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Friday, August 01, 2014

QUEVRI-METHODE: Weinbauern in Georgien kehren zu uralter Keltermethode zurück. Von J. Hartlieb und I. Metrevelli (yoopress.com)

Abkommen mit der EU neue Exportchancen. (© kvevri.org)
(yoopress.com) GEORGIEN (Batumi) - In einem kleinen Laden in der Altstadt der georgischen Hafenstadt Batumi am Schwarzen Meer drängen sich die Touristen, um den Wein von Gela Danelia zu kosten. Der 58-jährige Winzer keltert seine Trauben wieder nach der uralten georgischen Methode, die im vergangenen Herbst von der UN-Kulturorganisation Unesco als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde.

"Ich fülle nur rund 8000 Flaschen pro Jahr ab", berichtet Danelia. Wichtig sei ihm die Nutzung der Keltermethode, die seine Familie über Generationen gepflegt habe. Dazu werden die Trauben samt Stielen und Schalen in große, ovale Tongefäße gepresst, die dann in der Erde vergraben werden. In den Quevris genannten Amphoren, die bis zu 500 Liter fassen können, gärt der Inhalt anschließend monate- oder gar jahrelang.

Die Georgier nehmen für sich in Anspruch, als erste überhaupt Wein gekeltert zu haben - schon lange vor den Griechen und Römern. Tatsächlich lassen archäologische Funde darauf schließen, dass auf dem Gebiet des heutigen Georgien, zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaukasus, bereits vor gut 8000 Jahren Reben angebaut wurden.

Die Quevri-Methode wird von den Georgiern seit Jahrtausenden gepflegt. Viele Familien bauen in ihren Gärten Trauben an und produzieren ihren Hauswein, selbst in der Hauptstadt Tiflis ranken sich Rebengewächse um viele Balkone. "Der Weinkeller gilt heute noch als heiligster Ort der Haushalte", erläuterte die Unesco.

Doch mit der Eingliederung Georgiens in die Sowjetunion 1921 begann in den Kolchosen eine Massenproduktion von billigen, gesüßten Weinen mit oft zweifelhaften Zusätzen, die fast ausschließlich für den russischen Markt bestimmt waren. "Jedes rote Getränk mit den Label 'georgischer Wein' fand in Russland Absatz", erläutert Danelia. Darunter habe die Qualität erheblich gelitten.

Die Weinberge von Danelias Familie wurden damals wie alle anderen verstaatlicht. Und nachdem Georgien 1991 unabhängig wurde, hatte der Winzer alle Mühe, wenigstens einen kleinen Teil des ehemaligen Familienbesitzes zurück zu bekommen. Wie die meisten georgischen Weinbauern produzierte Danelia zunächst weiter für den russischen Markt - bis Moskau 2006 nach allerhand Reibereien mit Tiflis ein Embargo gegen georgischen Wein verhängte. Die Bauern mussten sich nach neuen Abnehmern umsehen.

"Und das war ihr Glück", betont Burkhard Schuchmann, der 2006 ein Weingut in der Anbauregion Kachetien erwarb und heute Wein von dort in rund 15 Länder exportiert. "Sie mussten wieder auf Qualität setzen und sich mit Marketing-Methoden vertraut machen", erläutert der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Eisenbahnunternehmens Vossloh AG. Viele Weinbetriebe hätten "gewaltig investiert" und verfügten mittlerweile über modernste Technik. Außerdem entspreche die Qualitätskontrolle heute den EU-Standards.

Insgesamt werden in Georgien nach Angaben des nationalen Winzerverbandes jährlich rund 60 Millionen Flaschen abgefüllt, von denen der größte Teil ausgeführt wird. Etwa 90 Prozent der Exporte gehen nach Russland - das sein Embargo 2013 wieder aufhob - und in Länder des ehemaligen Ostblocks.

In die EU wurden demnach im vergangenen Jahr rund 3,7 Millionen Flaschen Wein aus Georgien verkauft - dies entsprach gerade mal 0,01 Prozent des Weinkonsums in den 28 Mitgliedsländern. Doch das könnte sich nun ändern - denn das Ende Juni mit der EU unterzeichnete Assoziierungsabkommen sieht einen Wegfall der meisten Zollschranken vor. Dies werde den Export in die EU "energisch ankurbeln", betont die Sprecherin des Winzerverbandes, Maia Tskitischwili.

Die Experten setzen dabei auf Exil-Russen und russische Touristen, aber auch auf Weinliebhaber, die mal etwas Besonders kosten möchten - und dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Denn nach der Quevri-Methode gekelterte Tropfen sind nicht unter zwölf Euro die Flasche zu haben. Spitzenweine aus alten roten und weißen Rebsorten wie Saperawi, Kindsmarauli oder Mukasani, die nur in Georgien gedeihen, können bis zu 70 Euro kosten. (jutta.hartlieb-braun & irali metreveli) 

mehr: kvevri.org/de/

 

Tuesday, December 17, 2013

VIDEO: Oh Tannenbaum. Die Jagd nach der Nordmanntanne. Film von Viktor Apfelbacher und Andy Lehmann (daserste.de)


Plantage in Dänemark
Plantage in Dänemark: Nordmanntannen, so weit das Auge reicht.
Video abspielen >>>

(daserste.de) Die Nordmanntanne, des Deutschen liebster Weihnachtsbaum: 
gerader Wuchs, weiche Nadeln und lange Haltbarkeit. Unbekannt ist, dass für diese schönen Bäume Menschen in Georgien ihr Leben riskieren. Denn die Nordmanntanne, das ist ein gutes wie auch riskantes Geschäft. Die lange Haltbarkeit macht sie für den Export geeignet. Jahr für Jahr werden 70 Millionen Weihnachtsbäume in Europa verkauft, 29 Millionen allein in Deutschland. Ein Drittel der in Deutschland verkauften Bäume kommt aus Dänemark. Ein Qualitätsprodukt also, dessen Wertschöpfungskette bereits in Vorderasien beginnt.

Der große Kaukasus: Irgendwo in den Wäldern der georgischen Region Radja, unweit der russischen Grenze, soll angeblich der beste Genpool der Nordmanntanne gedeihen. Die Autoren begeben sich auf die Spur und werden fündig. Sattgrüne Wiesen und leuchtende Bergketten prägen die wilde Schönheit Georgiens. In diesem zu Sowjetzeiten landwirtschaftlich florierenden Gebiet herrscht inzwischen Landflucht. Immer mehr Dörfer sind menschenleer und verfallen. In den Wipfeln der Bäume, die bis zu 60 Meter hoch werden und zwei Meter im Durchmesser erreichen, wachsen die Zapfen, die das hochwertige Erbgut beinhalten. Wie alle Jahre stehen auch jetzt wieder alte und junge waghalsige Dorfbewohner, Arbeiter, Landwirte und arbeitslose Angestellte zur Ernte bereit. Bereit, bis in die Baumspitzen zu klettern und ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Nicht selten kommt es zu Abstürzen, weil die Pflücker ohne Klettergeschirr in die Bäume steigen. Aber die Menschen haben keine Wahl. Die zweiwöchige Erntezeit ist seit langem für viele die einzige Einkommensquelle. Der niedrige Lohn ist so attraktiv, dass mittlerweile hunderte Wanderarbeiter aus anderen Regionen nach Radja strömen. Das Geschäft aber machen die europäischen Samenhändler. Doch plötzlich wendet sich das Blatt: Die Pflücker verweigern die Arbeit und fordern bessere Bezahlung. Zum ersten Mal setzen sie die Unternehmer aus dem Westen unter Druck. Werden die Forderungen nicht erfüllt, gibt es keine Samen.

„Oh Tannenbaum" beleuchtet das lukrative aber auch riskante Geschäft mit der Nordmanntanne. Die Filmemacher hinterfragen die Geschäftsmethoden und werden Zeugen eines Machtkampfes, in dem Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen sich plötzlich auflehnen und ihre Rechte einfordern. Nicht zuletzt folgt der Film den Spuren des beliebtesten Weihnachtsbaums der Deutschen, vom Samen bis zum ausgewachsenen Baum. Von der georgischen Provinz über die dänischen und niedersächsischen Großplantagen bis zu uns.

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Unser Weihnachtsbaum ist ein begehrtes internationales Handelsobjekt. Längst hat er sich zum lukrativen, aber auch riskanten Geschäft entwickelt. Jahr für Jahr werden 70 Millionen Weihnachtsbäume in Europa verkauft, 29 Millionen allein in Deutschland. Ein Drittel der in Deutschland verkauften Bäume kommt aus Dänemark.


Georgier
Viele arbeitslose Georgier wagen den riskanten Weg in die Gipfel der Nordmanntanne.
Dort wie hier setzt man auf die Nordmanntanne. Sie hat sich zur beliebtesten Tanne der Deutschen gemausert. Ihre Merkmale: gerader Wuchs, weiche Nadeln und lange Haltbarkeit. Letzteres macht sie besonders für den Export geeignet. Ein Qualitätsprodukt also, dessen Wertschöpfungskette bereits in Vorderasien beginnt.

Der große Kaukasus: Irgendwo in den Wäldern der georgischen Region Radja, unweit der russischen Grenze, soll angeblich der beste Genpool der Nordmanntanne gedeihen. Die Autoren begeben sich auf die Spur und werden fündig. Sattgrüne Wiesen und leuchtende Bergketten prägen die wilde Schönheit Georgiens.

Bäume mit bis zu zwei Metern Durchmesser

In diesem zu Sowjetzeiten landwirtschaftlich florierenden Gebiet herrscht inzwischen Landflucht. Immer mehr Dörfer sind menschenleer und verfallen. In den Wipfeln der Bäume, die bis zu 60 Meter hoch werden und zwei Meter im Durchmesser erreichen, wachsen die Zapfen, die das hochwertige Erbgut beinhalten.

Wie alle Jahre stehen auch jetzt wieder alte und junge waghalsige Dorfbewohner, Arbeiter, Landwirte und arbeitslose Angestellte zur Ernte bereit. Bereit, bis in die Baumspitzen zu klettern und ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Nicht selten kommt es zu Abstürzen, weil die Pflücker ohne Klettergeschirr in die Bäume steigen.


Aber die Menschen haben keine Wahl. Die zweiwöchige Erntezeit ist seit langem für viele die einzige Einkommensquelle. Der niedrige Lohn ist so attraktiv, dass mittlerweile hunderte Wanderarbeiter aus anderen Regionen nach Radja strömen. Das Geschäft aber machen die europäischen Samenhändler.

Unternehmer unter Druck

Doch plötzlich wendet sich das Blatt: Die Pflücker verweigern die Arbeit und fordern bessere Bezahlung. Zum ersten Mal setzen sie die Unternehmer aus dem Westen unter Druck. Werden die Forderungen nicht erfüllt, gibt es keine Samen.

Die Story beleuchtet das lukrative wie riskante Geschäft mit der Nordmanntanne. Die Filmemacher hinterfragen die Geschäftsmethoden und werden Zeugen eines Machtkampfes, in dem Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen sich plötzlich auflehnen und ihre Rechte einfordern.


Nicht zuletzt folgt der Film den Spuren des beliebtesten Weihnachtsbaums der Deutschen, vom Samen bis zum ausgewachsenen Baum. Von der georgischen Provinz über die dänischen und niedersächsische Großplantagen bis zu uns.


Friday, November 15, 2013

WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG: Georgien: Seminar im September (geschaeftsideen-fuer-entwicklung.de)

Seminarteilnehmer(geschaeftsideen-fuer-entwicklung.de) Am 13. und 14. September 2013 kamen 14 Georgierinnen und Georgier zu einem Seminar nach Frankfurt. Sie alle haben das selbe Ziel: in Georgien ein eigenes Unternehmen gründen. Gründungsberater und zwei Experten aus Georgien brachten sie ihrem Ziel an diesen zwei Tagen ein Stück näher.

Wo gibt es derzeit die größten Marktpotenziale für Gründungsinteressierte in Georgien? Kakha Kokhreidze hatte darauf eine klare Antwort: „Überall.“ Der Präsident der „Georgian Small and Medium Enterprises Association“ mit Sitz in Tiflis berichtete von einer aktuell sehr großen Nachfrage nach guten Geschäftsideen in sehr unterschiedlichen Sektoren, wie etwa Tourismus, Lebensmittelproduktion, Handel, Dienstleistungen oder Landwirtschaft. Er behauptete gar, selbst das Frankfurter Nationalgetränk Äppelwoi (Apfelwein) habe sehr gute Marktchancen in Georgien.

Seit dem Regierungswechsel hat sich das Gründungsklima in Georgien in der Tat stark verbessert. Dennoch gibt es dort auch viele Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Welche Stolpersteine das sind und wie sich diese aus dem Weg räumen lassen, darum ging es bei dem zweitägigen Seminar in Frankfurt. Konkret ging es um Fragen wie: Welche Markteintrittsbarrieren gibt es in Georgien und wie lassen sie sich überwinden? Welche Finanzierungsmöglichkeiten existieren? Und wie entwickle ich ein gutes und marktreifes Konzept?

Nikoloz Gavtadze hat das alles schon hinter sich. Er hat den Schritt von Deutschland nach Georgien und in die Selbstständigkeit bereits gewagt. In Georgien führt er heute den landwirtschaftlichen Betrieb „INAGRO Ltd.“. Gavtadze ist für das zweitägige Seminar eigens nach Frankfurt gekommen, um seine Erfahrungen als Rückkehrer und Unternehmensgründer an jene, die es ihm gleichtun wollen, weiterzugeben. Er sprach zum Beispiel von dem langen Atem, den man haben sollte, von seiner 60-Stunden-Woche und auch von den Schwierigkeiten, Finanzierungsmöglichkeiten aufzutun oder gutes und zuverlässiges Personal zu finden. Er sagte: „Ich habe zwar in Deutschland Landwirtschaft studiert, aber ich wusste nicht, wie man ein eigenes Unternehmen aufzieht und führt. Sicher hätte ich einige Fehler vermeiden können, wenn mich damals jemand beraten hätte oder ich ein Seminar wie dieses hätte besuchen können.“ Denn erst im Laufe der Zeit hat Gavtadze gemerkt, dass es eben nicht nur darum ging, Gemüse anzubauen. „Hätte ich gleich auf den Einsatz geeigneter Landmaschinen gesetzt und auf eine integrierte Bewässerungstechnik, hätte ich von Anfang an viel höhere Ernten erzielen können“, so der Landwirt, der heute in Georgien rund zehn Hektar Land bewirtschaftet. Sein Saatgut und seinen Dünger bezieht er von einem Lieferanten aus Deutschland.

Trotz oder aufgrund der vielen Informationen an den beiden Tagen hatten viele Seminarteilnehmer am Ende der zwei Tage mehr Klarheit. „Ich weiß jetzt, was mich erwartet und wie ich meine eigenen Ideen auf umsetzbare Ziele herunterbrechen kann“ war ein Feedback. „Ich habe hier einen klaren Fahrplan an die Hand bekommen“ ein anderes.

Die Geschäftsideen der Teilnehmer bei diesem Seminar kamen aus folgenden Bereichen:

Landwirtschaft – Bildungseinrichtung für das Handwerk – Textilhandel (Franchise) – Cafeteria für Studenten – Bioweinhandel – Tourismusprojekt (Camping) – Sport (Trainingscamp)

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15./16. November 2013 in Frankfurt am Main

Einstiegsseminar für georgische Unternehmensgründer

In dem zweitägigen Seminar erfahren Sie alles, was Sie über eine Unternehmensgründung in Georgien und sich selbst als Unternehmer wissen müssen. Sie treffen andere Gründungsinteressierte mit ähnlichen oder auch ganz anderen Geschäftsideen. Vor allem stellen Sie sich aber folgende Fragen:
  • Unternehmer-Check: Bin ich als Unternehmer geeignet?
  • Welche Chancen und Risiken muss ich beachten?
  • Welche aktuellen Geschäftspotenziale und Entwicklungen gibt es in Georgien?
  • Was sind die größten Herausforderungen in Georgien?
  • Was ist für mich der richtige Standort: Deutschland oder Georgien – oder vielleicht auch Deutschland und Georgien?
  • Ist meine Idee finanzierbar? Wie muss eine solide Finanzplanung aussehen?
  • Wozu brauche ich einen Businessplan und wie sollte dieser aussehen, damit er auch andere überzeugt?
  • Wie komme ich an wichtige Marktinformationen in Georgien und wie kann ich meine Marktexploration gut vorbereiten?
  • Wie komme ich an wichtige Kontakte im Georgien, etwa zu möglichen Geschäftspartnern oder Banken?
Zwei Experten aus Georgien beantworten an diesen beiden Seminartagen Ihre individuellen Fragen: der Präsident der „Georgian Small and Medium Enterprises Association“ (GSMEA) und ein erfolgreicher georgischer Unternehmer, der ebenfalls den Schritt von Deutschland nach Georgien und vom Angestellten zum Unternehmer gegangen ist.

Friday, October 18, 2013

SEMINAR: „Geschäftsideen für Georgien“ - Frankfurt a.M. vom 15.11. und 16.11.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie hiermit auf das Einstiegsseminar für unternehmensgründungsinteressierte Georgier/innen hinweisen. Im Rahmen des Programms „Geschäftsideen für Georgien“ bieten wir Beratung und Begleitung von Unternehmensgründungsinteressierten an und führen

von Freitag, den 15. November bis Samstag, den 16. November 2013

ein Einstiegsseminar in Frankfurt am Main durch. Hierzu laden wir Sie ganz herzlich ein.

Das Seminar zur Beratung und Begleitung von georgischen Unternehmern ist Teil des vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) durchgeführten EU-finanzierten Projekts „Strenghtening the development potential of the EU Mobility Partnership in Georgia through targeted circular migration and diaspora mobilisation“.

Einige der Fragen, die wir Ihnen und Sie sich selbst in diesem Seminar stellen werden, sind:

· Unternehmer-Check: Bin ich als Unternehmer geeignet?
· Welche Chancen und Risiken sollte ich beachten?
· Welche aktuellen Geschäftspotenziale und Entwicklungen gibt es in Georgien?
· Was sind die größten Herausforderungen in Georgien – im Vergleich zu Deutschland?
· Was ist für mich der richtige Standort: Georgien oder Deutschland, vielleicht auch beide? Wie kann ich meine Idee finanzieren? Wie sieht eine solide Finanzplanung aus?
· Wozu brauche ich einen Businessplan und wie sollte dieser aussehen, damit er auch andere überzeugt?
· Wie komme ich an wichtige Marktinformationen in Georgien und wie kann ich meine Marktexploration gut vorbereiten?
· Wie komme ich an wichtige Kontakte - etwa Geschäftspartner oder Banken?

Das Seminar wird in enger Zusammenarbeit von CIM, dem Existenzgründerzentrum KOMPASS und der Georgian Small and Medium Enterprises Association (GSMEA), durchgeführt. Von allen beteiligten Organisationen werden Ansprechpartner anwesend sein.

Referenten aus Georgien:

Herr Kakha Kokhreidze, Präsident der Georgian Small and Medium Enterprises Association (GSMEA), Tbilisi

Frau Tatia Kereseldize, Projektmanagerin bei der Georgian Small and Medium Enterprises Association (GSMEA), Tbilisi

Herr George Tevdorashvili, Inhaber und Gründer der Reiseagentur „Georgia Insight“, Tbilisi

Wenn Sie im Rahmen des Seminars über Ihre Ideen sprechen, müssen Sie keine Angst haben, dass diese "geklaut" werden. Jeder Teilnehmer unterschreibt eine Vertrauensschutzerklärung. Wenn Sie nach dem Seminar weitere Schritte Richtung Selbstständigkeit machen möchten, können Sie in unserem Programm individuelles Coaching in Anspruch nehmen - in Deutschland und in Georgien.

Wenn Sie an dem Seminar vom 15. – 16. November 2013 in Frankfurt teilnehmen möchten, schicken Sie uns bitte Ihren aktuellen Lebenslauf und eine kurze Beschreibung Ihrer Geschäftsidee.

Teilnahmegebühren werden nicht erhoben.

Bitte leiten Sie diese Information an mögliche interessierte Georgierinnen und Georgier weiter. An dem Seminar können nur Personen georgischer Herkunft teilnehmen.

Der genaue Ort des Seminars wird Ihnen nach Ihrer Anmeldung bekannt gegeben.

Bei Interesse wenden Sie sich an startup@cimonline.de
Tel. +49 (0) 69 71 91 21 – 89

Mit freundlichen Grüßen

Ihr CIM/Startup-Team

Thursday, February 21, 2013

PRÄSIDENTENWAHL: Planwirtschaft der Oligarchen in Armenien. Von Benjamin Triebe (nzz.ch)

(nzz.chDie armenische Volkswirtschaft ist klein und «abgeschlossen». Weil niemand gegen sie vorging, haben Oligarchen ihre eigene Planwirtschaft errichtet.

Der alte Präsident Armeniens ist auch der neue, wie die Wahlkommission des kleinen Staates im Südkaukasus am Dienstag bestätigt hat. Sersch Sargsjan wird weitere fünf Jahre die Geschicke des rund 3 Mio. Einwohner zählenden Landes lenken. Auf den ersten Blick scheint es, als verfüge Armenien über eine von breitem Unternehmertum geprägte Wirtschaft: Im «Index of Economic Freedom» der Heritage Foundation belegt es Platz 38 von 177. Das Barometer «Ease of Doing Business» der Weltbank sieht Armenien auf Rang 32 von 185, vor Luxemburg, Belgien und Frankreich. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit: Die Armenier leiden unter einer Vielzahl von Oligopolen, die das Leben absurd verteuern, die Entwicklung des Landes enorm behindern und zur verbreiteten Armut beisteuern.

Die eingangs genannten Rankings erfassen nur, wie leicht sich ein Unternehmen gründen und betreiben lässt. Sie verraten nicht, wie wettbewerbsfreundlich der Markt ist, in dem sich der Entrepreneur niederlassen will. Und in Armenien kontrolliert eine Handvoll einheimischer Oligarchen mit ihren Unternehmen fast jeden Markt der wichtigsten Waren des täglichen Bedarfs. Eine Mitte Februar publizierte Studie der Hrayr Maroukhian Foundation, eines Think-Tanks in Erewan, zeichnet ein düsteres Bild: Ein Rohwarenmarkt mit niedriger Konzentration, wo die drei grössten Unternehmen weniger als 45% des Umsatzes auf sich vereinen, ist selten zu finden (vgl. Tabelle). Das hält die Preise hoch, verhindert Innovationen und fördert die Schattenwirtschaft.

Berüchtigt ist der Zuckermarkt, wo de facto ein Monopol herrscht. Ein einziges Unternehmen importiert und kontrolliert 99% des Absatzes. Von 2003 bis 2011 wurde Zucker in Armenien mit einer durchschnittlichen Gewinnmarge von 238% verkauft (wenn man den Ladenpreis mit dem Wert am Weltmarkt vergleicht). Nicht viel besser ist die Lage bei Kraftstoff. Armenier mussten von 2005 bis 2011 durchschnittlich $ 0.98 für einen Liter Benzin bezahlen; am Weltmarkt waren es $ 0.55. Deswegen werden in Armenien nach Bloomberg-Daten drei Viertel der Autos mit Erdgas betrieben.

Der Missstand ist natürlich Präsident Sargsjan bekannt – aber die Stabilität der Elite beruhte bisher auf der Kollaboration mit den Oligarchen, die nicht selten selber politisch tätig waren. Jeder Widerstand stand unter Vorbehalt: 2009 verhängte die Wettbewerbskommission Sanktionen gegen die sieben grössten Firmen im Pharmahandel. Ein Jahr später hob die ausgetauschte Führung der Kommission den Entscheid auf. Beobachter hoffen, dass Sargsjan sich jetzt mit den Oligarchen anlegt, wo er um seine Wiederwahl nicht mehr fürchten muss (und laut Verfassung ein drittes Mal nicht gewählt werden kann).

Da die von Oligopolen kontrollierten Waren nicht nur im täglichen Leben eine sehr grosse Rolle spielen, sondern auch als Vorprodukte dienen, multiplizieren sich die Kosten im Laufe der Wertschöpfungskette. Und die ist kürzer als auch schon: Zur Zeit der sowjetischen Arbeitsteilung fertigte Armenien noch Maschinen und andere Ausrüstungsgüter; heute exportiert es meist unverarbeitete Waren wie Erze und andere Metalle. Von der globalen Wirtschaftskrise wurde das Land 2009 hart getroffen, die Schutzmacht Russland und der Internationale Währungsfonds (IMF) sprangen mit Krediten ein.

Laut dem IMF wird sich das BIP 2013 wohl auf 10,5 Mrd. $ belaufen, 4,3% mehr als im Vorjahr. Pro Armenier sind das rund 3100 $. Im benachbarten Aserbeidschan beträgt die Wirtschaftsleistung pro Kopf mehr als doppelt so viel. Aber Armenien besitzt nicht nur kein Erdöl und Erdgas, es ist auch mit Aserbeidschan zerstritten – genau wie mit dem westlichen Nachbarn Türkei. Offen sind die Grenzen nur zu Georgien und Iran, was der Wirtschaft im letzteren Fall nicht viel nützt. Armenien ist eine kleine, im Wortsinne «abgeschlossene» Volkswirtschaft. Das macht sie leicht kontrollierbar, und noch können die Oligarchen das nutzen.

Wednesday, November 14, 2012

PROGRAMM: Geschäftsideen für Georgien

Bitte leiten Sie diese Information an mögliche interessierte Georgierinnen und Georgier weiter.

An dem Seminar können nur Personen georgischer Herkunft teilnehmen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des Programms „Geschäftsideen für Georgien“ bieten wir Beratung und Begleitung von Unternehmensgründungsinteressierten an und führen vom Fr. den 30. Nov. bis Sa. den 1. Dez. 2012 ein Einstiegsseminar in Frankfurt am Main durch. Das Seminar ist Teil des Programms "Geschäftsideen für Georgien" und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert.

In dem 2-tägigen Seminar erfahren Sie, was Sie über eine Unternehmensgründung in Georgien oder zwischen Deutschland und Georgien und über sich selbst als Unternehmer wissen müssen. Sie treffen außerdem andere Gründungsinteressierte mit ähnlichen oder auch ganz anderen Geschäftsideen.

Einige der Fragen, die wir Ihnen und Sie sich selbst in diesem Seminar stellen werden, sind:

* Unternehmer-Check: Bin ich als Unternehmer geeignet?
* Welche Chancen und Risiken sollte ich beachten?
* Welche aktuellen Geschäftspotenziale und Entwicklungen gibt es in Georgien?
* Was sind die größten Herausforderungen in Georgien – im Vergleich zu Deutschland?
* Was ist für mich der richtige Standort: Georgien oder Deutschland, vielleicht auch beide?
* Ist meine Idee finanzierbar? Wie sieht eine solide Finanzplanung aus?
* Wozu brauche ich einen Businessplan und wie sollte dieser aussehen, damit er auch andere überzeugt?
* Wie komme ich an wichtige Marktinformationen in Georgien und wie kann ich meine Marktexploration gut vorbereiten?
* Wie komme ich an wichtige Kontakte wie etwa Geschäftspartner oder Banken?

Es werden an diesen beiden Tagen Referenten aus Georgien teilnehmen.
Fr. Dr. Irma Tsereteli Rückkehrberaterin im Programm Rückkehrende Fachkräfte und Herr Zurab Shevardnadze Biologe, Botaniker und Unternehmer von Gardenia Shevardnadze in Georgien.

Wenn Sie im Rahmen des Seminars über Ihre Ideen sprechen, müssen Sie keine Angst haben, dass diese "geklaut" werden. Jeder Teilnehmer unterschreibt eine Vertrauensschutzerklärung. Wenn Sie nach dem Seminar weitere Schritte Richtung Selbstständigkeit machen möchten, können Sie in unserem Programm individuelles Coaching in Anspruch nehmen - in Deutschland und in Georgien.

Wenn Sie an dem Seminar vom 30. Nov. bis 1. Dez. 2012 teilnehmen möchten, schicken Sie uns bitte Ihren aktuellen Lebenslauf und eine kurze Beschreibung Ihrer Geschäftsidee.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt,

Hakim Kennich
Personalvermittlung / Recruitment Office
Programm Rückkehrende Fachkräfte / Returning experts

Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)
Mendelssohnstr. 75-77
D-60325 Frankfurt am Main
Tel.: +49-(0)69-719121-94
Fax: +49-(0)69-719121-81
E-Mail: return@cimonline.de

Friday, October 12, 2012

BOOK: Regional Cooperation in the South Caucasus: Good Neighbours or Distant Relatives? (amazon.com)

The South Caucasus region, comprising the former Soviet states of Armenia, Azerbaijan and Georgia occupies a key strategic location, squeezed between the Black and Caspian Seas, Iran, Russia and Turkey. Since the disintegration of the Soviet Union in 1991, the region has become an arena of geopolitical confrontation with regional powers such as Russia, Turkey and Iran vying for influence in the face of growing Western involvement. The Russian military intervention in Georgia in 2008 not only raised questions about Moscow's intentions towards its 'Near Abroad' and the future direction of its foreign policy, it also demonstrated that ostensibly local separatist disputes have serious ramifications for regional relations and the wider international community. In this book, German explores the extent of regional cooperation in the South Caucasus, analyses the reasons for the relative lack of regional cooperation and assesses the potential for deeper cooperation in the future.


  • Hardcover: 184 pages
  • Publisher: Ashgate Pub Co (September 28, 2012)
  • Language: English
  • ISBN-10: 1409407217
  • ISBN-13: 978-1409407218


AmazonShop: Books, Maps, Videos, Music & Gifts About The Caucasus

Tuesday, April 10, 2012

ARTIKEL Aserbeidschanische Juden etablieren sich als Immobilienkönige in Russland. By Gerald Hosp (nzz.ch)

(nzz.ch) Moskauer Milliardäre aus der «Roten Siedlung»

http://www.nzz.ch/images/russland_fullSize_1.16362490.1334035053.jpg
Das im stalinistischen Zuckerbäckerstil erbaute Hotel «Ukraine» befindet sich in aserisch-bergjüdischen Händen. (Bild: Keystone/EPA)
Die ungekrönten Immobilienkönige Russlands stammen aus einer kleinen jüdischen Siedlung in Aserbeidschan. In der Moskauer Diaspora gibt es einige Millionäre und Milliardäre aus der bergjüdischen Gemeinde.
Von Gerald Hosp, Moskau

Ungeduldig winkt Akif Gilalow im Moskauer Nobelrestaurant «Wanil» einen seiner sieben Leibwächter herbei. Er solle ihm Visitenkarten bringen, sagt der 34-jährige Gilalow. Aus einem Bündel von unterschiedlichen Karten sucht er schliesslich eine Variante mit Schnörkelschrift in Goldfarbe aus. Warum es genau diese sein soll – die Visitenkarte ist schwer zu lesen –, bleibt sein Geheimnis. Der untersetzte, völlig in Schwarz gekleidete Gilalow liebt wohl Glamour. Nebenbei fällt die Bemerkung, er habe Michail Gorbatschew in der Schönheitsklinik La Prairie am Genfersee kennengelernt.

Marktwirtschaft am Anfang
Der Geschäftsmann Gilalow spricht nicht gerne übers Geschäft. Seine Zar Group ist vor allem in der Immobilienbranche tätig und betreibt unter anderem Einkaufszentren. Gilalow interessiert sich zudem für das Geschäft mit Metallen wie seltenen Erden. Nach seiner Angabe ist er milliardenschwer. Er ist aber auch der Präsident des Weltkongresses der Bergjuden. Die Organisation ist eine von vielen ähnlichen Vereinigungen, die mitunter auch in Konkurrenz stehen. Als Bergjuden bezeichnet man die einheimische jüdische Bevölkerung in der russischen Republik Dagestan und in Aserbeidschan. Die Vorfahren der Bergjuden sollen aus dem alten Persien stammen, die Sprache ist an Farsi angelehnt.

Anzeige:Gilalow, dessen Vater der Leiter des Rechnungshofes in der Sowjetunion war, wurde im jüdischen Viertel Krasnaja Sloboda («Rote Siedlung») der Stadt Quba im Norden Aserbeidschans geboren. Krasnaja Sloboda gilt als eine der geschlossensten jüdischen Siedlungen ausserhalb Israels. Die Bevölkerungszahl ist über die Jahre auf nun rund 3000 Einwohner gesunken; Russland, Israel, Europa und die Vereinigten Staaten lockten mit Arbeit. Das aserische Städtchen scheint aber ein gutes Pflaster für Unternehmer zu sein: Die russische Ausgabe von «Forbes» kürte vor kurzem Sarach Iliew und God Nisanow zu den Immobilienkönigen Russlands. Ihre Unternehmen sollen jährlich Mieteinnahmen von 780 Mio. $ erhalten. Beide Unternehmer sind in Krasnaja Sloboda aufgewachsen. Zu ihren Objekten in Moskau gehören das prunkvolle Hotel Ukraine und das riesige Einkaufszentrum Ewropeiski. Der ebenso reiche Telman Ismailow stammt zwar nicht aus Quba, er ist aber auch Bergjude aus Aserbeidschan und unterstützt Krasnaja Sloboda finanziell. Jakow Jakubow, die Nummer 21 in der «Forbes»-Liste der grössten Immobilienunternehmer in Russland, ist ebenso Mitglied der bergjüdischen Diaspora in Moskau. Iliew, Nisanow und Ismailow sind dabei die bekanntesten aserisch-bergjüdischen Geschäftsmänner, ihre Schicksale sind eng miteinander verknüpft.

Die Grundlage des Reichtums von Ismailow, Iliew, Nisanow, Gilalow und einigen anderen liegt in den grossen Märkten, die in Moskau nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gegründet worden waren. Der bekannteste darunter war der Tscherkisowo-Markt, einst Osteuropas grösster Handelsplatz. Der Markt galt als Stadt in der Stadt. Auf einer Fläche von bis zu 300 Hektaren gab es in der zweistöckigen Markthalle neben Verkaufsständen auch illegale Wohnheime, Nähstuben, Cafés, Massagesalons, Übersetzungsbüros, Arztpraxen und vieles mehr. Im Jahr 2009 wurde der Markt von der Polizei offiziell wegen Verstössen gegen Gesundheitsvorschriften und Brandschutzbestimmungen geschlossen. Gründer und Betreiber des Marktes war Ismailow, der bereits den Luschniki-Markt eröffnet hatte. Iliew war auch am Tscherkisowo tätig, aber nicht als Partner von Ismailow, wie dieser in einem seiner seltenen Interviews der Zeitung «Wedomosti» sagte. Iliew hatte Containerplätze, um diese weiterzuvermieten. Nisanow soll zunächst für Ismailow gearbeitet haben, und er spannte danach mit Iliew zusammen. Laut Akif Gilalow war auch sein Vater bei der Entwicklung des Marktes dabei.

Nichts für zarte Gemüter
Das Geschäftsmodell wandelte sich von offenen Märkten und Handelsplätzen hin zu Einkaufszentren. Die Immobilienimperien entstanden. Es kamen Restaurants, Hotels, Handelsketten und andere Beteiligungen hinzu. Das Geschäftsgebaren in Russland ist mitunter rau. Die wenig zugängliche Welt der «ethnischen Unternehmer» und deren Aufstieg in den turbulenten 1990er Jahren laden zu Spekulationen ein, mit welchen Methoden das Geld gescheffelt wurde. Gilalow hat nicht ohne Grund Leibwächter: Sein älterer Bruder Saur wurde im Jahr 2004 in Moskau erschossen, sein Vater war bereits sieben Jahre früher einem Anschlag zum Opfer gefallen. Ob es sich dabei um eine Vendetta mit einem feindlichen Clan oder um Auftragsmorde im Zusammenhang mit den Geschäften der Familie handelte, ist unklar. Akif Gilalow spricht aber von sich als von einer Generation mit einer neuen Mentalität. Er meint den Übergang zu zivilisierten Methoden, ohne es zu sagen. Grundsätzlich seien Bergjuden arbeitsam, stur, prinzipientreu und gute Händler, meint Gilalow. Bereits zu Sowjetzeiten sei Krasnaja Sloboda ein reiches Dorf gewesen, es wurde rege mit Produkten gehandelt, an denen es im kommunistischen System mangelte. In den 1980er Jahren sei es im Ort modisch gewesen, im Adidas-Trainingsanzug als Zeichen von Exklusivität zu heiraten, erinnert sich Gilalow. Der Geschäftssinn von God Nisanow war wohl auch dadurch geschärft worden, dass sein Vater zu Sowjetzeiten der Direktor der Konservenfabrik in Quba war.

Von einem quirligen Geschäftszentrum ist Krasnaja Sloboda derzeit weit entfernt. «Es gibt nicht mehr viele Leute, die hier arbeiten. Die Jungen gehen weg, nach England, nach Amerika, nach Russland», sagt Boris Simandujew, der betagte Obmann der jüdischen Gemeinde von Krasnaja Sloboda, den Zustand bedauernd. Auch seine fünf Kinder sind weggezogen und leben jetzt in Baku, Moskau, Riga und in der Ukraine; ein Enkel studiert in Israel. Simandujews Blick ist melancholisch, Traurigkeit und eine würdevolle Distanz liegen eng beisammen. Er schätzt es, dass die zu Reichtum gekommenen Geschäftsmänner der bergjüdischen Diaspora in Moskau Krasnaja Sloboda nicht vergessen haben. Für die kleine Gemeinde stehen zwei prächtig renovierte Synagogen zur Verfügung, in der Zarenzeit hatte es noch deren 13 gegeben.

Das jüdische Viertel wird nicht nur geografisch vom Rest der muslimischen Stadt Quba durch den Fluss Kudyal getrennt, auch optisch liegen Welten dazwischen. Das Strassenbild von Krasnaja Sloboda wird von Kindern und älteren Männer geprägt, die Frauen seien zu Hause, heisst es. Männer im arbeitsfähigen Alter sind selten zu sehen. Es gibt drei Teestuben, kein Restaurant. Die Strassen sind sauber asphaltiert, zweistöckige, meist leerstehende Prachtbauten reicher Auswanderer unterbrechen die monotonen Häuserreihen, der Friedhof ist herausgeputzt, die letzte Ruhestätte für jene, die sich in der Ferne nach der alten Heimat gesehnt haben. Auch der Vater von Gilalow liegt hier begraben. Der Rest der Stadt hat keine reichen Gönner.

Abschottung bringt Vertrauen
Der muslimische Teil von Quba ist eine normale aserische Kleinstadt mit Schlaglöchern in den Strassen, mit einem hektischen und bunten Treiben, die Häuser sind niedrig. Simandujew erzählt, dass es zwischen Muslimen und Juden im schiitisch geprägten Aserbeidschan keine Probleme gebe. Der aserische Präsident Ilham Alijew spricht von den Juden als seinen Freunden, von den Bergjuden als seinen Brüdern. Die Wertschätzung wird mit Loyalität gegenüber dem Präsidenten bezahlt. Die Bedrohung für das jüdische Leben in Krasnaja Sloboda liegt eher in der ökonomischen Perspektivenlosigkeit, trotz den Geldern der Milliardäre aus Moskau und aus anderen Weltgegenden.

Akif Gilalow setzt ein entwaffnendes Lächeln auf. Wenn er das Geheimnis für den Erfolg der Bergjuden aus Krasnaja Sloboda kennen würde, würde er es verkaufen, meint er. Die Lösung des Rätsels liege möglicherweise in der Abschottung und der Kleinheit der bergjüdischen Gemeinde. Die engen Verwandtschaftsverhältnisse halfen ein Grundproblem in postsowjetischen Gesellschaften zu überwinden: den Mangel an Vertrauen. Man lieh sich gegenseitig Geld, in der Fremde konnte man auf vertraute Gesichter setzen. Ein erfolgreicher Geschäftsmann kann dabei mehrere andere mitziehen. Die Bekanntschaft Ismailows und anderer Exponenten aus sowjetischer Zeit mit dem früheren Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow wirkte wohl zusätzlich unterstützend. Gilalow geht, wie er kam: mit grosser Geste. Das iPad unter den Arm geklemmt, gestikuliert er in Richtung seiner Leibwächter und verschwindet.

Friday, July 29, 2011

SPECIAL: The potential for quality wine in Post-Soviet Georgia (digitaljournal.com)

George Maisuradze and Vako Elisabedashvili in Tbilisi wine shop are enthusiastic about Georgain wine potential.

Tbilisi - Before the dawn of civilization, a wine culture emerged in what is now Georgia. East of Europe, west of Asia, directly on the Silk Road, that culture spread to Europe and the New World. Georgian red wines are now poised to attract world-wide attention.

Evidence of viticulture, uncovered by archaeologists, proves the peoples of the South Caucasian mountains – present-day Georgia – discovered grape juice turned into wine. That was between 9000 and 7000 BC. In the basement of Tbilisi's National Museum, professor Antonio Sagona, pointing to a table covered with un-earthed jugs and clay goblets, said, “They demonstrate wine was part of socializing 1500 years BC.” Almost 4,000 years ago.

In a wine shop in Mtskheta, where the last kings of Georgia reigned, I interview Nika Khustsia, a modest aficionado, who makes his own wine (as most Georgians do). We are below the centuries-old Svetitskhoveli Temple; carved in stone, its entrance is decorated with vines and grapes. I ask Nika, “Why, with a long history, are Georgian wines are not better known?”

Nika, explained, “During Soviet times, Georgian wine production was forced into quantity, not quality.” He was confident that is changing.

George Maisuradze and Vako Elisabedashvili, interviewed in Vinotheca, a Tbilisi wine shop – with enthusiasm – convinced me the time has arrived.

Holding a bottle of Saperavi (the most common wine), I read a tasting note: Long-lasting nose with dark pomegranate, ripe plums and leather. The mouth is soft, full, rich, again with ripe plum notes, velvety, with strong character. You will feel Georgian character.” On a bottle of dark-ruby, semi-sweet Kindzmarauli, I read: “With this wine, even if alone you will not feel alone.”
After three weeks of asking about and tasting, I believe Georgian wines will become – more than they are – competitive on the world scene. Partly, because – as expressed in the tasting notes – their wines are – like the culture – lovingly personal.

Agreat variety of grapes
My quest to assess started a few days after arriving. In a let-us-practice-English session with students at the University of Georgia, I asked, “Tell me the best red-wine grapes.”

As Georgia claims to have more varieties than anywhere – hundreds – the list could be long. Knowing my limits, the students (two Salomes, Sopo, Kate, Mako, Nino, and Khatia) – after a quick comparison among themselves – recommend Saperavi, Khvanchkara, and Kindzmarauli.

Nika tells me Khvanchkara is clearly one of the most popular semi-sweet wines and (the Soviet leader) Joseph Stalin's personal favorite. Nika adds a historical note: at the 1945 Yalta meeting of the WWII allies, Stalin is reported to have said to Churchill, “With the war ending, perhaps we now should become wine merchants,” and he presents Churchill with a bottle of his prized Khvanchkara. In Gori, visiting the Joseph Stalin Museum, I discover, with a photo of Stalin on the label, it is possible to buy a souvenir-bottle of this semi-sweet. Not for me.

I ask Nika, “Why (my personal favorite) are there so few Cabernet Sauvignons?” Again, in his modest way, he explains how the Cabernet grape is experimented within Georgia, but, he thinks, “The conditions, soil and weather – the mysterious 'terroir' – seem not right.”

Georgia has problems
As it became my arduous responsibility, on a daily basis, to deliver table wine to an Australian-Georgian archaeological team, there was ample opportunity to taste varietal differences.
It became clear Georgians favor semi-sweets. Herein lies a problem for competing internationally where dry reds rule. However, produced since the 1880s, the Saperavi grape, when blended, produces as fine a dry wine as I know.
Problems of Georgian wines are, however, beyond the semi-sweets, two or threefold. The varietal’s names (as the reader observes) are not-at-all familiar; not like Merlot, Cabernet, Shiraz, Burgundy, and so forth. Also – as in French labels – the place of origin may confuse the taster or buyer; for example, a prize-winning 2006, red dry, Mukuzani (reading the label) is produced from a Saperavi grape, but the district where produced is prominent on the label.
The third 'problem' is a delight. The taste on the nose and palate is distinctly Georgian. A combination of grape and tradition in wine-making produces an unmistakkable flavor where wines were – some still are – fermented and stored in cone-shaped earthenware. Along with more modern, stainless-steel techniques, these earthenware pots vary from industrial to in-the-garden varieties. The result is an earthiness, a deeply-satisfying adventure in taste.

The Georgians are coming
During my search I discovered the Georgians are willing to go head-to-head with the French. As reported in the June issue of Georgia Today, Vincent Lappartient, a France-based photographer – the originator of a French-Georgain wine-tasting event, held in the middle of Georgia's largest wine growing region (Kakheti) – was reminded of an early romantic era, an era of literary and intellectual achievement when such events were always accompanied by wine. At the mid-June the event, Regis Neau, head of a French wine company, is reported to have said, “Georgian wine deserves to find its niche in the world's wine market.”

Earlier in June, a wine tasting reception for Americans was held in New York. The intentions were twofold: encourage wine tourism to Georgia and open a larger share of the American market to Georgian wines. Sixteen Georgian wine producers were represented.

A next step might be for Georgian wines to compete in the highly-regarded Annual Wine Spectator competition. I note little Washington State (a late-comer to wine producing), not much larger in population, nor different in topography or area than Georgia, and about on the same latitude as both France and Georgia, won the award for 'World's Most Exciting Wine' in 2009.

Since 2003, more than only France, California and Italy have been among the top-ten in this annual competition. Australia, Chile, Germany, Portugal, Spain and little Washington State's producers now vie for 'Wine of the Year.'
With its history and current energy, I expect to see Georgia sometime soon.

Source:
digitaljournal.com

Friday, April 22, 2011

ARTICLE: The anti-social network: avoiding online darkness. By Michael Millar. (bbc.co.uk)

Business reporter, BBC News

A 75-year-old Georgian woman who says she has never even heard of the internet is facing a possible prison sentence for single-handedly cutting off the web to an entire country.

Georgian police arrested Hayastan Shakarian after she allegedly hacked through a fibre optic cable that runs through Georgia to Armenia, while digging for copper.
With one stroke, the pensioner plunged 90% of internet users in Armenia into online darkness for nearly 12 hours.
The episode is a timely reminder that all it takes in our hi-tech world to shut down thousands of companies for a day is a determined old lady with a spade.


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Tuesday, March 08, 2011

WIRTSCHAFT: Ausländische Investoren. Gefangen in Tiflis (wiwo.de)

Von Paul M. Barrett (Bloomberg Businessweek)
Unter Mitarbeit von Helena Bedwell.

In Werbekampagnen wirbt Georgien um ausländische Investoren. Doch wie gefährlich Geschäfte in Georgien sind, zeigt der Fall Rony Fuchs, in dem auch der Allianz-Konzern eine wichtige Rolle spielt.

Seit Oktober sitzt Rony Fuchs wegen geplanter Beamtenbestechung in einem Gefängnis in Tiflis. Peinlich dabei: Das Land, das sich öffentlichkeitswirksam dem Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft verschrieben hat, schuldet dem Geschäftsmann zufällig auch 100 Millionen Dollar.
Die Einladung an Ölhändler Rony Fuchs war äußerst ungewöhnlich. Nika Gilauri, Ministerpräsident Georgiens, lud ihn in den Schwarzmeer-Urlaubsort Batumi ein. Es ging darum, einen Vergleich in einem handelsrechtlichen Streitfall zu schließen, in dem Fuchs seit fast 15 Jahren rund 100 Millionen Dollar vom georgischen Staat fordert. „Ein solches Treffen gibt uns die Gelegenheit, alle Einzelheiten zu besprechen, und wird zweifellos einen positiven Beitrag zu einer einvernehmlichen Lösung der Angelegenheit leisten“, schrieb der Ministerpräsident. Das Briefpapier trug das offizielle Siegel und den Briefkopf der ehemaligen Sowjetrepublik, und Gilauri hatte schwungvoll unterschrieben. Das war im vergangenen Oktober.


Fuchs entschloss sich zu der Reise. Der israelische Geschäftsmann ist als Investor in der Türkei tätig und dient gleichzeitig als türkischer Honorarkonsul – eine Position, in der er wirtschaftliche Belange mit inoffizieller Diplomatie verbindet. Zuvor arbeitete er 15 Jahre lang in New York als Energiehändler, und er ist mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres befreundet. Aus jahrzehntelanger Erfahrung mit der unübersichtlichen Interessenlage im Überschneidungsbereich von Handel und Politik interpretierte Fuchs Gilauris Brief als Signal: Georgien, vermutete er, wollte endlich den Streit beilegen, der zurückreicht bis zur Lossagung des Landes von Moskau.


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Tuesday, June 29, 2010

WIRTSCHAFT: Georgien und Armenien: Unternehmerreise nach Tiflis und Eriwan (leipzig.ihk.de)

Reise wird vom BMWi unterstützt

Die Unternehmerreise führt in die Hauptstädte der beiden Kaukasusrepubliken, die nach einem schwierigen letzten Jahr bereits in den ersten Monaten 2010 wieder deutliches Wachstum vorweisen können.
Insbersondere in den Bereichen Agrarwirtschaft, Lebensmittel- und Leichtindustrie, Infrastruktur/Straßenbau, Energie, Telekommunikation und Kommunalwirtschaft werden im laufenden Jahr spürbare Investitionen geplant.
Während der Reise finden Wirtschaftsforen, Kontaktbörsen mit lokalen Unternehmen, individuelle Unternehmensgespräche und Rundtischgespräche in den Ministerien statt. Die Teilnahme steht Unternehmen aus allen Branchen offen.
Interessierte Unternehmer finden ausführliche Informationen sowie einen Flyer samt Anmeldeformular auf Deutsch und Russisch hier.
Anmeldeschluss ist der 3. September 2010.

Tuesday, November 10, 2009

NEW: Caspian Business Journal - Issue #1 November 2009 (caspibiz.com)

Sunday November 1st, 2009No Comments

The flourishing Kazakh real estate market was one of the most promising sectors for investment in Central Asia. Symbat Abilkhassimova takes a deeper look at what went wrong, and what life after the bubble looks set to bring. Keep Reading »

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Friday, June 05, 2009

WIRTSCHAFT: Aserbaidschan: Deutsche Unternehmen Anfang April in Baku / Sinkende Ölpreise zwingen zur Diversifizierung (ost-west-contact.de)

Eben habe ich diese Internetseite "ost-west-contact.de" gefunden. Meines Erachtens sieht das ganz interessant für Wirtschaftsinteressierte aus. Müsste man weiterverfolgen. Der Artikel über Aserbaidschan war sehr aufschlussreich, ziemlich konkret und nicht so verschleiert, wie ansonsten oft die Wirtschaftsberichterstattung daherkommt, weil man niemanden auf die Füße treten will.

(1) Erwartungen erfüllt
Aserbaidschan: Deutsche Unternehmen Anfang April in Baku/ Sinkende Ölpreise zwingen zur Diversifizierung

Das aserbaidschanische Wirtschaftswachstum speiste sich in den vergangenen Jahren hauptsächlich aus den Einnahmen des Energieexports. Perspektiven bietet das Land aber auch in der Bauwirtschaft und im Transportwesen. Doch noch erschweren schwierige Rahmenbedingungen die Geschäftstätigkeit ausländischer Unternehmen im Kaukasus-Staat.


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Wednesday, March 18, 2009

WEIN: "Schuchmann Wines, Georgia" (ftd.de)

von Michael Gassmann

Die Fehde mit seinem Ex-Aufsichtsratschef Kajo Neukirchen kostete Burkhard Schuchmann bei Vossloh den Vorstandsposten. Jetzt entspannt er beim Weinanbau - im Krisenland Georgien.

Burkhard Schuchmann sitzt in entspannter Pose mit offenem Hemd in kleiner Runde in einem schicken Düsseldorfer Hotel beim Wein - seinem Wein. "Schuchmann Wines, Georgia", steht auf dem Etikett des Roten. Der 66-Jährige, einst Chef des Bahntechnikkonzerns Vossloh, ist jetzt Winzer in Georgien. Und fühlt sich als Gewinner im Machtkampf mit seinem alten Widersacher Kajo Neukirchen.
2005 hatten sich die beiden bei Vossloh in einen heftigen Machtkampf verstrickt. Vordergründig geht es dabei um Strategie und Rechtsformen, aber es entsteht auch eine herzliche persönliche Gegnerschaft. Am Ende müssen beide gehen - Neukirchen, der Aufsichtsratsvorsitzenden und Schuchmann, der Vorstandschef.


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JOBS: Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien schreibt neue Stellen für Georgien aus. (georgien-nachrichten.de)

Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien

Stellenausschreibung

Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien schreibt neue Stellen für Georgien aus. Nützliche Information über die Vereinigung: Seit Dezember 2008 hat die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien, DWVG, einen neuen Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Claus Hipp.

Herr Prof. Dr. Claus Hipp, geb. 1938 in München, ist Jurist und ausgebildeter Maler. Seit 1968 ist Dr. Hipp persönlich haftender Gesellschafter der ‘Hipp’-Betriebe (Produktion von Babynahrung). Dr. Hipp ist Ehrenpräsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern und Ehrenpräsident der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer in Moskau. Seit 2001 unterrichtet Herr Dr. Hipp als Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Tbilisi. 2008 wurde Herr Dr. Hipp zum Honorarkonsul von Georgien für Bayern und Baden-Württemberg ernannt.

Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien wurde am 13.09.2007 gegründet. Namhafte deutsche Unternehmen, die in Georgien tätig sind und georgische Unternehmen mit deutschem Management oder starker Bindung an den deutschen Markt, haben sich entschlossen die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien zu gründen, um Investitionen deutscher Unternehmen in Georgien zu unterstützen und zu fördern. Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien hat 16 Gründungsmitglieder: Ankla Systems, BBS, Bode Chemie Georgia, Caparol, Deutsche Lufthansa AG, DHL, Georgia Polygraph, Hahn Weintechnik, Heidelberger Druckmaschinen, Hipp Georgia, Ltd. Kinkid, ProCredit Bank, Siemens, Silkroad Express Georgia, Volkswagen Center Tbilisi, Woerwag Pharma.

Die Vereinigung hat sich das Ziel und die Aufgabe gesetzt, die Interessen der deutschen Wirtschaft in Georgien zu vertreten und die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland und Georgien zu fördern. Daneben will die Vereinigung weitere deutsche Unternehmen bei geplanten Investitionen in Georgien unterstützen, die sie über Marktchancen informiert und direkte Geschäftskontakte herstellt.

Im Jahr 2009 hat die DWVG 10 neue Unternehmen in die Mitgliedschaft aufgenommen: HeidelbergCement, Knauf Marketing, Noblex(Bayer GmbH), International Insurance Company Irao, Opel Autohaus, OMEGA Motors (BMW), Wilo, Thost, Wirtgen, Rechtsunternehmen MKD.

Kontaktperson:
Elene Jvania, Assistentin des Vorsitzenden.
Tel.: + 995 99 90 64 66
E-Mail: info@dwvg.ge

Der ganze Artikel: ---> Stellenausschreibung

mehr: Georgien wirbt um deutsche Investoren
Die Deutsche Wirtschaftsvereinigung Georgien, 17.03.2009

BUSINESS: Fish Café opens in Tbilisi (gbw.ge)

Fish Café opens in Tbilisi, vows to become destination of choice for seafood and beer fans

By Tamar Khurtsia (Georgian Business Week)

This will become by far my favourite restaurant in Tbilisi, says one of the guests tasting the shrimp and enjoying the ribbon cutting event of Fish Café on a nice Sunday evening.

Located on Irakli Abashidze Street 22, the new restaurant opened on March 8 at the initiative of Brewery Natakhtari and Food Chain Company, offering a wide choice to both seafood and beer lovers.


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Saturday, March 14, 2009

ECONOMY: ARMENIA: FALLOFF IN REMITTANCES IS A CAUSE FOR ECONOMIC UNCERTAINTY AT HOME (eurasianet.org)

Marianna Grigoryan 3/13/09

A sharp decline in remittances from Russia, coupled with a soured domestic economic outlook, may sharpen political tensions within Armenia over the next few months, some economists are forecasting.

Information provided to EurasiaNet by the Central Bank of Armenia shows a 28-percent drop between the volume of foreign-sourced, private remittances that entered the country from Russia in January 2008 ($60.17 million) and what entered the country in January 2009 ($43.58 million).

Officially, the total number of such transfers from Russia, the United States and other countries has dropped by 25 percent for this same period.

One economist, though, notes that the situation could be far worse than the available statistics indicate.

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Friday, March 13, 2009

BUSINESS: Research and Markets: Central and South Asia - ISA Economic Historical and Forecasts From 1993 Through to 2010 (researchandmarkets.com)

DUBLIN, Ireland (Research and Markets) Research and Markets has announced the addition of the "Central and South Asia - ISA Economic Forecasts" country profile to their offering.

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Wednesday, March 04, 2009

ECONOMY: Neue Fährlinie Warna-Kaukasus eröffnet (bnr.bg)

In diesem Jahr sollen über die von Verkehrsminister Petar Mutaftschiew eingeweihte Fährlinie Warna-Kaukasus eine halbe Million Tonnen Frachtgut befördert werden. Von der neuen Fährverbindung würden vor allem Exporteure von Wein, Lebens- und Arzneimitteln, Kosmetik und Maschinen Gebrauch machen, so Mutaftschiew. Aus Russland werden vor allem Maschinen, Anlagen, Roh- und Treibstoffe erwartet. Darüber hinaus bietet die Fährverbindung in Zukunft die Möglichkeit des Containerumschlags. Bulgarien sei ein strategischer Partner Russlands, erklärte der Chef der russischen Agentur für Fluss- und Seeverkehr, Alexandar Davidenko, während der Eröffnungszeremonie. Mit der Fährlinie Warna-Kaukasus werde die Transportzeit entscheidend verringert, da man etwa 800 km Fahrtweg einspare, so Davidenko.

Quelle: www.bnr.bg/RadioBulgaria