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Thursday, July 27, 2017

VIDEO: Georgien - Leben mit den Toten. Ein Beitrag von Katrin Molnar und Ralph Hälbig (2011)

In Georgien ist der Kult der Totenverehrung sehr ausgeprägt. Grabinschriften sind Briefe in die andere Welt. Grabbeigaben sollen den Verstorbenen auch im Totenreich nützen. Da wird schon mal eine Packung Zigaretten mit in den Sarg gelegt oder symbolisch das Auto auf den Grabstein gemalt. Jedenfalls ist das Speise- und Trankopfer im Kaukasus sehr opulent, damit es diesseits und jenseits allen gut geht.

MDR Windrose
Sendung vom So., 20.11.2011, 15.50 Uhr 2011 (MDR)


Monday, July 24, 2017

ON ONE'S OWN ACCOUNT: German Blog About Georgia by Ralph Hälbig Reaches More Than 3 Million Viewers. Interview: Nina Gomarteli via @cbwge









Ralph Hälbig manages a blog about Georgia and South Caucasus. Blog is available in German and shares politics, economics and art narrative in the region. Visitors are increasing day by day, while he’s planning to commit himself more and write a travel guide about Georgia. CBW had an interview with Ralph about his inspirations, experience and opinion towards region.

The full interview here (cbw.ge) >>


cbw.ge/e-version

Sunday, March 06, 2016

BUCHMESSE LEIPZIG: Aus der Ferne. Neue Georgische Lyrik und Georgische Tafel / Supra in Leipzig am 18. März 2016


Matthias Unger, Lasha Bakradze, Hendrick Liersch & Ralph Hälbig präsentieren im Rahmen der Buchmesse die anwesenden Autorinnen und Autoren Ela Gochiashvili, Bela Chekurishvili, Shota Iatashvili und Shalva Bakuradze und den Band "Aus der Ferne. Neue Georgische Lyrik". Norbert Hummelt liest aus seinen Übersetzungen ihrer Gedichte.

Preis für Speisen und Kultur 20 EUR 


Aus der Ferne. Neue Georgische Lyrik und Georgische Tafel / Supra in Leipzig am 18. März 2016 [facebook]
 

Wir bitten um Rückmeldung für die Organisation einer üppigen Tafel:
ralph.haelbig@terek-media.com
01799094675


Veranstaltungort: margareten kantine & salon

Lindenauer Markt 21, Leipzig

Beginn: 19.30 Uhr

  Hans Scheib 2005, Farbe Knocking`on Heaven`s Door
Georgien, ein Land, in dem die Lyrik eine ungleich wichtigere Rolle spielt als in Deutschland, ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018. Bereits jetzt liegt in einer liebevollen Edition der Berliner Corvinus Presse ein Band mit sechs der z.Z. bedeutendsten georgischen Dichterinnen und Dichter vor. Fünf von ihnen gehören der "Generation Wende" an: Sie begannen in der postsowjetischen Ära der 80er und 90er Jahre und zeichneten die Veränderungen dieser Zeit in ihre Dichtung ein, indem sie mit der ideologischen Bevormundung und ebenso mit der reichen Formtradition der georgischen Dichtung brachen. So erschließen sie der georgischen Lyrik formal und inhaltlich neue Bereiche. Die sechste im Bunde ist Ela Goshiashvili, die grande dame der georgischen Lyrik, mit deren Gedichten die jüngeren Dichter aufwuchsen – ihrem Langgedicht "Aus der Ferne" ist auch der Titel dieser Sammlung entnommen.

Foto: Sebastian Schobbert / Skulptur: Hans Scheib 2005 Holz/Farbe Knocking`on Heaven`s Door (Georgisch)

Ausgestellt werden Bilder von Theodora Kokhodze und Nini Zhgenti


Malerei von Theodora Kokhodze



Foto von Nini Zhgenti


Wir freuen uns, Sie und Ihre Freunde inmitten der georgischen Dichter zu der georgischen Tafel und einer langen Nacht begrüßen zu dürfen.

Denn jeder Gast, der nach Georgien kommt, wird irgendwann einmal zu einer georgischen Tafel geladen sein und an diesem besonderen Zeremoniell alter Tradition teilnehmen. Entgegen landläufiger Annahme, handelt es sich hierbei nicht nur um üppiges Essen mit übermäßigem Weingenuss.

Gaumarjos



AUS DER FERNE Neue Georgische Lyrik
Mit einem Vorwort von Zaal Andronikashvili.
Gedichte von Ela Gochiashvili, Shalva Bakuradze, Zviad Ratiani, Bella Chekurishvili, Shota Iatashvili, Maia Sarishvili
Herausgeber Matthias Unger
Translineare Übersetzung Tengis Khachapuridse
Nachdichtung Norbert Hummelt
Illustrationen von Hans Scheib
Verleger Hendrik Liersch Corvinus Presse.
Bestellung in jeder Buchhandlung oder direkt beim Verlag www.corvinus-presse.de
82 Seiten, ISBN 978-3-942280-34-1 Preis: 20 €
Corvinus Presse seit 1990








Tuesday, January 26, 2016

LITERATUR: Die vierzig Tage des Musa Dagh. Von Franz Werfel in: Lesezeit | MDR FIGARO | 25.01.-26.02.2016 [mdr.de]


(mdr.de) Eine armenische Familie flieht vor der Ausrottung durch die Türken. Auf dem Berg Musa Dagh leisten sie einen aussichtslosen Widerstand. Franz Werfel schrieb seinen Roman basierend auf den Eindrücken von Zeitzeugen. Das Buch wurde 1933 in Deutschland verboten. Werfel emigrierte 1938 in die USA, wo er 1945 starb. Er erhielt 2006 posthum die armenische Staatsbürgerschaft verliehen.

Armenia 2007
Foto: Ralph Hälbig
Gabriel Bagradian kehrt nach 23 Jahren, die er in Paris gelebt hat, in seine armenische Heimat am Fuße des Musa Dagh zurück. Der Besuch in Yoghonoluk soll nur kurze Zeit in Anspruch nehmen, doch noch während sich Gabriel mit Frau und Kind in Armenien aufhält, bricht der Erste Weltkrieg aus. Die Familie sitzt fest.

Hoffnung in finsteren Zeiten
 
Gabriel wird in die vom Osmanischen Reich verhängte Verschickung der armenischen Minderheit verwickelt. Doch statt sich wie die meisten seiner Leidensgenossen in das schreckliche Schicksal der Deportation zu fügen, setzt Gabriel alles auf eine Karte: Auf dem Musa Dagh sucht er mit zirka 5.000 Armeniern Zuflucht vor Verfolgung, Verschleppung und Ausrottung durch die Türken. Sein verzweifelter Triumph heißt erbitterter Widerstand, koste es, was es wolle. Es gelingt den Armeniern zwar, die Angriffe der Türken abzuwehren, besser werden die Aussichten dadurch aber auch nicht. Hunger und Entbehrungen fordern ihren Tribut von den geschwächten Menschen.

Vor diesem historischen Hintergrund wird die Geschichte Gabriel Bagradians als militärischer Kopf des Widerstandes erzählt: Er war Offizier der Reserve in der türkischen Armee. Über vierzig Tage halten die Armenier auf dem Berg aus, vierzig Tage zwischen Verzweiflung und Hoffnung, vierzig Tage zwischen Mut und der Gewissheit doch zu sterben. Am Ende naht Rettung in Form französischer und britischer Schiffe, aber Rettung wohin? 


Die Wahrheit mitteilen
  
Noch immer ist es schwierig, den Völkermord an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1917 beim Namen zu nennen. Als Franz Werfel 1930 durch Anatolien reiste, schockierten ihn die Begegnungen mit Zeitzeugen und er begann, akribisch für einen Roman zu recherchieren.

"Die vierzig Tage des Musa Dagh" beschreiben das Schicksal einer armenischen Familie, die langsam ausgegrenzt und schließlich mit Waffengewalt verfolgt wird. Auf dem Heimatberg, dem Musa Dagh, leistet ihre Dorfgemeinschaft der Vertreibung Widerstand. Umsichtig und differenziert, mit einer klaren, fließenden Sprache verwandelt Werfel diese historische Katastrophe in ein eindrucksvolles Epos. 


Der Schriftsteller Franz Werfel

Geboren 1890 in Prag, verließ Franz Werfel 1912 seine Heimatstadt und arbeitete als Lektor im Leipziger Kurt Wolff Verlag. Während des Ersten Weltkrieges war er Soldat.

In den 1920er- und 1930er-Jahren avancierte Werfel zu einem der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. 1938 emigrierte er nach Frankreich, 1940 über Spanien in die USA. Er starb 1945 in Beverly Hills.

"Die vierzig Tage des Musa Dagh" erschien 1933 in Wien und Berlin und wurde in Deutschland zwei Monate später verboten.


Es liest Christian Brückner

Alle Folgen hier: mdr.de/mdr-figaro/Franz Werfel: vierzig Tage des Musa Dagh

Sunday, July 27, 2014

ARTE-YOUROPE: Junge Tushen bei Zezvaoba in Georgien. Von Katrin Molnár und Ralph Hälbig - Sendung. Partyfieber - So bunt haben junge Europäer Spaß (arte.tv)

Timecode: 05:20 - 10:23

Samstag, 26. Juli um 14:10 Uhr (27 Min.)

(arte.tv) Auch wenn es oft nur nach Konsum aussieht, sind moderne Partys soziale Kultur und festigen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Hatten Feste früher fast immer einen religiösen Hintergrund, so sind sie heute ekstatische Auszeiten von den Zwängen des Alltags. Was sie außerdem mit der traditionellen Party der jungen Cowboys in Ost-Georgien gemein haben, findet "Yourope" heraus.

Der Sommer ist die Zeit der Festivals und der großen Partys. Hatten Feste früher fast immer einen religiösen Hintergrund und das Feiern folgte einem strengen Ritual, so sind sie heute ekstatische Auszeiten von den Zwängen des Arbeitsalltags. Sie gehorchen nicht mehr religiösen und regionalen, sondern globalen "Moden". In diesem Jahr zum Beispiel stehen Holi-Partys ganz oben auf der Rangliste der Party-Pflicht-Events, Festivals der Farben, angelehnt an das religiöse indische Frühlingsfest. Andere, etwa in den Niederlanden, feiern Nachhaltigkeitspartys: Sie feiern zwar ausgelassen, versuchen aber trotzdem einen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt zu leisten.

Auch wenn es manchmal nur nach Konsum aussieht, sind moderne Partys soziale Kultur und festigen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Selbst die scheinbar monotonen "Electropartys sind nicht nur fressen, saufen, scheißen", wie es der deutsche DJ Dominik Eulberg etwas drastisch formuliert. Sie haben trotz allem viel gemein mit der traditionellen Party der jungen Cowboys in Ost-Georgien, deren Hirten-Fest ihnen ebenfalls Energie für die Bewältigung ihres beschwerlichen Alltags gibt.

Partyfieber - so haben junge Europäer Spaß – darum geht es bei ARTE am 26. Juli 2014 um 14.15 Uhr.

Sunday, May 04, 2014

ARTE: Gérard Depardieu: Lieben, essen, vögeln - im Kaukasus. Von Katja Nicodemus (zeit.de)

(zeit.de) Eine Arte-Dokumentation schickt den Schauspieler Gérard Depardieu auf den Spuren von Alexandre Dumas in den Kaukasus. 

"Schöner Text. Ich glaub das wird eine Katastrophefilm fürs Gemüt oder ein unbeabsichtigtes Meisterstück. Aber was sich da wieder unseren kulturellen Fernseheliten ausgedacht haben? Sie kungeln auch mit jedem ... Der Obelix soll uns den Braten vor die Füße werfen. Es geht wohl nur um die Quote, da sicher am Ende des Films einfach nichts ... aber auch gar nichts relevantes herauskommt!!!

Im Zeitartikel wird der wohl treffliche Satz formuliert: "Man könnte sagen, dass hier ein Promi-Konzept zu etwas Tragikomischem implodiert" - worauf mir einfiel, dass das wohl beinahe schon eine universelle Aussage ist ... ich bin gespannt, wie das abgeht ... heute abend. Ich vermute, da es äußerst selten in unseren spröden Zeiten vorkommt, sich selbstironisch in Szene zu setzen und sich dabei auch selbst nicht zu ernst zu nehmen. Ich vermute, dass das ganze mehr als peinlich wird. Depardieu hat sich ja ernsthaft in merkwürdige Situationen begeben. Ich sage nur Busenfreundschaften mit den richtigen Kerlen aus einer anderen Welt, weil er sich zu Hause gelangweilt hat. Und das meint er auch so ... Wenn das heute abend nicht funzt, dann muss ich schon mal die Redaktion in Frage stellen, die das veranlasst hat. Dann ist das eine ganz billige Nummer, und ich muss teils den Spartenkanal in Frage stellen oder fragen, wer hat denn da schon wieder seine Hände im Spiel gehabt hat ... und sein Gehirn nicht eingeschaltet." (Ralph Hälbig)



Der Zeitartikel hier >>>

Reise durch den Kaukasus. Gérard Depardieu auf den Spuren von Alexandre Dumas 

Sonntag, 04. Mai um 21:55 Uhr (54 Min.)   

link: arte.tv

Im Buch "Gefährliche Reise durch den wilden Kaukasus" hielt Alexandre Dumas seine persönlichen Reiseabenteuer des Jahres 1858 fest. Seine Intuition, Leidenschaft und seine Unvernunft inspirierten Gérard Depardieu rund 150 Jahre später, einen Teil der Reise auf Dumas‘ Spuren nachzuerleben. Ähnlich wie sein Vorgänger wird er von einem Zeichner begleitet ...



In einer Suite des Pariser "Hôtel des Trois Empereurs" entschließt sich Alexandre Dumas 1858 aus einer plötzlichen Anwandlung heraus, zusammen mit dem Maler Jean-Pierre Moynet in den Kaukasus zu reisen. Festgehalten haben sie dieses Abenteuer im Buch "Gefährliche Reise durch den wilden Kaukasus (1858-59)“. Der französische Schauspieler Gérard Depardieu ist sowohl ein begeisterter Leser von Dumas als auch ein Kenner und Liebhaber des Kaukasus. Es entstand die Idee, dem Text zu folgen und eine Reise auf den Spuren des berühmten Autors zu unternehmen - begleitet wurde er dabei vom Zeichner Mathieu Sapin. 

Im Zwiegespräch zwischen den beiden erfährt der Zuschauer mehr über die Person und den Künstler Gérard Depardieu, dessen Stimme zuweilen eins wird mit der des Autors. Während der Reise liest der Schauspieler immer wieder aus Dumas‘ Originaltexten. Die grandiosen Landschaftsbilder und die Entdeckung des heutigen Kaukasus schlagen Brücken zu den damaligen Erlebnissen und geben dem vor rund 150 Jahren verfassten Reisebericht eine neue, aktuelle Dimension. 

Unter anderem besuchen Depardieu und Sapin die aserbaidschanische Hauptstadt Baku. Dort gesellt sich der lokale Journalist und Historiker Fuad Akhundov zu ihnen. Natürlich hat sich die Gegend seit Dumas‘ Besuch 1858 stark verändert. Baku ist eine hochmoderne Großstadt geworden – eingebettet in die aserbaidschanische Tradition mit all ihren Widersprüchen. 

Gérard Depardieu führt auf eine abwechslungsreiche und humorvolle Exkursion in eine wenig bekannte Region. Es geht um deren Geschichte, die Menschen und Kulturen, aber auch um Dumas und Depardieu, die beide - im Leben wie in der Kunst - ständig auf der Suche geblieben sind.

TV-Kritik: "Reise durch den Kaukasus" - Abenteuer und Unvernunft, das gefällt ihm [faz.net]
 

Tuesday, October 22, 2013

ARTE FUTURE: Vollgas gen Westen? Georgien sucht seine Zukunft - Heute 23.50 auf ARTE (arte.tv)

Ich habe die Dokumenation in der ARTE Preview in Berlin gesehen. Stefan Tolz ist es gelungen - trotz der politischen Thematik, die ja nicht leicht umzusetzen ist in einem Film, wo man die Protagonisten vor die Kamera bringt und zu Aussagen "nötigt" - ein sehr poetisches und "tiefsinniges" Feature mit facettenreichen Anspielungen herzustellen. Die 90 Minuten sind in einem gewissen Sinne spannungsgeladen und wir dürfen weiterhin gespannt sein, wie es weitergeht in dieser interessanten Region. 

Auch nach den Wahlen werden gewisse Perspektiven eine große Rolle spielen. Man kann sagen, dass Stefan Tolz sich getraut hat, eine Dokumentation im Vorfeld der Wahlen ins Fernsehen gebracht zu haben, die sich nicht nur durch den aktuellen Bezug legitimiert. Sein Film lebt nicht von der Halbwertzeit politischer Berichterstattung. Die politische Kultur dieses kleinen Kaukasusstaates wird hier trefflich eingefangen! Sehenswert!!

Schade nur, dass ARTE in einem gewissen Sinne auf den Spuren aller öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender wandelt, und so eine lange Dokumentation sozusagen zur Schlafenszeit um Mitternacht sendet. Für alle die es verpassen werden ..., wenigstens eine Woche lang, kann der Film in der Mediathek von Arte angesehen werden. Wie es dann weitergeht, werden wir sehen. Bei der zunehmenden Regionalisierung und Provinzialisierung des Fernsehens, bin ich da nicht zuversichtlich. (R.H.)

(arte.tv) Vollgas gen Westen? Bevor wir uns heute Abend in einer Dokumentation der Zukunft Georgiens widmen, können Sie sich bei ARTE Future schon jetzt in einen Wolga 21 setzen und das Land am Schwarzen Meer auf eigene Faust interaktiv entdecken: volga.arte.tv

Videos: vimeo.com
Facebook: facebook.com/volgasalon 

 

Der Machtkampf in Georgien

Im Oktober 2011 gab der reichste Mann Georgiens, der Milliardär Bidsina Iwanischwili bekannt, für einen Zeitraum von zwei Jahren in die Politik zu gehen. Sein Ziel war es, Premierminister zu werden und den westlich orientierten aber autoritär regierenden Präsidenten Michail Saakaschwili von der Macht zu verdrängen.

Dieser Film zeigt, wie der Oligarch sein Ziel erreichte und wie Saakaschwili versucht, Georgien „mit Vollgas“ auf Westkurs zu halten.

Filmemacher Stefan Tolz, der Georgien seit mehr als 20 Jahren hat aus dem Wettstreit der beiden Politiker ein spannendes Roadmovie gemacht und trifft in seinem 40 Jahre alten Wolga 21 auf Gewinner und Verlierer des Wandels in dem kleinen Landes, dass eine Anbindung an EU und NATO anstrebt.

Der Film liefert kurz vor der Präsidentenwahl am 27. Oktober ein außergewöhnliches Insiderporträt Georgiens – und ist gleichzeitig eine Parabel auf die gesellschaftliche Situation in vielen anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks, in denen der Traum vom Westen zu Konflikten zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen geführt hat.

Thursday, August 01, 2013

BLOG: Renaissance von einem Stalin Monument? (ralphhaelbig.tumblr.com)

http://24.media.tumblr.com/3ecd5134567f9be22dfdbbe8563c5dd4/tumblr_mqv23eZWHw1sslqg7o1_1280.jpg

copyright 2012: Ralph Hälbig

(ralphhaelbig.tumblr.com) In der Geburststadt von Stalin - in Gori - soll ein riesiges Monument von Josef Stalins wieder errichtet werden, welches in einer Nacht- und Nebelaktion im Juni 2010 abgerissen wurde. Schon vor Monaten hofften Bürger aus Gori, dass ein riesiges Stalin-Denkmal vor dem Museum wiederaufgebaut werden würde. Die sechs Meter hohe Statue wurde 1952, kurz vor dem Tod des Diktators, auf einem zentralen Platz von Gori errichtet. 2010 wurde sie nach der Entscheidung des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili abgerissen. Die Entscheidung der Wiederauferstehung der Statue fiel diesmal demokratisch, wurde vom Kultusmininsterium angewiesen. Gespannt können wir sein, wie es in Zukunft darum steht.  Natürlich ist das politisch fragwürdig und die Gemüter sind erhitzt. Gori bekommt sozusagen sein “patriotisches Wahrzeichen" zurück …Ob das in Ordnung ist, darüber wird man sich äußern. Bis zum Geburstag Stalins im Dezember soll dann alles fertig sein. Bis dahin ist noch Zeit.

Wie die Georgier mit ihrem berühmtesten Landsmann umgehen, das geht natürklich weit über die Existenz einer Statue hinaus. Stalins Geburtshaus wird schon immer durch eine massive Überdachung für die Ewigkeit erhalten.

“Daneben steht ein prachtvoller Palast im sowjetischen Baustil – das Museum, das Josef Stalin gewidmet ist. Nur wenig erinnert hier an die Opfer des großen Terrors. Dafür blickt die Besucher aus jeder Ecke Stalin an – von Porträts, Teppichen und Gemälden mit Szenen im Geiste des sozialistischen Realismus. Seine Todesmaske ist die Krönung der Ausstellung." (Julia Smirnova, Moskau)

Auch das Stalin-Museum in Gori wirkt unzeitgemäß. Das Museum von Stalin sollte in ein Museum des Stalinismus umgebaut und Opfern des Terrors gewidmet werden. Bisher geschah aber nichts.

Stalin-Denkmäler werden allmählich wiederhergestellt. Einige Nichtregierungsorganisationen fordern zudem, das Museum der Okkupation zu schließen. Die neue Regierung hat sich bislang nicht zu dieser Initiative geäußert.

mehr in: welt.de

Wednesday, January 02, 2013

FERNSEHEN. Nun auf 3sat - die Dokumentationsreihe zur Seidenstrasse vom SRF mit Georgien und Aserbaidschan (3sat.de)

Bidsina Ivanishvili, Präsident von Georgien, mit Peter Gysling © SRF-RetoVetterliSeidenstraße, Teil 2 (Georgien)
2. Januar 2013, 20.55 Uhr
Wiederholung:
6. Januar 2013, 16.30 Uhr
Von Venedig nach Xi'an mit Peter Gysling
Von trinkfreudigen Bauern, felsenfesten Glaubensbrüdern, vergessenen Flüchtlingen und menschenfreundlichen Milliardären.

Auf Marco Polos Spuren reist der Kaukasus- und Zentralasienexperte Peter Gysling von Venedig bis nach Xi’an in China und vermittelt so auf ganz persönliche Weise den Charme und den Mythos des Reisens auf den historischen Handelswegen.

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein großes Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an.

Die zweite Etappe der siebenteiligen Reihe "Seidenstraße" führt durch Georgien - von Batumi über Tiflis nach Lagodekhi. Batumi, die Ferienmetropole am Schwarzen Meer, wird rigoros ausgebaut. Die neuen Casinos und Fünfsterne-Hotels wirken wie ein potemkinsches Dorf. In der wilden Bergwelt der Region Adscharien entdeckt Peter Gysling ein ganz anderes Georgien. Die Menschen dort leben von einer bescheidenen Landwirtschaft und wirken besonders engagiert und selbstbewusst. Im monumentalen Felskloster Vardzia betet Vater Lazare für Gott, für sein Land und für sein Volk. Der steilen Felswand wurden vor 800 Jahren Tunnel und Terrassen für bis zu 50.000 Menschen abgetrotzt, die Höhlenräume sind auf sieben Stockwerken labyrinthartig miteinander verbunden. Der 56-jährige Bidsina Iwanischwili hat in Russland mit Computern, Telefongeräten und einer Kreditbank ein Vermögen verdient.

Seit seiner Rückkehr nach Georgien versteht sich Iwanischwili als Menschenfreund. Er hat zahlreiche Staatsaufgaben finanziert und seinen Heimatbezirk Satschkere mit Geldsegen beglückt. Der öffentlichkeitsscheue Milliardär führt Peter Gysling durch seinen Tifliser Glaspalast, der eine schöne Kulisse für einen James-Bond-Film geben würde. Mit seinem Parteienbündnis hat Iwanischwili jüngst die Parlamentswahlen gewonnen. Sein Ziel: Hunderttausende von Arbeitsplätzen schaffen und Georgien von der Armut befreien.

Morgen:
3. Januar 2013, 20.15 Uhr
Wiederholung:
7. Januar 2013, 17.25 Uhr

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein großes Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstraße, von Venedig nach Xi'an

Die dritte Etappe der siebenteiligen Reihe "Seidenstraße" führt durch Aserbaidschan, von Sheki über Naftalan nach Baku. Aserbaidschan ist berühmt für seine Teppichtradition. Die Zeiten der kleinen Familienbetriebe sind allerdings vorbei. Peter Gysling besucht die privatisierte Seidenfabrik in Sheki, einst die größte Seidenproduktionsstätte der Sowjetunion. Heute arbeiten dort rund 900 Weberinnen, fertigen in Handarbeit Baumwoll- und Seidenteppiche nach traditionellen Vorlagen und bewahren so das kulturelle Erbe. In der Stadt Naftalan tritt Schweröl ohne komplizierte Förderung an die Erdoberfläche. Das Kur-Baden im schwarzen Gold ist seit Sowjetzeiten ein Hit: Es hilft angeblich gegen Rheuma, Arthritis und Schuppenflechte. Peter Gysling gewinnt einen heiteren Einblick in die skurrile Welt der Ölwannen und Bademeister. Die Faszination des aserbaidschanischen Ölbooms erlebt er auch auf Neft Dashlari mitten im Kaspischen Meer: Es ist die größte Offshore-Plattform der Welt. Die Fotografin Rena Effendi nennt man "das soziale Gewissen Aserbaidschans". Sie dokumentiert in Bildern das Schicksal all jener, die trotz des Ölreichtums in Armut leben. Freie Wahlen und freie Medien gibt es nicht in Aserbaidschan. Als junger Mensch müsse man seine Wahl treffen, die schwerwiegende Konsequenzen haben könne: Zugunsten des autokratischen Präsidenten Rakhat Aliyev - oder zugunsten einer ersehnten freien Demokratie. Peter Gysling trifft eine unerschrockene Gruppe aus der Blogger-Szene in Baku.

Saturday, November 10, 2012

FERNSEHEN: Heute: Genial - einfach - magisch: Erfinder in Georgien. Film von Ralph Hälbig und Katrin Molnár

Auf gute Nachbarschaft - Genial – einfach – magisch: Erfinder in Georgien. Ein Film von Ralph Hälbig und Katrin Molnár (mdr.de)(mdr.de) "Wirf einen Stein in Georgien und Du triffst einen Erfinder." Jeder zweite Georgier habe schon einmal etwas erfunden, sagen viele in diesem Land. Darunter sind so verrückte Ideen wie die Energieerzeugung aus dem Nichts, aber auch ganz praktische Dinge, wie selbst gebaute Traktoren aus Schrott. Nur mit der Vermarktung klappt es noch nicht im Kaukasusstaat. Die meisten Erfindungen dümpeln in privaten Forscherstübchen vor sich hin.

MDR, Sa., 10.11., 18:00 Uhr

Saturday, October 27, 2012

FERNSEHEN: Heute: Schön, schrill, geistreich - Künstler in Tbilisi. Film von Katrin Molnár und Ralph Hälbig (mdr.de)

Sa., 27.10., 18:00 Uhr

Lebendige Folklore und Tradition - der georgische Alltag ist voll davon. Doch in den Hinterhöfen von Tbilisi existiert auch eine andere Welt - eine Welt, die sich moderner Kunst und zeitgenössischem Design verschrieben hat. Ob Fotografie, Streetart, Performance-Kunst oder Raumgestaltung - überall sprudelt der Durst nach neuen Formen und klugen Inhalten nur so über: Lederkleider, die zu Skulpturen der Erbsünde werden; Fotos, die die Frau als "schönste Seele der Natur" zeigen; und Graffiti, die Sexualität enttabuisieren. Obwohl einige der Künstler im Ausland gefeiert werden, ringen sie im eigenen Land oft um Akzeptanz. Nur die wenigsten können von ihrer Kunst leben. Doch das hält sie nicht ab von immer quirligeren Ideen.

Mit: Irma Sharikadze, Nika Machaidze (Nikakoi), Tusia Beridze (TBA), Nino Chubinishvili (Chubiko), Keti Toloraia (ROOMS), Tamuna Gvaberidze (ROOMS), Ekaterina Lemonjava (Rock Club Tbilisi), Shadows Eye (Band aus Tbilisi), Bouillon Group, Musia Keburia.

+++
Nice, shrill, keen - Artists from Tbilisi
footage also in Pur Pur

Friday, October 26, 2012

DOK-SERIE: Trailer "DOK - Seidenstrasse" ab 9.11.2012 auf SF 1 (videoportal.sf.tv)

(videoportal.sf.tv) In sieben Folgen macht Peter Gysling das Publikum bekannt mit den vielfältigen Kulturen und grossartigen Landschaften entlang der legendären nördlichen Route. Das Abenteuer führt die profilierten Kaukasus- und Zentralasien-Kennerinnen und -Kenner sowie alle Interessierten von Venedig nach Xi'an in China.

+++ Mit einem ausgesprochen tollem Team war ich unterwegs in Georgien. Es hat mir sehr viel Spass gemacht mit Helen Stehli Pfister, Chirtoph Müller, Peter Gysling, Reto Vetterl, Pascal Nufer, Laurent Stoop, Maja Kobaidze, Dinara Diana Maglakelidze, Jago Arabuli  zusammenzuarbeiten. Vor allem auf den zweiten Teil der Reportage über Georgien bin ich sehr gespannt, und dann auch auf den dritten Teil über Aserbaidschan, wo Alina Abdullayeva die Kontakte hergestellt hat ... Im Südkaukasus sind zu sehen u.a.: Vater Lazare im Höhlenkloster Wardzia, Bidsina Iwanischwili in Tbilisi, Eter Turadze in Batumi, Lasha Bakradze in Tbilisi, Rena Effendi in Baku und viele andere mehr . Dank auch durch die Unterstützung von kaukasus-reisen.de (Ralph Hälbig, 26.10.2012) +++

 

DOK - Seidenstrasse vom 19.10.2012


Ab 9.11. 2012 um 21.00 Uhr auf SF 1 

Sunday, October 21, 2012

BLOG-CHANNEL: Anniversary - In Eight Years, 1.000.000 People Visited www.georgien.blogspot.com.

Today there is an anniversary in eight years, one million people visited www.georgien.blogspot.com. Thank you to all my loyal visitors and many thanks for the support. I hope that there will be still plenty of time to continue the Re-Blooging to themes about the Southcaucasus.

Furthermore, I am responsible for all contributions to the region very grateful!

Best regards, Ralph Hälbig

+++

Heute gibt es ein Jubiläum: in acht Jahren besuchten eine Million Leute www.georgien.blogspot.com. Vielen Dank an alle meine treuen Besucher and vielen Dank für die Unterstützung. Ich hoffe, dass weiterhin genügend Zeit vorhanden sein wird, um das Re-Blooging über Themen zum Südkaukasus weiterführen zu können.

Weiterhin bin ich für alle Beiträge zur Region sehr dankbar!!

Beste Grüße, Ralph Hälbig

Friday, October 05, 2012

SCHWEIZER FERNSEHEN (SF): Milliardär an der Macht in Georgien. Peter Gysling bei Bidsina Iwanishvili (videoportal.sf.tv)

(videoportal.sf.tv) In Georgien kommt es zu einem Machtwechsel. Der neue starke Mann heisst Bidsina Iwanischwili. Der Geschäftsmann und Milliardär war bis anhin als Mäzen bekannt, der Schulen baute und in Georgiens Infrastruktur investierte. Iwanischwili hat «10vor10» vor den Wahlen durch seinen Prunkbau geführt.

Peter Gysling, Moskaukorrespondent des SF, besuchte ihn zusammen mit seinem Team (Reto Vetterli, Laurent Stoop, Maja Kobaidze und Ralph Hälbig) auf seiner Drehreise - entlang der Seidenstraße - in seiner Residenz in Tbilisi. Iwanishwili hatte damals gerade seine Partei "Georgischer Traum" gegründet und offen verkündet, dass er in die Opposition geht. Nun hat er die Parlamentswahlen überraschend gewonnen.

PODCAST (20 min): Peter Gysling zu den Wahlen in Georgien

10vor10 vom 02.10.2012

Friday, October 28, 2011

VIDEO: Aserbaidschan: Bauboom in Baku - Ein Film von Katrin Molnár und Ralph Hälbig (mdr.de)

MDR +++ So., 30.10. +++ 16:05 Uhr
Wdh. Di., 01.11. +++ 10.53 Uhr

Windrose-Livestream

Stararchitekten und Investoren geben sich in Aserbaidschans Hauptstadt die Klinke in die Hand. Seit Jahren gibt es einen beispiellosen Bauboom, dank der Petrodollar. Doch dieser fordert seinen Tribut: Die Stadtverwaltung will mit allen Mitteln aus Baku eine Global City machen. Bakus Altstadt schwindet mehr und mehr. Die Bewohner werden verdrängt, umgesiedelt oder freigekauft. Und noch ein weiteres Problem dämpft den Aufschwung: die Tuberkulose. Eigentlich hatte die Krankheit längst ihren Schrecken verloren, doch jetzt ist sie wieder auf dem Vormarsch.

Thursday, July 14, 2011

FERNSEHEN: Aserbaidschan: Bauboom in Baku - Ein Film von Katrin Molnár und Ralph Hälbig (mdr.de)

Sa., 16.07. +++ 18:00 Uhr +++ 14:30 min
Di., 19.07. +++ 09:35 Uhr +++ 14:30 min (Wdh.)


VIDEO (mdr.de) >>>

Stararchitekten und Investoren geben sich in Aserbaidschans Hauptstadt die Klinke in die Hand. Seit Jahren findet in Baku ein beispielloser Bauboom statt, dank der Petroldollar, die täglich ins Land gespült werden. Protzige Hochhausfassaden aus Glas und Beton formen die Silhouette der Stadt neu.

Doch der Boom fordert seinen Tribut: Die Stadtverwaltung will mit allen Mitteln aus Baku eine Global City machen. Bakus Altstadt schwindet dagegen mehr und mehr. Die ansässigen Bewohner und ihr soziales Milieu werden verdrängt, umgesiedelt oder freigekauft - freiwillig oder unfreiwillig.


Quelle: mdr.de

Saturday, April 23, 2011

LESUNG: Einladung +++ Helga Kurzchalia, Lamaras Briefe +++ in Leipzig, 28.04.2011 (georgien.blogspot.com)



Helga Kurzchalia liest aus ihrem Briefroman "Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus", 2010 Lichtig Verlag, Berlin www.lichtig-verlag.de;

Gleichzeitig Finnisage: Fotografie "Caucasian Mentality" von Ralph Hälbig + Weinverkostung mit Tibaneli

Website: www.lamarasbriefe.org
SR 2 KulturRadio, BücherLese >>>
AVIVA-BERLIN.de im September 2010 >>>

Die Lesung findet statt im Café Telegraph
am Do. 28.04.2011 um 19.00
Dittrichring 18 - 20, 04109 Leipzig

Tel.: 0341 980 63 78
www.cafe-telegraph.de

Mit Unterstützung von:
georgien.blogspot.com
www.kaukasus-reisen.de
www.tibaneli.com

Mehr hier:
georgien.blogspot.com/Helga Kurzchalia

Monday, March 21, 2011

TELEVISION/VIDEO: Schön, schrill, geistreich – Künstler in Tbilisi. Von Katrin Molnár und Ralph Hälbig (mdr.de)

Click for watching video: http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/5840604.html (english: Nice, shrill, keen - Artists from Tbilisi)


Ein Film von Katrin Molnár und Ralph Hälbig

Lebendige Folklore und Tradition – der georgische Alltag ist voll davon. Doch in den Hinterhöfen von Tbilisi existiert auch eine andere Welt – eine Welt, die sich moderner Kunst und zeitgenössischem Design verschrieben hat.

Ob Fotografie, Streetart, Performance-Kunst oder Raumgestaltung – überall dürstet man nach neuen Formen und klugen Inhalten: Lederkleider, die zu Skulpturen der Erbsünde werden, Fotos, die die Frau als "schönste Seele der Natur" zeigen, und Graffiti, die Sexualität enttabuisieren.

Obwohl einige der Künstler im Ausland gefeiert werden, ringen sie im eigenen Land oft um Akzeptanz. Nur die wenigsten können von ihrer Kunst leben. Doch das hält sie nicht ab von immer quirligeren Ideen.

Mit: Irma Sharikadze, Nika Machaidze (Nikakoi), Tusia Beridze (TBA), Nino Chubinishvili (Chubiko), Keti Toloraia (ROOMS), Tamuna Gvaberidze (ROOMS), Ekaterina Lemonjava (Rock Club Tbilisi), Shadows Eye (Band aus Tbilisi), Bouillon Group, Musia Keburia.

Quelle:
mdr.de

photo: Irma Sharikadze

Friday, March 18, 2011

FERNSEHEN: Schön, schrill, geistreich – Künstler in Tbilisi. Von Katrin Molnár und Ralph Hälbig (mdr.de)

Click for watching video: FERNSEHEN / AUF GUTE NACHBARSCHAFT / Schön, Schrill, Geistreich - Künstler in Tbilisi: www.mdr.de/mediathek

MDR +++ Sa., 19.03. +++ 18:00 Uhr


Ein Film von Katrin Molnár und Ralph Hälbig

Lebendige Folklore und Tradition – der georgische Alltag ist voll davon. Doch in den Hinterhöfen von Tbilisi existiert auch eine andere Welt – eine Welt, die sich moderner Kunst und zeitgenössischem Design verschrieben hat.

Ob Fotografie, Streetart, Performance-Kunst oder Raumgestaltung – überall dürstet man nach neuen Formen und klugen Inhalten: Lederkleider, die zu Skulpturen der Erbsünde werden, Fotos, die die Frau als "schönste Seele der Natur" zeigen, und Graffiti, die Sexualität enttabuisieren.

Obwohl einige der Künstler im Ausland gefeiert werden, ringen sie im eigenen Land oft um Akzeptanz. Nur die wenigsten können von ihrer Kunst leben. Doch das hält sie nicht ab von immer quirligeren Ideen.


Quelle: mdr.de

photo: Irma Sharikadze

Friday, January 21, 2011

ERÖFFNUNG: Jörg Herold, Sieg ... in der Galerie EIGEN + ART Berlin (eigen-art.com)

photo: Ralph Hälbig
Eröffnung
Samstag, 22. Januar 2011
17 - 21 Uhr

Dauer der Ausstellung
22. Januar - 12. März 2011


Seit Ende 2008 arbeitet Jörg Herold an einer Folge von Bildwelten zu einem fiktiv erschaffenen Land. In loser Reihung überarbeiteter Kopien von ethnografischen Fotos hinterfragt er mit kritischem Blick das Fremde und Unbekannte. Seine Arbeiten beinhalten dabei seine Sicht auf Prozesse des Verlöschens weltweiter Lebensgemeinschaften auf allen Ebenen sozialer Strukturen.

Unter dem theoretischen Dach der „Postkolonialen Transformation“ analysiert er verschiedene Formen von Identität im lokalen und globalen Kontext, Aspekte der Gewalt und ihre Auswirkungen auf Natur und Landschaft. In Bildern, Skulpturen und Texten dokumentiert er die beschleunigte Konversion sozialer und kosmologischer Organisationen. Die Arbeiten befragen Vorstellungen zu Körperlichkeit und Muster von Ritualen marginalisierter Völker.

In einer achtwöchigen Reise durch Vietnam, Kambodscha, Thailand und Laos (Bilder von Ralph Hälbig von der Reise) beleuchtete Jörg Herold die indigenen Konstruktionen von Gemeinwesen sowie deren Interaktionen zwischen der „zentralen“ und der „peripheren“ Gesellschaft näher. Ähnliche thematische Ansätze führten ihn bereits 2006 und 2007 auf Reisen zur Wiege Europas: den Kaukasus (Bilder >>>). Eine Region von Gegensätzlichkeiten in Kultur, Religion und Brauchtum, verwurzelt in Jahrhunderte alten Traditionen. Dort suchte er den Ursprung Europas, warf einen Blick auf das Ursprüngliche, die Schönheit der Wildnis, das vermeintliche Paradies Gottes. Doch die Wirren vieler Konflikte haben tiefe Narben hinterlassen in den paradiesischen Orten und mancher Streit ist noch nicht entschieden.

Vor diesem Hintergrund fühlte Jörg Herold sich herausgefordert an Orten gestillter Geschichte „zu graben“ und Wurzelwerk an Überlieferungen freizulegen – der Eingriff des Künstlers als Zeitzeuge. Die Reise nach Südostasien folgte diesen konzeptionellen Überlegungen und Wirkungsansätzen erneut.

Von seiner Reise zurückgekehrt, hat Jörg Herold die dort gemachten Beobachtungen erneut aufgearbeitet und künstlerisch umgesetzt. Als „Dokumentararchäologe“, wie er sich selbst nennt, versucht er dabei mittels der Ethnologie und ihrer Erkenntnisse über die Vielfalt der Volksgruppen eine künstlerische Darstellung südostasiatischer Lebenswelten zu erschließen und die Einwirkungen regionaler Folklore vor Ort auf den Ist-Zustand unseres globalisierten Systems festzuhalten.

Eine zentrale Aufgabe des Dokumentararchäologen ist, die Möglichkeiten der Erinnerung für die Zukunft aufzuzeigen und in dem Konflikt zwischen Ästhetik und Ethik der Darstellung hervorzuheben. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt in 10 Jahren noch einmal wiederholt werden, um die Beobachtungen zu ergänzen, zu erweitern und im kulturellen Gedächtnis zu speichern.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.eigen-art.com

Das Projekt wurde gefördert vom Haupstadtkulturfonds.