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Saturday, March 04, 2017

PRESS RELEASE: Statement by the Administration of the Government of Georgia to the case #Rustavi2. By Levan Karumidze (government.gov.ge)

Tbilisi, March 3, 2017 – Firstly, the Government of Georgia calls on the respect of democratic institutions. It is clear, that the Rustavi 2 dispute takes place against the backdrop of an unfortunate legacy. The ownership rights have been disputed in the court for several years now. This case has been judged by three instances of the independent judiciary and the final decision of returning the TV Company to its legal owner was made by Grand Chamber of the Supreme Court by unanimous decision of nine Supreme Court Justices. Government of Georgia has a full appreciation and respect towards the freedom of media and does everything to protect and ensure pluralistic media environment. We strongly believe that the respect of the decisions of democratic institutions is essential to the development of the country. At the same time, the Government will spare no effort in ensuring that media freedom and the freedom of speech is protected.

For more information contact:
Levan Karumidze
Media Adviser
Department of Public Relations
Administration of the Government of Georgia
Phone: +995 599 969610
E-mail: levankarumi@gmail.com; lkarumidze@geo.gov.ge
Address: 7, Ingorokva str. 0114 Tbilisi, Georgia
www.government.gov.ge 

Background Info

The Government of Georgia is committed to the advancement of media freedom and the protection of human rights, and has made significant progress in this regard since 2012. These advances have been widely documented by international organizations.

Georgia firmly believes in transparency, freedom of expression and free media. In 2015, the World Justice Project “Rule of Law” index ranked Georgia 29th out of 102 countries, which moved Georgia up 37 places compared to its 2012 ranking, and placed the country ahead of several old and new EU members.

Two phases of legislative reforms have been carried out since May 2013 and a third was launched in 2015 to increase the independence of judges. Judges are free from the external interference from prosecutors or representatives of the executive branch of government. Meanwhile, prosecutors have been made independent from the Ministry of Justice and the political process. These improvements have been recognized by the Venice Commission, the European Commission's ENP Country Progress Report for Georgia (March 2015), and the Parliamentary Assembly of the Council of Europe.

In addition, Reporters without Borders rated Georgia as a leader in Eastern Europe and ranked Georgia 64th out of 180 countries in its 2016 World Press Freedom Index, 36 places higher than the 2012 index. Georgia was also among the 9 countries worldwide that have most improved according to Freedom House’s Freedom of the Press 2015 report.

Meanwhile, in Freedom House’s most recent report, Georgia received a score of 64 on a scale of 1 to 100, making it the highest ranked country in the region. This democratic progress is squarely in line with the values of the Georgian people.

In regards to Rustavi 2, most of the credible international human rights reports have been reporting throughout years, that this TV Company has been illegally seized by former government from its legal owners.

The Department of State Human Rights Report 2008, stated: “Rustavi-2's founder and former owner, Erosi Kitsmarishvili, alleged on November 26 that authorities seized the television station from him in 2004 and announced his intention to regain his shares of the station by filing a lawsuit against President Saakashvili. By year's end, no lawsuit had been filed. On December 1, the next Rustavi-2 owner Kibar Kalvaski filed a letter of complaint with the prosecutor's office alleging he was forced to give up ownership of the station under pressure from government officials. He sent a similar letter to the Parliament, but at year's end there was no reaction to either letter.”

Transparency International Georgia report ‘The TV station of ‘victorious people’: The story of Rustavi 2’ gives a full description and history of illegal seizure of the TV channel from legal owners.

+++

more informations here: twitter.com/hashtag/rustavi2

Sunday, December 21, 2014

OSCAR: Hallesche Film-Produktionsfirma im Rennen um den Oscar mit dem georgische Film "Corn Island" (mdr.de)

(mdr.de) Die hallesche Film-Produktionsfirma "42film" hat es mit ihrem Film "Corn Island" in die engere Auswahl für den Oscar in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" geschafft.



Der georgische Film "Corn Island" (Simindis kundzuli) wurde von der kleinen Firma aus Halle koproduziert. Der Film wurde von der Oscar-Akademie in Los Angeles von mehr als 80 internationalen Beiträgen in die engere Auswahl genommen. Aus den neun verbliebenen Filmen werden Mitte Januar dann die fünf Nominierungen für den Auslands-Oscar bekannt gegeben. 

Hallesche Firma mit Aussicht auf "Oscar" | Video

"Corn Island" hat bereits Preise gewonnen

"Corn Island" von Georg Ovashvili spielt am georgisch-abchasischen Grenzfluss Enguri und erzählt die Geschichte eines alten Mannes und seiner Enkelin im Grenzkonflikt. "Corn Island" lief bereits auf fast 50 Festivals und gewann 25 Preise und Auszeichnungen.

Der Film wurde u.a. von der Mitteldeutschen Medienförderung und Eurimages gefördert. Die hallesche Firma "42film" gibt es seit 2004. Sie produziert Dokumentarfilme und internationale Ko-Produktionen. Geschäftsführer sind die beiden Produzenten Eike Goreczka und Christoph Kukula.



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Wednesday, March 12, 2014

PRESSEFREIHEIT: "Jetzt ist die Angst weg". Medien in Georgien nach Saakaschwili. Von Jana Demnitz (deutschlandradiokultur.de)


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(deutschlandradiokultur.de) Micheil Saakaschwili war ein Hoffnungsträger in Georgien, aber er hat seine Landsleute, auch die Journalisten bitter enttäuscht. Heute, nach dem Abtritt Saakaschwilis, gibt es in Georgien zwar keine Zensur mehr, trotzdem bleibt eine ausgewogene Berichterstattung die Ausnahme.


Ein Blick in die Magazin-Redaktion "Liberali" in der Hauptstadt Tiflis.
Ein Blick in die Magazin-Redaktion "Liberali" in der Hauptstadt Tiflis. (Jana Demnitz)
Es ist Punkt 20 Uhr - soeben beginnen die Hauptnachrichten des georgischen Fernsehsenders "Imedi". Der Journalist und Moderator Levan Javakhishvili begrüßt die Zuschauer und stellt die Themen des Abends vor - georgische Innenpolitik, etwas Außenpolitik, Kultur und das Wetter. Der Privatsender bietet den Menschen vor den Fernsehgeräten auch heute wieder einen bunten Themenmix.

Levan ist ein großgewachsener, stattlicher Mann mit braunen Haaren und grünen Augen, der, sobald das rote Studiolämpchen angeht, sein smartestes Moderatoren-Gesicht anknipsen kann. Manchmal kann er es selbst kaum glauben, dass er wieder hier im Studio sitzt, in die Kamera schaut und die Zuschauer über die wichtigsten Geschehnisse in Georgien und in der Welt informiert:

"Wieder hier zu sein, ist für mich ein ganz besonderes Gefühl. Ich war ja seit der ersten Nachrichtensendung im Jahr 2003 dabei. Dieser Sender ist mein Zuhause. Es fühlt sich einfach so an, wie nach Hause zu kommen. Allerdings bin ich nur zurück gekommen, weil mich die Besitzer von ´Imedi` persönlich darum gebeten haben."

2001 wurde die Mediengesellschaft "Imedi" vom georgischen Oligarchen Badri Patarkazischwili gegründet, 2003 ging TV-"Imedi" auf Sendung - kurz vor dem Amtsantritt des westlich orientierten georgischen Politikers und damaligen Hoffnungsträgers Micheil Saakaschwili. Der junge und charismatische Politiker wurde im Januar 2004 Nachfolger des zuvor durch die Rosenrevolution gestürzten Präsidenten Eduard Schewardnadse.

Nach der korrupten und politisch instabilen Schewardnadse-Ära hofften die Georgier und mit ihnen die Journalisten auf eine neue Epoche der Freiheit, Demokratie und des wirtschaftlichen Aufschwungs. Wie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der neunziger Jahre konnten sie auch jetzt wieder kritisch und unabhängig über die Missstände im Land berichten. Es fegte damals ein "Wind of Change" durch Georgien, sagt Levan Javakhishvili. Seine Augen leuchten und man sieht ihm an, dass es eine befreite Zeit gewesen sein muss - nach all den Jahren der Repression.

"Nach Schewardnadse und der Rosenrevolution dachten viele Menschen, wir werden endlich ein normales Leben hier haben. Aber zwischen 2003 und 2004 wurde wieder ein TV-Sender geschlossen. Das war das erste Signal." 

Sondereinheit stürmte 2007 den Sender "Imedi"

2007 hatte die Offenheit dann auch bei "Imedi" ein Ende: Der TV-Sender hatte über den Missbrauch von öffentlichen Geldern verschiedener Ministerien berichtet, die Menschen in Georgien gingen auf die Straße, um gegen die Korruption zu protestieren. Der Druck auf den Präsidenten wuchs täglich.

Als sich der Oligarch Patarkazischwili dann auch noch auf die Seite der Opposition schlug, fiel sein Sender gänzlich in Ungnade bei Saakaschwili und dessen regierender Partei "Vereinte Nationale Bewegung". Am 7. November 2007 stürmte schließlich eine vermummte Sondereinheit während einer Livesendung das Fernsehstudio am Rande der Stadt und zwang die Journalisten vor laufenden Kameras, den Sendebetrieb einzustellen.

Levan Javakhishvili geht über die Flure des heute mit meterhohen Zäunen und Kameras gesicherten Medienhauses. In dem Studio, in dem er damals mit einer Kollegin die Abendnachrichten moderierte, ist es heute dunkel, verkramt, vereinzelt stehen alte Kulissen herum. Mit versteinerter Miene zeigt er hinauf zu einer verglasten Wand, durch die man direkt in das Studio schauen kann. Dort standen damals die vermummten Männer mit ihren Gewehren und starrten zu ihnen hinab.

"Wir wurden über die Kopfhörer informiert, dass eine Spezialeinheit in den Sender eingedrungen war. Als ich realisierte hatte, was passiert ist, sagte ich zu den Zuschauern: ´Bewaffnete Männer haben gerade unseren Sender "Imedi" besetzt.` Dann kamen zwölf Maskierte in das Studio, richteten ihre Kalaschnikows auf uns und sagten, wir sollen mit der Sendung aufhören."

Sie hatten damals Todesangst, sagt Levan Javakhishvili. Keiner von den Redakteuren, Kameraleuten und Technikern wusste, ob sie jemals lebend wieder hinaus kommen würden. Ihre Telefone klingelten unaufhörlich, jeder sah ja live im Fernsehen, was gerade bei "Imedi" passierte. In einer kurzen Ansprache erklärte der Chefredakteur dem Fernsehpublikum die Situation und bat um internationale Hilfe. Der Bildschirm wurde schwarz, das Programm war beendet.

Stunden später wurden die Mitarbeiter frei gelassen, wenige Wochen darauf wurde der Besitzer enteignet. Investigativer und unabhängiger Journalismus wurde in den Folgejahren immer schwieriger. Hintergrundrecherchen waren fast unmöglich, weil keiner Auskunft geben konnte oder wollte. Wenn Kritik irgendwo vorkam, konnten wegen der begrenzten Sendereichweiten nur wenige Menschen diese hören oder sehen.

Drohungen müssen Journalisten in Georgien nicht mehr fürchten

Erst mit dem politischen Machtwechsel in Georgien im Herbst 2012, als bei der Parlamentswahl die Saakaschwili-Partei unterlag, wurde der Oligarchen-Familie Patarkazischwili die "Imedi"-Mediengesellschaft wieder übertragen. Heute regiert in Georgien das Parteienbündnis "Georgischer Traum" des Milliardärs und Ex- PremierministersBidsina Iwanischwili. Unter dieser neuen Regierung und dem alten Arbeitgeber kehrte auch Moderator Levan Javakhishvili zurück ins Scheinwerferlicht. Drohungen, Einschüchterungen und Enteignung müssen Journalisten und Medienunternehmen im heutigen Georgien nicht mehr fürchten.

"Heute gibt es in Georgien zwar keine Zensur mehr oder andere Beschränkungen, aber dafür haben wir private Sender, die entweder für oder gegen die Regierung, oder für oder gegen die Opposition berichten. Viele Journalisten haben keine eigene Meinung. Sie sind nicht frei in ihrem Denken. Obwohl sie gar keine Angst vor irgendeinem Druck haben müssen. Viele sehen ihre Aufgabe nicht darin, über etwas nur zu berichten, sondern sie wollen selbst mit Einfluss auf die Politik nehmen. Sie sind einfach nicht unabhängig in ihrer Berichterstattung."

In der Liberali-Redaktion wird fleißig in die Tasten gehauen. In dem modernen Großraumbüro in Zentrum von Tiflis sitzen junge und stylisch gekleidete Frauen und Männer vor ihren riesigen Monitoren, an den Wänden hängen großflächige Fotografien von Demonstrationen für Demokratie und Menschenrechte. In wenigen Stunden muss die nächste Ausgabe des unabhängigen und kritischen Politikmagazins fertig sein.

Politikchef Irakli Absandze, ein kleiner, runder und sympathischer Mann mit Nickelbrille und Spitzbart, bespricht mit allen noch einmal die letzten Details. Ein Thema des nächsten Hefts ist der Widerstand der Orthodoxen Kirche gegen ein Obdachlosenheim für Homosexuelle in Tiflis. Das sei genau ein Thema für das "Liberali" steht, sagt Irakli Absandze, der in Deutschland Politikwissenschaft studiert hat.

"Wir schreiben sehr gerne über marginalisierte Schichten in der Gesellschaft, oder die solche Gefahr haben zum Beispiel ethnische Minderheiten, soziale Minderheiten. Wir schreiben gerne über Werte, was uns mit der westlichen Welt vereint, was die sind und woher die kommen. Und wir versuchen möglichst kritisch zu sein. Damit wir unsere Watcher-Funktion wirklich wahrnehmen können. Wir wollen nicht nur eine Informationsquelle für unsere Leserschaft sein, sondern wir wollen auch, dass georgische Politiker uns als Handwerk benutzen."

Investigative Journalisten publizieren im Internet

"Liberali" - das Magazin mit dem rot-weißen Logo und einem großflächigen Foto auf dem Cover wird in den Augen der sieben Festangestellten und der Handvoll freien Mitarbeiter vor allem auch für die so genannten Entscheider in Georgien gemacht. Für diejenigen, die die Geschicke des Landes mitbestimmen. Irakli Absandze selbst kam erst 2012 zu dem Magazin, das 2009 zum ersten Mal erschien. Vorher war er jahrelang bei einem privaten Fernsehsender in der Stadt Poti im Westen des Landes angestellt. Wegen seiner kritischen Berichterstattung wurde er zu Michail Saakaschwilis Zeiten abgehört, bedroht und verhört. Heute sagt er über die Arbeitsbedingungen von Journalisten in Georgien:

"Es ist deutlich besser geworden. Wir haben Luft zum Atmen. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr beobachtet werde, wie zu Michas Zeiten. Das Handy wird nicht mehr abgehört. Alles, was ich schreibe, auch kritische Sachen, sorgt nicht über meine berufliche Zukunft. Ich bekomme keine komischen Anrufe."

Das Privatfernsehen ist der Goliath, gegen den ein monatliches Magazin wie "Liberali" nur verlieren kann. Und so hoffen die investigativen Journalisten hier im Büro mit ihren Kopfhörern im Ohr und ihren Kaffebechern vor der Nase vor allem auf die Wirkung ihrer gut recherchierten Geschichten über korrupte Beamte und homophobe Kirchenvertreter und vor allem auf ihre Leser im Internet. Denn die sind, glaubt man den Analysen, gebildet, gut informiert und vor allem jung - zwischen 18 und 45 Jahre. "Uns liest man im Web", fasst Irakli Absandze kurz und knapp zusammen. Monatlich würden 30.000 bis 40.000 Menschen die "Liberali"-Artikel im Netz anklicken, sagt er. Genau das sei die Hoffnung für den georgischen Journalismus.

Nur wenige Kilometer entfernt von der Imedi-Redaktion steht die Journalistin Edita Badasyan am Rustaweli Prospekt, der zentralen Hauptstraße von Tiflis, vor der glänzenden Fassade des Radison Hotels. Für die russische Internetzeitung "Kaukasischer Knoten" berichtet sie als Korrespondentin aus Georgien und der gesamten Kaukasusregion. Edita kritisiert das Selbstverständnis und die Arbeit vieler Journalisten im heutigen Georgien. Sorgfältige Recherche, Trennung von Meinung und Information sowie eine ausgewogene Berichterstattung seien vielen ihrer Kollegen fremd, sagt die Frau, die auch schon in Deutschland und Russland gearbeitet hat.

"Das Problem, das wir hier noch haben in unserer Medienlandschaft, ist, dass wir kaum objektive Medien haben. Wir haben pro Regierung oder ganz anti Regierung. Etwas Balanciertes haben wir kaum. Wir haben sehr viele Zeitungen, die xenophobe Aussagen haben, gegen Minderheiten, nationale, sexuelle, religiöse Minderheiten. Und diese Zeitungen werden nicht bestraft. Es wird kritisiert, aber das macht nichts. Die können weiter drucken und verkaufen. Es gibt keine Strafen für diejenigen."

Niedriges Gehalt und Blockaden in Behörden

Im Durchschnitt verdient ein Journalist in Georgien 250 bis 400 Euro im Monat, beim Fernsehen kann es bis zu 500 Euro sein - insgesamt liegt das durchschnittliche georgische Monatseinkommen bei 250 Euro. Viele ihrer Kollegen würden für mehrere Redaktionen gleichzeitig arbeiten, erzählt sie, oder nebenher etwas ganz anderes machen, um ihre Familie ernähren zu können. Und neben diesen Alltagssorgen kommen dann auch noch die täglichen Hürden der Recherche dazu. Im Vergleich zu früher seien die Behörden zwar auskunftsfreudiger, aber wenn es um die reine Faktenbeschaffung geht, stoße sie immer noch oft an Grenzen:

"Was wir jetzt brauchen, das ist wirklich noch schwer. Nur so Presseerklärungen und so. Aber jetzt mit Archiven und das alles, das ist noch zu für uns. Man kann über alles schreiben, es ist nur darum, wie man die Fakten kriegt. Natürlich, man kann sich wie ein Schriftsteller etwas ausdenken, aber wenn Du Fakten kriegen willst, das ist ein wenig schwer. Georgien ist nicht so ein großes Land, deswegen bekommen wir sehr viele Informationen von den Leuten. Das Problem ist, das alles nachzuweisen mit Unterlagen."

Dennoch scheint Georgien nach Jahren der politischen Spannungen, der wirtschaftlichen Misere und der Medienrepression auf einem guten Weg zu sein. Nur ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit für Journalisten an Informationen über die Zustände in den Gefängnissen heranzukommen. War dies unter Präsident Saakaschwili ein selten gelingendes investigatives Kunststück - damals wurde in den Gefängnissen geschlagen und gefoltert - so ist mit dem heute regierenden Parteienbündnis "Georgischer Traum", dem neuen Präsidenten Georgi Margwelaschwili und dem neuen Regierungschef Irakli Garibaschwili ein Neustart auch im Umgang mit den Medien spürbar. Über den zuständigen ebenfalls neuen Minister sagt Edita:

"Er ist immer offen, er gibt alle Informationen ... Also, was wir brauchen, über Häftlinge. Es wird immer in Gefängnissen protestiert, manche nähen sich den Mund zu, weil sie protestieren. Und trotzdem dieser unangenehmen Sachen, was Ministerium vielleicht nicht so offen zeigen wollte für unsere Gesellschaft. Und wir können wirklich durch PR-Arbeit das bekommen. In welches Gefängnis das passiert ist, warum und wer sind diese Leute. Und früher wir konnten gar nichts wissen. Also, das ist schon ein großer Unterschied. Und ich kann das fühlen, dass sich manche, bestimmte Sachen haben sich wirklich verbessert."

Wednesday, July 10, 2013

EXILSENDER MEYDAN TV: "Aserbaidschan ist eine erfolgreiche Diktatur". Von Isabelle Daniel (cafebabel.de)

Emin Milli, Caroline Sutcliffe und Ferdi Hus vom Berliner Meydan-TV-Team. | © Isabelle Daniel

(cafebabel.de) Seit Mai betreibt der aserbaidschanische Dissident Emin Milli von seinem Berliner Exil aus den regierungskritischen Fernsehsender Meydan TV. Das Programm soll die erste Plattform für demokratische Debatten in Aserbaidschan mit unbegrenzter Reichweite werden. Ilham Alijews autoritäres Regime reagiert bereits empfindlich.

Emin Milli betreibt einen Untergrundsender im wahrsten Sinne des Wortes: Mit einem zehnköpfigen Team aus Journalisten und Bloggern sendet der aserbaidschanische Dissident einmal pro Woche eine regierungskritische Reportage aus einem zum Fernsehstudio umfunktionierten Berliner Keller. Die Idee hinter dem Format steckt schon in seinem Namen. „Meydan“ heißt „Platz“ oder „Raum“. Eben den soll Meydan TV liefern – für demokratische Ideen, Kritik und den schwierigen Dialog zwischen Armeniern und Aserbaidschanern.

„Wir diskutieren Themen, die sonst in Aserbaidschan nie diskutiert werden. Wir sprechen Tabus an“, sagt Geschäftsführer Milli. Jede Woche widmen sich Milli und sein Moderationspartner, der in seiner Heimat gefeierte Blogger Hebib Müntezir, einem vom aserbaidschanischen Staatsfernsehen ignorierten Thema.



Infrastruktur von außen
„Es ist wichtig, dass die Infrastruktur von außen kommt“, sagt Milli. „Das schützt einerseits ein Stück weit unsere Korrespondenten in Aserbaidschan – auch wenn es dort zum Glück Leute gibt, die bereit sind, für ihre Ideen von Freiheit und Demokratie ins Gefängnis zu gehen. Andererseits kann das System zumindest die Infrastruktur nicht zerstören.“

An Erfahrung mit der Skrupellosigkeit des autoritären Regimes Ilham Alijews mangelt es Emin Milli nicht. Im Jahr 2009 wurde er wegen regierungskritischer Äußerungen zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt. „Ich habe jahrelang in internationalen Organisationen gearbeitet und auf diesem Weg versucht, politische Veränderungen zu erreichen. Doch die Entwicklungsgelder gehen nur an Projekte, die der echten Opposition nicht nützen. Demokratische Bewegungen der neuen Generation hingegen erhalten kaum Unterstützung.“ Die Situation, aus dem Exil zu senden, erweitere den Spielraum für eine freie und unabhängige Berichterstattung.

Und doch verstehen sich die Macher von Meydan TV nicht als politisches Sprachrohr. „Wir sind kein Propaganda-Sender“, stellt Milli klar. „Unser Team besteht aus Personen mit sehr unterschiedlichen politischen Ansichten. Es gibt bei uns säkulare, religiöse, sozialkonservative und liberale Einstellungen. Darum geht es aber nicht. Was wir bieten, ist eine Plattform für Bürger, die hier sagen können, was sie am System stört und welche Reformen sie wollen.

Signalstörungen und Beschimpfungen
Offensichtlich gestört von Meydan TV fühlt sich indessen die aserbaidschanische Regierung. In einer Reportage über den Exilsender beschimpfte ein Moderator des Staatsfernsehens die Macher als Verräter und Staatsfeinde; die per Satellit ausgestrahlten Meydan-Sendungen werden immer wieder von Signalstörungen unterbrochen. Für Emin Milli ist das die Bestätigung, mit seinem Projekt auf dem richtigen Weg zu sein: „Letztlich ist das ein Zeichen des Respekts des Regimes uns gegenüber.“
Millis Kritik richtet sich allerdings nicht nur gegen das autokratisch regierte Aserbaidschan. „Aserbaidschan ist eine erfolgreiche Diktatur – weil sie vom Westen gestützt wird.“ Besonders empörend empfand Milli die Ablehnung der parlamentarischen Versammlung des Europarates einer Resolution Anfang dieses Jahres, in der die Freilassung politischer Gefangener in Aserbaidschan gefordert wurde. „Wir haben es mit einer Kaviardiplomatie zwischen Aserbaidschan und dem Westen zu tun“, kritisiert Milli. Auch deutsche Politiker seien ein Teil davon. „Deshalb planen wir eine Reportage über Hans-Dietrich Genscher und seine Nähe zur Diktatorenfamilie Alijew.“

Monday, July 01, 2013

RADIO: Pressefreiheit in Georgien vor Gericht. Der Fall des Journalisten Irakli Absandze. Von Thomas Franke (dradio.de)

Podcast >>>

(dradio.de) Kritische Medien gibt es in Georgien nur wenige. Für Journalisten ist das unabhängige Arbeiten seit dem Amtsantritt von Premierminister Ivanishvili schwer geworden. Nun steht der Journalist Irakli Absandze wegen angeblichen Drogenbesitzes vor Gericht. Viele vermuten, das Verfahren sei politisch motiviert.

Die Regierung von Bidzina Ivanishvili lenkt das Fernsehen, über das sich die meisten Georgier informieren. (Bild: picture alliance / dpa / ITAR-TASS / Alex)Irakli Absandze ist genervt. Statt zu recherchieren, steht er stundenlang vor Gericht. Er arbeitet für Liberali, ein kritisches Wochenmagazin in Georgien. Da gibt es genug Schwierigkeiten. Die letzte Ausgabe erschien nur im Internet, nicht am Kiosk. Der Grund sind Finanzschwierigkeiten der Zeitschrift. Firmen werben in Georgien ungern in einem kritischen Umfeld. Dazu kommt: Es gibt in Georgien keine Zeitungskultur. Die Leute sind nicht bereit, so viel Geld für ein Blatt zu bezahlen, dass es sich daraus finanzieren könnte. Wer kann, nutzt Internet. Kritischer Journalismus ist dringend nötig. Denn Georgier informieren sich meist über das Fernsehen, und das ist gelenkt. 

Verlautbarungsjournalismus sei denn auch eines der größten Probleme georgischer Medien, erläutert Tamar Rukhadze, die Geschäftsführerin des Ethikrates, eines Gremiums, zu dem sich kritische Journalisten in Georgien zusammengeschlossen haben, um die Standards zu verbessern.

"Manchmal gibt die Regierung oder das Innenministerium eine Pressemitteilung heraus, und alle Medien verbreiten sie genau so. Ich erinnere mich an keinen Fall, in dem das anders war. Selbst wenn diese Mitteilung überhaupt keinen Nachrichtenwert hatte. Ich weiß nicht, warum unsere Journalisten damit nicht mal aufhören."

Tamar Rukhadze war selbst Nachrichtenchefin des Fernsehkanals TV9. Der wurde letztes Jahr im Wahlkampf von Bidzina Ivanishvili gegründet, einem georgischen Oligarchen. Man konnte dort guten Journalismus machen, sagen die Mitarbeiter - bis zum Herbst. Da gewann Ivanishvili die Wahl, wurde Premierminister, und begann, massiv Einfluss auf das Programm zu nehmen. Ein großer Teil der Journalisten verließ den Sender, auch Tamar Ruhkadze.

"Redakteure in Georgien versuchen einfach immer, gute Beziehungen zu den Mächtigen zu halten. Aber dafür musst du senden, was sie dir geben. Denn morgen brauchst du die Leute ja wieder."

Auch der angeklagte Journalist Irakli Absandze hatte für TV9 gearbeitet, bevor er zur kritischen Wochenzeitschrift Liberali wechselte. Deren Macher versuchen, sich nicht einschüchtern zu lassen. In ihren aktuellen Recherchen geht es um den Generalstaatsanwalt. Der versucht offensichtlich, Einfluss auf die Lebensmittelkontrolle nehmen, um Bestechungsgelder zu bekommen. Die Drogen wurden Absandze nicht untergeschoben, das ist mittlerweile klar. Ein wohlmeinender Bekannter schickte sie - unbedacht - aus dem Ausland. Sie sind aber ein guter Anlass, um Druck auf den Journalisten auszuüben, erläutert Absandzes Anwalt Gagi Mosiashvili:

"Das größte Problem der Staatsanwaltschaft ist, dass sie das Ziel hatte, Absandze unbedingt anzuklagen, vorher aber nicht geklärt hat, ob die Beweise ausreichen. Das ist ein Dauerproblem der Staatsanwaltschaft. Sie kann einfach nicht damit umgehen, dass jemand eventuell zu Unrecht angeklagt ist, wenn die Beweislage dünn ist. Es ist dann sehr schwierig, die Staatsanwaltschaft dazu zu bringen, die Anklage fallen zu lassen."

Die Freispruchquote liegt in Georgien unter einem Prozent. Die Juristen sind in einer Zwickmühle. In der Zeit des scheidenden Präsidenten Micheil Saakashvili wurde das Drogengesetz absurd verschärft - um eine Handhabe gegen missliebige Gegner zu haben. Der Haschischkonsum ist in Georgien recht populär. Am Tag, an dem bekannt wurde, dass Absandze verhaftet wurde, gab es deshalb auch eine Demonstration, auf der zwar keine Legalisierung der Drogen, wohl aber eine Entschärfung der Gesetze gefordert wurde. Tamar Rukhadze:

"Die Regierung fing an, darüber zu reden. Das sind gute Nachrichten. Aber es wäre schön gewesen, wenn das ohne die Verhaftung von Irakli geschehen wäre."

Allen ist bewusst, wie absurd ein Strafverfahren gegen den missliebigen Journalisten wegen 0,1 Gramm Haschisch ist. Der Staatsanwalt erschien denn auch ohne Zeugen und bat, den Prozess weiter zu vertagen. Erneut bot er einen Vergleich an. Absandze wäre dann zwar raus, aber vorbestraft. Irakli Absandze gilt als aufrichtig und glaubwürdig. Deshalb nimmt er keinen Kuhhandel an. Immer schwingt die Sorge mit, dass irgendetwas Negatives an Absandze hängen bleiben soll.


Noch einmal Absandzes Anwalt Gagi Mosiashvili:

"Die meisten Staatsanwälte und Richter sind politisch manipulierbar. Wir bezweifeln ja gar nicht deren Ermittlungsmethoden, aber es gibt überhaupt keinen Beweis, dass Absandze vorhatte, diese Drogen zu kaufen. Ich schätze den Staatsanwalt, er ist professionell. Aber er kann keine unabhängigen Entscheidungen treffen. Ich möchte gern glauben, dass es keine politische Entscheidung war, Absandze vor Gericht zu stellen. Aber es ist nichts ausgeschlossen."


Saturday, June 01, 2013

KAMPAGNE: Die »Respekt!« Initiative in Georgien. Mitarbeiterin Ekaterine Gogoladze im Einsatz. (respekt.tv)

Mitarbeiterin Ekaterina im Einsatz. (Foto: respekt.tv)
(respekt.tv) Nicht nur in Deutschland setzt sich unsere Initiative für ein respektvolles Miteinander ein. »Respekt!« Mitarbeiterin Ekaterine Gogoladze ist  derzeit in Georgien unterwegs, um sich auch hier für unsere Botschaft einzusetzen.


Bereits zwei Schildanbringungen hat Ekaterine in ihrem Heimatland begleitet. Das erste unserer »Respekt!« Schilder wurde am 07. Mai beim Radiosender Hereti FM in Kachetien, im Osten Georgiens, angebracht. Seit 15 Jahren informiert der Radiosender mehr als eine halbe Million Zuhörerinnen und Zuhörer. Auch im westlichen Teil Aserbaidschans kann das Programm empfangen werden. Der Sender, der sowohl über aktuelle regionale als auch weltweite Ereignisse berichtet, wurde im Jahr 2006 bereits mit dem »One World Media Award« in London ausgezeichnet. Der Preis ist eine Anerkennung für besondere Verdienste in den Bereichen »Menschenrechte und Entwicklung zur Förderung der demokratischen Prozesse«. Tamaz Samkharadze, Direktor von Radio Hereti, betont: » Unser Sender ist politisch unabhängig und wir legen großen Wert auf Objektivität, hohe Qualität und ehrliche Berichterstattung. In unserer Zeit spielen Medien und Kommunikation eine herausragende Rolle. Die Öffentlichkeit muss für die Themen Meinungsvielfalt und Menschenrechte sensibilisiert werden. Daher ist der Resepekt gegenüber der Meinungsfreiheit von größter Bedeutung.« Wir als Initiative freuen uns daher sehr, dass unser »Respekt!« Schild nun als ein sichtbares Symbol für den Respekt gegenüber der Meinungsfreiheit am Gebäude des Senders hängt.

Die zweite Station für Ekaterine im Auftrag der »Respekt!« Initiative in Georgien war die Schildanbringung am Stadion des FC Dinamo Tiflis. Bei der Schildanbringung waren Direktor Nika Djgarkava, der Geschäftsleiter für den Bereich sportliche Events Malkhaz Norakidze sowie der Ingenieur des Stadions Badri Norakidze und sogar die beiden Nationalspieler Irakli Dzaria und Giorgi Seturidze vertreten. »Auf dem Fußballplatz ist kein Platz für Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung«, sagt Malkhaz Norakidze, »für eine gute Zusammenarbeit ist immer ein respektvolles Miteinander die Basis. Daher wollen wir ein Zeichen setzen und nehmen gerne an der Schilderaktion der »Respekt!« Initiative teil.«

Das »Repekt!« Team freut sich sehr darüber, dass nun auch zwei »Respekt!« Schilder in Georgien hängen und unsere Botschaft auch hier die Menschen erreicht. Wir sind gespannt, welche Aktionen Ekaterine hier als nächstes begleiten wird.

Quelle: respekt.tv

Thursday, October 04, 2012

WEBDOC: Paroles de Conflits par Raphaël Beaugrand (parismatch.com)

(parismatch.com) Bosnie-Herzégovine, Moldavie, Ukraine, Géorgie, Azerbaïdjan, Chine, Corée du Sud et enfin Japon. 16 000 km à vélo sur la route des conflits aujourd'hui sortis du calendrier médiatique. Dans le bel écrin de son documentaire, Raphaël Beaugrand donne un visage aux populations qui pansent leurs plaies en silence et dignité. Parmi les 8 travaux sélectionnés pour le prix RFI/France 24 de Visa pour l'image, Paroles de conflits est un véritable coup de cœur de la rédaction. Cliquez sur le copyright pour accéder au webdocumentaire.






J'avais pu faire connaissance de Raphael lors de ma collaboration pour le site internet du Point, en 2008. Nous anticipions l'arrivée d'un journalisme d'un genre nouveau, moins textuel et plus visuel. Il n'en fallait pas davantage pour que Raphael manifeste son voeu d'aller sur le terrain. Il resta difficile d'organiser une rédaction internet dans ce sens, avec 10 journalistes web souvent bien plus appliqués à mettre du contenu facile à indexer sur les moteurs de recherche afin de maximiser l'audience du jeune site. Les occasions de mettre une vidéo auto-produite sur le site du Point.fr se faisaient donc plutôt rares, bien qu'elles aient toutes été couronnées de succès, avec des vidéos à forte visibilité. Raphael n'en démord pas, sa patience et son insistance seront récompensées...





Friday, September 14, 2012

CALL: BBC Training: Call for Applicants in Armenia

The BBC is leading a series of workshops, as part of the EU-funded Media Neighbourhood Project, in the areas of professional journalism, new media, and management. BBC and EU experts will deliver workshops for three different groups of participants across 15 countries in the Middle East, Eastern Europe and Caucasus.

Media Neighbourhood
Media Neighbourhood is a three- year training programme for journalists, editors and managers from broadcast, print and online. It is funded by the European Union and delivered by a consortium led by BBC Media Action.

The programme has two main aims.
• To strengthen the professional capacity of journalists, particularly in the areas of media independence and online media.
• To improve the reporting of EU social, economic and political policies within the Middle East, Eastern Europe and Caucasus

If you currently work in the media in Armenia you may wish to apply for one of the workshops.

Please select one of the three workshops below (BBC News Reporting Course, Multi-Platform Ethical Journalism or Professional and Financial Independence).

Please note, if we are unable to offer you your first choice we may offer you a place on one of our other courses.

Workshops will be held in Armenia led by senior journalists and highly- experienced trainers from the BBC, AFP and the other international media organisations in the consortium. The training will be practical and hands on.

Courses

1) BBC News Reporting Course – 19-21 November 2012 (TBC)
• Making stories relevant and engaging for the audience
• Understanding the EU and its relationship with its neighbours
• Journalistic ethics
• Effective news gathering
• Professional interviewing techniques

Requirements
• You will have worked in an established media outlet of any platform for at least 2 years as a reporter or editor.
• Ideally you will have an interest in covering international news, especially concerning the EU and related subjects.

You will be expected to attend two, three full-day workshops, which will be held within a year of each other. Between the two workshops you will be expected to produce a portfolio of stories, which will be evaluated during the 2nd workshop by professional media trainers.

2) Multi-Platform Ethical Journalism 14-15 February 2013 (TBC)
• Basics of multi-platform journalism
• Creating professional content for on-line
• Techniques of mobile reporting
• Ethics and responsibilities of on-line journalism
• Citizen journalism
• Building on-line communities, involving the audience
• Search Engine Optimization
• Blogging, Social Media and Online Curation.

Requirements: you will have one or more of the following:
• Basic experience as a multi-media journalist
• Current involvement in multi-media or on-line journalism
• Experience in blogging and the use of social media for news production, distribution and citizen activism
• Editorial experience in multi-media environment

This is a 2 full- day course

3) Media Managers and Senior Editors on Professional and Financial Independence- 11-13 February 2013 (TBC)
• Business planning
• Strategic marketing
• Developing practical tools - mechanics of selling advertising preparing price lists, negotiation techniques
• Effective broadcast scheduling
• Managing multi-platform content
• Newsroom management, including integrated newsrooms
• Foreign desk management
• EU and its policies towards your country and region
• HR development
• Winning donor grants and project management

Requirements: you will have experience in one or more of the following areas:
• Current managerial or senior editorial position in a media outlet
• Media sales
• Programming or scheduling
• Audience research
• Newsroom management or foreign desk management
• News producer
• Media business management
• Donor relations and project management

This is a 3 full-day course

Application and Information
To apply please send a CV and a letter outlining your experience and your suitability to media.neighbourhood@bbc.co.uk by 24th September 2012. Please also specify the course you are applying for.

Please include the names and current email addresses and phone numbers of at least two referees at a senior level with whom you have worked and whom you would be happy for us to contact.

Friday, August 31, 2012

KOMMENTAR: Georgisch-russischer Grenzzwischenfall? Von Rainer Kaufmann (kaukasische-post.com)

(kaukasische-post.com) Die Medien der Welt sind sich offensichtlich einig: Es gibt wieder einmal neue Spannungen an der georgisch-russischen Grenze. Sogar die “EU zeigt sich über die jüngsten Kämpfe an der georgisch-russischen Grenze besorgt”, wie ein Sprecher EU-Außenpolitikbeauftragten Catherine Ashton am Donnerstag in Brüssel erklärte. Der österreichische Standard, sonst eigentlich ein besonnener Beobachter der Vorgänge im Kaukasus, übernimmt mit dieser Formulierung einen Agenturtext. Und BBC titelt online: “Georgian army operation on Russian border leaves 14 dead”. Und alle Agenturen bringen diese neuen Spannungen flugs in den direkten Zusammenhang mit dem georgisch-russischen Krieg um Südossetien im Jahr 2008.

Nach allem, was man zur Stunde aus seriösen georgischen Quellen weiß, ist wohl folgendes passiert: Ein Dutzend schwer bewaffnete Freischärler aus Dagestan, wo es regelmäßig zu Zusammenstößen zwischen der russischen Ordnungsmacht und muslimischen Fundamentalisten unterschiedlichster Gattung kommt, haben sich über die Grenze nach Georgien durchgeschlagen, aus welchem Grund auch immer. Dort haben sie ein paar junge Georgier als Geiseln genommen. Über die Motivation dieser Geiselnahme ist noch nichts bekannt. Nach erfolglosen Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln wurden diese von der georgischen Polizei befreit. Bei dieser Operation starben elf Geiselnehmer und drei Georgier, zwei Angehörige einer Spezialeinheit des georgischen Innenministeriums und ein Militärarzt. Die Aktion, so die Information der georgischen Regierung von heute, ist mittlerweile abgeschlossen, die toten Geiselnehmer seien ihrer religiösen Tradition folgend bereits bestattet worden.

Eine reine Polizeiaktion, wie sie von jedem Staat der Welt in seinem Territorium durchgeführt werden muss, will er seine Bürgerinnen und Bürger vor Kriminellen schützen. Eine Aktion, die sicher auch notwendig war, damit Russland den Aufenthalt von islamistischen Aktivisten aus Dagestan in Georgien nicht etwa für eigene propagandistische Ziele einsetzen kann. Über die Schweizer Botschaft, die zwischen Georgien und Russland vermittelt, da beide Länder keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, sei Russland über alle georgischen Schritte informiert gewesen, heißt es in Georgien.

Ein Vorfall demnach, der eigentlich keine größere, weltweite Aufmerksamkeit verdient, zumindest keine, die in Zusammenhang mit der politischen Großwetterlage zu stellen wäre. Georgien hatte Ende der 90-er Jahre große Probleme mit nordkaukasischen Aufständischen, die sich auf seinem Territorium eingerichtet hatten, damals auch mit Geiselnahmen und vielen anderen unangenehmen Nebenerscheinungen. Einer Wiederholung dieser Geschichte wurde schnell ein Riegel vorgeschoben. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Daraus, von welcher Seite auch immer, irgendein politisches Propagandasüppchen zu kochen, ist ein durchsichtiges Manöver, das Beobachter klar benennen sollten. Diesen Vorgang aber in den Zusammenhang mit den Ereignissen um Südossetien und Abchasien zu stellen, ist nicht nur oberflächlich, es hat mit einer seriösen, analytischen Berichterstattung aus dem Kaukasus nichts zu tun.

Warum bei aller Sorge der EU die EUMM-Beobachter nicht unverzüglich in das georgisch-dagestanische Grenzgebiet geschickt wurden, bleibt überdies ein Brüsseler Geheimnis. Das EUMM-Mandat gilt nämlich ausdrücklich für das gesamte georgische Staatsgebiet.

Saturday, June 16, 2012

CHANNEL: EYE ON [Georgia] on CNN - Georgia In Numbers (edition.cnn.com/eye.on)


Sources: World Bank, CIA World Factbook, UN FAO, UNESCO



Tuesday, June 05, 2012

VIDEO: Get married or get killed. By Natia Kankia (gogroupmedia.net)



When a woman has to make a choice between marrying a man she doesn't love or even doesn't know, and being killed or having her brother killed, she, actually, doesn't have a choice. The film by Natia Kankia, Samegrelo, Georgia, May 2012


More: gogroupmedia.net

Wednesday, August 10, 2011

VIDEO: Kaukasisches Bahnabenteuer - Mit sowjetischen Lok-Veteranen durch Georgien (ardmediathek.de)



VIDEO >>> (Video aus der Mediathek verfügbar bis: 01.09.2011 16.56 Uhr)
VIDEO >>> (Video auf youtube)

Ein Film von Roland Steinhauer

Georgien gilt für Georgier als der schönste Teil der Erde. Der ist allerdings etwas renovierungsbedürftig. Vor allem, was die Eisenbahn anbelangt. Für Eisenbahnfreunde freilich kein Nachteil: Hier sind alte Eisenbahn-Veteranen aus Sowjetzeiten noch vor Güter- und Personenzügen im Einsatz. Sowohl die Strecke zwischen der Hauptstadt Tiflis und Poti, dem größten Schwarzmeerhafen Georgiens, als auch zahlreiche Nebenstrecken entlang des Kaukasus bieten Eisenbahnrelikte in Hülle und Fülle, also Romantik und Abenteuer gleichermaßen.Wer als Eisenbahnfreund in Georgien unterwegs ist, darf nicht in Tiflis bleiben. Mit den "normalen" E-Lok_Veteranen vom Typ WL 10 oder WL 11 geht es entlang der Hauptstrecke Tiflis-Poti zu den wirklichen Elektro-Sauriern: In Kutaisi sind die WL22 immer noch im regelmäßigen Dienst Richtung Tkibuli und Tskhaltubo. Und als Höhepunkt einer jeden Eisenbahnreise muss natürlich ein Ticket in Borjomi gelöst werden. Von dort schlängeln sich 37 Kilometer lang und an jedem dicken Baum anhaltend die Züge nach Bakuriani durch den Kleinen Kaukasus. Gezogen von den letzten Exemplaren der tschechischen Grubenbahn-Lokomotiven vom Typ TschS11.

Quelle: SWR

www.swr.de/eisenbahn-romantik

mehr Bilder und Kommentare >>>

Thursday, February 24, 2011

STIPENDIUM: 11. Deutsch - Osteuropäisches Journalistenprogramm Oktober-November 2011 (ijp.org)

Für das Jahr 2011 schreiben die Internationalen Journalisten Programme (IJP) zum elften Mal ihr Stipendienprogramm für Osteuropa aus. Die Austauschländer werden voraussichtlich Polen, Russland, Belarus, die Ukraine, Georgien, Armenien und Aserbaidschan sein.

Damit sollen fünf junge deutsche Journalisten die Möglichkeit erhalten, für zwei Monate in einem russisch- bzw. polnischsprachigen Medium als Gastredakteur zu arbeiten. Zeitgleich wird dieses
Stipendium für Journalisten aus Osteuropa ausgeschrieben, die sich für einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in Deutschland bewerben können.


Das Stipendium besteht aus einer einmaligen Zahlung von 3.500 Euro. Bewerben kann sich jeder Journalist zwischen 23 und 35 Jahren, der als freier Mitarbeiter, Volontär oder Redakteur bei deutschen Medientätig ist.

Bewerbungszeitraum: 15. Februar - 15. April 2011.

Weitere Informationen über das Programm unter www.ijp.org/doenhoff
oder ebel@ijp.org

Friday, January 07, 2011

NEWS: RFE/RL Caucasus Report, December 17, 2010 - January 7, 2011 (rferl.org)

A review of RFE/RL reporting and analysis about the countries of the South Caucasus and Russia's North Caucasus region. For more stories on the Caucasus, please visit and bookmark our Caucasus page .

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