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Thursday, September 11, 2014

FESTIVAL: Off Europa: Discover Bulgaria - Black Sea Culture - in Dresden und Leipzig (bfot.de)

(bfot.de) Leipzig + Dresden, 19. - 28. September 2014


Trailer Festival Off Europa 2014 "Discover Bulgaria" from Off Europa on Vimeo.

Rand. Und Reichtum.


Bulgarien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union. Am äußerstem Rand, weit weg. Nur gelegentlich findet das Land in die Schlagzeilen mitteleuropäischer Medienwelten. Von den sozialen Protesten, die das Land regelmäßig erschüttern, erfährt man hier kaum etwas. Selbst die starken Überschwemmungen im Frühsommer waren den Medien hierzulande nur wenig Erwähnung wert. Einzig die so genannte „Armutszuwanderung“ wird dauerhaft thematisiert. Dabei handelt es sich bei den zuströmenden Hilfesuchenden überwiegend um Roma - und die damit einhergehenden Probleme lassen sich wohl nur mit und nicht gegen Bulgarien lösen. 

Paradise Hotel Paar by AGITPROP
Paradiese Hotel © AGITPROP Sofia
Im Oktober des letzten Jahres verstarb der große europäische Regisseur Dimiter Gottscheff. Und mit ihm der letzte Brückenschlag zu rätselhaften sonnigen Landschaften, nach Bulgarien. Zeit, all dies neu zu entdecken. In der bulgarischen Hauptstadt gibt es mehr Stadttheater als in der Weltstadt Berlin. Im Wesentlichen sind sie dazu da, die Menschen von den Tagesrealitäten abzulenken. Und im Normalfall funktioniert das wahrscheinlich auch. Im Schatten eines dieser im Wortsinne großen Häuser - im Gebäude eines ehemaligen Bades - findet sich das auch international beachtete „Theaterlabor Sfumato“; eine Zeit lang Symbol der Hoffnung für Aufbruch und Wandel. Die interessantesten Theaterarbeiten entstehen heute aber im Umfeld von Künstlern wie Galina Borissova, Iva Sveshtarova, Ivo Dimchev oder Willy Prager, alle mit Arbeitserfahrungen im Ausland. Und an Häusern wie dem kleinen „Red House“ oder der Galerie „fridge“, die auch und vor allem Treffpunkte, Diskursorte sind - und mit ihren geringen Mitteln und Möglichkeiten alles tun, um Künstler im Lande zu halten. 

Seit 1992 in Leipzig - und seit 2008 parallel auch in Dresden - beschäftigt sich „Off Europa“ mit der weniger bekannten, manchmal ignorierten oder einfach nur noch nicht entdeckten freien Theater- und Tanzkunst insbesondere Süd-Ost-Europas. Ob in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, in Rumänien, Georgien, Albanien oder der Türkei, stets ließen sich visionäre, charismatische Künstler oder beeindruckende Ensemblekonstellationen finden. Im Falle Bulgarien ist das nicht anders. Experimentierfreudige Tänzer, stilprägende Performer, mutige Regisseure und ambitionierte Veranstalter - an einigen wenigen Orten in Sofia und Varna sind Künstler gereift die jetzt den Weg nach Deutschland antreten. „Off Europa“ organisiert also wieder eine Art temporärer „Reichtumszuwanderung“. Mit Theater, Tanz und Performance, Filmen, Gesprächen und Musik an sieben verschiedenen Veranstaltungsorten. In beiden sächsischen Metropolen, in Leipzig und in Dresden. Wir laden Sie herzlich dazu ein.

Programm: bfot.de

offeuropa.de
twitter.com/offeuropa
facebook.com

facebook.com/offeuropa
vimeo.com/offeuropa
societaetstheater.de/OFF-EUROPA-Bulgarien  
lofft.de
utconnewitz.de

Sunday, July 06, 2014

AUSSTELLUNG: UNGEDULD DER FREIHEIT SALON HANSA Berlin goes GALERIE HOLGER JOHN Dresden (galerie-holgerjohn.com)

(galerie-holgerjohn.com) ... mit Malerei von Hans Heiner Buhr aus Tbilisi


Created with flickr slideshow.


Rähnitzgasse 17 | Ecke Heinrichstrasse
01097 Dresden - Neue Königsstadt - Barockviertel

Ausstellung von 30.5 – 22.6.2014
Dienstag – Sonntag 14 – 19 Uhr

Artisten

JUNIOR TOSCANELLI, PIA DEHNE, JONNY STAR, FRANK BAUER, ISA GENZKEN, OLIVIA BERKEMEYER, ARMIN BOEHM, SASCHA BOLDT, LUKAS BUGLA, SASKIA BUWERT, LISA JUNGHANß, JACOB COENDERS, LEOPOLD COENDERS, FRANK DIERSCH, SEBASTIAN LUKAß, BJÖRN DRESSLER, NICOLAS DUPONT, OLIVER BORNER, ROEY HEIFETZ, FLORIAN HEINKE, CHRISTIAN HOISCHEN, ERIKA LUST, ANDREW DICK, HANS HEINER BUHR, MARCUS MÜLLER SCHOENEICH, SILKE HÖPPNER, ANDREY KLASSEN, MAXIMILIAN RÖDEL, DIETMAR MÜLLER, MICHA KOCH, MARC GROESZER, ALEXANDER KLENZ, FRANZISKA KLOTZ, CLAUDIA VAN KOOLWIJK, SVENJA KREH, ANNE LANGENBACH, ISA MELSHEIMER, LEA ASJA PAGENKEMPER, REGINE MÜLLER WALDECK, ANDREAS BRÄUNSDORF, SADOR WEINSCLUCKER, EVA RAEDER, JENNY ROSEMEYER, DENNIS RUDOLPH, MORITZ SCHLEIME, TORSTEN SOLIN, MIRIAM VLAMING, BJÖRN WELTBRANDT WALLBAUM, MARCUS WITTMERS, MICHAEL WUTZ, HANSA WIẞKIRCHEN, HOLGER JOHN

GALLERY OPEN AIR special guest: SALON SUISSE SÄCHSISCHE SCHWEIZ HELMUT OTTO RABISCH (tout les jours en plein air) STEFFEN FISCHER (Dresden/Dürrrörsdorf) VOLKER LENKEIT (Pirna) ICEMANN (staatenlos) CHRISTOPHER HALEY SIMPSON (Dresden/Greater Lancaster & Morecambe)

Galerie Holger John

Thursday, October 31, 2013

AUSSTELLUNG: Aserbaidschan – drei fotografische Positionen in Dresden, 6.9.-3.11.2013 (kulturaktiv.org)



 
Chingiz Babajew
Sevinj Aslanova
Fakhriyya Mammadova


(kulturaktiv.org) Zwischen Erdölboom, kaukasisch-orientalischer Tradition, modernem Selbstverständnis und post-sozialistischen Erbe zeigt diese Ausstellung eine Fotoschau aus Aserbaidschan; einem Land, das sich gern als Brücke zwischen Ost und West sieht. Die beteiligten Künstler Chingiz Babajew, Sevinj Aslanova und FakhriyyaMammadova verstehen es, die vielen Gegensätze auf ironische und leicht provokante Weise zu dokumentieren. 

Ein zentrales Motiv sind Finger und Hände. Auffallend ist auch die häufige Verwendung von Hochzeitsmotiven, vielleicht dem zentralen Moment der aserbaidschanischen Gesellschaft, die wesentlich aus ihren familiären Verbindungen schöpft. Die Bilder atmen dabei eine nüchterne Ästhetik jenseits von Kitsch und Romantik. Kein Märchen aus Tausend und einer Nacht – sondern Bilder aus einem ganz realen Land.

Die Ausstellung ist vom 06.09. – 06.11.2013 in der GALERIE NEUE OSTEN zu sehn. Die Vernissage findet am Freitag, den 06.09.2013 ab 19 Uhr statt. Eintritt frei!

Die Idee zur Ausstellung entstand im Rahmen des Projekts Transkaukazja, an dem einer der Künstler – Chingiz Babajew – im Juli bereits in Deutschland zu Gast war. Unter dem Titel „Border – Key – Neuropa“ hatten er und dreizehn weitere Künstler aus dem Kaukasus und aus Deutschland Landart-Objekte an der Neiße zwischen Görlitz und Zittau geschaffen.

GALERIE NEUE OSTEN
Bautzner Straße 49, 01099 Dresden
Tel. Kurator Matthias Schumann +49-179-5420175
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10 – 17 Uhr und nach Vereinbarung

Friday, May 03, 2013

FESTIVAL: Transkaukazja: Programm 2013 in Deutschland (kulturaktiv.org)

(kulturaktiv.org) Transkaukazja stellt die wohl einzige interdisziplinäre Präsentation zeitgenössischer Kunst aus dem Kaukasus in Europa dar. Es findet alle zwei Jahre in städtischen Räumen und unter freiem Himmel, ebenso wie in Galerien für moderne Kunst, Kinos, Theatern und Kulturzentren statt. Dabei wird besonderer Wert auf interdisziplinäre Präsentationen gelegt, die verschiedene Bereiche der Kunst wie Film, Musik und darstellende Künste miteinander verbinden. Nach der erfolgreichen Erstrealisierung 2011 findet Transkaukazja dieses Jahr zum zweiten Mal  in Deutschland statt…

WOMAN_LOOKING FROM | ARTIST IN RESIDENCE | 15.05. – 14.07.2013, Dresden

Künstleraufenthalt und Austausch mit Fokus auf geschlechterspezifische Ungleichheiten, Erkundung und Präsentation! Teilnehmende Künstler: Elene Rakviashvili (GE), Eva Harut (AM), Sabina Shikhlinskaya (AZ), Kuration: Elena Pagel


23.05.2013 Kurzvorstellung Elene Rakviashvili (GE) und Eva Harut (AM), Galerie Raskolnikow, Böhmische Str. 34, 01099 Dresden 20.06.2013 Kurzvorstellung Sabina Shikhlinskaya (AZ), Blaue Fabrik, Prießnitzstr. 44/48, 01099 Dresden 28.06.2013 Vernissage Johannstadthalle, Holbeinstr. 68, 01307 Dresden 14.07.2013 Finissage mit Transkaukasischem Filmprogramm, Johannstadthalle
 In Kooperation mit: Blaue Fabrik, Johannstadthalle, Kunsthaus Raskolnikow

LUSTGARTEN FESTIVAL | MUSIK & PARTY | 14. – 16.06.2013, Dresden DJs und VJs aus dem Kaukasus zusammen mit local DJs auf dem Lustgarten Festival zur Bunten Republik Neustadt (BRN) in Dresden. Eine audio-visuelle Show und Party! Teilnehmende Künstler: DJ/VJ team Giorgi Mozgovoi & Giorgi Kancheli (GE), DJ Manzur (Mansur Ahmadov, AZ), DJ Alter Edo (Edgar Baghdasaryan, AM). 14./15.06.2013, Abend- und Nachtshows
Das Lustgarten Festival wird organisiert von Kultur Aktiv e.V.


KEY – BORDER – NEUROPA | LANDART | 01. – 14.07. 2013, Neiße-Flusstal Zittau bis Görlitz
Landart-Aktion mit kaukasischen und deutschen Künstlern, Entdeckung der Grenzregion an der Neiße, künstlerische Verarbeitung und öffentliche Präsentation! Teilnehmende Künstler: Ana Riaboshenko (GE), Chingiz Babayev (AZ), Dirk Fröhlich (DE), Elena Pagel (DE), Elene Rakviashvili (GE), Eva Harut (AM), Holger Wendland (DE), Johanna und Michael Dobbelt (DE), Matthias Jackisch (DE), Matthias Schumann (DE), Melissa Wagner (DE), Sabina Shikhlinskaya (AZ), Sevan Naccashian (AM), Kuration: Holger Wendland
12.07. 2013, Department Walk & Transkaukasisches Picknick an der Neiße
Parallel stattfindender Jugendaustausch „Borderland 02763“ im Tagungshaus Großhennersdorf.
In Kooperation mit: Hillersche Villa Zittau, IBZ Internationales Begegnungszentrum im Kloster Marienthal

 
In Vorbereitung für 2014: RADIO NEUROPA | Podcast-Portal im Internet zu kulturellen Themen rund um den Kaukasus und Europa.
Bereits seit 2010 ist Kultur Aktiv e.V. als deutscher Partner fest im internationalen Team dabei und konnte 2011 Transkaukazja erfolgreich mit Ausstellungen, Künstleraufenthalten, Festivalbeiträgen, Marschrutka-Parties etc. veranstalten. Im Sinne eines variablen Projekts werden künstlerischer Ansatz und Veranstaltungsrahmen jedes Mal verändert, so dass 2013 ein neues Projekt entsteht, welches aber auf den Erfahrungen von 2011 aufbauen kann. Transkaukazja 2013 findet in internationaler Kooperation statt mit:
Fundacja Inna Przestrzeń, Warschau (PL)
Österreichisch-Kaukasische Gesellschaft, Wien (AT)
S-Hacek, Prag (CZ)
Association Aye Aye, Nancy (FR)
Oficina da Courela Associação, Evora (PT)
Arts Territory, London (UK)
Stockholm Fringe Fest, Stockholm (SE)

 
Kontakt: Kultur Aktiv e.V., marcus.oertel@kulturaktiv.org
+49-(0)351-8113755

Weitere Informationen: www.transkaukazja.eu

 
Mit Unterstützung durch das Programm Kultur der Europäischen Union, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Europäische Kulturstiftung und das Programm Wir für Sachsen.


—— english Version —————————————————————————–


TRANSKAUKAZJA – Programme 2013 in Germany
Transkaukazja is probably the only interdisciplinary presentation of contemporary art from the Caucasus in Europe. It occurs biannual in urban spaces and in the open, as well as in modern art galleries, cinemas, theatres and cultural centres. Hereby, great importance is given to interdisciplinary presentations, which connect the different areas of film, music, performing arts and others. After successful first realization in 2011 Transkaukazja this year takes place in Germany for the second time.
 
WOMAN_LOOKING FROM | ARTIST IN RESIDENCE | 2013/05/15 – 07/14, Dresden
Artists in residence and exchange with focus on gender inequality, research and presentation! Participating artists: Elene Rakviashvili (GE), Eva Harut (AM), Sabina Shikhlinskaya (AZ), Curation: Elena Pagel
2013/05/23 Introduction Elene Rakviashvili (GE) and Eva Harut (AM), Galerie Raskolnikow, Böhmische Str. 34, 01099 Dresden
2013/06/20 Introduction Sabina Shikhlinskaya (AZ), Blaue Fabrik, Prießnitzstr. 44/48, 01099 Dresden
2013/06/28 Opening event of final exhibition in Johannstadthalle, Holbeinstr. 68, 01307 Dresden
2013/07/14 Closing event of exhibition with Transkaukasian film screening in Johannstadthalle
In cooperation with: Blaue Fabrik, Johannstadthalle, Kunsthaus Raskolnikow

 
LUSTGARTEN FESTIVAL | MUSIC & PARTY | 2013/06/14-16, Dresden
DJs and VJs from the Caucasus together with local DJs at the Lustgarten Festival during the street celebrations Bunte Republik Neustadt (BRN, en: Coloured Republic of Neustadt) in Dresden/DE. An audio-visual show and party! Participating artists: DJ/VJ team Giorgi Mozgovoi & Giorgi Kancheli (GE), DJ Manzur (Mansur Ahmadov, AZ), DJ Alter Edo (Edgar Baghdasaryan, AM).
2013/06/14-15 evening and night shows at the Lustgarten Festival
Lustgarten Festival is organized by Kultur Aktiv.

 
KEY – BORDER – NEUROPA | LAND ART | 2013/07/01-14, Neisse river bank Zittau – Goerlitz
A Landart action with Caucasian and German artists, discovery of the border region at the Neisse, art performance and presentation! Participating artists: Ana Riaboshenko (GE), Chingiz Babayev (AZ), Dirk Fröhlich (DE), Elena Pagel (DE), Elene Rakviashvili (GE), Eva Harut (AM), Holger Wendland (DE), Johanna und Michael Dobbelt (DE), Matthias Jackisch (DE), Matthias Schumann (DE), Melissa Wagner (DE), Sabina Shikhlinskaya (AZ), Sevan Naccashian (AM), Curation: Holger Wendland
2013/07/12, Department walk & Transkaukazjan picknick at the river Neisse
Youth exchange „Borderland 02763“ parallely taking place in Tagungshaus Großhennersdorf.
In cooperation with: Hillersche Villa Zittau, IBZ Internationales Begegnungszentrum im Kloster Marienthal

 
In preparation for 2014: RADIO NEUROPA | Podcast-portal in internet about cultural issues around Caucasus and Europe
Since 2010 Kultur Aktiv is the official German partner already and could realize Transkaukazja in 2011 in Germany for the first time with exhibitions, artists in residence, festival contributions, Marshroutka parties etc. Following the idea of a merging project every time approach and activities change a bit and, therefore, in 2013 a new edition rises up which is based on the experiences from 2011. Transkaukazja 2013 takes place in international cooperation with:
The Other Space Foundation, Warsaw (PL)
Austrian-Caucasian Society, Vienna (AT)
S-Hacek, Prague (CZ)
Association Aye Aye, Nancy (FR)
Oficina da Courela Association, Evora (PT)
Arts Territory, London (UK)
Stockholm Fringe Fest, Stockholm (SE)

 
Contact: Kultur Aktiv e.V., marcus.oertel@kulturaktiv.org, +49-(0)351-8113755
Further informationen: www.transkaukazja.eu

 
With the support of the programme Culture of the European Union, the Cultural foundation of Saxony, the European Cultural Foundation and the programme Wir für Sachsen.

DRESDEN: Europa und der Kaukasus zu Gast bei uns - bei Kultur Aktiv ! (kulturaktiv.org)

http://kulturaktiv.org/ 

13.05.2013 „Dresden – soziokulturelles Engagement zwischen Idealismus und Geldverdienen“, Vortrag von Thomas Richter, Galerie neue Osten, 20 Uhr, Eintritt frei!

14.05.2013 „Skopje – Nobody der europäischen Hauptstädte oder zweite Heimat?“ Vortrag von Martin Grellmann, Galerie neue Osten, 20 Uhr, Eintritt frei!

15.05.2013 Diskussion „Europa der Bürgerinnen und Bürger 2013“ mit den Vortragenden, Teilnehmern und Gästen, anschließend Party im Atelier Schwartz, Förstereistr. 3, 01099 Dresden, 20 Uhr, Eintritt frei!

Vorab: 15.05.-14.07.2013, "Transkaukazja" – Präsentation zeitgenössischer Kunst aus dem Kaukasus

Vorab: 14.-16.06.2013, "Lustgarten Festival" zur Bunten Republik Neustadt (BRN) & Ab sofort: Crowdfunding-Kampagne auf startnext zur Unterstützung des Lustgarten 2013!

Liebe Freunde der Beatmusik,

bei uns geht es jetzt in die Vollen, denn in nächsten Tagen und Wochen können wir euch nahezu täglich etwas Spannendes anbieten: So starten wir schon heute in unsere Reihe „engaged.eu“, die kulturelles und soziales Engagement in Europa beleuchtet und einmal einen anderen Blick auf Europa einnimmt, als fiskalische oder ökonomische Krisen zu beleuchten. Mit “MELTING POT Berlin/Minsk/Moskau” zeigt uns Kurator Matthias Schumann in der Galerie neue Osten Fotografien von Ludmilla Pogodina (Berlin/Minsk) und Julia Vishnevetskaja (Moskau), die beide mit weiblichem Einfühlungsvermögen ihren Fokus auf soziale Phänomene legen. Diese Motive haben es in sich! Mehr Informationen hier!

In den beiden darauf folgenden zwei Wochen laden wir euch in die Galerie neue Osten zu Vorträgen ein, in deren Mittelpunkt Menschen stehen, die euch authentische Einblicke vermitteln werden. Dabei erzählen unsere beiden europäischen Freiwilligen Katarína und Tatsiana aus ihren Heimatstädten Banská Bystrica (SK) und Pinsk (BY), unsere Praktikantin Louisa aus dem rumänischen Karpaten- und Protestdorf Rosia Montana und Martin von Marracash Orchestra von seiner zweiten Quasi-Heimat Skopje (MK). Auch Dresden reiht sich mühelos in diese Riege ein, denn Thomas Richter, Kultur-Insider aus der Neustadt und neues Vorstandsmitglied unseres Vereins schaut mit euch ein Stück weit hinter die Kulissen der auf den ersten Blick so erfolgreich vielfältigen Dresdner Kulturszene. Am 15. Mai im Atelier Schwartz gibt’s dann eine abschließende Diskussion und Party im kultigen Kellerclub, der allen Gästen der Winterreisen-Vorträge sicher noch gut in Erinnerung geblieben ist. Mehr Informationen dazu findet Ihr hier!

Und danach geht es munter weiter, denn schon Mitte Mai startet Transkaukazja nach 2011 in die zweite Runde! Es kommen kaukasische Künstlerinnen zu uns, um uns, ja uns unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wie viel Männerdominanz bei uns ‚daheeme in Dräsdn‘ noch übrig geblieben ist. Die drei Damen aus Armenien, Georgien und Aserbaidschan wissen auf jeden Fall, was sie meinen, denn bei Ihnen zu Hause ist in diesem Punkt seit Jahrhunderten ein bisschen die Zeit stehen geblieben. Transkaukazja wird weiterhin mit DJs und VJs im Lustgarten mitmischen und im Juli mit Landart an der Neiße die Oberlausitz aufwirbeln. Soweit ein erster Vorgeschmack - mehr Informationen dazu findet Ihr hier!

Apropos Lustgarten – unsere Crowdfunding-Kampagne auf startnext läuft weiterhin und hat bisher schon eine hübsche Summe zusammengebracht. Allen Unterstützern hier schon einmal ein großes Dankeschön! Auch du kannst nun dazu beitragen, dass sich diese Summe weiter dem magischen Ziel von 2000 Euro annähert und unseren Lustgarten mit dem nötigen Kleingeld ausstattet. Denn das braucht man neben guten Ideen, grandiosem Enthusiasmus und vielen vielen ehrenamtlichen Helfern eben auch. Deshalb einfach hier klicken und unterstützen!

Viel Spaß wünscht Euch,

Marcus & Kultur Aktiv

Friday, April 19, 2013

FILMFEST: Tribut 2 - David Takaishvili in Dresden

Sonderveranstaltung
25. Filmfest Dresden

Tribut 2 - David Takaishvili

Beginnend 1981, brachten einige Absolventen des Staatlichen Georgischen Instituts für Theater und Film, unter der Leitung von Gela Kandelaki, frischen Wind in die angestaubte Institution. Kandelakis Studenten zeichneten sich insbesondere durch ihre große Innovationsfreude, die unermüdliche Suche nach neuen Ideen und intelligente Herangehensweisen aus.

David Takaishvili war einer von ihnen. Seine Spezialität war ein besonderer suggestiver SInn für Bilder. Er liebte die Menschen, und diese Liebe ermöglichte es ihm, in seiner Kunst eine eigene Welt zu schaffen. Sein Werk zählt lediglich fünf kurze Animationsfilme, aber dank seiner einzigartigen Art zu denken sind seine Filme ein wichtiger Bestandteil des Animationsfilms geworden.

www.filmfest-dresden.de

+++
 
In den 1980er Jahren brachte David Takaishvili (1959–1989) frischen Wind für den georgischen Animationsfilm. In einer außergewöhnlichen Retrospektive zeigen wir Arbeiten aus seinem filmischen Oeuvre, darunter „Chiri“, der 1984 in Cannes mit der Palme d’Or ausgezeichnet wurde.

Korani
Raven
Georgia 1981, 13 min, Animationsfilm
Regie: David Takaishvili

Das Böse zerstört andere und somit auch sich selbst.

Chiri
Plague
Georgia 1983, 10 min, Animationsfilm
Regie: David Takaishvili

Eine Farbe ergreift die Macht und vernichtet alle anderen Farben. Doch irgendwann vergeht sie in ihrer Einfarben-Welt, und Mehrfarben lösen sie ab. Dennoch lauert immer die Gefahr, dass wieder nur eine Farbe übermächtig wird.

Babilina
Georgia 1986, 18 min, Animationsfilm
Regie: David Takaishvili

Liebe und Freundlichkeit gehen in Gestalt einer Dachsdame im Wald umher. Den jungen Tieren macht es großen Spaß, täglich mit ihr zusammen zu sein.

Odjakhi
Family
Georgia 1988, 9 min, Animationsfilm
Regie: Takaishvili David

Die Kinder stürmen los zur Geburtstagsparty eines Freundes und vergessen darüber, dass sie dem Hündchen versprochen hatten, es mitzunehmen. Das gefällt dem Hündchen gar nicht.

Molodini
Expectation
Georgia 1991, 17 min, Animationsfilm
Regie: David Takaishvili

Die Sehnsucht nach Liebe ist grenzenlos. Denn trotz täglicher Desaster und Katastrophen hoffen die Menschen immer noch auf die Liebe.

Wednesday, February 06, 2013

KONZERT: THE SHIN aus Georgien in der Dreikönigskirche in Dresden (mzdw.de)

(mzdw.de) „Mit Georgien verbinden wir archaische Männergesänge und nicht unbedingt quirligen und hochvirtuosen Jazz. Beides zusammen zu bringen, das hört sich nach der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises an. Die Musik von The Shin schafft aber eben dies: Tradition mit Improvisation zu einem vielschichtigen Stimmungsbild mit lokaler Verankerung zu fügen." | Blue Rythm 

THE SHIN ist die international bekannteste Welt-Folk-Jazz-Band Georgiens, drei Musiker, die seit Jahren zur künstlerischen Elite ihrer Heimat zählen.

Tbilisi, Singapore, Moskau, Tel Aviv, Istanbul, München, Riga, Mexico-Stadt, Jerusalem, Warschau, Marokko - das sind nur einige der Auftrittsorte der Band der vergangenen zwei Jahre; insgesamt haben die Musiker in mehr als 30 Ländern rund um die Welt musiziert.

Gern und oft haben sie dabei Kooperationen mit anderen Künstlern gesucht, waren Teil internationaler Musik- und Theaterprojekte. Giora Feidman, Randy Brecker, Gia Kancheli, Jorge Pardo, Chaka Khan, Okay Temiz, Theodosii Spassov, Fuat Saka... - das sind nur einige der Stars, mit den THE SHIN musizierten.

2009 haben die Musiker überdies den bundesweiten Weltmusik-Wettbewerb »Creole« gewonnen. 


Der besondere Klangzauber ihrer Musik entsteht durch die intensive Begegnung des eigenen kulturellen Humus mit der Musik anderer Länder und Kulturen. Die berühmte georgische Mehrstimmigkeit und instrumentale Virtuosität entfaltet sich im Austausch mit Jazz Scat, Funk und Fusion, Raga und Flamenco, Ravel und McLaughlin. Die Musiker knüpfen einen weltoffenen Dialog zwischen Ost und West, der Altes und Neues verwebt, das Heimische betont und das Fremde integriert, so wie es in Georgien seit alters her Brauch ist. 


Im Georgischen bedeutet Shin „nach Hause kommen“. Obwohl jeder von uns seine eigene Heimat hat und auch seine ganz persönliche Art, nach Hause zu kommen, hat die Musik von THE SHIN die erstaunliche Fähigkeit, die Zuhörer auf ganz besondere „heim zu führen“ - ganz egal, wie weit es bis dahin ist.

Auf diesem Weg kann es geschehen, dass die Zuhörer plötzlich das Gefühl haben, sich an einem Ort zu befinden, von dem sie denken, dass sie ihn kennen, dass sie dort schon einmal gewesen sind. Vielleicht da, wo der Regen an die Fenster schlägt und einem vertraute Gerüche aus einer kleinen Küche in die Nase steigen? Oder da, wo der Weg steinig ist und schmal, wo wilde Sträucher am Rand stehen und in der Ferne der Ruf eines wilden Tieres erklingt? Oder da. wo man menschliche Stimmen hört, die man zu kennen glaubt, in einer Sprache, die vertraut klingt, obwohl man kein Wort versteht?

Ein altes georgisches Sprichwort besagt, die heimische Sonne ist in dir - und um dich herum. Ein Zuhause ist nicht nur die eigene Wohnung und die eigene Familie, es sind auch die Nachbarn und die Freunde. »Black Sea Fire« ist eine respektvolle und freundliche Begegnung der Kulturen und Musikrichtungen der Schwarzmeer-Region. Wie einem weisen Architekten gelingt es den Musikern, Brücken zu bauen: zu den Freunden, zu den Nachbarn, zu den Menschen anderer Länder.

Die Musiker:
ZAZA MIMINOSHVILI Gitarren | Panduri | Gesang
ZURAB J. GAGNIDZE Bass | Gesang
MAMUKA GAGANIDZE Percussion | Gesang

Die Homepage:
THESHIN-MUSIC.COM


Die Presse:


„Die georgische Formation begeisterte mit einer hochvirtuosen Begegnung von georgischer Mehrstimmigkeit und Polyrhythmik. In ihrem dynamischen, voller Spielfreude vorgetragenen Dialog zwischen Jazzrock, Flamenco und Funk finden sich auch originell verarbeitete Einflüsse des Gitarristen John McLaughlin. Die Bühnenperformance von The Shin bildet mit ihren lebendigen Tanzeinlagen zudem einen absoluten Live – Höhepunkt.“ | Creole Deutschland

„Mit einem prasselnden Feuerwerk musikalischer Fantasie, unglaublicher technischer Brillanz und schwebendem leichten Humor brachten die Musiker nach nur wenigen Tönen den vollbesetzten Saal zum Brodeln.
Man könnte The Shin als kaukasische Antwort auf den Midwestern-Jazz eines Pat Metheny bezeichnen. Die Musiker stehen ihm technisch in nichts nach, bringen aber zusätzlich die reiche und sehr alte Musiktradition des zum Orient hin offenen südlichen Kaukasus ein. Dabei gelingt es diesen außerordentlichen Musikern, ein anderswo auf den Hund gekommenes Genre wieder glaubhaft zu rehabilitieren: die Hymne. Nicht selten brechen die vielschichtigen Kompositionen dieser Band in ein sich steigerndes Jubilieren aus; Jauchzer, wenn man so möchte, über die Lust zu leben.“ | Waiblinger Kreiszeitung

„Stilistische Power und internationalen Zwischentöne machen die Gruppe zu einem Musikerlebnis, bei dem sich instrumentale Pracht und vokale Güte in seltener Brillanz vereinen. Die Virtuosität und humorvolle Kreativität der Musiker ist tatsächlich schwer zu toppen.“ | Bensheimer Zeitung

“Ein gelungener Abend, Dank der beeindruckenden Meisterhaftigkeit der Musiker, ihrer ansteckenden Begeisterung des Zusammenspiels und der charmanten Selbstironie.“ | Volkskrant Amsterdam

„Mit Georgien verbinden wir archaische Männergesänge und nicht unbedingt quirligen und hochvirtuosen Jazz. Beides zusammen zu bringen, das hört sich nach der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises an. Die Musik von The Shin schafft aber eben dies: Tradition mit Improvisation zu einem vielschichtigen Stimmungsbild mit lokaler Verankerung zu fügen." | Blue Rythm

„Ein brillanter Dialog zwischen einer akustischen Gitarre à-la Flamenco und einem Fretlessbass, dazu gewitzte Perkussion und ein rasend schneller Guruli-Gesang, bei dem selbst Scatman John vor Neid erblassen würde; ebenso die indischen Meister unter den Tabla-Spielern. Alle Kompositionen, die The Shin spielen, haben einzigartige Qualität. Augenblicklich beginnt man mitzusummen, wie von selbst wippen die Füße, die Hände klatschen und es fällt einem schwer, sitzen zu bleiben.“ | Vash Dosug Moskau

„Bei allem Respekt den andern Musikern gegenüber: Es waren genau The Shin, die die Helden des Abends wurden. Im Gegensatz zum immer gleichen Mainstream-Jazz war ihr georgischer Ethno-Jazz-Rock einfach herrlich. Die Kombination aus Volksmelodien, hin und wieder offen rockigen Riffs, einer super Perkussion, einem Verrückten in Sachen Schönheits-Vokals, wahrem georgischen Charme und dem großen Sinn für Humor machten sie zu Zuschauerlieblingen. The Shin erhielt den lautesten Applaus und die meisten BRAVO- Rufe - und zum Abschluss des Festivals den Sympathie-Preis der Zuschauer." | Polniy Jazz Warschau

„Das gemeinsame Konzert von The Shin und Randy Brecker war zweifellos das beste Projekt von denen, die „Eastern Promotion“ in den letzten Festivals vorgestellt hat. Von den ersten Sekunden an bekam das erstaunte Publikum das Wichtigste: echte Musik!“ | 24 Hours Tbilisi

Eintritt:
Vorverkauf: 14,00 € | 16,00 € | 18,00 €
Abendkasse: 16,00 € | 18,00 € | 20,00 €
Ermäßigt für Berechtigte um jeweils 4,00 €

(Ermäßigungsberechtigt sind Menschen ohne eigenes Einkommen durch Arbeit oder Rente: Schüler | Studenten | Arbeitslose | Hartz IV-Empfänger | Dresden-Pass-Inhaber) 

Vorverkauf: ReserviX

Monday, October 08, 2012

KONZERT: "Quinär" - Neue Musik aus Aserbaidschan. By Vazeh Mustafa (hellerau.org)



(hellerau.org) Dass beim Stichwort aserbaidschanische Musik den meisten der Eurovision Song Contest in den Sinn kommt, ist ein Umstand, den es zu ändern lohnt. Das Land am Kaspischen Meer hat musikalisch weit mehr zu bieten als weichgespülten Pop. Eine lebendige Neue- Musik-Szene entwickelt sich und TonLagen holt ihre aufregendsten Vertreter nach HELLERAU: Fünf Komponisten, die sich 2005 zu einem Kollektiv zusammenschlossen und mittlerweile auch international von sich reden machen, präsentieren ihre neuesten, für TonLagen geschriebenen Werke, die Stilmittel der klassischen Musik Aserbaidschans, mit westlichen Kompositionsstilen verschmelzen.

Eine Videoinstallation von Benjamin Schindler verknüpft die einzelnen Werke visuell. Almut Kühne tritt mit ihrer kreativen Gesang-improvisation auf, der von Türkär Gasimzade live-elektronisch bearbeitet wird. Der Performance voraus geht ein Workshop, in dem die Komponisten ihre Werke mit Studenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, unterstützt von courage – Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik einstudieren.

***

Said Gani
Refraction (2012, UA) für Kontrabass solo

Ayaz Gambarli
Confluence (2012, UA) für Geige, Bratsche und Cello

Tahir Ibishov
Der Himmel über Blau (2012, UA) für Flöte, Klarinette, Vibraphon, Marimbaphon, Geige und Cello

Firudin Allahverdi
Monody (2012, UA) für Flöte, Klarinette, Posaune, Schlagzeug, Geige, Bratsche und Cello

Türkär Gasimzada
Opalescence (2012, UA) für Flöte, Klarinette, Posaune, Schlagzeug, Kontrabass, Elektronik

Almut Kühne
Stimme und Live-Improvisation

Türkär Gasimzada
Elektronik

Benjamin Schindler
Video

ensemble courage mit Studenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber

Vazeh Mustafa
(Stipendiat der Robert-Bosch-Stiftung)
Produktionsleitung

Eine Koproduktion von:
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
courage – Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik Dresden

Die Produktion wurde gefördert von:
Robert Bosch Stiftung
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Ministerium für Kultur und Tourismus Aserbaidschans

Monday, September 24, 2012

VERANSTALTUNG: Lange Armenien - Filmnacht im Thalia Dresden am 24.09.2012 (kulturaktiv.org)


“Frozen” | Die Dokumentation “frozen” berichtet über ein türkisch-armenisch-kurdisches Kunstprojekt

Mit einer langen Filmnacht zum Kaukasusland Armenien am 24.09. im Kino Thalia in Dresden eröffnet der Kultur Aktiv seine cineastischen Präsentationen zum 10-jährigen Jubiläum des Vereins. Unter der Kuration von Uwe Penckert werden folgende Filme zu sehen sein: “Armenische Fragmente” (DE 2009, Holger Wendland), “Being a citizen” (AM 2012, Arévik Martirossian), “Der Kreis des Schweigens” (DE 2012, Elena Pagel & JUR art group) und “Frozen” (DE 2012, Harald Schluttig). Ein spannender und authenitscher Einblick!

Im Anschluss an die Filme haben die Gäste die Möglichkeit, mit den Regisseuren Holger Wendland, Elena Pagel und Harald Schluttig zu diskutieren. Anwesend sein wird auch Mary Rudolph, welche die Hauptrolle bei “Der Kreis des Schweigens” spielt und als junge Armenierin in Deutschland, sowohl mit Innen- als auch Außenperspektive auf ihr Herkunftsland blickt. Moderation: Uwe Penckert (angefragt). Eintritt: 5 Euro.

20:30 Uhr “Armenische Fragmente” (DE 2009, Holger Wendland, 38 Min., Dt.)

21:30 Uhr “Being a citizen” (AM 2012, Arévik Martirossian, 31 Min., arm. m. engl. UT)

22:30 Uhr “Der Kreis des Schweigens” (DE 2012, Elena Pagel & JUR art group, 18 Min., arm.)

23:00 Uhr ”Frozen” (DE 2012, Harald Schluttig, 24 Min., arm. m. engl. UT)

Hinweis: Die Filme “Being a citizen” und “Frozen” besitzen keine Untertitel in deutsch, sondern in englisch. Wir bitten um Verständnis!

Informationen zu den Filmen:

Armenische Fragmente
– Eine musikalische Reise durch Armenien und Nagorny Karabach | Ein Reisetagebuch durch Armenien: Von Eriwan aus führt der Weg zum Kloster Nora Vank, wo das Harout Chkloyan – Trio traditionelle Duduk-Musik auf höchstem Niveau spielt. Er streift das Kloster Tatev, wo Pater Mikhael von der Verbindung des armenischen Christentums mit der sakralen und traditionellen Musiktradition spricht. Weitere Stationen sind der Sevansee und das Kloster Geghard, der Ort der “heiligen Lanze”, die einst der Apostel Thaddäus ins Land gebracht hat. Hier werden uralte Zeremonien wie die Festopferschächtung noch vollzogen. Die aktuelle Situation des Krisenherdes Nagorny Karabach – Brennpunkt der armenischen und aserbaidschanischen Politik – wird in der Provinzhauptstadt Schuscha zum Thema, dort tritt der Wahnsinn des Krieges, Ossip Mandelstam schrieb davon schon in den 1930er Jahren, offen zu Tage. Im Kloster Ganzasar schließlich ist der Nationalchor von Nagorny Karabach zu hören, mit Interpretationen des armenischen Komponisten Komitas Vardapet. (Text Dokfilmfestival Leipzig)

Being a citizen
| An Entscheidungsfindungen teilnehmen, die das eigene Leben betreffen, sich eine eigene Meinung bilden, sich selbst organisieren und Rechte erkämpfen – darum geht es im Film „Being a citizen“. Seit ein paar Jahren schaffen Aktivisten-Gruppen, Bürgerinitiativen und -bewegungen eine qualitativ neue Gesellschaft in Armenien. Sie fordern zunehmend die Rechte ein, die ihnen laut Verfassung zumindest auf dem Papier schon längst zustehen. Während das vorherrschende Meinungsklima auf Intransparenz, Gewalt und Hierarchie aufgebaut ist, entstehen so neue und offene kulturelle Orte und Diskurse. Streitbare und erfolgreiche Kampagnen wie „Schutz der Rechte von vorübergehend Arbeitslosen“ (auch bekannt als „Stoppt die Kürzung des Mutterschutzes“), „Die Armee, in Realität“, „Rettet das open-air Kino Moskau“, „Schutz der Rechte der Taxifahrer“, „Rettet den Trchkan-Wasserfall“ und andere inspirieren zu weiterer politischer Aktion und Zivilcourage. Der Film zeigt, dass es sich lohnt, ein aktiver Bürger zu sein, anstatt passiv darauf zu warten, dass irgendein Retter alle Probleme lösen wird. (Arévik Martirossian)

"Der Kreis des Schweigens"
- Die Geschichte einer Frau in der armenischen Provinz. | Die Idee zum Film wurde unter dem Eindruck von Erzählungen, Gedanken und Gefühlen von Frauen aus Gyumri (Armenien) geboren. Gyumri ist eine der ältesten Städte Armeniens, Ort der Traditionen und Geschichte. Im heutigen Armenien, wo bis heute die sogenannte Manneskraft regiert, werden Frauen von Geburt an zur Unterwürfigkeit dem Mann gegenüber erzogen. Sie sollen im Mann ihren Herren und Besitzer sehen. Trotzdem genießen Frauen schon über Jahrhunderte hinweg Respekt und Anerkennung. Streben sie jedoch nach Unabhängigkeit, so wird dies als unmoralisch und als Akt des Ungehorsams gesehen. Beziehungen, wie Mann – Frau, Bruder – Schwester und Vater – Tochter sind bis heute patriarchal geprägt. In ihnen bestimmt der Mann die Wahlmöglichkeiten der Frau. Im Patriarchat hat alles seine Ordnung: da die Frau schwach und unvollendet ist, muss der Mann sich ihrer annehmen und für sie sorgen. Dafür muss sie ihm dienen und gehorchen, ihn als ihren Herren anbeten. Sexuelle Probleme in einer solchen Gesellschaft zu thematisieren und zu benennen, wird als unmoralisch und unsittlich angesehen. Keine wohl erzogene Frau wird über ihre sexuellen Wünsche und Probleme sprechen, auch nicht innerhalb ihrer Familie und ihrem Mann gegenüber. Der Mann in Gyumri ist sich seines sexuellen Erfolges und seiner sexuellen Tadellosigkeit sicher, so dass er jegliche Initiative seitens der Frau als Anzeichen von Ungehorsam wahrnimmt, welches nur ihre Perversität zeigt. In der Gesellschaft wird darüber nicht gesprochen, vor allem auch deshalb, weil die Frauen schweigen. Der Kreis des Schweigens ist gezeichnet. Die Frau unterstützt den Mann, sich als Herr und Besitzer zu fühlen. Der Mann erfährt von Kindheit an, dass diese Form der Beziehung richtig ist. Er lernt die gegebenen Stereotype zu akzeptieren. (Elena Pagel)

“Frozen”
| Die Dokumentation “frozen” berichtet über ein türkisch-armenisch-kurdisches Kunstprojekt, das sich mit den Problemen in der Grenzregion Armenien-Türkei beschäftigt. Gemeinsam haben türkische, armenische und kurdische Künstler 2011 drei Wochen lang in der jeweilig anderen Region künstlerisch gearbeitet. Die Dokumentation berichtet über die Aktionen der Künstler in Gyumri und Kars und lässt die Künstler selbst zu Wort kommen. Das Projekt entstand im Zusammenhang mit der politisch motivierten Zerstörung eines Friedensdenkmals in Kars 2011. Gemeinsam haben sich türkische, armenische und kurdische Künstler aus der Grenzregion zusammengefunden, um die Situation in der Grenzregion und die damit verbundenen Probleme im Umgang mit den Minderheiten in der Türkei kritisch zu reflektieren. Unter der Leitung der Organisationen “Koza Visual” (Istanbul) und “5th Floor” (Gyumri) wurde ein dreiwöchiges Kunstprojekt iniziert und durchgeführt. Die türkischen und kurdischen Künstler arbeiteten in dieser Zeit in Gyumri, die armenischen in Kars. Beide Städte liegen unmittelbar in der jeweiligen Grenzregion und haben eine lange zum Teil gemeinsame Geschichte. Mit ihren Aktionen und Workshops machen die Künstler auf die enge Verbindung aber auch auf die aktuellen Spannungen in der Region aufmerksam. Gabriele und Harald Schluttig aus Dresden haben dieses Kunstprojekt in beiden Städten dokumentarisch begleitet. Seit 2008 sind sie mit der armenischen Künstlergruppe 5th floor kooperativ verbunden. Die filmische Dokumentation gibt den Künstlern breiten Raum für die Selbstdarstellung ihrer künstlerischen und gesellschaftlichen Anliegen. Der Entstehungsprozess und einzelne Ergebnisse der Arbeit werden in einem organischen Wechsel zwischen den Künstlern und den beiden Städten sichtbar gemacht. Der Betrachter gewinnt ein subjektives, vielschichtiges Bild dieses Projektes, seiner Akteure und dieser zugleich reizvollen wie auch spannungsgeladenen Region am Rande Europas. (Harald Schluttig)

Bedanken möchten wir uns sehr herzlich bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die das Vorhaben fördert.

Thursday, August 09, 2012

FOTOGRAFIE: Einladung - Vernissage Willie Schumann: CAVIAR DIARIES (kulturaktiv.org)

(kulturaktiv.org) Galerie Neue Osten präsentiert: Willie Schumann, Caviar Diaries – Fotografie

09.08.- 12.09.2012

Vernissage: Do 09.08.2012 19:00 Uhr


Bautzner Str. 49, 01099 Dresden

Tel: 0049 179 5420175

Öffnungszeiten: werktags 10 – 17 Uhr & nach Vereinbarung

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Sollten euch die Begriffe Osietra, Sevruga, Lomo oder Malossol nichts sagen, dann seid Ihr hier genau richtig. Der in Hamburg lebende Fotograf und Filmemacher Willie Schumann reiste 2011 im Auftrag der Lomografischen Gesellschaft quer durch Osteuropa immer den Spuren des Störes bzw. dessen bekanntesten und beliebtesten Nebenproduktes – des Kaviars – folgend. Vernissage am Donnerstag, 09.08.12, 19 Uhr in der Galerie neue osten, Bautzner Str. 49 01099 Dresden, Eintritt frei!

In Aserbaidschan, Russland, der Ukraine und Lettland dokumentierte er mit einer kleinen Plastikkamera Marke La Sardina die Auswirkungen des „schwarzen Goldes“ auf Mensch, Fisch und Umwelt. Von den klassischen Fanggründen des Störs im Schwarzen Meer bis zu den ökologisch korrekt konzipierten Kaviarfarmen in Lettland nimmt uns Schumann mit auf seine Snap-Shot-Reise.

Magazin: Caviar Diaries - Eine Ausstellung von Willie Schumann aka wil6ka