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Wednesday, October 28, 2020

VIDEO: Leben anderswo: Georgien - Die Hüter des Kaukasus. Von Sibylle D'Orgeval (ARTE-Doku, Frankreich 2020)



[arte.tv] In Tuschetien, einer abgelegenen Bergregion Georgiens, lebt ein Hirtenvolk. Im Winter bleibt nur eine Handvoll von ihnen hoch oben im Gebirge und harrt dort abgeschnitten vom Rest der Welt bis zum Frühjahr aus. Der Fotograf Grégoire Eloy verbringt einen Winter mit ihnen, um die ganz besondere Stimmung dieser Region einzufangen und ihre Geschichte besser kennenzulernen.

Der französische Fotograf Grégoire Eloy [facebook] konzentriert sich seit einigen Jahren auf die Länder der ehemaligen Sowjetunion, vor allem Georgien, wo er das Leben von Flüchtlingen der Südkaukasus-Konflikte dokumentiert hat. Anlässlich dieser neuen Reise nach Georgien beleuchtet er eine andere Facette des Landes und interessiert sich für seine entferntesten Bergregionen, in denen die Menschen weitab von der "modernen" Gesellschaft in enger Symbiose mit der Natur leben. Im Nordkaukasus, an der Grenze zu Dagestan und Tschetschenien, liegt Tuschetien. In dieser Gegend, die das halbe Jahr über abgeschnitten ist, weil der Zufahrtsweg über einen im Winter nicht passierbaren 3.000 Meter hohen Pass führt, lebt das Hirtenvolk der Tuschen. Die meisten von ihnen verbringen den Winter im Tal, doch einige bleiben das ganze Jahr über in der Höhe. Sie lassen sich von Mitte Oktober bis Mai in ihren Dörfern "einschließen" und führen damit die altüberlieferte Lebensweise dieses zähen Bergvolkes fort. Um diese "Unbeugbaren" zu treffen, fährt Grégoire kurz vor Schließung der Passstraße im Oktober nach Tuschetien. Unterwegs begegnet er Hirten, die ihre Herden auf die Winterweiden treiben. Er reist zu Fuß und zu Pferd, um ein Gefühl für die Entfernungen und das Klima zu bekommen und die Atmosphäre der Region auf sich wirken zu lassen. Nach der Ankunft in Tuschetien sucht er in den Dörfern jene auf, die bleiben. Er will ihre Verwurzelung erspüren und die Geschichte dieser in den Augen der Georgier mythischen Region verstehen. Mit seinen Fotografien zeichnet er ein poetisches Porträt jener weitgehend naturbelassenen Region und der wenigen Tuschen, die im Winter hier leben.

Tuesday, January 09, 2018

VIDEO: Zu Tisch in Armenien via @ARTEde



ZU TISCH

Die armenische Küche ist von türkischen, arabischen und russischen Traditionen beeinflusst und gehört zu den ältesten in Transkaukasien. Die Zutaten stammen oft aus eigenem Anbau oder vom Markt. Ob Lammspieße oder Süßspeisen: Viele Gerichte werden in einem im Boden eingelassenen Lehmofen, dem sogenannten Tonir, zubereitet. In diesem Ofen wird außerdem das armenische Brot Lavash gebacken: Dazu werden hauchdünne Teigplatten an den heißen Steinwänden erhitzt. Als Beilage zum Hauptgericht stehen neben Bulgur stets auch wilde Kräuter wie Koriander, Petersilie und Minze in Schalen verteilt auf dem Tisch.

DIE REGION

Inmitten der Bergketten des Kleinen Kaukasus, zwischen der Türkei, Georgien, Iran und Aserbaidschan, liegt Armenien – ein Land, das sich zu 90 Prozent auf über 1.000 Metern Höhe erstreckt. Erst seit 21 Jahren ist das Land unabhängig, bis 1991 gehörte es zur Sowjetunion. Der Staat ist so groß wie Belgien, aber nur dünn besiedelt: So lebt von ins-gesamt drei Millionen Eiwohnern circa eine Million allein in der Hauptstadt Jerewan.

Die Geschichte des Landes ist von großen Emigrationswellen gezeichnet, die politischen Konflikten geschuldet sind und zu einer immensen Diaspora geführt haben: Sechs Millionen Armenier leben außerhalb ihres Heimatlandes, die meisten sind nach Russland und in die USA ausgewandert. Die Überweisungen größerer Geldbeträge von im Ausland lebenden Armeniern an ihre Verwandten beeinflussen sogar das Bruttoinlandsprodukt des Landes.

TYPISCH ARMENIEN

Armenien gilt als das älteste christliche Land der Welt: Hier wurde im Jahr 301 das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Die erste Staatskirche, heute UNESCO-Weltkulturerbe, steht in Etschmiadsin. Inzwischen sind Staat und Religion getrennt, jedoch ist die Armenische Apostolische Kirche die „nationale Kirche Armeniens“ – ihr gehören 93 Prozent der Bevölkerung an.

Das Land hat eines der ältesten Weinanbaugebiete der Welt zu bieten: Schon vor 2.500 Jahren wurde hier Wein kultiviert, seit 150 Jahren zudem Weinbrand destilliert, den die Armenier als Cognac bezeichnen – in der EU ist der Begriff den Franzosen vorbehalten. Der Kaukasus-Weinbrand ist bei Kennern sehr beliebt, zu ihnen gehörte auch Churchill.

DAS REZEPT

Gata
Armenischer Butterkuchen

Teig: 1 EL Trockenhefe, 1 Tasse Schlagsahne, 1 Tasse Butter, 1 Ei, 1 EL Öl, 1 EL Essig, 3 Tassen Mehl; Füllung: 1 Tasse Butter, 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Zucker, 3 Pck. Vanillezucker; Glasur: 2 Eigelb

Teig: Hefe mit der Sahne mischen. 10 Min. ruhen lassen. Zerlassene Butter, Ei, Öl und Essig hineinrühren. Mehl zufügen. Teig kneten, mind. 1 Stunde kalt stellen. Füllung: Zerlassene Butter, Mehl, Zucker und Vanillezucker mischen. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Teig ausrollen, Füllung darauf verteilen und verschließen, erneut ca. 2 cm dick ausrollen. Mit Ei bestreichen und 30 Min. backen. Bari achordschak!


Link: www.arte.tv/zu tisch in armenien

Wednesday, August 09, 2017

VIDEO: Armenien, die Früchte aus dem Paradies. Ein Film von Mirella Pappalardo (2010) - 360º GEO Reportage / ARTE



Der Granatapfel ist das Nationalsymbol Armeniens und eine der ältesten Kulturfrüchte der Menschheit. Er gilt als wahrer Gesundmacher und ist reicher an Antioxydantien als grüner Tee und Rotwein. Neuesten Studien zufolge soll er auch das Krebsrisiko reduzieren. Granatäpfel sind in den letzten Jahren populär geworden. Eine Reportage aus dem Süden Armeniens und dem Dorf Nrnadzor, zu deutsch "Granatapfelschlucht".

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Granatäpfel gehören zu den ältesten Kulturfrüchten der Menschheit. Wissenschaftler glauben, dass der im Alten Testament erwähnte "Baum der Erkenntnis" ein Granatapfelbaum war. In Armenien ist die Frucht Nationalsymbol. Hier lebt der Bauer Mukutsch Bojadyan. Er und seine Familie haben alle Hände voll zu tun, um die Früchte vor dem nächsten Regen ins Trockene zu bringen.

Granatapfelbäume so weit das Auge reicht. Nicht umsonst bedeutet der Name des Dorfes Nrnadzor übersetzt "Granatapfelschlucht". Im Oktober ist Erntezeit. Mukutsch Bojadyan und seine Familie haben alle Hände voll zu tun, um die Früchte vor dem nächsten Regen ins Trockene zu bringen. Schon immer galt der Granatapfel als Symbol ewiger Jugend, Fruchtbarkeit, Schönheit und Liebe. In Armenien ist die Frucht eng mit der Kultur des Landes verbunden. Zur Hochzeit schleudern die Bräute einen Granatapfel gegen die Wand. Die Körner aus dem aufgeplatzten Apfel sollen den Kindersegen sichern.

Neue Bewohner in Nrnadzor sind sehr willkommen. Denn immer mehr Einwohner verlassen den einst blühenden Ort, und die einzige Bahnverbindung liegt seit dem Ende der Sowjetunion brach. Mukutsch Bojadyan kam erst vor wenigen Jahren in das Dorf nahe der Grenze zum Iran. Bei einem Besuch hatte er die verwaisten Granatapfelplantagen entdeckt und einige davon gekauft. Jetzt floriert sein kleines Unternehmen, die Händler kommen sogar aus der Hauptstadt Eriwan zu ihm. Die Granatapfelernte sichert den Bojadyans ein stabiles Grundeinkommen. Andere Nachbarn haben nicht so viel Glück, ihre Ernte ist entweder zu gering oder von minderer Qualität.

Zusammen mit dem Bürgermeister Mkrtich Mkrtchyan gehört Mukutsch Bojadyan zu den wenigen Bewohnern, die sich aktiv gegen Stillstand und Verfall im Dorf stemmen. Der Bürgermeister versucht seit einiger Zeit, die Regierung zu bewegen, die Straße zum Dorf instand zu setzen, um einen regeren Warenaustausch zu ermöglichen; bisher vergeblich. Zudem machen ständige Trockenheit und ungebetene Futtergäste, wie etwa Bären, den Bauern das Leben schwer. Dennoch hofft Mukutsch Bojadyan in diesem Jahr auf eine reiche Ernte. Er plant sogar, seine Felder mit neuen Zuchtbäumen zu bestellen. Ob ihm das gelingt, werden die nächsten Wochen zeigen.

Saturday, December 10, 2016

#GEORGIANWINE: 360° Geo Reportage - Georgien, die Wiege des Weins Doku (2009)


Wer sich in Georgien begrüßt, fragt nicht: „Wie geht es Dir?“, sondern „Wie geht es Deinem Weinstock?“ Wein ist hier heilig. Experten gehen sogar davon aus, dass Georgien eines der Ursprungsländer für den Weinanbau ist. Seit Jahrtausenden werden die Reben unter idealen klimatischen und geologischen Bedingungen gezüchtet. Zu Sowjetzeiten belieferte das Land die gesamte UdSSR mit dem traditionell süßen Wein. Etwa 85 Prozent der Produktion wurden exportiert. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems war Russland noch immer der größte Abnehmer. Als Moskau jedoch aufgrund der starken Konflikte zwischen beiden Ländern ein Embargo verhängt, leidet Georgien unter einem Absatzproblem. Denn der Wein wird weiter angebaut und gelesen.

Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können und neue Kunden zu gewinnen, suchen die georgischen Winzer nach Strategien, um ihre Ware international zu vermarkten. Einer von ihnen ist Dato Maisuradse. Zusammen mit anderen Winzern versucht er, den georgischen Wein unter einer Qualitätsmarke zu etablieren. Kein leichtes Unterfangen, denn bisher unterlag die Produktion eher dem Prinzip Masse statt Klasse. Hinzu kommt, dass nach den Jahren der kommunistischen Planwirtschaft jeder Weinbauer allein auf seiner Parzelle wirtschaftete.

Kooperativen assoziieren diese Menschen immer noch mit gefürchteter Bevormundung und staatlicher Kontrolle. Dennoch will Dato Maisuradse die Bauern für sich gewinnen und ihre Kräfte gewinnbringend bündeln. Ihre Anstrengungen tragen nun erste Früchte: Wird die Zukunft des georgischen Weins etwa in China liegen?

Friday, December 02, 2016

REPORTAGE: Die metallenen Gondeln von Tschiatura. Ein Film von Manuel Fenn (arte.tv)

(arte.tv) Sendetermine:
Samstag, 3. Dezember um 9.35 Uhr
Donnerstag, 15. Dezember um 2.40 Uhr
Online vom 26. November bis zum 26. Dezember 2016
Weltweit verfügbar

Video hier >>>

Wer in Tschiatura zur Arbeit fährt, braucht gute Nerven. Das Seilbahnnetz, das das georgische Bergarbeiterstädtchen im Kaukasus durchzieht, dürfte zu den furchterregendsten der Welt gehören. Doch ohne seine Gondeln wäre der kleine Ort nicht lebensfähig. "360° - GEO Reportage" hat den Ort besucht.

Das Seilbahnnetz, das das georgische Bergarbeiterstädtchen Tschiatura im Kaukasus durchzieht, zählt zu den marodesten der Welt. Zur industriellen Blütezeit des Ortes in den 50er und 60er Jahren erbaut, gleiten sie noch heute in schwindelerregender Höhe knarzend über steile Abhänge, tiefe Schluchten und die Dächer des Ortes. Als einziges öffentliches Transportmittel prägen sie den Alltag der 16.000 Einwohner. Zugleich sind die Seilbahnen existenziell für den Betrieb der nahegelegenen Manganmine, den größten Arbeitgeber in der Region. Nun sollen die Gondeln durch neue Modelle ersetzt werden. Einmal pro Woche klettert der Mechaniker Amiran Bareladze auf das Dach der Gondeln und ölt in voller Fahrt die Rollen der Seilbahn. In schwindelerregender Höhe schwebt der 57-Jährige über die Stadt Tschiatura, deren Einwohner ihre Seilbahnen im Scherz "metallene Särge" nennen. Für sie sind sie trotzdem das Nahverkehrsmittel schlechthin. Die Stützen, Masten, Laufwerke, Aufhängungen, Rollen und Seile der gesamten Anlage gehen zurück bis in die 50er Jahre, als Georgien noch zur Sowjetunion gehörte, die dort große Mengen Manganerz fördern ließ. Stalin hatte das Transportnetz für Mensch und Material spannen lassen, um zu demonstrieren, dass sowjetische Ingenieurskunst imstande wäre, selbst die widrigen geografischen Gegebenheiten der von steilen Hängen und tiefen Einkerbungen durchschnittenen Stadt zu überwinden. Die meisten Gondeln sind inzwischen dem Rost zum Opfer gefallen, doch einige wenige Linien versehen weiterhin ihren Dienst. Nun plant der Gouverneur der Region eine Modernisierung der Seilbahnen – ein Vorhaben, das von den Einwohnern mit einer Mischung aus Euphorie und Sorge gesehen wird. Einerseits bewegt sich der Ort damit in Richtung Zukunft, andererseits könnten Arbeitsplätze wie der von Amiran Bareladze abgebaut werden. Und ob die Fahrt für die Einwohner dann weiterhin kostenlos bleibt, ist ebenfalls fraglich.

Sunday, March 20, 2016

FILM: Das Glück des abchasischen Hirten. Ein Film von Andrzej Klam (arte.tv)

(arte.tv) Im abgeschiedenen Bergdorf Arasandsysch im Kaukasus werden noch alte Traditionen gepflegt und Rituale sind feste Bestandteile im Leben der Bewohner. Auch die patriarchalische Ordnung ist hier erhalten geblieben: Die Frauen kochen, besorgen den Haushalt und stellen Käse her.



Murman Lomia liebt seine Tiere. Jedes Jahr im Sommer zieht der abchasische Ziegenhirt mit seiner Herde in die Berge des Hohen Kaukasus. Für Murman, Oberhaupt einer großen Familie, ist der Auftrieb der Ziegenherde der Höhepunkt des Jahres. Auch die Rinderherde zieht mit und will ebenfalls rechtzeitig versorgt werden. Bei der Vorbereitung des beschwerlichen Aufstiegs packen alle Familienmitglieder mit an. Zum festen Bestandteil der Vorbereitungen zählen auch archaische Fruchtbarkeitsrituale, damit die Höhenwanderung gelingt.

Im Dorf gilt noch die patriarchalische Ordnung: Die Frauen gehen ihren häuslichen Pflichten nach, bereiten die traditionellen Speisen zu, stellen den berühmten Sulguni-Käse her. Betroffen von den Unwägbarkeiten der postsozialistischen Gesellschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Krieg mit Georgien zu Beginn der 90er Jahre sind die Abchasen gezwungenermaßen Selbstversorger geworden.

Die Bewohner des Bergdorfs Arasandsysch gehören zu den letzten, die die alten Traditionen des Landes pflegen. Ob Hochzeit oder Totenkult, Rituale sind noch fest verankert im Denken und Handeln der Bergbewohner. In der abgeschiedenen Bergwelt führt Murman gemeinsam mit anderen Hirten ein karges, aber glückliches Leben, während die Menschen in der Hauptstadt Suchumi den Anschluss an den Wohlstand bringenden Tourismus suchen.

Ein Film von Andrzej Klam

Thursday, February 18, 2016

FILM: Die langen hellen Tage. Von Nana Ekvtimishvili, Simon Groß. 18. Februar, 22:45 Uhr (arte.tv)

Beste Freundinnen im Chaos des postsowjetischen Georgiens: Natia (Mariam Bokeria, li.) und Eka (Lila Babluani, re.)
(arte.tv) 1992. Im unabhängig gewordenen Georgien herrscht Chaos. Die beiden besten Freundinnen Eka (Lika Babluani) und Natia (Miriam Bokeria), gerade 14 Jahre alt, leben in der Hauptstadt Tiflis. Als Natia von einem ihrer Verehrer eine Pistole geschenkt bekommt, ist Eka tief beeindruckt von diesem Liebesbeweis ... - Um die dreißig Preise bei internationalen Filmfestivals 2013!

Tiflis, Georgien, 1992. Das sowjetische Georgien ist aufgelöst, doch noch gibt es keine neue Ordnung. Das gerade unabhängig gewordene Land versinkt im Chaos. In der Gesellschaft herrschen Gewalt, Anarchie und Selbstjustiz.



Das Leben der 14-jährigen Freundinnen Eka und Natia kreist um ihre Straße, die Schule und die Warteschlange, an der sie sich jeden Tag anstellen müssen, um Brot zu bekommen. Sie wohnen nah beieinander, sie sind Klassenkameradinnen, beste Freundinnen - und beide haben Probleme zu Hause. Eka vermisst ihren Vater, der im Gefängnis sitzt, will es aber nicht zugeben. Natias Vater trinkt und macht seiner Familie das Leben schwer.

Eines Tages führt Natia Eka zu einem kleinen See, um ihr dort ein Geheimnis zu verraten: Sie zeigt Eka die Pistole, die sie von Lado, einem ihrer Verehrer, bekommen hat. Eka ist sehr beeindruckt, für sie ist das Geschenk ein echter Liebesbeweis Lados, denn so kann Natia sich gegen die Gefahren auf der Straße schützen.

Eines Tages wird Natia von Kote, einem anderen Verehrer, entführt und zur Ehefrau erklärt. Eka hofft, dass Natia sich wehren wird, doch sie wird enttäuscht: Natia scheint Lado und ihre Pistole vergessen zu haben, sie heiratet ihren Entführer. Es wird ein großes Hochzeitsfest gefeiert, und alle sind guter Laune, nur Eka ist bedrückt. Sie kann nicht begreifen, wieso Natia sich einfach fügt und sieht die Freundschaft mit Natia in Gefahr. Doch bald schon ändert sich die Lage.

Als Natias Ehemann Kote eifersüchtig wird und ihren alten Verehrer Lado tötet, will Natia Rache üben. Doch Eka stellt sich ihr in den Weg.

Kostüme: Medea Bakradze
Szenenbild / Bauten: Konstantine Japharidze
Kamera: Oleg Mutu
Schnitt: Stefan Stabenow
Produktion: Indiz Film, Polare Film, Arizona Productions, ZDF / Das kleine Fernsehspiel, ARTE
Produzent/-in: Simon Groß, Marc Wächter
Regie: Nana Ekvtimishvili, Simon Groß
Redaktion: Christian Cloos, Doris Hepp
Drehbuch: Nana Ekvtimishvili
Ton: Irakli Ivanishvili
 
Mit:
Lika Babluani (Eka)
Miriam Bokeria (Natia)
Data Zakareishvili (Lado)
Temiko Chichindadze (Natias Vater)
Zurab Gogaladze (Kote)
Ana Nijaradze (Ekas Mutter)
Maiko Ninua (Ekas Schwester)
Tamar Bukhnikashvili (Natias Mutter)
Berta Khaphava (Natias Grossmutter)
Sandro Shanshiashvili (Natias Bruder)

Sunday, December 21, 2014

FILM: Kolchis und das Goldene Vlies - Uraltes Goldbergwerk in Sakdrisi in Georgien - mit georgischem UT (youtube.com)

Thursday, December 18, 2014

FILM: Presentation of "Georgian Trilogy" by Stefan Tolz and Q&A, in Frontline Georgia, Thursday, December 18th at 5.30 p.m. (facebook.com)

(facebook.com) On the occasion of the release of "Georgian Trilogy" by Stefan Tolz in Georgia, the filmmaker will speak about his work at Frontline Club Tbilisi on December 18.


German filmmaker Stefan Tolz has known Georgia for more than 25 years and carries Georgia "in his heart" as he says.

He has directed more than 20 documentaries, mostly in co-operation with the French-German cultural channel ARTE. He came to Georgia for the first time in 1990 to study at the Georgian Institute for Drama and Cinema and experienced the collapse of the Soviet Union in Tbilisi. He has been coming back ever since and made Tbilisi his permanent home seven years ago.

His last film "Full Speed Westward", in which he shows the quest for Georgia's future orientation through the eyes of an old classic Volga 21 received wide attention in Georgia and abroad. Film critic Gogi Gvakharia called the documentary 'the best film of the year 2013'.

Stefan Tolz has also been working as an executive producer and is currently co-producing three feature documentaries with Filmpunkt, a well-known production house from Cologne. He has also been teaching documentary filmmaking to students around the globe.

His three feature documentaries about Georgia will now be available for the first time in a DVD Edition, published trilangual (Georgian - English -­‐ German) and comes with interesting bonus material and and a 32-­‐page-­‐booklet.

Back in the early 1990's Stefan shot his first film on Georgia Caucasian Banquet, in which famous tamada Wakhushti Kotetishvili leads a Georgian feast. Filmed in the early 1990s, in the first year of Georgian independence, the footage revives the sentiment of these bygone days, a time of beginnings in the confusion of the dissolving Soviet Union.

Ten years later he made highly acclaimed feature documentary On the Edge of Time, a journey into the tough daily life of men at four remote and parochial locations in the Caucasus, in which people live as if it was at another time. The footage was filmed at the turn of the millenium and asks which values are important on our planet today. The film won the Golden Gate Award in San Francisco and the Grand Prize at the International Documentary Film Festival in Taiwan.

His latest feature doc Full Speed Westward was out in Tbilisi's cinemas this year and awarded at Chicago's International Film Festival TV Awards. In this film a classic sky-blue Volga 21 takes the film’s viewers on an unusual road trip during the last two years of President Saakashvili's rule and follows the rise of Georgian billionaire Bidzina Ivanishvili to become the most powerful politician in the country. The film also shows how the dream of becoming part of the Western world is capable of sowing division within society.

The three films show the country from the very personal perspective of a German filmmaker who has spent half his life with Georgia in his heart. Spanning 25 years, the films follow various paths in an attempt to uncover what makes Georgia such a magical place.

Thursday, December 18th at 5.30 p.m.
Frontline Club Georgia
62, Lado Asatiani Street, Tbilisi 
frontlinegeorgiaclub@gmail.com

(Presentation and Q&A will be held in English)

Monday, December 15, 2014

ARTE: Nino Haratischwili "Das achte Leben". Von Petra Wiegers (info.arte.tv)

(info.arte.tv) Vor elf Jahren im Alter von 20 Jahren kam die georgische Schriftstellerin Nino Haratischwili nach Deutschland. Als Theaterregisseurin hat sie sich inzwischen einen Namen gemacht. Nun ist ihr drittes Buch „Das achte Leben (Für Brilka)" erschienen. Es wird als eines der wichtigsten Bücher dieses Jahres gefeiert. Petra Wiegers hat die Autorin in München getroffen.

Sunday, September 14, 2014

REPORTAGE: Ans vergessene Erinnern - Patrick Chauvel (info.arte.tv)

(info.arte.tv) Ans vergessene Erinnern - Patrick Chauvel

Im Jahr 1994 antwortet der damalige russische Präsident Boris Jelzin mit einer Militär-Offensive auf die Revolte der Tschetschenen und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit von der Russischen Föderation. Anhand seiner Fotos von damals erzählt Chauvel über diesen Krieg, seine Begegnungen mit den harten tschetschenischen Kämpfern, den jungen unerfahrenen russischen Soldaten, den Menschen in Grosny und auch mit seiner Kollegin, der Kriegsfotografin Heidi Bradner...

Die Schlacht um Grosny

Im Jahr 1994 antwortet der damalige russische Präsident Boris Jelzin mit einer Militär-Offensive auf die Revolte der Tschetschenen und ihren Wunsch nach Unabhängigkeit von der Russischen Föderation. Der Widerstand der tschetschenischen Kämpfer aber überrascht die russischen Soldaten, es gelingt ihnen nicht, den Aufstand schnell niederzuschlagen. Der Kriegsfotograf Patrick Chauvel ist in Grosny, als der Konflikt ausbricht und wird Zeuge der ungeheuren Grausamkeit mit der die Gegner sich gegenseitig massakrieren. Anhand seiner Fotos von damals erzählt Chauvel über diesen Krieg, seine Begegnungen mit den harten tschetschenischen Kämpfern, den jungen unerfahrenen russischen Soldaten, den Menschen in Grosny und auch mit seiner Kollegin, der Kriegsfotografin Heidi Bradner…

Von Patrick Chauvel, Louis-Pascal Couvelaire und Ophélie Lerouge – ARTE GEIE / Actarus Films – Frankreich 2014


patrick-chauvel.com

Friday, August 01, 2014

360° - GEO REPORTAGE. Georgien, die Wiege des Weins: Von Pierre Goetschel (arte.tv)


Mittwoch, 30. Juli um 12:55 Uhr (53 Min.)
Wiederholung am Samstag, 02.08. um 8:50 Uhr

(arte.tv) Georgien galt zu Sowjetzeiten als der Weinkeller der UdSSR. Auch nach dem Zusammenbruch des Riesenreiches blieb Wein eines der wichtigsten Exportgüter des Landes. Der Weinanbau im Kaukasus läuft nach wie vor auf Hochtouren, wird Jahr für Jahr sogar effektiver. Kleinbauern und Kooperativen wetteifern um Ertrag und Qualität.

Wer sich in Georgien begrüßt, fragt nicht: „Wie geht es Dir?“, sondern „Wie geht es Deinem Weinstock?“ Wein ist hier heilig. Experten gehen sogar davon aus, dass Georgien eines der Ursprungsländer für den Weinanbau ist. Seit Jahrtausenden werden die Reben unter idealen klimatischen und geologischen Bedingungen gezüchtet. Zu Sowjetzeiten belieferte das Land die gesamte UdSSR mit dem traditionell süßen Wein. Etwa 85 Prozent der Produktion wurden exportiert. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems war Russland noch immer der größte Abnehmer. Als Moskau jedoch aufgrund der starken Konflikte zwischen beiden Ländern ein Embargo verhängt, leidet Georgien unter einem Absatzproblem. Denn der Wein wird weiter angebaut und gelesen.

Um auf dem Weltmarkt bestehen zu können und neue Kunden zu gewinnen, suchen die georgischen Winzer nach Strategien, um ihre Ware international zu vermarkten. Einer von ihnen ist Dato Maisuradse. Zusammen mit anderen Winzern versucht er, den georgischen Wein unter einer Qualitätsmarke zu etablieren. Kein leichtes Unterfangen, denn bisher unterlag die Produktion eher dem Prinzip Masse statt Klasse. Hinzu kommt, dass nach den Jahren der kommunistischen Planwirtschaft jeder Weinbauer allein auf seiner Parzelle wirtschaftete.

Kooperativen assoziieren diese Menschen immer noch mit gefürchteter Bevormundung und staatlicher Kontrolle. Dennoch will Dato Maisuradse die Bauern für sich gewinnen und ihre Kräfte gewinnbringend bündeln. Ihre Anstrengungen tragen nun erste Früchte: Wird die Zukunft des georgischen Weins etwa in China liegen?

Sunday, July 27, 2014

ARTE-YOUROPE: Junge Tushen bei Zezvaoba in Georgien. Von Katrin Molnár und Ralph Hälbig - Sendung. Partyfieber - So bunt haben junge Europäer Spaß (arte.tv)

Timecode: 05:20 - 10:23

Samstag, 26. Juli um 14:10 Uhr (27 Min.)

(arte.tv) Auch wenn es oft nur nach Konsum aussieht, sind moderne Partys soziale Kultur und festigen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hatten Feste früher fast immer einen religiösen Hintergrund, so sind sie heute ekstatische Auszeiten von den Zwängen des Alltags. Was sie außerdem mit der traditionellen Party der jungen Cowboys in Ost-Georgien gemein haben, findet "Yourope" heraus.

Der Sommer ist die Zeit der Festivals und der großen Partys. Hatten Feste früher fast immer einen religiösen Hintergrund und das Feiern folgte einem strengen Ritual, so sind sie heute ekstatische Auszeiten von den Zwängen des Arbeitsalltags. Sie gehorchen nicht mehr religiösen und regionalen, sondern globalen "Moden". In diesem Jahr zum Beispiel stehen Holi-Partys ganz oben auf der Rangliste der Party-Pflicht-Events, Festivals der Farben, angelehnt an das religiöse indische Frühlingsfest. Andere, etwa in den Niederlanden, feiern Nachhaltigkeitspartys: Sie feiern zwar ausgelassen, versuchen aber trotzdem einen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt zu leisten.

Auch wenn es manchmal nur nach Konsum aussieht, sind moderne Partys soziale Kultur und festigen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Selbst die scheinbar monotonen "Electropartys sind nicht nur fressen, saufen, scheißen", wie es der deutsche DJ Dominik Eulberg etwas drastisch formuliert. Sie haben trotz allem viel gemein mit der traditionellen Party der jungen Cowboys in Ost-Georgien, deren Hirten-Fest ihnen ebenfalls Energie für die Bewältigung ihres beschwerlichen Alltags gibt.

Partyfieber - so haben junge Europäer Spaß – darum geht es bei ARTE am 26. Juli 2014 um 14.15 Uhr.

Thursday, July 17, 2014

FILM: Das andere Ufer. Ein Film von George Ovashvili (arte.tv)


(arte.tvDas Leben legt dem zwölfjährigen Tedo (Tedo Bekhauri) viele Hindernisse in den Weg. Er gehört zu einer Generation in Georgien, die Massenvertreibungen erleben musste. Grund ist ein in der Region Abchasien wütender Bürgerkrieg um Autonomie. Der Film erzählt das außergewöhnliche innere Drama des kleinen Jungen. Debütfilm des international beachteten georgischen Filmemachers George Ovashvili.

Tedo ist zwölf Jahre alt. Er lebt gemeinsam mit seiner jungen Mutter in einer abgeschiedenen Hütte außerhalb von Tiflis. Sie sind Flüchtlinge aus Abchasien. Der Bürgerkrieg hat ihnen alles genommen, auch ihre Hoffnung auf eine glückliche Zukunft in einer intakten Familie.

Als sie aus Abchasien flüchteten, war Tedo erst vier Jahre alt. Seinen Vater mussten die beiden zurücklassen, sein Herz war zu schwach, als dass er die anstrengende Reise hätte auf sich nehmen können. Inzwischen ist Tedo Lehrling in einer Autowerkstatt und seine Mutter arbeitet als Verkäuferin.

Die wenigen Groschen, die Tedo verdient, steckt er seiner Mutter zu, damit sie es nicht länger nötig hat, zu fremden, unfreundlichen Männern freundlich zu sein. Der Junge leidet sehr darunter, dass er zum Lebensunterhalt nur wenig beitragen kann, und auch der Lebenswandel seiner Mutter bereitet ihm große Probleme. Als er entdeckt, dass sie einen Liebhaber hat, fasst er den Entschluss, zu seinem Vater nach Abchasien zurückzukehren, in der Hoffnung, dort eine Lösung für all seine Probleme zu finden.

Auf seiner Reise macht Tedo viele Bekanntschaften und muss Rückschläge erleiden. Nicht überall ist er willkommen. Aber als er seinem Ziel näher kommt, hat er viele neue Einsichten gewonnen: zum Beispiel, dass das Gras woanders nicht unbedingt grüner ist …

Origin: ARTE F
Land: Georgien, Frankreich, Kasachstan
Jahr: 2009
Als Live verfügbar: ja
Tonformat: Stereo
Bildformat: HD, 16/9
Version: OMU
Arte+7: 16.07-23.07.2014

Autor: Nugzar Shataidze
Drehbuch: Nugzar Shataidze, Rustam Ibragimbekov, George Ovashvili
Ton: Vladimir Golovnitski, Nezamedin Kiaie
Schnitt: Sun-min Kim
Kamera: Shahriar Assadi
Musik: Josef Bardanashvili
Produktion: KINO company, East Gate Film
Regie: George Ovashvili
Produzent: Sain Gabdullin, George Ovashvili
Verleiher: Arizona Productions

Mit:
Tedo Bekhauri (Tedo)
Galoba Gambaria (Tsupak)
Nika Alajajev (Goshka)
Tamara Meskhi (Mariam)
Leila Khokhosadze (Tante Maro)

Wednesday, June 18, 2014

REISEPORTRÄTS: Bergkarabach. Von Bastien Dubois - Samstag, 28. Juni um 14:26 Uhr (arte.tv)

(arte.tv) Bastien Dubois‘ Animationsfilmreihe "Reiseporträts" greift das Erfolgsrezept seines Kurzfilms "Madagaskar, ein Reisetagebuch" auf, der 2011 für den Oscar nominiert wurde. Die Serie ist eine sehr subjektive Reise um die Welt, ein Geflecht aus originellen Geschichten, die nach Art eines Reisetagebuchs in Szene gesetzt werden. 

vimeo.com/bastiendubois

Monday, June 09, 2014

VIDEO: Georgiens Angst vor dem russischen Riesen. Von Roman Schell (info.arte.tv)

(info.arte.tv) Das Vorgehen Russlands auf der Krim und in der Ost-Ukraine weckt große Ängste in Georgien. Seit der russischen Besetzung Südossetiens 2008 fürchtet man sich dort vor einer weiteren russischen Expansion. Bis Ende Juni will das Land ein Assozierungabkommen mit der EU unterzeichnen. Nun drückt die Regierung in Tiflis aufs Tempo. Über die Sorgen und Ängste vor dem übermächtigen Nachbarn, eine Reportage von Roman Schell.

Friday, May 30, 2014

FERNSEHEN: Tbilissi - Georgiens multikulturelle Hauptstadt findet zu sich selbst - Sonntag, 01. Juni um 16:50 Uhr (arte.tv/metropolis)

(arte.tv/metropolis) Tbilissi - Georgiens multikulturelle Hauptstadt findet zu sich selbst. Sie ist kreativ, geistreich und schön: die sich entlang der Kura in Terrassen an die weinbelaubten Hänge schmiegende 1,4-Millionen-Metropole.



Sie ist kreativ, geistreich, schön: die sich entlang der Kura in Terrassen an die weinbelaubten Hänge schmiegende 1,4 Millionen-Metropole Tbilissi, gegründet 485 durch König Wachtang I. Gorgassali. Die heutige Hauptstadt des Kaukasusstaates Georgien, der sich gerne als „Balkon Europas“ versteht und dessen Regierung derzeit die Annäherung an Europa betreibt, hat eine bewegte Geschichte. Einst an der Kreuzung der Karawanenstraßen vom Schwarzen Meer nach Persien, Indien und China gelegen, wurde Tbilissi oft von fremden Herrschern regiert, war oströmische Provinz, wurde im 7.Jht.arabisch, dann persisch, byzantinisch, seldschukisch und türkisch. 1801 annektierte der russische Zar die Stadt und machte sie zur Verwaltungszentrale für den Kaukasus, 1918 wurde Georgien Teil der Sowjetunion. Nach der Unabhängigkeit 1991 und dem Militärputsch gegen Swiad Gamsachurdia geriet das Land an den Rand des Bürgerkriegs, versank in Korruption, Kriminalität und Hoffnungslosigkeit, bis 2003 die Rosenrevolution eine reformerische Wende in Georgien brachte.

Tbilissi ist eine charmante Stadt, mit ihrer kopfsteinbepflasterten Altstadt, durch die einst die Seidenstraße führte, mit den geschnitzten Holzbalkonen und Vestibülen, ihrem 700 Jahre alten Bäderviertel, der mittelalterlichen Burgfestung, den Prachtbauten des 19.Jhts. mit dem Rustaveli- Boulevard als Flaniermeile sowie einer Vielzahl alter Gotteshäuser. Die meisten Intellektuellen und Künstler verließen in den 1990-er Jahren ihre Heimatstadt Tbilissi, wie die Eltern der heute international renommierten Geigenvirtuosin Lisa Batiashvili. Regelmäßig besucht sie ihre Familie und engagiert sich in der Musikförderung. Vor einigen Jahren zurückgekehrt nach Tbilissi ist die Filmemacherin und Drehbuchautorin Nana Ekvtimishvili, die mit ihrem deutschen Mann Simon Groß nicht nur den 0scar-nominierten Film „Die langen hellen Tage“ über die Entführung und Zwangsverheiratung eines Mädchens im Georgien der 1990-er Jahre gedreht hat, sondern auch gemeinsam mit ihm die erste Eisdiele in Tbilissi betreibt.

Tbilissi, was übersetzt „warme Quelle“ heißt, ist eine Stadt des Wandels, deren rasante Veränderung sich nicht nur im Straßenbild, sondern auch in einer quirligen Kulturszene manifestiert, in der sowohl traditionelle Folklore und die Wiederentdeckung des Jahrhunderte alten Liedguts (UNESCO-Weltkulturerbe) angesagt ist, wie hippe Experimente, moderne Kunst und zeitgenössisches Design. Da gibt es etwa das „Open Window-Projekt“ zur Förderung der neuen visuellen Kultur, das die Galeristin Irena Popiashvili leitet und Künstlern in Fenstern von leerstehenden Gebäuden Ausstellungsflächen bietet. Dokumentiert hat den Wandel auch der Fotograf Guram Tsibakhashvili. Sein besonderes Interesse gilt den Friedhöfen der Stadt, die Zeugnis ablegen von ihrer Geschichte, den unterschiedlichen Ethnien und den Gewohnheiten der Tbilisser im Wandel der Zeit.

Sunday, May 04, 2014

ARTE: Gérard Depardieu: Lieben, essen, vögeln - im Kaukasus. Von Katja Nicodemus (zeit.de)

(zeit.de) Eine Arte-Dokumentation schickt den Schauspieler Gérard Depardieu auf den Spuren von Alexandre Dumas in den Kaukasus. 

"Schöner Text. Ich glaub das wird eine Katastrophefilm fürs Gemüt oder ein unbeabsichtigtes Meisterstück. Aber was sich da wieder unseren kulturellen Fernseheliten ausgedacht haben? Sie kungeln auch mit jedem ... Der Obelix soll uns den Braten vor die Füße werfen. Es geht wohl nur um die Quote, da sicher am Ende des Films einfach nichts ... aber auch gar nichts relevantes herauskommt!!!

Im Zeitartikel wird der wohl treffliche Satz formuliert: "Man könnte sagen, dass hier ein Promi-Konzept zu etwas Tragikomischem implodiert" - worauf mir einfiel, dass das wohl beinahe schon eine universelle Aussage ist ... ich bin gespannt, wie das abgeht ... heute abend. Ich vermute, da es äußerst selten in unseren spröden Zeiten vorkommt, sich selbstironisch in Szene zu setzen und sich dabei auch selbst nicht zu ernst zu nehmen. Ich vermute, dass das ganze mehr als peinlich wird. Depardieu hat sich ja ernsthaft in merkwürdige Situationen begeben. Ich sage nur Busenfreundschaften mit den richtigen Kerlen aus einer anderen Welt, weil er sich zu Hause gelangweilt hat. Und das meint er auch so ... Wenn das heute abend nicht funzt, dann muss ich schon mal die Redaktion in Frage stellen, die das veranlasst hat. Dann ist das eine ganz billige Nummer, und ich muss teils den Spartenkanal in Frage stellen oder fragen, wer hat denn da schon wieder seine Hände im Spiel gehabt hat ... und sein Gehirn nicht eingeschaltet." (Ralph Hälbig)



Der Zeitartikel hier >>>

Reise durch den Kaukasus. Gérard Depardieu auf den Spuren von Alexandre Dumas 

Sonntag, 04. Mai um 21:55 Uhr (54 Min.)   

link: arte.tv

Im Buch "Gefährliche Reise durch den wilden Kaukasus" hielt Alexandre Dumas seine persönlichen Reiseabenteuer des Jahres 1858 fest. Seine Intuition, Leidenschaft und seine Unvernunft inspirierten Gérard Depardieu rund 150 Jahre später, einen Teil der Reise auf Dumas‘ Spuren nachzuerleben. Ähnlich wie sein Vorgänger wird er von einem Zeichner begleitet ...



In einer Suite des Pariser "Hôtel des Trois Empereurs" entschließt sich Alexandre Dumas 1858 aus einer plötzlichen Anwandlung heraus, zusammen mit dem Maler Jean-Pierre Moynet in den Kaukasus zu reisen. Festgehalten haben sie dieses Abenteuer im Buch "Gefährliche Reise durch den wilden Kaukasus (1858-59)“. Der französische Schauspieler Gérard Depardieu ist sowohl ein begeisterter Leser von Dumas als auch ein Kenner und Liebhaber des Kaukasus. Es entstand die Idee, dem Text zu folgen und eine Reise auf den Spuren des berühmten Autors zu unternehmen - begleitet wurde er dabei vom Zeichner Mathieu Sapin. 

Im Zwiegespräch zwischen den beiden erfährt der Zuschauer mehr über die Person und den Künstler Gérard Depardieu, dessen Stimme zuweilen eins wird mit der des Autors. Während der Reise liest der Schauspieler immer wieder aus Dumas‘ Originaltexten. Die grandiosen Landschaftsbilder und die Entdeckung des heutigen Kaukasus schlagen Brücken zu den damaligen Erlebnissen und geben dem vor rund 150 Jahren verfassten Reisebericht eine neue, aktuelle Dimension. 

Unter anderem besuchen Depardieu und Sapin die aserbaidschanische Hauptstadt Baku. Dort gesellt sich der lokale Journalist und Historiker Fuad Akhundov zu ihnen. Natürlich hat sich die Gegend seit Dumas‘ Besuch 1858 stark verändert. Baku ist eine hochmoderne Großstadt geworden – eingebettet in die aserbaidschanische Tradition mit all ihren Widersprüchen. 

Gérard Depardieu führt auf eine abwechslungsreiche und humorvolle Exkursion in eine wenig bekannte Region. Es geht um deren Geschichte, die Menschen und Kulturen, aber auch um Dumas und Depardieu, die beide - im Leben wie in der Kunst - ständig auf der Suche geblieben sind.

TV-Kritik: "Reise durch den Kaukasus" - Abenteuer und Unvernunft, das gefällt ihm [faz.net]
 

Wednesday, April 09, 2014

VIDEO: Die Swanen - Leben mit den Ahnen. Ein Bergvolk im Kaukasus. Film von Andreas Lünser (arte.tv)


(arte.tv) Im Nordwesten Georgiens pflegen die Swanen einen besonderen Kult um ihre Verstorbenen.

Im Nordwesten Georgiens, in den Bergendes Großen Kaukasus, liegt Swanetien. In der schwer zugänglichen Region scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Swanen pflegen einen besonderen Kult um ihre Verstorbenen, und praktizieren auch heute noch Fehde und Blutrache.

Seit Jahrhunderten siedelt der georgische Volksstamm der Swanen in einem Hochtal, umschlossen von den rund 5.000 Meter hohen Gipfeln des Kaukasus-Massivs. Isoliert durch die Abgeschiedenheit der Berge, haben die Swanen bis heute eine eigene Kultur und Sprache bewahren können. Die Wirtschaftsweise der Menschen hat sich hier seit Jahrhunderten kaum verändert. Noch heute transportieren die Swanen schwere Lasten auf den traditionellen Ochsenschlitten über das unwegsame Gelände. Mit einfachen Geräten ringen sie ihren kargen Böden das Nötigste zum Leben ab.

Die frühe Christianisierung der Swanen führte zur Entwicklung volkseigener Praktiken. Neben einem ausgeprägten Ikonenkult pflegen die Menschen hier ein besonderes Verhältnis zu ihren Verstorbenen. Sie glauben fest daran, dass die Seelen der Toten in regelmäßigen Abständen wieder zurückkehren und sich die Ahnen weiter um das Heil der Lebenden kümmern. Das ist ein Grund, warum die Swanen ihr Land so gut wie nie verlassen.

Die rund 40 Dörfer Swanetiens sind geprägt von mittelalterlichen Wehrtürmen. Fast jeder Hof hat einen solchen Turm. In Kriegszeiten oder während Blutfehden boten sie den Sippen Schutz vor ihren Feinden. Obwohl Swanetien offiziell zu Georgien gehört, haben die Swanen eine eigene lokale Gerichtsbarkeit. In Streitfällen schlichtet ein Ältestenrat. Kapitalverbrechen wie Mord oder Totschlag bedeuten auch heute noch Fehde und Blutrache. Swanetien steht für ein Leben wie in vormodernen Zeiten.

Regie: Andreas Lünser
Origin: ZDF
Land: Deutschland, 2011
Wiederholung: Fr, 11.04. um 11:15 Uhr

Sunday, February 02, 2014

VIDEO: Der lange Schatten des Josef Stalin. Von Thomas Johnson, Marie Brunet-Debaines (arte.tv)



Dienstag, 28. Januar um 21:55 Uhr (91 Min.)
Wiederholung am Dienstag, 04.02. um 8:55 Uhr
Video >>>

(arte.tv) Josef Stalin, Russlands berühmtester Macht-haber und einer der grausamsten Diktatoren der Weltgeschichte, ist in seinem Land stets präsent. Sein Schatten begleitet den Alltag selbst 60 Jahre nach seinem Tod. Der Film deckt auf, wer Stalin wirklich war, abseits von Prunk, Pracht und Staatspropaganda.

Der Mythos Stalin lebt wieder auf - und das ausgerechnet in Russland, in dem Land, in dem die Menschen am meisten unter dem Mann gelitten haben, der als einer der grausamsten Diktatoren der Weltgeschichte gilt. 60 Jahre nach seinem Tod instrumentalisieren Teile der Bevölkerung und der Regierung die Ideen des Alleinherrschers, der nach einem sowjetischen Weltreich strebte und die westlichen Demokratien als Erzfeinde bezeichnete.

In seinem Dokumentarfilm setzten sich der Regisseur Thomas Johnson, der jahrelang als Journalist für die Zeitung "Actuel" in der ehemaligen UdSSR gearbeitet hatte, und seine Mitautorin Marie Brunet-Dabaines mit den Widersprüchen und Mysterien des Stalin-Kults auseinander. Dabei stützen sie sich auf die Arbeiten von Historikern und Freiwilligen der Menschenrechtsorganisation Memorial, die sich seit 25 Jahren in der Aufarbeitung des sowjetischen Terrorregimes engagiert. Denn dieses düstere Kapitel der russischen Geschichte wurde so lange verdrängt, dass es heute noch immer durch Köpfe, Gesellschaft und Regierung spukt und die Demokratisierung des Landes gefährdet.

Mit Augenzeugenberichten von GULag-Überlebenden und reichhaltigem Archivmaterial trägt der Dokumentarfilm zur Reflexion über die notwendige Dekonstruktion der totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts bei.