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Friday, July 13, 2012

INTERVIEW: Wenn Bloggen das eigene Leben gefährdet, 5. Juli 2012 - Interview von Kim Son Hoang (derstandard.at)

(derstandard.at) Die südossetische Journalistin Maria Plieva über Morddrohungen und ihre Flucht nach Deutschland 

+++ Die 28-jährige Südossetierin Maria Plieva hat nach ihrem Jus-Studium für verschiedene Medien gearbeitet, unter anderem für die Zeitung "21st Century", die mittlerweile verboten wurde. Auch hat sie mehrere Blogs aufgebaut. Zudem arbeitet Plieva für das Georgisch-Ossetische Zivilforum. +++

Artikelbild2008 kämpften georgische und russische Truppen um die kleine Region Südossetien. Nach fünf Tagen brachten die von Moskau entsendeten Truppen das Gebiet südlich des Kaukasus wieder unter ihre Kontrolle, die politische Situation ist aber weiter kompliziert: Völkerrechtlich gehört Südossetien noch zu Georgien, de facto ist es aber unabhängig. Politisch und wirtschaftlich abhängig ist es vielmehr von Russland. Das Forschungsinstitut Freedom House hat der Region vor kurzem bezüglich der Menschenrechte ein schlechtes Zeugnis ausgestellt und Südossetien in einem Atemzug mit China, Kuba und Weißrussland genannt.

Maria Plieva hat die Situation selbst erlebt. Die südossetische Bloggerin und Journalistin wurde in den vergangenen Jahren aufgrund kritischer Berichte mehrere Male bedroht und verhaftet. Dank eines Stipendiums der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte genießt sie nun die Ruhe der deutschen Hafenstadt. Mit derStandard.at sprach sie über Repression durch Politiker, Korruptionsimporte aus Russland und die Vereinigungsbestrebungen mit Nordossetien.

derStandard.at: Frau Plieva, weshalb sind Sie aus Südossetien ausgereist?

Plieva: Ich wurde mehrere Male bedroht, von südossetischen Behörden und schließlich auch von anonymen Personen in Nordossetien.

derStandard.at: Womit hat man Ihnen gedroht?

Plieva: Man hat gedroht, mich zu vergewaltigen und danach umzubringen. Auch meinen Eltern hat man Gewalt angedroht, wenn ich meine Arbeit fortsetze.

derStandard.at: Sind Ihre Eltern immer noch in Südossetien?

Plieva: Ja, aber die Situation hat sich für sie mittlerweile etwas gebessert, seit ich weg bin und nicht mehr so viel schreibe.

derStandard.at: Wissen Sie, welche Personen dahinterstecken?

Plieva: Es sind hochrangige Politiker und Beamte, aber ich werde ihre Namen nicht nennen. Das würde meine Situation ansonsten noch gefährlicher machen.

derStandard.at: Was genau stört diese Leute an Ihrer Arbeit?

Plieva: Es geht darum, dass das Recht auf Meinungsfreiheit in Südossetien nicht gegeben ist. Regierungskritische Journalisten werden von allen politisch relevanten Terminen ausgeschlossen, etwa von Parlamentssitzungen. Wenn man das thematisiert und auch sonst unbequeme Artikel schreibt, wird man sofort bedroht.

derStandard.at: Welche unbequemen Artikel wären das beispielsweise?

Plieva: Bei der Präsidentschaftswahl im November 2011 habe ich über die Aktivitäten der Opposition in Südossetien berichtet. Das wird normalerweise totgeschwiegen.

derStandard.at: Anderen kritischen Journalisten geht es ähnlich?

Plieva: Ja. Der bekannte Blogger Alan Parastajew zum Beispiel durfte über Russland nicht mehr nach Südossetien einreisen. Seit unsere unabhängige und regierungskritische Zeitung "21st Century" Ende 2011 aus den Kiosks verbannt wurde, gibt es in der Hauptstadt Zchinwali keine freie Presse mehr.

derStandard.at: An ihrem letzten Aufenthaltsort vor Hamburg, der nordossetischen Hauptstadt Wladikawkas, wurden Sie verhaftet. Was ist da genau passiert?

Plieva: Auf dem Hauptplatz fand eine nicht genehmigte Demonstration südossetischer Oppositioneller statt. Ich kam dazu und stand eigentlich nur daneben, aber nach 15 Minuten wurde ich verhaftet und in das Polizeirevier gefahren. Anfangs hat man mir gar keinen Grund genannt, weshalb ich eingesperrt wurde. Dann war es Erregung öffentlichen Ärgernisses, und auf einmal sollte ich die Demonstration organisiert und Polizisten beschimpft haben.

derStandard.at: Wie kamen Sie von dort nach Hamburg?

Plieva: Als ich vorläufig wieder freikam, habe ich "Reporter ohne Grenzen" kontaktiert. Die haben dann das Stipendium in Hamburg für mich organisiert. In Russland läuft aber weiterhin ein Strafverfahren gegen mich.

derStandard.at: Sie mussten vermutlich relativ schnell ausreisen.

Plieva: Ich hatte Zeit, mich telefonisch von Verwandten und Freunden zu verabschieden, aber nicht, sie noch einmal zu besuchen. Kurz nach meiner Abreise aus Wladikawkas haben Polizeibeamte meine alte Wohnung aufgesucht. Es war also gerade noch rechtzeitig.

derStandard.at: Woher kommt eigentlich Ihre Motivation? Schließlich mussten Sie Ihr Heimatland, Ihre Familie und Verwandten zurücklassen.

Plieva: Südossetien hat mehrere Probleme, die es zu lösen gibt: Seine Unabhängigkeit gegenüber Georgien wird kaum anerkannt, es fehlt eine starke Zivilgesellschaft, eine unabhängige Wirtschaft und auch eine gemeinsame zivile und politische Gesellschaft mit Nordossetien. Die südossetische Bevölkerung wünscht sich einen gemeinsamen Staat mit Nordossetien. Da gibt es aber unterschiedliche Vorstellungen: Einige wollen das erreichen, indem man sich Russland anschließt. Andere wünschen sich einen eigenen Staat.

derStandard.at: Aber was ist Ihre persönliche Motivation?

Plieva: Als Kind habe ich Gewalt und Vertreibung miterlebt. Ich habe meine Großmutter 1992 auf dem Land besucht, und da wurden Dörfer vernichtet und Menschen umgebracht. Das will ich einfach nicht mehr haben.

derStandard.at: Was ist Ihr Beitrag zur Lösung dieser Probleme?

Plieva: Neben meiner Arbeit als Journalistin bin ich eine von wenigen Personen, die für das Georgisch-Ossetische Zivilforum aktiv sind. Wir bringen georgische und südossetische NGOs zusammen, um den Konflikt friedlich zu beenden.

derStandard.at: Und wie können Sie von Hamburg aus Ihren Beitrag leisten?

Plieva: Ich schreibe weiterhin meinen Blog und auch für die Homepage des Forums. Mit den Kollegen habe ich Kontakt über Skype, um auf dem Laufenden zu bleiben.

derStandard.at: Haben Sie einen Lösungsansatz für die angesprochenen Probleme?

Plieva: Wir müssen hart arbeiten, um eine eigene Wirtschaft aufzubauen. Eigentlich wäre das relativ einfach, weil Südossetien über die notwendigen Ressourcen verfügt. Allerdings bräuchte man dafür einen Präsidenten, der unabhängig von Russland agiert. Moskau will, dass wir weiterhin abhängig von seinen Hilfszahlungen sind.

derStandard.at: Und wie kann man die Abhängigkeit von Russland beenden?

Plieva: Südossetien war ja bis 2004 relativ unabhängig. Dann wurde Michail Saakaschwili Präsident in Georgien, der sich Südossetien wieder einverleiben wollte. Aus diesem Grund wurde auch der politische Einfluss Russlands in unserem Land wieder größer.

derStandard.at: Das hat im Endeffekt zum Krieg im Jahr 2008 geführt.

Plieva: Genau. Seitdem sind die Grenzen zu Georgien geschlossen, was uns in wirtschaftlicher Hinsicht natürlich schadet. Es kommt zwar Geld aus Russland, aber damit haben wir auch die gleiche Korruption wie in Russland.

derStandard.at: Der neue südossetische Präsident Leonid Tibilow, ebenfalls russlandtreu, wird daran vermutlich nichts ändern können.

Plieva: Ich denke, Tibilow wird genauso wie sein Vorgänger Eduard Kokojty agieren, nämlich abhängig von Moskau.

derStandard.at: In zwei Jahren finden im russischen Sotschi die Olympischen Winterspiele statt, nicht weit weg von Südossetien. Kann das zu erwartende internationale Rampenlicht auf diese Region etwas ändern?

Plieva: Ich denke nicht, dass sich bis auf die Infrastruktur in Sotschi etwas in dieser Region ändern wird.

derStandard.at: Was werden Sie nach dem Jahr in Hamburg machen?

Plieva: Wenn mein Stipendium Anfang 2013 ausläuft, muss ich zurückkehren.

derStandard.at: Trotz aller Probleme dort?

Plieva: Ja. (Kim Son Hoang, derStandard.at, 5.7.2012)

Hintergrund
Südossetien hat sich im Jahr 1990 von Georgien losgesagt. Seither ist die Region politisch und wirtschaftlich von Russland abhängig, Moskau hat dort auch Truppen stationiert. Die internationale Gemeinschaft erkennt die Unabhängigkeit Südossetiens bis auf wenige Ausnahmen aber nicht an, völkerrechtlich ist es immer noch ein Teil Georgiens. Im November 2011 kam es zu einer Präsidentschaftswahl, die die frühere Bildungsministerin Alla Dschiojewa gegen den vom Kreml unterstützten Kandidaten Anatoli Bibilow gewann. Das Ergebnis wurde aber vom Obersten Gericht für ungültig erklärt. Bei Neuwahlen im April 2012 setzte sich der prorussische frühere Geheimdienstschef Leonid Tibilow durch, der dem ebenfalls kremltreuen Eduard Kokojty nachfolgte.

+++

Hamburg (epd). Maria Plieva (28), Journalistin und Bloggerin aus Süd-Ossetien, ist neue Stipendiatin der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Plieva sei vor allem als stellvertretende Vorsitzende des Georgisch-Ossetischen Zivilforums ins Visier der Regierung Süd-Ossetiens geraten, teilte die Stiftung mit. Im Ausland organisiere sie Ausland Gespräche mit georgischen und ossetischen Journalisten und Menschenrechtsanwälten. Sie sei mehrfach angegriffen, verhaftet und bedroht worden.
Vorsitzender der Stiftung ist Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Ein Jahr lang wird Plieva als Stipendiatin in Hamburg leben und schreiben. Vorgeschlagen wurde sie von «Reportern ohne Grenzen». Auch amnesty international berichtete bereits über ihre Bedrohung.
Die studierte Juristin arbeitete für verschiedene Medien, zuletzt für die unabhängige Zeitung «21. Jahrhundert», deren Auslieferung vom süd-ossetischen Regime seit Ende August 2011 verhindert wird. Als Bloggerin schrieb sie bis 2011 für «Radio Free Europe» und baute gleichzeitig zwei eigene Blogs in russischer Sprache auf, darunter www.roks-alana.livejournal.com.
Drei Jahre nach dem russisch-georgischen Krieg um die völkerrechtlich zu Georgien gehörende Region Süd-Ossetien bleibt die Lage nach Einschätzung der Stiftung angespannt. Russland hat als einziges Land die Eigenständigkeit Süd-Ossetiens anerkannt. Die übrige Staatengemeinschaft betrachtet die Region als Teilrepublik Georgiens.
Die Stiftung für politisch Verfolgte in Hamburg wurde 1986 vom damaligen SPD-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi gegründet. Ihr Ziel ist, «Stimmen der Freiheit zu stärken». Das Stiftungs-Stipendium gewährt den Gästen einen Aufenthalt und die Möglichkeit, ihre politische, künstlerische oder journalistische Arbeit fortzusetzen.
  


Thursday, April 12, 2012

PODCAST: Südossetien: Korruptionstadl im Kaukasus. Korruptionstadl im Kaukasus Ein Gespräch mit Gesine Dornblüth (wissen.dradio.de)

Gesine Dornblüth, Korrespondentin des Deutschlandradios in Moskau. 

 
Ein Jeep des Roten Kreuzes im Dorf Dmenis in Südossietien.
(picture alliance | dpa | Karpov Sergei).  
Dorf Dmenis in Südossetien

Die Führung Südossetiens gilt als korrupt. Deshalb setzen die Menschen ihre Hoffnungen jetzt auf einen neuen Kandidaten.

Wütend sind die Menschen in Südossetien - besonders auf ihren früheren Präsidenten Eduard Kokoity. Er soll zusammen mit korrupten Beamten in Russland, große Teile der russischen Aufbauhilfe für die kriegsgebeutelte Region in die eigene Tasche gesteckt haben.

Das Land zeigt sich durch seine Ruinen

Überall sind noch Kriegsschäden zu sehen. Die Hauptstadt Zchinwali gleicht immer noch einer Schlammwüste - drei Jahre nach dem Krieg. Die Menschen sind arm und leiden unter der Korruption. Gesine Dornblüth war während der Wahlen in Südossetien und schildert die bedrückende Lebenssituation der Bevölkerung.

Mehr zum Thema:
Südossetien sucht einen Präsidenten
Erste Wahl wurde vom Obersten Gerichtshof annulliert
Beitrag von Gesine Dornblüth in der Sendung "Europa heute" im Deutschlandfunk


Sunday, April 01, 2012

PODCAST: Südossetien sucht einen Präsidenten. Von Gesine Dornblüth (dradio.de)

(dradio.de) Erste Wahl wurde vom Obersten Gerichtshof annulliert
Von Gesine Dornblüth
 

Die Provinz Südossetien ist unabhängig, Russland pumpte dafür 600 Millionen Euro an Aufbauhilfe in das vom Georgien-Krieg gebeutelte Land. Doch unter dem ehemaligen Präsidenten Kokoity versickerte das Geld - der will nun nicht von der Macht lassen, trotz Wahl.

Vier Kandidaten bewerben sich um den Posten des Präsidenten von Südossetien. Der ehemalige Sicherheitschef der Republik ist darunter, der Botschafter Südossetiens in Russland, der ehemalige Menschenrechtsbeauftragte des Präsidenten und ein Kommunist. Ihre Programme ähneln einander, ebenso wie die billig zusammen geschnittenen Wahlwerbespots. Männer vor schneebedeckten Bergen, Hände schütteln, die weiß-rot-gelbe Fahne Südossetiens.

"Das Volk Südossetiens steht vor einer schwierigen Aufgabe: Einen Staat aufzubauen. Die Wahl Dmitrij Medojews wird die internationale Anerkennung Südossetiens fördern."

"Südossetien ist schön. Das Land muss sich entwickeln. Wir sind für Stabilität und für Leonid Tibilow."

Die Erwartungen an das neue Oberhaupt sind groß, dementsprechend lebendig ist der Wahlkampf. Überall hängen Wahlplakate an Mauern und zerstörten Häuserwänden - selbst in den halb verlassenen Dörfern. Der parteilose David Sanakojew ist mit 35 Jahren der jüngste Bewerber um das Präsidentenamt.

"Wir alle sind gegen Korruption. Wer Geld des Staates Südossetien veruntreut, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden."

Die Wut der Menschen richtet sich gegen den vorigen Präsidenten, Eduard Kokoity. Er soll, gemeinsam mit korrupten Beamten in Russland, große Teile der russischen Aufbauhilfe für die kriegsgebeutelte Region in die eigene Tasche gesteckt haben. Es heißt, seine Hintermänner sitzen auf einflussreichen Posten in der russischen Präsidialverwaltung.

Beweise dafür gibt es nicht, doch dass das Geld nicht dort ankommt, wofür es gedacht ist, sieht jeder, der Südossetien besucht. Die Hauptstadt Zchinwali gleicht auch dreieinhalb Jahre nach dem Krieg einer Schlammwüste. Überall stehen noch Ruinen.

Kokoity ist mittlerweile zurückgetreten und hält sich außerhalb Südossetiens auf. Doch er scheint nicht gewillt, die Macht ohne Weiteres abzugeben. Das hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt.

Bereits im November gab es in Südossetien eine Präsidentenwahl. Damals setzt sich eine Frau, Alla Dschiojewa, völlig unerwartet gegen den Kandidaten Kokojtys durch. Kurzerhand annullierte das Oberste Gericht das Wahlergebnis. Die Richter gelten als gelenkt - von Kokoity. Als sich die Wahlsiegerin Dschiojewa im Februar trotzdem zur Präsidentin ausrufen wollte, griff das Regime zu Gewalt. Maskierte Männer überfielen ihr Büro. Dschiojewa erlitt einen Schwächeanfall und kam ins Krankenhaus. Das darf sie bis heute nicht verlassen - eine Art Hausarrest. Die Behörden werfen ihr einen Putschversuch vor. Elina Marzojewa war Dschiojewas Pressesprecherin und saß zwei Wochen im Gefängnis. Sechs weitere Mitglieder des Wahlkampfstabes sind noch in Haft. Elina Marzojewa:

"Zwei Jungs hält der Geheimdienst fest, die anderen sind in Untersuchungshaft. Es geht ihnen gut, aber sie werden als Geiseln gehalten, bis die Wahl vorbei ist."

Viele Südosseten sehen dem Wahlsonntag mit Unruhe entgegen, auch Lira Kozajewa. Sie setzt sich in Zchinwali für Bürgerrechte ein.

"Wir haben große Angst vor Provokationen. Es gibt viele Leute, die die Wahl stören wollen. Der ehemalige Präsident will absolut nicht von der Macht lassen."

Wie die Wahl am Sonntag ausgeht, ist offen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Und niemand weiß, ob der eine oder andere Kandidat nicht doch gemeinsame Sache mit dem korrupten Ex-Präsidenten macht.

Saturday, June 13, 2009

NEWS: 5 Jun 09 | Caucasus Reporting Service 496 (iwpr.net)

Will Kokoity Deliver on Poll Pledges?
South Ossetian leader must improve living conditions for locals in wake of election or risk support switching to opposition, warn analysts. By Alan Tskhurbaev in Tskhinvali (CRS No. 496, 5-June-09)


Yerevan Election Condemned as “Amoral and Cynical”
International watchdog monitoring poll said it “witnessed the collapse of the Armenian electoral system as an institution”. By Sara Khojoian in Yerevan (CRS No. 496, 5-June-09)

Monday, May 18, 2009

BLOG: South Ossetia should be fre from law. (windowoneurasia.blogspot.com)

Window on Eurasia: South Ossetian Leader’s Authoritarianism Posing Problems for Moscow
By Paul Goble
On the one hand, the Kremlin could not do less. General Anatoly Barankevich, a hero of the August 2008 war, said that as a result of Kokoity’s authoritarianism, “that territory is free from law” and rapidly being discredited in the eyes of the population there because of its falsification of elections, corruption, and attacks on opposition groups.
more >>>

more here in the Moscow Times >>>

Friday, September 19, 2008

LINK DES TAGES: Die Wahrheit starb auf den Lippen von Caren Miosga (perlentaucher.de)

Von Thierry ChervelThekla Dannenberg

17.09.2008. Wie die Tagesthemen über Georgiens Informationspolitik desinformierten.


Hat Georgien Russland einen Genozid vorgeworfen? Diesen Eindruck erweckten gestern die Tagesthemen. Der Brüsseler ARD-Korrespondent Markus Preiß fragte in einem ausführlichen Beitrag, wie es komme, dass Russland "den Krieg am Boden gewonnen (habe), Georgien dafür aber die Propagandaschlacht". Für Preiß hat es die georgische Regierung durch geschickte Medienarbeit geschafft, ihre Version vom Krieg durchzusetzen. Dabei habe Georgiens Präsident Saakaschwili sich "keineswegs immer wahrheitsgemäß" geäußert, so Preiß.


Als Gewährsmann für diese These zitiert er zunächst ausgerechnet den russischen EU-Botschafter Wladimir Tschichow, dann kommt der Politologe Volker Perthes von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik zu Wort. Hier die Transskription der Passage (im Video ab Minute 3.20'):

(Wladimir Tschichow) "Saakaschwili hat gelogen", (Preiß) behauptet der russische EU-Botschafter, er habe sogar davon gesprochen, dass Russland Massenvernichtungswaffen eingesetzt habe - absoluter Nonsense.

(Volker Perthes, Stiftung Wissenschaft und Politik) "Wir wissen, dass übertrieben worden ist im Krieg, was die Zahl der Opfer angeht. Wir wissen, dass Begriffe benutzt worden sind, die nicht zutreffen: Genozid etwa."

(Preiß) Übertrieben vielleicht, aber trotzdem mit durchschlagender Wirkung. Georgien hat das professionell gemacht..."


Die Tagesthemen haben Perthes' Zitat einfach in einen falschen Zusammenhang gestellt. Gegenüber dem Perlentaucher hat Perthes klargestellt, dass er die Rede vom Genozid nicht Tiflis anlastet, sondern dem südossetischen Führer Eduard Kokojty: "Von der georgischen Seite ist so etwas überhaupt nicht ins Spiel gebracht worden." Recherchen zeigen im übrigen sehr schnell, dass zuerstPutin (mehr hier bei der BBC) und Medwedew (mehr hier bei der NZZ) den Begriff des "Genozids" benutzt haben, um ihren Feldzug gegen Georgien zu rechtfertigen. Die Tagesthemen erwähnten dies mit keinem Wort. Die Redaktion der Tagesthemen war bis heute Nachmittag 16 Uhr nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

"Es ist eine Binse, dass im Krieg die Wahrheit zuerst stirbt, doch sie stimmt eben auch dieses Mal leider wieder", sagte Caren Miosga in ihrer Anmoderation. Wahr gemacht wurde sie in diesem Fall von Deutschlands wichtigster Nachrichtensendung.


Source: perlentaucher.de

Monday, August 11, 2008

NACHRICHTEN: Krieg geht weiter: Erstürmungen und Bombenangriffe!

"Russland erteilt Georgien eine harte Lektion" Swissinfo - vor 2 Stunden gefunden
Angesichts der russischen Militärmacht hat sich Georgien am Sonntag aus der Region Südossetien zurückgezogen und einen einseitigen Waffenstillstand erklärt.
Kaukasus-Krieg: Russische Kampfverbände greifen georgische Stadt an
Die Zeit - vor 1 Stunde gefunden
Heftige Kämpfe meldet der georgische Innenminister Schota Utjaschwili von der georgischen Grenze zu Ossetien.
Laut Saakaschwili befinden sich russische Panzer in Georgien Südostschweiz
Georgien verliert den Kampf am Kaukasus WELT ONLINE
Kaukasus-Krieg: Georgien verkündet einseitige Waffenruhe
Die Zeit - vor 6 Stunden gefunden
Am Nachmittag dann verkündete Georgien eine einseitige Waffenruhe. Die Meldung des Tages wurde von der Nachrichtenagentur Interfax in Tiflis verbreitet: ...
Kaukasus-Krieg eskaliert weiter RP ONLINE
Mehr als Worte Tagesspiegel
Georgien: Krieg im Kaukasus weitet sich aus FOCUS Online
Krieg im Kaukasus Georgien bietet Waffenstillstand an Financial Times Deutschland - vor 8 Stunden gefunden
Wende im Kaukasus-Krieg: Georgien hat eine sofortige einseitige Waffenruhe verkündet. Russland reagierte skeptisch.
Georgier spenden Blut
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Während der Konflikt zwischen Georgien und Russland immer mehr eskaliert, ist die Lage in der Millionenstadt Tiflis am Sonntag angespannt, aber ruhig. ...
Weiter Gefechte in Georgien sueddeutsche.de
Russische Armee kontrolliert Südossetien WELT ONLINE
Krieg in Georgien Fast ein Sturm aufs Parlament
Frankfurter Allgemeine Zeitung - vor 7 Stunden gefunden
Einige hundert georgische Flüchtlinge aus Südossetien haben sich versammelt. „Zum zweiten Mal habe ich alles verloren“, sagt eine Frau. ...
Der Hardliner Südossetiens: Eduard Kokojty Deutsche Welle
Angst vor Putins Rache Berliner Kurier
Porträt: Südossetiens Präsident Eduard Kokojty derStandard.at
Einseitige Waffenruhe - Gewalt geht weiter
Deutsche Welle - vor 4 Stunden gefunden
Drei Tage nach Beginn des Krieges im Südkaukasus hat Georgien am Sonntag (10.08.2008) eine einseitige Waffenruhe verkündet. Dennoch geht die Gewalt weiter. ...
Georgien: Russland fordert Abzug der georgischen Truppen FOCUS Online
Krieg der Worte: Der Konflikt in Zitaten sueddeutsche.de
Krieg im Kaukasus n-tv
Abchasien schickt 1.000 Soldaten ins Kodori-Tal
Georgien Nachrichten - vor 11 Stunden gefunden
Das Kodori-Tal ist der einzige Teil Abchasiens, der unter Kontrolle der Zentralregierung in Tbilisi steht. Dort gab es im Juli 2006 eine „Säuberungsaktion“, ...
UN fürchten weitere Eskalation der Gewalt in Abchasien sueddeutsche.de
Sicherheitsrat in Kaukasus-Krieg handlungsunfähig FOCUS Online
Georgien: 12 deutsche UN-Soldaten im Einsatz Derwesten.de
Russische Kampfflugzeuge greifen Flughafen in Tbilisi an
Georgien Nachrichten - vor 5 Stunden gefunden
Flughäfen in Georgien trotz Krieg weiter in Betrieb
Georgien Nachrichten - 9. Aug. 2008
Trotz des Krieges zwischen Georgien und Russland sollen die internationalen Flughäfen in Tbilisi und Batumi nicht geschlossen werden. ...
Flüge nach Georgien von Krise in Südossetien betroffen Georgien Nachrichten
Deutsches Außenministerium schickt Kaukasus-Beauftragten nach Georgien Georgien Nachrichten - vor 10 Stunden gefunden
Lucas war bereits im Zusammenhang mit den Konflikt um Abchasien in Georgien. Er soll seit Samstag Abend in Tbilisi sein.
Georgien: Russland plant Erstürmung von Schlucht in Abchasien
Reuters Deutschland - vor 11 Stunden gefunden
Tiflis (Reuters) - Russland plant nach georgischen Angaben die Einnahme der strategisch wichtigen Kodori-Schlucht in der abtrünnigen georgischen Provinz ...
Abchasien macht mobil sueddeutsche.de
Abchasische Separatisten starten Offensive derStandard.at
Kriegsschiff versenkt
n-tv - vor 4 Stunden gefunden
Er hatte bereits zuvor ein weiteres militärisches Vorgehen im von Georgien kontrollierten oberen Kodori-Tal in Abchasien angekündigt.
Schweizer Uno-Beobachter bleiben im Konfliktgebiet
NZZ Online - vor 11 Stunden gefunden
Das Kodori-Tal an der Grenze zu Russland gehört zu Abchasien, wird aber von Tbilissi kontrolliert.