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Friday, March 15, 2013

BUCH: Königin des Waldes. Sagen und Mythen aus Georgien. Von Heinz Fähnrich (buchverlag-koenig.de)

(buchverlag-koenig.de) Die Mythen- und Sagenwelt der Georgier aus der Welt des Kaukasus und Südkaukasiens hat mit ihren Legenden zur Erschaffung der Welt, ihren Teufelsdeutungen bis hin zu verborgenen Kultstätten bis auf den heutigen Tag ihre Faszination und Eigenständigkeit bewahrt und wird nach den Originalaufzeichnungen der Folkloresammler erstmals in umfassender Weise vorgestellt.

Ein faszinierendes Volk, das schon vor Jahrtausenden in der Welt des Kaukasus und Südkaukasiens eine glanzvolle materielle und geistige Kultur geschaffen hat, im ständigen Kontakt mit den ältesten Hochkulturen der Menschheit in Kleinasien und Mesopotamien war und mit seiner erhalten gebliebenen ethnischen Identität und Sprache bis in die Gegenwart die wirtschaftliche, politische und kulturelle Entwicklung Kaukasiens aktiv mitgestaltet, tritt uns in den Mythen und Sagen, den Legenden und Überlieferungen der Georgier entgegen.


Die Materialien, die dieses Buch vereint, sind mit dem Leben und der Geschichte des georgischen Volkes untrennbar verknüpft und repräsentieren verschiedene Bereiche der georgischen Sagenwelt wie Sagen von Wildhütern, Hexen- und Teufelsdeutungen, Legenden von Heiligen und Märtyrern und Mythen zu Kultstätten. Eine Besonderheit der Aufzeichnungen besteht darin, dass sie ungeschönt wiedergegeben werden und keiner literarischen Aufbereitung und ästhetischen Verklärung wie z. B. die Mythen der Griechen oder Inder unterzogen wurden. Sie liegen nahe bei jener Fassung, in der sie von den Folkloresammlern aufgezeichnet worden sind. Dadurch erscheinen die georgischen Stoffe weit realistischer, besitzen aber zweifellos größere Authentizität und tieferen historischen Wahrheitsgehalt, obgleich auch sie natürlich nicht unverändert geblieben sind. 


Heinz Fähnrich, ein Kenner der magisch-mytischen Historie der Kaukasusvölker, legt mit diesem Band erstmals eine umfassende Zusammenstellung georgischer Mythen, Sagen und Legenden vor, die keine Unterscheidung zwischen kindlichen bzw. jugendlichen Lesern und betagten Sagen-Interessenten kennt.

Über den Autor: Heinz Fähnrich, geboren 1941, ist ein deutscher Kaukasiologe, der in der Nähe der thüringischen Stadt Jena lebt. Bereits in seiner Jugend interessierte er sich für Altertumswissenschaften und wünschte sich, einmal nach Ägypten zu reisen. Nachdem er ein Studium der Archäologie in Jena aufgenommen hatte, weckten vor allem die Vorlesungen von Gertrud Pätsch sein Interesse. Angeregt durch sie studierte er zunächst Indonesisch und dann die georgische Sprache. Ein Partnerschaftsvertrag zwischen der Jenaer Universität und der Staatlichen Universität Tiflis ermöglichte ihm, nach Georgien zu reisen. Dort verteidigte er 1970 seine Habilitationsschrift auf Georgisch. Seit 1986 hatte er an der Universität Jena den deutschlandweit einzigen Lehrstuhl für Kaukasiologie inne. - Seine Arbeit wurde mit dem Akaki-Schanidse-Preis (1992), der Iwane-Dshawachischwili-Medaille, dem Marie-Brosset-Preis des Zentrums für Kartwelologische Studien und dem georgischen Ehrenorden (2002) gewürdigt.

Zum Inghalt: In dem Band befinden sich über 360 Mythen, Sagen und Legenden mit folgenden Themenkomplexen:
Amirani-Sagen, Mesepi-Sagen, Dali-Sagen, Tqaschmapa-Sagen, Sagen von Wildhütern, Von Teufeln und Geistern, Hexensagen, Tschinka-Sagen, Otschokotschi und Otschopintre, Sagen vom Mond und vom heiligen Georg, Von der ersten Zeit der Welt, Ortssagen, Namensdeutende Sagen, Legenden von Heiligen und Märtyrern, Vom Leben und Kampf der Georgier, Gestalten der Geschichte, Göttersagen aus Nordostgeorgien, Kultstätten und ihre Diener in Nordostgeorgien, Vom Leben in Nordostgeorgiens Bergland.

656 Seiten mit Schwarz-weiß-Bildern, Worterklärungen im Anhang, Nachwort und Quellenverzeichnis.

Hartcover
Format 15,0 x 21,0 cm 
ISBN: 978-3-943210-61-3


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Saturday, October 06, 2012

RADIO TODAY: A Georgian Trilogy - A Peacock in Sulphur. By James Hopkin (bbc.co.uk)


Image for A Peacock in Sulphur 

(bbc.co.uk) The first of three specially commissioned stories by James Hopkin. Niko Pirosmani was one of Georgia's greatest artists, but was it his art that killed him?
Read by Allan Corduner
Producer:Rosalynd Ward
A Sweet Talk Production for BBC Radio 4
Duration: 15 minutes 
First broadcast: Sunday 07 October 2012 / 00:30 BBC Radio 4 
 

Tuesday, May 31, 2005

Berge, Sprachen und Tourismus im Kaukasus

Im Internet fand ich eine sehr schöne Seite zu einem Projekt "Die Namen der Berge" , dass sich auch mit dem Kaukasus befasste.




"Bereits seit etlichen Jahren werden in Forschung, Ausstellungsbetrieb, aber auch in den Medien die Berge verstärkt wahrgenommen. ... So wie auch in einer Reihe von kleineren Forschungsarbeiten, ist es dem INST ein Anliegen, im Zusammenhang mit seinem Berg-Projekt kulturelle Zugänge der Menschen zu den Bergen in den Mittelpunkt zu stellen."

Auf der Internet-Seite findet man einen Text von Guram Lebanidze:
Georgien - paradoxes Spiegelbild des Abendlandes
"Wenn aber das alles stimmt - und das stimmt ohne Zweifel - muß die georgische Identität jene antinomische Struktur besitzen, die in ihrer Tiefe zwei sonst miteinander unvereinbare Pole - das mit der griechischen Orthodoxie gemeinte Glaubenswesen und das mit die westeuropäischen sozialen Struktur gemeinte Individualität - birgt und miteinander paradoxerweise verbindet."
und und u.a. Texte zur:
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Ökologie und Kultur, von Thomas V. Gamkrelidze (Staatliche Ivane Dshawachischwili Universität)
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Die sakrale Gemeinde, von Surab Kiknadze (Staatliche Dshawachischwili Universität, Tbilissi)
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Mythologie und Gegenwart - der Kaukasus im Europäischen Bewusstsein, von Herbert Arlt (Wien)



Der Kauskasus im sprachlichen Weltraum* Kaukasus: Berg der Sprachen, von Robert Schmitt-Brandt (Universität Heidelberg)
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The Main Socio-Linguistic Tendencies in the Post-Soviet Caucasus, von Teimuraz Gvantseladze (Staatliche Ilia Tschawtschawadze Universität für Sprache und Kultur, Tbilissi)
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The Language Psychology of the Georgians, von Amiran Lomtadze / Manana Tabidze / Revaz Scherozia (alle von der Staatlichen Ilia Tschawtschawadze Universität für Sprache und Kultur, Tbilissi)
Der Berg als kaukasischer Kulturraum
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Religiöse Richtungen im Pankissital, von Chwtiso Mamisimedaschwili (Forschungszentrum für Kaukasiologie, Signagi)
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Die mittelalterlichen georgischen Kulturdenkmäler - Architektur und Wandmalerei, von Ani Kldiaschwili (Staatliche Ilia Tschawtschawadze Universität für Sprache und Kultur, Tbilissi)
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Historical Monuments of Highlands of South Georgia, von Devi Berdzenishvili (Staatliche Ivane Dshawachischwili Universität Tbilissi)
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Mountain as a Concept of Human Nature. Alienation in Time and Space: Vision of the World as a Unity of Order and Drama, von Kote Gogolashvili (Ilia Chavchavadze State University)
Der Kauskasus als touristischer Kulturraum* Mountainous Regions - Potential and Prospects Legislative Space and Analyses or International Assistance, von Koba Arabuli (Ilia Chavchavadze State University) / Tea Giorgadze (Caucasus Highland Center, Tbilisi)
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Tourism Development Perspectives in Svaneti, von Shota Chartolani (Akademie der Wissenschaften Georgien)
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Das kulturelle Erbe Georgiens und der Tourismus, von Vasha Tschintscharauli (Caucasus Higland Center, Tbilisi)
Vom 14. bis 22.5.2005 veranstaltete die Ilia Tschawtschawadze Universität für Sprache und Kultur Tbilissi ein Kulturseminar: Städte, Kurorte, Berge, Mythen und Weinbau Georgiens:
Am 1./2. Mai 2003 fand an der Universität in Tbilissi eine Konferenz zum Thema "Berge, Sprachen und Tourismus im Kaukasus" mit einer breiten überregionalen Beteiligung statt. Vom 28.7. bis 5.8.2003 erfolgte eine Besteigung des Kasbegi (5.047 m). Und 2005 folgt ein Kulturseminar und eine Konferenz.

Auch dieses Jahr bietet Kaukasus-Reisen eine Bergtour auf den Kasbegi an! Internet: http://kaukasus.blogspot.com/2005/05/climbing-mount-kasbek-july-2005.html
Ziel der INST-Kulturseminare ist es, eine kulturwissenschaftliche Vermittlung eines Landes zu ermöglichen bzw. Kenntnisse durch eine solche kulturwissenschaftliche Ermittlung zu erhalten und dabei die Sinnlichkeit (Anschauung, Geschmack, Gehör) nicht zu vernachlässigen. Für die Kulturseminare stehen ausgewiesene WissenschafterInnen des Landes zur Verfügung. Verantwortlich für die Organisation ist Dr. Koba Arabuli (Leiter des Tourismus-Institutes der Universität).

Die Konferenz "Mythen und Berge" hat zum Ziel, einen weltweiten Vergleich von Berg-Mythen durchzuführen. Die Ergebnisse werden auf den INST-Bergeseiten publiziert werden sowie auf der CD, die dem Buch "Das Verbindende der Kulturen" beiliegen wird, das im Oktober 2004 bei der Buchmesse in Frankfurt am Main präsentiert werden soll.
Internet: http://www.inst.at/kuse/tbilissi.htm
Hier finden Sie das Programm: Mythen und Berge/Myths and Mountains