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Monday, October 19, 2020

PORTRÄT: Fridon Nizharadze – Maler der Traumata Swanetiens und der Welt (Ushguli, Georgien). Von Stefan Applis

Georgien zwischen verschiedenen Mächten -
Gemälde von Fridon Nizharadse.
Sowjetrecht und traditionelles swanisches Rechtsbewusstsein
.
Photo: Stefan Applis

[stefan-applis-geographien.com] Das Haus ist das letzte am Hang. Darüber nur die Kapelle mit der Ikone des Heiligen Georg. Etwas weiter das Kloster. Es ist wenig, was sie sagen über ihn in Ushguli. Nichts gebe es, das er nicht gelesen habe. Er sei der klügste Mensch in Ushguli. So klug! Und sie heben die Hand und winken weit in die Ferne, um zu zeigen, dass nicht sie dies beurteilen könnten. Ihr habt nur Kartoffeln im Kopf! Das soll er vielen schon entgegengeworfen haben. Was Arbeit aber sei, das könne er nicht wissen. Denn, was er tue, sei doch nicht Arbeit. Ein kurzes Erschrecken. Denn nichts Schlechtes sagen sie in Ushguli über den anderen. Wer könne schon wissen, wohin das führe. Die Menschen seien eben verschieden. 

Georgian Perspectives | Fridon Nizharadze – Painter of the traumas of Svaneti and the world


Photo: Stefan Applis
Der jüngere Bruder als Mauer, als Übersetzer zwischen der Welt des älteren und der der anderen. Teimuraz der Bodenständige, der Agronom, letzter Verwalter der Kartoffeln, Kühe und Schweine in Ushguli und der Eigensinnigkeit seiner Bewohner. Fridon, der ältere, der schon als Kind mit allem, was er zu greifen bekam, gezeichnet habe – mit Steinen auf Holz, mit verkohlten Aststücken auf Schnee, oft wild und wütend und weltabgewandt. Später dann, ruhig und andächtig, mit Farben und Pinseln zur Rettung der geschändeten Malereien an den Innenwänden der Kapellen.

Ich gehe und komme am nächsten Morgen zurück. Ob er seine Bilder zeigen und erklären möge? Selbstverständlich, drei Lari, meint er, treten Sie ein. 






Seine Bilder seien dualistisch und antirealistisch, meint er. Nichts habe er gelernt in Tbilisi, wo sie ihn zu sozialistischem Realismus hatten zwingen wollen. Van Gogh war schizophren!, ruft er aus. Er sei auch schizophren, das habe man diagnostiziert, 1973, als sie ihn festhielten in der Psychiatrie. 



Viele Liter Blut habe man ihm abgenommen in diesem Monat, immer wieder. Seine Temperatur sei so hoch gewesen, dass man ihn nachts aus dem Bett habe holen müssen, um ihn kalt abzustrahlen. Achtunddreißigmal sei das geschehen, zu allen Tageszeiten seien die Pfleger plötzlich da gewesen und hätten ihn in das Kachelfeld gestellt, bis er zusammenbrach. 

Er ist schwer zu fassen, noch weniger zu begreifen, spricht mit hoher Geschwindigkeit, lässt keine Zeit zu reagieren auf das, was er dem Zuhörer entgegen wirft: Er fragt, erklärt, wirft Satz um Satz, voll mit Bezügen auf Politik, Literatur, Mythos hervor: Kennen Sie Schewardnaze? Wissen Sie, was Dostojewski geschrieben hat? Kennen sie Medea? Er ergreift den Schnitzstock, der Chaplin darstellt, stellt den Stock, der Einstein heißt, zur Seite und zeigt auf die Bilder – nie eines mit der Spitze berührend, jedes Element erklärend. Von großer Höhe nimmt er alles herunter auf wackeligen Stiegen balancierend. Man darf ihm nicht helfen.

Er springt von einem Bild zum nächsten und zurück, konfrontiert den Zuhörer, betrachtet, wechselt, fragt permanent und sagt aus.

Die Bilder sind zerstörerisch. Die Welt ist aus den Fugen. Die Welt ist ohne Sinn, eine verrückte Welt, die der Zerstörung entgegenstrebt. Dem Wahnsinn gibt er dann doch eine Deutung in klaren Symbolen und Zusammenhängen. Er ist Laokoon in der Psychiatrie, umschlungen von der Python der Staatsmacht. Er ist gefangen in Handschellen, als das junge Georgien zerstört wird vom Sowjetimperium – den Baum, dem das frische Blatt entwachsen ist, haben die Bolschewiki entwurzelt.

Eine verrückte Welt versucht er mit seinen Bildern zu fassen. Verrückt vor dem Wahnsinn der großen Zerstörungen: Immer wieder Stalin und Hitler, immer wieder Kommunismus und Nationalsozialismus als gleiche Varianten derselben Unmenschlichkeiten.

Die dualistischen Bilder haben hohe Preise, da sie zwei Bilder in einem seien, erklärt er, kosten einmal 37 Milliarden Schweizer Franken, einmal 27 Millionen Schweizer Franken. Die Zerstörung der Welt durch Stalin und Hitler kostet 50 Millionen Dollar, weil 50 Millionen Menschen starben.

Der Weg des Homo Sapiens ist ein Weg aus Knochen. Er endet in einer Rakete, die einen Atompilz entfesselt, der die Welt zerstört. An deren Ende steht das Kreuz. Der georgische Erzengel trägt eine swanische Kappe und umfasst die Welt, auf der Stalin und Hitler wüten.

Und doch: Georgien wird überleben, da seine Bewohner fähig seien zu einem Leben in Harmonie mit der Natur, getragen von alles überdauernden Traditionen.



Was hat ihn in die Psychiatrie gebracht? Die Anderssein oder die Systemkritik? Am nächsten Morgen Begegnung mit dem Bruder, der über die Härten des Lebens in der Sowjetzeit spricht, davon, dass der Bruder nach dem Studium in Tbilisi wegen seiner Kritik am Kommunismus in die Psychiatrie gebracht worden war. Andere seien ins Gefängnis gesteckt worden, manche ermordet, wieder andere über alledem wahnsinnig geworden. 



Die Blutentnahme zur Schwächung, das Abstrahlen mit kaltem Wasser zum Brechen des Widerstandes. Beides zur Bekräftigung eines über allem stehenden Systems.

Was ist das für ein Mensch, den man hier findet, hoch über Ushguli, im letzten Haus am Hang? Ein Maler ohne eine einzige Ausstellung in seinem Leben, umgeben von stetiger äußerer Stille in andauernder innerer Unruhe. Was für eine Fremdheit im Vergleich zu den anderen, die sich doch auch recht fremd sind. Und: Wie froh muss einer sein, letztlich Freiheit in der Abgeschiedenheit genießen zu dürfen. 

Es sind die Erfahrungen der Unsicherheit, Abspaltungskriege, Bürgerkriege, Banditentum, die Bedrohung des äußeren Lebens, vor dem alles Nachfolgende gut erscheinen muss.


More about the author Stefan Applis:
stefan-applis-geographien.com
spacesandpractices.com
twitter.com/doinggeography
photostudio.de/i/stefan-applis
researchgate.net/profile/Stefan_Applis

Friday, October 16, 2020

ARTICLE: Fridon Nizharadze - Painter of the Traumas of Svaneti & the World. By Stefan Applis via Georgia Today



Online Version: Fridon Nizharadze - Painter of the Traumas of Svaneti & the World - with more photos [georgiatoday] 






Monday, August 24, 2020

VIDEO: Georgian gastronomy - Svaneti | ქართული გასტრონომია - სვანეთი



The USAID/Georgia Economic Security Program, in partnership with The Gastronomic Association of Georgia, started a new project “Discover Georgian Gastronomy”. Within the project mini-movie series will be produced on Georgian Regional Gastronomy & Destinations. The main idea of the project is to shine a spotlight on 6 different regions of Georgia with its unique gastronomic traditions - it’s all about exploration and discovery of the hidden gastronomy gems of the country.

The video series is meant to become vehicles to paint the country of Georgia as a beautiful and accessible destination on the frontier of food and dining in the webspace and different online platforms and to promote its rich gastronomic heritage. A destination is highlighted through Georgian famous influencer Chefs discovering a region’s full culinary ecosystem from terroir, produce and cuisine to artisanal producers, bazaars, local experts, home cooks, and colorful Georgian feast traditions.

Project authors/ Screenplay: Gastronomic Association of Georgia
Creative/ Art directions/ Food styling: Gastronaut

Wednesday, August 21, 2019

VIDEO: Wanderung von Mestia nach Ushguli, Georgien ⎜ Vlog #73

Die Wanderung in Georgien (Swanetien) war unser absolutes Highlight. Trotz des mittelgrossen Zwischenfalls, haben wir es total genossen und würden uns sofort wieder aufmachen, um diese wunderbaren Tage noch einmal erleben zu dürfen.

Wir würden die Wanderung auf jeden Fall, jedem weiterempfehlen.


Mehr: 5 Videos aus Georgien

Friday, April 26, 2019

POLYPHONY: The Song Hunters - Suppression and Survival. By Sam Lee via @BBCRadio4

Podcast >> bbc.co.uk
 
Singer and song collector Sam Lee travels to Tbilisi to explore the ancient polyphonic folk songs and sacred chants of Georgia. He discovers a nation where singing is in the blood.

With some of Georgia's finest singers and musicologists as his guides, Sam is introduced to the ritualistic folk songs that are said to the control the weather and even cure the sick. He is invited to a feast, high on a mountainside above Tbilisi, where he meets the Chamgelianis - a singing family from the remote region of Svaneti who are keeping the tradition of age-old pre-Christian folk songs alive.

At the beautiful Kashveti Church in the heart of Tbilisi, Sam meets singer and ethno-musicologist John Graham who introduces him to the liturgical chanting tradition. These orthodox Christian chants feature sacrosanct melodies that are said to have been passed down by God and transmitted orally over the centuries.

Bordered by powerful neighbours including Russia and Turkey, Georgia has been attacked and invaded persistently over the centuries, its traditional songs suppressed. Sam learns that, under Soviet rule, sacred chanting was banned in Georgia and chanters threatened with exile and even death. Practitioners were forced to go underground from the early 1920s.

The tradition might have died out entirely were it not for the efforts of a single monk who buried manuscripts containing the forbidden sacred songs in order to keep them safe. Many years later, following the end of the Soviet stranglehold, the buried manuscripts were rediscovered and became the backbone of a chant revival that has seen Georgian singing spread around the world.

Presenter: Sam Lee
Producer: Max O'Brien
A TBI production for BBC Radio 4

Wednesday, April 03, 2019

SHORTFILM: Dinola - film which are based on a true story in Georgia Svaneti. By Mariam Khatchvani


Director Mariam Khatchvani
Film Producer Vladimer Kacharava

In the cold mountains of Georgia, a widow is forced to marry another man and leave her life and child behind.

Dinola is a child living in the village of Ushguli, in Georgia. Her father has just died, and the whole village is taking part in the funeral ceremonies. Her little friend asks if her mother has already left, but the girl says no, and doesn’t even understand why she would do such a thing. In fact, though, that’s the cruel fate that awaits her: as per the local tradition, the first man to forcibly impose his will to marry the widow, will have every right to take her away – and the child will be left behind, alone and abandoned.

Based on the true experience of director Mariam-Bakacho Khatchvani (მარიამ ხაჭვანი)’s grandmother, this short film wants to give a voice to the lives of thousands of women in the region of Svaneti, Georgia, one of the remotest parts of the continent, where, until only fifty years ago, this cycle of abandonment was repeated continuously. In addition to being an act of social protest, Dinola also opens a window onto places unknown to most people, uncovering traditions and customs that have hardly ever been narrated to an international audience.

This foray into a new world is unsettling and fascinating at the same time: the blinding white of the snow-covered landscape and the stark contrast of the medieval houses that stand dark upon it are visually striking. It takes just a few frames to feel the atmosphere of this hard and traditional people, witnessed in a solemn moment of mourning, all wearing dark clothes and accepting their inescapable reality in a dignified silence.

It’s the personal and participated yet highly stylized direction that raises this short above the usual account of social issues. It ‘s rare to find this kind of careful historical and social reconstruction combined with such a unique aesthetic. We take part in the excruciating pain of the mother, we are moved by the despair of the abandoned child who tries to follow in the footsteps of her mother in the midst of the snow, but we are also overwhelmed by the beauty of the place that’s presented before our eye, an almost alien land that appears to be suspended in time.

Dinola, presented in competition in many international festivals, was recently nominated for Best Short Film at the European Film Awards. This film is another example of the power that lies in the short film medium, managing to convey information about traditions and showing remote places almost completely unknown to most people.

We interviewed the director to find out more about this world and what inspired her to tell this story.

Hi Mariam, can you tell us more about the ‘Svanish Law’ you mention at the end of the film? Is it still in effect?

There used to be a tradition that if a woman became a widow, she had to get married to whatever man asked to marry her, regardless of love or her free will, because had she refused to, the man would threaten to kill her family. If the woman got married for a second time against her will, the dead husband’s family would not allow her to take her child with her, because they didn’t want their grandchild to grow up with another family, as it was considered absolutely shameful in the village. Dinola takes place about 80 years ago, when my grandmother was a child, but this ‘law’ was still in effect until about 40-50 years ago, and now things have changed – but not so much.

So the story portrayed in Dinola is very personal to you, is it exactly what happened to your grandmother? Yes, this story is about my grandmother. When she was a child, her mother left her and when she woke up and was looking for her mother, she went outside barefoot on the snow and followed her mother’s footprints crying. When she told me her story, it was so shocking to me that I decided to make a film as close to an actual documentary as possible, to show the real difficulties in the mother-children relationship that time, because it was the same for everyone living in that area…That’s why when I was a shooting the short I did my best to put real emotions into the film. My grandmother is 90 years old now and when she saw Dinola, she told me that she found it very funny that the child in the film is wearing socks, as she was barefoot…

What are your motivations as a filmmaker?

I wanted to show the world how interesting my culture is, because no one knows about Svaneti, where I was born, even some Georgians…

What are your plans for the future? Are you gonna make a feature film inspired by Dinola?

I am working on the feature film project, DEDE, it will be focused on the woman’s life. It’ll be like a counterpart to Dinola, and the main character will be the mother of the child. The movie will be about love, traditions and the crazy, interesting and difficult life in Ushguli. Located in Svaneti, the mountainous area of Georgia, Ushguli is called the hat of Europe, because it’s the highest settlement in this continent, you can feel like touching the sky, winter lasts eight months and at during that time roads are blocked, and people became ruthless because of this strict environment and extreme conditions. I will start shooting in August, I’ll cover four seasons in the film, I want to make it like a documentary, with regular people from the area, not actors, to achieve more realism as possible. My village is the so beautiful, it is a paradise for me and this is why I think the Ushgulians never leave the area despite the hard life.

Flavia Ferrucci (Source: goodshortfilms.it/dinola)

In deutsch: filmfestivalcottbus.de

Thursday, November 08, 2018

PERSPEKTIVEN: Der Tourismus erhält und bedroht Georgiens Leben im Hochgebirge. Ein visueller Kommentar von Stefan Applis. via @EurasiaNet

[in english: eurasianet.org] Erzählungen einer authentischen Gesellschaft, die am Rande der Zeit lebt, können den höheren Lebensstandard in der sowjetischen Blütezeit nicht erklären.

Fotogallerie von Stefan Applies: Klick auf das Bild
Seit Ende der achtziger Jahre hat die georgische Region Svaneti mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Weit entfernt von den politischen Machtzentren haben die Menschen in der rauen Bergregion mit einer weit verbreiteten Armut zu kämpfen. Mit dem Ende der sowjetischen Subventionen verließen viele Einheimische dieses Gebiet.

Aber eine zweite Chance hat sich in den letzten zehn Jahren mit der Einnahme von Touristendollars gezeigt. Dieser Tourismus bringt eine Reihe moderner Herausforderungen mit sich, die die Zukunft der Region bestimmen werden.

In der Sowjetzeit ermutigten die Moskauer Kulturbeamten die Svanen, sich von den benachbarten Gruppen im Sowjetischen Georgien zu unterscheiden und ihr ethnisches Bewusstsein zu stärken. Gleichzeitig haben die Behörden die lokalen Traditionen, die von Moskau als illegal eingestuft wurden, nicht aufhalten können: die Rolle der Ältestenräte bei der Verteilung von Land, der Vermittlung von Vendetten und der Entscheidung über Brautentführungen.

Heutzutage dominieren Geschichten über eine authentische Gesellschaft, die am Rande der Zeit lebt, in der sich im Laufe der Jahrhunderte wenig verändert hat - in der Tat kann man in alten Steintürmen ein märchenhaftes Leben finden - Orte wie Wikitravel, TripAdvisor, Facebook und Booking.com. Dies sind jedoch begrenzte Erzählungen mit wenig Verständnis für die Lebenswirklichkeit in Dörfern wie Ushguli, die oft wochenlang im Winter von der Außenwelt abgeschnitten und ohne Strom sind.

Diese Geschichten erklären auch nicht den höheren Lebensstandard der sowjetischen Blütezeit, als Ushguli - eine Ansammlung von vier Weilern mit 150 ständigen Einwohnern auf 2200 Metern Höhe im Schatten des höchsten Gipfels Georgiens - täglich durch Hubschrauberflüge mit Tbilisi verbunden. Als die lokale Sekundarschule eine große Anzahl von Kindern befähigte, einen Hochschulabschluss zu erlangen.

Nach verheerenden Lawinen im Winter 1986-1987 wurden Dutzende getötet, und die sowjetischen Behörden begannen, die Bewohner von Ushguli ins Tiefland umzusiedeln.

Einige kehrten in den 1990er Jahren zurück, als das unabhängige Georgien durch Krieg und Wirtschaftskrise zerrüttet wurde. Eine andere Welle kehrte vor einem Jahrzehnt, zumindest für eine gewisse Zeit zurück, als Georgien sich auf der internationalen Szene des Abenteuertourismus etablierte. Heute, neben den von der UNESCO anerkannten Wehrturmhäusern, gibt es zahlreiche Gästehäuser, die oft miteinander konkurrieren und in der Hochsaison von Juli bis September die Preise drücken.

Die Bergbewohner haben Erfahrung mit Tourismus. In den 70er Jahren kamen Besucher aus der gesamten Sowjetunion, um einige der höchsten Gipfel des Imperiums zu erklimmen.

Damals "beherbergten wir Touristen kostenlos, weil die Gastfreundschaft Teil unserer Kultur ist. Das Tal war voller Zelte mit Bergsteigern, Historikern, Geologen und Archäologen. Heute können wir uns das nicht mehr leisten", sagte Aysir Nizharadze, der im Sommer Kartoffeln anbaut.

Heute ist Tourismus der einzige Weg, um eine Familie zu ernähren, und es zieht die Bewohner Ushgulis an, zumindest für einen Teil des Jahres zurückzukehren. Während frühere Härten dazu beigetragen haben, das Gemeinschaftsgefühl, die gemeinsame Identität und die gegenseitige Verantwortung zu festigen, zerreißt die Konkurrenz heute die Gemeinschaft.

Aufgrund der hohen Subsistenzwirtschaft in der Landwirtschaft in Georgien sind die Preise für Fleisch, Milchprodukte und Produkte niedrig. Um eine Farm in einer Region mit einem so kurzen Sommer am Laufen zu halten, muss eine Familie Touristen als zahlende Gäste anziehen.

Trotzdem führt die Verzweiflung zu Spannungen. Die Familien in Ushguli, die sich früher auf harte Zeiten verlassen mussten, konkurrieren nun darum, die Erwartungen der Touristen zu erfüllen - niedrige Preise, eine "authentische" Atmosphäre, entsprechenden Komfort und Essen. Auf diese Weise gefährdet der Tourismus bestehende Bindungen der Gemeinschaft.

"Ushguli ist nichts ohne die Menschen in Ushguli", sagte Roland Dzelidze, ein Einwohner, der sein ganzes Leben lang in Ushguli verbracht hat, ohne seinen Dienst beim sowjetischen Militär zu leisten. "Nur einige von uns sind noch übrig - es gibt also nicht genug, um einander zu helfen, wenn etwas Schwieriges getan werden muss, wie etwa die Reparatur eines Daches. Und wenn Sie Ihrem Nachbarn nicht helfen, wird er Ihnen nicht helfen. Am Ende wohnen wir wie Konkurrenten nebeneinander.“

Stefan Applis ist Professor für Geographie an der Justus-Liebig-Universität Gießen in Deutschland.

Monday, January 29, 2018

VIDEO: Climb Ushba and make a first descent on skis - via @thenorthface ‏



Late season 2017. Samuel Anthamatten, Markus Eder, & Leo Slemett head to Svaneti Georgia to hopefully climb Ushba and make a first descent on skis. This mystical 4710m mountain in the Caucasus Mountains is very remote and must be accessed on foot. Before the ascent the crew gets to warm up the legs and experience some of the best skiing they have ever had in a wild heli-ski session in epic conditions.

Direction: Guido Perrini
Actors: Samuel Anthamatten, Leo Slemett, Markus Eder
Production: Timeline Missions
Production Country: Switzerland, 2017


The 4710-meter-high Mount Ushba has long held a strong attraction for the Swiss freerider Samuel Anthamatten. In July 2017, he traveled to Georgia with Léo Slemett, winner of the Freeride World Tour 2017, and the South Tyrolean freerider Markus Eder, to descend the most distinguishable peak of the Caucasus Mountains for the first time on skis and to find out if the Caucasian powder delivers on its promises.


Main photography by Tero Repo




Sam Anthamatten Interview | The North Face Skier on His Quest to Make History on Mount Ushba. By Stuart Kenny [mpora.com]

Tuesday, September 05, 2017

VIDEO: უშბის სარკე • Ushba's Mirror. Attempt and heavy stonefalls. By Archil Badriashvili




More Videos by Archil Badriashvili

Tuesday, June 20, 2017

GEORGIA: We Are Svaneti Festival - 15-17 July, 2017


We Are Svaneti Festival from Rosa Vroom on Vimeo.


15-17 July, 2017
www.wearesvaneti.org

Come to discover Upper Svaneti in Georgia. Visit remote villages at the foot of the Caucasus mountains, learn new artisan and cooking skills from the locals, explore the spectacular wild nature. Listen to the inspiring stories and share yours whilst enjoying a sense of community.
Hosted at the banks of the beautiful river Nenskra, this long weekend summer festival will fill you up with energy and unforgettable memories of authentic Svaneti.
Join us for the We Are Svaneti Festival and the Photo Essay Contest

Friday, April 07, 2017

PHOTOGRAPHY: Very cool photo series presented on Tamara Natenadze Photo Blog. By Timothy M. Bowser

This is an interesting look but one that I cannot say I've shared in. I've spent over three years living among Adjarians and spending much time in the highlands and villages of Xulo. There is a dark dignity to the photos presented here, and the people do have this dignity but I do not feel that there is the darkness illustrated here. I do not imply darkness as a mood or feeling, only the lens through which the photographer chose to portray her subjects. I have always found the highlanders to be amazingly open and joyous. I've spent a few Shuamtoba festivals at Beshumi and Goderdzi. They are riots of color, wrestling, horse racing, dance, and song. Marriages are conducted before the community and drunken fights are pretty common. The days leading up to the festivals were filled with merriment and obscene amounts of drinking. I've partook. Remember these are Muslim populations. The idea/s that we know anything about the Muslim world in Adjara is correct in the photographer/author's opening assessment. We do not know much about it. What we think we know about the populations of Adjara are most likely mistaken and wrought with unwarranted prejudices. One thing mentioned in the article and I find a truism is that the households would fall apart without the women managing them and they are present at the supras but are only periphery participants. Very cool photo series presented on Tako's blog. I found the smaller village Shuamtoba festival very interesting.


Timothy M. Bowser (e-portfolio)


Tim Bowser's Blog: beyondbatumi.com
beyondbatumi@gmail.com
facebook.com/beyondbatumi
Twitter @beyondbatumi










Tamara Natenadze Photo Blog: takonatenadzeajara.blogspot.de

Friday, February 03, 2017

MUSIK: Lakhushdi - "das singende Dorf" im Hohen Kaukasus, Swanetien zwischen Tradition und Moderne. Von Ariane Huml [swr.de]

(swr.de/swr2) Das Dorf Lakhushdi in Swanetien im Hohen Kaukasus liegt auf fast 2000 Meter Höhe inmitten einer paradiesischen Bergwelt, umgeben von riesigen, grünen Wäldern und schneebedeckten vier 5000ern. Die georgisch-swanetische Gastfreundschaft ist legendär. Mit seinen kaum mehr als 100 Einwohnern öffnet es jedes Jahr wenigstens einmal seine Türen, seine Häuser und auch seine Herzen, um für zwei Wochen im Jahr, Ende August zum Erntedankfest, wenige, ausgewählte, musikinteressierte und sangesfreudige Fremde aus aller Welt aufzunehmen, um mit ihnen zu singen, zu tanzen, sie zu bewirten, und vor allem, um an sie ihre außergewöhnlichen musikalischen Traditionen und Lieder weiterzugeben, die bis zurück zu den vorchristlichen Gesängen der alten Sumerer reichen. Das Feature erzählt von dieser außergewöhnlichen musikalischen Reise anhand von Tonaufnahmen und Interviews aus einer fast vergessenen Welt, die jetzt nach und nach - nicht nur musikalisch - wiederentdeckt wird.

Podcast >>>




Musikliste:

trad.:„Alilo auf dem Berg“
Dorfbewohner aus Lakhushdi

trad.:Traditionelle Musik aus Swanetien
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Eröffnung des Gastmahls mit Begrüßung
Arularo (Gesang)
Nana Mzhavanadze, Gesang und Begrüßung

trad.: „Ts’minda“
Nana Mzhavanadze, Gesang
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Traditionelles Lied
Marika, Gesang
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Traditioneller Gesang zur Tschuniri
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: Traditioneller Festmahlgesang aus Swanetien
Marika und Dorfbewohner aus Lakhushdi

trad.: Traditioneller Gesang aus Swanetien
Nick (Gitarre) und Dorfbewohner aus Lakhushdi

trad.: „Wiegenlied“
Nana Mzhavanadze, Gesang

trad.: "Tamardedpal" Lied der Königin Swanetiens Tamar
Murat, Giwi und Gigo, Gesang

trad.: Lied der Tamar
Woriowdela“ - fröhliches Lied
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

trad.: Melancholisches Lied
Nicoletta (blinde Nonne, USA) Gesang
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

trad.: Tom's Lied (altes schottisches Lied über den Schmerz des Abschieds)
Tom, Gesang
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

trad.: Das Lied der Brüder Vitsbil & Matsbil (swanetische Freiheitskämpfer)
Eka, Ana und Madona Chamgeliani, Gesang und Tschuniri (Spießgeige)

trad.: „SovIru“, Schwedisches Schlaflied
Vilja-Louise (Stockholm), Gesang

trad.: „ChristeAghsdgha“ Erntedankgottesdienst aus der Kirche
Familie Chamgeliani mit Dorfbewohnern und Gäste

Thursday, July 24, 2014

EXHIBITION: The famous Italian photographer and mountaineer Vittorio Sella at Svaneti Museum of History and Ethnography (museum.ge)

(museum.geGeorgian National Museum, Embassy of Italy in Georgia and National Geographic Georgia, present photo exhibition by famous Italian photographer and mountaineer Vittorio Sella at Svaneti Museum of History and Ethnography. Opening event will take place on 24 of July 2014, at 2 p.m.

Vittorio Sella (1859 -1943) was an Italian photographer and mountaineer, who took photographs of mountains which are regarded as some of the finest ever made. His contribution to geography, ethnography and development of Alpinizm is outstanding.

Vitorio Sella was born in Biella, Italy in the foothills of the Alps and acquired his interest in photography from his father, Giuzeppe Venanzio Sella and in alpinism from his uncle, Quintino Sella, scientist and politician, who was also the founder of the Italian Alpine Club.

Vitorio Sella made a number of significant climbs in the Alps and participated in numerous expeditions on four continents, including three travels to the Caucasus in 1889, 1890 and 1896.

Svanetian villages, landscapes, ethnography, families, culture, portraits and other significant details perfectly pictured by Sella will be presented for public at Svneti Museum of History and Ethnography for the first time. After decade, author's works return to the place where photographer was travelling.

The majority of photographs taken during the Caucasian expeditions is connected with Svaneti. In his diaries, Sella writes about Svans as the original, proud and noble people. Rezo Tabukashvili, famous Georgian film director, made a wonderful film "Vittorio Sella" in 1980.

Amazed with the beauty of the Caucasus, different regions of Georgia and with Svaneti in particular, Vittorio Sella left the wonderful photographs and important documents of our country to the world and the future generations.

Adress: Svaneti Museum of History and Ethnography. Mestia, 7 A. Ioseliani Street.

Sunday, May 04, 2014

PHOTOGRAPHY: Guram Tikanadze Exhibition - TBC Art Gallery, Tbilisi






Guram Tikanadze, 1933-1963

The photographer and mountain-climber, G. Tikanadze tragically perished in 1963 while descending from Shkhara in Svaneti.

During the thirty years of his life he was managed do a lot. He made a success in his favourite trade. He took up photography from childhood, under the tutorship of the famous photographers Niko Sagaradze and Sergo Akhvlediani at the Pioneer's Palace. As a university student he became keen on mountain-climbing. In 1959 he started work as a photocorrespondent for the journal "Drosha", in 1962 he was appointed as a chairman of the Tbilisi photo-section of the association of Georgian Journalists. G. Tikanadze's creative work combined publicistic genre with poetic thinking. His pictures were published in Poland, Cheskoslovakia, Germany, he participated in international exhibitions.

Guram Tikanadze's early death deprived Georgian community of a talented photographer entering creative maturity, whose exquisite taste and skill were generally recognized.

“A fine fellow's name is a flare”(magticom.ge)

“The flash light that Guram had presented to me is still giving out light reaching the other bank of the Mtkvari River… But the traces of his footsteps are no longer to be seen… Under dim light I am trying to find Guram's footprints but all in vain… A man's heart is definitely not like sand brought by the wind. It is more like a vessel storing inside everything until it gets carried away by floods ….. Even now when I recall my young friend, I bend my steps towards the Mtkvari and watch its flowing waves excitedly… Here is my “Saguramo”, and whenever I notice a deer on a sandy riverbank leaving its track on the sand, memories of Guram always come to my mind.”

From the Deer's Trace by Levan Gotua

This year in September, Guram Tikanadze would have turned seventy… There are people who are always in haste. They always hurry but, most importantly, they manage to do everything in a relatively short time. It is strange but frequently this rapidity carries a seal of fatality, as if destiny hastens them to do as much as possible in their youth. And it was under such an accelerated pace that Guram lived…

Nature endowed this young man, distinguished by his infinite energy, versatile talents, crystal honesty and love for his homeland, with an impressive appearance: “His figure resembled a specimen of art - a powerful physique, with pure blue eyes on an elongated face, an antique nose and soft skin, somewhat unexpected on the face of such a manly fellow,” writes Sargis Tsaishvili. “The laughter bursting out from his heart would immediately make you feel his moral purity. He had an infinite faith in men and he always created an atmosphere of warmth and cordiality around him. Perhaps that is why upon first acquaintance he immediately won confidence and sympathy.”

In his student years he became interested in boxing and mountaineering and in 1952 he passed the first-class sport norms. In 1954 he became an instructor of mountaineering and tackled several difficult ascents on the Caucasus and Pamirs. Mountains became an integral part of his life, the subject of his love and his destiny. In an essay “Defeated Giants” Guram Tikanadze writes: “People often ask us, mountaineers, why we are so keen about mountains. We think such a question is out of place and often leave it unaddressed. Now, for the sake of explanation I shall resort to certain experiences. We don't talk with the mountains and don't communicate our love in words. We know very well that here danger is waiting for us under every stone and in every snowflake. Overhanging clouds spread thunderstorms and snow over the mountain slopes and the burning sun alerts the mountain ranges with falling stones and a multitude of avalanches. There is constantly something new, there's always motion and cheerfulness. We find a common language more with mountains and ice than with lowlands and sea.”

They used to say that those who wanted to see strength, beauty and courage should have watched Guram Tikanadze in the mountains where, as distinct from others, he had to drag photo-cinema equipment (not many people know what each additional gram means for a mountaineer) and overcome additional complexities. He would leave the group behind or would follow an unbeaten track or at times would risk his life for the sake of a good shot. He never asked for a privilege.

He was in the seventh grade when he became interested in photography and published his first shot “Christmas fair in Tbilisi” in 1950 when he was still at school.

Later he debated whether he should follow the career of a geologist, go in for press photography, or become a cameraman. “I am amazed… I let everything go with the flow. I feel the stream will bring me to photo reporting…”

In Georgia the art of photography has deeply rooted traditions. Remarkable photographs of Alexandre Ermakov, Engel, Vittorio Sela, Alexandre Roininshvili and others depicting the recent past of Georgia, today represent an invaluable treasure, not only for the funds of the museums and archives where they are kept, but also for every Georgian.

In the fifties, however, when Guram Tikanadze took an interest in photography, this art form was in the background in our country. Guram was one of the first who broke away and introduced a sharp topic into the cadre. He turned the photography business into art, bringing it close to painting. Along with the recording of actual events, Guram Tikanadze's pictures have purely scientific, historical and ethnographic implications. This is an artistically depicted photo-chronicle of Georgia of the fifties and sixties, with its people. “It seemed as if he was looking at the world with three eyes but all three were focused on one thing. And this was his homeland and his people,” writes Kote Javakhishvili.

From the fifties onwards Guram Tikanadze regularly published his pictures in the republican, union and foreign press. He took part in photography contests and exhibitions held at various times. “You are a real poet. I am so sorry that I had no opportunity of knowing you earlier,” a Czech writer said after one of the exhibitions and perhaps that is why Georgian, German, Czech, Polish and Italian magazines and newspapers selected him as their reporter.

“But, your greatest and kindest gift was the skill and perception of friendship,” says Levan Gotua. “You were born for friendship and that is why being a single child you had a great many friends and brothers.” It was the gift of infinite love that he gave out so generously. His contemporaries note a rare skill of his: the ability easily to become a close friend of people, to take their joys or misfortunes close to his heart, sympathize and lend a helping hand whenever he was able to do so and support a good cause.

Very often people have amazing premonitions. We know several artists who have predicted their own death. Such is Guram's picture: “Falling from the Ailama Ridge”, as well as the last entry made by him in his notebook in 1961: “Jumber, Kukho and Iliko, It's something terrible! Mountaineering is impossible without sacrifice…”

He perished on August 27, 1963 when descending the mountain Shkhara…

At exhibitions, in the press and other publications we often come across Guram Tikanadze's pictures, which have become classics of photography. Today they are as relevant as they were 40 years ago.

It is a long time since unknown pictures from his album have been published…

This year on September 12 Guram Tikanadze would have turned seventy…

Wednesday, April 09, 2014

VIDEO: Die Swanen - Leben mit den Ahnen. Ein Bergvolk im Kaukasus. Film von Andreas Lünser (arte.tv)


(arte.tv) Im Nordwesten Georgiens pflegen die Swanen einen besonderen Kult um ihre Verstorbenen.

Im Nordwesten Georgiens, in den Bergendes Großen Kaukasus, liegt Swanetien. In der schwer zugänglichen Region scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die Swanen pflegen einen besonderen Kult um ihre Verstorbenen, und praktizieren auch heute noch Fehde und Blutrache.

Seit Jahrhunderten siedelt der georgische Volksstamm der Swanen in einem Hochtal, umschlossen von den rund 5.000 Meter hohen Gipfeln des Kaukasus-Massivs. Isoliert durch die Abgeschiedenheit der Berge, haben die Swanen bis heute eine eigene Kultur und Sprache bewahren können. Die Wirtschaftsweise der Menschen hat sich hier seit Jahrhunderten kaum verändert. Noch heute transportieren die Swanen schwere Lasten auf den traditionellen Ochsenschlitten über das unwegsame Gelände. Mit einfachen Geräten ringen sie ihren kargen Böden das Nötigste zum Leben ab.

Die frühe Christianisierung der Swanen führte zur Entwicklung volkseigener Praktiken. Neben einem ausgeprägten Ikonenkult pflegen die Menschen hier ein besonderes Verhältnis zu ihren Verstorbenen. Sie glauben fest daran, dass die Seelen der Toten in regelmäßigen Abständen wieder zurückkehren und sich die Ahnen weiter um das Heil der Lebenden kümmern. Das ist ein Grund, warum die Swanen ihr Land so gut wie nie verlassen.

Die rund 40 Dörfer Swanetiens sind geprägt von mittelalterlichen Wehrtürmen. Fast jeder Hof hat einen solchen Turm. In Kriegszeiten oder während Blutfehden boten sie den Sippen Schutz vor ihren Feinden. Obwohl Swanetien offiziell zu Georgien gehört, haben die Swanen eine eigene lokale Gerichtsbarkeit. In Streitfällen schlichtet ein Ältestenrat. Kapitalverbrechen wie Mord oder Totschlag bedeuten auch heute noch Fehde und Blutrache. Swanetien steht für ein Leben wie in vormodernen Zeiten.

Regie: Andreas Lünser
Origin: ZDF
Land: Deutschland, 2011
Wiederholung: Fr, 11.04. um 11:15 Uhr

Monday, December 16, 2013

VIDEO: Die Swanen - Leben mit den Ahnen: Ein Bergvolk im Kaukasus. Von Andreas Lünser (spiegel.de/sptv)


(spiegel.de/sptv) Im Norden Georgiens, in den Bergen des Großen Kaukasus, liegt Swanetien. In der schwer zugänglichen Region scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Inmitten einer grandiosen, aber auch gnadenlosen Natur lebt das Volk der Swanen fast wie im Mittelalter.

Sendetermin: Mittwoch, 30.05.2012, 16.45 - 17.30 Uhr, Arte

Seit Jahrhunderten siedelt der georgische Volksstamm in einem Hochtal, umschlossen von den rund 5000 Meter hohen Gipfeln des Kaukasus-Massivs. Isoliert durch die Abgeschiedenheit der Berge, haben die Swanen bis heute eine eigene Kultur und eine eigene Sprache, das Svanuri, erhalten können.

Die Wirtschaftsweise der Menschen hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Noch heute transportieren die Swanen schwere Lasten auf den traditionellen Ochsenschlitten über das unwegsame Gelände. Mit einfachen Geräten ringen sie ihren kargen Böden das Nötigste zum Leben ab.

Die frühe Christianisierung der Swanen führte zur Entwicklung volksreligiöser Praktiken. Neben einem ausgeprägten Ikonenkult pflegen die Swanen ein besonderes Verhältnis zu ihren Verstorbenen. Sie glauben fest daran, dass die Seelen der Toten in regelmäßigen Abständen wieder zurückkehren. Deshalb verlässt ein Swane seine Scholle normalerweise nie. Denn hier leben die Seelen der Ahnen weiter und kümmern sich um das Heil der Lebenden.

Die rund vierzig Dörfer Swanetiens sind geprägt von mittelalterlichen Wehrtürmen. Fast jeder Hof hat einen solchen Turm. In Kriegszeiten oder während Blutfehden boten sie den Sippen Schutz vor ihren Feinden.

Obwohl Swanetien offiziell zu Georgien gehört, haben die Swanen eine eigene lokale Gerichtsbarkeit. In Streitfällen schlichtet ein Ältestenrat. Kapitalverbrechen wie Mord oder Totschlag bedeuten auch heute noch Fehde und Blutrache.

Swanetien, das ist ein Leben wie in vormodernen Zeiten.

SPIEGEL-TV-Autor Andreas Lünser hat die Swanen besucht und ihren Alltag dokumentiert.

Tuesday, September 03, 2013

ALPINISMUS: Christian Stangl hat "Triple Seven Summits" bezwungen - In Georgien: Shkhara (kleinezeitung.at)

Christian Stangl am Shkhara
Christian Stangl am Shkhara Foto © APA | ARCHIL BADRIASHVILI

(kleinezeitung.at) Der Alpinist und Extremsportler Christian Stangl hat sein Ziel erreicht, als erster Mensch auf den jeweils drei höchsten Bergen der sieben Kontinente zu stehen. Der Absteig vom Shkhara führte jedoch fast zu einem Desaster.

Vergangenen Freitag bezwang der 47-Jährige mit seinem Bergführerkollegen Archil Badriashvili aus Georgien und Bergsteigerkollegen und Kameramann Michael Haidn aus Österreich als Schlusspunkt den Shkhara (5.193 Meter) an der russisch-georgischen Grenze, teilte seine Sprecherin heute, Dienstag, der APA mit.

Das Austro-Georgische Dreierteam ist damit heuer das bisher einzige Team, das den Shkhara von Georgien aus erfolgreich besteigen konnte. Dennoch führte der Abstieg beinahe in ein Desaster: Trotz guter Wetterprognose gerieten die Alpinisten nämlich in einen Sturm, der sie auf 4.200 Metern festhielt. In der ersten Nacht schneite es bereits 60 Zentimeter, wegen des steilen Abstieges und der damit verbundenen Lawinengefahr war ein weiterer Abstieg nicht möglich. Nach drei Tagen des Wartens - Lebensmittel und Brennstoff waren bereits zu Ende - forderte Stangl via Satellitentelefon Hilfe aus der Luft an.

Der Shkhara gilt sowohl von Süden (Georgien) als auch von Norden (Russland) als schwieriger und sehr gefährlicher Berg. Derzeit befindet sich Stangl in Tiflis und macht sich morgen auf den Weg, um sein Equipment aus dem Basislager zu holen. Sobald die Daten eingeholt sind, werden sie zur Verifizierung weitergeleitet.


Sieben Jahre unterwegs

Sieben Jahre lang war Stangl unterwegs, um als erster Mensch auf den jeweils höchsten, zweithöchsten und dritthöchsten Gipfeln der Kontinente zu stehen – den "Triple Seven Summits". Der Auftakt erfolgte am 25. Mai 2006 am ersten und zugleich höchsten der 21 Berge, dem Mount Everest (8.848 Meter). Einen absoluten Tiefpunkt gab es im Sommer 2010, als der Bergsportler mit einer falschen Gipfelmeldung vom K2 (samt falschem Gipfelfoto und dem mehr als zögerlichen Eingeständnis, nicht oben gewesen zu sein) für Negativschlagzeilen sorgte.

Stangl dürfte mit dem Shkhara gleich drei Rekorde erreicht haben: Er ist nicht nur der erste Mensch, dem die "Triple Seven Summits" gelungen sind, seinen Berechnungen nach ist er auch der Erste auf den sieben zweit- und den sieben dritthöchsten Gipfeln der Erde. Bei der Besteigung der "Second Seven Summits" hatte sich Stangl zuletzt übrigens einen Streit mit dem Südtiroler Hans Kammerlander geliefert, der beim Rennen um die sieben Zweithöchsten allerdings auf einem falschen Gipfel gestanden sein dürfte.

Bei etlichen Bergen war nämlich bis vor kurzem die genaue Höhe umstritten. Zwar waren die klassischen "seven summits“ ganz eindeutig verifiziert, bei den zweit- bzw. dritthöchsten Bergen der Kontinente war dies aber bis vor kurzem nicht der Fall. Um alle Eventualitäten auszuschließen, bestieg Stangl "sicherheitshalber" insgesamt 30 Berge weltweit, um am Ende auch tatsächlich auf den richtigen 21 Gipfeln gestanden zu sein. Außerdem dokumentierte der Steirer seit seinem K2-Debakel jeden Bergerfolg ausführlich mit Gipfelfoto, Gipfelvideo und einem von der Universität Graz zur Verfügung gestellten Differenzial-GPS-Gerät, das besonders exakte Höhen-Messungen zulässt.

Inzwischen steht für Stangl der wissenschaftlichen Anspruch des Projekts sogar über dem sportlichen. Die "Triple Seven Summits" seien eine Rückkehr zum "Ur“-Alpinismus vergangener Epochen, als Forscher und Bergsteiger auszogen, um zu erforschen, zu vermessen und zu erkunden. Mit diesem Projekt hat der Österreicher die umfangreichste Alternative zu den bekannten alpinen Zielen der "seven summits“ (erstmals bestiegen von Dick Bass 1985 – USA) oder auch den "Vierzehn Achttausendern“ (erstmals bestiegen von Reinhold Messner 1986 – Italien) geschaffen.

Tuesday, July 09, 2013

REISE: 28. Juli: Kwirikoba in Swanetien - Ein arachisches Wallfahrtsfest (kaukasische-post.com)

(kaukasische-post.com) Lagurka heißt die wichtigste Wallfahrtskirche in Swanetien. Sie liegt hoch auf einer Felsnase über dem Enguri im Dorf Kala, nur noch eine Autostunde von Uschguli entfernt. Der Aufstieg ist sehr beschwerlich, er führt durch einen zauberhaften Wald, einem den Swanen heiligen Hain, in dem kein Baum jemals gefällt werden darf. Der Baumkult – solch heilige Haine gibt es in jedem Dorf – ist ein Teil der vorchristlichen swanischen Volkskultur, die sich über Jahrtausende erhalten hat und mit christlichen Riten zu einer unvergleichlichen Einheit verschmolzen ist.

Jedes Jahr feiern die Swanen auf Lagurka ihr wichtigstes Wallfahrtfest, Qurikoba. Es ist nach dem heiligen Kwirike benannt, dem Schutzheiligen der Kirche. Ein archaisches Ritual mit Gebeten und Trinksprüchen. Im Kirchhof wird ein Ochse geopfert, der dann von Hunderten swanischer Pilger verzehrt wird, bei Wein und Raki, dem swanischen Gerstenschnaps. Kwirikoba findet in diesem Jahr am 28. Juli statt.

ERKA-Reisen bietet Interessenten eine Dreitagestour zu diesem außergewöhnlichen Fest an. Abfahrt nach Mestia ist am 27. Juli, übernachtet wird zweimal im Hotel Old Seti (oder einem privaten Gästehaus). Am Sonntag Teilnahme am Wallfahrtsfest mit einem Kurzbesuch von Uschguli. Rückfahrt am Montag. Selbstfahrer können sich der Tour gerne anschließen.

Mehr Infos auf: www.erkareisen.de

Wednesday, July 03, 2013

BBC: Georgia's polyphonic singers take to the hills (bbc.co.uk)



(bbc.co.uk) Traditional polyphonic singing is one of the Georgia's biggest cultural exports.

Some of the songs go back to the eighth century but Unesco has warned such traditional music is now threatened by an exodus of people from the rural areas and the growing popularity of pop music.

Rajan Datar joined a Georgian choir and team of dancers on a trip to one of Europe's highest villages and even made an attempt at polyphonic singing himself.

Tuesday, June 18, 2013

RETROSPEKTIVE: Michail Kalatosow 1903 – 1973, Vier Meisterwerke des sowjetischen Films, Michail Kalatosow (allerweltskino.de)

(allerweltskino.de) Eine Veranstaltung des Allerweltskino e.V. in Zusammenarbeit mit Irina Kurtishvili, Kuratorin der Filmreihe  


Samstag, 29.6. und Sonntag, 30.6.2013

RETROSPEKTIVE MICHAIL KALATOSOW - Vier Meisterwerke des sowjetischen Films

Im Filmforum im Museum Ludwig, Köln

Candida Höfer, Kino im Museum Ludwig Köln II 2006, Lambda-Print 
Recherchiert man das Wirken eines sowjetischen Filmregisseurs, stößt man auf etwas, das man als „Paradigmatische Tragik“ bezeichnen könnte: der nach Freiheit dürstende Künstler und sein ambivalentes Verhalten in der Diktatur, um als solcher und als Mensch zu überleben. Ein großes Talent, mit großer Überzeugungskraft und einer intelligenten Form von Anpassungsfähigkeit – das ist eine Mischung, die sicher auch auf Michail Kalatosow zutrifft. Dennoch ist der Fall Kalatosow ein ganz besonderer.


Allerweltskino e.V.Michail Kalatosow (georgisch: Micheil Kalatosischwili) wurde am 28. Dezember 1903 in Tbilissi (Tiflis), Georgien geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, war Schauspieler, Cutter, Kameramann und zu Beginn seiner Karriere drehte er Dokumentarfilme. Nach seinem Meisterwerk DAS SALZ SWANETIENS (1930) warfen die sowjetischen Behörden ihm vor, im Widerspruch zur Staatsideologie zu stehen. Kalatosow durfte acht Jahre lang keine Filme mehr drehen und beschränkte sich auf Verwaltungsaufgaben in der georgischen Filmindustrie.
 

1936 wurde er für „Formalismus“ angeklagt und verhaftet. Letztendlich rettete der Regisseur sich selbst, verließ Georgien und wanderte nach Russland aus. 1939 wurde Kalatosow für eine kurze Zeit sowjetischer Filmattaché in Los Angeles. In den 1940er Jahren findet man seinen Namen neben Stalin. Seine Propagandafilme retteten Kalatosow nicht nur vor der Verbannung nach Sibirien, sondern machten ihn überdies zum stellvertretenden Minister der sowjetischen Kinoindustrie (1946-1948).
 

Mit seiner poetischen Ballade DIE KRANICHE ZIEHEN von 1957, gelang es Kalatosow dem sowjetischen Film in der ganzen Welt sein Ansehen wiederzugeben. DIE KRANICHE ZIEHEN wurde einer der größten Kinoerfolge im Westen: 1958 erhielt der Film in Cannes die „Goldenen Palme“, die Kalatosow nicht persönlich entgegennehmen durfte. Sartre, Picasso, Chaplin, Fellini und Kurosawa hielten ihn für einen der bedeutendsten Filmschaffenden. Aber er wurde nie in einem Zug mit Eisenstein, Dowschenko oder Pudowkin genannt.
 

1963 äußerte Kalatosow den Wunsch, einen Film über die Revolution in Kuba zu drehen. Der Kreml hatte keinerlei Einwände. Das Filmteam wurde in Kuba sogar auf höchster Ebene empfangen. Sowohl die sowjetische, als auch die kubanische Regierung erhofften sich, dass der Cannes-Festival Preisträger einen antiamerikanischen Film drehen würde. Aber Kalatosow drehte alles andere als einen antiamerikanischen Film. Bei der Premierenfeier von ICH BIN KUBA verließen die Vertreter des Staatsapparats den Saal. Der Film, der ästhetisch ganz in der Tradition des großen sowjetischen Revolutionskinos eines Eisenstein oder Pudowkin steht, landete kurze Zeit später im Moskauer Filmarchiv. In seinem letzten Lebensabschnitt produzierte Kalatosow DAS ROTE ZELT, einen aufwändigen Abenteuerfilm. Michail Kalatosow starb am 27.März 1973 in Moskau.
 

Interessant an Kalatosows Filmschaffen, das im Ausland nur echten Kennern bekannt war, ist vor allem das innovative Potential. Auf viele Filmschaffende, wie etwa Michael Ballhaus, hat er vielleicht sogar entscheidenden Einfluss ausgeübt.
 

Die Retrospektive ist chronologisch aufgebaut und präsentiert vier Filme, die Michail Kalatosow im Laufe seiner umstrittenen Schaffenszeit vollendete, wobei der Schwerpunkt auf seinen letzten Werken liegt.

(Irina Kurtishvili)



Samstag, 29.6. 19.00 Uhr


DAS SALZ SWANETIENS / Jim Shvante

UDSSR / Georgien 1930, 60 Min, 35mm, stumm, Regie und Kamera: Michail Kalatosow, Stummfilm mit Klavierbegleitung Der Film ist ein ethnographischer Bericht über die isolierte Bergregion Swanetien im Kaukasus. In seinem schönen, herben und mitunter grausamen Werk, lässt uns Kalatosow eine archaische Gesellschaft betrachten und tut dies mittels Montage und visuell betonter Filmsprache, den klassischen Mitteln der sowjetischen Filmkunst. Beeindruckend ist die Kraft der entfesselten Kamera. Die Bildspannung erwächst aus dem Kontrast zwischen den grandiosen Aufnahmen der kaukasischen Bergnatur und den durch Armut und Aberglauben gekennzeichneten Dorfbewohnern. Die Thematik über den Sinn des Lebens widersprach in diesem Film den Dogmen des sozialistischen Realismus.



Samstag, 29.6. 21.00 Uhr

DIE KRANICHE ZIEHEN / Letjat Zhuravli (1957) UDSSR 1957, 90 Min, 35mm, OmU, Regie: Michail Kalatosow; Kamera: Sergej Urusevsky, mit: Tatjana Samoilowa, Alexej Batalow DIE KRANICHE ZIEHEN wurde 1958 in Cannes mit dem Hauptpreis prämiert.

Man sprach damals von einer „Kinorevolution“ in Russland. Der Film überraschte nicht nur durch seine Form, eine bewegte, unkonventionelle Kamera, die an die expressive Bildsprache des sowjetischen Stummfilms erinnerte, sondern auch durch seine Geschichte. Der Film zeigt das Schicksal des Liebespaares Veronika und Boris, deren Heiratspläne der zweite Weltkrieg zunichte macht.

Für die Sowjetunion war es etwas Neues, beim Thema Krieg das persönliche Leid anstatt des heldenhaften Kampfes für das sozialistische Vaterland in den Mittelpunkt zu stellen. Nach einer Umfrage unter Cineasten der ehemaligen Sowjetrepubliken im Jahr 2001 wurde DIE KRANICHE ZIEHEN zum „besten sowjetischen Film aller Zeiten“ gewählt.



Sonntag, 30.6. 17.00 Uhr


ICH BIN KUBA / Soy Cuba Ya Kuba

UDSSR / Kuba 1964, 140 Min, 35mm, OmU, Regie: Michail Kalatosow, Buch:

Enrique Pineda Barnet, Yewgeni Yewtuschenko, Kamera: Sergej Urusevsky,

mit: Sergio Corrieri, Salvador Wood, José Gallardo, Raúl García Vier Episoden über die kubanische Revolution und ihre Folgen. Der Film beschreibt die Zeit in einer phänomenalen Bildsprache, in atemberaubenden Kamerabewegungen und einer Montage, die aus dem Vollen der klassischen sowjetischen Filmkunst schöpft. ICH BIN KUBA provoziert Staunen und sinnliche Lust, erzählt von Rache und Niederlagen, von Sehnsüchten und sexueller Anziehung. Der Film stieß bei seinem Kinostart Mitte der sechziger Jahre auf Ablehnung beim kubanischen Publikum und nach den feierlichen Premieren verschwand der Streifen im Moskauer Filmarchiv. Der legendäre Klassiker wurde in den neunziger Jahren von Martin Scorsese und Francis Ford Coppola wiederentdeckt.



Sonntag, 30.6. 20.00 Uhr

DAS ROTE ZELT / Krasnaya Palatka La Tenda Rossa UDSSR / Italien 1970, 120 Min, DVD, OmeU, Regie: Michail Kalatosow,

Drehbuch: Richard De Long Adams, Ennio De Concini, Kamera: Leonid Kalaschnikow, Musik: Enrico Morricone, Aleksandr Zatsepin, mit: Sean Connery, Peter Fintch, Claudia Cardinale, Hardy Krüger, Massimo Girotti, Mario Adorf Die Filmgeschichte basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr

1928: Der tragische Absturz des Luftschiffs „Italia“ am Nordpol. Doch die Überlebenden können sich in ein Zelt retten, welches sie rot anstreichen, um vielleicht doch entdeckt zu werden. Das Drama in der Eiswelt dauerte 109 Tage. In seiner Erinnerung lässt der bekannte italienische Konstrukteur, General Umberto Nobile, die dramatischen Ereignisse wieder aufleben und löst das Rätsel seiner verunglückten Expedition. Ein mitreißender Abenteuerfilm mit internationaler Starbesetzung und außergewöhnlichem technischem Aufwand.