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Thursday, July 27, 2017

TRAILER: I Didn’t Cross the Border, The Border Crossed Me (English subtitles). Documentary by Toma Chagelishvili


I Didn’t Cross the Border, The Border Crossed Me (English subtitles) from Rise and Shine on Vimeo.
The villagers of Churvaleti knew since the end of the Georgian war in 2008 that they were living on a border. Life was simple, but not far from normal. Until a while ago, when Russian patrols started drawing the borderline and putting up barbed wire fences. In Churvaleti, the barbed wire fence goes right through the village. Families and communities got divided. Every other hour border patrols pass by and put anyone in captivity who come close to the fence. In spite of this menace, the villagers find ways to stay in touch with their relatives and friends across the line. Life goes on, but will it ever be the same again?


Zu sehen am 25. August in Berlin
Screening: I didn´t cross the border, the border crossed me


Georgia / Germany 2015
Wann: Freitag, 25. August 20:30 Uhr
Wo: 800A | Stettiner Straße 19, 13357 Berlin
Veranstaltung organisiert von 18591KM www.18591km.org


Nach dem Film folgt eine Diskussionsrunde zwischen dem Regisseur Toma Chagelishvili, dem kreativen Produzenten Veronika Janatková und dem Publikum

SYNOPSIS
Seit dem Ende des Georgien-Krieges im Jahr 2008 leben die Dorfbewohner von Churvaleti direkt an der russischen Grenze. Bisher war das Leben einfach. Doch dann begannen russische Soldaten eine Grenze zu ziehen und Stacheldrahtzäune aufzustellen. In Churvaleti verläuft die Absperrung quer durch das Dorf. Familien und Gemeinden sind seither getrennt. In regelmäßigen Abständen patrouillieren Soldaten entlang der Grenze und nehmen jeden fest, der ihr zu Nahe kommt. Trotz der gefährlichen Konsequenzen finden die Dorfbewohner aber immer wieder Wege den Kontakt mit ihren Verwandten und Freunden über den Stacheldrahtzaun aufrecht zu halten. Das Leben geht weiter aber wird es jemals sein, wie vorher?
 
Weitere Veranstaltungen auf www.kulturgeorgien.com

Wednesday, May 10, 2017

MUSIC: Trio InCanto mit der georgischen Flötistin & Sängerin Leliko Gokieli


Sunday, February 21, 2016

FILM: Außergewöhnliche Reise in ein unbekanntes Land - "Holy Cow" von Imam Hasanov. Von Daniella Baumeister (hr-online.de)

Der Filmemacher Imam Hasanov dokumentiert in "Holy Cow" den Kampf eines einzelnen gegen die Stereotypen gegenüber Neuankömmlingen – auch wenn sie Kühe sind. moviepilot.de


 
(hr-online.de) Der kleine Programmkinofilm aus Aserbaidschan ist ein sehr spezieller Tipp: Bauer Tapdiq will eine europäische Kuh in sein Bergdorf holen. Er glaubt, sie wird mehr Milch geben und seiner Familie wird es mit ihr besser gehen. 

Aber eine ausländische Kuh - ist viel zu fremd und könnte fremde Keime ins entlegene Bergdorf einschleppen. Und der Mann, der sich so gegen das Gewohnte auflehnt, ist auch eine Gefahr für die Dorfgemeinschaft, die Nachbarn werden feindseliger, seine Frau will nicht mitmachen, die Kinder wenden sich ab.  



Eine Parabel um Werte
Tapdiq lässt sich nicht abbringen, sein Familienzuwachs soll "Madonna" heißen. "Holy Cow" hat wunderschöne Bilder und viel Zeit für die Kameraführung und die Geschichte um eine Kuh ist auch eine Parabel um Werte - muss alles so bleiben, wie es immer war und wie geht man mit dem Fremden um, wenn man Angst davor hat? 

   
Fazit: Wer den Film im Programmkino findet, wird mit einer außergewöhnlichen emotionalen Reise in ein völlig unbekanntes Land belohnt.
  
 

Thursday, February 18, 2016

FILM: Die langen hellen Tage. Von Nana Ekvtimishvili, Simon Groß. 18. Februar, 22:45 Uhr (arte.tv)

Beste Freundinnen im Chaos des postsowjetischen Georgiens: Natia (Mariam Bokeria, li.) und Eka (Lila Babluani, re.)
(arte.tv) 1992. Im unabhängig gewordenen Georgien herrscht Chaos. Die beiden besten Freundinnen Eka (Lika Babluani) und Natia (Miriam Bokeria), gerade 14 Jahre alt, leben in der Hauptstadt Tiflis. Als Natia von einem ihrer Verehrer eine Pistole geschenkt bekommt, ist Eka tief beeindruckt von diesem Liebesbeweis ... - Um die dreißig Preise bei internationalen Filmfestivals 2013!

Tiflis, Georgien, 1992. Das sowjetische Georgien ist aufgelöst, doch noch gibt es keine neue Ordnung. Das gerade unabhängig gewordene Land versinkt im Chaos. In der Gesellschaft herrschen Gewalt, Anarchie und Selbstjustiz.



Das Leben der 14-jährigen Freundinnen Eka und Natia kreist um ihre Straße, die Schule und die Warteschlange, an der sie sich jeden Tag anstellen müssen, um Brot zu bekommen. Sie wohnen nah beieinander, sie sind Klassenkameradinnen, beste Freundinnen - und beide haben Probleme zu Hause. Eka vermisst ihren Vater, der im Gefängnis sitzt, will es aber nicht zugeben. Natias Vater trinkt und macht seiner Familie das Leben schwer.

Eines Tages führt Natia Eka zu einem kleinen See, um ihr dort ein Geheimnis zu verraten: Sie zeigt Eka die Pistole, die sie von Lado, einem ihrer Verehrer, bekommen hat. Eka ist sehr beeindruckt, für sie ist das Geschenk ein echter Liebesbeweis Lados, denn so kann Natia sich gegen die Gefahren auf der Straße schützen.

Eines Tages wird Natia von Kote, einem anderen Verehrer, entführt und zur Ehefrau erklärt. Eka hofft, dass Natia sich wehren wird, doch sie wird enttäuscht: Natia scheint Lado und ihre Pistole vergessen zu haben, sie heiratet ihren Entführer. Es wird ein großes Hochzeitsfest gefeiert, und alle sind guter Laune, nur Eka ist bedrückt. Sie kann nicht begreifen, wieso Natia sich einfach fügt und sieht die Freundschaft mit Natia in Gefahr. Doch bald schon ändert sich die Lage.

Als Natias Ehemann Kote eifersüchtig wird und ihren alten Verehrer Lado tötet, will Natia Rache üben. Doch Eka stellt sich ihr in den Weg.

Kostüme: Medea Bakradze
Szenenbild / Bauten: Konstantine Japharidze
Kamera: Oleg Mutu
Schnitt: Stefan Stabenow
Produktion: Indiz Film, Polare Film, Arizona Productions, ZDF / Das kleine Fernsehspiel, ARTE
Produzent/-in: Simon Groß, Marc Wächter
Regie: Nana Ekvtimishvili, Simon Groß
Redaktion: Christian Cloos, Doris Hepp
Drehbuch: Nana Ekvtimishvili
Ton: Irakli Ivanishvili
 
Mit:
Lika Babluani (Eka)
Miriam Bokeria (Natia)
Data Zakareishvili (Lado)
Temiko Chichindadze (Natias Vater)
Zurab Gogaladze (Kote)
Ana Nijaradze (Ekas Mutter)
Maiko Ninua (Ekas Schwester)
Tamar Bukhnikashvili (Natias Mutter)
Berta Khaphava (Natias Grossmutter)
Sandro Shanshiashvili (Natias Bruder)

Friday, September 12, 2014

FILM: Don't Breathe. Directed by Nino Kirtadze

In Georgia a man in his 40s, Levan, is waiting in a clinic for an MRI examination. He needs to find out what’s causing the pain in his shoulder. He’s nervous. By the time he leaves the hospital he’s not the same man. His anxiety quickly spreads to his wife and well-meaning friends. The family courtyard becomes the scene of an informal advisory council, where everybody suggests magical cures and must-see specialists. Soon Levan’s savings are gone. He’s scared of losing his job, his heath and his wife, who has started to come home later and later.

But suddenly, out of nowhere – a serendipitous event occurs...



Link: medias.unifrance.org/press-kit-english.pdf

Saturday, April 26, 2014

MUSIK: Trailer zu Heinz Emigholz’ 2+2=22 (The Alphabet) - Kreidler im Studio in Georgien. Text: Thomas Vorreyer (spex.de)

(spex.de) Ein sechsminütiger Trailer oder doch ein Musikvideo? Heinz Emigholz war mit Kreidler in Tiflis, als die Band dort ihr neues Album aufnahm. Jetzt gibt es die ersten vertonten Aufnahmen. 

Die Zusammenarbeit zwischen Heinz Emigholz und Kreidler ist eine weithin etablierte. Der Filmkünstler Emigholz war u. a. verantwortlich für alle sieben Musikvideos zum letzten Album der Band, Den. Diese hat nun wiederum im georgischen Tiflis ihre neue LP ABC aufgenommen, während der ebenfalls angereiste Emigholz rund um die Studioarbeiten herum seinen nächsten Film 2+2=22 (The Alphabet) drehte. Für diesen können wir nun erstmals den Trailer zeigen.

Kreidler spielen hier in einem wundervoll geformt und gemusterten Studio Kartuli Pilmi das ABC-Stück »Modul«. Emigholz fängt die konzentrierte Halb-Performance ein und wechselt dann hinaus auf die Straße und später zu reisetagebuchartigen Text-Bild-Collagen. Währenddessen zählt er eine Liste von Lokalnamen auf, immer in der Kombination »das Lokal zum / zur …«. Schwindelig gefressen kehrt die Kamera schließlich ins Aufnahmestudio zu Kreidler zurück. 

Kreidler feiern ihr 20-jähriges Bestehen mit dem neuen Album ABC, das im Mai erscheint, und einer von SPEX präsentierten Tour.

Die Berlin-Düsseldorfer Band legt mit der LP bereits ihre 25. Veröffentlichung vor. Bureau B wird das Album am 2. Mai herausbringen. Aufgenommen haben Kreidler ihr neues Werk in Tbilisi, Georgien, zusammen mit einem hiesigen Chor. Nach Heinz Emigholz, der das Vorgängeralbum DEN filmisch begleitete, wird nun der israelische Filmemacher Lior Shamriz Videos zu ABC veröffentlichen. Dessen Cover (s.u.) basiert auf einer Fotoarbeit der georgischen Künstlerin Thea Djordjadze, die u.a. auch an der dOCUMENTA (13) teilnahm. Emigholz wiederum drehte ebenfalls in Tbilisi seinen neuen Film 2+2=22 (The Alphabet), der überwiegend auf Aufnahmen der arbeitenden Band im Studio basiert.

Auf Soundcloud gibt es bereits Ausschnitte aus den ersten vier Songs von ABC zu hören, die den typischen Kreidler-Transit-Groove diesmal ziemlich transzendental und luftig erscheinen lassen. Klingt nach besten Vorraussetzungen für die Termine im Mai.


ABC erscheint am 2. Mai bei Bureau B, 2+2=22 (The Alphabet) demnächst. 

kreidler.spex.de
 
SPEX präsentiert Kreidler live
09.05. Köln – Achtbrücken Festival @ Philharmonie
15.05. Nürnberg – K4
16.05. Offenbach – Hafen 2
17.05. Fulda – Kulturzentrum Kreuz
24.05. Düsseldorf – FFT
26.05. Stuttgart – Schocken
28.05. Leipzig – Täubchenthal
29.05. Bremen – Theater Bremen
30.05. Hamburg – Uebel & Gefährlich
31.05. Berlin – Bi Nuu

Friday, February 07, 2014

FILMFESTIVAL: Brides (Patardzlebi) bei der Berlinale 2014. Von Tinatin Kajrishvili (berlinale.de)

(berlinale.de - Trailer) Die Näherin Nutsa heiratet ihren Freund Goga, den Vater ihrer Kinder. Die Zeremonie ist kurz: Beide unterschreiben, dann muss Nutsa wieder gehen. Goga sitzt im Gefängnis, er wird noch über sechs Jahre drin bleiben. Durch die Hochzeit erwirbt Nutsa die Berechtigung, einmal im Monat mit Goga durch eine Scheibe zu sprechen. Die Kinder wollen beim nächsten Termin nicht mehr mit, ihr Vater ist ihnen fremd geworden. Bei der Arbeit lernt Nutsa eines Tages einen Mann kennen. Sie unterhalten sich, der Mann besucht Nutsa. In diesem Augenblick ruft Goga an. Im Gefängnis gibt es eine Neuerung: Verheiratete dürfen über Nacht mit ihren Ehepartnern zusammen bleiben. Nutsa zieht das Kleid an, das sie bei ihrem ersten Date trug. Doch die plötzliche Nähe ist für Nutsa und Goga ungewohnt ... In eindringlichen, nahen Bildern erzählt Tinatin Kajrishvili mit ihrem ersten Langspielfilm vom Knastalltag. Patardzlebi ist ein bedrückender Film über Menschenwürde und über das repressive Justizsystem in Georgien. Die Näherin Nutsa heiratet ihren Freund Goga, den Vater ihrer Kinder. Die Zeremonie ist kurz: Beide unterschreiben, dann muss Nutsa wieder gehen. Goga sitzt im Gefängnis, er wird noch über sechs Jahre drin bleiben. Durch die Hochzeit erwirbt Nutsa die Berechtigung, ein mal im Monat mit Goga durch eine Scheibe zu sprechen. Die Kinder wollen beim nächsten Termin nicht mehr mit, ihr Vater ist ihnen fremd geworden. Bei der Arbeit lernt Nutsa eines Tages einen Mann kennen. Sie unterhalten sich, der Mann besucht Nutsa. In diesem Augenblick ruft Goga an. Im Gefängnis gibt es eine Neuerung: Verheiratete dürfen über Nacht mit ihren Ehepartnern zusammen bleiben. Nutsa zieht das Kleid an, das sie bei ihrem ersten Date trug. Doch die plötzliche Nähe ist für Nutsa und Goga ungewohnt ... In eindringlichen, nahen Bildern erzählt Tinatin Kajrishvili mit ihrem ersten Langspielfilm vom Knastalltag. PATARDZLEBI ist ein bedrückender Film über Menschenwürde und über das repressive Justizsystem in Georgien Tinatin Kajrishvili Geboren 1978 in Tiflis, Georgien. Studium der Regie an der georgischen Universität, Abschluss 2001. Mehrere Kurzfilme, später Teilnahme am IFASC Workshop für Produzenten. Ab 2009 Produktion zahlreicher Filme für EAVE. Die Kurzfilme NEST und BLACK MULBERRY liefen auf den Filmfestivals in Sundance, Cork, Palm Springs und Hongkong, der Spielfilm PARAJANOV wurde zuerst in Karlovy Vary gezeigt. BRIDES ist der erste von ihr produzierte Spielfilm, bei dem sie auch Regie führt und ist auf der diesjährigen Berlinale als bester Erstlingsfilm nominiert.


Georgien/Frankreich 2014
94 Min. DCP Farbe
Regie: Tinatin Kajrishvili
Buch: Tinatin Kajrishvili, David Chubinishvili
Kamera: Goga Devdariani
Schnitt: David Guiraud
Musik: Rim Laurens
Sound Design: Todd Warren
Ton: Vano Gvaradze
Production Design: Giga Iakobashvili
Kostüm: Maka Jebirashvili
Maske: Madona Chanturia
Casting: Khatuna Agladze
Regieassistenz: Dali Narimanidze
Produktionsleitung: Lasha Khalvashi
Produzent: Tinatin Kajrishvili
Ausführender Produzent: Goga Loladze
Co-Produzenten: Sebastien Aubert, Suliko Tsulukidze, Lasha Khalvashi
Co-Produktion: Ad Astra Films, Cannes; Millimeter Film, Tbilisi

Darsteller:
Mari Kitia(Nutsa)
Giorgi Maskharashvili (Goga)
Giorgi Makharadze (Bachana)
Darejan Khachidze (Gogas Mutter) Tamar Mamulashvili (Nutsas Mutter)
Anuka Grigolia (Junge Braut)
Sergo Buiglishvili (Gogas Freund Levan)
Beka Samadbegishvili (Nutsas Sohn Sandro)
Nita Kalichava (Nutsas Tochter Liza)
Zaza Kashibadze(Gogas Vater)

Produktion: Gemini Tbilisi, Georgien
gemini@gemini.ge

Weltvertrieb:
Rezo Films
Paris, Frankreich
+331 42464630




Nutsa lives with her two small children in a suburbs of Tblissi, Georgia. With her partner Goga, they would be today a regular family if he hasn’t been arrested.

Between the wedding in prison and monthly visits, a routine sets in, he inside of prison, she outside. Will they be able to overcome this double reality?

Sunday, December 01, 2013

FILM: Blind Dates - Trailer. By Levan Koguashvili (variety.com)



(variety.com) Levan Koguashvili's poker-faced charmer merits consideration from offshore arthouse distributors.

By Dennis Harvey

Quietly enchanting, Levan Koguashvili’s “Blind Dates” carves out a wayward weeklong path for its Tblisi bachelor protagonist that leads not so much toward love so much as a lovely sense of warmth and generosity toward all. This poker-faced charmer doesn’t boast the kind of stylistic flash or easily encapsulated hook that would magnetize sales interest. But it certainly merits consideration from offshore arthouse distributors, and could parlay buzz picked up along the fest circuit (including a special jury prize at Abu Dhabi) into a reasonably high profile for such a willfully low-key movie.

Blind DatesBest friends since childhood, history teacher Sandro (Andro Sakhvarelidze) and former soccer player-turned-coach Iva (Archil Kikodze) teach at the same school, and both find themselves still single on the brink of 40. As a result, they’re having a blind double date with two ladies who have bussed in from the provinces, though only high-strung Lali (Marika Antadze) turns up, her absent friend (Sopho Shaqarishvili, who later has a striking scene with Kikodze) being under the weather. As Iva takes a powder, the remaining duo spend a most awkward brief while together, agreeing (rather bafflingly) to meet again the following weekend.

Sandro doesn’t mention this interlude to the parents (Kakhi Kavsadze, Marina Kartcivadze) he still lives with, despite the fact that they are forever bemoaning his lack of marital status. When he and Iva borrow their car to spend a weekend by the seaside, the folks insist on riding along to visit relatives. They’re infuriated further when the two younger men blow a chance to socialize with some eligible local women in order to idle away an afternoon with a met-by-chance pupil, Anna (Liza Jorjadze), and her mother, Manana (Ia Sukhitashvili). Manana is clearly interested in Sandro, and vice versa. The problem is Anna’s father, Tengo (Vakho Chachanidze), who’s currently in prison (not for the first time), but is getting out shortly.

To Manana’s mortification, a few days later, semi-accidental circumstances lead to Sandro driving the reunited couple back to the city from the penitentiary gates. Then Tengo — who hasn’t a clue about this new friend’s ties to his spouse — uses him as a driver while immediately getting back to the business of hustling not-so-legal deals. Fate’s serpentine path quickly alters the prospects of all principals, though finally it’s Sandro’s own noble if self-sacrificing decisions that have the greatest, invariably positive influence. “You are a good man,” Manana tells him at the end, and rarely have those words carried such touching weight.

The unpredictable narrative deftly juggles a mix of rueful humor and genuine sweetness, with pitch-perfect performances and unfussily naturalistic yet artful staging. The result is a slow-burning delight that leaves a soulful afterglow. Packaging is modest but spot-on; rather than an original score, the pic uses pre-existing tracks to droll effect.

Film Review: 'Blind Dates'
Reviewed at Tokyo Film Festival (competing), Oct. 21, 2013. (Also in Toronto, Abu Dhabi film festivals.) Running time: 99 MIN. Original title: "Brma paemnebi"

Production
(Georgia) A Kino Iberian and Millimeter Film production in association with the Georgian National Film Center. (International sales: Films Boutique, Berlin.) Produced by Suliko Tsulukidze, Levan Koguashvili, Olena Yershova. Executive producer, Ketevan Machavariani.

Crew
Directed by Levan Koguashvili. Screenplay, Boris Frumin, Koguashvili. Camera (color, HD), Tato Kotetishvili; editors, Koguashvili, Nodar Nozadze; production designer, Kote Japaridze; costume designer, Tinatin Kvinikadze; sound mixer, Nika Paniashvili; sound designer, Paata Godziashvili; assistant director, Marika Grisgolishvili; casting, Tcitcino Parulava, Natuka Gogidze.

With
Andro Sakhvarelidze, Ia Sukhitashvili, Archil Kikodze, Kakhi Kavsadze, Vakho Chachanidze, Marina Kartcivadze, Marika Antadze, Sopho Shaqarishvili, Liza Jorjadze, Jano Izoria, Levan Ghlonti.

Wednesday, August 21, 2013

FILM: Review: “Keep Smiling” A Film by Rusudan Chkonia (variety.com)


(variety.com) Black comedy collides with overwrought melodrama in this patchy but interesting Tbilisi-set drama.
Leslie Felperin

 
Black comedy collides with overwrought melodrama in the patchy but interesting Tbilisi-set drama “Keep Smiling.” Georgian writer-helmer Rusudan Chkonia’s feature debut tracks 10 disparate femmes, most of them in dire financial straits, competing in a beauty contest for moms to win a substantial prize. Chkonia lays on the indictment of reality-TV culture a bit thick, and the plotting is somewhat contrived, but she coaxes gutsy perfs from her game cast and explores a side of war-torn, contempo Georgia not often seen offshore. That freshness may put a smile on fest programmers’ faces after the pic’s Venice preem.

The film opens with the 10 costumed contestants onstage, dancing to the strains of Lou Bega’s “Baby Keep Smiling,” a tune heard again over the end credits and several times throughout, suggesting the production’s clearance-rights budget didn’t stretch far. The next scene shows everyone crowding into a backstage room to gasp at something unseen that horrifies them, suggesting things are going to end badly for someone.

The action then rolls back several weeks to show the women arriving at a TV studio, where they’re informed they made the cut to appear on a new show, “Georgian Mother.” Slimy series producer Otar (Gia Roinishvili) has set the women various challenges in order to win the crown and, more importantly, the prize:$25,000 and a four-bedroom apartment. They will be judged on how well they cook and have raised their children, their talent and their popularity with the judges and TV auds.



Watching full movie here [iptv.ge] >>>

Only about half the women are properly drawn characters, and they’re just rough sketches at that. Former child violin prodigy Gvantsa (charismatic Iamze Sukhitashvili, “Garpastum”) is the defiant one, but also a neurotic mess. She just so happens to live next door to fellow contestant Inga (Nana Shonia), a zaftig widow who disapproves of Gvantsa’s promiscuity and slack parenting. Abkhazian refugee Elene (Olga Babluani) is perhaps the most in need, as she shares a room at a charity hospital with her husband and four kids, although likable Irina (Tamuna Bukhnikashvili) isn’t much better off, either. Wealthy trophy wife Baya (Shorena Begashvili) looks most likely to win, especially since her politician husband is one of the show’s sponsors.

As the weeks pass, the women bicker and then eventually bond, especially when rebellion brews after the show’s producers insist they must all parade themselves in bikinis. Helmer Chkonia clearly has no time for any kind of post-feminist guff that sees beauty contests as empowering; the whole thing is merely an exercise in prurience and humiliation that has to be endured, so the main driving force of the drama lies in seeing how low each of them will go to win, or whether they’ll find strength in numbers. In a way, it’s a bit like “The Hunger Games” with high heels and swimwear.

Editing briskly maintains forward momentum, and if the rest of the tech credits look painfully low-budget, that fits the schlock-TV setting. With a bit of script tweaking, the pic could easily be remade in other territories.

Keep Smiling

Georgia-France-Luxembourg

Production

A Nike Studio, Ex Nihilo production in association with Samsa Films, Alvy production, with the support of the Georgian National Film Center, Georgian Ministry of Culture and Monument Protection. (International sales: Doc & Film, Paris.) Produced by Rusudan Chkonia, Nicolas Blanc. Executive producers, Vladimir Kacharaya. Co-producers, Marc Bordure, Jani Thiltges, Arnaud Bertrand, Dominique Boutonnat, Hubert Caillard. Directed, written by Rusudan Chkonia.

Crew

Camera (color, HD), Konstantine Mindia Esadze; editors, Chkonia, Jean-Pierre Bloc, Levan Kukhashvili; art directors, Sopo Baghadze, Mamuka Esadze, Dima Arsanis, Giga Iakobashvili; costume designer, George Nadiradze; sound (Dolby Digital), Paata Godziashvili; re-recording mixer, Nika Paniashvili; casting, Leli Miminoshvili. Reviewed at Venice Film Festival (Venice Days), Sept. 1, 2012. Running time: 91 MIN.

With

Iamze Sukhitashvili, Gia Roinishvili, Olga Babluani, Tamuna Bukhnikashvili, Nana Shonia, Shorena Begashvili, Maka Chichua, Lela Metreveli, Ia Ninidze, Eka Kartvelishvili, Beka Elbakidze, Tamar Bziava, Tornike Bziava, Avtandil Gogeshvili. (Georgian, Russian dialogue)

Friday, May 24, 2013

FILM RELEASE: "Lost and Found in Armenia" - comes out in theaters on June 7th.

Lost & Found in Armenia“Lost & Found in Armenia” is the story of Bill (Jamie Kennedy), an American tourist who vacations to Turkey to get his mind off a bad break up. In a comedic and dangerous turn of events, Bill unknowingly ends up in a small village in Armenia, where he is accused of being a Turkish spy. It is in that small village, he meets a beautiful Armenian girl (Angela Sarafyan), who helps him escape from misfortune.
 
“Lost & Found in Armenia” is a Red Tie Films production with Award-winning director Gor Kirakosian (Big Story in a Small City) and award-winning producer Valerie McCaffrey (American History X, Neo Ned) along with Maral Djerejian (Sideways) and starring comedian Jamie Kennedy (Malibu’s Most Wanted, Scream) and Angela Sarafyan (A Beautiful Life, The Twilight Saga: Breaking Dawn).  Shooting Locations were in San Diego, Los Angeles, and Armenia.  Red Tie Films is the first Armenian-American production team to shoot in Armenia.

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We're excited to announce that the film "Lost and Found in Armenia", starring Jamie Kennedy, comes out in theaters on June 7th. This is the first Armenian-American movie ever filmed in Armenia, and the majority of the film is in Armenian with English subtitles. We're big fans of the film, its message, and the impact that it can have on the Armenian community.

Since your audience is primarily Armenian, we thought it would be great to share it with you in hopes that we can garner enough support to get the movie to expand nation wide. The film opens throughout Los Angeles, as well as Washington, DC, Boston, Detroit, New Jersey / Philadelphia, and Fresno.

Thank you for support. Please share and spread the word, and let us know if you have any questions or requests.


Website (with links for tickets): www.lostandfoundinarmenia.net
Facebook: facebook.com/lostinarmenia
Twitter: twitter.com/lostinarmenia

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Breanna Hughes
Plastick Media, LLC.
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323.230.0854 | 323.218.0708 | breanna@plastickmedia.com | www.plastickmedia.com

Wednesday, April 17, 2013

FILM: Dito Tsintsadzes Thriller "Invasion" im Kino. Gesetz des Vergessens. Von Philipp Stadelmaier (sueddeutsche.de)


(sueddeutsche.de) Nach dem Verlust von Frau und Sohn isoliert sich Josef auf seinem Landschloss. Nach und nach nistet sich dort die dubiose Familie einer verwandten Schauspielerin ein, bis die Gewalt eskaliert. Zu sehen in Dito Tsintsadzes Thriller "Invasion".



Von Philipp Stadelmaier
 
Josef, gespielt von Burghart Klaußner, steht an einem Grab. Draußen, im Wald, an einem Weiher. Es ist kalt, diesig, ungemütlich, der Winter kommt. Josef spricht mit denen, die hier seit Kurzem begraben liegen: mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn. Auf einmal hält er inne, denkt nach. Als würde er den Faden verlieren. Musste er nicht noch etwas besorgen, in der Stadt? Aber was? Auf dem Rückweg vom Grab trifft er Nina (Heike Trinker), eine alte Schauspielerin. Müsste er sie kennen? Jedenfalls tut sie so, präsentiert sich als Verwandte seiner Frau.

Dito Tsintsadzes "Invasion" lässt uns zunächst an einen psychisch zerrütteten Protagonisten glauben. Josef, in einem schlossartigen Anwesen auf dem Lande isoliert, ist vielleicht so mitgenommen, dass sich eine massive Vergesslichkeit seiner bemächtigt hat und seine Wahrnehmung täuscht. Wer weiß, ob Nina, diese daueralkoholisierte Diva, die keine Rolle mehr kriegt, und ihr arrogant-quengelnder Sohn Simon (David Imper), der nur Tai-Chi im Kopf hat, wirklich mit ihm verwandt sind - oder überhaupt real.

Man könnte auch von einem Phantasma des Vereinsamten sprechen. In jedem Fall sind die Weichen zunächst auf Psychodrama gestellt - die Hauptfigur muss mit einem schweren persönlichen Trauma fertig werden, um zurück ins Leben zu finden. Aber die winterliche Psychostudie, die sich ankündigt, bleibt aus. Genau wie Josef scheint auch der Film zu vergessen, welche Richtung er eingeschlagen hat.

Denn nun nisten sich nicht nur Nina und Simon in diesem Schloss ein, sondern auch noch Simons rumänische Frau und ihr kleiner Sohn, außerdem Ninas Mann Konstantin (Merab Ninidze), der bald dubiose Geschäftspartner empfängt. Je mehr sich das Anwesen füllt, desto mehr wird aus dem subjektiven Phantasma des Traumatisierten die Objektivität einer Invasion, so klar, scharf, brutal und unpathologisch wie das kristalline Winterlicht. Die Beziehungen sind offensichtlich angespannt. Die Frauen verführen, die Männer sind aggressiv, das Kind leidet stumm. Der Alkohol fließt in Strömen. Gewalt lässt nicht auf sich warten.

Grandios spielt Klaußner seine Figur immer weiter an die Peripherie dessen, was eine brave und preisträchtige One-Man-Show für den Trauernden, für einen "großen Schauspieler in schwieriger Rolle" hätte sein können. Josef reagiert nur, bleibt passiv. Die sinnliche Fülle des Films wird wichtiger als die Psychologie der Hauptfigur. Das Vakuum des Schlosses ist kein innerer Seelenraum, die Phantome von Josefs toter Familie spielen schon bald keine Rolle mehr. Die Leinwand füllt sich vielmehr mit Menschen, mit kleinen szenischen Erfindungen, mit einer faszinierenden Materie, die das Imaginäre objektiv und transparent werden lässt. Ein altes, türkis schimmerndes Schwimmbad im Keller wird zum Ort für allerlei erotisch-lethale Spielchen. Das Kind steuert ein ferngelenktes rotes Auto durch die Gegend, das ein dämonisches Eigenleben zu entwickeln scheint, und an Heiligabend materialisiert sich wie aus dem Nichts eine Weihnachtsfeier, in Rotlicht getaucht, direkt importiert aus der Hölle oder einem wüsten Bordell.

Es ist eine beinahe dionysische Fülle, die hier den Einsamen überwältigt - ganz wie in Luchino Viscontis "Gewalt und Leidenschaft" von 1974: Auch damals gab es eine schrille Adelige, einen Ziehsohn und einen Liebhaber, die sich im Palazzo eines zurückgezogenen alten Professors eingenistet haben. Der wurde von Burt Lancaster gespielt, und wie alle Helden Viscontis musste er lernen, dass die eigene Zeit (und die seiner Klasse) zu Ende ging, was durch die Begegnung mit den wilden Bohèmiens geschah. Tsintsadzes Josef wird hingegen das Ende der Seinen noch gründlicher und besser verdrängen: Unter den Invasoren wird er schließlich seine Frau und seinen Sohn "wiederfinden" und mit ihnen, wie früher, ganz naiv auf der Bank im Park sitzen. Der Verlust wird nicht anerkannt.

All das macht "Invasion" zu einem großen Film über eine unmögliche Trauer - als würde noch die Erinnerung an die Toten dieser anfänglich gezeigten Vergesslichkeit Josefs zum Oper fallen, an der sich der Film fortan beteiligt. Sie regiert hier überall so gründlich und gesund, dass sie ihren pathologischen Charakter komplett verliert. "Wir müssen nach vorne schauen, nie nach hinten", sagt einmal jemand zu Josef - aber nicht, um ihn aufzumuntern. Hier wird das das Gesetz des Vergessens formuliert, das den ganzen Film beherrscht: Alles zurücklassen, um mit allem ganz neu anzufangen.

Invasion, D/Ö 2011 - Regie und Buch: Dito Tsintsadze. Kamera: Ralf M. Mendle. Musik: Gio Tsintsadze. Mit Burghart Klaußner, Heike Trinker, Merab Ninidze, David Imper, Anna Wappel, Jasper Barwasser. Neue Visionen, 102 Minuten.

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Weitere Links:
Am Ende ist er doch ein guter Mann (faz.net)
Schlachtfeld in den eigenen "vier Wänden"? (kulturkueche.de)
Das Psychodrama Invasion ist ein Abgesang auf die Familie (badische-zeitung.de)
"Invasion": Josef und die Störenfriede (goethe.de)
Gelungene schwarze Komödien aus Deutschland (filmreporter.de)
Dito Tsintsadze und sein Film „Invasion“ (tagblatt.de)
Warten auf den Retter (zurueckgespult.de)
Unsichtbare Gegner (jungewelt.de)
Eine überraschende und auch verstörende Geschichte aus Deutschland (filmkunstkinos.de) 
Dito Tsintsadze, ein Meister des Ungefähren (filmgazette.de)
Biedermann und die bösen Verwandten Im Kino: "Invasion" (tagesspiegel.de)  
Angriff der Kuckucksfamilie (taz.de)
 

Saturday, March 02, 2013

DOCUMENTARY: The Machine Which Makes Everything Disappear


Directed by Tinatin Gurchiani
An Icarus Films release

For more info, or to order: icarusfilms.com

A filmmaker puts out a casting call for young adults, aged 15- to 23. The director wants to make a film about growing up in her home country, Georgia, and find commonalities across social and ethnic lines. She travels through cities and villages interviewing the candidates who responded and filming their daily lives.

The boys and girls who responded to the call are radically different from one another, as are their personal reasons for auditioning. Some want be movie stars and see the film as a means to that end; others want to tell their personal story. One girl wants to call to account the mother who abandoned her; one boy wants to share the experience of caring for his handicapped family members; another wants to clear the name of a brother, currently serving a jail sentence.

Together, their tales weave a kaleidoscopic tapestry of war and love, wealth and poverty, creating an extraordinarily complex vision of a modern society that still echoes with its Soviet past.

**Best Director, World Cinema Documentary, 2013 Sundance Film Festival
**Best Georgian Film, 2012 Tblisi International Film Festival
**2013 Documentary Fortnight, MoMA
**2013 True/False Film Festival
**2013 Thessaloniki International Documentary Festival
**2012 DOK Leipzig
**2012 IDFA, Amsterdam 2012
**2013 Göteborg International Film Festival
**2013 ZagrebDox, Croatia
**2013 One World HRFF Prague
**2013 Hong Kong Film Festival

Wednesday, February 27, 2013

FILM: Heute in Berlin - Invasion. Von Dito Tsintsadze - Ab 01. März 2013 im Kino


 
Am kommenden Donnerstag, den 28.02., startet mit Invasion der neue Film von Dito Tsintsadze. Dito wird nächste Woche den Film auch während Premierentour begleiten. In folgenden Kinos wird er mit anwesend sein:

25.02. Schauburg Leipzig
26.0
2. Lichtwerk Bielefeld
27.02. Kino in der KulturBrauerei - 20.30
28.02. Friedrichsbau Freiburg
01.03. Atelier Tübingen


Es werden sicherlich schöne Abende.


facebook.com/invasionderfilm



Josef wohnt allein in einem riesigen Anwesen auf dem Land, in gleichförmiger Routine. Konstituierendes Element seiner Existenz: Der tägliche Besuch an den Gräbern seines Sohnes, Opfer eines Schulbusunglücks, und seiner Frau, die ihm in den Tod gefolgt ist. Trost findet er bei Nina und ihrem erwachsenen Sohn Mark, halbfremden Verwandten, die er in seinem Haus aufnimmt. Die neuen Bewohner nehmen das Haus sofort in Besitz und das Zusammenleben beginnt Eigengesetzlichkeiten zu folgen, einem Mechanismus, der bald von keinem mehr kontrollierbar, nicht einmal mehr einsehbar ist. 

In Dito Tsintsadzes „Invasion“ geht es zwar nicht um eine außerirdische Invasion der Erde, dennoch liegt man beim Gedanken an Aliens nicht verkehrt. Denn was als Drama über einen vereinsamten Witwer beginnt, der von Verwandten ausgenutzt wird, entwickelt sich bald zu einer bitterbösen Satire über die Invasion der Festung Europa durch mehr oder weniger erwünschte fremde Elemente.

Webseite: www.neuevisionen.de


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Dito Tsintsadze' new film Invasion won special Grand Prix of the jury at the World Film Festival in Montreal ( 23 August - 3 September). The seven members of jury led by British actress Greta Scacchi tied the second important prize between two participants: a Georgian filmmaker Dito Tsintsadze and Spanish director Imanol Uribe (Orange Honey). ffm-montreal.org

Dito Tsintsadze's film Invasion is a German-Austrian coproduction starring a German actor Burghart Klaussner (Germany) and Georgian Merab Ninidze.

Dito Tsintsadze has lived and worked in Germany for many years. His films made in Germany are traditionally premiered at Tbilisi International Film Festival. The Festival is going to keep the tradition this year.

Before screening in Tbilisi the film will participate in a contest at Saint Petersburg International Film Festival. festival-spb.ru

more here: tbilisifilmfestival.ge

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invasion_film1SYNOPSIS: Joseph is mourning the recent death of his beloved wife. At the funeral, some unexpected visitors introduce themselves as relatives of his deceased wife. Joseph invites them to stay in his house. At the beginning the new „family“ members seem to truly care for him. But little by little the guests turn into hostile invaders. Is it Joseph’s paranoia or in fact: a brutal invasion?

TECHNICAL DATA: Running time/min 104

Format: 35 mm

Screen ratio: 16:9

Sound: Dolby SR

Language spoken: German

Year of production: 2012

dito tsinsadzeCredits:
Director(s): Dito Tsintsadze
Writer(s): Dito Tsintsadze
Cinematographer(s): Ralf M. Mendle
Key Cast: Burghart Klaußner, Anna F, Merab Ninidze, Heike Trinker, David Imper, Jasper Barwasser
Producer(s): Thanassis Karathanos, Ebba Sinzinger, Karl Baumgartner, Vincent Lucassen


Production Company:
WILDart Film
Pfeilgasse 32/2
1080 Vienna, Austria
Tel: (+43 1) 595 29 91
Fax: (+43 1) 595 29 91 21
E-Mail: office@wildartfilm.com
Web: www.wildartfilm.com
with Pallas Film (D), Twenty Twenty Vision (D)




 


FILMKRITIK (programmkino.de):

Josef (Burghart Klaußner) lebt nach dem Tod seines Sohnes und seiner Frau allein in einem großen, langsam verfallendem Haus, wo er es sich in seiner Einsamkeit eingerichtet hat. Eines Tages begegnet ihm auf dem Friedhof Nina (Heike Trinker), die sich als Cousine seiner verstorbenen Frau vorstellt. Wirklich an sie erinnern kann sich Josef nicht, doch die Aufmerksamkeit der attraktiven Frau lässt ihn Zweifel vergessen. Und so nimmt die Invasion ihren Anfang: Nach einem gemeinsamen Kaffee bietet Josef Nina und deren Sohn Simon (David Imper) ein Bett für die Nacht an, in seinem Haus ist schließlich genug Platz.

In den nächsten Tagen begegnet Josef Simon und Nina immer wieder, und bald gesellt sich Simons Frau Milena (Anna F.) zur Gruppe. Das junge Paar sucht nach einer Wohnung – kein Problem: Josef bietet ihnen ein Teil seines Hauses an. Der nächste Zuwachs ist Konstantin (Merab Ninidze), der als Ninas Freund vorgestellt wird, sich zudem als windiger Geschäftsmann erweist. Er hat zudem Milenas Sohn Marko mitgebracht, der die merkwürdige Wohngemeinschaft vervollständigt.

Eine ganze Weile fragt man sich, worauf Dito Tsintsadze mit seinem Film hinaus will. Man beobachtet mit zunehmender Verwirrung die schier unglaubliche Naivität Josefs, der mit größter Demut hinnimmt, dass ihm zunehmend die Kontrolle über sein Haus entzogen wird. Immer bizarrer mutet das Verhalten seiner Gäste an, die sich zwar regelmäßig vergewissern, ob es denn auch Okay für Josef ist, sie zu beherbergen, die aber dennoch mit größter Selbstverständlichkeit seine Gastfreundschaft annehmen. Während Nina von Theater-Engagements erzählt, setzt Simon alles daran, Marko mit hartem Sporttraining für den Überlebenskampf zu stärken, und bei Konstantins Geschäften sind Jaguar und Pistole offenbar wichtigstes Utensil.

Es ist schließlich Konstantin, der Josef endlich zu der Reaktion zwingt, die man schon sehnlichst erwartet hat: Der Rausschmiss. Geradezu erfreut wirkt Konstantin da, beglückwünscht seinen Gastgeber gar dazu, dass er sich endlich wehrt, endlich seine Rechte und vor allem seine Würde verteidigt. Naja, zumindest ein bisschen, denn als die Gäste auch über Weihnachten und Sylvester bleiben, ist Josefs Gegenwehr schon wieder erlahmt, zumal er längst eine Affäre mit Milena begonnen hat.

Fast schon zu deutlich macht Konstantin schließlich die eigentliche Intention des Films: „Endlich bist du soweit. Du musst dich verteidigen, sonst gehst du mitsamt deiner Kultur unter! Ihr müsst euch wehren!“ sagt er da und spricht weniger von Josef im speziellen, als von Europa im allgemeinen. Jetzt beginnen sich die Puzzleteile zusammenzufügen, macht das langsam vor sich hinrottende Haus Sinn, dass zudem wie eine Trutzburg allein auf einer Anhöhe steht. Ein Symbol für die Festung Europa ist dieses Anwesen, in das mehr oder weniger erwünschte Gäste mit offenen Armen empfangen werden, man ist schließlich weltoffen und liberal.

Das es ausgerechnet ein in der ehemaligen Sowjetunion geborener Regisseur ist, der den Illusionen Europas den Spiegel vorhält, ist eine der vielen Ironien von „Invasion“. Eine weitere, dass man Dito Tsintsadze Satire leicht als Aufforderung zur aggressiven Abwehr des Fremden interpretieren könnte, die in letzter Instanz auch nicht vor Mord zurückschreckt. Die multikulturelle Kleinfamilie, die sich am Ende von „Invasion“ gebildet hat, ist jedenfalls ein treffendes Bild für die sich verändernden Strukturen Europas. Was das für die Menschen bedeutet, welche Herausforderungen dies nach sich zieht, auch davon erzählt Dito Tsintsadze in seinem bemerkenswerten Film.

Michael Meyns

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Josef lebt allein in einem leicht verfallenen Landhaus, das früher einmal Hotel und Gaststätte war. Er hat keine große Lebenslust mehr, denn vor drei Monaten starb seine Frau. Und nicht nur das: Mit nur 13 Jahren kam sein Sohn Paul bei einem Schulbusunfall ums Leben.

Auf dem Friedhof tritt Nina an ihn heran und stellt sich als eine Cousine seiner Frau vor. Ob Josef sie schon einmal gesehen hat, weiß er nicht mehr. Doch Nina redet es ihm ein. Einige Minuten später stellt sie Josef ihren Sohn Simon, einen jungen Kampfkunsttrainer, vor. Josef hat nichts dagegen, dass die beiden bei ihm übernachten, denn es ist früh dunkel geworden.

Nicht lange danach schleppt Nina ihren Freund Konstantin heran. Es folgen Simons Frau Milena und der zehnjährige Marco, das Kind von Milena. Die „Invasion“ ist komplett.

Josef fühlt sich nicht mehr allein. Das Haus ist wieder eingerichtet und bewohnt, der Pool aufgefüllt. Leben in der Bude. Also haben seine Besucher doch etwas Gutes. Auch wenn es laut und unruhig zugeht und manchmal sogar ein Streit nicht vermieden werden kann. allerdings sehen die Klienten, die Simon empfängt, eher verdächtig aus. Doch wenn es kritisch wird, wird vor dem verwunderten Josef einfach gefeiert, getrunken und getanzt.

Bis er die Nase voll hat. Die Besucher sollen das Haus verlassen, sollen die „Invasion“ beenden.

Jetzt wird es dramatisch und tödlich. Nach und nach leben Simon, Nina und Konstantin nicht mehr. Nur Milena, Marco und Josef bleiben. Ein sexuelles Verhältnis hatten Josef und Milena sowieso schon.

Was war das mit den Besuchern? Hatten sie etwas Spezielles vor? Vielleicht sogar ein Verbrechen? Was steckte hinter Konstantins scheinintellektuellem Gehabe? War Nina wirklich Schauspielerin? Oder hat gar Josef dafür gesorgt, dass er mit der schönen, etwas mysteriösen Milena zusammen leben kann? Es wird nicht klar.

Spannend und filmisch gut arrangiert aber ist es allemal – auch wenn mehrere Male die triviale Kolportage nicht fehlt. Thriller, Drama, Liebesfilm und Tragödie in einer Mischung.

Wie Burghart Klaußner (Josef), Heike Trinker (Nina) Merab Ninidze (Konstantin) und Anna F. (Milena) das spielen, das kann sich schon sehen lassen!

Thomas Engel

Sunday, February 17, 2013

TRAILER: In Bloom - A Film by Nana Ekvtimishvili & Simon Groß



Celebrated by critics and audiences at over 30 major international film festivals, Nana Ekvtimishvili and Simon Gross’ multi award-winning IN BLOOM depicts the unforgettable story of two young girls navigating the complex ties of friendship, love and family within a world of upheaval.

Tbilisi, 1992: the newly independent state of Georgia must fend for itself, even as civil war rages in the provinces. For 14 year-old best friends Eka (Lika Babluani) and Natia (Mariam Bokeria), their childhood in the run-down but still beautiful city has come to an abrupt halt, as insecurity and fear of what the future might bring holds sway in everyday life.

The introverted Eka lives in a book-filled apartment with her dismissive sister and her distracted mother; the precocious Natia, just becoming aware of her appeal to the local boys, lives in the chaotic atmosphere of a cramped apartment with her extended working-class family, dominated by her alcoholic father. But like most schoolgirls, Eka and Natia are far more concerned with the drama of teenage life outside their homes.

Indeed Natia has already attracted not only the attention of handsome Lado but also local criminal Kote, who is not going to tolerate rivals without a fight. It is the gift by Lado to Natia of a pistol, something to ‘protect herself with’, that fractures the lives of both girls and tests their relationship, as each responds to pressures beyond their control in very different and life-changing ways.

Drawn from writer & debut co-director Nana Ekvtimishvili’s childhood memories, IN BLOOM has the rich texture of authentic lived experience. Anchored by radiant performances and beautiful cinematography by the renowned Oleg Mutu (4 Months, 3 Weeks & 2 Days and The Death of Mr. Lazarescu), this gripping and profoundly affecting film marks the directors as among the most exciting new talents in world cinema.

OFFICIAL SELECTION (GEORGIA) - 2014 ACADEMY AWARDS - BEST FOREIGN LANGUAGE FILM

Friday, February 15, 2013

ARTIKEL Die Gefangenen im Kaukasus. Von Claus Löser (fr-online.de)

(fr-online.de) Die beiden georgischen Spielfilmdebüts „A Fold in My Blanket“ (Panorama) und „In Bloom“ (Forum) behandeln postsowjetische Traumata und vollbringen dabei ein kleines Wunder.

Der Endzwanziger Dimitri ist eigentlich guten Willens, nach seiner Rückkehr aus dem westlichen Ausland in der georgischen Heimat Fuß zu fassen und alles richtig zu machen. Was er vorfindet, entmutigt ihn jedoch zusehends: Die Verwaltung erweist sich bis in die feinsten, privaten Verästelungen hinein als korrupt, Altvordere huldigen einem dumpfen Patriotismus, die eigene Familie und ihr soziales Umfeld bewegen sich in einer merkwürdigen Mischung aus Karrierismus und Erstarrung. 

Wie gut, dass Dimitri zumindest teilweise dieser Enge zu entfliehen vermag: So oft er kann, fährt er in die Berge, erklimmt dort die gefährlichsten Felswände. Als er seinen Jugendfreund Andrej wiedertrifft, glaubt er, endlich einen Verbündeten in der seelischen Einöde gefunden zu haben. Doch Andrej scheint bereits resigniert zu haben. Dem Alkohol und dem Zynismus verfallen, wird er in ein Tötungsdelikt verwickelt und schlägt Dimitris Hilfsangebote aus. 

Zaza Rusadze beschreibt in seinem Spielfilmdebüt „Chemi sabnis naketsi“ einen entmutigenden Mikrokosmos, in dem das Alte übermächtig und das Neue zu schwach ist. Geschult an der Ironie von Eldar Schengelaia und an der visuellen Magie von Otar Iosseliani (für den Rusadze als Assistent arbeitete), skizziert er Georgien als kaum optimistisch stimmende Gemengelage, bei der die Balance zwischen konkreter Politsatire und abstraktem Traumraum bisweilen aus dem Ruder zu laufen droht. 

In einer wiederkehrenden Metapher schlüpft der Held des Films in eine Höhle, tastet sich durch die Dunkelheit und stößt überraschend auf eine Pforte, die ihn mit gleißendem Licht empfängt. Zuletzt muss Dimitri begreifen, dass es für diesen Hoffnungsschimmer keine Grundlage gibt. Er wird wohl ewig weiter im Dunkel umherirren. 



Ungewisse Zukunft

Das Regie-Duo Nana Ekvtimishvili und Simon Groß verorten ihren Erstling „Grzeli nateli dgeebo“ im Tiflis des Jahres 1992. Die Zukunft des Landes ist völlig ungewiss, unter der Bevölkerung herrscht unterschwellige bis offene Aggression. Für die beiden 14-jährigen Schülerinnen Eka und Natia fällt der gesellschaftliche Umbruch mit dem körperlichen und emotionalen Aufbruch der Pubertät zusammen. Die althergebrachten Autoritäten erodieren, ohne dass an ihre Stelle neue Wertmaßstäbe treten würden. 

Sehr schön wird dies in einer kleinen Szene in der Schule deutlich, als nach einem vergleichsweise harmlosen Streit die Schüler einfach geschlossen die Klasse verlassen. Fassungslos ahnt die Lehrerein, dass ihre Instrumente plötzlich wirkungslos geworden sind. Eka und Natia führen einen täglichen Verteidigungskrieg gegen die besitzergreifenden Ansprüche ihrer zerrütteten Familien und des orientierungslosen Gemeinwesens.
Bald begreifen die Mädchen, dass sie enger mit den vorgefundenen Strukturen verwoben sind, als sie es sich zunächst eingestehen. Ausgerechnet die rebellische Natia wehrt sich nicht gegen eine Zwangsheirat, während die zurückhaltende Eka weiter an den vorgegebenen Mustern rüttelt. Sie durchbricht das Schweigen, macht sich auf die Suche nach dem totgeschwiegenen Vater. 

Die schönste Tanzszene von allen

Ekvtimishvili und Groß ist mit ihrem Film ein kleines Wunder gelungen. Ohne auch nur annähernd in Historismus zu verfallen, erzählen sie eine universelle Geschichte, die doch in einem genauen geschichtlichen Kontext eingebettet wird. Die beiden Hauptdarstellerinnen Mariam Bokeria und Lika Babluani spielen ebenso souverän wie bezaubernd. Letztere dürfte der Berlinale eine der schönsten Tanzszenen überhaupt beigesteuert haben: Als Natia sich in die Heirat fügt, schenkt Eka ihr einen Abschiedstanz, der sich von leisen Gesten bis hin zu leidenschaftlicher Entladung steigert.
Dieser Tanz steht als Gleichnis für die Kraft der scheinbar Schwachen gegenüber den eingefahrenen Rollenmustern. Wenn es eine Energie geben kann, legt der Film nahe, die in der Lage ist, den ewigen Kreislauf von Stolz, Kränkung und Rache zu durchbrechen, dann liegt diese in den Frauen.

Grzeli nateli dgeebi (In Bloom) 12. 2.: 15 Uhr, Cubix 7; 13. 2.: 21.30 Uhr, Delphi; 15. 2.: 20 Uhr, Cubix 9.
Chemi sabnis naketsi (A Fold in My Blanket) 12. 2.: 17.45 Uhr, CineStar 3; 17. 2.: 22.30 Uhr, Colosseum 1.