Friday, December 15, 2017
KONFERENZ: Massenauswanderung der Deutschen in ein muslimisches Land vor 200 Jahren - am 16./17. Dezember 2017 in Berlin, Humboldt-Universität Berlin
Pressemitteilung: Deutsche Migranten im Kaukasus
200 Jahre Deutsche Geschichte und Kultur im Heute
Einladung zur interdisziplinären Konferenz zum Thema
"Entgrenzung - Deutsche Migration nach und aus Kaukasien"
Von 1817 bis 1941 haben deutsche Siedler in Kaukasien - insbesondere im heutigen Aserbaidschan und Georgien - in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht Spuren hinterlassen. Diese Spuren sind nicht nur im Alltag noch sichtbar, sondern werden auch in den neuen staatlichen Strukturen besonders gewürdigt. Die deutschen Migranten prägten besonders die Landwirtschaft - vor allem Weinbau – und die Industrie, besonders in den Bergwerken und der Erdölindustrie. Auch der Einfluss der deutschen Architekten zeigt sich immer noch im Stadtbild der Städte Tbilisi und Baku.
Dieses gemeinsame Erbe wird von Aserbaidschan, Georgien und Deutschland gepflegt und zu einem Dialog über Migration, Flucht, Vertreibung und Suche nach einer Beheimatung für alle Menschen in Kaukasien erweitert.
Die Konferenz mit Workshops dient dazu, die Geschichte der deutschen Migranten weiter aufzuarbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie schließt sich an die im Februar 2017 mit großem Erfolg an der Humboldt-Universität gezeigten Ausstellung zum Thema "Entgrenzung – Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien", anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Ankunft deutscher Siedler in Südkaukasien, an. Die Themen werden nicht nur der deutschen Geschichte und Kultur im multiethnischen Umfeld Kaukasiens gewidmet sein, sondern auch der Fragen der Identitätsbildung und Integration von Kaukasusdeutschen nachgehen. Ziel ist es u.a. eine weitere Vernetzung deutscher und kaukasischer Initiativen zur gemeinsamen Erforschung und Digitalisierung kaukasusdeutscher Geschichte.
Dadurch, dass heute in Kaukasien wieder an Versöhnung, gute nachbarschaftliche Beziehungen, Toleranz und Kooperationen zwischen Staaten und Gesellschaften erinnert wird, gewinnt auch der ideelle Nachlass der deutschen Migranten immer mehr an Bedeutung.
Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes statt. Sie wird organisiert durch den Kultur- und Wissenschaftsverein EuroKaukAsia e.V. und dem Lehrstuhl Geschichte Aserbaidschans an der Humbolboldt Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.
Die Geschichte der deutschen Kolonisten in Aserbaidschan scheint aus heutiger Sicht ein unglaubliches Abenteuer zu sein.
Was waren die tatsächlichen Gründe für diese Migration und welche kulturhistorischen Folgen hatte sie?
Waren diese pietistischen Schwaben, wie manche behaupten, "Wirtschaftsflüchtlinge" oder eine verfolgte religiöse Minderheit?
Besessene Fanatiker und Idealisten oder aber ganz nüchterne, tüchtige Unternehmer?
Fromme Weltverbesserer und abenteuerlustige Vagabunden?
Mit diesen und anderen Fragen befassen sich die TeilnehmerInnen der internationalen Tagung zum Thema "Entgrenzung. Deutsche Migration nach und aus Kaukasien", auf die wir Sie hiermit aufmerksam machen möchten.
Wir laden alle Interessierten ganz herzlich zu dieser Veranstaltung an der HU in Berlin ein!
Tagung am 16./17. Dezember 2017 (Programm anbei [pdf])
Veranstaltungort:
Friedrichstrasse 191 – 193, 10117 Berlin-Mitte
7. Etage - Raum Germaine Tillion (Centre Marc Bloch)
Dr. Rasim Mirzayev
Geschäftsführer des Kultur und Wissenschaftsvereins EuroKaukAsia e.V.
Programm:
Samstag, den 16. Dezember 2017
Ort: Friedrichstrasse 191 – 193, 10117 Berlin-Mitte
7. Etage - Raum Germaine Tillion (Centre Marc Bloch)
10.00 – 10.20 Uhr Eröffnung
S.E. Ramin Hasanov, Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland (angefragt)
S.E. Ortwin Hennig, Botschafter a.D., Auswärtiges Amt (angefragt)
10.20 – 10.40 Uhr Einführungsvortrag
Kaukasusdeutsche und Deutsche in Südkaukasien als Gegenstand der Migrationsforschung?, Prof. Dr. Eva-Maria Auch (Berlin)
10.40 – 12.00 Uhr Panel I
"Glaube verbindet?" Zur Rolle des religiösen Faktors bei der Anwerbung Deutscher Württembergischer Pietismus und chiliastische Mentalität, Renate Föll (Museum Reutlingen)
Die Motive der zarischen Administration bei der Ansiedlung deutschen Pietisten in Südkaukasien, Dr. Ch. Verdiyeva (Baku)
Diskussion
12.00 – 13. 00 Uhr Mittagessen ("Maximilians")
13.00 – 15.00 Uhr Panel II
"Ein wirtschaftlich aktives Element und Vorbild für die Einheimischen"? Deutsche Unternehmer in Südkaukasien: die Aktivitäten der Firmen Mannesmann und Siemens, Prof. Horst Wessel (Düsseldorf)
Deutsche Architekten in Tbilisi, Prof. Dr. Maia Mania (Tbilisi)
Deutsche Maler in Südkaukasien, Dr. Manfred Nawroth (Berlin)
Diskussion
15.00 – 15.30 Uhr: Kaffeepause
15.30 – 17.00 Uhr Panel III
Zwischen Atempause und Deportation (1920/21 – 1941)
Die Deutschen in der sowjetischen Nationalitätenpolitik vor 1936, Dr. Dr. h.c. Alfred Eisfeld (Göttinger Arbeitskreis)
Die "deutsche Operation" in Georgien, Dr. Marc Junge (Bochum)
Die "deutsche Operation" in Aserbaidschan, Dr. Mamed Dschafarly (Staatliche Universität Baku)
17.00 – 19.00 Uhr Jahreshauptversammlung des Vereins "EuroKaukAsia e.V."
Sonntag, den 17. Dezember 2017
Ort: Friedrichstrasse 191 – 193, 7. Etage - Raum Germaine Tillion, 10117 Berlin-Mitte
9.30 – 10.30 Uhr Panel V: Zwischen Emigration - Deportation – Rehabilitierung und Aufarbeitung
Noch nicht rehabilitiert: Deutsche in der UdSSR und in der Russländischen Föderation, Dr. Viktor Krieger
Der Schmerz der Traumata bei Spätausgesiedelten, Dr. Sabine Arnold (SinNStiftung Nürnberg)
10.30 – 11.00 Uhr Kaffeepause
11.00 – 12.30 Uhr: Podiumsdiskussion: "Zwischen den Welten" - Identitäten und Erinnerungskulturen
Leben und Geschichtswissenschaften im Dialog: Podiumsdiskussion mit Nachfahren der Kaukasusdeutschen – Moderation: Dr. Rasim Mirzayev
12.30 – 13.30 Uhr Mittagspause
13.30 – 15.30 Uhr
Workshop: Zukunft erinnern, aber wie? – Erfahrungsberichte und Wissensvermittlung
Archivsituation (Olga Eisfeld, Odessa)
Familienforschung (Dr. Eduard Ohngemach, Göppingen)
Digitalisierung von Nachlässen und touristische Inwertsetzung deutschen Erbes (student. Projekte unter Leitung von Prof. Auch)
Zeitzeugenbefragung (James-A. Wehse, Berlin)
Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Publikationsmöglichkeiten, Ariane Afsari, Potsdam)
Museumspädagogik (Dr. Nino Bakanidze, Tbilisi)
Veranstalter
Stiftungslehrstuhl "Geschichte Aserbaidschans", Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin
Kultur- und Wissenschaftsverein "EuroKaukAsia e.V.
in Kooperation mit:
dem Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.
Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes.
Um Anmeldung wird gebeten:
Kontakt:
Prof. Auch: auchevam@geschichte.hu-berlin.de oder eurokaukasia@t-online.de
Sekretariat:
Birgit Luschei
Email: LuscheiB@geschichte.hu-berlin.de
Telefon: (030)2093-70577
Fax: (030)2093-70655
Anreise mit U-Bahn: U2 bis Station Stadtmitte Per PkW: Parken in der Kronenstrasse oder Parkhaus Quartier 205, Einfahrt Taubenstrasse (kostenpflichtig) Leider können Reisekosten nur für die Referenten übernommen werden.
Weitere Links:
Ausstellungseröffnung: Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien
Eva-Maria Auch, Manfred Nawroth: Entgrenzung - Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien
Konferenz: Entgrenzung. Deutsche Migration nach und aus Kaukasien
Wednesday, February 15, 2017
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Entgrenzung Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien in Berlin, 20. Februar 2017, 18 Uhr
Montag, 20. Februar 2017, 18 Uhr
Humboldt-Universität zu Berlin
Senatssaal und Foyer
Unter den Linden 6
10099 Berlin
1817/1818 erreichten deutsche Siedler überwiegend aus Württemberg Südkaukasien und gründeten dort bis 1819 acht Kolonien. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums ihrer Ankunft wird die vom Auswärtigen Amt geförderte Ausstellung 2017 in Berlin eröffnet und anschließend bis 2018 an weiteren Orten in Deutschland, Aserbaidschan, Georgien und der Ukraine der Öffentlichkeit präsentiert.
Zentrale Themen der Ausstellung sind: Ursachen der Auswanderung aus Württemberg, Ankunft, zaristische Einwanderungspolitik und Aufbau von Siedlungsstrukturen im multikulturellen Umfeld Südkaukasiens, gesellschaftliches, religiöses und ökonomisches Leben in den Mutter- und zahlreichen Tochterkolonien, städtisches Leben und Unternehmertum in Tiflis und Baku, Veränderungen durch den Ersten Weltkrieg, Bürgerkrieg und Revolutionen, die Sowjetisierung und ihre Auswirkungen auf Gemeinschaft und Wirtschaft unter ländlichen und städtischen Deutschen, Verfolgung und Deportation nach Kasachstan und Sibirien und die Folgen bis in die Gegenwart. Heute sind noch zahlreiche materielle und immaterielle Denkmäler deutsch-kaukasischer Beziehungsgeschichte in Südkaukasien erhalten, die für die Zukunft bewahrt werden sollen. Eine gemeinsame Erinnerungskultur kann im Rahmen der Östlichen Partnerschaft einen Beitrag zu einer in mehrfacher Hinsicht „entgrenzten“ Verständigung zwischen den Menschen aus der Europäischen Union, besonders denen aus Deutschland, und den Bürgern Südkaukasiens leisten.
Es begrüßen
Prof. Dr. iur. Eva Inés Obergfell, Vize-Präsidentin für Studium und Lehre, Humboldt-Universität zu Berlin
S. E. Prof. Dr. Dr. h.c. Lado Chanturia, Botschafter von Georgien
S. E. Ramin Hasanov, Botschafter der Republik Aserbaidschan
Es sprechen
Heidrun Tempel, Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik, Auswärtiges Amt Berlin
Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Lehrstuhl Geschichte Aserbaidschans, Humboldt- Universität zu Berlin
Dr. Manfred Nawroth, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin
Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa
Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang.
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten: Birgit Luschei, LuscheiB@geschichte.hu-berlin.de
Verkehrsverbindungen: U-Bahn U6, S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); Bus 200, 100, TXL (Staatsoper)
Laufzeit: 20. Februar bis 19. März 2017
Mo–Fr 7:30–20 Uhr, Sa 11–18 Uhr, So geschlossen
Die Ausstellung entstand in Kooperation des Kultur- und Wissenschaftsvereins EuroKaukAsia e. V. mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin, und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Sie wurde finanziert durch das Auswärtige Amt und unterstützt durch die Humboldt-Universität zu Berlin.
Kontakt
Dr. Rasim Mirzayev
Geschäftsführer des Kultur und Wissenschaftsvereins EuroKaukAsia e.V.
Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät I
Institut für Geschichtswissenschaften
Friedrichstraße 191
10099 Berlin
Tel: (0049) 30 80925516
Mobil: (0049) 162-7912378
www.eurokaukasia.de
mirzaeurokaukasia@t-online.de
Sunday, February 09, 2014
AUSSCHREIBUNG: Konferenz - "Baku. Metropole an der Peripherie?" - in engl. below
Anlässlich der Einführung der Stadtverordnung in den südkaukasischen Städten vor 140 Jahren plant der Stiftungslehrstuhl „Geschichte Aserbaidschans“ der Humboldt-Universität Berlin eine internationale Tagung zum Thema „Baku. Metropole an der Peripherie?“ und lädt dazu recht herzlich interessierte Wissenschaftler ein.
Während in der Geographie der Begriff „Metropole“ sehr große Städte mit überregionaler Bedeutung vor allem in ökonomischer und politischer Hinsicht bezeichnet, beziehen sich die Geschichts- und Kulturwissenschaften überwiegend auf die kulturelle und politische Bedeutung von Städten. Die geplante Konferenz folgt einem interdisziplinären Ansatz und möchte der neuzeitlichen Entwicklung der Erdölmetropole Baku aus unterschiedlichsten Blickwinkeln nachgehen.
Dabei sind vergleichende Studien zur Geschichte von Städten an Schnittstellen von Imperien für die Zeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ausdrücklich erwünscht.
Mögliche Themenfelder:
- Baku als „Technologielabor“ und internationaler Wirtschaftsstandort
- Räumliche und funktionale Strukturen – architektonische Konzepte
- Soziale Dynamiken – Migrationsprozesse
- Herrschaftszentrum und politische Räume
- Baku in regionalen und internationalen Netzwerken
- Kulturelle und religiöse Vielfalt und Differenz
- Deutsche und/oder andere ethnische Minderheiten im städtischen Leben
- Biodiversität – Umwelt – Lebensqualität
- Hauptstadtinszenierungen und Lebensformen
- Historische Perspektiven – Erinnerung – Wahrnehmungsgeschichte
Für die Anmeldung eines Vortrags werden erbeten:
1) Name des Vortragenden / Name of presenter
2) Akademische Position, Institution / Academic position and institutional affiliation
3) Vortragstitel / Title of paper
4) Abstract (ca. 300 Wörter/ no more than 300 words)
5) Kontaktdaten / Contact information (please include e-mail address and telephone number)
Bitte per E-mail an: auchevam@hu-berlin.de
Termin für die Anmeldung: 1. März 2014
Termin der Konferenz: 6.-7. November 2014
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Tender of conference “Baku. Metropolis on the periphery?”
On the occasion of the launch of the city ordinance in the South Caucasus cities 140 years ago the endowed chair for the History of Azerbaijan at the Humboldt University Berlin organizes an international conference on “Baku. Metropolis on the periphery?” and cordially interested scientists are invited.
While in geography the term of “metropolis” describes big cities of supranational importance, especially in economic and political terms, the history and cultural studies relate mainly to the cultural and political importance of cities. The scheduled conference follows an interdisciplinary approach and wants to investigate the modern development of the oil city of Baku from different angles. Comparative studies on the history of cities to interfaces of empires for the period from the late 19th Century to the Present are required.
Possible topics:
- Baku as "technology lab" and international business location
- Arial and functional structures
- Social dynamics - migration processes
- Center of power and political spaces
- Baku in regional and international networks
- Cultural and religious diversity and difference
- German and / or other ethnic minorities in urban life
- Biodiversity - Environment - Quality of Life
- Capital city enactment and ways of life
- Historical Perspectives - Reminder - Perception history
For the registration of a presentation are requested:
1) Name of presenter
2) Academic position and institutional affiliation
3) Title of paper
4) Abstract (not more than 300 words)
5) Contact information (please include e-mail address and telephone number)
E-mail to: auchevam@hu-berlin.de
Deadline for registration: 1st March, 2014
Date of the conference: 6th-7th November, 2014
Mit freundlichen Grüßen,
Philipp Türmer, stud. Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte Aserbaidschans an der HU-Berlin
Friday, February 07, 2014
LITERATUR: Imaddedin Nesimi & Kemal Abdulla (eurokaukasia.de)
Friday, July 06, 2012
VORTRAG: Husein Javid. Literatenschicksale in der Zeit des Stalinismus. Von Prof. Dr. Rahilya Geybullaeva
"Husein Javid. Literatenschicksale in der Zeit des Stalinismus"Wednesday, June 06, 2012
BERLIN: Erste Nachwuchstagung zur Aserbaidschan-Forschung in Deutschland, AFiD, 15. - 17. Juni 2012 (geschichte.hu-berlin.de)
Gumru Muradova, Baku State University
Friday, March 23, 2012
JOB: Gute ÜbersetzerInnen für Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch ins Deutsche gesucht!!!!
Interessierte sollten sich möglichst schnell per Email oder per Telefon an mich wenden:
030-216 23 31 oder 0173-73 51991 (Dr. Rasim Mirzayev)
Beste Grüße
Rasim Mirzayev
Geschäftsführer von EuroKaukAsia e.V.
Monday, November 15, 2010
EVENT: Aserbaidschanisch-deutsche Wissenschafts- und Kulturwoche in Berlin, vom 29. November bis zum 3. Dezember 2010. (azembassy.de)
Aserbaidschan unterstützt seit dem 1. Oktober 2010 die historische Aserbaidschanforschung mit der Einrichtung eines Stiftungslehrstuhls "Geschichte Aserbaidschans" an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Der Präsident der Humboldt Universität zu Berlin, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, der Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, S. E. Parviz Shahbazov, und die Inhaberin der Stiftungsprofessur "Geschichte Aserbaidschans" am Institut für Geschichtswissenschaften der HU, Frau Prof. Dr. Eva-Maria Auch, freuen sich, Sie aus diesem Anlaß ganz herzlich zu einer Aserbaidschanisch-deutschen Wissenschafts- und Kulturwoche vom 29. November bis zum 3. Dezember 2010 einladen zu dürfen.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie, sich bis zum 22. November 2010 zurückzumelden.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mit freundlichen Grüssen,
Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland
Tel. 030/219 16 13
Fax. 030/219 16 152
Email: info@azembassy.de
Website: www.azembassy.de
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Programm:
Organisatoren der Veranstaltung:
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Geschichtswissenschaft
Stiftungsprofessur "Geschichte Aserbaidschans"
Sitz: Friedrichstr. 191 – 193, 10117 Berlin
Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland
Hubertusallee 43
14193 Berlin
Wir danken folgenden Institutionen und Unternehmen für ihre freundliche Unterstützung:
Ministerium für Bildung der Republik Aserbaidschan
Ministerium für Jugend und Sport der Republik Aserbaidschan
Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Aserbaidschan
Staatliche Erdölgesellschaft SOCAR, Repräsentanz Deutschland
Layout und Druck:
unicom-berlin.de
Auflage: 1.000 Ex. · Stand: 5.11.2010, kurzfristige Änderungen vorbehalten
Abbildungen:
Zaur Gulamaliyev, Eva Maria Auch, Historisches Filmarchiv Baku sowie Botschaft der Republik Aserbaidschan
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Zum Geleit
Prof. Dr. Eva-Maria Auch
Stiftungsprofessur "Geschichte Aserbaidschans" an der Humboldt-Universität zu Berlin
"Im Gegenwärtigen zu leben ohne die Vergangenheit zu sehen,
(Abbas-Kuli Bakichanov)
Sehr geehrte Damen und Herren,
ganz im Geiste Alexander von Humboldts, der wahre Erkenntnis als Einheit von eigenem Erfahren, Erleben und Erforschen betrachtete, laden wir Sie dazu ein, mit uns gemeinsam die Einrichtung des ersten Stiftungslehrstuhls "Geschichte Aserbaidschans" in Deutschland im Rahmen einer aserbaidschanischen Wissenschafts- und Kulturwoche zu begehen.
Durch Veranstaltungen unterschiedlichen Inhalts und Charakters möchten wir Wissenschaftler, Studierende und eine breite Öffentlichkeit neugierig machen auf ein Land, das weit mehr zu bieten hat als das "Schwarze Gold" Erdöl. Aserbaidschan steht heute nicht nur für ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum und großangelegte Pipeline- und Verkehrsprojekte einer modernen "Seidenstraße", sondern auch für eine selbstbewusste nationale Identitätsstiftung, die an reiche historische Traditionen anknüpft. Die heutige Republik gehörte zu den alten Kulturregionen zwischen Kaukasus und Kleinasien, Schwarzem und Kaspischem Meer. Als Durchzugsgebiet und Sammelbecken für Ethnien, Kulturen und Religionen an der Schnittstelle verschiedener Großreiche blickt das Land auf eine spannende Geschichte mit einer ungewöhnlichen Dichte kultureller, sozialer und politischer Konstanten und Veränderungen.
Sollte man trotzdem nach einem herausragenden Merkmal Aserbaidschans fragen, so ist zweifellos die Symbiose von Orientalischem und Europäischem zu nennen, die sich vor allem in der einstmals größten Erdölmetropole der Welt, in Baku, entwickelte und sich heute in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, ob in den wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, in der Architektur und Kunst oder im Alltag der Menschen widerspiegelt. Und so besteht der Reiz des Landes sicher darin, dass der Besucher bei der Entdeckung des "Anderen" auch immer ein Stück des "Eigenen" wiederfindet. – Und hier setzt in der Regel auch die Neugier auf die Geschichte eines Landes ein.
Doch während Aserbaidschan in der Bundesrepublik Deutschland bislang vor allem durch Wirtschaftskreise "entdeckt" wurde, blieb es wissenschaftspolitisch nur von marginaler Bedeutung, konjunktureller Nebenschauplatz wissenschaftlicher Forschung und Lehre. - Umso verdienstvoller ist die Initiative der aserbaidschanischen Regierung und ihres Botschafters, mit der Einrichtung der ersten deutschen Stiftungsprofessur "Geschichte Aserbaidschans" an der Humboldt-Universität zu Berlin an die reichen Traditionen der deutschen Kaukasusforschung anzuknüpfen und eine gemeinsame, interdisziplinäre Forschung und Lehre zu initiieren, zu der wir ausdrücklich auch Wissenschaftler und Studierende aus anderen Ländern und Disziplinen einladen. Sie alle heißen wir recht herzlich an der Berliner Alma mater willkommen und nehmen es als gutes Zeichen, dass dieses neue Fach im 200. Jubiläumsjahr der Universität einen Platz in der deutschen Wissenschaftslandschaft gefunden hat.
Mögen die Veranstaltungen dieser Wissenschafts- und Kulturwoche nicht nur dazu dienen, mehr über aserbaidschanbezogene Forschung zu erfahren und aserbaidschanische Kultur zu erleben, sondern das Interesse an einem faszinierenden Land bei einer breiten Öffentlichkeit zu wecken und eine länder- und fachübergreifende Lehre und Forschung zu verstetigen!
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Montag, den 29.11.2010, 17.00 – 21.00 Uhr
Festakt anläßlich der Eröffnung der Stiftungsprofessur "Geschichte Aserbaidschans"
Konzerthaus Berlin,
Gendarmenmarkt, 10117 Berlin, Kleiner Saal
Musikalische Einstimmung:
Üzeyir Hacibeyov, "Arazbarı"
Fikrat Amirov, Ausschnitt aus dem zweiten Teil der Symphonie "Nizami"
Eröffnung:
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
S. E. Herr Parviz Shahbazov, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Republik
Aserbaidschan in Deutschland
Grußworte:
Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Prof. Dr. Misir Mardanov, Minister für Bildung der Republik Aserbaidschan
Dr. Hafiz Pashayev, Rektor der Aserbaidschanischen Diplomatischen Akademie, Stellv. Außenminister der Republik Aserbaidschan (angefragt)
Musik:
Gara Garayev, Tanz der Ayişə aus dem Ballett "Die Sieben Schönen"
Gara Garayev, Tanz des leidenschaftlichen Mädchens aus dem Ballett "Die Wege mit Blitz"
Festvortrag:
"Doch in des fremden Volkes Mitte zog viel den Europäer an ... ." Traditionen deutsch-aserbaidschanischer Beziehungen und Herausforderungen eines neuen Lehr- und Forschungsgebietes
Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Stiftungsprofessur "Geschichte Aserbaidschans" am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin
Musikalischer Ausklang:
Üzeyir Hacibeyov, "Aşıgsayağı"
Fikrat Amirov, Tanz der Şәhrizad aus dem Ballett "1001 Nacht"
Gara Garayev, Präludium
Agshin Alizade, Cәngi
Es spielt das Kammerorchester der "BerlinClassicPlayers" unter Leitung von Ulrich Riehl (Berlin) und Yalcin Adigözelov (Baku).
Anschließend:
S.E. Herr Botschafter Parvis Shahbazov gibt sich die Ehre, zu einem festlichen Empfang in den Ludwig-van-Beethoven-Saal des Konzerthauses einzuladen.
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Dienstag, den 30.11.2010, 9.30 Uhr – 17.00 Uhr
WISSEN – SICHERN – HINTERFRAGEN – ERWEITERN
Wissenschaftliche Konferenz zum Thema: "Geschichte Aserbaidschans als internationales Forschungsfeld – Stand und Perspektiven"
Ort: HU, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Geschwister-Scholl-Strasse 3, 10117 Berlin, Auditorium
Moderation: Prof. Dr. Jörg Baberowski, Institut für Geschichtswissenschaften der HU
Begrüßung:
Dr. Elcin Babayev, Direktor der Stiftung für die Förderung der Wissenschaft beim Präsidenten der Republik Aserbaidschan
Prof. Dr. Thomas Mergel, Direktor des Instituts für Geschichtswissenschaften der HU
Einführungsvortrag
Zum Stand der historischen Forschung in Aserbaidschan
Prof. Dr. Camil Hasanli, Staatliche Universität Baku
10.15 – 13.00 Uhr
Panel I: Zum Stand der internationalen historischen Aserbaidschanforschung
• Geschichtsbezogene Aserbaidschanforschung im europäischen Kontext, Dr. Svante E. Cornell, Forschungsdirektor des Institutes für Zentralasien, Mitgründer des Instituts für Sicherheit- und Entwicklungspolitik, Stockholm
• Zur Situation der Aserbaidschanforschung in den USA, Prof. Dr. Frederick Starr, Leiter des Instituts für Zentralasien und Kaukasus und des Programms für Seidenstraßenstudien der Johns Hopkins University, Baltimore
• Aserbaidschanforschung in der österreichischen Iranistik, Prof. Bert Fragner, em. Direktor des Instituts für Iranistik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien – angefragt
• Azerbaijan in Global Context, Dr. Tamara Dragadze, London
11.15 – 11.30 Uhr: Kaffeepause
• Aserbaidschanforschung in Rumänien, Prof. Dr. Tasin Camil, Babeș-Bolyai-Universität, Cluj-Napoca
• Türkei, Prof. Dr. Aygün Attar, Prorektorin der Universität Giresun
14.00 – 17.00 Uhr
Panel II: Zum Stand der deutschen geschichtsbezogenen Aserbaidschanforschung
• Geschichte Aserbaidschans – ein neues Fach zwischen Orientalistik und Osteuropakunde, Prof. Dr. Eva-Maria Auch, Institut für Geschichtswissenschaften der HU
• Zum Stand der aserbaidschanbezogenen ethnologischen Forschung in Deutschland, PD Dr. Ingrid Schindlbeck, Freie Universität/Ethnologisches Museum Berlin
14.45 – 15.00 Uhr: Kaffeepause
• Aserbaidschan in der Geographie, Prof. Dr. Jörg Stadelbauer, Institut für Geographie, Universität Freiburg
• Aserbaidschan in der Friedens- und Konfliktforschung, Prof. Dr. Udo Steinbach, Zentrum für Nah- und Mitteloststudien, Universität Marburg
Anschließend:
Podiumsdiskussion zum Thema: "Defizite und Potentiale gegenwartsbezogener Aserbaidschanforschung"
13.00 - 14.00 Uhr: Mittagessen
Kulturelles Abendprogramm:
17.30 Uhr – 18.30 Uhr:
"Land des Ewigen Feuers" – Präsentation von Meisterwerken des aserbaidschanischen Volkskünstlers Ashraf Heybatov. – Ein Künstlergespräch mit dem heute in Berlin lebenden Maler.
Moderation: Prof. Dr. Eva-Maria Auch
Anschließend:
Abendempfang des Ministeriums für Jugend und Sport der Republik Aserbaidschan.
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Wußten Sie eigentlich, dass …
… die Reiseberichte von Adam Olearius (um 1600-1671) aus Aschersleben und Engelbert Kämpfer (1651-1716) aus Lemgo das deutsche Kaukasusbild stark prägten?
… die deutschen Chemiker von Liebig und Engler einen großen Anteil an der ersten Raffinerie von Rohöl im Bakuer Gebiet hatten?
… die Firma Siemens zwischen 1858 und 1863 die Telegraphenlinie Moskau – Tiflis – Poti - Vladikavkaz und 1868 Tiflis - Baku baute und damit ihren Weltruf begründete?
… ab 1898 das Bakuer Revier die amerikanische Ausbeute an Erdöl überholt hatte und zum weltgrößten Erdölfördergebiet aufgestiegen war, dessen Elektrifizierung, Ausstattung mit Dieselmotoren und anderer Technik überwiegend in deutschen Händen lag?
… 1889 - 1894 die erste Naphtapipeline (45 km) der Welt mit nahtlosen Mannesmann-Röhren für das Siemens-Kupferwerk in Kedabeg gebaut wurde und die 1907 in Betrieb gehende Ölpipeline zwischen Baku und dem Schwarzen Meer - ebenfalls mit Mannesmann-Röhren gebaut - damals die längste der Welt war?
… die deutschen Winzer in den Kolonistendörfern Aserbaidschans zu den größten Wein- und Spirituosenerzeugern Russlands und der Sowjetunion gehörten?
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Mittwoch, den 1.12. 2010, 9.30 – 17.30 Uhr
MITEINANDER WISSEN ERWERBEN – VERMITTELN – ERWEITERN
"Deutsch-aserbaidschanischer Hochschultag mit Jugendforum"
Ort: HU, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Geschwister-Scholl-Strasse 3, 10117 Berlin
Moderation: Otto Hauser, Regierungssprecher und Parlamentarischer Staatssekretär a.D., Honorarkonsul der Republik Aserbaidschan und Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums e.V, Berlin- Stuttgart
9.30 – 11.15 Uhr
Begrüßung:
Herr Dr. Azad Rahimov, Minister für Jugend und Sport der Republik Aserbaidschan
Herr Dr. Andreas Schockenhoff, MdB, Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag
Panel I: Deutsch-aserbaidschanische Ausbildungs- und Wissenschaftskooperation. Stand und Perspektiven
• Die Bedeutung der Kooperationen mit deutschen Bildungseinrichtungen für die Entwicklung des Bildungswesens in Aserbaidschan, Prof. Dr. Misir Mardanov, Minister für Bildung der Republik Aserbaidschan
• Förderung von aserbaidschanischen und deutschen Studierenden sowie wissenschaftlichem Nachwuchs durch Programme des DAAD, Dr. Peter Hiller, DAAD-Referatsleiter "Ostpartnerschaften", Bonn
• Projekte zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den deutschen und aserbaidschanischen Hochschulen durch das Förderinstrument TEMPUS, Prof. Dr. Reza Talebi-Daryani, Stellv. Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums e.V., FH Köln, Berlin-Köln
10.50 - 11.15 Uhr: Kaffeepause
• Ausbildungsförderung: Erfahrungen und Neuansätze des Aufbaustudienganges Mittelasien/Kaukasien, gefördert durch die VW-Stiftung, Prof. Dr. Ingeborg Baldauf, Zentralasien-Seminar der HU
• Zur Förderung von Aserbaidschan- und Kaukasienforschung durch die VW-Stiftung, Dr. Matthias Nöllenburg, Zwischen Europa und Orient – Mittelasien/Kaukasus im Fokus der Wissenschaft Förderschwerpunkt der VW-Stiftung, Hannover
• Politik in der Verantwortung – Förderung durch Praxis im politischen Alltag des Bundestages, MdB Manfred Grund, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU Bundestagsfraktion - angefragt
• Das CIM-Programm für "rückkehrende Fachkräfte" für in Deutschland lebende Aserbaidschaner, Christian Schneider, GTZ-CIM, Baku
Anschließend: Podiumsdiskussion mit den Referenten
13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 17.30 Uhr
Panel II: Ergebnisse deutsch-aserbaidschanischer Wissenschaftskooperation: Präsentation von aserbaidschanbezogenen Forschungsprojekten durch deutsche und aserbaidschanische Studenten und Doktoranden
Moderation: Prof. Dr. Eva-Maria Auch, HU, Kultur- und Wissenschaftsverein EuroKaukAsia e.V.
• Projektpräsentationen á 15 Minuten mit anschließender Diskussion
15.30 - 16.00 Uhr: Kaffeepause
Panel III: Die Rolle und Bedeutung der Jugend bei der Entwicklung der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen
• Herr Dr. Ilham Madatov, Abteilungsleiter für Internationale Beziehungen im Ministerium für Sport und Jugend Aserbaidschans
• Schüleraustausch. Grundstein für die Kooperation im Jugendbereich, Herr André Haberzeth, Youth for Understanding – Komitee Deutschland, Hamburg
• Wie kann die Jugend die Zukunft aktiv mitgestalten?, Herr Shahin Namati-Nasab, Geschäftsführer der "The European Azerbaijan Society", London-Berlin
Anschließend: Podiumsdiskussion mit den Referenten
Problemkreise:
• Erwartungen deutscher Hochschulen an Studienbewerber
• Erwartungen Aserbaidschans an Fachkräfte der Zukunft
• Studienbedingungen in den jeweiligen Gastländern – Erfahrungen mit Förderinstrumenten
• Abschluss und was dann?
• Diskussion über zukünftige deutsch-aserbaidschanische Kooperationsformen in der Ausbildung von Studenten und Nachwuchswissenschaftlern und neue Möglichkeiten des Jugendaustausches
Kulturelles Abendprogramm
18.00 – 19.30 Uhr
Ort: Foyer des Hauptgebäudes der HU
Unter den Linden 6, 10117 Berlin
Feierliche Eröffnung der Fotoausstellungen: "Aserbaidschan – ein Knotenpunkt verschiedener Kulturen"
Teil I: Architektonische Denkmäler
Kaukasisch-Albaniens im heutigen Aserbaidschan
In der traditionellen Wahrnehmung Europas gehören die heutigen Staaten Georgien und Armenien zum "christlichen Kulturkreis". Oftmals werden sie in einer Brückenfunktion zwischen Orient und Okzident, christlicher und islamischer Kultur gesehen. Zahlreiche wissenschaftliche Forschungen und vor allem populärwissenschaftliche Darstellung prägen jedoch oftmals ein Bild des Gegensatzes von christlicher und islamischer Welt Kaukasiens. Unzureichend wird berücksichtigt, dass die gesamte Region über Jahrhunderte nicht nur multiethnisch, sondern auch multireligiös geprägt war. Nicht die kriegerische Auseinandersetzung sondern das Miteinander von Völkerschaften und Kulturen gehört zu den charakteristischen Traditionen. Die Geschichte Kaukasisch-Albaniens, welches sich vom 4. Jh. v.u. Z. bis zur Eroberung durch die Araber im 7. Jh. zwischenzeitlich vom Großen Kaukasus bis zu den Flüssen Kura und Arax ausdehnte, ist in diesem Kontext fast völlig unbekannt. Das albanische Könighaus nahm wie seine georgischen und armenischen Nachbarn im 4. Jahrhundert das Christentum an und machte es zur Staatsreligion. Noch heute sind zahlreiche Zeugnisse der frühen Christianisierung in Aserbaidschan zu finden, die durch den staatlichen Denkmalschutz bewahrt und restauriert und in dieser Ausstellung beispielhaft gezeigt werden.
Teil II: Die Bakuer Altstadt – ein Kleinod der vor- und nachislamischen aserbaidschanischen Kultur
In der durch die Erdölförderung und den Handel über das Kaspische Meer geprägten Stadt Baku leben inoffiziell zwei bis drei Millionen Menschen.
Der eigentliche Stadtkern konzentriert sich jedoch auf wenige Quadratkilometer rund um die mittelalterliche Altstadt (İçәri Şәhәr) mit Moscheen, Jungfrauenturm (QIz GalasI), Karawansereien und dem Palast der Schirwan-Schas (Şirwan Şah, 12.-16. Jh.; UNESCO-Weltkulturerbe).
Heute ist die ehemalige Festung mit bestem Blick auf die Bucht des Kaspischen Meeres beliebtester Bauplatz internationaler Ölkonzerne und einheimischer Unternehmen, was eine besondere Herausforderung für den aserbaidschanischen Denkmalschutz bedeutet.
Einführung in die Ausstellungen:
• Prof. Dr. Gülçöhrä Mämmädova, Rektorin der Aserbaidschanischen Bau- und Architekturuniversität Baku
• Dr. Mikayil Cabbarov, Leiter des Staatlichen Denkmalschutzbehördes „İçәri Şәhәr" (Altstadt) beim Ministerkabinett der Republik Aserbaidschan
Anschließend:
Empfang des Ministeriums für Bildung der Republik Aserbaidschan.
Musikalische Umrahmung durch ein aserbaidschanisches Nationalensemble unter Leitung von Yalcin Adigözelov.
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Wußten Sie eigentlich, dass …
…. Aserbaidschan zu den ersten muslimischen Ländern gehört, in denen Literatur westlicher Art (Dramaturgie, Roman, Literaturkritik usw.) entstand?
… das erste moderne Theater, die erste Oper und die symphonische Musik der muslimischen Welt wiederum ihre Wurzeln in Aserbaidschan haben?
… das erste muslimische Theater 1880 eröffnet und die erste muslimische Opern des Orients 1908 in Baku uraufgeführt wurde?
… Goethe den aserbaidschanischen Poeten und Denker des 12. Jahrhunderts Nizami Gәncәvi "den Lehrer aller Dichter" nannte?
… die "Lieder des Mirza Schaffy" mit über hundert Auflagen eines der erfolgreichsten und meistübersetzten Bücher des 19. Jahrhunderts war, und deren Übersetzer und Herausgeber Friedrich Bodenstedt selbst mit Mirza Schaffy zeichnete?
… die meist gelesenen Orient-Bücher der 1920/30er Jahre aus der Feder des in Deutschland lebenden aserbaidschanischen Schriftstellers Leo Nussenbaum (literarische Pseudonyme: Kurban Said, Essad Bey) stammten?
… die ersten Musikaufnahmen mit aserbaidschanischer Musik bereits am Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland bekannt wurden?
… es in Aserbaidschan schon seit dem frühen Mittelalter eine Tradition weiblicher Komponisten, Musiker und Sänger gab, Frauen als Schöngeister Salons führten?
… das aserbaidschanische Musik-Genie Vagif Mustafazadeh die orientalische Mugam-Musik mit Jazz zu einer Symbiose verband und damit eine neue Musikrichtung schuf?
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Donnerstag, den 2.12.2010, 9.30 – 17.00 Uhr
Wissenschaftliche Konferenz: "Aserbaidschan – ein Knotenpunkt verschiedener Kulturen"
Ort: HU, Fritz-Reuter-Saal, Universitätsgebäude
am Hegelplatz, Dorotheenstr. 24, 10117 Berlin
Teil I: Kaukasisch-Albanien – das frühchristliche Erbe Aserbaidschans in seiner Wirkung auf die Baugeschichte des Landes
Moderation: Prof. Dr. Eva-Maria Auch, HU
9.30 – 11.00 Uhr
• Grundzüge der Geschichte Kaukasisch- Albaniens – Prof. Dr. Farida Mämmädova, Nationale Akademie für Luftfahrt Aserbaidschans, Direktorin des Albanischen Zentrums Aserbaidschans, Baku
• Quellenkritische Untersuchungen zu Albania Caucasica – Dr. Marco Bais, Universita di Sapienza, Rom – angefragt
• Neue Erkenntnisse zur Archäologie Kaukasisch-Albaniens – Dr. Koşgar Koşgarly, Institut für Archäologie und Ethnographie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans, Baku
• Zur Liquidierung des Albanischen Katholikats im 19. Jh. – Dr. Ulviya Haciyeva, Institut für Archäologie und Ethnographie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans, Baku
11.00 – 11.30 Uhr Kaffeepause
11.30 – 13.00 Uhr
• Spätantike Zentralbauten im Kaukasischen Albanien – PD Dr. Annegret Plontke-Lüning, Institut für Kunstgeschichte, Universität Jena/Wien/Halle
• Zur christlich-islamischen Symbiose in der Architektur Aserbaidschans – Ass.-Prof. Dr. Sabina Haciyeva, Aserbaidschanische Bau- und Architekturuniversität, Baku
• Aspekte der mittelalterlichen Baugeschichte Aserbaidschans und aktuelle Fragen des Denkmalschutzes – Prof. Dr. Gülçöhrä Mämmädova, Aserbaidschanische Bau- und Architekturuniversität, Baku
• Die Altstadt von Baku. Zeugnisse verschiedener Kulturen – Prof. Dr. Hasan Hasanov, Botschafter der Republik Aserbaidschan in Polen
13.30 - 14.30 Mittagessen
Teil II: Poesie des Orients – Mittelalterliche Literatur in Aserbaidschan
Moderation: Prof. Dr. Barbara Kellner-Heinkele, Institut für Turkologie, FU Berlin
14.30 – 16.00 Uhr
• Zum Schaffen Nasimis. Neue Forschungsergebnisse – PD Dr. Michael Reinhardt Heß, Institut für Turkologie FU Berlin
• Hurufismus und das Leben von Nasimi – Prof. Dr. Fatih Usluer, Istanbul
• Die Rolle mittelalterlicher Literatur in der nationalen Identitätsfindung Aserbaidschans – Prof. Dr. Rahilya Gejbullaeva, Slawic University Baku
16.00 - 17.00 Uhr:
Buchpräsentationen und Podiumsdiskussion:
• Zaur Hasanov, Çar iskitker: Iskitlerveski OğuzlarIn etno-dil özdeleştirmesi, İstanbul 2009
• Michael Reinhardt Heß, Die Sprache des Menschengottes, Shaker Verlag, Aachen 2009
• Rahilya Geybullaeva/ Peter Orte, Stereotypes in Literatures and Cultures, Peter Lang, Frankfurt a.M. u.a. 2010
Kulturelles Abendprogramm
18.15 – 21.00 Uhr
Ort: Kinosaal (18.15 Uhr) und Audimax der HU (19.00 Uhr), Unter den Linden 6, 10117 Berlin
"Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen" – Abschlusskonzert mit Einführung in das Werk von Üzeyir Hacibeyov (1885-1948)
18.00 Uhr, Kinosaal
Einführung
"Aufbruch in die Moderne": Einführung in die Zeit und das Schaffen des Komponisten durch Frau Prof. Dr. Eva-Maria Auch (HU) und Frau Samira Patzer-Ismailova, Geschäftsführerin des Koordinationszentrums der Aserbaidschaner in Deutschland im Gespräch mit Yalcin Adigözelov, Volkskünstler und Dirigent aus Aserbaidschan.
Ausgewählte dokumentarische Sequenzen geben Einblicke in den Zeitgeist und das Leben der Komponisten.
19.00 Uhr, Audimax
Festliches Abschlusskonzert
Programm:
• Üzeyir Hacibeyov – Arazbarı.
• Üzeyir Hacibeyov – Arie des Əsgәr aus der Operette "Arşın mal alan" (Samt und Seide)
• Üzeyir Hacibeyov – Arie der Gülçörә aus der Operette "Arşın mal alan"
• Üzeyir Hacibeyov – Duett Gülçörә - Əsgәr aus der Operette "Arşın mal alan"
• Üzeyir Hacibeyov – Asıgsayagı
• Üzeyir Hacibeyov – Romanze "Sәnsiz"(„Ohne dich")
• Fikrat Amirov – Fest der Şә hrizad aus dem Ballett "1001 Nacht"
• Agshin Alizade – Cә ngi
• Günay Mirzayeva, Szene aus dem Konzert "Morgendämmerung"
• Vasif Adigözelov – Romanze "Qә rә nfil" ("Die Nelke").
Das Kammerorchester der "BerlinClassicPlayers" und ein aserbaidschanisches Nationalensemble spielen unter Leitung von Ulrich Riehl und Yalçin Adigözelov Werke des aserbaidschanischen Komponisten Ü. Hacıbeyov, dessen Schaffen die Symbiose von orientalischer und westlicher Musik einzigartig verkörpert.
Anschließend:
Festlicher Abschlußempfang der Staatlichen Erdölgesellschaft Aserbaidschans SOCAR,
Repräsentanz Deutschland, Foyer des Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin
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Freitag, den 3.12.2010, 20.30 Uhr
Im Konzert: Der aserbaidschanische Jazzmusiker Isfar Sarabskij
Ort: Opernpalais,
Unter den Linden 5
10117 Berlin
Isfar Sarabskij (geb. 1989 in Baku) gilt als "die" Neuentdeckung der internationalen Jazzszene!
Noch keine 20 Jahre alt gewann er 2009 den renommierten Klavierwettbewerb auf dem 43. Jazzfestival von Montreux mit seiner eigenen Komposition "Novruz" (aserb. Frühlingsfest).
Sarabskij setzt die Traditionen des "Mugham-Jazz", die in seiner Heimat vom legendären Vagif Mustafazade in den 1960er Jahren begründet wurden, fort und versteht es in virtuoser Weise moderne und traditionelle Klangstrukturen zu vereinen. Musikalische Traditionen aus Ost und West verschmelzen und werden zugleich neu interpretiert.
Der Ausnahmemusiker schlägt mit seinen innovativen Stücken eine kulturelle Brücke zwischen Orient und Okzident. Sein künstlerisches Schaffen wurde 2010 mit dem aserbaidschanischen Staatspreis „Zirvә" gewürdigt. Begleitet wird der Künstler bei seinem Berliner Konzert von Schlagzeug und Jazzgitarre.












