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Monday, December 22, 2014

DEUTSCHE KULTURGESCHICHTE: Schwäbische Spuren in Georgien. Von Tatjana Montik (deutschlandfunk.de)

(deutschlandfunk.de - Tatjana Montik) Anfang des 19. Jahrhunderts kamen deutsche Siedler aus dem heutigen Baden-Württemberg auf Einladung des russischen Zaren nach Georgien, wo sie Zuflucht vor Hungersnot und religiöser Verfolgung suchten. Bis heute stehen ihre Fachwerkhäuser. Jetzt haben Kulturforscher sie für sich entdeckt. 

Podcast mp3 >>>
 
Weinlese deutscher Siedler in Georgien, Elisabethtal (Assureti), Anfang 20.Jahrhundert, Dank an Herrn Manfred Tichonov
Evangelischer Advent-Gottesdienst in Assureti, der ehemaligen deutschen Siedlung südlich von Tiflis, die früher Elisabeth-Tal hieß.

Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die deutschen Siedler aus Baden-Württemberg auf Einladung des russischen Zaren nach Georgien, das damals zum Zarenreich gehörte. Hier suchten sie Zuflucht vor Hungersnot und religiöser Verfolgung. In ihrer neuen Heimat wurden sie zu Bauern, deren wirtschaftlicher Erfolg den Menschen bis heute in Erinnerung geblieben ist. Im Oktober 1941 wurden die Deutschen aus dem Kaukasus nach Zentralasien deportiert.

In Assureti sind bis heute 260 deutsche Fachwerkhäuser erhalten geblieben, in denen jetzt georgische Familien leben. Neue Sitten und Gebräuche sind eingezogen. Man spricht nicht mehr Deutsch, sondern Georgisch. Auf den Leinen in den Höfen ist – wie in Georgien üblich – überall die Wäsche zum Trocknen aufgehängt.

Doch die deutsche Vergangenheit ist bis heute überall zu spüren, etwa auf dem alten Friedhof oder an der baufälligen Kirche.

Der Gottesdienst wird nicht dort, sondern in einem Privathaus gefeiert. Extra dafür kam die evangelische Pfarrerin, Irina Solej, zusammen mit acht weiteren Gemeindemitgliedern, aus Tiflis hierher:

"Wir halten unseren Gottesdienst im Andenken an die deutschen Siedler ab, die alle gläubige Menschen gewesen sind. Das erste, was sie gemacht haben, war der Bau einer Kirche aus ihren eigenen Mitteln, diese Tradition dürfen wir nicht unterbrechen. Wir hoffen, dass wir einmal in diese Kirche zurückkehren dürfen. Es gibt sogar eine verrückte Idee: diese Kirche zusammen mit der orthodoxen Kirche zu nutzen. Das wäre natürlich eine einmalige Erfahrung."

Nachkommen der deutschen Siedler gibt es in Assureti nicht mehr. Die meisten, die aus der Verbannung in die alte Heimat zurückkamen, wanderten später nach Deutschland aus.

Allerdings gibt es einige deutsche Familien, die erst in den letzten zehn Jahren nach Georgien gekommen sind. Einer von ihnen ist Manfred Tichonow, ein ehemaliger Berliner, der 2004 in Assureti ein Fachwerkhaus kaufte, es von Grund auf restaurierte und sich hier niederließ. 



An seinem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1870 sei viel zu tun gewesen, erinnert sich der 67-jährige Hausbesitzer. Doch die alte Bausubstanz könne man überall im Dorf bis heute noch bewundern:

"Hier unten können Sie noch einen Zaunpfeiler sehen. Wenn wir durchs Dorf gehen, werden Sie sehen, das waren die Zaunpfähle aus Stein. Horizontal waren das Holz und diese Zaunpfähle einbetoniert. Den habe ich rausgegraben, er wiegt 500 bis 600 kg, keine Ahnung! Also die alten Schwaben haben ja ganz schöne Steine gestemmt!"

Die Siedlungen südlich von Tiflis sollen für Touristen aufbereitet werden

Beim Spaziergang im Dorf lassen sich die typischen Merkmale der ehemaligen deutschen Siedlung gut erkennen, obwohl viele Fachwerkfassaden hinter Beton verschwanden und einige Ziegeldächer durch Wellblech ersetzt wurden. Dies sei der Grund, warum den einstigen deutschen Siedlungen, Assureti und Bolnisi, eine besondere Aufmerksamkeit der Denkmalschützer zustehe, sagt der georgische Star-Architekt Merab Gudschedschiani, dessen Unternehmen viele historische Restaurierungsprojekte durchgeführt hat:

"Es handelt sich nicht nur um das deutsche oder das georgische Kulturerbe, sondern um das Weltkulturerbe. Es geht nicht nur um die deutschen Häuser. Wertvoll ist die gesamte Stadtplanung, die auf der Höhe der Zeit ist: der Stausee, die Kanalisation, das System der Wasserleitung, der Wasserabfluss. Alle Glieder in der Stadtplanung waren durch eine Idee verbunden. Außerdem sind in diesen Dörfern einige Besonderheiten zu sehen, etwa der georgische Einfluss auf die Fachwerkarchitektur in Form von aus Holz geschnitzten Balkonen. Die Fachwerkfassaden und dann diese Balkone – das ist eine deutsch-georgische Mischung, denn diese Balkone waren seit dem Ende des 19. Jahrhunderts überall in Georgien beliebt."

Derzeit gibt es Ansätze, die deutschen Siedlungen südlich von Tiflis zu neuen kulturellen und touristischen Attraktionen zu machen. Am 13. Dezember wird der vor einem Jahr gegründete Verein für den Erhalt des deutschen Kulturerbes in Georgien für Sponsoren seine Projekte vorstellen. Dabei handelt es sich um die Pflege des materiellen und geistigen Nachlasses der deutschen Siedler.

Bei der Restauration sollte man jedoch sehr behutsam vorgehen, sagt Gudschedschiani:

"Viele Häuser sind in einem solchen bedauernswerten Zustand, dass sie bei einer unsachgemäßen Behandlung schnell auseinanderfallen könnten. Man muss damit sehr behutsam umgehen. Mit einem Schlag zu restaurieren ist sehr gefährlich. Diese Balken sind aus Eiche, sie lassen sich nicht so einfach und so schnell ergänzen. Es besteht die Gefahr, aus diesem Dorf eine schöne Fassade zu machen, einfach eine Kulisse, wir haben viele Beispiele dafür in Georgien und überall auf der Welt. Die Authentizität könnte schnell verloren gehen."

Der Katholik Manfred Tichonow, der sein Haus für die evangelischen Gottesdienste gerne zur Verfügung stellt, hat ebenfalls einiges an Ideen zu bieten: etwa die Eröffnung eines Landschulheimes in Assureti, wo die georgischen Kinder an Wochenenden intensiv Deutsch lernen könnten.

"Solche kleinen Projekte! Sie würden das Leben ins Dorf bringen! Oder man könnte die Kirche wieder renovieren, die hier mitten im Dorfzentrum steht, diese verfallene ehemalige deutsche Kirche ohne Kirchturm. Die könnte man wieder aufbauen. Dort könnte man ein kleines Kulturzentrum machen. Tiflis ist nicht weit entfernt, es sind 40 km. Dort könnte man Konzerte organisieren oder la-la-la. Solche kleinen Projekte, und nicht in Dimensionen denken wie 'Wolkenkuckucksheim' oder so etwas, kleine überschaubare Projekte."

Georgien auf der Suche nach einer eigenen Identität

In den letzten 20 Jahren war Georgien mit der eigenen Identitätssuche beschäftigt. So blieb die Geschichte der diversen nationalen Minderheiten in Georgien vernachlässigt, darunter auch die der Deutschen im Südkaukasus.

Nun aber hat sich das Blatt gewendet, glaubt der in Tiflis lebende deutsche Regisseur Stefan Tolz, der in einem seiner Dokumentarfilme die alten deutschen Siedler in Georgien noch porträtieren konnte:

"Und ich denke, das ist eine Sache, die jetzt im Wandel begriffen ist, und auch damit verbunden, dass sich Georgien an die EU annähern möchte, es gibt dieses Assoziierungsabkommen, was dieses Jahr unterschrieben worden ist. Das heißt, hier werden Schritte unternommen, dass man guckt, was ist bei uns wirklich europäisch. Wir wollen uns integrieren in die europäische Familie und dementsprechend ist es wichtig, an sein europäisches Erbe zu denken. Und was haben wir an europäischem Erbe? Dazu gehören natürlich, ganz wichtig, die deutschen Siedler, die in Georgien gelebt haben."

Auch die georgischen Wissenschaftler sehen in der Geschichte der Siedler ein reichhaltiges Forschungsfeld. Ketevan Chutsischwili, Professorin für Anthropologie an der Tiflisser Staatlichen Universität, hat vergangenen Sommer mit ihren Studenten im Rahmen eines DAAD-Projektes über das Andenken der Deutschen im Südkaukasus geforscht.

"Für die Anthropologen wäre es interessant, etwas über die Fortsetzung der deutschen Geschichte in Georgien zu erfahren: Die Deutschen wurden deportiert – und was ist mit diesen Menschen passiert, konnten sie in ihre Heimat zurückkehren, konnten sie sich hier wiederfinden, wie beeinflusst wurde dadurch ihr Andenken und die Identität ihrer Kinder? Wie empfanden sich diese Menschen – als Deutsche, als Georgien-Deutsche oder als Vertreter einer religiösen Gruppe? Was war es, was diesen Menschen die Kraft gab, weiterzuleben oder nicht zu leben?"

Die Sponsoren-Veranstaltung des Vereins für den Erhalt des deutschen Kulturerbes in Georgien findet am 13. Dezember in Tiflis im Gebäude des Georgischen Nationalmuseums statt, das ebenfalls von einem Deutschen, Gustav Radde, gegründet wurde.

Links:
facebook.com/Asureti-Elisabethtal
goethe.de
kaukasus-reisen.de/weinreisen-georgien 
ev-luth-kirche-georgien.de
assureti.wordpress.com
Georgia, German colonies [flickr.com]

Friday, November 14, 2014

OPEN CALL: Participation in the workshop - experimental short films on “Rhythm of the Everyday, with Tbilisi Migrants” (geoair.blogspot.de)

(geoair.blogspot.deThe workshop is conceptualized in the framework of Cooking Imaginations: Tbilisi Migrant Stories project. The theme of the workshop concerns the urban realm of Tbilisi, the “new” migrants living here and respective rhythm, rituals and everydayness of the city.

We invite artists, researchers and other interested professionals in Georgia to apply for the participation in the workshop conducted by GeoAIR and Dr. Richard Baxstrom. Two weeks of intensive work will include readings, theoretical debates, film screenings and discussions, as well as fieldwork, evaluation of each other’s work progress and the making of short films constituting to the final work, later produced as one DVD and screened in selected locations.

Working language: English

Please see more information on the following link.

Deadline for the application: November 25, 2014 – 18:00 (Georgia time)

Please distribute this information to people who you think might find it interesting.

If you have further questions, please do not hesitate to contact us,

Best regards,

GeoAIR team.

--
www.geoair.blogspot.com
www.archidrome.blogspot.com
www.geoairresidency.blogspot.com

Friday, October 03, 2014

GEOAIR: Visual Storytelling: Tbilisi Migrant Stories (geoair.blogspot.de)

(geoair.blogspot.de) This project is implemented within “Cooking Imaginations: Tbilisi Migrant Stories” project, which addresses the issue of migrants’ lives and integration challenges in Tbilisi. These are people who have come here within the past decade and decided to live in Tbilisi permanently or temporarily. However, cultural exchange and communication within “hosts” and “newcomers” about each others’ culture is very limited, hence, some stereotypes might prevail.
Within “Visual Storytelling: Tbilisi Migrant Stories” we are collaborating with Social Photography Caucasus Foundation, school #43 in Tbilisi - history teacher Nino Abuladze and 6 students from various grades. Schoolchildren participate in workshops, learning basics of doing ethnographic fieldwork and techniques of doing visual documentaries, with the end purpose to use art of photography and power of the image for storytelling. By visual storytelling we mean to produce images as to describe person's everyday realities that many times can not be expressed with words and may easily go unnoticed. Participating schoolchildren will create visual stories about the migrants living in their neighborhoods of Tbilisi and these stories will be presented first time parallel to the public cooking event in October.


For more information about the project and related activities, please, visit our FB page: facebook.com/cookingimaginations


“Cooking Imaginations: Tbilisi Migrant Stories” project is implemented with the financial support of the Prince Claus Fund.

Friday, July 13, 2012

VORTRAG: Gender und Migration in Hinblick auf die Region Nagorno Karabach

Am Dienstag, dem 17.07. um 16.00 Uhr wird Frau Dr. Nona Shahnazarian bei uns in Jena (Institut für Kaukasiologie in Jena) zu Gast sein. 
ORT: Campus, Jena, Carl-Zeiß-Straße 3, SR 309 

Frau Shahnazarian ist Anthropologin an der Kuban-Universität in Krasnodar (Russische Föderation) und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Caucasian and Pontic Studies (CCPS) in Krasnodar.

Frau Shahnazarian wird zum Thema: Gender und Migration in Hinblick auf die Region Nagorno Karabach sprechen. 

Migrations and Gender Transformations in Post-Soviet Karabakh 

www.mtnforum.org


+++

On Tuesday, the 17.07., Mrs. Dr. Nona Shahnazarian will be with us in Jena to guest. Mrs Shahnazarian is anthropologist at the Kuban University Caucasian in Krasnodar (Russia) and researcher at the Center for and Pontic studies (CCPS) in Krasnodar. Mrs Shahnazarian will speak on the topic of gender and migration in terms of the region of Nagorno Karabakh.

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Nona Shahnazarian has been an Associate Researcher at Center for Pontic and Caucasian Studies (Krasnodar, Russia, from 1999 to present) and Lecturer, Kuban State University (from 2002 - 2005), Kuban Socio-Economic Institute in Krasnodar (from 2006 to present). She received her Candidate՛s Degree in Social Anthropology from the Institute of Ethnology and Anthropology, Russian Academy of Sciences, (17 May 2005) and has conducted fieldwork in Russia, USA, Armenia, Georgia, and Nagorno-Karabagh through grants from Memorial (Historical and Human Right organization, Moscow; 2003, 2004), the Soros Foundation (1999, 2004), and The John D. and Catherine T. MacArthur Foundation (2004), The Carnegie Fund (2006), Fulbright (2006-2007), Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS – 2008). Her recent articles on the Caucasus include,

“The Virtual Widows of Migrant Husbands in War-Torn Mountainous Karabagh,” in: Generations, Kinship and Care. Gendered Provisions of Social Security in Central Eastern Europe. Ed: H. Haukanes and F. Pine, Volume No.17. University of Bergen. Center for Women’s and Gender Research. 2005;
Kosmarski, A, Shahnazarian, N. “Krasnodar, Karabakh, Moscow: Reflections on a Post-Soviet Anthropologist at Home/ in the Field”. in Journal of the Society for Armenian Studies. Ed. P.Cowe. UCLA. 2007;
“Gender Scenarios of Ethnic Conflicts: Narratives of the Karabakh War”. Ab Imperio. Studies of New Imperial history and nationalism in the Post-Soviet space. 1/2007. Moscow;
Shahnazarian N. “Nomadic Identity: The Case of the Hemshil (Hemshin(li)).” in The Hemshins ed. H. Simonyan: Curzon-Routledge. London. Forthcoming in 2009. Published also in Russian Diaspora, 4, 2004, 85-104.
Shakhnazaryan, N. “Femina Sovietica: Survival in Caucasian Way”. Vestnik Evrazii, 4, ed. S. Panarin. Moscow, 2006.
La situation linguistique des Arméniens du Haut-Karabagh : l'emprunt lexical comme création intralinguistique // Revue du Monde Armenien Moderne et Contemporain, 6/2001, Paris, Societe des Etudes Armeniennes. P. 51-73.
Nona Shahnazarian, PhD in Social/Cultural Anthropology

Currently: Visiting grant scholar at Netherlands Institute for Advanced Study in the Humanities and Social Sciences, Royal Academy of Arts and Science (NIAS).

Permanently:
Center for Caucasian and Pontic Studies (CCPS);
Kuban Socio-Economic Institute
Krasnodar, Russia,
Ph. +7 (861) 261 59 57

Saturday, June 25, 2011

FERNSEHEN: Georgien: Afrikaaners neues Land (arte.tv)

Von Géraldine Schwarz und Alexandre Ifi – ARTE GEIE / Berlin Factory Production – Deutschland 2011

Georgien bietet weißen Farmern aus Südafrika neues Land und eine neue Nationalität. Die Georgier wollen damit ihrer post-sowjetisch unterentwickelten Landwirtschaft zu nie gekannter Produktivität verhelfen. Und die Afrikaaners, die weißen Farmer aus Südafrika, finden in Georgien eine neue Heimat – fern von all den Ungewissheiten und den Bedrohungen durch die zögerliche Rückgabe des Landes an die Schwarzen Farmer.







Die Familie Venter ist aus ihrem verlorenen Paradies in Südafrika ausgezogen, zunächst in eine runtergekommene Wohnung mitten in Tiflis, als Zwischenstation auf ihrem Weg nach neuem Land. Sie sind überrascht von der Herzlichkeit der Menschen und von den mittelalterlichen Methoden der georgischen Landwirtschaft. Sie flüchteten vor den Morddrohungen ihres schwarzen Nachbarn in Südafrika, der nichts lieber haben wollte als ihr Land – aber die Regierung dort ist schwer in Verzug geraten mit dem Rückkauf des Weißen Landes für die Schwarzen – das schürt die Spannungen zwischen Schwarz und Weiß. Piet Kemp bewirtschaftet seine neue Farm bereits seit zwei Monaten mit ein paar Helfern, seine Frau und sein Enkel sind noch in Südafrika geblieben, wenn alles gut geht, kommen sie bald nach. Mit seinen 68 Jahren steht er ganz am Anfang eines neuen Lebens ohne Aussicht auf Frühpensionierung. Unsere Reporter haben die Familien Kemp und Venter in Südafrika und in Georgien besucht – zwei von 90 Afrikaanern, die auf Einladung der georgischen Regierung schon durch das Land fuhren auf der Suche nach einer neuen Heimat – 40 von ihnen sind seitdem ernsthaft interessiert und neun Farmer haben sich bereits entschieden, für immer nach Georgien zu ziehen.

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Georgien bietet weißen Farmern aus Südafrika neues Land und eine neue Nationalität. Die Georgier wollen damit ihrer post-sowjetisch unterentwickelten Landwirtschaft zu nie gekannter Produktivität verhelfen. Und die Afrikaaners, die weißen Farmer aus Südafrika, finden in Georgien eine neue Heimat – fern von all den Ungewissheiten und den Bedrohungen durch die zögerliche Rückgabe des Landes an die Schwarzen Farmer.

Erstausstrahlungstermin: Mo, 23. Mai 2011, 14:53

Friday, April 15, 2011

SHORT LIVE ACTION FILM: Felicità (arte.tv)




Regie: Salomé Aleksi

Kamera: Guiorgi Beridze

Musik: Giya Kancheli

Darsteller: Marina Kobakhidze (Tamara)

Autor: Salomé Aleksi

Producer: Mariam Kandelaki


Die Georgierin Tamara arbeitet illegal in Italien. Tagtäglich kümmert sie sich um die alte Dame Paola, um ihrer Familie, ihrem Mann Valiko und ihren drei Kindern einen besseren Lebensstandard zu ermöglichen. Als Valiko bei einem Autounfall stirbt, kann Tamara nicht zur Beerdigung kommen, da sie sonst ihre Arbeit verlieren würde. Tamara entscheidet sich trotzdem an der Trauerfeier teilzunehmen - via Mobiltelefon!


Salomé Aleksi wurde 1966 in Tiflis, Georgien, geboren. Nach ihrem Studium an der nationalen Kunstakademie Georgiens arbeitete Aleksi zunächst als Ausstatterin bei zahlreichen georgischen Kurz- und Spielfilmproduktionen. Anschließend studierte sie an der Paris Filmhochschule FEMIS Regie. In dieser Zeit entstanden die Dokumentation "La mer noire" (1993) und der Kurzfilm "Une nuit" (1994). Ihr letzter Kurzfilm "Si on allait à la mer ?" (1996) wurde bei einigen internationalen Filmfestivals gezeigt, wie dem Filmfestival des Museums of Modern Art in New York. Salomé Aleksi gewann mit "Felicità" eine lobende Erwähnung der Jury bei den Filmfestspielen von Venedig 2009. Der Titel ist eine Anspielung auf den italienischen Song "Felicità" von Al Bano und Romina Power, der im Film immer wieder zu hören ist.


* Eine tragikomische Geschichte über die Auswanderungswelle vieler georgischer Frauen Richtung Westen und ihre Folgen. (Georgien, 2009, 31mn) ZDF

Erstausstrahlungstermin: Di, 12. Apr 2011, 00:15, arte.tv

Weitere Ausstrahlungstermine: Dienstag, 19. April 2011, 16:15, arte.tv

Tuesday, June 15, 2010

STUDIES: Center for Balkan and Black Sea Studies (Yildiz Technical University Istanbul), Istanbul 06.-07.12.2010, YTU Auditorium, Istanbul, TURKEY

Deadline: 05.07.2010

The Center for Balkan and Black Sea Studies (BALKAR) at Yildiz Technical University, Istanbul, organizes an international symposium on the "Caucasian Migration of 1864" on December 6-7, 2010. The forced migration of 1864 was the largest migration movement from Caucasus during the period of the Russian occupation. More than a million people were affected by this event. The largest group among the migrants was the Circassians, but other Muslim groups from the Caucasus were to join this migration movement. Ottoman authorities settled this population mainly in the Balkans, Anatolia and the Middle East. Their successors are still living in these territories, especially in Turkey and Jordan.

The aim of this international symposium is threefold: 1- to examine to which extent this forced migration, almost entirely unknown to the general public, has been a subject of academic research; 2- to bring together experts of the topic; and 3- to encourage young academicians to carry out research on the subject.

The symposium will examine the Migration of 1864 from four different angles:
1. The causes of the 1864 Caucasian Migration: The Ottoman-Russian relations in the 19th century, the Caucasus policy of Russia and the political, economic and social situation of the Muslims of Caucasus in the 19th century, the causes of migration.
2. The forced migration of 1864 and waves of migration in the following years: The Russian expansion in the Caucasus, wars, resistance, migration movements, migration routes, epidemics during the migration and death etc.
3. The situation of the Muslim Caucasians after the Migration of 1864: the establishment of the Russian administration in Caucasus, the situation of the Muslims under Russian administration until the present day.
4. The Settlement of the Caucasian migrants and the process of their integration: The areas of settlement for the Caucasian migrants, the process and problems of their integration, the developments until the present day.

Scholars willing to participate in the symposium shall send the title of their presentation with an abstract of 200-300 words as a Word document to the organizing committee by July 5, 2010. Among the applications those papers which are based on archive research or field work, and particularly those of young scholars writing a master thesis or PhD dissertation on this theme will be given priority.

Following the symposium, the papers will be published in an edited book titled "The Caucasian Migration of 1864."

Organization Committee:
Doç. Dr. Mehmet Hacisalihoglu (Director of BALKAR):
Hacisalihoglu.Mehmet@gmx.de
Yaprak Has (YTU undergraduate student): hasyaprak@gmail.com
Keisuke Wakizaka (YTU graduate student): kafkaslikeisuke85@gmail.com

For further information and update: www.bal-kar.org

Monday, February 09, 2009

DOCUMENTARY: OSI Documentary Photography Project (soros.org)

The Open Society Institute (OPI) Documentary Photography Project based NY and Arts and Culture Network Program announce a grant opportunity for documentary photographers from Central Asia, the Caucasus, Afghanistan, Mongolia, and Pakistan. Approximately 20 grants in the amount of $3,500 each will be awarded to photographers to produce a discrete body of work on a current human rights or social justice issue in the region.

Following are some examples of the kind of problems that might be addressed: gender rights, ethnic minorities, migration, religious freedom, free speech, civil liberties, ecological or environmental challenges, urban renewal and transformation, public health, tuberculosis, AIDS, drug policy and narcotics, resource development and exploitation, forced and child labor, domestic violence, corruption and bribery, and restrictions on the freedom of movement. Other social problems, as defined by the applicant, may also be addressed.

We will need your help in distributing this information among the relevant contacts that you may know.

Deadline

The deadline for proposals is March 20, 2009, at 5:00 pm (Eastern Standard Time).

Additional Information

For more information on the grant, please review the grant guidelines.

Требования к подаче заявки на русском языке

Thank you in advance Sincerely
Laura Gevorgyan
Arts and Culture Program coordinator

Source: www.soros.org

Monday, September 17, 2007

FLÜCHTLINGE:

Polen - Gazeta Wyborcza
Tschetschenische Flüchtlinge im polnischen Grenzgebiet erfroren

Das eurotopics-Magazin kommetiert einen Fall aus Polen, wo drei Tschetscheninnen umgekommen sind - erforen, draußen vor der Tür:
Im polnischen Grenzgebirge zur Ukraine sind am 14. September drei Mädchen aus Tschetschenien erfroren aufgefunden worden, die illegal ins Land gekommen waren. Marcin Wojciechowski kommentiert: "Seit dem EU-Beitritt ist Polen ein Paradies für Flüchtlinge geworden, die Schutz im sicheren und satten Europa suchen. Wir sind nicht so reich wie Franzosen oder Deutsche, aber dafür ist es einfacher, zu uns zu gelangen, weil wir eine einige hundert Kilometer lange Grenze zu ehemaligen Sowjetrepubliken haben... Im polnischen Außenministerium oder in den EU-Institutionen sagt es niemand offiziell, aber die Konsulate aller EU-Staaten haben die vertrauliche deutliche Anweisung, Bürgern mit russischen Pässen, die in Tschetschenien ausgestellt wurden, keine Visa zu erteilen... Wenn Flüchtlinge also nicht legal nach Polen einreisen dürfen, versuchen sie es auf andere Weise... Das scheinbar humane Migrationsrecht der EU ist in Wirklichkeit ungerecht. Gerade sind wieder einige, die ins Paradies wollten, Opfer dieses Gesetzes geworden." (15.09.2007)
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)

Friday, August 24, 2007

SCIENCE: Caucasus Research Resource Centers (CRRC). Eurasia Foundation, Tbilisi, Georgia.

from: The Asian Studies WWW Monitor: late Aug 2007, Vol. 14, No. 11 (268)
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24 Aug 2007
Caucasus Research Resource Centers (CRRC)
Eurasia Foundation, Tbilisi, Georgia


Self-description:
"The Caucasus Research Resource Centers program (CRRC) is a network of resource and training centers established [in 2003 - ed] in the capital cities of Armenia [www.crrc.am - ed.], Azerbaijan [www.crrc.az - ed.] and Georgia [www.crrc.ge - ed.] with the goal of strengthening social science research and public policy analysis in the South Caucasus.
A partnership between the Carnegie Corporation of New York and the Eurasia Foundation (EF), the program's outcomes are to increase the accessibility of high-quality research resources, to strengthen capacity and, to increase the dialogue and collaboration between social science researchers and policy practitioners."

Site contents:
* About CRRC;
* Data Initiative Project (Data Sets [South Caucasus household data on demographics, household economic behavior, migration trends, and social attitudes - ed.], Documentation, Web Interface, Research Team, Papers);
* CRRC Blog and Moodle;
* Contact Us;
* Publications.

[The Caucasus Research Resource Centers is a program of the Eurasia Foundation [www.eurasia.or] funded by the Carnegie Corporation of New York. - ed.]

URL http://www.crrccenters.org/

Internet Archive
http://web.archive.org/web/
http://www.crrccenters.org/

Link reported by: T. Matthew Ciolek (tmciolek--at--coombs.anu.edu.au)
* Resource type [news - documents - study - corporate info. - online guide]: Corporate Info
* Publisher [academic - business - government - library/museum - NGO - other]: NGO
* Scholarly usefulness [essential - v.useful - useful - interesting - marginal]: Useful
* External links to the resource [over 3,000 - under 3,000 - under 1,000
- under 300 - under 100 - under 30]: under 1000
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Src: The Asian Studies WWW Monitor ISSN 1329-9778
URL http://coombs.anu.edu.au/asia-www-monitor.html

The e-journal [est. Apr 1994] provides free abstracts and reviews of new/updated online resources of significance to research, teaching and communications dealing with the Asian Studies.

The email edition of this Journal has now over 6,510 subscribers.
The AS WWW Monitor does not necessarily endorse contents, or policies of the Internet resources it abstracts.

- regards -
Dr T. Matthew Ciolek tmciolek--at--coombs.anu.edu.au
Head, Internet Publications Bureau, RSPAS, The National Institute for Asia and the Pacific, The Australian National University, Canberra, Australia ph +61 (02) 61250110 fax: +61 (02) 62571893 skype: tmciolek also, Asia Pacific Research Online at www.ciolek.com

[You may freely forward this information, but on condition that you send the text as an integral whole along with complete information about its author, date, and source.]
-
To subscribe to Asian Studies WWW Monitor email edition send email to: majordomo@coombs.anu.edu.au

message: subscribe asia-www-monitor
International students: ANU (http://studyat.anu.edu.au) CRICOS Provider Number is 00120C

Friday, August 10, 2007

SCIENCE:

International conference Socio-demographic change of European cities and its spatial consequences
Leipzig (Germany), 14-16 April 2008

Call for Papers

During the last decades, demographic and social change came up as decisive factors im-printing on the shape and development of urban structures in Europe. They affect housing markets as well as residential patterns, location decisions or the use of amen ities.
While social transformations represent a major issue of urban studies, demographic change is still relatively rarely taken notice of. This is all the more astonishing, as demography always mattered in urbanisation processes, be it as population g rowth or shrinkage, in- or out-migration, rejuvenation or ageing. The phenomena of the Second Demographic Transition population decrease, ageing, evolving diversity of migration as well as of household and life style
patterns bring about new challenges but also prospects for European cities. To stabilise and keep up attractive cities is one of these challenges. The effects of socio-demographic changes certainly differ from context to context. Throughout Europe, common trends coincide with regional fragmentation and diversification. Set against this background, it is the objective of the international conference:

Socio-demographic change of European cities and its spatial consequences in Leipzig (Germany), KUBUS conference centre, 14 - 16 April 2008

... to identify and explain current socio-demographic processes and their consequences for urban spatial structures, housing markets, segregation patterns, decision-making processes and policy instruments. What is the current impact of declining (or increas ing) population numbers, transforming household structures, ageing and immigration on urban processes at different scales and what is to be expected in future? The regional focus of the conference comprises the whole of Europe. Papers related to cities in East Central and Eastern Europe are especially welcome. We appreciate theoreti-cal, conceptual, empirical and methodological contributions from different fie lds of urban and demographic research. Since the conference wants to highlight the comparative view both in terms of content and space, cross-national comparisons are particularly appreci-ated. Conference papers should address one or several of the following umbrella topics:
1. Interplay of demographic and societal processes in European cities;
2. Qualitative and quantitative change of demographic structures in European cities;
3. Household change and its consequences in the inner and outer city ( housing de-mography );
4. Socio-demographic diversification of residential structures and neighbourhoods;
5. Residential mobility and its impact on the shape of urban spatial structures;
6. Immigration processes as drivers of urban change;
7. Simultaneousness of shrinkage and growth in urban agglomerations;
8. Effects of socio-demographic change on housing markets, infrastructure, planning processes and governance structures;
9. Instruments and strategies of municipalities, housing companies, landlords and other urban actors to cope with socio- demographic change.
Please send an abstract using the form attached here or on our project website under www.condense-project.org by 31 October 2007
to condense@fu-confirm.de.

Since the program of the conference also includes a moderated poster session you are welcome to present a poster. If you are interested please also send an abstract and indicate clearly that the abstract relates to a poster.

As a poster presenter, your attendance at the conference is obligatory since posters will be presented by you during a separate session. The decision about the acceptance of all submitted abstracts will be made until 10 December 2007. The convenors of the conference plan different publications in the aftermath of the conference (in particular in highly ranked scientific journals).

More information on postconference papers will be provided during the conference. For the conference two full days are planned for sessions. On the third day for an extra charge there will be organised an excursion.

The conference fee amounts to 150€ and 100€ for students and PhD students for early bird registration until 15 January 2008.
After that date, it amounts to 200€ resp. 120€.

The fees include conference materials, coffee/tea break catering as well as a conference dinner at the KUBUS conference centre on 14 April.

Travel and accommodation costs must be covered by the participants.

Do let us know if there are any special difficulties with the payment requests.

For further information about the conference please visit the website
www.condense-project.org or contact condense@fu-confirm.de.

Annegret Haase, Sigrun Kabisch and Annett Steinführer
(conDENSE project)
Helmholtz Centre for Environmental Research
Department of Urban and Environmental Sociology
Permoserstr. 15
04318 Leipzig (Germany)
www.ufz.de
www.condense-project.org
WISSENSCHAFT:

Ausschreibungstext des Entwicklungsländerpreises 2008 der JLU Gießen und der KfW für hervorragende, wissenschaftliche Arbeiten im Bereich "Entwicklung und Migration"
Das Thema schließt Arbeiten der Osteuropaforschung ein, wie bspw. temporäre oder dauerhafte Migrationsbewegungen und damit verbundene Rücküberweisungen
(Remittances) oder die Füchtlingssituation in zerrütteten Gebieten wie in Teilen des Kaukasus. Weitere Informationen über die Modalitäten der Ausschreibung sind in dem unten zitierten Auschreibungstext sowie auf den verwiesenen Internetseiten zu finden.
Die Justus-Liebig- Universität Gießen vergibt mit Unterstützung der KfW, Frankfurt am Main, in zweijährigem Rythmus seit 1982 ihren Entwicklungsländerpreis für Verdienste um die Erarbeitung und Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse über Entwicklungsländer.
Der von der KfW gestiftete Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Es können Einzelpersonen, aber auch Arbeitsgruppen oder Institutionen ausgezeichnet werden.

Im Rahmen des Entwicklungsländerpreises sollen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erneut auch eine Disesrtation (1.500 Euro) und zwei Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Magisterarbeiten oder verlgeichbare Arbeiten (je 500 Euro) prämiert werden.
Der Entwicklungsländerpreis 2008 wird im November 2008 vergeben für Arbeiten zum Thema "Entwicklung und Migration".

Einsendungen werden erbeten bis zum 31. Januar 2008. Weitere Informationen über das Bewerbungsverfahren entnehmen Sie bitte unserer Homepage >>>

The Justus-Liebig-University Giessen, supported by KfW in Frankfurt, has awarded its Developing Countries Prize on a two-year basis since 1982 to honour achievements in the acquisition and application of scientific knowledge concerning developing countries. The prize, donated by KfW, is endowed with 5,000 Euros. It can be awarded to individuals as well as to teams and institutions.

In order to support the activity of young researchers, the Developing Countries Prize is to again honour a dissertation (1,500 Euros) and two master or comparable theses (500 Euros each). The Developing Countries Prize 2008 will be awarded at November 2008 for scientific work on the topic "Development and Migration".

Nominations will be accepted until January 31, 2008. Additional information about the application procedure you can find on our web site >>>
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Kerstin Kötschau
Dipl.-Ing. agr.
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) Otto-Behaghel-Str. 10 D
D- 35394 Gießen
Tel.: ++49 (0) 641 99 12 708
Fax: ++49 (0) 641 99 12 719
http://www.uni-giessen.de/zeu