Showing posts with label Tbilisi. Show all posts
Showing posts with label Tbilisi. Show all posts

Thursday, April 27, 2023

Wein in Georgien: Gleich zweimal im Mai - Zero Compromise & New Wine Festival im Mtatsminda Park in Tbilisi

Von Ralph Hälbig

Die Georgier sind wirkliche Kenner des Weins: "Guter Wein bringt das Beste in guten Menschen zum Vorschein", hört man es immer wieder, wenn man durch die Weingegenden im Kaukasus vagabundiert und im Marani (Weinkeller) hängenbleibt. Das größte Naturweinfest des Jahres in Georgien rückt immer näher. Am 05. und 6. Mai diesen Jahres präsentieren die renommiertesten Winzer aus unterschiedlichsten Regionen Georgiens ihre Naturweine (biologisch und zum Teil auch biodynamisch angebaut). Diese vielfältigen Aromen, gekeltert in den berühmten Qvevris (Tonamphoren) werden in der ehemaligen Seidenfabrik – N59 Kostava Street kredenzt. Wenn Sie einen unglaublichen Bio-Wein in Tbilisi probieren möchten, dann besuchen das Event Zero Compromise, das von der Natural Wine Association veranstaltet wird. Auswahlkriterium ist, dass die Trauben biologisch angebaut wurden und im Wein-Keller keine Hefen oder Sulfite hinzugefügt werden. Herauskommt ein reiner, unverfälschter Saft mit einem einzigartigen und teils ungewöhnlichem Geschmack. Ihr Geschmackshorizont wird erheblich erweitert - davon können sie ausgehen. Für die Georgier ist ihr Wein ein göttliches Getränk: 'unverfälscht und wahrhaftig und das seit 8 Jahrtausenden'.

Das "Zero Compromise" ist vor allem auch eine Naturweinmesse. Seit Jahren ist sie einer der wichtigsten Termine für diejenigen, die mit der spirituellsten und natürlichsten Seite des Weins in Verbindung bleiben möchten. Diese Messe ist auch die Gelegenheit für Fachleute, Sommeliers und Winzer aus aller Welt, sich mit den Menschen, Traditionen und Aromen eines authentischen Georgiens vertraut zu machen. Die wichtigsten und kompromisslosesten Winzer und Schöpfer spezieller Aromen - meist aus den knapp über 500 autochthonen und sehr alte Rebsorten - sind beinahe alle vor Ort. Hier trifft man die Seele Georgien. Die Stimmung ist einzigartig und sehr familiär! Wein wird hier zum lebendigen Trost. Mit dem Geschmack wird unverhohlen experimentiert!

Das New Wine Festival im Mtatsminda Park am 13. Mai ist ein großartiger Tagesausflug mit einer Mischung aus großen und kleinen Weingütern. Große Industrieweine bleiben jedoch außen vor. Wenn Sie im Mtatsminda Park sind, kommen Sie früh dorthin, um den Wahnsinn der Menschen zu vermeiden, die versuchen, den Park zu erreichen. Die Teilnahme für alle ist hier kostenlos und verspricht eine Fülle von Möglichkeiten, Hunderte von neuartigen Weinen aus der letzten Ernte (2022) zu probieren und zu genießen. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 wurde das Festival größer und populärer. Aufstrebende Familienweingüter und Weinunternehmen stehen im Mittelpunkt, um den Gästen einen verlockenden Einblick in ihre neuesten Jahrgangsweine zu bieten.

Georgien ist in seiner Weinkultur beinahe ausschließlich autochthon. Das heißt, dass die verwendeten Trauben bzw. die Rebsorten in diesem Gebiet heimisch sind und dort ihren Ursprung haben. Über Jahrhunderte wurden in Georgien diese Reben kultiviert und sind daher optimal an das jeweilige regionale Klima angepasst. 

Bei der Verkostung sollte man diszipliniert vorgehen, nur einen kleine Schluck nehmen und den Wein kauen, um die Geschmacksnerven voll zu beanspruchen. Scheuen sie sich nicht, den edlen Tropfen, in die Schwerstarbeit geflossen ist, ruhig in den Napf zu spucken. Nicht alles herunterschlucken, denn desto mehr können sie probieren! Und ja, lassen sie sich von den Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung beraten. Und keine Sorge, die Verkostung hält niemand prätentiös durch. Im Verlauf werden sie trinken und feiern, denn die georgischen Winzer sind keine Hippster oder Szene-Typen. Sie sind eher "Beatniks, Außenseiter des Mainstream-Weinbaus", so formulierte es prägnant der Amerikaner Paul Rimple. Zudem gehen die Winzer meist auch noch anderen Berufen nach - in diesem Sinne kann man von einem vielfältigen Lebenswerk sprechen. Ohne zu übertreiben kann man sagen, die Georgier haben einen tieferen Zugang zum Wein - in einem gewissen Sinn philosophisch, umfassend und spirituell zugleich. 

Und der Wein ist längst nicht mehr die Domäne der Männer und ihrer harten Arbeit in dieser Region auf unserer Erde. Junge Winzerinnen, wie die "Baia Sisters", Keto Ninidze, Miranda Chxetiani und andere mischen sich ein. Ja der Wein ist auch ein Wettstreit des Geschmacks und der Entdeckerfreude - von Labels hält man hier in der Community nicht viel. Zwei Frauen aus dem Ausland, die das erkannt haben, schrieben die besten Bücher über diese magische Welt, bei ihren Recherchen traten sie ein in außergewöhnliche Winkel dieser Weinwelt. Sie haben sich echt herumgetrieben und genießen den höchsten Respekt. Lesen Sie Alice Feiring "For the Love of Wine: My Odyssey Through the World's Most Ancient Wine Culture" und das dicke Ding von Lisa Granik MW - "The wines of Georgia" und machen sie sich dann auf eine Reise, bei der sie womöglich nicht mehr heimkehren werden.

Wenn es Anfang Mai an diesen Terminen nicht klappt, dann bestehen noch weitere Möglichkeiten:

🍷 7. Mai, "Samur"
🍷 9. Mai, "Sherekilebi"
🍷 2. - 4. Juni, WineExpo
🍷 17. Juni, "Super natural"

Für Reisepläne, Übernachtungen und weiteres zu Georgien, kontaktieren Sie Hans Heiner Buhr von www.kaukasus-reisen.de 

Wenn sie aus "unverzeihlichen Gründen" eine Reise dorthin nicht antreten können - für einen ersten Kontakt mit dieser Welt empfehle ich im deutschsprachigen Raum, sich hier einen Eindruck zu machen: Paata Bolotashvili ist mit seinem Unternehmen "Weinland Georgien" der erste Georgier, der in den Neunzigern begann, im großen Stil und beachtlichem Durchhaltevermögen ausschließlich georgische Weine nach Deutschland zu bringen. Man braucht es nicht zu erwähnen, er kennt sich wahrlich aus und hat nicht nur Spezialwissen, anekdotisch weiß er von vielerlei zu berichten. Man kann ihn auch buchen für Vorträge und Events. Eine andere großartige "Quelle" im sprichwörltichen Sinne ist der Ungar Zoltán Kovács, der sich mit seiner Berliner Firma "Naturwein Georgien" auf die Naturweine konzentriert! Auch er ist derzeit ein Einzelkämpfer; beide sind für mich profunde Botschafter Georgiens. Nicht nur Restaurants und Köche haben ein Auge auf sie geworfen. Greifen sie zu! Es schmeckt! 


Friday, April 21, 2023

VIDEO: Virtual Tour in Tbilisi with Urban Planner Zurab Bakradze. Via Heinrich Boell Foundation South Caucasus (2020)



Zurab Bakradze, Architect, Urban Planner highlights several problems in his Virtual Tour in Tbilisi.

First is the problem of losing the uniqueness of the city. Bakradze says, that Tbilisi has lost much of its uniqueness in the last 30 years and it hardly resembles Tbilisi from the past.

The second critical point is the relation between the private and the public. Bakradze observes how Tbilisi dealt with this challenges.

This video is prepared within the frameworks of Green Academy

Zurab graduated from Tbilisi University with a degree in architecture in the mid-1970s, became an urban planner from 1995 to 2012 and worked at the Institute for Art History in Georgia. Bakradze was also very active as an architect in Germany - worked for the architectural office aid in Kerfeld, MB-Meisterbau in Bonn, the design institute Kulturlandschaft-Stadt. In addition he was a co-initiator of the action “Guerrilla Gardening” and of the “Tbilisi Architectural Forum”.



Thursday, October 29, 2020

WEBPROJECT: TAA – Tbilisi Architecture Archive


Tbilisi Architecture Archive
is a project implemented as part of Tbilisi Common Architecture Biennial. It aims to gather existing planning records and building documentation scattered through various archives and compile them in a form of Open access. The online database will provide an overview of single documents and collections, with an index of names of persons who have been influential to architecture and urban development in Georgia – this means having at least one significant architectural or urban project in the background, as well as providing an important input in architectural theory and education. Concept The archive keeps the documents and records containing real facts and references, forming a common, collective memory. The archive does not describe the past – it organizes the access to information and thus supports the formation of knowledge. The history of architecture is written in the architecture archives as well, despite the fact that compared to other objects, architectural structures cannot be collected. The architecture archive conserves the documentation about the man-made environment and objects that were created in an architectural context – without which constructed Architecture, as such, would not exist. A thorough understanding and research of such resources is an integral precondition of reconstructing cultural memory. The aim of Tbilisi architecture archive The vast abolishment of state planning- or scientific and research instituties after 1990s has destroyed the majority of materials preserved in such establishments. However, a limited number of cataloged projects have survived in the central and municipal archives, as well as in private and family collections. In times when Tbilisi’s architectural landscape is being significantly altered or even demolished, the selection, categorisation, digitalisation, description and placement of existing documents in a digital common space become all the more important. Acquisition of these materials, connecting them and making the database information publicly accessible will first and foremost increace the level of awerness of architecture in Georgia. In adition, it will encourage the exchange of information and thus, create new naratives.

Our future goals include the expansion of common archive of architecture, a constant renewal and enrichment of electronic database; as well as preserving and restoring damaged original documents.

Join Project

Every interested architect, engineer, individual, volunteer, researcher or research organisation can use this space for sharing their collection, thus contributing to and developing the overall database, increasing research process and becoming a co-organisers of the Archive as a matter of fact. The Public Archive is open for cooperation based on research ethics and parity.

Following the initial contact from a party interested in joining the Public Archive space our group will digitize materials according to specific standards, and catalogue detailed information on them. The digitized version, accompanied by the detailed information, will be uploaded to the Archive under a collection attribute to the owner-contributor. A copy of the digitized material will also be handed to the owner.

Contact

Mariam Gegidze, Nino Tchatchkhiani, Natia Abasashvili, Levan Kalandarishvili

Address: Shanidze str. 4 0179 Tbilisi
Phone: +995 577 949708
Email: team@taa.net.ge

Main Page: Sketch by Ramaz Kikandze, Tbilisi 1970 © Ramaz Kiknadze private Archive

Design: arc-gestaltung.de
Website: Storyloop | Lynxtale
Translations: Elene Pasuri, Ana Kiasashvili

BOOK: Tbilisi - It's Complicated. By Data Chigholashvili, Nini Palavandishvili, Marike Splint


[onomatopee.net]
Composed of artistic accounts that critically reflect on recent urban and social changes in Georgia’s capital Tbilisi, this book unveils multifaceted perspectives on a city trying to negotiate its complex heritage, intensely contentious present and potential for the future. It also serves as an alternative guidebook to be explored in situ, or read from afar.

//////BIO'S EDITORS ///

Data (David) Chigholashvili works between social anthropology and contemporary art. His works are strongly related to the specificity of their contexts. Through direct commentary or subtle forms, he aims to present and question issues of the surroundings, while exploring connections between various disciplines and ways of expression.

Nini Palavandishvili is a curator based in Tbilisi. Nini researches social and political conditions and their interpretation in cultural production and contemporary art contexts. She is interested in artistic practices that find a language through which it is possible to speak about political and social matters.

Marike Splint is a theater maker from the Netherlands based in Los Angeles, specializing in performance in public space. Fascinated by the theme of belonging, she explores the relationship between people, places, and identity. She serves as a faculty member in the Department of Theater at UCLA.

Andrea Kalinová (visual artist) and Martin Zaicek (architect) have collaborated since 2011 as the initiative Abandoned (re)creation. Their work deals with the issue of derelict, abandoned or endangered architecture of the 20th century and its possible preservation by means of artistic interventions and alternative forms of protesting.
www.abandonedrecreation.com

Tigran Amiryan is an independent curator, contemporary art researcher with a PhD in Literary Studies. Tigran researches and writes about narrativization of both individual and collective memory in contemporary culture. He has presented lectures, exhibitions and public talks at different academic and arts institutions in Armenia, Georgia, Morocco, Russia, Tunisia, Ukraine.

Oleksandr Burlaka is an architect and artist based in Kyiv, Ukraine, where he studied architecture. Oleksandr is interested in the connection between the vernacular and the modernist. His work includes research, collaborative art practices, and often considers architecture and its transformation in post-Soviet countries.

Tamuna Chabashvili is an artist based in Amsterdam and Tbilisi. Her practice revolves around the topics of tradition, pattern and voicelessness seen from the gender perspective. Mapping private stories, memories and questions into visual and tactile narratives, it is inspired by traditional artifacts and working methods based on textile.
www.pswar.org
supraofherown.wordpress.com

Data (David) Chigholashvili works between social anthropology and contemporary art. His works are strongly related to the specificity of their contexts. Through direct commentary or subtle forms, he aims to present and question issues of the surroundings, while exploring connections between various disciplines and ways of expression.
www.geoair.ge

Onno Dirker is an artist living and working in The Hague, the Netherlands. Sense of place, formed by a myriad of layers, lies at the heart of his work. His approach is phenomenological, never commencing from a set viewpoint. He is a co-founder of Atelier Veldwerk (Studio Fieldwork, Dirker-Luijters).
www.onnodirker.nl

Paula Durinová is a documentary filmmaker, photographer and journalist. Driven by the emotions of visuality, the focus of her storytelling is people and places that surround her. She mainly deals with topics concerning post-communist countries, social issues, spiritual life, mental borders and dreams or human imprints in seemingly dystopian lands.
www.pauladurinova.com

Christian van der Kooy studied at the Royal Academy of Art in The Hague. His work consists of documentary photography and video essays. He is particularly interested in people’s interaction with their surroundings, the landscapes - spaces of coexistence and reciprocity, where a personal history generates cultural and social transformations.
www.christianvanderkooy.com

Lado Lomitashvili works between the differ­ent media of drawing, photography, artist’s books, sculpture and installation. In his abstract works, essential elements are architecture and product design. While working, he mostly looks at spaces from an architect’s perspective and creates site-specific installations.

Tamar Nadiradze is a visual artist. Through artistic research she explores and makes connections between social life and contemporary art, which she mainly turns into experimental publications and drawings. She is interested in topics connected to dialogue in social life as well as anthropology, mythology, psychology and gender.

Nini Palavandishvili is a curator based in Tbilisi. Nini researches social and political conditions and their interpretation in cultural production and contemporary art contexts. She is interested in artistic practices that find a language through which it is possible to speak about political and social matters.
www.geoair.ge

Lena Prents is a Belarusian independent art historian and curator based in Berlin. Her main areas of research are history of architecture, art and culture in Eastern Europe during the late socialism, and exhibition history and practices in connection with socio-political discourses.

Ana Ramazashvili is a PhD student in Cultural and Social Anthropology at Tbilisi State University. Her dissertation is an ethnographic study of economic, social, cultural and spatial aspects of the Lilo Market in Tbilisi. Additionally, she is interested in urban changes and started making the alternative tour of the Gldani district.
www.facebook.com/urbanaretbilisi

Nino Sekhniashvili is an artist based in Tbilisi, Georgia. Her artistic language is not defined by any specific media but attempts to go beyond traditional and contemporary visual techniques. Sekhniashvili is the founder of the gallery and performance basement Nectar (Tbilisi) which exists since 2013.
www.gallerynectar.ge

Marike Splint is a theater maker from the Netherlands based in Los Angeles, specializing in performance in public space. Fascinated by the theme of belonging, she explores the relationship between people, places, and identity. She serves as a faculty member in the Department of Theater at UCLA.
www.marikesplint.com

Katharina Stadler is a Tbilisi based conceptual artist and writer. She works processbased on discourses of ideology connected especially to notions of new forms of colonialism and imperialism as well as on the issue of limits of consciousness through social mechanisms and other determinants.
www.katharinastadler.com

Sophia Tabatadze was born and raised in Tbilisi, Georgia. She obtained her bachelor’s degree in 2002 at the Rietveld Academy, Amsterdam. Her practice is more of an autonomous artist in Europe and curatorial in Georgia, where she organizes projects through GeoAIR. Currently she lives and works in Berlin.
www.sophia-tabatadze.com

Giorgi Zagareli has a qualification in interior design. Currently he works on abstract forms of small mathematical shapes. He is also interested in experiments on furniture design, rapid prototyping, studying open sources and exploring old crafts. In 2010 he founded media platform designtbilisi.
www.designtbilisi.ge






Thursday, October 22, 2020

LERNEN: Die Deutsche Internationale Schule in Tbilissi – nur eine von vielen kommerzielle Privatschulen oder doch etwas Anderes? Von Barbara Wattendorf



Die Deutsche Internationale Schule in Tbilissi – nur eine von vielen kommerzielle Privatschulen oder doch etwas Anderes? Von Barbara Wattendorf [pdf]

Seit zehn Jahren gibt es in Georgien eine Deutsche Auslandsschule – eine Schule also, die es ermöglicht, in Georgien eine Schulausbildung in deutscher Sprache, nach deutschen Lehrplänen und mit deutschen, weltweit anerkannten Schulabschlüssen zu absolvieren.

Im Südkaukasus ist diese Schule einzigartig. Sie verdankt ihre Existenz engagierten Bürgern beider Länder und der tatkräftigen Unterstützung sowohl Georgiens als auch Deutschlands.

Die Schule nimmt auch deshalb eine Sonderstellung in der Privatschullandschaft Georgiens ein, weil sie keinen Gewinn erwirtschaftet und die Gebühren der Eltern unmittelbar und ausschließlich in die schulische Arbeit fließen. Das bedarf in einem Umfeld, in dem es eine kaum noch überschaubare Anzahl kommerzieller Schulangebote gibt, besonderer Erläuterung.

Was zeichnet diese Schule aus und warum ist sie ein Gewinn für die Schullandschaft Georgiens? Warum gibt es in Georgien eine Deutsche Auslandsschule? Wie ist sie aufgebaut?

Die Deutsche Internationale Schule Tbilissi ist im Jahr 2009 durch eine Elterninitiative gegründet worden: Deutsche und Georgier, die beruflich und privat mit Georgien und Deutschland verbunden sind, haben einen gemeinnützigen Verein gegründet mit dem Ziel, in Tbilissi eine Deutsche Auslandsschule zu gründen. Weltweit gibt es rund 140 solcher Schulen, zum Teil sind sie sehr alt. Sie werden von der Bundesrepublik Deutschland unterstützt und sind ein wichtiger Bestandteil der deutschen auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik – ebenso wie die Goethe-Institute und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Nicht viele haben daran geglaubt, dass Deutschland einer Schulgründung in Georgien zustimmt. Finden sich genug Eltern, die an einem deutschsprachigen Schulangebot interessiert sind? Ist Deutschland bereit, sich im Südkaukasus auf ein neues langfristiges Engagement dieser Größenordnung einzulassen? Die Elterninitiative fand tatkräftige Unterstützung in der Deutschen Botschaft Tiflis und konnte im Jahr 2010 mit 8 Erstklässlern und einer kleinen Kindergartengruppe in einem angemieteten Privathaus in Tbilissi eröffnen. Die georgische Seite hat die Schulgründung begrüßt und unterstützend begleitet. Im Schuljahr 2021/2022 werden die ersten Absolventen die Schule mit dem Abitur, dem weltweit anerkannten deutschen Schulabschluss, verlassen. Ihnen folgen immer größer werdende Klassen, jedes Jahr nimmt die Schule bis zu 25 Schülerinnen und Schüler in die erste Klasse auf. Die Gesamtverantwortung für das junge „Public-Private-Partnership“ hat, ebenso wie an allen Deutschen Auslandsschulen weltweit, ein vom Schulverein gewählter ehrenamtlich tätiger Vorstand. In Georgien stößt diese Konstruktion oft auf ungläubiges Staunen oder gar auf Misstrauen: Wie kann es sein, dass über so viele Jahre hinweg beruflich stark eingespannte Menschen Managementaufgaben und erhebliche Verantwortung übernehmen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten? In Deutschland hat ehrenamtliches Engagement dagegen eine lange Tradition – im Sport beispielsweise, in der Jugendarbeit und in der Kultur. Es ist ein fester Bestandteil des Alltags, vieles in Deutschland würde ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren. Kein Vorstandsmitglied dieser Schule erhält eine Vergütung oder eine anderweitige Gegenleistung. Selbst wenn ein Vorstandsmitglied eigene Kinder in der Schule hat, zahlt es dafür genau die Schulgebühren, die alle anderen Eltern auch zahlen. Alle investieren ihre persönliche Expertise und Erfahrung allein aus der Überzeugung heraus, für eine gute und sinnvolle Sache einzustehen. Erstaunlich vielleicht, aber doch wahr und in den jährlichen Finanzberichten der Schule an die Mitgliederversammlung des Schulvereins und an die fördernden Stellen in Deutschland nachprüfbar.

Die pädagogische Leitung der Schule übernimmt immer eine aus Deutschland entsandte Lehrkraft mit Schulleitungserfahrung.

Die Schule untersteht der deutschen Schulaufsicht. Sie erfüllt bestimmte Kriterien, um deutsche Abschlüsse vergeben zu dürfen. Ein eigens für Deutsche Auslandsschulen entwickeltes Qualitätsmanagement sieht regelmäßige Schulinspektionen vor. Ende des Jahres 2019 hat die Schule eine solche Schulinspektion durch erfahrene Schulinspektorinnen aus Deutschland mit Bravour absolviert. Sie ist aus dieser Inspektion mit dem Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule“ (unterzeichnet durch den deutschen Bundespräsidenten) hervorgegangen, einer Auszeichnung, die für eine junge Schule im Aufbau durchaus nicht selbstverständlich ist.

Gleichzeitig untersteht die Schule auch der georgischen Schulaufsicht, sie verfügt über eine immer wieder zu erneuernde staatliche Autorisierung. Sie muss also auch die Auflagen erfüllen, die der georgische Staat an seine Schulen stellt. Das ist eine besondere Herausforderung, weil diese Anforderungen in einigen (wenigen) Punkten von den deutschen Maßgaben abweichen. Von Beginn an war den Schulgründern und der Schulgemeinschaft die georgische staatliche Autorisierung ein großes Anliegen. Die für die Schulaufsicht zuständigen georgischen Behörden haben die Schule dabei immer aufgeschlossen und konstruktiv begleitet.

Wie finanziert sich die Schule?

Die Deutsche Internationale Schule Tbilissi ist eine Privatschule, die keinen Gewinn erwirtschaftet. Sie finanziert sich zum größten Teil (zu mehr als 85 Prozent) aus den Schulgeldern der Eltern. Daneben erhält sie finanzielle und personelle Unterstützung aus Deutschland. Neben einer an der Größe der Schule bemessenen Fördersumme übernimmt die Bundesrepublik Deutschland die Personalkosten für eine Reihe von deutschen Lehrern, die an der Schule unterrichten und die Schulentwicklung unterstützen. Die Anzahl der aus Deutschland entsandten Lehrer deckt jedoch nicht den kompletten pädagogischen Personalbedarf der Schule. Die Schule muss einen erheblichen Teil ihrer Lehrkräfte selbst finanzieren.

Die Schule wandert so seit ihrer Gründung auf einem schmalen Grat: Wie hoch müssen die Schulgelder bemessen sein, damit die Schule den hohen Qualitätsansprüchen, die an Deutsche Auslandsschulen gestellt werden, gerecht werden kann? Wie hoch können sie bemessen sein, damit die Schule noch zugänglich bleibt für georgische Familien, die ihren Kindern eine deutsche Schulausbildung ermöglichen wollen? Rund zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler sind georgische Staatsbürger.

Eine überaus konservative Haushaltsführung trägt seit der Gründung dazu bei, dass die Schule keine roten Zahlen schreibt und minimale, von deutscher Seite vorgeschriebene, Rücklagen hat. Die Schulgelder der Eltern fließen ausschließlich in den Unterrichtsbetrieb und den Unterhalt der Schule (Personal, Gebäudekosten, Ausstattung, Verpflegung).

Das schöne Gebäude der Schule im Stadtteil Bagebi steht auf einem Grundstück, das die georgische Regierung dem Schulverein im Jahr 2015 übertragen hat. Klarer konnte die georgische Seite es kaum ausdrücken: Diese Schule ist in Georgien erwünscht und verdient Unterstützung! Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat in der Folge den Bau eines eigenen Schulgebäudes auf diesem Grundstück mit einer großzügigen Fördersumme unterstützt. Der Schulverein hat zusätzlich ein Baudarlehen aufgenommen. So konnte die Schule im Jahr 2017 nach Jahren in wechselnden Mietgebäuden endlich ihr eigenes Gebäude beziehen und weiterwachsen. Der ehrenamtlich geführte Schulverein hat sich dadurch aber auch über Jahre hinaus verschuldet, was die Gesamtverantwortung, in der er steht, noch beträchtlich erhöht hat.

Jährlich legt der Vorstand der Mitgliederversammlung des Schulvereins ausführlich Rechenschaft über seine Tätigkeit und die Finanzen der Schule ab. Das schreibt die Satzung des Schulvereins vor. Die fördernden Stellen in Deutschland prüfen ihrerseits die Finanzen der Schule, werden doch neben den Schulgeldzahlungen der Eltern auch öffentliche Mittel der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt. 

Für wen gibt es diese Schule? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule? 

Die Schule dient zum einen Familien aus deutschsprachigen Ländern, die während eines beruflichen Engagements in Georgien für ihre Kinder eine deutschsprachige Schulausbildung, einen deutschen Schulabschluss oder einen reibungslosen Übergang zurück in die Heimat brauchen. Das Angebot der Schule ist ein wichtiger Standortvorteil für Georgien, ermöglicht es doch Fachkräften aus deutschsprachigen Ländern und ihren Familien einen mehrjährigen beruflichen Aufenthalt in Georgien. Die Schule ist außerdem ein Angebot an georgische Familien, die ihren Kindern eine deutschsprachige Schulausbildung ermöglichen wollen und finanziell dazu in der Lage sind. Manchmal haben diese Eltern selbst in Deutschland studiert oder gearbeitet. Manchmal vertrauen sie einfach darauf, dass ihre Kinder an der Deutschen Schule eine solide schulische Ausbildung und einen international anerkannten Abschluss erhalten. Dieser gewährt ihnen später direkten Zugang zum gebührenfreien Studium in Deutschland. Für georgische Familien ist die Deutsche Schule zunächst ein Wagnis. Manche sprechen selbst kein Deutsch. In den ersten Schuljahren muss sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ihnen und der Schule entwickeln, eine echte Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Wie sonst könnte man sein Kind mit guten Gefühl einem fremden Schulsystem anvertrauen? 

Den Gründern war von Anfang an bewusst, dass die Existenz der Schule von gelingenden Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit den einzelnen Familien abhängt. Nur wenn die Schule das Vertrauen, das ihr die Eltern entgegenbringen, rechtfertigen kann, wird sie bestehen können.

An der Schule gibt es fest etablierte Organe zur Elternmitsprache, die eine konstruktive und zielführende Kommunikation zwischen Schule und Eltern sicherstellen sollen. So wählt jede Klasse eigene Elternvertreter, es gibt regelmäßige Versammlungen dieser Elternvertreter und einen aktiven Austausch mit der Schulleitung. Elternvertreter arbeiten an der Schulentwicklung mit und tragen zu einem lebendigen Schulleben bei.

Das funktioniert nur, wenn beide Seiten offen sind für eine Zusammenarbeit. Die Schule muss bereit sein, die Eltern und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Im Idealfall wird sie dadurch eine bessere Schule. Die Eltern wiederum müssen bereit sein, die Positionen der Schule zu hören und sich damit aufrichtig auseinanderzusetzen. Im Idealfall kommt man zu Kompromissen im Sinne der Kinder und mehr Verständnis füreinander.

Es gibt zahlreiche gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaften. Sonst würde es die Schule gar nicht mehr geben. Diese Partnerschaften sind beglückende Erfahrungen für alle am Schulleben Beteiligten. Das heißt aber keineswegs, dass ein schulischer Werdegang frei sein muss von Krisen und kritischen Auseinandersetzungen. Die gehören zum Schulleben dazu.

Es gibt, wie an jeder Schule, auch gescheiterte Erziehungs- und Bildungspartnerschaften. Das ist immer schmerzlich, aber glücklicherweise eine Seltenheit. Zum Scheitern kommt es dann, wenn die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus dauerhaft nicht funktioniert. Die Gründe dafür sind individuell und vielschichtig. Wenn Elternhaus und Schule auf Dauer in Opposition zueinanderstehen und keine gemeinsamen Lösungen finden können, dann kann es in Einzelfällen besser sein, sich zu trennen. Eine Schulausbildung in einer fremden Sprache ist eine außerordentliche Herausforderung für Kind und Eltern. Ausführliche Informationsgespräche mit jeder Familie vor der Aufnahme eines Kindes dienen dazu, dies im Einzelnen zu erläutern. Der Erwerb einer fremden Sprache auf einem hohen Niveau geht einher mit Jahr für Jahr anspruchsvoller werdenden Lerninhalten. Es braucht Sprachbegabung, Fleiß und große Leistungsbereitschaft, um im Ausland den Weg zum Abitur (dem höchsten deutschen Schulabschluss) zu schaffen.

Was lernen Schülerinnen und Schüler an der Deutschen Internationalen Schule Tbilissi?

Sie lernen zunächst einmal das, was Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum höchsten deutschen Schulabschuss lernen müssen – entlang der deutschen staatlichen Vorgaben.

Zusätzlich erhalten die georgischen Schülerinnen und Schüler Unterricht in ihrer Muttersprache Georgisch – ihre ausländischen Mitschülerinnen und Mitschüler können Georgisch als Fremdsprache lernen. Was die Deutsche Schule ihnen jedoch vermitteln möchte, geht weit darüber hinaus: Schülerinnen und Schüler sollen lernen, das Leben an ihrer Schule mitzugestalten. Bereits in der Grundschule wählt jede Klasse Klassensprecher, diese wiederum wählen aus ihrem Kreis Schulsprecher. Schülervertreter der höheren Klassen sind in den wichtigen Gremien der Schule vertreten, beispielweise im pädagogischen Qualitätsmanagement. So übernehmen sie altersgemäß wachsende Verantwortung in ihrem täglichen Lebens- und Lernumfeld.

Schülerinnen und Schüler sind auf Augenhöhe mit ihren Lehrerinnen und Lehrern einbezogen in die Entscheidungen zur Entwicklung der Schule. Sie nehmen an den Diskussionsprozessen innerhalb der Schule teil, sie lernen zuzuhören, ihre Meinung und ihre Anliegen vorzutragen und Konflikte konstruktiv auszutragen. Dabei werden sie erst genommen und gestützt. Sie erfahren, dass sie selbst Einfluss auf ihren Alltag in der Schule und auf ihr Lernen nehmen können. Und sie erfahren, wie mühevoll eine Konsensfindung sein kann: Was essen wir in der Schule? Was spricht für eine Nutzung des Mobiltelefons in der Schule und was dagegen? Sind Hausaufgaben sinnvoll? Was machen wir mit dem Geld, das die Schule beim Weihnachtsbasar eingenommen hat?

Demokratieerziehung ist das moderne Wort dafür – gelebt wird es an der Schule im Kleinen und im Großen jeden Tag aufs Neue.

Im Jahr 2021 verlassen die ersten Absolventinnen und Absolventen die Deutsche Internationale Schule Tbilissi. Ihnen folgt jedes Jahr ein neuer Jahrgang junger Menschen, die in beiden Sprachen und in beiden Kulturen zuhause sind. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Georgien werden zukünftig nachhaltig von diesem einzigartigen Schulangebot profitieren.

Dieser Artikel wurde am 22. Oktober 2020 im georgischen Online-Journal "Mastsavlebeli" veröffentlicht: mastsavlebeli.ge

facebook.com/DeutscheSchuleTbilissi


Saturday, October 17, 2020

BLUECROWMEDIA: Tbilisi Architecture Map [bluecrowmedia.com]

[bluecrowmedia.com] Our Tbilisi Architecture Map highlights the incredibly diverse 20th century architecture of the Georgian capital. From Neo-Classical to Art Nouveau through the Soviet era and its demise, this map features examples of the most original architecture we have ever documented.

The map, In English and Georgian, was researched and written by a group led by Ana Chorgolashvili, with the support of the Tbilisi Architecture Biennial. Original photography is by Stefano Perego.

Our 27th architecture map, the two-sided map opens to 420 x 594mm or 16.5 x 23.4 inches and folds to 148 x 210mm or 5.8 x 8.3 inches. The map includes an introduction and details for fifty buildings (from the 1890s to the 1990s) in English and Georgian. 
£8.00







More:
instagram.com/bluecrowmaps
twitter.com/bluecrowmedia


Wednesday, October 14, 2020

EXHIBITION: Marjanishvili Quarter. Correlations of Architecture, Politics, and Identities. Exhbitions I Lectures I Architecture Tours. 2nd Tbilisi Architecture Biennial. (17.10. 2020 – 8.11. 2020)

The project MARJANISHVILI QUARTER was specificallyconceptualized for the 2nd Tbilisi Architecture Biennial and focuses on the area that today, as well as historically, is recognised as the centre of the left bank of Tbilisi. Its origins go back to the 19th century, when the German settlement was founded northwest of Tbilisi. The exhibition shows historical, critical, ironic and poetic aspects of this place through different contexts and media. Among other things, the project contains materials of the alteration project of the Marjanishvili district in the 1980s and 1990s. Marjanishvili district is still developing. The residents and the urban space are going through changes. Different realities and habits reveal themselves; a mood of departure emerges. In temporal as well as spatial representations it is shown what constitutes the coexistence of the people of this district – what do we have in common? 

MARJANISHVILI QUARTER: CORRELATIONS OF ARCHITECTURE, POLITICS, AND IDENTITIES Exhibition / 2nd Tbilisi Architecture Biennale / Tbilisi (17.10. 2020 – 8.11. 2020)

+++

Das Projekt MARJANISHVILI QUARTER wurde für die 2. Architekturbiennale in Tiflis konzipiert und bezieht sich auf das Viertel, das als Zentrum des linken Ufers von Tiflis gilt. Die Entstehung dieses Viertels geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als eine deutsche Siedlung nordwestlich vom damaligen Tiflis gegründet wurde. Die Ausstellung zeigt historische, kritische, ironische und poetische Aspekte dieses Ortes anhand von verschiedenen Kontexten und Medien – unter anderem die Pläne zum Umbau des Marjanishvili-Viertels aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Das Marjanishvili-Viertel ist immer noch im Wandel. Die Bewohner und der urbane Raum durchlaufen Veränderungen. Es offenbaren sich unterschiedliche Realitäten und Gewohnheiten, eine Stimmung des Aufbruchs entsteht. In zeitlichen wie auch in räumlichen Darstellungen wird aufgezeigt, was das Zusammenleben der Menschen dieses Stadtteils ausmacht. Was verbindet uns?

+++

პროექტი „მარჯანიშვილის უბანი“ შეიქმნა თბილისის არქიტექტურის მე-2 ბიენალესთვის და წარმოაჩენს ტერიტორიას, რომელიც თბილისის მარცხენა ბირთვის შემადგენელი ნაწილია. ის დაარსდა მე-19 საუკუნეში, როდესაც თბილისის ჩრდილო-დასავლეთით გერმანელების კოლონია შეიქმნა. გამოფენა წარმოადგენს ამ ადგილის ისტორიულ, კრიტიკულ, ირონიულ და პოეტურ ასპექტებს სხვადასხვა კონტექსტსა და მედიაში, მათ შორის, 1980-იან და 1990-იან წლებში ამ უბნის რეკონსტრუქციის არქიტექტურულ არქივს. მარჯანიშვილის უბანი სახეცვლილებას განიცდის. გარდაიქმნება საზოგადოების, ეკონომიკისა და ურბანული სივრცის ორგანიზება – შესაბამისად, იცვლება ჩვეული რეალობებიც. ამ კონტექსტში, ბიენალეს მესიჯი „რა გვაქვს საერთო?“ ფიქსირდება დროით და სივრცით წარმოდგენებში, რაც გარკვეულწილად ამ ტერიტორიაზე ადამიანების თანაცხოვრებასა და თანაარსებობას გულისხმობს – რა გვაკავშირებს ერთმანეთთან? რა გვაქვს საერთო?

Link [pdf] Project Marjanishvili Quarter

 








Venue 1 AA Architecture Ambience 2 Marjanishvili St 3802 Tbilisi Georgia

Venue 2 TBC Concept 7 Marjanishvili St 3802 Tbilisi Georgia

Curator: Irina Kurtishvili
Editor: Heike Maria Johenning
Graphic Design: Irakli Kiziria
Editing: Thea Tvalavadze (Georgian) Nathan Michael Hudson (English)
In Collaboration with W2KSHOP COLLECTIVE, Dimitri Eristavi, Lado Shonia, Tilman Haseloff, Liza Bokeria and Contemporary Art Space Maudi Nina Akhvlediani, Curator of TBC Concept and TBC Art Collection and Ketevan Korzakhia, Director, TBC Art Gallery
Exhibition Production: Zura Tsofurashvili
Archives: AA Architecture Ambience

LOCATIONS & EXHIBITION HOURS

AA Architecture Ambience
2 Marjanishvili st | 0102 Tbilisi | Georgia Open during the Biennial
Tuesday – Sunday 3pm – 7pm
AA is free and open to all people.

Please reach out to us in advance with any requests.
Contact irina@irinakurtishvili.com
Mob. + 995 (5) 55 21 44 83

TBC Concept
7 Marjanishvili str | 0102 Tbilisi | Georgia Open during the Biennial
Monday – Saturday 11am – 8pm Sunday 11am – 5pm

Acknowledgements
Irina Kurtishvili thanks all institutions, people and partners who contributed to realize this project

Printing: SpreeDruck, Berlin

TAB Tbilisi Architecture Biennial
Directors and Founders Project Management
Tinatin Gurgenidze, Natia Kalandarishvili, Otar Nemsadze, Gigi Shukakidze, Tamara Janashia
4 Shanidze st | 0179 Tbilisi | Georgia www.biennial.ge

Friday, May 29, 2020

MUSIKVIDEO: Sänger des Anchiskhati Ensembles aus Georgien, Tbilisi (Komposition Russudan Meipariani). Von Monika Nuber


Kamera, Regie, Schnitt: Monika Nuber
Komposition: Russudan Meipariani (Stuttgart)
Inspiriert von der Lyrik Galaktion Tabidze und eigens komponiert für den Männerchor Anchiskhati aus Tiflis.
Aufgenommen und gefilmt im fausttonstudio in Scheer an der Donau, während eines Gastaufenthalts des Ensembles.

Monika Nuber (*1966) lebt und arbeitet als Künstlerin und Musikerin in Stuttgart. In ihren experimentellen Arbeiten bewegt sie sich zwischen Konzept und Zufall, Ordnung und Chaos, kleiner Form und großen Gesten. Gesang, Rhythmus, Klang und Ton spielen dabei eine große Rolle. Monika Nubers Zeichnungen und Animationsfilme werden international auf Filmfestivals und Ausstellungen gezeigt und erhielten zahlreiche Preise. 2016 war ihre Videoinstallation "Binäre Systeme und andere Lieder" in der "Galerie b" zu sehen.

Sunday, March 29, 2020

GEMEINNÜTZIGE STIFTUNG: Wir. Helfen. Georgien. - in der Corona-Krise. Von Rainer Kaufmann - Update 02.04.2020

Not macht erfinderisch, haben wir uns gesagt und uns nicht mit der völligen Schließung unseres Restaurants in Tbilissi abgefunden. Denn das hätte bedeutet, knapp zwei Dutzend – meist langjährige und treue – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die georgische Arbeitslosigkeit zu entlassen. Was das heißt, weiß jeder, der sich im Land auskennt. Und ob wir dann nach der Krise wieder in der Lage gewesen wären, aus dem Stand heraus eine arbeitsfähige Belegschaft aufzubauen, kann heute niemand sagen.

Deshalb haben wir eine gemeinnützige Stiftung gegründet:

Wir.
Helfen.
Georgien.

Der aktuelle Ausgangspunkt: Einige soziale Einrichtungen wie die Suppenküche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien (ELKG) oder die Michaelsschule für Behinderte, die vom Solinger Verein zur Förderung der Behindertenhilfe in Georgien unterstützt wird, mussten ihren Betrieb einstellen. Damit sind Dutzende an bedürftigen Familien oder Kinder ohne eine tägliche, warme Mahlzeit, die sie bisher bekamen.

Wir haben vor allem unter unseren Stammgästen von Hotel und Restaurant in Deutschland um Unterstützung geworben und innerhalb weniger Tage eine stolze Zahl von Sponsoren gefunden, die uns für die nächsten drei Monate mit einem Betrag von monatlich € 75 unterstützen. Dazu kamen drei stolze Einzelspenden unserer Partner. Damit können wir jetzt für drei Monate rund 50 Essen am Tag bereit stellen und in Tbilissi auch ausliefern.

Für dieses überwältigende Ergebnis bedanken wir uns im Namen all derer, denen es zugute kommt, denen, die ihren Arbeitsplatz gesichert sehen, und denen, die weiter mit einem guten Essen am Tag versorgt werden.

Dieses Engagement unserer Gäste und Partner ist für uns alle ein wichtiges Zeichen gegenseitiger Wertschätzung, das wir nie vergessen werden. Wir haben uns deshalb entschlossen, auch für die Zeit nach den Einschränkungen durch die Corona-Krise diese Stiftung weiter zu führen, mit freundlicher Unterstützung von Martin Gramm, einem langjährigen Gast aus Eppelheim. Er ist dort Stadtrat und Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde.

Unsere Firmen – ERKA-Reisen GMbH, ERKA-Travel/Tbilissi und Hotel Kartli mit Rainers European Restaurant – werden, sobald sie sich wieder in einem normalen Arbeitsmodus befinden, diese Stiftung dann weiter mit einer Grundfinanzierung ausstatten und ein gezieltes Programm zur Versorgung bedürftiger Familien oder Kinder (Stichwort: Straßenkinder) erarbeiten. Über dieses Programm werden wir die Öffentlichkeit selbstverständlich informieren, wie wir auch über unsere Dreimonats-Aktion regelmäßig berichten werden.

Wenn Sie unser soziales Engagement jetzt aktuell und auch in Zukunft unterstützen wollen, freuen wir uns über jeden einzelnen Beitrag. In Deutschland hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Eppelheim, die seit Jahren die ELKG in Tbilissi unterstützt, bereit erklärt, die Spenden für uns entgegenzunehmen und auf Wunsch eine entsprechende Spendenquittung auszustellen.

Die Konto-Verbindung:

IBAN: DE17 6725 0020 0001 5113 51, BIC: SOLADES1HDB (Sparkasse Heidelberg), Stichwort: Hilfe für Georgien.

In Georgien haben wir folgende Bankverbindung:

JSC TBC Bank, Tbilissi/Georgien, IBAN: GE75TB7454336180100004, Empfänger: Vekhmarebit sakartvelos

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter folgender Email-Adresse: rainer@georgian-aid.com

Mit freundlichem und dankbaren Grüßen

Rainer Kaufmann, Gabi Kaufmann, Natia Kodiashvili, Salome Gugunishvili, ERKA-Reisen GmbH – Hotel Kartli – Rainers European Restaurant – ERKA-Travel/Tbilissi

+++

Update 02.04.2020

Gestern hat das Team von Rainers Pizzeria in Tbilissi ein Wohltätigkeitsprojekt gestartet. Wir beliefern in einer eigens hierfür gegründeten Stiftung ab sofort bis zu 50 bedürftige Menschen täglich mit einem warmen Essen. Mit großzügiger Unterstützung unserer langjährigen Kunden von Hotel und Restaurant überwiegend aus Deutschland können wir diesen Service für die nächsten drei Monate garantieren. Demnächst gibt es mehr Informationen auf einer eigenen webseite www.georgian-aid.com. Auskünfte gibt es jederzeit auch unter der E-mail-Adresse: rainer@georgian-aid.com.









Tuesday, December 17, 2019

PICTUREGALLERY: Georgian Artist Rusudan Khizanishvili

Rusudan's approach to both the handling of paint and compositional construction reflects a healthy knowledge of what has come before her, while at the same time clearly display a contemporary set of values and codes of practice. Graduating with a painting degree from the Tbilisi State Academy of Art, Rusudan went on to complete an MA in Media in 2005.

Georgian Artist Rusudan Khizanishvili

rusudan-khizanishvili.com
artsy.net/rusudan-khizanishvili

Friday, October 04, 2019

BOOK LAUNCH: Tbilisi - It’s Complicated. Edited by Data Chigholashvili, Nini Palavandishvili, Marike Splint. 10.10.2019 in the State Silk Museum in Tbilisi.

Thursday, 10. Oktober 2019 at 7pm in the State Silk Museum, 6, Tsabadze street, 0112 Tiflis


We are inviting you to the book launch event of Tbilisi - It’s Complicated, an art book by GeoAIR that critically reflects on the changes that Tbilisi has faced in recent decades. Where the official motto of the city is “Tbilisi, the city that loves you,” this book proposes an alternative - “Tbilisi, it’s complicated.”

The idea for this book originated from the projects GeoAIR has realized in and about Tbilisi for over a decade. The contributions consist of adapted projects that took place in the framework of GeoAIR’s artist-in-residence program, as well as works implemented by the organization itself. Several artworks dealing with urban topics of Tbilisi have also been adapted and contributed to this publication by their creators. Additionally, some contributions were made specifically for this book.

Edited by Data Chigholashvili, Nini Palavandishvili, Marike Splint.

Contributing authors: Abandoned (re)creation (Andrea Kalinová and Martin Zaiček), Tigran Amiryan, Oleksandr Burlaka, Tamuna Chabashvili, Data Chigholashvili, Onno Dirker, Paula Ďurinová, Christian van der Kooy, Lado Lomitashvili, Tamar Nadiradze, Nini Palavandishvili, Lena Prents, Ana Ramazashvili, Nino Sekhniashvili, Marike Splint, Katharina Stadler, Sophia Tabatadze, Giorgi Zagareli.

Published by Onomatopee.

The making of the book was supported by GeoAIR, UCLA, CuratorLab from Konstfack and Kunstpunkt Berlin.

Launching event in Tbilisi is supported by Kunstpunkt Berlin. We would also like to thank the State Silk Museum for hosting the event.

The presentation will be held in Georgian with translation into English.












All photos by Geoair Archidrome www.geoair.ge

Friday, September 06, 2019

ATLAS: Kulturweg der deutschen Minderheit in Georgien / Cultural Route of the German minority in Georgia / გერმანული უმცირესობის კულტურული მარშრუტი საქართველოშ

Die in diesem Atlas enthaltene Beschreibung und Kartografierung des Kulturerbes der von Deutschen gegründeten Orte Georgiens beruht auf der langjährigen Grundlagenforschung von Nestan Tataraschwili, Architektin, Restauratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins zur Bewahrung deutschen Kulturguts im Südkaukasus (Tiflis). Diese Forschung wurde 2015 und 2016 von der Staatsagentur für Kulturerbeschutz Georgiens finanziert. Tatia Gwineria (Tiflis) hat den Abschnitt zu Tiflis westlich der Kura und die ausführlichen Beschreibungen in dem Abschnitt zu Neu-Tiflis verfasst. Zu einzelnen Texten und Ortsplänen haben Tamas Gersamia (Tiflis) und Leonhard-Eduard Breisch (Alexandershilf) beigetragen. Mit diesem Atlas werden erstmals Ortspläne aller Siedlungen mit deren herkömmlichen deutschen Orts-, Straßenund Örtlichkeitsnamen sowie den georgischen Bezeichnungen oder – falls es solche nicht gibt – mit der georgischen Umschrift der deutschen Namen veröffentlicht.

The description and mapping of the cultural heritage in the places founded by Germans in Georgia is based on the long-term fundamental research of Nestan Tatarashvili, architect, restorer and researcher of the Verein zur Bewahrung deutschen Kulturguts im Südkaukasus (Tbilisi). The research was funded by the National Agency for Cultural Heritage Preservation of Georgia in 2015 and in 2016. Tatia Gvineria (Tbilisi) is the author of the chapter about Tbilisi west of the River Kura and the detailed descriptions in the chapter about Neu-Tiflis. Tamaz Gersamia (Tbilisi) and Leonhard-Eduard Breisch have contributed to some texts and maps. For the first time, this atlas publishes contemporary maps of the aforementioned settlements with their traditional German place, street and other topographic names as well as the Georgian names or, where the latter do not exist, with the Georgian transliteration of the German names.

გერმანელების მიერ დაარსებული კოლონიების ტერიტორიაზე არსებული კულტურული მემკვიდრეობის ძეგლების აღწერა და მათი რუკებზე დატანა ეფუძნება სამხრეთ კავკასიაში გერმანული კულტურული მემკვიდრეობის დაცვის კავშირის (თბილისი) არქიტექტორ-რესტავრატორისა და მკვლევრის, ნესტან თათარაშვილის ფუნდამენტურ და გრძელვადიან კვლევას, რომელიც დააფინანსა საქართველოს კულტურული მემკვიდრეობის დაცვის ეროვნული სააგენტომ 2015 და 2016 წელს. თათია ღვინერიას (თბილისი) ეკუთვნის თავი, რომელიც ეხება მდინარე მტკვრის დასავლეთით მდებარე თბილისის ნაწილს. მასვე ეკუთვნის დეტალური აღწერა, რაც ნოი-ტიფლისის შესახებ თავშია წარმოდგენილი. თამაზ გერსამიამ (თბილისი) და ლეონარდ-ედუარდ ბრეიშმა წვლილი შეიტანეს ზოგიერთი ტექსტისა და რუკის შედგენაში. ამ ატლასში პირველად ქვეყნდება ზემოხსენებული კოლონიების თანამედროვე რუკები, სადაც ქართულ სახელწოდებებთან ერთად მითითებულია მათი გერმანული, ტრადიციული სახელები, მათ შორის, ადგილის, ქუჩის და სხვა ტოპოგრაფიული სახელწოდებები. ისეთი შემთხვევებისთვის, სადაც შესაბამისი ქართული სახელწოდებები არ არსებობს, გამოყენებულია გერმანული ვერსიების ქართული ტრანსლიტერაცია.

Kostenloser Reiseführer zu den deutschen Siedlungen

Rechtzeitig zu den 200-Jahr-Feierlichkeiten der deutschen Ansiedlung hat der Europarat einen Reiseführer zu den von Deutschen gegründeten Orten Georgiens veröffentlicht. Der „Kulturweg der deutschen Minderheit in Georgien“ ist im Netz (https://rm.coe.int) und als Broschüre kostenlos erhältlich. Er enthält eine Einführung in die Geschichte der Deutschen im Lande und stellt dann das bauliche Erbe aller historischen deutschen Siedlungen vor. Dargestellt werden auch die Werke deutscher Architekten in Tiflis. Mit dem "Kulturweg" werden erstmals heutige Ortspläne aller Siedlungen mit deren herkömmlichen deutschen Orts- und Straßennamen veröffentlicht. Die Beschreibung und Kartografierung des deutschen Kulturerbes beruht überwiegend auf der langjährigen Grundlagenforschung von Nestan Tataraschwili, Architektin, Restauratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins zur Bewahrung deutschen Kulturguts im Südkaukasus. Diese Forschung wurde 2015 und 2016 von der Staatsagentur für Kulturerbeschutz Georgiens finanziert. Da der „Kulturweg“ auch im Deutschunterricht an georgischen Schulen eingesetzt werden soll, bietet das Goethe-Institut eine Schulung für Lehrer an (www.goethe.de). Der Europarat hat ähnliche "Kulturwege" zu zwölf anderen nationalen Minderheiten in Georgien veröffentlicht.

Mehr dazu hier: 
facebook.com/KulturerhaltGeorgien
Sichtbare Rehabilitierung: Mit den Ortsnamen kehrt die deutsche Minderheit zurück ins öffentliche Bewusstsein
Deutsches kulturelles Erbe und seine Rezeption: Deutsches Kulturerbe in der Hauptstadt Georgiens – Neu-Tiflis. Von Tamar Giorgobiani

Friday, May 17, 2019

DOCUMENTARY: The City Where Women Run The Nightlife - Nightlife & Clubs in Tbilisi. By Noemi Hatala and Rebecca Gin

Partying in Tbilisi is a political statement. Like Berlin in the early 90s, raves in Tbilisi have a social and political element that make them more than entertainment.

Clubbing has become a way for young people to rebel against the conservative regime in power. People with “radical” ideas about liberal politics or sexual identity are accepted in clubs and can act freely.

Tbilisi has five major clubs. Four of them are owned or co-owned by women.

This short documentary introduces these strong female characters who are running Tbilisi’s nightlife and are shaping the thinking of a new generation.

Producer, director, cameraperson, editor: Noemi Hatala
noemihatala.com
Cameraperson, consultant: Rebecca Gin
rebeccagin.com


The City Where Women Run The Nightlife from Noemi Hatala on Vimeo.

With Keta Gabunia (Owner of Mtkvaarze Club www.mtkvarze.com), Tamuna Axander (Owner of KHIDI www.khidi.ge), Naja Orashvili (Co-Founder of BASSIANI www.bassiani.com), Sophy Ebralidze (Manager of KHIDI www.khidi.ge), Nia Gvatua (Owner of SUCCESS BAR)

This Video Will Introduce You To The Women Behind Tbilisi’s Thriving Techno Scene (Source: electronicbeats.net)

'The City Where Women Run The Nightlife' is a new video that explores how women have built the city's current day techno scene.

Club culture is political everywhere, but it’s especially political in Tbilisi. There, clubs like Bassiani and Khidi provide free spaces for people to gather and explore ideas about liberal politics and sexual identity at odds with the country’s ultra-conservative government. (For more information about the government’s policies, read our exposé Behind Bars: Meet The Georgian Producer Making Music From Prison)

“There are five major clubs in Tbilisi. Four of them are owned or co-owned by women,” says Keta Gabundia, owner of the popular Mtkvarze club, in a new short video documentary called, The City Where Women Run The Nightlife.

The video, which is available in full above, examines the role that women have played in developing the city’s current club scene, and also explains the challenges they face moving forward in the wake of last year’s Government-instigated club raids and ensuing protests.

The City Where Women Run The Nightlife was made by Noemi Hatala and Rebecca Gin. More info can be found here.

Read more: Behind Bars: Meet The Georgian Techno Producer Making Music From Prison


Soundcloud:
https://soundcloud.com/bassiani
https://soundcloud.com/khidi
https://soundcloud.com/search?q=mtkvarze