2008 kämpften georgische und russische Truppen um die kleine Region Südossetien. Nach fünf Tagen brachten die von Moskau entsendeten Truppen das Gebiet südlich des Kaukasus wieder unter ihre Kontrolle, die politische Situation ist aber weiter kompliziert: Völkerrechtlich gehört Südossetien noch zu Georgien, de facto ist es aber unabhängig. Politisch und wirtschaftlich abhängig ist es vielmehr von Russland. Das Forschungsinstitut Freedom House hat der Region vor kurzem bezüglich der Menschenrechte ein schlechtes Zeugnis ausgestellt und Südossetien in einem Atemzug mit China, Kuba und Weißrussland genannt.
Friday, July 13, 2012
INTERVIEW: Wenn Bloggen das eigene Leben gefährdet, 5. Juli 2012 - Interview von Kim Son Hoang (derstandard.at)
2008 kämpften georgische und russische Truppen um die kleine Region Südossetien. Nach fünf Tagen brachten die von Moskau entsendeten Truppen das Gebiet südlich des Kaukasus wieder unter ihre Kontrolle, die politische Situation ist aber weiter kompliziert: Völkerrechtlich gehört Südossetien noch zu Georgien, de facto ist es aber unabhängig. Politisch und wirtschaftlich abhängig ist es vielmehr von Russland. Das Forschungsinstitut Freedom House hat der Region vor kurzem bezüglich der Menschenrechte ein schlechtes Zeugnis ausgestellt und Südossetien in einem Atemzug mit China, Kuba und Weißrussland genannt.
Thursday, April 12, 2012
PODCAST: Südossetien: Korruptionstadl im Kaukasus. Korruptionstadl im Kaukasus Ein Gespräch mit Gesine Dornblüth (wissen.dradio.de)
| (picture alliance | dpa | Karpov Sergei). Dorf Dmenis in Südossetien |
Das Land zeigt sich durch seine Ruinen
Erste Wahl wurde vom Obersten Gerichtshof annulliert
Beitrag von Gesine Dornblüth in der Sendung "Europa heute" im Deutschlandfunk
Sunday, April 01, 2012
PODCAST: Südossetien sucht einen Präsidenten. Von Gesine Dornblüth (dradio.de)
Von Gesine Dornblüth
Die Provinz Südossetien ist unabhängig, Russland pumpte dafür 600 Millionen Euro an Aufbauhilfe in das vom Georgien-Krieg gebeutelte Land. Doch unter dem ehemaligen Präsidenten Kokoity versickerte das Geld - der will nun nicht von der Macht lassen, trotz Wahl.
"Das Volk Südossetiens steht vor einer schwierigen Aufgabe: Einen Staat aufzubauen. Die Wahl Dmitrij Medojews wird die internationale Anerkennung Südossetiens fördern."
"Südossetien ist schön. Das Land muss sich entwickeln. Wir sind für Stabilität und für Leonid Tibilow."
Die Erwartungen an das neue Oberhaupt sind groß, dementsprechend lebendig ist der Wahlkampf. Überall hängen Wahlplakate an Mauern und zerstörten Häuserwänden - selbst in den halb verlassenen Dörfern. Der parteilose David Sanakojew ist mit 35 Jahren der jüngste Bewerber um das Präsidentenamt.
"Wir alle sind gegen Korruption. Wer Geld des Staates Südossetien veruntreut, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden."
Die Wut der Menschen richtet sich gegen den vorigen Präsidenten, Eduard Kokoity. Er soll, gemeinsam mit korrupten Beamten in Russland, große Teile der russischen Aufbauhilfe für die kriegsgebeutelte Region in die eigene Tasche gesteckt haben. Es heißt, seine Hintermänner sitzen auf einflussreichen Posten in der russischen Präsidialverwaltung.
Beweise dafür gibt es nicht, doch dass das Geld nicht dort ankommt, wofür es gedacht ist, sieht jeder, der Südossetien besucht. Die Hauptstadt Zchinwali gleicht auch dreieinhalb Jahre nach dem Krieg einer Schlammwüste. Überall stehen noch Ruinen.
Kokoity ist mittlerweile zurückgetreten und hält sich außerhalb Südossetiens auf. Doch er scheint nicht gewillt, die Macht ohne Weiteres abzugeben. Das hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt.
Bereits im November gab es in Südossetien eine Präsidentenwahl. Damals setzt sich eine Frau, Alla Dschiojewa, völlig unerwartet gegen den Kandidaten Kokojtys durch. Kurzerhand annullierte das Oberste Gericht das Wahlergebnis. Die Richter gelten als gelenkt - von Kokoity. Als sich die Wahlsiegerin Dschiojewa im Februar trotzdem zur Präsidentin ausrufen wollte, griff das Regime zu Gewalt. Maskierte Männer überfielen ihr Büro. Dschiojewa erlitt einen Schwächeanfall und kam ins Krankenhaus. Das darf sie bis heute nicht verlassen - eine Art Hausarrest. Die Behörden werfen ihr einen Putschversuch vor. Elina Marzojewa war Dschiojewas Pressesprecherin und saß zwei Wochen im Gefängnis. Sechs weitere Mitglieder des Wahlkampfstabes sind noch in Haft. Elina Marzojewa:
"Zwei Jungs hält der Geheimdienst fest, die anderen sind in Untersuchungshaft. Es geht ihnen gut, aber sie werden als Geiseln gehalten, bis die Wahl vorbei ist."
Viele Südosseten sehen dem Wahlsonntag mit Unruhe entgegen, auch Lira Kozajewa. Sie setzt sich in Zchinwali für Bürgerrechte ein.
"Wir haben große Angst vor Provokationen. Es gibt viele Leute, die die Wahl stören wollen. Der ehemalige Präsident will absolut nicht von der Macht lassen."
Wie die Wahl am Sonntag ausgeht, ist offen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Und niemand weiß, ob der eine oder andere Kandidat nicht doch gemeinsame Sache mit dem korrupten Ex-Präsidenten macht.
Saturday, June 13, 2009
NEWS: 5 Jun 09 | Caucasus Reporting Service 496 (iwpr.net)
South Ossetian leader must improve living conditions for locals in wake of election or risk support switching to opposition, warn analysts. By Alan Tskhurbaev in Tskhinvali (CRS No. 496, 5-June-09)
Yerevan Election Condemned as “Amoral and Cynical”
International watchdog monitoring poll said it “witnessed the collapse of the Armenian electoral system as an institution”. By Sara Khojoian in Yerevan (CRS No. 496, 5-June-09)
Monday, May 18, 2009
BLOG: South Ossetia should be fre from law. (windowoneurasia.blogspot.com)
By Paul Goble
On the one hand, the Kremlin could not do less. General Anatoly Barankevich, a hero of the August 2008 war, said that as a result of Kokoity’s authoritarianism, “that territory is free from law” and rapidly being discredited in the eyes of the population there because of its falsification of elections, corruption, and attacks on opposition groups.more >>>
more here in the Moscow Times >>>
Friday, September 19, 2008
LINK DES TAGES: Die Wahrheit starb auf den Lippen von Caren Miosga (perlentaucher.de)
Von Thierry Chervel, Thekla Dannenberg
17.09.2008. Wie die Tagesthemen über Georgiens Informationspolitik desinformierten.
Hat Georgien Russland einen Genozid vorgeworfen? Diesen Eindruck erweckten gestern die Tagesthemen. Der Brüsseler ARD-Korrespondent Markus Preiß fragte in einem ausführlichen Beitrag, wie es komme, dass Russland "den Krieg am Boden gewonnen (habe), Georgien dafür aber die Propagandaschlacht". Für Preiß hat es die georgische Regierung durch geschickte Medienarbeit geschafft, ihre Version vom Krieg durchzusetzen. Dabei habe Georgiens Präsident Saakaschwili sich "keineswegs immer wahrheitsgemäß" geäußert, so Preiß.
Als Gewährsmann für diese These zitiert er zunächst ausgerechnet den russischen EU-Botschafter Wladimir Tschichow, dann kommt der Politologe Volker Perthes von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik zu Wort. Hier die Transskription der Passage (im Video ab Minute 3.20'):
(Wladimir Tschichow) "Saakaschwili hat gelogen", (Preiß) behauptet der russische EU-Botschafter, er habe sogar davon gesprochen, dass Russland Massenvernichtungswaffen eingesetzt habe - absoluter Nonsense.
(Volker Perthes, Stiftung Wissenschaft und Politik) "Wir wissen, dass übertrieben worden ist im Krieg, was die Zahl der Opfer angeht. Wir wissen, dass Begriffe benutzt worden sind, die nicht zutreffen: Genozid etwa."
(Preiß) Übertrieben vielleicht, aber trotzdem mit durchschlagender Wirkung. Georgien hat das professionell gemacht..."
Die Tagesthemen haben Perthes' Zitat einfach in einen falschen Zusammenhang gestellt. Gegenüber dem Perlentaucher hat Perthes klargestellt, dass er die Rede vom Genozid nicht Tiflis anlastet, sondern dem südossetischen Führer Eduard Kokojty: "Von der georgischen Seite ist so etwas überhaupt nicht ins Spiel gebracht worden." Recherchen zeigen im übrigen sehr schnell, dass zuerstPutin (mehr hier bei der BBC) und Medwedew (mehr hier bei der NZZ) den Begriff des "Genozids" benutzt haben, um ihren Feldzug gegen Georgien zu rechtfertigen. Die Tagesthemen erwähnten dies mit keinem Wort. Die Redaktion der Tagesthemen war bis heute Nachmittag 16 Uhr nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
"Es ist eine Binse, dass im Krieg die Wahrheit zuerst stirbt, doch sie stimmt eben auch dieses Mal leider wieder", sagte Caren Miosga in ihrer Anmoderation. Wahr gemacht wurde sie in diesem Fall von Deutschlands wichtigster Nachrichtensendung.
Source: perlentaucher.de
Monday, August 11, 2008
NACHRICHTEN: Krieg geht weiter: Erstürmungen und Bombenangriffe!
Angesichts der russischen Militärmacht hat sich Georgien am Sonntag aus der Region Südossetien zurückgezogen und einen einseitigen Waffenstillstand erklärt.
Kaukasus-Krieg: Russische Kampfverbände greifen georgische Stadt an Die Zeit -
Heftige Kämpfe meldet der georgische Innenminister Schota Utjaschwili von der georgischen Grenze zu Ossetien.
Laut Saakaschwili befinden sich russische Panzer in Georgien
Georgien verliert den Kampf am Kaukasus
Am Nachmittag dann verkündete Georgien eine einseitige Waffenruhe. Die Meldung des Tages wurde von der Nachrichtenagentur Interfax in Tiflis verbreitet: ...
Kaukasus-Krieg eskaliert weiter
Mehr als Worte
Georgien: Krieg im Kaukasus weitet sich aus
Wende im Kaukasus-Krieg: Georgien hat eine sofortige einseitige Waffenruhe verkündet. Russland reagierte skeptisch.
Georgier spenden Blut n-tv -
Während der Konflikt zwischen Georgien und Russland immer mehr eskaliert, ist die Lage in der Millionenstadt Tiflis am Sonntag angespannt, aber ruhig. ...
Weiter Gefechte in Georgien
Russische Armee kontrolliert Südossetien
Einige hundert georgische Flüchtlinge aus Südossetien haben sich versammelt. „Zum zweiten Mal habe ich alles verloren“, sagt eine Frau. ...
Der Hardliner Südossetiens: Eduard Kokojty
Angst vor Putins Rache
Porträt: Südossetiens Präsident Eduard Kokojty
Drei Tage nach Beginn des Krieges im Südkaukasus hat Georgien am Sonntag (10.08.2008) eine einseitige Waffenruhe verkündet. Dennoch geht die Gewalt weiter. ...
Georgien: Russland fordert Abzug der georgischen Truppen
Krieg der Worte: Der Konflikt in Zitaten
Krieg im Kaukasus
Das Kodori-Tal ist der einzige Teil Abchasiens, der unter Kontrolle der Zentralregierung in Tbilisi steht. Dort gab es im Juli 2006 eine „Säuberungsaktion“, ...
UN fürchten weitere Eskalation der Gewalt in Abchasien
Sicherheitsrat in Kaukasus-Krieg handlungsunfähig
Georgien: 12 deutsche UN-Soldaten im Einsatz
Trotz des Krieges zwischen Georgien und Russland sollen die internationalen Flughäfen in Tbilisi und Batumi nicht geschlossen werden. ...
Flüge nach Georgien von Krise in Südossetien betroffen
Lucas war bereits im Zusammenhang mit den Konflikt um Abchasien in Georgien. Er soll seit Samstag Abend in Tbilisi sein.
Georgien: Russland plant Erstürmung von Schlucht in Abchasien Reuters Deutschland -
Tiflis (Reuters) - Russland plant nach georgischen Angaben die Einnahme der strategisch wichtigen Kodori-Schlucht in der abtrünnigen georgischen Provinz ...
Abchasien macht mobil
Abchasische Separatisten starten Offensive
Er hatte bereits zuvor ein weiteres militärisches Vorgehen im von Georgien kontrollierten oberen Kodori-Tal in Abchasien angekündigt.
Schweizer Uno-Beobachter bleiben im Konfliktgebiet NZZ Online -
Das Kodori-Tal an der Grenze zu Russland gehört zu Abchasien, wird aber von Tbilissi kontrolliert.










