Sunday, December 05, 2010

CONCERT: Russudan Meipariani in Solpen (bei Dresden) und Jena (kulturwerkstatt-stolpen.de)

Weltmusik-Festival Klangwelten 2010
Eine Kooperation mit der Konzert- und Theateragentur Andreas Grosse


06. Dezember, 20:00 Uhr
Stadtkirche Stolpen
Vorverkauf: 18 € 21 € erm. 14 € 16 €Abendkasse: 21 € 24 € erm. 16 € 18 €
Tourist-Information Stolpen, Telefon: (035973) 27313

Zwischen Archaik und Utopie
Deutschlands ältestes und nachhaltigstes Weltmusik-Tourneeprogramm (im 24.Jahr) präsentiert eine spannende Kombination verschiedenster traditioneller und zeitgenössischer Musikstile der Welt - eine beispiellose, geballte Ladung an hochkarätigen Musikerinnen und Musikern. Das Konzertprogramm spannt einen weiten Bogen der Klänge: Die musikalische Expeditions- Reise durch 5 Kulturen führt von den archaischen Urklängen der Sibirischen Schamaninnen über tänzerische Leier-Grooves und neue Klänge aus Georgien - bis hin zu der funkelnden Klangwelt des Harfenmeisters Oppermann. Es ist eine bewährte Mischung aus bekannten Gesichten und neuen Gästen. Auch in diesem Jahr bleibt das Festival seiner Devise treu: “Der Utopie auf die Beine helfen!” So präsentieren alle Musikerinnen ihren Stil in Reinform, begeben sich aber auch auf einen Pfad des Dialogs. Ein Dialog, dessen Ergebnis wir erhoffen, aber nicht voraussehen können: Maultrommelsequenzen über indische Rhythmen? Ein Blues für Harfe, afrikanische Leier und indische Trommelsequenzen? Georgische-Deutsche Minimal-Music? Klangwelten scheut nicht das Risiko, und es liefert als zuverlässigen Rahmen Rüdiger Oppermanns subtiles Harfenspiel und seine ausgefallenen Arrangements auf der Westlichen Seite - und Jatinder Thakurs pulsierendes Tabla-Spiel auf der Östlichen Seite. In diesem sicheren Rahmen ist alles möglich.

Ayarkhaan (Jakutien)
Maultrommeln, Schamanengesänge
Albina aus Sibirien vertritt den archaischen Stil der Tundra-Gesänge, die uns an mongolischen Kehlkopfgesang erinnern oder an nordamerikanische Indianer. Dieser Musikstil war schon fast ausgestorben, sie musste die letzten noch lebenden Schamaninnen aufsuchen, die die Verfolgung in der UDSSR-Zeit überlebt hatten und im Geheimen ihre Praktiken weitergaben. Sie hat diese Tradition wieder aufgenommen, vom sozialistischen Staatsfolklore-Kitsch entschlackt und auf seinen ursprünglichen schamanischen Kern konzentriert. Dazu spielen sie die Maultrommel Khomus, die bis in abgrundtiefe Tonlagen reicht. Heraus kommt ein überwältigender, rhythmischer, wuchtig plusierender Klang. Die Frauen singen dort durch die Maultrommeln hindurch. Wir hören funkelnde Obertonmelodien und magische Beschwörungsgesänge, in denen die Stimmen von Vögeln und Pferden, von Bäumen, Geistern und Stürmen erklingen. Ein wahrhaft magisches Erlebnis mit Albina Dagtyareva.

Lotus Duo (Vietnam)
Traditionelle Vietnamesische Instrumente
Unter der Vielzahl der klassischen und folkloristischen Instrumente dieses Kulturraumes erinnern viele an Japan oder China. Interessant sind aber ganz besonders die landestypischen, sozusagen endemischen Instrumente. Zum Beispiel die Mondlaute (HUH), die ähnlich wie eine Bluesgitarre gespielt wird (meistens pentatonisch) - und insbesondere das Dan Bao. Dies ist ein sehr spezielles, rein vietnamesisches Instrument mit nur einer Saite. Diese ist an einem biegsamen Arm angebracht und kann so stufenlos hoch- oder runtergezogen werden. Alle Töne werden nach dazu als Flageolette gespielt. So entsteht ein feiner, lange stehender, sehr biegsamer Ton, bluesige Melodien, die an Slide-Guitar erinnern. Die Zither Thran liefert dazu arpeggierte Akkorde und -auch gezogene- klassische und folkloristische Melodien. Die Musiker gehören zum Umkreis der berühmten Musikakademie in Hanoi. Die Musik beschreibt meistens Naturbilder oder beliebte Geschichten.

Meipariani (Georgien)
Gesang, Klavier, Orgel
Russudan Meipariani, Creole-Preisträgerin, verbindet traditionelle Gesänge und Melodien ihrer Heimat Georgien mit Kompositionstechniken der Neuen Musik. Mit weitschwingender, tirilierender und improvisierender Stimme schwingt sie sich unbekümmert durch ein ganzes Universum der Meiparianischen Kompositionen, die manchmal an Minimal-Music eines Steve Reich oder Wim Mertens erinnern, aber auch Anklänge an Kaukasische Archaik, Jazz und impressionistische nordische Volksmusik nicht verleugnen. Eine aussergewöhnliche, zeitgemäße, große Künstlerin mit georgischen Wurzeln und deutschem Wohnsitz.

Oganga (Luo/Kenia)
Nyatiti-Leier, Gesang
In diesem Jahr kommt ein authentischer Luo-Barde zu uns, aus einem abgelegenen Dorf in der Nähe des Victoriasees. Ein Nachbar übrigens von Obama´s Großmutter! Nyatiti ist eine Leier, die sehr rhythmisch gespielt (eigentlich müsste man sagen: geschlagen) wird. Dazu Fußschellen, die den Puls vorantreiben. Immerwährende kleine Variationen der rhythmischen Grooves, Instrumentale Solo-Einlagen und z.T. improvisierte Texte ergeben ein mitreissends Klangbild von afrikanischer Wucht und Bardenkultur.

Jatinder Thakur (Indien)
Tablas, perc
Der Tablameister und Publikumsliebling aus dem Himalaya. Einer der besten in Europa, der einen glasklaren, virtuosen traditionellen Stil spielt - und doch mit unzähligen Stars der Weltmusik und des Jazz in Europa auftritt. Er sorgt für warmherzige rhythmische Grundierung bei Klangwelten - und das seit 24 Jahren. Ein wahrhaftige überzeugender welt-musikalischer Botschafter.

Rüdiger Oppermann (Europa)
Keltische Harfe, Konzept, Arrangements
Der deutsche „Drahtzieher der Harfenszene“, Erneuerer des Harfenspiels und internationaler Botschafter der Weltmusik überschreitet seit drei Jahrzehnten erfolgreich die stilistischen Grenzen und hebt den Horizont der Keltischen Harfe auf ein neues Niveau. Er verbindet altirische Bardentechnik mit Ideen der asiatischen und afrikanischen Musik, mit Blues, Groove und Jazz. Er hat sich bewährt als behutsamer Arrangeur des Zusammenspiels, ein vielfach ausgezeichneter künstlerischer Leiter und leitender Künstler, der es versteht,den Kern der traditionellen Klänge freizulegen, zu entschlacken und für neue Dialoge bereitzumachen. Er erhielt 2006 den Deutschen World Music Award, ist Creole-Jurymitglied und Preisstifter (Prix Courage). Er bereitet das Feld, auf dem die anderen mitwachsen und miteinander ins Gespräch kommen können. Im Frühjahr unternimmt er, begleitet von einem Filmteam, eine Forschungsreise für KlangWelten nach Zentral/Ostafrika. Beliebt ist seine kenntnisreiche, humorvolle Moderation. In diesem Jahr spielt er neben den keltischen Harfen auch wieder auf dem Harfen-Baum.

Weitere Infos auf der offiziellen Website: www.klangwelten.com

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Klangwelten 2010
Präsentiert von Rüdiger Oppermann
7. Dezember, 20 Uhr, Volkshaus

Jena. Deutschlands ältestes und nachhaltigstes Weltmusik-Tourneeprogramm präsentiert im 24. Jahr eine spannende Kombination verschiedenster traditioneller und zeitgenössischer Musikstile der Welt – eine beispiellose, geballte Ladung hochkarätiger Musikerinnen und Musiker. In diesem Jahr sind die Frauen in der Überzahl! Das Konzertprogramm spannt einen weiten Bogen der Klänge: Die musikalische Expeditions- Reise durch 5 Kulturen führt von den archaischen Urklängen der Sibirischen Schamanin über tänzerische afrikanische Leier-Grooves, fremde Anziehungskraft der vietnamesischen Mondlaute und neue Klänge aus Georgien – bis hin zu der funkelnden Klangwelt des Harfenmeisters Oppermann. Es ist eine bewährte Mischung aus bekannten Gesichtern und neuen Gästen: Maultrommelsequenzen über indische Rhythmen. Ein Blues für Harfe, afrikanische Leier und indische Trommelsequenzen. Georgische-Deutsche Minimal-Music. Klangwelten scheut nicht das Risiko, und es liefert als zuverlässigen Rahmen Rüdiger Oppermanns subtiles Harfenspiel und seine ausgefallenen Arrangements auf der Westlichen Seite – und Jatinder Thakurs pulsierendes Tabla-Spiel auf der Östlichen Seite. In diesem sicheren Rahmen ist alles möglich.

Ayarkhaan (Jakutien) – Maultrommeln, Schamanengesänge
Meipariani (Georgien) – Gesang, Klavier, Orgel
Lotus Duo (Vietnam)- Mondlaute, Monochord, Gesang
Oganga (Luo/Kenia): Nyatiti-Leier, Gesang
Jatinder Thakur – (Indien) : Tablas, perc
Rüdiger Oppermann – (Europa): Keltische Harfe, Konzept, Arrangements

Tickets können im VVK an der Jena Tourist-Information und online unter
www.volkshaus-jena.de erworben werden.

Saturday, December 04, 2010

PHOTOGRAPHY: Living in Gyumri Domiks/Everyone Shall Have the Right to Housing

Twenty two years after hitting Gyumri, the 1988 earthquake in Armenia still continues to leave victims. More than 2,000 families continue to live in domiks, small temporary houses provided for the homeless by the Soviet government for two years, or built by the homeless themselves.
Constitution of the Republic of Armenia states that “Everyone shall have the right to a standard of living adequate for himself/herself and for his/her family, including housing as well as improvement of living conditions. The state shall take the necessary measures for the exercise of this right by the citizens.”

Great Photographies: slideshow here >>>

The photo album on housing conditions in Gyumri has been published. This album is distributed for free, if you would like a copy please send me an email to
anush.babajanyan@gmail.com

Anush Babajanyan has been photographing since 2006. Two years later she began a photo essay on Armenian women with special qualities. This story is a continuing project.
In 2008 Anush
photographed Kars together with a team of photographers, as part of a project about the closed border between Armenia and Turkey.
Anush has completed a
photo essay picturing residents of the town of Gyumri who still suffer the consequences of an earthquake that took place in 1988. In 2009 Anush continued the project together with Third Nature NGO with the support of the Open Society Institute.
Anush is now photographing the
territory around lake Sevan, Armenia, which is facing ecological challenges.

email: anush.babajanyan@gmail.com

REVELATIONS: Wikileaks and The Caucasus (ianyanmag.com)

By Liana Aghajanian on November 28, 2010 7:08 pm

Wikileaks, the international organization publishing confidential and unavailable documents from anonymous sources released more than 250,000 classified US diplomatic cables to El Pais, Le Monde, Der Spiegal, Guardian and the New York Times news organization today and has so far released a miniscule 220 documents on their own site, with more on the way.
The documents have revealed a slew of information on how the U.S views the world.
“Never before in history has a superpower lost control of such vast amounts of such sensitive information — data that can help paint a picture of the foundation upon which US foreign policy is built,” the editorial staff of
Der Spiegel wrote. “Never before has the trust America’s partners have in the country been as badly shaken.”
What does this mean for the countries of the Caucasus?


Here’s a summary: www.ianyanmag.com

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more links:

* US embassy cables: A wedding feast, the Caucasus way: www.guardian.co.uk

* A Caucasus Wedding by Kerkko Paananen: finrosforum.fi/a-caucasus-wedding

* From Wikileaks, A Caucasus Wedding Feast to Remember: www.eurasianet.org

* Reading during a short break some recent wikileaks documents, I found one very useful for somebody interested in the history of the former communist space, but also in perceptions and misperceptions. This is the cable about a wedding in Dagestan, with short sociological and historical observations about the society, the puzzle of ethnic minorities, the origin of the new stake-holders. more here: minoritiescee.blogspot.com

* Cable Intermezzo: A Caucasus Wedding: www.sublimeoblivion.com

* Wedding in the Caucasus: The US Ambassador Learns that Cognac Is Like Wine: www.spiegel.de

* US-Depesche zu Hochzeit im Kaukasus: High-Society-Gelage mit Geldregen: www.spiegel.de

* WikiLeaks-revealed details of Russian Caucasus wedding are disputed, laughed off: www.washingtonpost.com

BOOK: Oil and Gas in the Caucasus and Caspian: A History. By Charles van der Leeuw. (amazon.de)

Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
Verlag: RoutledgeCurzon (April 1999)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0700711236
ISBN-13: 978-0700711239

The impact of oil and oil-related interests has been subject of much speculation concerning the youngest emerging geopolitical oil bloc that stretches between the Black and Aral Seas. Its impact on economic, social and political conditions and …


Product Description
The impact of oil and oil-related interests has been subject of much speculation concerning the youngest emerging geopolitical oil bloc that stretches between the Black and Aral Seas. Its impact on economic, social and political conditions and development for the next century holds implications that reach from the Caspian heartland to the world’s most distant shores. This book is the first attempt to present an exhaustive overview of the origins and development of the Caucaso-Caspian oil and gas industry. It also includes pointers on how oil ‘- and, to a lesser extent, gas ‘- has developed from a mere commodity into a potent stratego-political tool. Here historical data is also used to help analyse the way how the commercial role of oil in the light of world market developments relates to its political value in the eyes of local Azerbaijani, Turkmen, Kazakh powerbrokers as well as their Russian, Turkish, European and American counterparts. It is hoped that Oil and Gas in the Caucasus & Caspian will help place the region in its rightful global perspective and contribute to a better understanding of the tensions and their causes ever-present in a part of the world that is as promising as it is threatening.


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NEWS: RFE/RL Caucasus Report, November 18, 2010 - December 3, 2010 (rferl.org)

A review of RFE/RL reporting and analysis about the countries of the South Caucasus and Russia's North Caucasus region. For more stories on the Caucasus, please visit and bookmark our Caucasus page .

Caspian Nations Avoid 'Definitions' Leaders of the five Caspian littoral states are holding a summit in Baku starting November 18. They haven’t agreed on much in the past, and now there really doesn’t seem to be much to talk about. More
Georgia Gears Up For Election Reform Talks Georgian opposition and the ruling party reached partial agreement last week on the format for long-anticipated talks on election reform. But President Mikheil Saakashvili has already vetoed one of the most important draft proposals the opposition unveiled last month as a basis for discussion. More
Controversial Daghestan Government Commission Holds First Session A Daghestan government commission intended to "help" Islamic insurgents who admit to the error of their ways and wish to return to a normal law-abiding way of life held its first session. But it remains unclear what legal guarantees, if any, it is empowered to offer. More
Armenian Army Scrambles To Tackle Abuse After Spate Of Deaths Armenian Defense Minister Seyran Ohanian this month faced the uneasy task of comforting parents whose sons were found dead after suffering vicious treatment in the army. More
Kazakhstan's Jihadists Solicit Assistance From Ingush Insurgency Website More


Dozens Quit Armenian Party's Youth Wing Twenty-six members of the youth wing of one of Armenia's key opposition parties, including its leader, have resigned en masse. More
Armenian Oppositionist Freed A well-known Armenian opposition figure has been set free after spending more than 30 months in prison on controversial charges stemming from the 2008 postelection unrest. More
Interview: Georgia 'On Its Way' To NATO, EU, Top Official Says Georgia is pushing ahead with reforms aimed at joining the European Union and NATO -- and ready to talk to Russia. That's the message from Giorgi Baramidze, Georgia's deputy prime minister and state minister for European and Euro-Atlantic integration. More
Minister's Son Brings Suit Over Shashlik The son of Azerbaijan's transportation minister is suing two opposition newspapers over allegations that he paid a restaurant $1.2 million to make him a Shish kebab from a bear on display at the eatery. More
Kremlin Replaces Kabardino-Balkaria Interior Minister Russian President Dmitry Medvedev has fired Kabardino-Balkaria Interior Minister Lieutenant General Yury Tomchak, replacing him with Sergei Vasilyev, a career Russian police officer from Kemerovo with no previous experience of the North Caucasus. More
What Happens In Lisbon Stays In Lisbon NATO delegates attending the alliance's annual summit last weekend in Lisbon have left a bit of a scandal in their wake. More
Saakashvili, At EU Parliament, Calls For Dialogue With Kremlin Seven years to the day after the Rose Revolution, the bloodless uprising which brought Mikheil Saakashvili to power in Georgia, the Georgian president delivered an impassioned speech in front of the European parliament in Strasbourg, in which he offered the Russian leadership a "deep and comprehensive dialogue." More
Georgia Names New Ambassador To U.S. Georgia has announced a high-profile personnel reshuffle that will impact crucial aspects of domestic and foreign policy, including relations with Washington and ongoing efforts to bring the breakaway regions of Abkhazia and South Ossetia back under the control of the central government. More
NATO Prepared For 'Global Threats and Challenges' Following the Lisbon summit, U.S. Ambassador to NATO Ivo Daalder spoke with RFE/RL about NATO's new mission statement and the beginning and meaning behind of its new relationship with Russia. More
Caspian Summit Fails To Clarify Status, Resource Issues Third attempt in eight years fails to advance vital questions as Caspian summit has ends in Baku apparently without major breakthroughs. More
Freed Azerbaijani Blogger Says Year Without Internet Was 'Torture' Azerbaijani opposition blogger Emin Milli has been released early from prison, one day after fellow blogger Adnan Hajizada walked free. The jailing of the two men, widely attributed to their video clip mocking the government, had drawn international condemnation as a gross violation of free speech. More
Georgia Walks A Line Between Washington And Tehran It's unlikely that the warming of Georgia's relations with Iran will lead to a cooling of relations with the United States or Europe. The real danger is that politicians who are already bothered by Georgia's policies and problems or who understand them poorly will be handed another bone to chew. More

Chechens Praise European Court Ruling A Chechen woman has welcomed a ruling by the European Court of Human Rights that awarded her and more than two dozen others record compensation for a deadly Russian air raid on their village. More
Armenia Threatens To Recognize Karabakh Armenia has threatened to formally recognize the breakaway Azerbaijani region of Nagorno-Karabakh as an independent state if Baku tries to use force to win back the disputed enclave and other Armenian-controlled territories near it. More
'No Armenia Effect' On U.S. From Leaks U.S. Ambassador to Armenia Marie Yovanovitch says the publication of thousands of leaked U.S. diplomatic documents will not have a negative impact on Washington's "very close" relations with Yerevan. More
OSCE Summit Concludes Without Deal On Action Plan Delegates at the OSCE's two-day summit in Astana, Kazakhstan, had hoped for a breakthrough deal on a new OSCE action plan to strengthen the organization in the future. More
Armenian Official Denies 'Leak' A leading member of President Serzh Sarkisian's Republican Party (HHK) has denied recently disclosed U.S. claims that Armenia re-exported weapons to Iran. More
Insurgents In Daghestan Threaten Further Strikes On Russian Targets The man named three months ago as commander of the Daghestan sector of the North Caucasus insurgency has warned that his group will continue to "inflict horrors" on Russian territory -- an allusion to the suicide bombings in the Moscow subway in which 40 people were killed. More
Interview: UN's Ban Favors Expanded Security Council UN Secretary-General Ban Ki-moon says he is in favor of adding more members to the UN Security Council. In an exclusive interview with RFE/RL, Ban said it was the prevailing view among UN members that the current format of 15 council countries -- including five permanent veto-wielding members -- needs to be reformed. More
Abkhaz, South Ossetian Officials Dismiss Georgian President's Assurances Officials in the breakaway regions of Abkhazia and South Ossetia have reacted with skepticism to Georgian President Mikheil Saakashvili's pledge not to resort to military force to bring those regions back under the control of the Georgian central government. More
Can Ukraine Follow Georgia's Lead In Reforms? When Mikheil Saakashvili came to power in 2003, Georgia was widely seen as one of the most corrupt countries in the former Soviet Union. Saakashvili battled corruption, streamlined bureaucracy, and pushed through successful economic reforms. What can other post-Soviet countries learn from Georgia? More

NACHTRAG: Fotoausstellung zur Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern

Armin T. Wegner (1887 – 1978) war Weltenbummler, Abenteurer und Fotograf. Und doch war er noch mehr: 1915 wurde er – als Sanitätsoffizier des Roten Kreuzes in Bagdad – Zeuge der systematischen Vertreibung der Armenier. Trotz Verbots begab er sich in die Flüchtlingslager, fotografierte, schmuggelte. Briefe der Verfolgten zur amerikanischen Botschaft. So wurde er zum Chronist des Völkermordes an den Armeniern. Noch bis zum 21.12.2010 zeigt das Kölner Lew Kopelew Forum eine Ausstellung seiner Bilddokumente…

Von Uri Degania

Der türkische Völkermord an den Armeniern ist in der Türkei ein bis heute tabuisiertes Thema, wie die Inhaftierung des deutsch-türkischen Schriftstellers und Menschenrechtlers Dogan Akhanli in der Türkei auf bedrückende Weise zeigt. Wegen seines Armenien-Romans und seines konsequenten Engagements gegen jegliche Form des Antisemitismus wird Akhanli heute in der Türkei der Prozess gemacht – ein Skandal.

Am 1.12.2010 wurde die Ausstellung „Aghet – Der vergessene Völkermord“ im Kölner Lew Kopelew Forum eröffnet. Mitveranstalter sind die Deutsch-Armenische-Gesellschaft in Kooperation mit der Armin T. Wegner Gesellschaft, Wuppertal, die Stiftung Guardini, Berlin und die Bergische Universität Wuppertal.

Nach einem Grußwort von Susanne Böhringer, Vorsitzende der Deutsch-Armenischen Gesellschaft, und einführenden Worten zur Ausstellung von Judith Schönwiesner, Kuratorin der Ausstellung, folgte ein anspruchsvoller Vortrag von Prof. Dr. Andreas Meier: „Austreibung oder Völkermord? A.T. Wegner als Augenzeuge des Genozids an den Armeniern“, in welchem er die komplexe Persönlichkeit und die Pionierleistung Wegners in lebendiger Weise darbot. Für eine musikalische Umrahmung dieses schwierigen Themas sorgte der Musiker und Komponist Ulrich Klan.

Dauer der Ausstellung: 02.12. – 17.12.2010, Öffnungszeiten: di. – fr. 11.00 – 18.00 und nach Vereinbarung

Ort: Lew Kopelew ForumNeumarkt 18a, Neumarkt Passage, 50667 Köln
www.kopelew-forum.de
Tel.: +49 221 257 67 67, Fax: +49 221 257 67 68

Nachfolgend dokumentieren wir die Eröffnungsrede von Judith Schönwiesner, M. A.

Liebe Pastorin Böhringer,
sehr geehrte Damen und Herren,
Armin T. Wegner gehört heute zu den zu Unrecht vergessenen Schriftstellern. Ja, er war Autor und ein leidenschaftlicher Fotograf, der in den 20er Jahren zu einem der bedeutendsten Reiseschriftsteller Deutschlands avancierte. Hierfür unternahm er Reisen durch die frühe Sowjetunion, den damals noch „illegalen“ Staat Israel und durch den Orient. Wie zu seiner Zeit als Krankenpfleger in der Türkei hielt er seine Erlebnisse immer schriftlich – in Tagebüchern – und in Bildern fest.
Wegner war ein Reisender, ein Beobachtender, deutscher Autor sowie ein Mensch seiner Zeit, und als solcher sah er seine Aufgabe darin, die Geschehnisse der Zeit aufzugreifen, zu diesen Stellung zu beziehen und ein Weiterdenken zu provozieren.
Seine Liebe zum Leben, seine Wissbegierde und seine Abenteuerlust trieben ihn voran, immer wieder Neues entdecken zu wollen und das Gesehene schließlich zur Basis, seiner literarischen Texte werden zu lassen. Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen, Gewalt und Ungerechtigkeit bildeten hierbei einen Schwerpunkt in seinem Leben wie auch in seinem literarischen Schaffen und verhalfen ihm zu einem thematisch vielseitigen Spektrum seines Werkes in verschiedenen literarischen und journalistischen Gattungen.
Sein Handeln und Denken war stetig geprägt von der Forderung nach Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit unter den Menschen und Völkern.
Die hier präsentierte Ausstellung ist Teil einer größeren Wanderausstellung charakteristischer Reisefotografien aus dem Nachlass Wegners, in dem sich insgesamt über 6700 Fotografien finden ließen. Die ursprüngliche Ausstellung wurde von Matthias Flügge von der Galerie Guardini, Berlin und Prof. Andreas Meier von der Bergischen Universität Wuppertal erarbeitet. Hier wird also nur ein kleiner Ausschnitt dieser, mit dem thematischen Schwerpunkt der Vertreibung der Armenier aus dem Osmanischen Reich, gezeigt. Von den Aufnahmen, die Wegner mit einer einfachen Plattenkamera – die Sie hinten in der Vitrine des Lew Kopelews Forums sehen können – gemacht hat, sind nur die Glasdiapositive zu einem Vortrag überliefert, so dass die Bilder hier in modernen Abzügen gezeigt werden. Sie gehören zu jenem Vortrag, den Wegner zwischen 1919 und 1924 hielt und von dem uns Prof. Meier gleich mehr erzählen wird.
Seinen Einsatz für Gerechtigkeit brachte Wegner nicht nur in Vorträgen und literarischen Umsetzungen zum Ausdruck, sondern auch in seinen pazifistischen und revolutionären Aufrufen oder in seinem „Brief an Hitler“ vom 11. April 1933.
Diese konsequente Haltung veränderte 1933 das Leben Wegners radikal, da er sich auch nach der Machtergreifung Hitlers beharrlich für humane Ideale einsetzte. All dies hatte zur Folge, dass sich sein Name auf der ersten „Schwarzen Liste“ wieder fand, seine Werke verbrannt wurden, er Berufsverbot bekam und im August des gleichen Jahres von der SA verhaftet wurde. (Er ist von einem Nachbarn denunziert worden, der ihn dabei beobachtet hatte, wie er illegale Schriften im Garten seines Hauses „Sieben Wälder“ verbrannt hatte.) Er durchlief eine viermonatige Haft in verschiedenen Konzentrationslagern und wurde schließlich auf Druck internationaler Kräfte wieder freigelassen. 1936 ging er ins lebenslange italienische Exil.
Nach dem Krieg galt Wegner als verschollen, zeitweilig hielt man ihn sogar für tot. An seine Erfolge während der Weimarer Republik konnte er später nicht mehr anknüpfen, obschon er von Israel, Armenien und auch der Bundesrepublik für seine Zivilcourage geehrt wurde und Nachdrucke früherer Werke ebenso erschienen wie Essays und etliche Rundfunkbeiträge.
Bevor ich das Wort nun an Prof. Meier übergebe, möchte ich noch kurz danken: Zunächst Pastorin Böhringer für die fruchtbare Zusammenarbeit und das in mich gesetzte Vertrauen. Sodann Michele Wegner, der Armin T. Wegner Gesellschaft, der Stadtbibliothek Wuppertal, der Galerie Guardini und dem Kunstmuseum Solingen für die spontane Zusage, die Ausstellung mit ihren Leihgaben zu unterstützen. Frau Hahn, Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forums und ihrem Team für die Hilfe hier vor Ort und natürlich Ulrich Klan und Prof. Meier für die Bereitschaft, das Eröffnungsprogramm dieser Ausstellung mit zu gestalten. Vielen Dank!
Wir danken Judith Schönwiesner, M.A., Kuratorin der Wegner-Ausstellung, für die Nachdruckrechte . Die Wissenschaftlerin arbeitet im „Zentrum für verfolgte Künste“ im Kunstmuseum Solingen.

VORTRAG: Lesung zum Völkermord an den Armeniern. Von Dr. Martin Rooney - in Schwerin (fes.de)

Am 6. Dezember im Vortragsraum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Um das unfassbare Schicksal der verfolgten Armenier dem Totenreich alles Geschehenen zu entreißen, schrieb Werfel 1933 den monumentalen Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“.

Dr. Martin Rooney führt ca. 25 Minuten lang in das Thema ein, skizziert Ursachen und Ablauf des Völkermords an den Armeniern (1915/16), die Entstehung und Wirkung von Werfels Roman sowie die Reaktionen der Türkei und Nazi-Deutschlands auf das Buch und dessen geplante Verfilmung. Der renommierte Bremer Schauspieler Sebastian Dominik liest ca. 50 Minuten lang die zentrale Passage des Romans, die Konfrontation des deutschen evangelischen Pastors Johannes Lepsius mit Enver Pascha, einem der Hauptverantwortlichen für den Genozid. Lepsius verwendet sich für die verfolgten Armenier und versucht, das geschundene christliche Volk vor dem Untergang zu retten.

Im Anschluss:
„Die armenische Frage existiert nicht mehr.“
Die Tragödie eines Volkes.
Dokumentarfilm von Ralph Giordano, WDR, 1986, 45 Minuten


Der bekannte jüdische Publizist Ralph Giordano dokumentiert in diesem Film, wie nach dem Auftakt am 24. April 1915 Hunderttausende von Armeniern systematisch ermordet wurden und dass das Osmanische Reich den Ersten Weltkrieg für diesen Völkermord gegen den „inneren Feind“ ausnützte. Über das Großverbrechen der Jungtürken, Höhepunkt einer Jahrhunderte langen Leidensgeschichte der christlichen Armenier, war keine europäische Regierung so gut informiert wie die deutsche – aber sie war nicht bereit, bei der Regierung ihres Bundesgenossen Türkei Einspruch einzulegen.

Montag, 6. Dezember 2010, 19:00 Uhr


„Die vierzig Tage des Musa Dagh“
Vortragsraum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Arsenalstraße 8, Schwerin

EXHBITION: L I M B O - Photographies by Guram Tsibakhashvili and Pieter Vandermeer (literaturemuseum.ge)

L I M B O

8-18 December, 2010

Georgian Museum of Literature


Cultural foundation “Tato” with financial support of Open Society-Georgia Foundation is organising an exhibition of photographs from the archives of photographers Guram Tisbakhashvili and Pieter Vandermeer. Both photographed extensively the generation of filmmakers in Perestroika time, both in Georgia, and at the International Film Festival Rotterdam, one of the first filmfestivals outside Soviet Union to show Georgian cinema.

The generation of filmmakers to which Tato Kotetishvili belongs is a generation in limbo. They were the last filmmakers to be educated in the Soviet Union, and to start their careers in the Soviet studio system. But they were also the first to be allowed to travel with their films to the west. The International Film Festival Rotterdam was one of the big festivals to receive the first Georgian delegation. Along with ‘master’ Sergej Paradjanov came filmmakers such as Tato Kotetishvili, Dato Janelidze, Dito Tsintsadze, Irakli Shavliashvili, and others. The backside of these exiting new times was, that they had to adapt very quickly to new methods and standards of filmmaking, as the studio system collapsed with the idependance of Georgia.

During the exhibition a selection of short films by and with Tato Kotetishvili will be presented.

The exhibition will be organised in cooperation with the Georgian Museum of Literature and Tbilisi 11th International Film Festival.

The exhibiton will open on 8 December, 2010 at18:00

Literature Museum of Georgia
8, Chanturia Street
0108 Tbilisi

--
Best regards, Natasha Lomouri

Projects Curator
Georgian Museum of Literature
8, Chanturia Street
0108 Tbilisi, Georgia
tel: (00995 32) 935019; mob: (00995 77) 57 32 32

www.literaturemuseum.ge

CALL: CCAT - Art course in Tbilisi (cca.ge )

Center of Contemporary Art Tbilisi – CCAT
Short term course on 'Modernism in Georgia' in English.

Course info
Literary salons, dada poetry, silent films, innovative stage design, futurist books and bohemian life were blooming in Georgia in the period 1918-1921, a time of political and creative freedom. This came to and end with the arrival of the communist revolution. The Soviet regime restricted free artistic expression and banned all expression of modernist art. Artists as well as their work suffered greatly from this censorship.
The course is an introduction to modern art that originated in the early 1920's in Georgia. Along with works of modernist artists that revolutionized the conventions of representation, photographs that captured modern life and modernist buildings in the streets of old Tbilisi will also be discussed. Anyone who has an interest in art and would like to increase his understanding of Georgian Art is invited to join.
The course covers artists who were recently rediscovered and re-estimated by art historians: painter David Kakabadze, poet and artist Iliazd, painter Kirill Zdanevichakli, stage designers Petre Otskheli and Irakli Gamrekeli, painter and photographer Dimitri Shevardnadze and film makers Mikheil Kalatozishvili and Konstantine Mikaberidze.
The lectures, discussions and presentations will take place at the CCAT building in the Marjanishvili district, starting January 2011. The course includes 12 lectures of two hours as well as a visit to the Museum of Fine Arts and a city tour in the old part of Tbilisi. The course fee is 180 EUR.
The course tutor is Lali Pertenava, an art historian specialized in modern, soviet and post-soviet art in Georgia. She graduated in art history at Tbilisi state University; she also studied modern and contemporary art at George Washington University.


For more information on the course (timetable) or CCAT: www.cca.ge
Wato Tsereteli: +995 77 468446;
wato@cca.ge

Upcoming course
The next course will cover 'Culture and society of 60s Georgia'. It focuses on the avantgarde art movement in the 60s that led to the deconstruction of socialist realism and caused a cultural upheaval in Georgian theatre, film and literature.

About CCAT
The Center of Contemporary Art Tbilisi (CCAT) was founded by Georgian artists and researchers in order to provide artists with exhibition space, resources and professional support. With the donation of a building from TBC Bank, financial support by the Swiss Development and Cooperation Agency (SDC) and material support by Ertoba and Caparol the Center officially opened its doors on October 1, 2010.
CCAT offers the following: a 9-month post-graduate art programa, an exhibition space and promotion of contemporary Georgian artists. The Center is also involved in research. A group of CCAT art historians are researching Georgian art history from modernism till now with the aim of bringing to light a part of Georgian art history that has largely been forgotten due to Soviet censorship.




ART: Petre Otskheli, 1920s

RADIO: Die Überwindung der Sprachlosigkeit. Armenien und die vorsichtige Annäherung an die Türkei (dradio.de)

Gesichter Europas 04.12.2010 · 11:05 Uhr
Eine Sendung von Gesine Donrblüth

Manuskript zur Sendung als pdf oder im barrierefreien Textformat

1,5 Millionen Armenier kamen im Jahr 1915 bei Todesmärschen und Massakern im Osmanischen Reich ums Leben. Das sind armenische Angaben. Die Armenier sprechen von einem Völkermord. Die Türkei leugnet ihn bis heute - und bis heute belastet der Streit um die Anerkennung des Genozids das Verhältnis zwischen Armeniern und Türken. Die Grenzen sind geschlossen. Die Regierungen lehnen jede Art der Zusammenarbeit ab. Vor einem Jahr unterzeichneten beide Länder Protokolle, die einen Annäherungsprozess einleiten sollten. Auch dieser Prozess ist schon wieder ins Stocken geraten. Dabei würde Armenien von der Grenzöffnung wirtschaftlich profitieren.

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ARD Mediathek: Political solution sought in Turkey to row over new Armenian Patriarch | DW-Radio (ardmediathek.de)

Normally members of the Armenian Apostolic Orthodox Church in Turkey keep a low profile but a row over the election of a new patriarch has forced some them to send a petition to the Turkish prime minister.

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PODCAST: Berg-Karabach - Wunde des Süd-Kaukasus (dradio.de)

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In Aserbaidschan sind die Wahlen Anlass für erneuten Unmut

Von Irena Samveli und Wolfgang Labuhn
Im frühen 20. Jahrhundert wurden Teile der Sowjetrepublik Aserbaidschan nach mörderischen Kämpfen autonomes armenisches Gebiet innerhalb Aserbaidschans. Mit der Auflösung der Sowjetunion sagte sich die armenische Berg-Karabach-Region ganz los, ein Bürgerkrieg begann. Der Konflikt gärt bis heute.

"Armenien raus aus Karabach! Armenien raus aus Karabach ..."

… skandierten ehemalige aserbaidschanische Bewohner von Berg-Karabach, als sich der armenische Präsident Serge Sargsyan im Juni zu einem offiziellen Besuch in Berlin aufhielt:

"Die Terroristen haben meine Familie getötet, und es ist mein Recht zu sagen, dass sie von meinem Land weggehen sollen. Ich will zurück zu meiner Heimat!"

Berg-Karabach ist auch für Aserbaidschaner ein emotionales Thema, und wenn am Sonntag in Aserbaidschan ein neues Parlament gewählt wird, gilt dies nicht für jene rund 15 Prozent des Territoriums von Aserbaidschan, die während des Krieges mit Armenien verloren gingen und bis heute unter armenischer Kontrolle sind - und mehr als das:

Sogar den Berliner Multikünstler Blixa Bargeld zog Nagorny- oder: Berg-Karabach,der "Schwarze Garten in den Bergen" in seinen Bann. Seit fast 20 Jahren betrachtet sich Berg-Karabach nun als selbstständige Republik, die keine Enklave in Aserbaidschan mehr ist, seit durch die Eroberung der umgebenden aserbaidschanischen Gebiete eine neue Entität entstand. Sie gab sich staatliche Strukturen und den historischen armenischen Namen Arzach, aber niemand erkennt ihre Souveränität an. Doch Arzach existiert.

Berg-Karabach ist noch immer eine Bergregion von wilder Schönheit. In ihren Wäldern leben bis heute Bären und Wölfe, in fruchtbaren Tälern werden Wein, Obst und Gemüse angebaut. Für die Armenier symbolisiert das Gebiet nationale Kontinuität seit der Antike, denn schon im zweiten vorchristlichen Jahrhundert trug hier eine Provinz des damaligen Armeniens diesen Namen. Im Mittelalter gab es für kurze Zeit sogar ein Königreich Arzach, später existierten in den entlegenen Tälern noch Jahrhundertelang fünf kleine armenische Fürstentümer. Ihr Oberherrscher war jedoch der muslimische Khan von Karabach, und er war es auch, der das Khanat Karabach 1805 dem Schutz Russlands unterstellte. Doch klare ethnische Trennungen gab es hier nicht, und mehrheitlich armenisch besiedelt war das Gebiet zu jener Zeit auch nicht. Seit der arabischen Eroberung des Gebiets im achten Jahrhundert hatten sich dort auch Araber, Kurden, Perser und Turk-Stämme angesiedelt - die Begründung für den heutigen Herrschaftsanspruch Aserbaidschans, das auf eigene kulturelle Traditionen in Karabach verweist. Die Musikerin Samira Patzer-Ismailova vom Berliner Koordinationszentrum für Aserbaidschaner in Deutschland:

"Karabach ist ein untrennbarer Teil von Aserbaidschan, weil viele identitätsprägende Eigenschaften der Aserbaidschaner; viele Kommen aus diesem Gebiet - Kunst und Kultur, Dichtung, Musik. Karabach heißt zum Beispiel ein Konservatorium von Aserbaidschan. Das ist die Seele des aserbaidschanischen Volkes."

Nach dem Sieg Russlands über Persien 1828 jedoch ließen sich Zehntausende von persischen Armeniern in Berg-Karabach nieder und sorgten dort wieder für eine armenische Mehrheit. Eine weitere Zuwanderungswelle gab es während des 1. Weltkriegs, als Hunderttausende von Armeniern im Osmanischen Reich dem Völkermord durch das jungtürkische Regime nur durch die Flucht in den russisch kontrollierten Südkaukasus entgingen, wo es sofort zu Spannungen mit der muslimischen Bevölkerung kam. Im September 1918 wurden über 25.000 Armenier in Baku abgeschlachtet. Im März 1920 kam es während des Kampfes der kurzlebigen demokratischen Republiken Armenien und Aserbaidschan um Karabach zu einem Massaker an Armeniern in der Stadt Schuscha, dem 22.000 Armenier zum Opfer fielen. Die armenischen Viertel Schuschas wurden zerstört. Ein Jahr später wurden die politischen Grundlagen des heutigen Karabach-Konflikts gelegt. Nachdem die Bolschewiken die Kontrolle über den gesamten Südkaukasus übernommen hatten, veranlasste Stalin im Juli 1921, die von Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach als autonomes Gebiet Aserbaidschan zu übergeben. Das damals ebenfalls mehrheitlich armenisch besiedelte Nachitschewan war schon vorher als Folge des Moskauer Vertrages zwischen der Türkei und Russland zum autonomen Gebiet unter dem Protektorat Aserbaidschans erklärt worden.

In der prächtigen Erlöserkirche von Schuschi, wie Schuscha heute heißt, finden wieder Gottesdienste der armenisch-apostolischen Kirche statt. Die Kirche war - wie fast alle Gebäude der kleinen Stadt - während des Krieges zwischen Armenien und Aserbaidschan Anfang der 90er-Jahre schwer beschädigt worden. Mit Spenden aus der armenischen Diaspora ist sie wieder aufgebaut worden, während die einstmals schöne Stadt noch weithin in Trümmern liegt. Sie symbolisiert wie kaum ein anderer Ort die komplizierten Verhältnisse im Südkaukasus. Bis zum Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan war Schuschi eine mehrheitlich von Aseris bewohnte Stadt. Heute leben hier Armenier - zumeist Flüchtlinge aus Aserbaidschan:

Die Armenier in Berg-Karabach hatten sich nie damit abgefunden, in einer zu Aserbaidschan gehörenden Enklave leben zu müssen und nur über den schlecht befahrbaren Latschin-Korridor nach Armenien gelangen zu können. Mehrfach unterschrieben schon zur Sowjetzeit Tausende von Karabach-Armeniern Petitionen an die sowjetische Führung, um diesen Zustand zu beenden. Anfang 1988 sprachen sich sowohl das Gebietsparlament von Berg-Karabach als auch die örtliche KP für den Anschluss an Armenien aus, was der Oberste Sowjet von Armenien befürwortete und der von Aserbaidschan ablehnte. Seit dem 20. Februar 1988 hatte die Bevölkerung in der Sozialistischen Sowjetrepublik Armenien und im Autonomen Gebiet Berg-Karabach immer wieder mit Massendemonstrationen die Vereinigung beider Gebiete gefordert - was in Aserbeidschan zunehmend zu Schikanen gegen die dort lebenden Armenier führte. Die heute in Schuschi lebende Gohar Avanesyan kann sich noch gut daran erinnern:

"Wir konnten nicht mehr in den Geschäften einkaufen, die Kinder konnten nicht mehr zur Schule gehen. Man warf ihre Taschen aus den Fenstern. Ich arbeitete damals in einem Krankenhaus, insgesamt waren wir 29 Armenierinnen. Wir wurden alle entlassen - auf eigenen Wunsch, wie es hieß. Auch mein Mann verlor seinen Job, und als wir aus Baku vertrieben wurden, kamen wir nach Schuschi."

In der aserbaidschanischen Stadt Sumgait kam es Ende Februar 1988 zu einem Pogrom, dem die angebliche Ermordung zweier Aseris durch Armenier in Askeran vorangegangen war, einem von Armeniern bewohnten Ort östlich von Stepanakert, der Hauptstadt von Berg-Karabach. Bei der anschließenden Verfolgung von Armeniern in Sumgait gab es Dutzende von Toten.
Mitte Januar 1990 wiederholten sich solche Vorfälle in Baku. Innerhalb weniger Tage verließen daraufhin rund 250.000 und damit praktisch alle in Baku lebenden Armenier die aserbaidschanische Hauptstadt und flüchteten nach Russland, Georgien, Berg-Karabach und Armenien. Am 30. August 1991 erklärte Aserbaidschan die Wiederherstellung seiner staatlichen Unabhängigkeit, das heißt de facto den Austritt aus der UdSSR. Daraufhin optierten die Bezirksparlamente Berg-Karabachs und des nördlich gelegenen Bezirks Schahumian gemäß Artikel 72 der sowjetischen Verfassung für den Austritt aus Aserbaidschan, als sie am 02. September 1991 die Republik Berg-Karabach ausriefen. Die Bevölkerung dort bestätigte diesen Schritt in einem Referendum am 10. Dezember 1991. Als die UdSSR kurz darauf zerfiel und Aserbaidschan von der Völkergemeinschaft als souveräner Staat akzeptiert wurde, gehörte Berg-Karabach nach dem Willen seiner Bevölkerung zwar nicht mehr zu Aserbaidschan. Weil aber die UdSSR zerbrochen war, konnte der Oberste Sowjet in Moskau darüber nicht mehr befinden. Da hatte der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan längst begonnen. Bereits am 25. September 1991 bombardierte die aserbaidschanische Luftwaffe erstmals Stepanakert, das von den Aseris Chankendi genannt wird. Von Schuschi aus beschossen aserbaidschanische Truppen das 600 Meter tiefer gelegene Stepanakert mit Tausenden von Raketen, bis Schuschi im Mai 1992 von armenischen Kräften eingenommen wurde.

"Es war eine sehr schwere Zeit. Wir waren meistens in den Kellern. Es gab keine Elektrizität, kein Gas und andere Sachen, die sehr wichtig sind",

… erinnert sich Lucine Hayrumyan heute an die Raketen und an die Bombardierung von Stepanakert aus der Luft, die sie als Kind erlebte. Die armenische Seite besteht darauf, den Krieg nicht begonnen zu haben. Der aus Berg-Karabach stammende armenische Präsident Sargsyan im Juni in Berlin:

"Die 150.000 Einwohner von Berg-Karabach konnten unmöglich einem Land wie Aserbaidschan mit mehreren Millionen Einwohnern den Krieg erklären. Das war ein aufgezwungener Krieg, der die Bevölkerung von Berg-Karabach dazu brachte, zu den Waffen zu greifen und mit ihrem Blut und dem Tod ihrer Kinder ihre Unabhängigkeit zu bewahren."

Den bewaffneten Kräften von Berg-Karabach, unterstützt durch viele Freiwillige aus Armenien, gelang es dann innerhalb von zwei Jahren nicht nur, Berg-Karabach zu verteidigen, sondern auch zu erfolgreichen Gegenangriffen anzutreten. In der rund 15 Kilometer östlich von Stepanakert gelegenen Stadt Chodschali soll es dabei zu einem Massaker unter Zivilisten gekommen sein, als armenische Einheiten im Februar 1992 den strategisch wichtigen Ort am Flughafen von Stepanakert angriffen. Nach aserbaidschanischen Angaben starben dabei insgesamt 613 Männer, Frauen und Kinder, die zum Teil gefoltert und verstümmelt worden seien, was von armenischer Seite bestritten wird. Unabhängige Zeugen für die Vorgänge gibt es nicht. Am 08. Mai 1994 unterzeichneten Vertreter der Konfliktparteien vor allem auf russischen Druck in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek ein Protokoll über einen Waffenstillstand, der am 12. Mai 1994 in Kraft trat und bis heute gilt. Zu dem Zeitpunkt hatten armenische Truppen nicht nur das frühere Autonomiegebiet Berg-Karabach, sondern auch sieben umliegende aserbeidschanische Bezirke unter ihre Kontrolle gebracht - insgesamt rund 15 Prozent des aserbaidschanischen Staatsgebietes. Aserische Einheiten eroberten im Gegenzug Teile des armenischbesiedelten Distrikts Schahumian nördlich der früheren Enklave. Rund 30.000 Menschen starben in dem Konflikt, 350.000 Armenier mussten Aserbaidschan und 160.000 Aseris Armenien verlassen. Darüber hinaus flüchteten mehrere Hunderttausend Aseris aus den armenisch besetzten Gebieten.

18 Jahre später erinnert in Berg-Karabach äußerlich kaum noch etwas an den Krieg. Das schwer beschädigte Stepanakert ist mit Spenden aus der armenischen Diaspora fast vollständig wiederaufgebaut worden. Eine heitere Atmosphäre liegt über dem zentralen "Platz der Wiedergeburt", als im Sommer Trachtengruppen zu einem Tanzfest zusammenkommen. Auch jedem Außenstehenden wird dabei unmittelbar klar, wie sehr sich die Armenier in Berg-Karabach mit den uralten Traditionen ihres Gebietes identifizieren. Es gilt vielen als Symbol der nationalen Kontinuität Armeniens, des ältesten christlichen Staates der Welt. Denn schon im Jahre 301 erhob König Tiridates III. hier das Christentum zur Staatsreligion. Heute leben rund 145.000 Einwohner in der selbst ernannten Republik Berg-Karabach, die aus der früheren Enklave Berg-Karabach und den besetzten aserbaidschanischen Gebieten besteht und insgesamt ca. 11.500 Quadratkilometer umfasst. Im Frühjahr dieses Jahres wurde in Berg-Karabach einmal mehr ein neues Parlament gewählt, wobei die regierende Partei "Freies Mutterland" von Ministerpräsident Harutjunjan siegte. Wirtschaftlich ist das Land fast vollständig von Zuweisungen der armenischen Diaspora und von der Unterstützung durch Armenien abhängig. Der politische Status des Gebietes ist ungeklärt, der Waffenstillstand mit Aserbaidschan brüchig. Armenien, Aserbaidschan und auch Berg-Karabach haben in den vergangenen 15 Jahren kräftig aufgerüstet. Immer wieder kommt es entlang der Waffenstillstandslinie von 1994 zu Schießereien mit Toten und Verwundeten.

Insbesondere Russland sorgt dafür, dass die Lage nicht weiter eskaliert. Moskau kontrolliert nicht nur über Waffenlieferungen an alle Seiten die militärische Balance im Südkaukasus, sondern unterhält auch eine beträchtliche Militärpräsenz in Armenien. Entlang der Grenze zur Türkei finden sich eine Reihe von armenisch-russischen Stützpunkten als Signal an die Türkei, die seit 1993 geschlossene Grenze zu Armenien zu respektieren. Russland hat ferner auf dem Stützpunkt Gyumri über 3.000 Soldaten mit Panzern, Artillerie und MiG-29-Abfangjägern stationiert - womit Moskau wie schon zu zaristischer Zeit und nach der Oktoberrevolution effektiv seine schützende Hand über die Armenier hält. Die internationale Diplomatie tut sich unterdessen weiterhin schwer mit Berg-Karabach, einer real existierenden armenischen Zwergrepublik, die aber bis zur endgültigen Klärung ihres Status völkerrechtlich weiterhin zu Aserbaidschan gehört. Die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE hatte schon 1992 beschlossen, ein Forum für Friedensgespräche zwischen Armenien und Aserbaidschan einzurichten, die zu einer förmlichen Friedenskonferenz zur Beilegung des Karabach-Konflikts führen sollte. Die Mission wird nach dem dafür vorgesehenen Konferenzort Minsker Gruppe genannt. Mitglieder sind Armenien,
Aserbaidschan, Weißrussland, Schweden, Finnland, Italien, die Türkei, Deutschland und die rotierende Troika an der Spitze der OSZE, wie die KSZE seit 1995 heißt. Den Ko-Vorsitz der Minsker Gruppe teilen sich die USA, Russland und Frankreich. Weit ist man bisher nicht gekommen. Am Rande des G-8-Gipfeltreffens von Aquila im Juli 2009 formulierten die Ko-Vorsitzenden in einer Grundsatzerklärung aber noch einmal, welche 6 Fragen auf dem Wege zu einer dauerhaften Lösung des Karabach-Konflikts zu klären sind:

1. Rückgabe der besetzten Gebiete außerhalb der früheren Enklave Berg-Karabach an Aserbaidschan
2. Interim-Status für Berg-Karabach inklusive Selbstverwaltung und Sicherheitsgarantien
3. Verbindungskorridor zwischen Berg-Karabach und Armenien
4. Zukünftige Klärung des Status von Berg-Karabach durch bindende Willensäußerung
5. Rückkehrrecht aller Flüchtlinge
6. Internationale Sicherheitsgarantien inklusive Friedenstruppe

Dabei ist für den Hamburger Ostrechtsexperten Otto Luchterhandt, einen der besten Kenner der Materie, die bisher ausgeklammerte Einbeziehung Berg-Karabachs in die Verhandlungen besonders wichtig:

Das wäre keine "revolutionäre" Neuerung und für die beiden Seiten unzumutbar, denn Berg-Karabach war bereits Vertragspartei, nämlich bei der bis zum heutigen Tag wichtigsten Vereinbarung, dem Waffenstillstand von Bischkek.

Die Präsidenten von Armenien und Aserbaidschan sind zur Verärgerung der Führung von Berg-Karabach bereits mehrfach zu bilateralen Gesprächen zusammengekommen, was Bako Sahakian, der Präsident von Berg-Karabach, nicht nachvollziehen kann:

"Wir versuchen die Lage zu ändern und betonen in unseren offiziellen Äußerungen, dass wir bereit sind, an den Verhandlungen teilzunehmen, um die Frage endgültig zu regeln. Leider ignoriert das Aserbaidschan und lehnt unsere Beteiligung ab. Das ist für uns inakzeptabel. Ohne uns ist keiner in der Lage, in dieser Frage eine Lösung zu finden."

Möglicherweise kommt es zu einem Gebietstausch, wobei Armenien besetzte aserbaidschanische Gebiete wie den Latschin-Korridor als dauerhafte Landverbindung zwischen Berg-Karabach und Armenien erhält und dafür auf jene Teile im Norden verzichtet, die von Aserbaidschan erobert und besetzt wurden. Eine Rückkehr von Berg-Karabach in den Staatsverband von Aserbaidschan hingegen ist für die armenische Seite völlig ausgeschlossen. Baku wird im Rahmen einer Friedenslösung wohl auf Berg-Karabach verzichten müssen, ob dieses nun als
selbstständige Republik oder Teil Armeniens weiterexistiert. Aber, so meint der aserbaidschanische Politikwissenschaftler Gurban Alakbarov:

"Armenien muss irgendwie versuchen, mit seinen nächsten Nachbarn zusammenzukommen und zusammenzuleben, nicht nur mit der Türkei, auch mit dem Iran, auch mit Aserbaidschan. Man muss immer realistisch sein. Man kann nicht immer mit der Geschichte leben. Geschichte ist wichtig. Man muss die Geschichte nicht vergessen, das glaube ich auch. Man muss eigene Tragödien auch nicht vergessen. Aber dass man ihre Ergebnisse in die Zukunft projiziert und damit dann noch weiterlebt - da vergiftet man sich selbst und auch das Leben der nächsten Generation."

Die Armenier in Berg-Karabach wollen unterdessen nach einem Jahrhundert ethnischer Spannungen, Verfolgungen und politischer Bevormundung vor allem eines, Selbstbestimmung - und Frieden. Lucine Hayrumyan, die den Krieg als Kind in Stepanakert erlebte und die nun selbst eine Familie hat:

"Immer habe ich Angst, dass sich das wiederholen kann. Und will, dass meine Kinder niemals das erleben, was ich damals erlebt habe!"

Quelle: DLF


BOOK: Armenian Golgotha. By Grigoris Balakian (amazon.de)

Paperback: 576 pages
Publisher: Vintage; 1 edition (March 9, 2010)
Language: English
ISBN-10: 1400096774
ISBN-13: 978-1400096770


From The New Yorker
On the night of April 24, 1915, Grigoris Balakian, an Armenian priest, and more than two hundred other Armenian politicians and intellectuals were arrested in Constantinople. Soon, Armenians across Turkey were massacred or forced to join a death march to the desert of Der Zor. Balakian walked among the displaced for months before he fled, disguising himself variously as a German engineer, a soldier, and a worker in the vineyards; he began this book while in hiding. (It was published in Armenian in 1922 and in 1959; the translator is Balakian’s great-nephew.) Both a memoir and an attempt at a history of the genocide, it assumes considerable familiarity with Ottoman politics, but remains fascinating first-hand testimony to a monumental crime. Copyright ©2008Hardcover edition.

Review:
“A fascinating first-hand testimony to a monumental crime.”—The New Yorker
“Gripping. . . . A powerful and important book. . . . It takes its place as one of the key first-hand sources for understanding the Armenian Genocide.”—Mark Mazower, The New Republic
“Powerful. . . . Riveting. . . . A poignant, often harrowing story about the resiliency of the human spirit [and] a window on a moment in history that most Americans only dimly understand.”—Chris Bohjalian, Washington Post
“An immensely moving, harrowing memoir that instantly takes its place as a classic alongside Primo Levi’s Survival in Auschwitz and Elie Wiesel’s Night.”—Carlin Romano, The Chronicle of Higher Education
“Read this heartbreaking book. Armenian Golgotha describes the suffering, agony and massacre of innumerable Armenian families almost a century ago; its memory must remain a lesson for more than one generation.”—Elie Wiesel, author of Night
“An appalling and magnificent book. . . . It owes its existence to [Balakian’s] determination to survive to write it . . . a sacred task that gives him the strength to persevere through the impossible circumstances that killed well over a million of his countrymen.”—Benjamin Moser, Harper’s
“Shocking and brilliant. . . . Exquisitely rendered. . . . This book has the feel of a classic about it, and I suspect that future writers on historical trauma and its representation will turn eagerly to Armenian Golgotha. It’s a massively important contribution to this field.”—Jay Parini, The Chronicle of Higher Education
“An extraordinary narrative . . . beautifully translated. . . . Armenian Golgotha will influence Armenian genocide studies for decades.”—John A. C. Greppin, The Times Literary Supplement (London)
“Monumental. . . . Balakian provides strong evidence that these gruesome proceedings were carried out under official orders from the highest level. . . . For generations to come Armenian Golgotha will remain a first-hand documentation of a historic tragedy written from the perspective of a talented scholar.”—Henry Morgenthau, III, Boston Sunday Globe
“[A work] of exceptional interest and scholarship.”—Christopher Hitchens, Slate
“The translation and publication of Armenian Golgotha in English is long overdue. It constitutes a thundering historical proof that those who deny the Armenian Genocide are engages in a massive deception.”—Deborah E. Lipstadt, author of Denying the Holocaust: The Growing Assault on Truth and Memory
“Groundbreaking. . . . Comprehensive. . . . Sobering. . . . Armenian Golgotha is replete with narratives that focus on collective suffering, marking this memoir as one of the few to explicate the true nature of the crime. . . . Balakian’s memory is extraordinary, but so, too, are his intellect, his compassion and his ethical obligation to immortalize his beloved co-nationals.”—Donna-Lee Frieze, The Jewish Daily Forward
“An Armenian equivalent to the testimonies of Holocaust survivors like Primo Levi and Elie Wiesel.”—Adam Kirsch, Nextbook
“The descriptions of the Armenian genocide are striking and the author spares his readers none of the gruesome details. . . . A riveting and powerful indictment of a genocide that became a paradigm for future genocides.”—Holger H. Herwig, The Gazette (Montreal)
“An essential memoir, a lively and extraordinary life story. . . . This is more than an eyewitness account, it is a masterful history in its own right.”—Seth J. Frantzman, The Jerusalem Post
“Weighted with eyewitness accounts and distinguished by Balakian’s prodigiously sharp memory, this book is not a scholar’s history, of course, but an educated prelate’s, with an enviable grasp of Ottoman and European history. . . . Memory and hope for the future live in seminal texts such as Armenian Golgotha.”—Keith Garebian, The Globe and Mail (Toronto)
“A powerful, moving account of the Armenian Genocide, a story that needs to be known, and is told here with a sweep of experience and wealth of detail that is as disturbing as it is irrefutable.” —Sir Martin Gilbert
“Extraordinary. . . . This book will become a classic, both for its depiction of a much denied genocide and its humane and brilliant witness to what human beings can endure and overcome.” —Robert Jay Lifton, author of The Nazi Doctors: Medical Killing and the Psychology of Genocide
“Witness literature of the highest order, to be put aside the great testimony from the Shoah. . . . Required reading for those who wish to comprehend the 20th century.” —Robert Leiter, The Jewish Exponent
“An astonishing memoir. . . . An important primary document concerning the Armenian Genocide. . . . A major addition to the literature of witness and testimony.”—Robert Melson, Genocide Studies and Prevention: An International Journal

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BOOK: Caravans to Oblivion: The Armenian Genocide, 1915. By G. S. Graber (amazon.de)

Gebundene Ausgabe: 210 Seiten
Verlag: John Wiley & Sons Inc (September 1996)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 047111975X
ISBN-13: 978-0471119753


Armenia was the first nation to accept Christianity as a state religion. Tragically, the national aspirations and even the physical survival of the Armenian people have been subject to the demands of more powerful nations. The culmination of this vulnerability came in October 1915, when Turkish military authorities rounded up and drove vast numbers of Armenians into the desert, where perhaps a million of them perished. To this day, the Turkish government refuses to acknowledge that a government-sponsored massacre occurred. Graber, who has previously written on the SS and its genocidal policies, clearly demonstrates that a gigantic slaughter took place. He also makes a strong case that government officials, at least at the regional level, encouraged and in some cases organized the slaughter. Graber further asserts that this "genocide" was centrally planned and organized by the national government with the clear intention of making Ottoman lands "Armenian free." A compelling and deeply disturbing study. Jay Freeman

Book Description: A chilling history of the first genocide in the twentieth century Though the Turkish government continues to deny it ever took place, over one million Armenian men and women were brutally slaughtered in an attempt to eliminate the Armenian population from Turkey early in World War I. Based on newly available sources, including authenticated telegrams, author G. S. Graber proves that the Armenian slaughter was centrally organized and directed by a Turkish government seeking to systematically exterminate the Armenians. Caravans to Oblivion also reveals how Western allies, principally the British and the French, failed to honor their pledge to bring Turkish officials to trial.

*Includes compelling evidence that the Turkish government organized the massacres *Recounts the roles played by many of the political giants of the period, including Winston Churchill, David Lloyd George, and Henry Morganthau

G. S. GRABER (Los Angeles, California) is a historian and a writer whose books include The History of the SS and The Life and Times of Reinhard Heydrich.

As the train approached Constantinople on the fourteenth of December, 1913, General of Cavalry Otto Liman von Sanders checked his own appearance and then, well aware of the importance of first impressions, made one final inspection of the German officers accompanying him. Lesen Sie die erste Seite

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BUCH: Neuerscheinung/Dr. Lepsius "Über die Lage des armenischen Volkes 1915"

In der Woche vom 06. – 10. Dezember 2010 liefern wir die Neuerscheinung bzw. den Originalnachdruck des Berichtes von Dr. Lepsius über die verzweifelte Lage
des armenischen Volkes aus, der 1915 sich an alle deutschen Reichstagsabgeordneten richtete, aber aufgrund der kaiserlichen Zensur verschwiegen wurde.
Es ist eines der erschütternsten Berichte über die Vernichtung eines Volkes, die systematisch vor den Augen der ganzen Welt betrieben wurde.
Wir veröffentlichen dieses Buch nicht aus kommerziellen Gründen, sondern wollen mit dem Reinerlös ein christliches Projekt unterstützen.
Hierzu werden auch noch Vorschläge erbeten.


Der Nachdruck umfasst über 300 Seiten, DIN A 5 Format, Paperback
Der Verkaufspreis beträgt Euro 14,80 (Lieferung mit Rechnung frei Haus)

Gerhard Hess Verlag
Rilkestrasse 3
88427 Bad Schussenried
Tel.: 07583/946623
Fax: 07583/946624
E – Mail:
gerhard-hess-verlag@web.de
Internet: www.gerhard-hess-verlag.de

Wednesday, December 01, 2010

STUDY: Stalinist Terror in the South Caucasus (res.ethz.ch)

Author(s): Levan Avalishvili, Eduard Melkonian, Eldar Ismailov, George Anchabadze
Editor(s): Giorgi Kldiashvili, Iris Kempe, Matthias Neumann, Robert Orttung, Jeronim Perović, Lili Di Puppo
Publisher(s): Center for Security Studies (CSS), Zurich, Switzerland, Jefferson Institute, Washington, DC, USA, Heinrich Böll Foundation, Tbilisi, Georgia, Forschungsstelle Osteuropa (FSOE), Bremen, Germany
Date of publication: 1 Dec 2010
Issue number: 22
Pages: 17
Series:
Caucasus Analytical Digest

Description: This issue of the Caucasus Analytical Digest examines the history of Stalinist terror in the South Caucasus during the 1930s. It looks at the "Great Terror" in Georgia and Azerbaijan, comments on the repressions in Soviet Armenia and tells the story of a family affected by the Soviet mass terror.

General note: © 2010 Center for Security Studies (CSS), Heinrich Böll Foundation, Resource Security Institute (RSI), Forschungsstelle Osteuropa (FSOE)

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The “Great Terror” of 1937–1938 in Georgia: Between the Two Reports of Lavrentiy Beria
By Levan Avalishvili, Tbilisi

Repressions in 1930s Soviet Armenia
By Eduard Melkonian, Yerevan

1937: “Great Terror” in Azerbaijan
By Eldar Ismailov, Baku

Mass Terror in the USSR: The Story of One Family
By George Anchabadze, Tbilisi

Guest Editor: Giorgi Kldiashvili