The Video-Maker lives in a village in the country of Georgia and this is my host family cleaning the inside of the 1000L clay wine container that is buried in the ground.
... host family making a brush that is used to clean the inside of the clay wine containers that are buried in the ground.
... host family making white wine.
... host family making chacha. Chacha is similar to vodka except chacha is made from grapes, not potatoes.
... host family making bread.
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Thursday, July 27, 2017
VIDEOS: Georgian Village Life - How to clean a Wine Container (#Quevri), make a wine brush, making white wine, how to make chacha & making bread
Saturday, July 15, 2017
#GEORGIANWINE: Tasting Georgia: Ein inspirierendes Buch von Carla Capalbo zur georgischen Weinkultur. Von Simon Woolf (palatepress.com)
(palatepress.com) Was fasziniert uns so an Georgien? Das Interesse an dieser kleinen Nation, die im Kaukasus liegt, scheint auf einem Allzeithoch zu sein - allein im letzten Monat wurden drei großen Bücher zum Thema Essen und Wein veröffentlicht. Und es werden weitere folgen.
Woran liegt das?: Georgien ist exotisch und liegt dort, wo sich West und Ost berühren und überschneiden. Georgien hat gerade genug westlichen Einfluss, um ein Gefühl der Vertrautheit zu verleihen, um einen Bezugsrahmen für westliche Besucher zu geben ...
Carla Capalbo's "Tasting Georgia", geschrieben und recherchiert in den letzten drei Jahren, ist in ihrer Komplexität ein unvergleichbares Buch. Es inspiriert und macht neugierig in diesem wunderschönen 464 Seitenmonster zu blättern.
Capalbo ist eine erfahrene Fotografin, und die Bilder in ihrem Buch sind atemberaubend. Ihre Fotos sind beeindruckend authentisch und intim. Die Rezepte prachtvoll präsentiert, mit einladender Lebensmittelfotografie und klaren Beschreibungen. Bisher habe ich nur die Walnuss-Paste (eine Schlüsselkomponente der Küche) versucht, die ein wunderbar schmackhaftes und authentisches Ergebnis hervorgebracht hat.
Kritisiert wurde, dass das Buch Details über die Weinherstellung oder über die Winzer missen lässt. Ich bin nicht einverstanden. Die siebenseitige Einführung in den georgischen Wein und die Weinbereitung ist prägnant und absolut vollständig. Es gibt nur wenige Zusammenfassungen zu den Qvevri-Produzenten, die so detailliert sind. Capalbo sprach ausführlich mit dem Historiker und Oenologen Giorgi Barisashvili. Seine kleine schmale Bröschüre ist wohl die beste Quelle darüber, wie man Wein im Kvevri macht - welches schwer zugänglich ist, außerhalb von Georgien.
Das Buch stellt 37 traditionelle Winzer aus Georgien vor - einerseits die bekannten Winzer (Alaverdi Monastery, Pheasant’s Tears/John Wurdeman, Iago Bitarishvili) und andererseits auch neun Namen (Dasabami, Mariam Iosebidze, Nika Partsvania). Anstatt ein sperriges Buch mit Weingut-Statistik, Listen von Weinen und Sterne Bewertungen, hat sich Capalbo für ausführliche Beschreibungen und Interviews mit den Winzern und ihren Familien entschieden. Und auch die Rezepte werden gleich aus der selben Quelle geliefert.
Es ist vielleicht nicht klar für diejenigen, die das Land nicht besucht haben, warum Capalbo sich entschieden hat, Wein, Essen, Kultur gleichzeitig zu präsentieren. In Georgien treten gerade diese Lebenbereiche gleichzeitig auf. Georgier trinken nicht ohne zu essen. Sie feiern, diskutieren, singen und unterhalten sich dabei bei einer Supra. Wein und Essen sind der entscheidende Treibstoff im Leben der Georgier.
Wenn ich etwas an diesem Buch zu kritisieren hätte, wäre es der enge Fokus auf die kleinen handwerklichen Winzer, die traditionell den Wein in qvevris keltern. Während dies zweifellos der faszinierendste und einzigartigste Aspekt des georgischen Weins ist, so ist er nicht unbedingt am meisten zugänglich, und ist ein kleiner Teil der gesamten Weinproduktion Georgiens. Größere Weingüter wie Tbilvino, Khareba oder Marani machen jetzt sehr gute qvevri-fermentierte Weine mit guter internationaler Verfügbarkeit und vielleicht verdienen sie eine Erwähnung. Sie sind auch zunehmend darauf ausgerichtet, Touristen in Mengen zu empfangen, was die kleineren Weingüter unmöglich leisten könnten.
Das heißt, es ist klar, dass Georgien durch die Romantik seiner Kultur und die Authentizität seiner Tradition - nicht unbedingt wegen einer gesteigerten industriellen Weinproduktion - Herzen und Köpfe gewinnt. In diesem und allen anderen Punkten ist das Buch von Capalbo ein Triumph.
Bestellung: interlinkbooks.com
Woran liegt das?: Georgien ist exotisch und liegt dort, wo sich West und Ost berühren und überschneiden. Georgien hat gerade genug westlichen Einfluss, um ein Gefühl der Vertrautheit zu verleihen, um einen Bezugsrahmen für westliche Besucher zu geben ...
Georgien gilt als die "Wiege des Weins". Die berühmten Traubenpips, die auf einem Qvevri-Fragment im Osten des Landes gefunden wurden, waren auf etwa 6.000 v. Chr. datiert (ich sage dies mit Vorsicht, da das benachbarte Armenien derzeit die ältesten archäologischen Reste eines Weinguts hat).
All dies führt zu einer sehr starken Mischung aus Kultur, Geschichte und lebendigen Traditionen wie der Supra (Fest), dem Toastmaster (Tamada), dem polyphonen Gesang und natürlich dem qvevri (amphorenähnliches Gefäß zur Gärung von alternden Wein). Es ist nicht verwunderlich, dass Georgien zu einem wichtigen Reiseziel wird, vor allem für Weinliebhaber, die mit einer der ältesten und aktivsten Weinkulturen der Welt in Berührung kommen möchten.
Carla Capalbo's "Tasting Georgia", geschrieben und recherchiert in den letzten drei Jahren, ist in ihrer Komplexität ein unvergleichbares Buch. Es inspiriert und macht neugierig in diesem wunderschönen 464 Seitenmonster zu blättern.
Capalbo ist eine erfahrene Fotografin, und die Bilder in ihrem Buch sind atemberaubend. Ihre Fotos sind beeindruckend authentisch und intim. Die Rezepte prachtvoll präsentiert, mit einladender Lebensmittelfotografie und klaren Beschreibungen. Bisher habe ich nur die Walnuss-Paste (eine Schlüsselkomponente der Küche) versucht, die ein wunderbar schmackhaftes und authentisches Ergebnis hervorgebracht hat.
Kritisiert wurde, dass das Buch Details über die Weinherstellung oder über die Winzer missen lässt. Ich bin nicht einverstanden. Die siebenseitige Einführung in den georgischen Wein und die Weinbereitung ist prägnant und absolut vollständig. Es gibt nur wenige Zusammenfassungen zu den Qvevri-Produzenten, die so detailliert sind. Capalbo sprach ausführlich mit dem Historiker und Oenologen Giorgi Barisashvili. Seine kleine schmale Bröschüre ist wohl die beste Quelle darüber, wie man Wein im Kvevri macht - welches schwer zugänglich ist, außerhalb von Georgien.
Das Buch stellt 37 traditionelle Winzer aus Georgien vor - einerseits die bekannten Winzer (Alaverdi Monastery, Pheasant’s Tears/John Wurdeman, Iago Bitarishvili) und andererseits auch neun Namen (Dasabami, Mariam Iosebidze, Nika Partsvania). Anstatt ein sperriges Buch mit Weingut-Statistik, Listen von Weinen und Sterne Bewertungen, hat sich Capalbo für ausführliche Beschreibungen und Interviews mit den Winzern und ihren Familien entschieden. Und auch die Rezepte werden gleich aus der selben Quelle geliefert.
Es ist vielleicht nicht klar für diejenigen, die das Land nicht besucht haben, warum Capalbo sich entschieden hat, Wein, Essen, Kultur gleichzeitig zu präsentieren. In Georgien treten gerade diese Lebenbereiche gleichzeitig auf. Georgier trinken nicht ohne zu essen. Sie feiern, diskutieren, singen und unterhalten sich dabei bei einer Supra. Wein und Essen sind der entscheidende Treibstoff im Leben der Georgier.
Wenn ich etwas an diesem Buch zu kritisieren hätte, wäre es der enge Fokus auf die kleinen handwerklichen Winzer, die traditionell den Wein in qvevris keltern. Während dies zweifellos der faszinierendste und einzigartigste Aspekt des georgischen Weins ist, so ist er nicht unbedingt am meisten zugänglich, und ist ein kleiner Teil der gesamten Weinproduktion Georgiens. Größere Weingüter wie Tbilvino, Khareba oder Marani machen jetzt sehr gute qvevri-fermentierte Weine mit guter internationaler Verfügbarkeit und vielleicht verdienen sie eine Erwähnung. Sie sind auch zunehmend darauf ausgerichtet, Touristen in Mengen zu empfangen, was die kleineren Weingüter unmöglich leisten könnten.
Das heißt, es ist klar, dass Georgien durch die Romantik seiner Kultur und die Authentizität seiner Tradition - nicht unbedingt wegen einer gesteigerten industriellen Weinproduktion - Herzen und Köpfe gewinnt. In diesem und allen anderen Punkten ist das Buch von Capalbo ein Triumph.
Bestellung: interlinkbooks.com
Thursday, July 06, 2017
VIDEO: Ancient Georgian traditional Qvevri wine-making method
UNESCO: Representative List of the Intangible Cultural Heritage of Humanity - 2013
URL: unesco.org/en/ancient georgian traditional qvevri wine making method
Description: Qvevri wine-making takes its name from the distinctive egg-shaped earthenware vessel -- the Qvevri -- in which wine is fermented and stored in villages and towns throughout Georgia. The tradition plays a vital role in everyday life and celebrations, and forms an inseparable part of the cultural identity of Georgian communities, with wine and vines frequently evoked in Georgian oral traditions and songs. Knowledge of this heritage is passed down by families, neighbours and friends, all of whom join in the communal harvesting and wine-making activities. Country(ies): Georgia
© Ministry of Culture and Monument Protection of Georgia, 2012
Duration: 00:09:59 - Support: DVD (0087000017)
+++
Inscribed in 2013 (8.COM) on the Representative List of the Intangible Cultural Heritage of Humanity
Qvevri wine-making is practised throughout Georgia, particularly in village communities where unique varieties of grapes are grown. The Qvevri is an egg-shaped earthenware vessel used for making, ageing and storing the wine. Knowledge and experience of Qvevri manufacture and wine-making are passed down by families, neighbours, friends and relatives, all of whom join in communal harvesting and wine-making activities. Children learn how to tend the vines, press grapes, ferment wine, collect clay and make and fire Qvevris through observing their elders. The wine-making process involves pressing the grapes and then pouring the juice, grape skins, stalks and pips into the Qvevri, which is sealed and buried in the ground so that the wine can ferment for five to six months before being drunk. Most farmers and city dwellers use this method of making wine. Wine plays a vital role in everyday life and in the celebration of secular and religious events and rituals. Wine cellars are still considered the holiest place in the family home. The tradition of Qvevri wine-making defines the lifestyle of local communities and forms an inseparable part of their cultural identity and inheritance, with wine and vines frequently evoked in Georgian oral traditions and songs.
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Saturday, June 24, 2017
BUCH: Georgia: A guide to the cradle of wine. Von Miquel Hudin and Daria Kholodilina (georgianjournal.ge)
Das Buch ist der Höhepunkt einer monatelangen Forschung über das gesamte Land Georgien. Das Publikation ist 300 Seiten dick, mit unzähligen Vollfarbfotos, umfangreichen Karten, Kellerlisten und einer Fülle von zusätzlichen Informationen über eines der ältesten Weinanbaugebiete der Welt.
Wie bei den anderen Büchern in der Vinologue-Serie (die im Jahr 2007 begonnen hat) konzentriert sich das Buch darauf, umfassend zu informieren, und sich die in der alten und manchmal exotischen Natur der georgischen Weine zurechtzufinden. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Herstellung und Nutzung der alten Terrakotta-Töpfe namens Kvevri (über 8.000 Jahre alt). Das Buch beinhaltet zudem auch die Weine, die nach internationalen Methoden im Edelstahltank und dem Ausbau im Eichenfass gekeltert werden, sowie die Experimente, für die die die Georgier sehr aufgeschlossen sind.
Die beiden Autoren sind Experten auf ihrem Gebiet und Liebhaber des Georgischen Weines. Miquel Hudin wurde mit dem Fortnum & Mason Award's Best Drink Writer of 2017 ausgezeichnet und ist zudem ein zertifizierten Sommelier, der für unzählige internationale Weinpublikationen schreibt.
Er sprach mit Georgian Journal über das Buch.
"Das Buch ist für Leute, die das Essen und den Wein in Georgien lieben, dafür gab es keine richtigen Führer. Es war mir ein Bedürfnis, dass ich persönlich hatte und seit der Veröffentlichung des Buches habe ich festgestellt, dass viele andere es teilen."
" Die Co-Autor Daria Kholodilina war für die Veröffentlichung des Buches sehr wichtig, da sie in Tbilisi ansässig ist und zusätzliches Insider Wissen sowie lokale Informationen geben kann."
Wein-Enthusiasten finden Empfehlungen für weinbezogene Orte sowie Bars, Restaurants und die Mehrheit der Weinkeller in Georgien in diesem Buch. Außerdem, wie Herr Hudin erzählt, gibt es eine Reihe von Kapiteln über die Geschichte, das Essen, die Trauben und sogar ein bisschen über die georgische Sprache.
Die Co-Autorin des Buches, Daria Kholodilina ist ein Marketing-und Tourismus-Experte aus der Ukraine, mit Sitz in Tbilisi - mit betreibt einen sehr beliebten Blog mit überwiegend georgischen Essen und Reisen.
Das Buch ist erhältlich unter: www.vinologue.com (weltweiter Versand)
Source in english: georgianjournal.ge/georgia a guide to the cradle of wine
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Sunday, June 18, 2017
#GEORGIANWINE: Georgische Winzer auf der RAW WINE FAIR 2016 in Berlin
Quevriweine auf der RAW WINE FAIR 2016 in Berlin
Autor: Ralph Hälbig
Kamera: Ralph Hälbig
Schnitt: Katrin Molnár
Berlin-Kreuzberg, Ende November. Nach London und New York fand die große Natur-Wein-Messe in diesem Jahr auch erstmals in Berlin statt. Hundertneununddreißig Winzer aus der ganzen Welt waren vor Ort, darunter sieben Weinartisten aus Georgien.
Dass die Georgier hier sind, haben sie vor allem Elena Kikanadse von der georgischen "Wine Agency" zu verdanken. Sie hat sie nach Berlin eingeladen.
Giorgi Natenadze, Winzer: This is the oldest grape, which I found three years ago. This is first time that I made wine for this grapes. It is a wild grape. It's very limited. Let's taste it!
Giorgi Natenadze sucht seit über zehn Jahren nach den alten (autochthon, indigenous) Weinen Georgiens. In der Zeit der osmanischen Herrschaft wurden viele Sorten in seiner Heimat Meskheti zerstört - der Geburtsort georgischen Weines:
Giorgi Natenadze, Winzer: Also Kachetiens says: the birthplace of Georgian Wine is Meskheti. There are many legends about how it is spread all over Georgia.
80% of my region is now part of Turkey. So I am going there and I am searching and finding some grapes and taking back to my region.
Natenadze erforscht eigenhändig türkische Wälder und alte Dörfer. 24 ursprüngliche Traubensorten seiner Heimat hat er schon wiedergefunden.
Die Leidenschaft für ursprüngliche, natürlich gereifte Dinge teilt auch der Deutsche Udo Hirsch. Er sucht ebenfalls nach alten Rebsorten in der Türkei. Und er produziert seinen Kvevri-Wein auch dort. Kein Problem, trotz Islam:
Udo Hirsch: In der osmanischen Zeit gab es allein 1600 Weinrestaurants in Istanbul. Also bitte! Und auf dem Lande wurde traditionell weiter getrunken. Außerdem gibt es 20 Millionen Aleviten, die Wein trinken dürfen! Für die ist es nicht verboten. Die trinken auch. Also man soll das nicht so eng sehen mit dem Islam.
Hirsch ist Weinhistoriker und hat in den Neunzigern mehrere Jahre in Georgien gelebt. Er ist eine Ikone des Kvevri-Weines und betreibt sein Geschäft inzwischen im türkischen Kapadokien. Erst vor kurzem hat er ein Buch über die Geschichte der Kvevri-Weine herausgebracht.
Udo Hirsch arbeitet mit Nika Bakhia und dem Winzer Soliko Tsaishvili zusammen. Gemeinsam vermarkten sie ihre Naturweine unter einem Label. Nika Bakhia macht seine Weine ohne jegliche Zusatzstoffe - ein Risiko, denn er überlässt den Wein komplett sich selbst.
Auf der RAW WINE Messe werden nur Weine präsentiert, die ohne chemische Behandlung gewachsen sind (biologischer Anbau) und auch natürlich gekeltert werden (biodynamisch). Diese besonderen Weine haben viele Fans. Es geht um Weine, die so gut wie gar nicht manipuliert werden - wie sonst üblich bei Industrieweinen.
Die ehemalige Präsidentenberaterin Rusudan Gorgiladze betreibt in Berlin-Kreuzberg ihr georgisches Restaurant "Schwiliko". Sie will die kaukasische Küche in der deutschen Hauptstadt populär machen und sucht dafür den richtigen Wein.
(2017 soll ihr Kochbuch "Savouring Georgia" auf Deutsch erscheinen.)
Rusudan Gorgiladze, Restaurantbesitzerin: Das ist eine der seltensten Rebsorten und sie wächst nur in Imereti. Die Traube ist sehr, sehr selten. Der Wein ist einer der besten - "Otskhanuri Sapere" ist der Name.
Ein Wein übertrifft hier den anderen. Die älteste bekannte Art des Weinausbaus im Kvevri findet weltweit immer mehr Beachtung und wird zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für andere Qualitätsweine. Ein echter Erfolg für die georgischen Winzer.
Die traditionelle Idee von Wein als Kunst sowie seine Bedeutung als Qualitätsprodukt, das eine ganz bestimmte Region verkörpert, rücken gerade auch die Georgier auf dieser Weinmesse in den Vordergrund. Und das kam gut an.
Mouseover for the Gallery
Didi madloba!! ... for the great times there to Paata Bolotashvili, Nika Bakhia, Soliko Tsaishvili, Alexander Buchashvili, Georgien Wein, Gotsa Wines, Giorgi Natenadze, Matthias Unger, Kahka Berishvili, Kakha Tchotiashvili, Mako Avqopashvili, Guram Avqopashvili
Saturday, December 17, 2016
#GEORGIANWINE: Georgia: The Land Where Wine Was Born. Documentary by Isabelle Legeron
Georgia - The Land Where Wine Was Born!
Isabelle first became interested in Georgia when she tasted Prince Makashvili (now renamed 'Our Wine') wines at a Slow Food event in France. She had been interested in wines made in clay pots for a while and knew the technology came from Georgia but had not realised how ubiquitous these ancient pots were in the country or in fact that it was probably in fact in one of these that wine was born some 8000 years ago in the south Caucasus.
A chance meeting in 2008 found her exploring the country and eventually filming a documentary about the dying art of the Qvevri (also spelled Kvevri), which helped raise awareness nationally and internationally about the uniqueness of Georgian wine and the plight of its few remaining artisan potters who were acting as custodians of one of the oldest wine technologies in the world.
The film helped contribute to what eventually became a reversal of fortunes for the dying art. Today Qvevris are not only formally recognized by the UNESCO list of Intangible Heritage of Humanity but many Qvevri-makers around the country now have waiting lists of clients, including Isabelle herself who created 2000 bottles of a natural Georgian orange wine in Kvevri.
THAT CRAZY FRENCH WOMAN in Georgia was broadcast on Travel Channel in 117 countries and 20 languages.
Wine lovers have a lot to thank Georgia for.This is where wine production first began, over 7000 years ago.Archaeological remains suggest that as early as 4000 BC grape juice was being placed in underground clay jars, or Kvevri, to ferment during the winter.
Georgia is a land famed for its natural bounty. These days there are over 500 species of grape in Georgia, a greater diversity than anywhere else in the world, with around 40 of these grape varieties being used in commercial wine production.
The vine is central to Georgian culture and tightly bound to their religious heritage. It is common for families throughout Georgia to grow their own grapes and produce wine. Feasting and hospitality are central pillars of Georgian culture, and traditional banquets are presided over by a toastmaster, or Tamada, who proposes numerous toasts throughout the meal, and ensures the wine flows liberally.
more: www.isabellelegeron.com @isabellelegeron
Monday, August 04, 2014
WINE: An Evening of Georgian Wine to be Held in Berlin on 7th August
As part of the the Georgian Culture Days, an evening will be devoted to Georgian wine on August 7 and hosted by Malkhaz Kharbedia, President of the Wine Club of Georgia. He will be talking about the history of Georgian wine, the traditional methods of qvevri winemaking, the current state of Georgian viniculture and other topics. The presentation will be followed by a tasting event as the guests will sample and describe 10 Georgian wines of different styles. The movie by Merab Kokochashvili – “The cradle of wine,” will close the evening program.
more here: georgien.blogspot.de
Malkhaz Kharbedia's blog
Malkhaz Kharbedia [facebook.com]
2012 Georgian Wine Guide by Malkhaz Kharbedia
FOOD & WINE: Georgian Wine Guide 2013. By Malkhaz Kharbedia - President of the Georgian Wine Club (en.vinoge.com)
Malkhaz Kharbedia: Nostalgic image of Georgian wines of soviet era should come to an end in Russia
more here: georgien.blogspot.de
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2012 Georgian Wine Guide by Malkhaz Kharbedia
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Friday, August 01, 2014
QUEVRI-METHODE: Weinbauern in Georgien kehren zu uralter Keltermethode zurück. Von J. Hartlieb und I. Metrevelli (yoopress.com)
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"Ich fülle nur rund 8000 Flaschen pro Jahr ab", berichtet Danelia. Wichtig sei ihm die Nutzung der Keltermethode, die seine Familie über Generationen gepflegt habe. Dazu werden die Trauben samt Stielen und Schalen in große, ovale Tongefäße gepresst, die dann in der Erde vergraben werden. In den Quevris genannten Amphoren, die bis zu 500 Liter fassen können, gärt der Inhalt anschließend monate- oder gar jahrelang.
Die Georgier nehmen für sich in Anspruch, als erste überhaupt Wein gekeltert zu haben - schon lange vor den Griechen und Römern. Tatsächlich lassen archäologische Funde darauf schließen, dass auf dem Gebiet des heutigen Georgien, zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaukasus, bereits vor gut 8000 Jahren Reben angebaut wurden.
Die Quevri-Methode wird von den Georgiern seit Jahrtausenden gepflegt. Viele Familien bauen in ihren Gärten Trauben an und produzieren ihren Hauswein, selbst in der Hauptstadt Tiflis ranken sich Rebengewächse um viele Balkone. "Der Weinkeller gilt heute noch als heiligster Ort der Haushalte", erläuterte die Unesco.
Doch mit der Eingliederung Georgiens in die Sowjetunion 1921 begann in den Kolchosen eine Massenproduktion von billigen, gesüßten Weinen mit oft zweifelhaften Zusätzen, die fast ausschließlich für den russischen Markt bestimmt waren. "Jedes rote Getränk mit den Label 'georgischer Wein' fand in Russland Absatz", erläutert Danelia. Darunter habe die Qualität erheblich gelitten.
Die Weinberge von Danelias Familie wurden damals wie alle anderen verstaatlicht. Und nachdem Georgien 1991 unabhängig wurde, hatte der Winzer alle Mühe, wenigstens einen kleinen Teil des ehemaligen Familienbesitzes zurück zu bekommen. Wie die meisten georgischen Weinbauern produzierte Danelia zunächst weiter für den russischen Markt - bis Moskau 2006 nach allerhand Reibereien mit Tiflis ein Embargo gegen georgischen Wein verhängte. Die Bauern mussten sich nach neuen Abnehmern umsehen.
"Und das war ihr Glück", betont Burkhard Schuchmann, der 2006 ein Weingut in der Anbauregion Kachetien erwarb und heute Wein von dort in rund 15 Länder exportiert. "Sie mussten wieder auf Qualität setzen und sich mit Marketing-Methoden vertraut machen", erläutert der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Eisenbahnunternehmens Vossloh AG. Viele Weinbetriebe hätten "gewaltig investiert" und verfügten mittlerweile über modernste Technik. Außerdem entspreche die Qualitätskontrolle heute den EU-Standards.
Insgesamt werden in Georgien nach Angaben des nationalen Winzerverbandes jährlich rund 60 Millionen Flaschen abgefüllt, von denen der größte Teil ausgeführt wird. Etwa 90 Prozent der Exporte gehen nach Russland - das sein Embargo 2013 wieder aufhob - und in Länder des ehemaligen Ostblocks.
In die EU wurden demnach im vergangenen Jahr rund 3,7 Millionen Flaschen Wein aus Georgien verkauft - dies entsprach gerade mal 0,01 Prozent des Weinkonsums in den 28 Mitgliedsländern. Doch das könnte sich nun ändern - denn das Ende Juni mit der EU unterzeichnete Assoziierungsabkommen sieht einen Wegfall der meisten Zollschranken vor. Dies werde den Export in die EU "energisch ankurbeln", betont die Sprecherin des Winzerverbandes, Maia Tskitischwili.
Die Experten setzen dabei auf Exil-Russen und russische Touristen, aber auch auf Weinliebhaber, die mal etwas Besonders kosten möchten - und dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Denn nach der Quevri-Methode gekelterte Tropfen sind nicht unter zwölf Euro die Flasche zu haben. Spitzenweine aus alten roten und weißen Rebsorten wie Saperawi, Kindsmarauli oder Mukasani, die nur in Georgien gedeihen, können bis zu 70 Euro kosten. (jutta.hartlieb-braun & irali metreveli)
mehr: kvevri.org/de/
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Friday, January 03, 2014
WEIN: "Wein weit weg". Stuart Pigott besucht Winzer in Nord-Michigan, Georgien, Moldawien, Norwegen und China. (weindeuter.blogspot.de)
(weindeuter.blogspot.de) In vielen Weinbücher werden häufig nur bekannte Themen wiedergekäut, Weinautoren ergötzen sich an Punktebewertungen und endloser Gaumenlyrik oder geben Wein-Lifestyle-Tips.
Stuart Pigott agiert anders !
Neben seinem jährlich erscheinenden Band "Kleiner genialer Weinführer" und seinem Opus Magnus zum Deutschen Wein "Wein spricht deutsch" berichtet er im Stil der Reisereportage in nunmehr drei Büchern von seinen spannenden und manchmal abenteuerlichen Erkundungen zur Globalisierung der Weinwelt. Seine Spur zieht sich mittlerweile durch alle Kontinente, auch in für unsere Vorstellungen (noch) abseitige Anbaugebiete wie Indien und Thailand. Im aktuellen Band mit dem Titel "Wein weit weg" besucht er Winzer in Nord-Michigan, Georgien, Moldawien, Norwegen und China.
Zum Glück versteht Pigott es auch, seine Texte mit viel Humor, Verve und einer gewissen Dramatik vorzutragen, wovon man sich bei seiner Lesung in der wunderschön hergerichteteten Maschinenhalle der Zeche Ewald in Herten (organisiert von der Weinhandlung Molitor) überzeugen konnte. Und es war nicht (nur) der Showauftritt eines spleenigen Engländers in buntkarierten Anzügen, sondern ein absolut kenntnisreicher Bericht, z.Bsp. über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bedingungen für den Weinbau. Obwohl also schon der Vortrag durchaus nicht "trocken" daherkam, gab es passend zum Buch ausgewählte Weine.
Zu Beginn zwei Rieslinge, beide so feinduftig mit angenehmen Frucht-Säure Spiel, wie Weine aus dieser Rebsorte idealerweise sein sollten. Jedoch der eine (Riesling O. 2008 von Olaf Schneider) kam von der Mosel von einem nur im Nebenerwerb als Winzer arbeitenden Elektriker mit Mini-Weinberg. Der andere ("Whole Cluster" Riesling 2008 vom Chateau Grand Traverse) war aus Nord-Michigan vom "Ayatollah des Rieslings" Sean O´Keefe. Noch origineller ging es bei den Roten zu. Der 2006er "Premium" Cabernet-Saubignon/Merlot von Grace Vineyard aus der Shanxi Provinz hatte wunderbar cremig-weiche Himbeer/Johannisbeeraromen, jedoch nicht überbordend, eher fein und feminin wirkend mit 12,5%. Absolut expressiv ging dann der 4. Wein zur Sache: Saperavi 2008 vom Weingut "Nika" aus Georgien. Ein "wildes Tier aus dem Kaukasus" (Stuart Pigott), nach traditioneller georgischer Kellertechnik in Tonamphoren vergoren und gereift. Dichte Nase nach Plaumenkompott mit Zimt, Mund voll mit Frucht, Gerbstoff kommt als Nachbrenner - absolut faszinierend. Natürlich gab es auch dazu eine originelle Winzergeschichte: Nika Bakhia lebt eigentlich als Künstler in Berlin.
Nähere Infos mit links zu den Winzern: weindeuter.blogspot.de/2009/12
Homepage von Stuart Pigott: stuartpigott.de
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Friday, December 06, 2013
FOOD & WINE: 2011 Shavi Jikhvi Saperavi Qvevri. Saperavi (Kachetien, Georgien). Eine Entdeckung von Arno Steguweit (sommelier-prive.de)
(sommelier-prive.de) Retro-Stil aus der Tonamphore: Das ist der fruchtbetonte Georgier aus 100 % heimischen Trauben.
Am Gaumen wirkt er zunächst fruchtbetont und dicht, entwickelt aber mit der Zeit auch eine belebende Säure, welche die anderen Geschmackskomponenten sehr gut ergänzt. Die feinkörnigen Tannine bilden das Rückgrat des Saperavi. Für Weinliebhaber, die abseits der üblichen Pfade mal etwas Neues entdecken wollen, eine echte Bereicherung! Georgien, der schlafende Weinriese.
"Ein grandioser Tropfen, der jeden Weingenießer überzeugen wird. Klasse!" (Arno Steguweit)
Rebsorte Saperavi
Nase Kirsche, Johannisbeere, dezente Süßholz-Note
Geschmack fruchtbetont, dicht, belebende Säure, feinkörnige Tannine
Alkoholgehalt 13.5 %
Serviertemperatur 10°C bis 13°C
Lagerfähigkeit Jetzt bis 7 Jahre
Speiseempfehlung nicht verfügbar
Spitzenrotwein aus Georgien? Spitzenrotwein aus Georgien!
Von wegen alter Wein in neuen Schläuchen! Aus Georgien, der Heimat des Weinbaus kommt dieser extravagante Rotwein im Retro-Style. Er wird reinsortig aus Saperavi bereitet, dem Topstar der Kaukasusrepublik. Das Besondere daran? Er wird ganz traditionell in großen Tonamphoren ausgebaut – Originalität pur! Heraus kommt ein Rotwein mit sauberen Fruchtaromen, zarter Säure und edlen Tanninen – eben alles, was so dazugehört.
Wer hätte gedacht, dass die Wiege der Weinkultur eben nicht in Griechenland steht? Denn gut vier Jahrtausende bevor die Hellenen beim Dionysos-Kult ekstatisch um die Fässer tanzten, hatte man in Georgien bereits Erfahrung im gezielten Anbau des Rebsaftes gesammelt. Tatsächlich darf ich Euch sagen, dass die Funde von Traubenkernen mit Pressspuren und auch Überreste uralter Keltern von Archäologen ca. 8000 Jahre zurückdatiert wurden. Und der Schwarzmeeranrainer wartet gleich mit einem weiteren Superlativ auf: Etwa 500 der 4000 weltweit bekannten Rebsorten sind dort bis heute anzutreffen. Grund genug, sich einen Vertreter einmal etwas genauer anzuschauen… Speerspitze eines Trends: Der Rotwein aus der Tonamphore
Einer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, und mutig versucht, das Renommee des Weinbaulandes Georgien aufzupolieren, ist Shavi Jikhvi. In der Region Kachetien im äußersten Südosten Georgiens baut er Rotweine an, die ich als außergewöhnlich authentisch empfinde. Der Exot, den ich Euch vorstellen möchte, heißt 2011 Saperavi Qvevri. Saperavi ist der Name der qualitativ hochwertigsten Rebsorte des Landes – sozusagen der Nebbiolo des Kaukasus. Sie zeichnet sich durch eine wunderschöne kirschrote Farbe mit violetten Reflexen aus und bietet eine mittlere Viskosität. Qvevri heißt auf Georgisch „Tonamphore“- unser Wein ist also wie anno dazumal im Tongefäß ausgebaut. Was zunächst unvertraut klingt, liegt zunehmend im Trend: immer mehr Toperzeuger der sogenannten Alten Welt experimentieren mit dem antiken Gebinde. Heraus kommt ein äußerst interessanter Rotwein, der sauber nach Johannisbeere duftet, Anklänge an Kirsche hat und eine dezente Note von Süßholz mitbringt.
“Eine echte Bereicherung für Weinliebhaber, die abseits der üblichen Pfade etwas Neues entdecken wollen.“
Ich gehe davon aus, dass viele von Euch noch keinen Wein aus Georgien probiert haben. Denn trotz der langen Tradition haben sich die autochthonen Gewächse von dort bisher noch kaum Marktanteile sichern können. Man bedenke: Während der Glanzzeit der Sowjetunion standen immerhin 130.000 Hektar unter Reben – so viel, wie in Deutschland und der Schweiz zusammen. Doch dann kam unter Gorbatschow die Prohibition und die etablierte Weinkultur zerfiel. Die Lektion, wie immer: ein leckeres Genussmittel zu verbieten, das derart in der Gesellschaft und der Kultur verankert ist, ist nie eine gute Idee. Umso schöner, dass mutige Visionäre wie Shavi Jikhvi mit seinen Amphoren die Tradition des Weinbaulandes Georgien wiederbeleben.
Shavi Jikhvi
Ein Weingut in Georgien
So, wie wenige die „Wiege der Menschheit“ auf Anhieb in Mesopotamien vermuten würden, gibt es selbst unter Weintrinkern nur wenige, welche die „Wiege des Weins“ in Georgien verorten würden. Doch tatsächlich gibt es starke Hinweise, die nahelegen, dass in dem kleinen Land am Schwarzen Meer schon vor 8000 Jahren Vorformen von Weinbau betrieben wurden. So steht auch ein relativ großer Teil der Weinbaugebiete unter Weltkulturerbe. Es wird geschätzt, dass es weltweit etwa 4000 Rebsorten gibt, von denen 500 allein auf Georgien zurückzuführen sind. Der Schwerpunkt der Weinproduktion liegt in Kachetien, im Westen Georgiens. Experten vergleichen die klimatischen Bedingungen und sonstigen Terroir-Gegebenheiten mit denen des Bordeaux und des Burgund. Ein Weingut aus Kachetien, das in den letzten Jahren mit seinen Weinen für internationales Aufsehen gesorgt hat, ist Shavi Jikhvi. Beispielsweise wurde der 2007er Rotwein bei den Blind-Degustationen zum AWC vienna 2011 international wine challenge mit GOLD ausgezeichnet.
Am Gaumen wirkt er zunächst fruchtbetont und dicht, entwickelt aber mit der Zeit auch eine belebende Säure, welche die anderen Geschmackskomponenten sehr gut ergänzt. Die feinkörnigen Tannine bilden das Rückgrat des Saperavi. Für Weinliebhaber, die abseits der üblichen Pfade mal etwas Neues entdecken wollen, eine echte Bereicherung! Georgien, der schlafende Weinriese.
"Ein grandioser Tropfen, der jeden Weingenießer überzeugen wird. Klasse!" (Arno Steguweit)
Rebsorte SaperaviNase Kirsche, Johannisbeere, dezente Süßholz-Note
Geschmack fruchtbetont, dicht, belebende Säure, feinkörnige Tannine
Alkoholgehalt 13.5 %
Serviertemperatur 10°C bis 13°C
Lagerfähigkeit Jetzt bis 7 Jahre
Speiseempfehlung nicht verfügbar
Spitzenrotwein aus Georgien? Spitzenrotwein aus Georgien!
Von wegen alter Wein in neuen Schläuchen! Aus Georgien, der Heimat des Weinbaus kommt dieser extravagante Rotwein im Retro-Style. Er wird reinsortig aus Saperavi bereitet, dem Topstar der Kaukasusrepublik. Das Besondere daran? Er wird ganz traditionell in großen Tonamphoren ausgebaut – Originalität pur! Heraus kommt ein Rotwein mit sauberen Fruchtaromen, zarter Säure und edlen Tanninen – eben alles, was so dazugehört.
Wer hätte gedacht, dass die Wiege der Weinkultur eben nicht in Griechenland steht? Denn gut vier Jahrtausende bevor die Hellenen beim Dionysos-Kult ekstatisch um die Fässer tanzten, hatte man in Georgien bereits Erfahrung im gezielten Anbau des Rebsaftes gesammelt. Tatsächlich darf ich Euch sagen, dass die Funde von Traubenkernen mit Pressspuren und auch Überreste uralter Keltern von Archäologen ca. 8000 Jahre zurückdatiert wurden. Und der Schwarzmeeranrainer wartet gleich mit einem weiteren Superlativ auf: Etwa 500 der 4000 weltweit bekannten Rebsorten sind dort bis heute anzutreffen. Grund genug, sich einen Vertreter einmal etwas genauer anzuschauen… Speerspitze eines Trends: Der Rotwein aus der Tonamphore
Einer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, und mutig versucht, das Renommee des Weinbaulandes Georgien aufzupolieren, ist Shavi Jikhvi. In der Region Kachetien im äußersten Südosten Georgiens baut er Rotweine an, die ich als außergewöhnlich authentisch empfinde. Der Exot, den ich Euch vorstellen möchte, heißt 2011 Saperavi Qvevri. Saperavi ist der Name der qualitativ hochwertigsten Rebsorte des Landes – sozusagen der Nebbiolo des Kaukasus. Sie zeichnet sich durch eine wunderschöne kirschrote Farbe mit violetten Reflexen aus und bietet eine mittlere Viskosität. Qvevri heißt auf Georgisch „Tonamphore“- unser Wein ist also wie anno dazumal im Tongefäß ausgebaut. Was zunächst unvertraut klingt, liegt zunehmend im Trend: immer mehr Toperzeuger der sogenannten Alten Welt experimentieren mit dem antiken Gebinde. Heraus kommt ein äußerst interessanter Rotwein, der sauber nach Johannisbeere duftet, Anklänge an Kirsche hat und eine dezente Note von Süßholz mitbringt.
“Eine echte Bereicherung für Weinliebhaber, die abseits der üblichen Pfade etwas Neues entdecken wollen.“
Ich gehe davon aus, dass viele von Euch noch keinen Wein aus Georgien probiert haben. Denn trotz der langen Tradition haben sich die autochthonen Gewächse von dort bisher noch kaum Marktanteile sichern können. Man bedenke: Während der Glanzzeit der Sowjetunion standen immerhin 130.000 Hektar unter Reben – so viel, wie in Deutschland und der Schweiz zusammen. Doch dann kam unter Gorbatschow die Prohibition und die etablierte Weinkultur zerfiel. Die Lektion, wie immer: ein leckeres Genussmittel zu verbieten, das derart in der Gesellschaft und der Kultur verankert ist, ist nie eine gute Idee. Umso schöner, dass mutige Visionäre wie Shavi Jikhvi mit seinen Amphoren die Tradition des Weinbaulandes Georgien wiederbeleben.
Shavi Jikhvi
Ein Weingut in Georgien
So, wie wenige die „Wiege der Menschheit“ auf Anhieb in Mesopotamien vermuten würden, gibt es selbst unter Weintrinkern nur wenige, welche die „Wiege des Weins“ in Georgien verorten würden. Doch tatsächlich gibt es starke Hinweise, die nahelegen, dass in dem kleinen Land am Schwarzen Meer schon vor 8000 Jahren Vorformen von Weinbau betrieben wurden. So steht auch ein relativ großer Teil der Weinbaugebiete unter Weltkulturerbe. Es wird geschätzt, dass es weltweit etwa 4000 Rebsorten gibt, von denen 500 allein auf Georgien zurückzuführen sind. Der Schwerpunkt der Weinproduktion liegt in Kachetien, im Westen Georgiens. Experten vergleichen die klimatischen Bedingungen und sonstigen Terroir-Gegebenheiten mit denen des Bordeaux und des Burgund. Ein Weingut aus Kachetien, das in den letzten Jahren mit seinen Weinen für internationales Aufsehen gesorgt hat, ist Shavi Jikhvi. Beispielsweise wurde der 2007er Rotwein bei den Blind-Degustationen zum AWC vienna 2011 international wine challenge mit GOLD ausgezeichnet.
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UNESCO-WORLDHERRITAGE: Ancient Georgian traditional Qvevri wine-making method (unesco.org)
Florian Mühlfried in facebook: Fantastic!! Georgian kvevri-winemaking declared as intangible cultural heritage! Now let's see what this does to the quality of the wine. And what kind of oportunities it offers to research projects.
Place/country: Georgia,
Series: 2013 inscriptions on the Representative List/Inscriptions 2013 sur la Liste représentative,
Type: Documentary
Duration: 00:09:59
Author/director: Mr. Merab Kokochashvili,
Publisher/producer: Ministry of Culture and Monument Protection of Georgia,
Published in: 2013
Friday, September 21, 2012
Georgien: Tbilisi Wine Festival 2012. By Expo Georgia (expogeorgia.ge)
(expogeorgia.ge) We are proud to invite you to the fascinating wine show, to feel and taste Georgian wines and spirits. Tbilisi Wine Festival will be held on September 22-24. Expo Georgia, 118 A.Tsereteli ave.
WinExpo will present Georgian wines, sparkling wines, spirits, accessories and souvenirs, wine routes, glassware, wine restaurants and spa. You will find information about ingredients and additives, processing equipment, packaging and labeling, vine culture machinery, nursery and services.
Producers of Qvevri (amphorae) wine will be presented offering variety of tastes and traditions of different regions of Georgia.
It is the unique opportunity to observe whole assortment of Georgian wines in one place. Taste, compare, and chose.
Professional wine makers will give you insights of heavenly drink.
It is great opportunity to buy favorite product at discounted prices.
Entrance Fee: 5 Gel
For those who marks Going at this event entrance will be free of charge. Waiting for you at WinExpo Georgia.
+++
WINEXPO GEORGIA 12 – The only international Wine and Spirits Fair in Georgia and in the whole Caucasus Region, presenting full range of wine industry, products and services. So it’s a unique chance for producers and exporters to build success in the New Market of business opportunities.
WINEXPO GEORGIA 12 creates utterly profitable climate for:
- Taking advantage of historical recognition and decades of cumulative investment in Georgian brand in the huge wine market of Eastern Europe;
- Tblending of the best of both western and traditional Georgian practices in winemaking;
- Encouraging the formation of wine cluster in Georgia using the western expertise and machinery;
- Attracting a large number of buyers and experts from CIS countries and not only, by high-quality visitor’s promotion campaign;
- Promotion of your products in the promising Caucasus region.
Blooming export flows and growth of consumption of Georgian wine raised demand on modern technologies and machineries.
We offer you the best platform to: discovering new markets, forging new contacts and expanding your business.
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Tbilisi
Location:
Akaki Tsereteli Ave, Tiflis, Georgien
Saturday, August 18, 2012
DEGUSTATION: Vom Holz geküsst_Dr. Rolf Klein stellt vor: "2008 Schuchmann Saperavi aus der Amphore" (youtube.com)
Direkt aus der Weinstyle 2012 in Hamburg:
"Vom Holz geküsst" Dr. Rolf Klein stellt den 2008 Schuchmann Saperavi aus der Amphore vor.
Besondere Rebsorte, besondere Vinifizierungsmethode, ein durch und durch spannender Wein.
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Location:
Hamburg, Deutschland
KAKHETI: Degustation with Gogi Dakishvili: 2008 Saperavi aus dem Qvevri (youtube.com)
Tuesday, May 08, 2012
GEORGISCHER WEIN: Auf der Suche nach der Seele des Weines (mathier.ch)
Die Weinbereitung in Kveris, so werden diese speziellen Amphoren in Georgien genannt, stellt für uns Passion der besonderen Art dar: Die Kvevris sind bei uns in der Erde vergraben. Die Trauben kommen entstielt in diese Gefässe hinein und bleiben dort 8 Monate lang. Ohne Beigabe von Schwefel oder anderen Stabilisatoren werden sie langsam zu Wein. Nach 8 Monaten kommt der Wein in sogenannte Lagerkvevris und bleibt dort noch einmal 2 Jahre.

Die Kvevris fassen je nach Größe 2000 – 4000 Liter. Wir, die Weinfamilie Albert Mathier& Söhne, haben sie eigenständig aus Georgien in die Schweiz importiert. Georgien gilt als die Wiege des Weines, denn dort wurde bereits vor über 7500 Jahren Wein in Amphoren ausgebaut. Jetzt befinden sich die Kvevris,in der Erde direkt hinter der Kellerei. Der Boden isoliert und reguliert zugleich die Temperatur für eine schonende Gärung, außerdem stabilisiert er den Wein. Die Zeit stellt bei dieser Art der Weinbereitung die wichtigste Komponente dar. Während acht Monaten wird der Most in den Amphoren zu Wein vergären und die Sedimente werden langsam absinken. Im Frühjahr wird daraus ein klarer Wein resultieren, der in Fässern aus Kastanien-, Kirschen - und Akazienholz ausgebaut und zwei Jahre später abgefüllt wird.
Als erste Kellerei in der Schweiz und eine der wenigen in ganz Europa, wird seit 2009 in traditionellen, georgischen Amphoren Wein ausgebaut. Damit übernimmt die Weinfamilie Albert Mathier & Söhne in der Schweiz die Pionierrolle in dieser Art der Weinbereitung. Im Jahr 2011 wird die exklusive Rarität erstmals den Weinfreunden der Albert Mathier & Söhne AG präsentiert.
L'Amphore blanc in der NZZ am Sonntag
L'Amphore blanc in der Zeitung "Le Temps" vom 25.02.2012
Als eine der ersten Zeitungen hat die Le Temps über unseren Amphorenwein berichtet. Nun hat sie den ersten Wein probiert. Lesen sie den Kommentar im Le Temps vom 25.02.2012
Soeben aus Georgien eingetroffen: unsere zukünftige Generation Kvevris
Der nächste Schritt für unsere Kvevri-Geschichte: Diesen Donnerstag, 08.02.2012 haben wir weitere 6 Kvevris direkt aus Georgien zur Lagerung bekommen.
Damit geht die Kvevri-Weinbereitung in eine neue Phase.
Die Weine aus den Kvevris der Jahrgänge 2009 und 2010 wurden nach der 8 monatigen Gärung und Maischestandzeit in Akazien- und Kirschenholzfässern weiter ausgebaut, bis sie abgefüllt wurden.
Mit diesen neuen Kvevris werden wir ab dem Jahrgang 2011 nur noch in grossen Tonamphoren arbeiten. Gärung und Ausbau werden ausschliesslich in den Kvevris erfolgen.
Die Degustation des "Amphore blanc" im Walliser Boten vom 7.2.12
Nachdem wir vor Weihnachten 2011 den ersten weissen Amphorenwein abgefüllt haben, folgen die ersten Kommentare. Als erste Zeitung hat sich der Walliser Bote des Amphore blanc angenommen.
Unsere Kvevris in der Zeitung "Schweizer Bauer" Die unabhängige Zeitung für die Landwirtschaft
ALGESCH VS: Amédée Mathier stellt wieder Wein in tönernen Amphoren her
Neuer Wein nach uralter Tradition
Nachdem Amédée Mathier auf einer Reise nach Georgien 14-jähriger Wein offeriert wurde, der in einer im Boden vergrabenen Amphore reifte, begann er auch zu Hause in Salgesch VS Wein in einer Amphore herzustellen. Ab diesem Herbst gelangt sein erster „Kvevri“-Wein in den Verkauf.
CHRISTIAN ZUFFEREY
Unter Tomaten und Zwiebeln, mitten in einem gewöhnlichen, unscheinbar wirkenden Gemüsegarten vergraben, lag im Jahr 2008 eine tönerne Amphore, Kvevri genannt. Amédée Mathier, Inhaber der Weinhandlung Albert Mathier & Söhne in Salgesch VS, befand sich auf einer Reise nach Georgien und beobachtete ehrfürchtig die Szenerie: „Das war für mich ein so faszinierendes Erlebnis, dass ich heute noch das Bild vor mir sehe, wie der georgische Weinbauer die Amphore ausgegraben hat, und uns Wein angeboten hat, der hier drin 14 Jahre lang gelagert war.“ Die Tradition des Weinbaus soll archäologischen Forschungen zufolge schon vor 7'500 Jahren in den fruchtbaren Tälern des Süd-Kaukasus begonnen haben, also lange bevor die Griechen und Römer mit dem Weinbau begonnen haben.
Amphoren von Hand
Mit etwas Glück hat er in Georgien auch einen deutschen Händler kennengelernt, dem vor allem auch daran gelegen war, das alte Handwerk der Amphorenherstellung zu erhalten. „Nur fünf Leute in Georgien wissen heute noch, wie man aus Ton eine Kvevri aufbaut“, erzählt Mathier. Diese werden nämlich nicht auf einem Drehteller hergestellt, sondern minutiös von Hand aufgebaut. Nur rund 1 ½ Zentimeter dick sind die Wände der Kvevris – würde man sie so mit Wein füllen, würden sie zerplatzen. Doch wenn man sie in der Erde vergäbt, stabilisiert das umgebende Land.
Der Grund, weshalb die Georgier den Wein im Boden vergraben haben, war laut Mathier jedoch nicht nur die Temperatur, die in der Erde ziemlich konstant ist. Die Form der Amphore bringt auch die natürliche Gärhefe besser zum drehen, so dass eine natürliche Dynamik entsteht. Die Porösität des Tons lässt ausserdem Luftaustausch zu, und schliesslich enthält Ton winzige Spuren von Silber, das reinigend und stabilisierend wirkt. Durch das Vergraben im Boden war der Wein zugleich vor Diebstahl geschützt.
7’500 Jahre alte Tradition
Mathier war von der Idee fasziniert, Wein in Kvevris reifen zu lassen. Für ihn eröffnete sich so eine neue, faszinierende Dimension der Weinbereitung, die aber auf eine 7'500 Jahre alte, aber praktisch vergessene Tradition zurückblickt.
Acht Kvevris liess er sich bis heute aus Georgien nach Salgesch bringen, wo er sie unmittelbar neben seiner Weinkellerei ebenfalls im Boden vergraben hat. Zwei bis drei Meter tiefe Löcher hat er ausgehoben, je nach Grösse der Kvevri, und nachdem diese mit ihrem oberen Rand bis etwa 50 Zentimeter im Boden versenkt war, wurde das Loch vorsichtig wieder mit Erde aufgefüllt. Dabei sei Fingerspitzengefühl gefragt, meint Mathier. Auch ihm gingen zwei Kvevris zu Bruch, schliesslich konnte er aber nach der Weinlese 2009 den ersten Wein darin abfüllen.
Noch keine Erfahrung
Beim roten Cornalin ging aber schon mal alles schief. Mit viel Schwefel hätte man den Wein zwar vermutlich retten können, doch das hätte der Philosophie der konsequent natürlichen Weinbereitung im Kvevri widersprochen. So hat er 1 500 Liter Wein verloren. „Wir wissen heute noch nicht, warum der Cornalin nicht funktioniert hat“, erzählt Mathier. Möglicherweise lag das daran, dass die Amphore verunreinigt, die Trauben nicht sauber, oder vielleicht auch schon zu reif waren. „Die Trauben müssen auf jeden Fall von allerbester Qualität und entstielt sein“, ist Mathier überzeugt. Statt Cornalin verwendete man daher nach der letztjährigen Weinlese Cabernet franc, in diesem Herbst will Mathier dann auch einen Versuch mit Syrah machen. Beim Weisswein, einer Assemblage zwischen den alten Walliser Sorten Ermitage und Resi, hat es bereits beim ersten Versuch geklappt.
Während acht Monaten verbleibt der Wein in der Kvevri, im Falle von Rotwein einschliesslich der Maische, wo die alkoholische Gärung und anschliessend der biologische Säureabbau stattfinden. Während der alkoholischen Gärung ist die Amphore oben geöffnet, für den Säureabbau wird sie mit einer steinernen Platte verschlossen. Der Ausbau des Weins schliesslich erfolgt in Fässern, die sich Mathier aus Akazien- und Kirschenholz anfertigen liess. Ab dem Jahrgang 2011 will Mathier jedoch auch für diese zweite Etappe der Weinbereitung Kvevris verwenden. Nur für den Verkauf will Mathier den Wein weiterhin in Glasflaschen abfüllen.
Verkauf in Glas-Flaschen
„Würde man den Wein in kleinen Tonkrügen verkaufen, dürfte dies der Qualität und der Einmaligkeit dieses Weins eher abträglich sein und in Folklore oder einen reinen Gag ausarten“, schätzt Mathier. „Der Qualität des Weins zuliebe und für eine einfachere Logistik bleiben wir beim Glas.“
Ab kommendem Spätherbst wird der „L’ Amphore blanc“, Jahrgang 2009, erstmals in Flaschen abgefüllt. Von den rund 2'000 Flaschen sollen aber vorerst nur 600 Flaschen in den Verkauf gelangen, weitere 300 Flaschen will Mathier einlagern. Vermutlich wird die bereits bestehende Stammkundschaft als erste den neuen, alten Wein geniessen dürfen. Doch definitiv entschieden ist noch nichts. Auch der Preis ist noch nicht bekannt, dieser dürfte aber deutlich höher liegen als bei den übrigen Weinen in seinem Sortiment.
Mehr über die Weinherstellung in Amphoren unter www.kvevri.org. Ein Film und eine Bildstrecke, die zeigen, wie die Amphoren in den Boden eingegraben wurden, ist unter www.mathier.ch/amphoren-kvevris zu sehen.
Bildlegende:
Beim Vergraben der bis zu 1 800 Liter fassenden Amphoren in den Boden ist äusserstes Fingerspitzengefühl gefragt, wie an dieser zerbrochenen Kvevri zu sehen ist: Amédée Mathier. (Bild: Christian Zufferey)
Bis zu 1 800 Liter fassende, tönerne Amphoren hat Amédée Mathier neben seiner Kellerei in den Boden vergraben, in denen er nun Wein bereitet. (Bild: Christian Zufferey)
Kommentar
Wie sein Kind
In wenigen Tagen/Wochen beginnt die Weinlese. Und gleichzeitig die Herausforderung, aus den gelieferten Trauben das richtige zu machen. Bei der grossen Vielfalt der verschiedensten Weine, die heute erhältlich sind, ist es schwierig geworden, sich mit etwas Speziellem abzuheben. Aber immer wieder fallen Kellereien auf, die sich etwas Spezielles einfallen oder sich von anderen inspirieren lassen. Amédée Mathier liess sich in Georgien inspirieren. Doch mit seinem Kvevri-Wein wird er kaum das grosse Geschäft machen. Aber das ist für ihn auch nicht nötig. Er betrachtete seinen aussergewöhnlichen Wein eher als sein Kind, die wirtschaftlichen Interessen sind zweitrangig. Innovationen wie diese helfen aber zumindest, auf sich aufmerksam zu machen.
Christian Zufferey
Unsere Kvevris in der September-Ausgabe vom Vinum
Die Schweizer Ausgabe der Zeitschrift Vinum vom September 2011 widmet sich auf 3 Seiten unseren Amphoren. Lesen Sie selbst.
Unsere Kvevris in der Schweizer Zeitung für Obst- und Weinbau
Daniel Pulver von der Forschungsanstalt Agroscop Changins-Wädenswil, hat in der „Schweizer Zeitung für Obst- und Wein“ einen interessanten Artikel zu den Kvevris geschrieben. Er geht darin auch näher auf die Degustation anlässlich unseres Kvevri-Kongresses ein.
Die Zeit, 01.06.2011
In der Ausgabe vom 1. Juni 2011 hat die sich renomierte Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" in einem ganzseitigen Artikel der Vinifikation in Amphoren angenommen.

Quelle: www.mathier.ch
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Georgien
Friday, October 21, 2011
BLOG: Nein, Georgien ist nicht die Wiege des Weinbaus ... (enobooks.de)
von Eckhard Supp (enobooks.de) - Nein, Georgien ist nicht die Wiege des Weinbaus und des Weins - was auch immer der eine oder andere Romantiker oder Weinvermarkter behaupten mag -, und auch die Rolle der traditionellen Amphore, des Kvevri, bei der Entstehung des besonderen Charakters georgischer Weine bleibt umstritten. Dies ist das Fazit, das man aus Vorträgen ziehen konnte, die kürzlich auf dem Ersten Internationalen Kvevri-Symposium auf Kloster Alaverdi in der georgischen Provinz Kachetien gehalten wurden.Unterstützt von der Entwicklungshilfeorganisation der US-Regierung, USAid, hatte die Georgian Wine Association, ein Zusammenschluss kleinerer Spitzenerzeuger des Landes, zu diesem Symposium eingeladen, dessen offizieller Hauptgegenstand der (die, das?) Kvevri war, die traditionelle Gär- und Lageramphore der Georgier. Erster und auch interessantester Tagesordnungspunkt des Symposium war dann aber gar nicht diese Kvevri-Amphore, sondern der Ursprung des Weins ganz allgemein. Das Erstaunlichste an diesem Symposium war der Mut, mit dem die Organisatoren um die tüchtige Tina Kezeli nicht davor zurückschreckten, auch die heiligsten Kühe des georgischen Weinbaus schlachten zu lassen.
Das Wichtigste gleich vornweg: Georgien ist weder das Ursprungsland der Weinrebe in ihrer domestizierten (Kultur)Form, noch das des Weinbaus. Und das, obwohl immer wieder behauptet wird, dass hier bereits vor 8.000 Jahren Wein gekeltert und getrunken worden sein könnte, dass die Kulturrebe von hier stamme, und dass die ältesten archäologischen Funde hier stattfanden. Und obwohl dieses Theorem von der "Wiege des Weins" auch auf diesem Symposiums in zahlreichen Beiträgen immer wieder neu aufgetischt wurde - zu groß scheint die werbliche Faszination, die von dieser Art Aussagen ausgeht.
Vor allem dem Biomolekular-Archäologen Patrick E. McGovern von der University of Pennsylvania und José Vouillamoz, einem Rebforscher der schweizerischen Uni Neuchâtel kam dabei das Verdienst zu, den Ursprung der Rebe und des Weins bis in feinste Verästelungen entmystifiziert zu haben. Die älteste bekannte archäologische Evidenz, so Mc Govern, stammt gerade nicht aus Georgien, sondern aus dem norwestlichen Iran, und geht auf eine Zeit vor etwas 7.000 Jahren zurück. Die erste Begegnung des Menschen mit Wildreben der Art Vitis vinifera liegt dagegen schon weitaus länger zurück, und man nimmt an, das Homo sapiens bereits bei seinem Auszug aus Afrika vor 70.000 und mehr Jahren im heutigen Libanon auf sie stieß.
Homo sapiens und Vitis vinifera
Was zwischen diesen beiden Daten geschah, hat die Wissenschaft jetzt mithilfe von Genanalysen und archäologischen Funden rekonstruieren können. Diese legen nahe, dass die Domestizierung - sprich die Selektion von zweigeschlechtlichen, selbstbefruchtenden Pflanzen, die deutlich höhere und stabilere Erträge der begehrten Beeren versprachen als die eingeschlechtlichen - an einem einzigen Ort stattfand, und zwar im südlichen Anatolien, dem nördlichsten Punkt des so genannten Fruchtbaren Halbmonds (südliche Türkei bis Zweistromland), stattfand. Aus diesem einen historischen Akt der Selektion hätten sich dann, der Theorie zufolge, sämtliche der bekannten 8.000 - 10.000 Kulturrebsorten unserer Zeit entwickelt, die für 99,9 % des Weltweins aufkommen - das restliche 0,1 % wird aus Vitis labrusca, einer anderen Art der Vitaceae, gekeltert.
Die Genanalyse von Wild- wie Kulturreben zeigt aber auch, das die Mehrzahl der wichtigsten Rebsorten Europas von alten georgischen Sorten - daher wohl der Irrglaube von der "Wiege des Weins" - abstammt. Dies und weitere archäologische Funde legen die Vermutung nahe, dass sich die domestizierte Rebe zunächst von ihrem einen (!) Ursprungsort aus nach Norden (Kaukasus mit Georgien, Armenien und Aserbaidschan) ausgebreitete, und später dann von hier aus nach Iran, Jordanien, Griechenland, Italien, Südwesteuropa und dem Rest der Welt.
Interessanterweise, so ein Hinweis von José Vouillamoz, können nicht nur fast sämtliche domestizierten Nutzpflanzen der Antike genetisch auf das Gebiet Anatolien / Fruchtbarer Halbmond zurückgeführt werden, sondern hier liegt auch die Wurzel aller Sprachen des Indo-Germanischen Stammbaums. So scheint auch das Wort Wine-Wine-Vin-Vino auf das Proto-Indo-Europäische "win-o" zurückzugehen.
Auch was den Kvevri - Freunde des Tongefäßes insistieren vehement auf der Unterscheidung Kvevri - Amphore, die sich in ihrer Form (Kvevri läuft spitzer zu) und Funktion (Amphoren dienten nur zum Transport) unterschieden - angeht, so stammen die ältesten Funde gar nicht aus Georgien, sondern aus einer armenischen Felsenhöhle, zwar und aus einer Zeit zwischen 3.500 und 3.000 v. Chr. Wenn Georgien dennoch als DAS Land des Kvevri gilt, dann wohl, weil sich die Tradition des Weinmachens und -lagerns im großen Tonkrug (fast) nur hier auf breiter Front bis auf den heutigen Tag gehalten hat.
Einzigartiger Weinbau
Der Einzigartigkeit dieser Tradition des Weinmachens steht die Einzigartikeit des Rebsortenpanoramas gegenüber. Zwar wird auch in Georgien nur ein kleiner Teil - 28 von 621 - der bekannten einheimischen Rebsorten wirtschaftlich genutzt - weltweit sind es 1.374 von 8 - 10.000 -, aber diese dominieren das Land noch in ungleich stärkerer Weise als dies in anderen Ländern der Fall ist. Italien beispielsweise, das 370 einheimische Rebsorten besitzt, ist heutzutage deutlich stärker von internationalen (französischen) geprägt, die in Georgien bis dato nur marginale Verbreitung gefunden haben.
Welchen Anteil an den charakterstarken, einzigartigen Weinen Georgiens, die in den letzten Jahren - als Folge der Blockade des Imports georgischer Weine durch Russland - qualitativ enorm zugelegt haben, die einzelnen Elemente und Parameter dabei haben, blieb auch auf dem Symposium umstritten. Während vor allem Kvevri-Fans aus Weinhandel und Weinjournalismus die Gärung und Lagerung im Tonkrug als entscheidenden Parameter hinzustellen versuchten, demonstrierte Roberto Ferrarini von der Universität Verona, dass die in Georgien noch weithin praktizierten traditionellen, extrem langen Standzeiten vor allem bei Weißweinen einen deutlich größeren Anteil am endgültigen Weincharakter haben könnten als der Kvevri-Tonkrug.
Durch solche Standzeiten erhöhen sich ihm zufolge nicht nur die Konzentration an Polyphenolen, sondern auch die bestimmter Aromagruppen, und sogar die Mineralität der Weine, während andere Aromen wie beispielsweise florale und fruchtige Noten zum großen Teil oder sogar vollständig verschwinden. Auch der Prozess der Polymerisation werde durch die lange Standzeit enorm beschleunigt und die Weine zeigten mehr Kraft und Körper.
Ferrarinis Aussage wurden allerdings in Bezug auf einige Parameter durch die Forschungen der Chilenin Cecila Diaz am Fraunhofer Institut in Aachen relativiert, die im Vergleich zwischen Kvevri-Weinen und solchen aus langer Mazeration in anderen Behältnissen (Stahl etc.) durchaus zum Beispiel bei den Kvevri-Weinen enorm erhöhte Antioxidantien feststellte. Beim Resveratrol wiederum, gab es dagegen keine signifikanten Unterschiede.
Interessant waren auch die verschiedenen, durchaus kontrastierenden Aussagen zur Behandlung der Tonkrüge mit Bienenwachs, die angeblich der Verhinderung allzu starker Oxidation der Weine dienen soll. Während einige der Redner diese Wachsbehandlung als das A & O des richtigen Gebrauchs der Kvevris hinstellten, wies Patrick McGovern darauf hin, dass bei Funden antiker Amphoren / Kvevris in keinem einzigen Fall eine solche Wachsbehandlung nachgewiesen werden konnte. Laut Ferrarini ergäbe diese auch vor allem dann überhaupt keinen Sinn, wenn Kvevris - wie heute vielfach üblich - eingegraben würden, da dann der Sauerstoffaustausch per Osmose oder Verdunstung ohnehin extrem limitiert sei.
Erstaunlich war, dass auf dem gesamten Symposium nie versucht wurde, einen Zusammenhang zwischen dem Rohmaterial der Vinifizierung, den Trauben (Rebsorten, Kulturen, Böden, Klima) und den verschiedenen Theorien der Vinifizierung herzustellen. Hier bleibt - und dem stimmten auch einige der Forscher im privaten Gespräch zu - noch viel zu erforschen und zu tun, bevor man wirklich schlüssige Aussagen zum Hauptgegenstand des Kongresses, dem Kvevri - tätigen kann.
Summa summarum kann man wohl sagen, dass die "Modeerscheinung" Amphore (Kvevri) durchaus eines der Elemente bei der Bildung des Charakters georgischer Weine darstellen kann. Die Betonung liegt hierbei auf EINES und KANN. Natürlich wurden während der drei Tage auf Kloster Alaverdi auch Marketingthemen behandelt, aber auf diese Aspekte möchte ich an dieser Stelle nicht auch noch eingehen. Ich werde sie demnächst im Zusammenhang mit der Veröffentlichung meiner Verkostungsnotizen in Form eines "Weinhighlights" aufgreifen.
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