevorzugen Kaukasusgämsen die schroffen Felsen des Berglandes und Störe, urtümliche Wesen aus der Urzeit, die Tiefen des Kaspischen Meeres.

Ein Film von Henry M. Mix
Bearbeitung: Andrea Gastgeb (Wh. am 25.Juni, ORF2)

Clip (ORF) >>>

DISKUSSION: 11. Außenpolitische Jahrestagung 2010: "Europas Osten", 7./8.10.10 (boell.de)

Europas Osten
Impulse für die Politik der EU gegenüber ihren östlichen Nachbarn

Datum: Donnerstag, 7. und Freitag, 8. Oktober 2010

Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin-Mitte

Die Interessen der Europäischen Union an ihren östlichen Grenzen sind vielfältig.Russland ist der wichtigste Gaslieferant der EU, Länder wie Belarus, Ukraine und Georgien liegen entlang wichtiger Transitrouten. Außerdem sind mit derEU-Osterweiterung die Sicherheitsprobleme der östlichen Nachbarstaaten zuEU-Sicherheitsproblemen geworden.

Erhebliche Stabilitätsrisiken an den EU-Außengrenzen Alle Länder dieser Region sind nach dem Zerfall der Sowjetunion in tiefe Transformationskrisen geraten. In den meisten haben sich autoritäre Formenvon Herrschaft verfestigt. Chronische Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftliche Monopolstrukturen und massive Korruption bedeuten aber langfristig erhebliche Stabilitätsrisiken an den Außengrenzen der EU. Es liegt daher in ihrem eigenenInteresse, den Gesellschaften in Osteuropa beim Aufbau demokratisch und rechtsstaatlich verfasster Gemeinwesen zu helfen.


Bisher kann von einer kohärenten, an gemeinsamen europäischen Interessen ausgerichteten und mit klaren Botschaften operierenden Politik gegenüber Russland und den Ländern der "Eastern Partnership" keine Rede sein. Die unterschiedlichen Haltungen bei alten und neuen EU-Mitgliedern müssen respektiert und in einem offenen Konsultationsprozess möglichst ausgeglichenwerden, um zu einer gemeinsamen Politik gegenüber dem Osten Europas zugelangen. Wir sehen darin eine europapolitische Kernaufgabe der nächsten Jahre.

Welche konstruktive Rolle sollte die EU im Osten Europas verfolgen? Mit der außenpolitischen Jahrestagung 2010 will die Heinrich-Böll-Stiftung Impulsegeben für eine gesamteuropäische und transatlantische Debatte darüber, welche konstruktive Politik die EU im Osten Europas verfolgen sollte, um jenseits geopolitischer Nullsummen-Spiele Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Entwicklung zu befördern.

Wir möchten mit Ihnen über folgende Fragen diskutieren:


* Wie sollte Europa im Jahr 2025 aussehen?
* Wie könnte sich ein EU-Russland-Verhältnis gestalten, das von Kooperationgeprägt ist, ohne von exklusiven „Einflusszonen“ auszugehen?
* Welches Sicherheitssystem benötigt Europa im 21. Jahrhundert, um eineeine europäische Spaltung zu verhindern?
* Welche Lehren können aus dem Georgien-Krieg für ähnliche Konfliktpotentiale in der östlichen Nachbarschaft gezogen werden?
* Welche Perspektiven einer nachhaltigen Energiesicherheit gibt es für Europa?
* Lässt sich die demokratische Transformation im Osten Europas nur mit einer EU-Beitrittsperspektive konsolidieren?

Projektleitung und Information:

Marc Berthold,
Referent Außen- und Sicherheitspolitik, berthold@boell.de

Melanie Sorge,
Politische Beraterin/ Projektmanagerin, melanie@boellstiftung.org

Anmeldung unter:
www.boell.de

Wednesday, June 23, 2010

LITHOGRAPHIE: Nicolet et Jeanjaquet , Neuchatel: Armenien / Armenia - Eriwan / Yerevan : Grand & Petit Ararat ou Agridagh (antiquariat.de)

ca. 1840.Getönte Lithographie, Blatt: 48,5 x 35 cm.

Schöne grosse Ansicht der Festung Erebuni in Eriwan in Armenien auf dem Berg Ararat. / Leicht gebräunt und fleckig, kleine Risse im Rand. A large beautiful view of the mountin Ararat from the fortress Erebuni in Yerevan in Armenia. / Slightly browned and stained, small tears in margins.

Anbieter:

Antiquariat Dasa Pahor
D - 80799 München
Bestellnummer: 44146

Preis: 360.00 EUR

mehr: www.antiquariat.de

FERNSEHEN: Der Preis des Öls - Rena Effendi in: ttt - titel thesen temperamente / ARD, 27.06.2010, 23.30 (programm.ard.de)

Seit sechs Jahren dokumentiert die aserbaidschanische Fotografin Rena Effendi das Leben entlang der Pipeline Baku-Tiflis-Ceylan. Auf der einen Seite Luxus-Einkaufszentren in Baku, auf der anderen Seite die Slums der Menschen, die infolge der ölgetriebenen Immobilienblase ihre Häuser verloren haben. Sex-Arbeiterinnen, die auf Petro-Dollars hoffen und Fischer, die wegen der Öltanker keine Fische mehr fangen. Eine Geschichte von Umweltzerstörung und sozialen Abgründen - jenseits der PR-Broschüren von BP, dem Betreiber der Pipeline.

ARD, 27.06.2010, 23.30

mehr zu Rena Effendi >>>

PROJEKT: Politische Transformation im postsowjetischen Aserbaidschan: eine historisch-institutionalistische Analyse (madoc.bib.uni-mannheim.de)

Political Transition in Post-Soviet Azerbaijan: A Historical Institutionalist Analysis
Babajew, Aser

pdf-Format: Dokument 1.pdf (12.389 KB)

Das Projekt versucht, im Rahmen des historisch-institutionalistischen Analyserasters die politische Transformation eines postsowjetischen Systems am Beispiel Aserbaidschan zu erklären, insbesondere die Persistenzlogik sowjetischer Institutionen weit über den Kollaps des Sowjetsystems hinweg.Die Fragestellung wurde vor allem durch verbale Datenerhebung, Beobachtung und qualitative Inhaltsanalyse untersucht. Das wichtigste Ergebnis dabei ist die Einsicht, dass es analytisch sinnvoll ist, beim politischen Transformationsprozess neben der Unterscheidung zwischen formellen und informellen Institutionen auch zwischen neuen und alten Akteuren, die vor allem Träger der informellen Institutionen sind, zu differenzieren. Hinzu kommt, dass die informellen Institutionen, die sich kurzfristigen Umwälzungen entziehen und vielmehr mit der gesellschaftlichen Gesamtentwicklung inkremental wandeln, für politische Transformations-Outcomes viel maßgeblicher sind als die formellen.

Kurzfassung in Englisch:
The project tries to explain within the historical-institutionalist analysis framework the transition of the post-Soviet political system in Azerbaijan, in particular the logic of the persistence of soviet institutions far beyond the collapse of the soviet system.The research question is examined mainly by verbal data collection, observation and qualitative content analysis. The most important result thereby is the insight that it makes analytically sense, to distinguish during periods of political transformation, in addition to the differentiation of formal and informal institutions, between new and old actors (as bearer of informal institutions) as well. Moreover, the informal institutions resisting short-term upheavals and changing rather incrementally with the societal overall development are much more decisive for political transition outcomes than the formal ones.


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